Laufen ist “in” und beinahe schon Volkssport. Statistiken zufolge laufen 22 Prozent der Deutschen regelmäßig – eine sehr positive Entwicklung, wenn man bedenkt, dass Laufen fit hält und die Gesundheit fördert. Doch damit sich Joggen positiv auf den Körper auswirkt, müssen Läufer einige Dinge beachten.

Zuerst gilt es den inneren Schweinehund zu überwinden. Besonders Einsteiger müssen sich zu Beginn oftmals zum Joggen zwingen, doch sobald man eine gewisse Routine entwickelt hat, fällt es deutlich leichter. Zugleich empfehlen Experten jedoch, es nicht überstürzt anzugehen, da ansonsten Verletzungen drohen.

Die Gesundheit steht an erster Stelle

Entscheidende Bedeutung kommt der Ausstattung zu, insbesondere den Schuhen. Experten empfehlen, zu speziellen Laufschuhen aus dem Fachhandel zu greifen und diese vor dem Kauf Probe zu laufen. Besonders wichtig ist das für Menschen mit Fußfehlstellungen, von denen mittlerweile fast jeder Zweite betroffen ist.

Während Menschen mit Fehlstellungen wie Plattfüßen, Hammerzehen oder Hallux valgus im Alltag meist zu gesundheitsförderndem und bequemem Schuhwerk von spezialisierten Anbietern greifen, wird die Belastung beim Sport häufig unterschätzt. Dabei lastet beim Laufen das meiste Gewicht auf den Großzehenballen, was bei einer Hallux-valgus-Fehlstellung über kurz oder lang zu Schmerzen führen kann, wenn der Betroffene das falsche Schuhwerk trägt. Zudem sollten sich Lauf-Anfänger sportmedizinisch untersuchen lassen, bevor sie regelmäßig ihre Runden drehen. So vergewissern sie sich, dass der Körper auch entsprechend belastet werden darf.

Langsam steigern

Wer sich lediglich ein wenig fit halten möchte, sollte etwa zweimal pro Woche in die Laufschuhe schlüpfen. Wer das Laufen hingegen etwas ambitionierter angehen möchte und sich auch vorstellen kann, an Wettkämpfen teilzunehmen, sollte mindestens dreimal pro Woche trainieren, um sich zu verbessern.

Zu Beginn kann es hilfreich sein, sich einer Trainingsgruppe anzuschließen, die sich mindestens einmal pro Woche trifft. Am Pyer Waldstadion beispielsweise trifft sich jeden Mittwoch um 18 Uhr eine Laufgruppe zum Training. Doch auch wer auf der Suche nach Herausforderungen ist, bekommt in Osnabrück einiges geboten.

Für Einsteiger empfiehlt sich beispielsweise der jährliche 6-Stunden-Lauf am Rubbenbruchsee, der in diesem Jahr am 31. August stattfindet. Die Strecke ist lediglich 3 Kilometer lang und somit auch von Einsteigern zu schaffen. Bei dem Lauf geht es vorrangig um Spaß und einen guten Zweck, da der Erlös in die Kampagne “Jede Oma zählt” von HelpAge Deutschland e.V. fließt. Läufer können bis zu sechs Stunden laufen, müssen es aber nicht.

Etwas härter sind die Bedingungen beim jährlichen Rubbenbruchsee Marathon, der am 14. Dezember 2019 stattfindet. Der Marathon umfasst eine Strecke von 42,2 Kilometer rund um den Rubbenbruchsee sowie in der Umgebung und er findet bei Wind und Wetter statt – folglich sollten nur gut trainierte Läufer antreten.

Titelfoto, Bildrechte: Flickr No title Marius Brede CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten