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Osnabrück auf dem Weg zur Smart City

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Smart City, Internet der Dinge (IoT), LoRaWAN: Was nach ferner Zukunftsmusik klingt, wird in Osnabrück Realität. Die SWO Netz hat begonnen, in Osnabrück ein energieeffizientes und reichweitenstarkes Funknetz aufzubauen. Das Ziel: unterschiedliche Mess- und Steuerungssensoren miteinander zu vernetzen und so einen wesentlichen Beitrag zu leisten, Osnabrück zur Smart City weiterzuentwickeln.

„Die moderne Lebens- und Arbeitswelt ist schon seit langem nicht mehr ohne moderne Informations- und Kommunikationstechnologie vorstellbar“, erläutert Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke. Die digitale Transformation durchdringe immer weitere Bereiche. „Wir als Stadt haben die Aufgabe, unsere Dienstleistungen und Services daran anzupassen.“ Das Konzept „Osnabrück übermorgen – Auf dem Weg zu einer digitalen Agenda für Osnabrück“ diene hierfür als Leitfaden, wie sich Osnabrück zu einer Smart City wandeln kann, in der alles miteinander vernetzt, schnell, überall und jederzeit verfügbar ist, um das Leben und Arbeiten effizient, ökologisch und sozial inklusiv zu gestalten.

12 LoRaWAN-Funkantennen im Stadtgebiet


Die Stadtwerke mit ihrer Netztochter SWO Netz seien hierfür der ideale Partner, um die technischen Voraussetzungen zu schaffen. „Ein zentraler Baustein ist der Aufbau eines speziellen Funknetzes durch die SWO Netz“, erläutert der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Christoph Hüls. 12 solcher LoRaWAN-Funkantennen wird die SWO Netz bis Ende dieses Monats im Stadtgebiet installiert haben. Geeignet für die Übertragung geringerer Datenmengen, haben die kompakten Antennen eine Reichweite von bis zu fünf Kilometern. Die Durchdringung reicht dabei bis tief in Keller und Schächte.

Vernetzte Straßenlaternen und Mülleimer

Durch die hohe Kosteneffizienz mache das LoRaWAN-Funknetz zudem Nischenanwendungen wirtschaftlich attraktiv. „Daraus ergibt sich die Möglichkeit, innovative Dienstleistungen für den Bereich Smart City anzubieten“, ergänzt SWO Netz-Geschäftsführer Heinz-Werner Hölscher – und nennt beispielhafte LoRaWAN-Anwendungsfälle: „Das kann das individuelle und bedarfsgerechte Schalten der Straßenbeleuchtung sein, alternativ zur aktuellen Funkrundsteuerung. Das können aber auch Dienstleistungen für Dritte, wie eine Ortung und Überwachung von Tanks und Containern sein, damit sie niemals überquellen und rechtzeitig ein Signal zur Leerung absetzen.“

Vernetzung über Sensoren

Für diese beispielhaften Anwendungsfälle brauche es lediglich die entsprechenden Sensoren, die kostengünstig und vergleichsweise einfach zu installieren sind, da sie keinen Strom- oder Telekommunikationsanschluss benötigen. Die Sensoren werden dann über LoRaWAN miteinander vernetzt – in einem sogenannten Internet der Dinge (loT). „Es gibt viele weitere Ideen für geeignete Anwendungsfälle“, so Oberbürgermeister Griesert. „Im Sinne der Vernetzung in einer Smart City sind hier kaum Grenzen gesetzt.“ Die intelligente Stadt der Zukunft kann damit dynamisch und bedarfsgerechter auf die Bedürfnisse ihrer Bürger reagieren.

Hackathon sammelt weitere Ideen

Um weitere Ideen für LoRaWAN-Anwendungsfälle zu sammeln, veranstaltet die SWO Netz Ende Juni einen sogenannten „Hackathon“. „Hier sind ITler, Ingenieure, Programmierer und Designer aufgerufen, um gemeinsam über zwei Tage kreativ an neuen, intelligenten Anwendungsfällen sowie Hard- und Softwarelösungen zu arbeiten“, erläutert Heinz-Werner Hölscher. Der Hackathon mit dem Titel „OSNA HACK“ findet am 27. und 28. Juni in der Vitischanze statt und ist Teil der Digitalen Woche, bei der vom 24. bis 28. Juni mehrere Veranstaltungen rund um Digitalisierung, Gesundheit, Datenschutz, Künstliche Intelligenz, Arbeitswelt im Wandel und Social Media in Osnabrück vorgestellt werden.

Hintergrund

LoRaWAN steht für “Long Range Wide Area Network” und ist ein energieeffizientes und reichweitenstarkes Funknetz, über das Geräte und Sensoren miteinander vernetzt und in das „Internet der Dinge“ eingebunden werden. Das „Internet der Dinge“ („internet of things“, Kurzform: IoT) bezeichnet die Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet, damit diese Gegenstände selbstständig über das Internet kommunizieren und so verschiedene Aufgaben erledigen können.

Mehr Informationen zur Digitalen Woche gibt es unter www.digitalewoche-osnabrueck.de, zum Hackathon unter www.osnahack.de.

Foto: LoRaWAN-Funkantennen sollen Osnabrück zu einer Smart City werden lassen: (V.l.) Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Christoph Hüls, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und SWO Netz-Geschäftsführer Heinz-Werner Hölscher

PM
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