Deutliche Worte richtet die Osnabrücker CDU an den jetzigen niedersächsischen Innenminister und Ex-Oberbürgermeister Boris Pistorius. In einer Pressemitteilung wirft sie dem SPD-Politiker „völliges Versagen“ vor.

„Wir brauchen in Osnabrück mehr Polizei und das in jedem Stadtteil. Nach den zahlreichen Einbrüchen der letzten Tage in Eversburg, im Schinkel und am Kalkhügel reicht es jetzt! Hinzu kommen mehrere Aufbrüche von Autos mit Elektronikdiebstahl, zum Beispiel in Hellern. Diese Entwicklung ist nicht mehr länger hinnehmbar“, mit diesen Worten appelliert der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde an den niedersächsischen Innenminister und früheren Osnabrücker Oberbürgermeister Boris Pistorius, die Zahl der Polizeibeamten in Osnabrück deutlich aufzustocken.

Mehr Polizeistreifen in der Innenstadt

„Die Bürger wollen Polizeipräsenz in ihrer Nähe haben. Ein Stadtteil wie Hellern braucht eine Polizeiwache. Auch Polizeistreifen in der Innenstadt sind wichtig“, betonte Anette Meyer zu Strohen (CDU), Ratsfrau aus Hellern. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Niedersachsen sei von 2014 auf 2015 um 13 Prozent gestiegen, in Bayern im gleichen Zeitraum um neun Prozent gesunken. Hannover sei mit Berlin und Frankfurt die gefährlichste Stadt in Deutschland mit jährlich über 16.000 Straftaten auf 100.000 Einwohner. München dagegen zähle nur 9.000 Straftaten auf 100.000 Einwohner. Die Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden, sei in Niedersachsen fast viermal so hoch wie in Bayern, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende.
Brickwedde: „Wir brauchen mehr Polizei, effizientere Datenerfassung, besseren Datenaustausch und mehr Videoüberwachung.“

Bilanz des Osnabrückers Pistorius in Hannover: „niederschmetternd“

Die Bilanz des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius sei niederschmetternd. Es sei ein völliges Versagen beim Kampf gegen Kriminalität festzustellen. „Was antwortet der Innenminister einem Bürger aus Hellern, der innerhalb von drei Monaten zum dritten Mal beraubt worden ist“, fragt Meyer zu Strohen. Das sei leider kein Einzelfall. Am 5. Oktober seien zum Beispiel in Hellern sieben Wagen aufgebrochen worden. „Es reicht jetzt. Der Staat muss die Sicherheit seiner Bürger gegenüber Bandenkriminalität gewährleisten“, so Brickwedde und Meyer zu Strohen.

Symbolfoto