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Justus Mösers Ideen aus Sicht der jungen Generation – Podcast Studierender der Universität Osnabrück

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Zum Projekt „Ein Jahr mit Justus Möser“ des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land (LVO) haben sechs Studierende des Kunsthistorischen Instituts einen Beitrag mit dem Titel „Justus Möser, seine Ideen und Gedanken aus der Sicht der heutigen jungen Generation“ erstellt und gehen darin der Frage nach, was ihnen Möser sagt und ob sie noch einen Zugang zu seinen Ansichten haben.

„Viele von seinen Gedanken sind auch heute noch aktuell“, konstatiert Rebecca zu Beginn eines spannenden dreiteiligen Podcasts anlässlich des 300. Geburtstages von Justus Möser. Der Beitrag soll besonders junge Hörerinnen und Hörer zwischen 15 und 25 Jahren mit der Person und dem Werk Justus Mösers bekannt machen. Die Studierenden Lydia, Rebecca, Chiara, Elena, Marianne und Thilo tragen daher ausgewählte Texte des Osnabrücker Kommunikationstalents vor und diskutieren anschließend über die Themen. Unter Anleitung durch Dozentin Dr. Antje Busch-Sperveslage arbeiteten sich die Studentinnen und Studenten vorher in Mösers Schriften ein, wählten Zitate aus und stellten aktuelle Bezüge her. Bei der Textauswahl orientierten sie sich an ihrer eigenen Lebenswelt.

Diskussion über Work-Life-Balance

Gleich im ersten Teil beschäftigen sich zwei Studentinnen mit Mösers „Vorschlag zur Veredelung der verlorengehenden Zeit“: Ausgehend von Mägden und Knechten, die zur Zeit des Osnabrücker Politikers selbst im Gehen Strümpfe strickten, diskutieren die Studentinnen über Work-Life-Balance. Ihr Fazit: Früher habe man einfacher gelebt und nichts hinterfragt. Heute sollte man ein Ziel vor Augen haben, „obwohl man machen kann, was man will“. Die beiden anderen Teile des Podcasts greifen die Themen „Es bleibt beim Alten“ sowie „Das Handwerk“ auf.

Verzögerte Recherche durch Corona

Durch die coronabedingten Einschränkungen bei der Nutzung von Archiven und Bibliotheken verzögerte sich die Recherche, die Kommunikation konnte nur online erfolgen. Auch bei der technischen Umsetzung wie Tonaufnahmen oder Schnitt konnte nicht auf die Ausstattung der Universität zurückgegriffen werden, sondern jeder Studierende musste diese Schritte allein zu Hause vornehmen. Es ist gut vorstellbar, dass der Lerneffekt hierdurch noch verstärkt wurde.

Konzentration auf allgemeinere Themen

Auch der zunächst geplante Architekturbezug bereitete den Studierenden Probleme. Schnell war klar, dass die betreffenden Texte kaum geeignet waren, einen Gegenwartsbezug herzustellen. Daher entschlossen sich die Teilnehmerinnen, sich auf allgemeinere Themen wie Beruf, Arbeitszeit oder Modernisierung zu konzentrieren.

Text und anschließende Diskussion

Das Ergebnis kann sich sehen (und hören) lassen: Drei mal 15 Minuten Podcast, bestehend aus einem kurzen Text Justus Mösers mit anschließender Diskussion der Thematik, unterlegt mit zeitgemäßer Hintergrundmusik. Fotos von Gebäuden und Plätzen, die einen Bezug zu Möser haben, beziehen die Osnabrücker Architektur wieder in das Projekt ein.

Was haben die Studierenden gelernt?

„Für mich war die praktische Arbeit ausschlaggebend, um bei diesem Projekt mitzumachen“, sagt Rebecca. Sie habe vorher noch nie einen Podcast aufgenommen. Besonders spannend sei für sie auch die Arbeit mit Mösers Schriften gewesen; es habe sie überrascht, wie viele Zitate von ihm heute noch aktuell seien. Auch Lydia ist zufrieden mit dem Endergebnis: „Da es für mich der erste Podcast war, den ich je gemacht habe, war es technisch eine Herausforderung.“

Zum Nachdenken und zu Diskussionen anregen

Wie bewertet schließlich der LVO die Arbeit der Studierenden, die sich schließlich auf seine Anregung mit Justus Möser beschäftigt hatten? „Es ist toll, dass sich Studierende der Uni Osnabrück von Justus Mösers Schriften haben begeistern lassen und daraus eigene Gespräche entwickelten. Im Grunde setzen sie damit das Verfahren fort, das schon Möser selbst am Herzen lag: zum Nachdenken und zu Diskussionen anzuregen. Es lohnt, den jeweiligen Podcast-Gesprächen zuzuhören, die so gar nicht verstaubt daherkommen. Danke für dieses Engagement!“ urteilt Geschäftsführerin Dr. Susanne Tauss.

Der Podcast ist ab sofort unter www.kunstgeschichte.uni-osnabrueck.de zu hören.

PM
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