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Oberbürgermeister Griesert gegen unfaire Belastung der Städte durch die Deutsche Fußball Liga (DFL)

Städte bezahlen für Millionengewinne im kommerziellen Fußball

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Der Rat der Stadt Osnabrück hat in seiner Sitzung am 28. Mai 2019 (HASEPOST berichtete) die Bedeutung des VfL Osnabrück für Stadt und Region bekräftigt und sich für die Herstellung der Zweitligatauglichkeit des Stadions an der Bremer Brücke eingesetzt.

Für kurzfristig umzusetzende Baumaßnahmen und notwendige Planungsleistungen wurde beschlossen, dass die Osnabrücker Beteiligungs- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH der Stadiongesellschaft kurzfristig einen Betrag in Höhe von ca. 3,2 Mio. Euro zur Verfügung stellt.

DFL soll Kriterien überarbeiten


Darüber hinaus hat der Stadtrat an die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) appelliert, ihre Kriterien für die Lizenzerteilung zu überarbeiten. „Die Profiligen sind ein Milliardengeschäft, das vielen ein gutes Auskommen und einigen einen Gewinn in Millionenhöhe erlaubt. Auflagen zur Lizenzvergabe, wie zum Ausmaß der Überdachung, das Verhältnis von Sitz- zu Stehplätzen usw. befördern jedoch weder die sportliche noch die wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Es ist für Vereine unterhalb der 1. Bundesliga nur dank der erheblichen Unterstützung seitens der öffentlichen Hand leistbar, diese Anforderungen zu erfüllen“, so Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der den Deutschen Städtetag aufgefordert hat, sich im Namen der Städte dafür einzusetzen, „dass die DFL ihre Kriterien und Anforderungen zur Lizenzerteilung überdenkt und lockert, um die Abhängigkeit der Vereine von der Leistungsfähigkeit der kommunalen Kassen zu reduzieren und die eigenständige finanzielle Handlungsfähigkeit der Klubs zu stärken.“

Deutscher Städtetag seit Jahren mit dem Thema befasst

In der Antwort an den Oberbürgermeister hat der Deutsche Städtetag daraufhin erklärt, dass man sich mit dem Problem seit vielen Jahren befasse: „DFB und DFL zeigen bisher wenig Neigung, die bestehenden Lizensierungsbedingungen zu ändern oder gar zu lockern.“ Dennoch sei der Deutsche Städtetag bemüht, ein stärkeres Problembewusstsein bei den Sportverbänden zu entwickeln.

„Nicht zufriedenstellend ist, dass die gegenwärtigen Bedingungen die Städte so stark belasten. Aber wenn wir den VfL dabei unterstützen wollen, in der 2. Liga zu spielen, dann müssen wir die gegenwärtigen Bedingungen zunächst so hinnehmen, wie sie sind. Trotzdem müssen wir öffentlich mit Nachdruck aufmerksam machen, dass die Verteilung von Gewinnen auf der einen und Belastungen auf der anderen Seite unfair ist und dringend geändert werden müssen“, sagt Griesert, der auch stellvertretender Präsident des Städtetages ist. „Vielleicht bieten die aktuellen Veränderungen in den Gremien und DFL und DFB die Chance, eine ausgewogenere Berücksichtigung der Vereinsinteressen in der 2. Liga zu erreichen“, so die Hoffnung des Oberbürgermeisters.

PM
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