Kinder hatten es während der Corona-Pandemie bisher nicht leicht: Erst durften sie sich nicht mehr mit ihren Freuden treffen, dann wurde der schulische Betrieb ins Homeschooling verlagert – insbesondere Einzelkinder wurden damit zunehmend in Isolation gerückt. Der Osnabrücker Bundestagsabgeordnete Matthias Seestern-Pauly sieht die neuen Lockdown-Regeln als weiteren schweren Einschnitt.
„Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern sind realitätsfern. Die aktuellen Fallzahlen zwingen zwar zum Handeln, gerade für Familien sind die neuen Regeln aber kaum umsetzbar“, so der lokale Bundestagsabgeordnete Matthias Seestern-Pauly (FDP). Künftig sollen sich Angehörige eines Haushaltes nur noch mit einer weiteren Person treffen dürfen. Seestern-Pauly: „Durch die neuen Regelungen drängen wir insbesondere Einzelkinder in die wochenlange Isolation. Denn künftig können sich nicht einmal mehr zwei Mütter oder Väter mit ihrem jeweiligen Kind treffen. Das ist Irrsinn.“
Abwechselnde Kinderbetreuung wird schwer
Hinzu kommen neue Probleme bei der Kinderbetreuung. „In vielen Fällen haben sich Eltern zusammengeschlossen, um abwechselnd ihre Kinder zu betreuen. Wenn dies nicht mehr möglich ist, müssen viele auf die Notbetreuung ausweichen. Für den Infektionsschutz ist das eher kontraproduktiv“, so der kinder- und jugendpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion.
Appell: Mit Impfen vorankommen
Die Freien Demokraten kritisieren zudem die geplante Einschränkung des Bewegungsradius. „Während der 15km-Radius in Städten kaum eine Auswirkung hat, wird das Leben von Menschen im ländlichen Raum massiv eingeschränkt“, so Seestern-Pauly. „Auch nach elf Monaten mit dem Corona-Virus fehlt weiterhin jede Perspektive. Das ist zu wenig. Die Verantwortlichen insbesondere in Niedersachsen müssen deshalb endlich auch mit dem Impfen vorankommen“, so Seestern-Pauly abschließend.
Symbolfoto: Mädchen guckt aus dem Fenster.