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Nach Morden in Hanau: DGB organisiert spontane Mahnwache auf dem Nikolaiort

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat anlässlich des Terroranschlags in Hanau für heute, den 20. Februar, um 20 Uhr eine Mahnwache am Nikolaiort organisiert.

Mahnwache auf dem Nikolaiort

Anlässlich der Morde in Hanau bittet der DGB um kurzfristige Mobilisierung zu einer Mahnwache auf dem Nikolaiort um 20 Uhr. „Nach den ersten Nachrichten von der Tat wurde heute Morgen offensichtlich, dass in Hanau die „Ausrottung von Fremden“ und ähnliche rassistische Hetze zu Toten und Verletzten führten. Weder fällt solches Gedankengut vom Himmel, noch darf der rechtsextreme, faschistische Sumpf, der auch zu dieser Tat motivierte, weiterhin verharmlost werden“, äußerte sich der DGB. Spontan sei eine Mahnwache das Mindeste, wozu mobilisiert werden könne. Es solle ausgedrückt werden, dass endlich Schluss sein müsse mit jedem Kokettieren um rassistische, nationalistische und letztlich faschistische Gesinnung.

Innenminister Pistorius zeigt sich betroffen

Der aus Osnabrück stammende niedersächsische Innenminister Boris Pistorius zeigte sich in einer ersten Stellungnahme betroffen: „Der rechtsextremistische Terroranschlag von Hanau erschüttert und entsetzt mich, er macht mich in dieser Dimension fassungslos. Den Verletzten und den Angehörigen der Opfer spreche ich mein tief empfundenes Mitgefühl aus. Wenn rechter Hass immer weiter durch rechte Demagogen gefüttert wird, entsteht daraus Terrorismus. Dieser rechtsradikale Terrorismus ist aktuell die größte Bedrohung unserer Demokratie, unseres friedlichen Zusammenlebens und unseres demokratischen Staates. Alle sind gefordert zu handeln und die Augen aufzumachen. NSU, München, Kassel, Halle und jetzt Hanau! Unfassbare rechtsextremistisch motivierte Taten, die unser Land immer weiter innerlich spalten sollen. Wir müssen auch diese Tat durch die Polizei konsequent untersuchen, wir müssen schnell die richtigen Schlüsse ziehen, politisch, gesellschaftlich und rechtlich!“. Pistorius werde kurzfristig mit den muslimischen Verbänden in Dialog treten, um mit ihnen über die Sicherheit der Muslime in Niedersachsen und die Sicherheit der Moscheen zu sprechen.

PM
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