Immer wieder wurden Missbrauchsfälle im Bistum Osnabrück bekannt. Kritisiert wurde das Bistum unter anderem vom FPD-Politiker Moritz Gallenkamp. Nun äußert sich auch die Junge Union Osnabrück zu den Missbrauchsfällen.

„Es wird erwartet, dass Geistliche sich an die Kirchengesetze halten und nach diesen leben. Neben den Bürgern muss sich aber auch die Kirche an den Rechtsstaat halten und deren Gesetze beachten. Missbrauch ist eine klare Straftat, Straftaten müssen gemeldet werden und strafrechtlich verfolgt werden. Das Bistum hat jahrelang geschwiegen und die Missbräuche versucht zu vertuschen. Somit hat sich die Kirche scheinbar über das geltende Recht gestellt. Es muss jetzt klar und offen dargelegt werden, was alles passiert ist und wie zukünftig solchen Straftaten nachgegangen wird“, so Florian Schwab, Schatzmeister der Jungen Union Osnabrück.



„Für eine lückenlose Aufarbeitung und Verhinderung weiterer Taten bedarf es der Prävention, Intervention, der Hilfe für Betroffene, den Umgang mit den Beschuldigten und nicht zuletzt der Sanktionierung von Tätern. Es gilt die Klärung systemischer Grundsatzfragen. Das erwarten wir von der Bischofskonferenz in Lingen“, teilt die Junge Union Osnabrück mit.

„Eine Rechtfertigung gibt es nicht“

„Eine Rechtfertigung gibt es nicht. Fragwürdig erscheint es, jahrelang von diesen Missbräuchen gewusst zu haben und nicht aus eigener Motivation und Einsicht diese Missstände offen zu legen, sondern sich erst Jahre später, unter dem Druck der Opfer und der Öffentlichkeit, zu äußern und diese Fehler einzugestehen“, betont das Vorstandsmitglied der Jungen Union Osnabrück, Max Assmann.

Die Junge Union Osnabrück fordert eine strategische, schnelle und individuelle Hilfestellung für die Missbrauchsopfer. „Eine Pauschalisierung der Vorfälle darf nicht geschehen, denn jedes Opfer hat ein Recht auf eigene Aufarbeitung“, hebt die Junge Union Osnabrück hervor.