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Im Einsatz in Afghanistan: Niedersächsische Polizistin und Polizisten im Gespräch mit Innenminister Pistorius

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Niedersächsische Polizisten werden in Afghanistan zur Ausbildung lokaler Sicherheitskräfte eingesetzt. Der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius hat sich nun mit einigen von ihnen getroffen.

Niedersächsische Polizistinnen und Polizisten sind seit Jahrzehnten auch in Krisenregionen im Ausland präsent. Im Rahmen des bilateralen deutsch-afghanischen Polizeiprojekts GPPT (German Police Project Team) tragen sie unter anderem in Kabul, Afghanistan, zur Ausbildung von Polizeikräften vor Ort bei. Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat sich am Mittwoch (25.09.2019) mit vier von ihnen zu einem persönlichen Austausch getroffen.

Pistorius: „Größter Respekt für dieses Engagement unter gefährlichen Umständen“

Pistorius sagte nach dem Treffen: „Die Schilderungen der Kolleginnen und Kollegen von ihren Erfahrungen waren beeindruckend und teils bewegend. Ich habe größten Respekt vor allen Polizistinnen und Polizisten, die sich unter oft widrigen und gefährlichen Umständen den deutschen Interessen auch im Ausland verpflichtet fühlen. Diese Beamtinnen und Beamte setzen sich in Krisengebieten dieser Welt für Frieden, Stabilität, Ordnung und Rechtsstaatlichkeit ein. Damit leisten wir auch einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für die Sicherheit in Deutschland und Europa. Darum bleibe ich bei meiner Forderung, langfristig deutlich mehr – auch niedersächsische – Polizistinnen und Polizisten im Rahmen solcher Missionen im Ausland einzusetzen. Natürlich würden wir für diese Bereitschaft vom Bund entsprechende Mittel erwarten, wie ich es schon mehrfach gefordert habe.“

Anschläge zwangen Polizisten zum Verlassen Afghanistans

Die Polizistin und die drei Polizisten sind aktuell in Niedersachsen, da durch die Anschläge von Anfang September die Infrastruktur des sogenannten „Green Village“ in Kabul, in dem die Deutschen bisher arbeiteten, erheblich beschädigt wurde und nur noch eingeschränkt nutzbar ist. Eine erneute Ausreise steht unter der Bedingung, dass zunächst ausreichend gesicherte Lebens- und Arbeitsbereiche zur Verfügung stehen. Pistorius: „Ich bin zunächst einmal sehr froh, dass bei diesen Anschlägen deutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht verletzt wurden und auch unsere niedersächsischen Polizistinnen und Polizisten wohlbehalten zurückgekehrt sind.“ Während sich zwei Polizisten zur Zeit der Anschläge in Deutschland auf Heimaturlaub befanden, haben eine Kollegin und ein Kollege die Vorfälle vor Ort in Kabul in gut gesicherten Bereichen miterlebt. Sie wurden anschließend nach Deutschland ausgeflogen. Beide sprachen von einem mulmigen Gefühl, lobten aber gleichzeitig das professionelle Vorgehen der nationalen und internationalen Sicherheitskräfte sowie auch die gute Betreuung nach den Vorfällen noch vor Ort und in Deutschland.

Derzeit befinden sich noch zwei weitere niedersächsische Beamte (eine Polizistin, ein Polizist) in Afghanistan. Sie sind im Norden Afghanistans in Mazar-e Sharif eingesetzt.

PM
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