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Nach Löschschaum in der Hase: Grüne kritisieren mangelhaften Umweltschutz bei Brandvorbeugung

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Zwei Tage nach dem Großbrand in Fledder, der ein Fischsterben in der Hase zur Folge hatte, melden sich die Osnabrücker Grünen in einer Stellungnahme zu Wort. Darin fordert die Partei Aufklärung und kritisiert den mangelnden Umweltschutz bei der Brandvorbeugung.

Nach dem Brand in einem Autohaus und einem Chemie-Unternehmen im Fledder fordert die Grüne Ratsfraktion Aufklärung. „Das giftige Löschwasser in der Hase hat zu einer Umweltkatastrophe geführt. Das zeigen die vielen toten Fische. Wir wollen wissen, wie das mit dem unkontrollierten Abfluss des Löschwassers passieren konnte und wer die Verantwortung trägt“, erklären der Fraktionsvorsitzende Volker Bajus und der umweltpolitische Sprecher Sebastian Bracke.

Renaturierung der Hase möglicherweise umsonst

Die großen Fortschritte, die es in den letzten Jahren bei der Renaturierung der Hase gegeben hat, seien jetzt womöglich mit einem Schlag zunichte gemacht worden. „Das ist ein schwarzer Tag für unseren wichtigsten Fluss. Das Fischsterben ist zunächst nur der sichtbare Ausdruck einer möglicherweise nachhaltigen Schädigung des Ökosystems. Wir hoffen sehr, dass die Verschmutzung durch Verdünnung in Grenzen gehalten werden kann“, so Bajus

Mangelhafter Umweltschutz bei der Brandvorbeugung

Die Grünen bedanken sich bei der Feuerwehr für den Einsatz und hoffen, dass die Verletzten schnell wieder genesen. Zugleich gilt es, sich Gedanken über die Ursachen und
den offensichtlich mangelhaften Umweltschutz bei der Brandvorbeugung zu machen. Der
Hinweis der Stadtverwaltung auf eine defekte Abdichtung in einem Klärbecken reicht den
Grünen nicht. „Wo mit giftigen Stoffen hantiert und gearbeitet wird, muss auch entsprechend Vorsorge betrieben werden. Das gilt auch für das Thema Brandschutz. Warum wurde der technische Defekt nicht im Vorfeld entdeckt, wird das nicht regelmäßig kontrolliert?“, fragt Bracke.

Verursacher müssen zur Verantwortung gezogen werden

Es sei daher völlig richtig, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen hat. „Wir werden uns im Umwelt- und auch im Feuerwehrausschuss dazu berichten lassen. Das muss auch politisch aufgearbeitet werden. Darüber hinaus muss geklärt werden, ob die beteiligten Unternehmen hinreichend Brandschutz betrieben haben und ob die Gewerbeaufsicht funktioniert hat. In jedem Fall müssen die Verursacher zur Verantwortung gezogen werden“, so die Grünen abschließend.

PM
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