Zu zehn Monaten Haft wird ein Hartz-IV-Leistungsbezieher vom Amtsgericht Bersenbrück verurteilt. Das Hauptzollamt Osnabrück ermittelte gegen den 51-Jährigen, aufgrund eines Rechtschreibfehlers in seinen eingereichten Unterlagen. So kam raus, dass er zu Unrecht Arbeitslosengeld II bezog.

Über zwei Jahre bezog der 51-Jährige zu Unrecht Hartz-IV-Leistungen, stellten Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit fest. Das Hauptzollamt Osnabrück teilt mit, dass der Beschuldigte während seines Leistungsbezugs selbstständig im Bereich der Gartenarbeit arbeitete. Die dabei erzielten Erwerbseinkünfte teilte er jedoch nicht dem Jobcenter in ordnungsmäßiger Höhe mit. Somit kassierte er rund 13.800 Euro Arbeitslosengeld II, die ihm nicht zustanden.

Aufgefallen waren seine Betrügereien bei der Durchsicht seiner eingereichten Unterlagen, weil sich ein Rechtschreibfehler in der Umsatzübersicht befand. Diese Unterlagen reichte er beim Hauptzollamt und dem Jobcenter ein. Aufgrund des Rechtschreibfehlers wurden bei der Bank die Kontoauszüge des Kontos von dem Beschuldigten angefordert. Dabei stellte sich heraus, dass ein Großteil der Gutschriften und Bareinzahlungen den Umsatzübersichten nicht zu entnehmen war.

Daraufhin nahm das Hauptzollamt Osnabrück die Ermittlungen gegen den 51-jährigen Leistungsbezieher auf. Schließlich führten die Ermittlungen zur Anklageerhebung wegen Betrugs durch die Staatsanwaltschaft. Die Haftstrafe ist für den Angeklagten für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. „Neben den Kosten des Verfahrens muss der Verurteilte die zu viel erhaltenen Beträge selbstverständlich an den Leistungsträger zurückzahlen“, so Christian Heyer, Pressesprecher des Hauptzollamts Osnabrück.

Osnabrücker Zoll ermittelt Leistungsbetrüger (Foto: Hauptzollamt Osnabrück)