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Sonntag, Dezember 15, 2019


Gute Nachricht des Tages Gute Nachricht des Tages: Auszeichnung für das Klinikum Osnabrück

Gute Nachricht des Tages: Auszeichnung für das Klinikum Osnabrück

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Über das Zertifikat für eine vorbildliche Eingliederung von Menschen mit Behinderung sowie barrierefreie Gebäude und Einrichtungen am Klinikum Osnabrück freuen sich (von links) Jürgen Kleinschmidt, Pflegedirektor im Klinikum Osnabrück, Steven Brentrop vom Behindertenforum Osnabrück, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Helmut Pöppelmann von der Fachstelle Inklusion, Dr. Martin Eversmeyer (Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums), Gregor Dünnwald (Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung im Klinikum), Achim Tangelder (Mitarbeiter des Klinikums und Mitglied des Behindertenforums) Prof. Dr. Martin Engelhardt (Arzt im Klinikum) und Sandra Nordemann sowie Andrea Haverkamp (Mitarbeiterinnen des Klinikums).

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat dem Klinikum Osnabrück ein Zertifikat verliehen: Das Klinikum gliedert Menschen mit Behinderungen vorbildlich ein und gestaltet Gebäude und Einrichtungen barrierefrei. Damit erfüllt es die Kriterien der Arbeitsgruppe (AG) Inklusion, der die städtische Fachstelle Inklusion, das Behindertenforum, Sozialverbände und Vertreter der Politik angehören.

Um zu erfahren, inwieweit Inklusion in Osnabrücker Unternehmen thematisiert und umgesetzt wird, hat die AG Inklusion fünfseitige Fragebögen an die Firmen verteilt. Dabei geht es beispielsweise um die Quote der Menschen mit Behinderung im Betrieb oder die Frage, ob es eine Schwerbehindertenvertretung gibt. Zum Thema Barrierefreiheit wird unter anderem die Anzahl an Parkplätzen für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, abgefragt. Hinzu kommt die Erreichbarkeit der Gebäude. Hier geht es besonders darum, wie breit die Türen, Flure und Aufzüge sind und ob Menschen im Rollstuhl zum Beispiel genug Platz haben, um unkompliziert zu wenden.
„Bei der Auswertung der vom Klinikum eingereichten Unterlagen wurde schnell klar, dass dieses Haus in den geprüften Bereichen bereits heute einen Standard erreicht hat, der vorbildlich ist“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in seiner Rede anlässlich der Verleihung. Eine Besichtigung durch die AG Inklusion sowie Gespräche bestätigten diesen Eindruck.

Patienten des Klinikums auf Unterstützung angewiesen

Wie wichtig eine Einrichtung ist, in der sich Menschen mit Behinderung barrierefrei bewegen können, wird gerade im Klinikum deutlich. „Hier sind die Patientinnen und Patienten auf Unterstützung aller Art angewiesen“, so Griesert. Überwiegend handelt es sich dabei jedoch um Menschen, die diese Einschränkungen nicht dauerhaft haben. „Jemand, der sich bei einem Skiunfall den Fuß gebrochen hat, wird bei vorübergehender Nutzung eines Rollstuhls sehr deutlich spüren, was es heißt, auf Hilfe und Erleichterung angewiesen zu sein. Er lernt plötzlich, breite Flure, selbstständig weit öffnende Türen und gut befahrbare Hygieneeinrichtungen zu schätzen“, sagte der Oberbürgermeister.

MZEB repräsentiert gute Behandlung von Menschen mit Behinderung

Dafür, dass Menschen mit Behinderung im Klinikum eine exzellente Behandlung erhalten, steht das medizinische Zentrum für Erwachsene mit Behinderung (MZEB). Für das MZEB hat das Klinikum Anfang 2018 als eine der ersten Einrichtungen bundesweit die Zulassung bekommen. Das Zentrum ist eine ambulante, interdisziplinär strukturierte Behandlungseinrichtung, durch die sich die medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Behinderung spürbar verbessert. Hier erhalten sie in enger Abstimmung mit ihren Angehörigen, Hausärzten und Therapeuten eine qualifizierte medizinische Behandlung.

Klinikchef mit großer Freude über Auszeichnung

Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderung die Arbeit zu ermöglichen und zu erleichtern, hat das Klinikum Osnabrück Arbeitsplätze so umgestaltet, dass sie auf ihre individuellen Bedürfnisse eingestellt sind. Neben höhenverstellbaren Tischen kommen beispielsweise Stethoskope zum Einsatz, die Untersuchenden mit Höreinschränkungen visuelle Signale geben. „Die Eingliederung von Menschen mit Behinderung ist uns ein ganz besonderes Anliegen“ sagte Dr. Martin Eversmeyer, Geschäftsführer im Klinikum Osnabrück. „Dabei verfolgen wir einen inklusiven Ansatz sowohl bei der Einstellung neuer als auch bei der Weiterbeschäftigung von Mitarbeitenden, die erst nach ihrer Einstellung eine Behinderung durch Krankheit oder Unfall erlitten haben. Dass das so ist, stellt das Zertifikat unter Beweis. Wir freuen uns außerordentlich über die Auszeichnung.“

Das Klinikum Osnabrück ist das dritte Unternehmen, das mit dem Zertifikat ausgezeichnet wird. Bereits 2016 hat die AG Inklusion den Kundenmanagement-Dienstleister buw ausgezeichnet. 2018 erhielt Kaffee Partner das Zertifikat.

PM
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