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Eigentlich befindet sich Deutschland bereits, zumindest meteorologisch, schon im Herbstmodus. Beim Blick auf das Quecksilber liegt dann eher doch der Gedanke an den Sommer nahe. Fast, so zumindest dürfte es der eine oder andere Osnabrücker empfinden, will der Sommer 2018 einfach nicht verschwinden.

2018 ist ein rekordverdächtiges Wetterjahr. Dieser Eindruck ist nicht subjektiv, auch der DWD hat dem Sommer Rekorde attestiert. Trotzdem: Früher oder später wird der Sommer mit seinen diesjährigen Hitzewellen dem Herbst Platz machen. Dann dürfte es auch irgendwann an der Zeit sein, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

Denn es kommt auch ein Winter. Wie dieser ausfällt ist derzeit alles noch Spekulation. Auf der einen Seite vermuten Meteorologen, dass auch dieses Jahr die dunkle Jahreszeit dem Trend folgt und zu warm ausfällt. Auf der anderen Seite weisen Wetterexperten auf die Möglichkeit eines Ausgleicheffekts hin. Soll heißen: Der Winter wird tendenziell etwas kühler. Egal, welche Seite am Ende Recht behalten wird: Wer gut vorbereitet in die kalte Jahreszeit startet, kann den Winter entspannt auf sich zukommen lassen. Andernfalls dürfte es die eine oder andere Überraschung geben.  

Haushalt und Garten: Die Vorbereitungen

Besitzer von Haus und Garten werden sich in den kommenden Wochen nicht über zu wenig Arbeit beschweren können. Pünktlich mit dem Herbstanfang fällt der Startschuss für die Vorbereitungen auf den Winter. Die Hecken werden zum letzten Mal geschnitten und es darf für das neue Gartenjahr noch einmal gepflanzt werden.

Parallel wird im Garten für Ordnung gesorgt. Welke Blumen werden zurückgeschnitten und empfindliche Pflanzen gegen Frost gesichert – etwa mit Reisig oder Stroh. Tipp: Gegen Herbststürme und Schnee lassen sich Nadelgehölze wie Thujen oder ausladende Strauchgewächse am besten durch Zusammenbinden oder ein Holzgitter schützen. Was passiert im Herbst mit der Hardware?

Rasenmäher und Co. warten

Jeder Hobbygärtner besitzt ein Arsenal an Gartenhelfern, wie:

  • Heckenschere
  • Rasenmäher
  • Vertikutierer
  • Motorsäge

Die Monate September und Oktober sind der Zeitraum, um sich auch mit deren Wartung zu beschäftigen. Dies schließt eine Reinigung, wie das Entfernen hartnäckiger Grasreste, genauso ein wie der Check, ob Verschleißerscheinungen (etwa an der Kette der Motorsäge) zu erkennen sind.

Grill winterfest machen

2018 war ein Grillsommer. Zeit, den Grill in die verdiente Winterpause zu schicken. Was ist hierfür alles zu tun? Zuerst werden Grillrost und Ascheschale, beim Gasgrill die Fettauffangwanne, entnommen. Anschließend den Grill mit einer milden Spüllösung abwaschen.

Der Rost kann einfach mit einer Bürste oder etwas zusammengeknüllter Alufolie gereinigt werden. Achtung: Gussroste sind bei der Pflege etwas anspruchsvoller. Gerade unbeschichtet ist eine „härtere“ Gangart tabu. Andernfalls wird die schützende Fettschicht entfernt, der Gussrost leidet. Genauso wichtig wie die Pflege ist die Unterbringung. Ideal ist ein trockener Stellplatz, eine Abdeckplane sollte für den Winter aber das Minimum sein.

Grill reinigen
Auch wenn die Reinigung des Grills im Sommer mitunter oft zu kurz kommt, sollte der Pflege zur Vorbereitung auf den Herbst/Winter besondere Beachtung geschenkt werden. Foto: fotolia.com © arinahabich

Das Auto winterfest machen

Im Herbst gibt es ums Eigenheim oder den Garten viel zu tun. Trotzdem darf nicht vergessen werden, was noch alles für den Wetterumschwung vorzubereiten ist. Gerade das Auto ist ein sehr spezielles Thema. Hintergrund: Jedes Jahr bietet sich in und rund um Osnabrück das gleiche Bild. Scheinbar werden immer wieder Halter überrascht, dass es im Dezember, manchmal auch schon eher, in Deutschland schneien kann.

Welche Handgriffe und Maßnahmen gehören eigentlich zu den Vorbereitungen rund ums Auto? Dass die Reifen zu wechseln sind, liegt auf der Hand. Wer sich auf alle Überraschungen vorbereiten will, schaut der „Familienkutsche“ aber auch mal unter die Haube.

Winterreifen wechseln: Der beste Zeitpunkt

Tanzen die ersten Schneeflocken vom Himmel, das Auto ist aber immer noch mit Sommer-Pneus unterwegs, stimmt irgendetwas nicht. In Deutschland gibt es zwar nach wie vor keine explizite Winterreifenpflicht.

Die StVO schreibt inzwischen allerdings vor, dass Autofahrer bzw. -halter dafür Sorge zu tragen haben, dass Fahrzeuge mit einer an die Witterung angepassten Bereifung unterwegs sein müssen. Heißt nichts anderes, als dass entweder Winter- oder Allwetterreifen in der dunklen Jahreszeit ein Must-have sind.

Für den Zeitpunkt des Reifenwechsels gibt es eigentlich kein Patentrezept, sondern nur eine Faustregel. Winterreifen fahren von Oktober bis Ostern. Klar, es muss im Oktober nicht schneien. Sobald sich Schnee und Frost ankündigen, wird es auf den Parkplätzen und Hebebühnen der Werkstätten allerdings eng. Halter, die etwas früher dran sind, haben im Regelfall die besten Karten.

Achtung: Vor dem Reifenwechsel immer noch einmal das Profil prüfen. Winterreifen mit zu wenig Profil oder einer zu stark gealterten Gummimischung (Stichwort DOT Nummer) sind in jedem Fall auszutauschen.

Reifenwechsel
Winterreifen sind nur eine Maßnahme, die zur Vorbereitung auf Herbst und Winter wichtig werden.
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Scheibenwischwasser und Co.

In den Sommermonaten reicht eigentlich normales Leitungswasser für die Scheibenwaschanlage. Im Winter, wenn Minusgrade eigentlich die Norm sind, wird dies natürlich zum Bumerang. Jeder Halter eines Pkw sollte dann auf Frostschutzmittel umsteigen. Diese gibt es in einfacher, vorverdünnter Form oder als Konzentrat.

Während die verdünnte Scheibenwischflüssigkeit meist zwischen minus 15°C bis minus 20°C eingesetzt werden können, reicht die Tiefsttemperatur bei den Konzentraten deutlich weiter. Achtung: Entscheidend ist hier am Ende das Verdünnungsverhältnis.

Zum Wintercheck sollte aber auch ein Blick auf den Ölstand geworfen werden. Ein gut geschmierter Motor fährt nicht nur verschleißärmer, Autofahrer können so auch den Spritverbrauch beeinflussen. Übrigens: Ins Auto gehören, im Zuge der Vorbereitungen:

  • Eiskratzer
  • Pflege für die Gummidichtungen
  • Schneeschaufel (zusammenklappbar).

Was kommt noch auf Osnabrücker zu?

Im Herbst werden die Tage kürzer und die Temperaturen sinken. Wer auf den Straßen unterwegs ist, muss jetzt auch auf das Herbstlaub achten. Gerade nach einem Regenschauer kann sich hieraus ein Belag entwickeln, der wie Schmierseife wirkt.

Es gibt einige weitere Veränderungen, auf die sich Osnabrücker jedes Jahr erneut einstellen müssen. Ein Beispiel ist der erhöhte Stromverbrauch. Wie kommt´s? Ganz einfach: Wenn die Sonne früher hinterm Horizont verschwindet, brauchen Büros und Haushalte Licht. Der Griff zum Lichtschalter lässt es hell werden, was zulasten der Stromrechnung geht. Außerdem sind Wasserkocher jetzt wieder häufiger in Betrieb. Den Stromverbrauch schraubt aber auch die Witterung nach oben. Bei Schmuddelwetter ist es vorm Fernseher oder dem PC einfach gemütlicher.

 1. Heizkosten steigen wieder

In den Herbst und Wintermonaten ist die klassische Heizperiode. Bedeutet, dass auch in Osnabrücker Wohnungen die Heizung wieder häufiger aufgedreht wird. Um die Kosten nicht ausufern zu lassen, hilft das richtige Heizen. Im Schlafzimmer sind 17°C bis 18°C ausreichend. Wärmer sollte es in Bad und Wohnzimmer sein. Ein zweiter Punkt, der gern unterschätzt wird, sind höhere Kosten für Warmwasser. Im Winter ist ein heißes Bad entspannend und lässt die Seele baumeln.

Um die Zusatzkosten aufzufangen, kann es nicht schaden, einen generellen Kassensturz zu machen. Ein genauer Check der fixen Ausgaben und eine achtsame Herangehensweise entlasten das Portemonnaie durchaus. Darüber hinaus ist es möglich, Potenziale für eine Senkung von fixen Ausgaben zu finden, wenn etwaige Anbieter gewechselt werden.

 2. Zeitumstellung und Co.

Auf was müssen sich Haushalte in Osnabrück noch alles in der dunklen Jahreszeit vorbereiten? Jedes Jahr Thema ist die Zeitumstellung. Von vielen Haushalten als lästig empfunden, denkt inzwischen sogar die EU über deren Abschaffung nach. Die hierzu Umfrage unter EU-Bürgern hat deutschlandweit für ein breites Medienecho gesorgt.

Sportfans werden sich ebenfalls auf einige Umstellungen gefasst machen müssen. Statt draußen zu joggen oder auf dem Rad unterwegs zu sein, dürfen sich Fitness-Studios wieder über mehr Zulauf freuen.

Fazit: Auf die kalte Jahreszeit richtig vorbereiten

Osnabrück bereit sich auf den Winter vor. Die Temperaturen sind aktuell zwar eher sommerlich, das „Einwintern“ sollte aber niemand auf die lange Bank schieben. Haus- und Gartenbesitzer haben in den nächsten Tagen alle Hände voll zu tun. Nicht nur Pflanzen brauchen jetzt noch mal Aufmerksamkeit, auch die Gartengräte freuen sich auf den Winterschlaf. Aber auch Halter eines Pkw sind gefordert. Wird bei den Vorbereitungen auf die dunkle Jahreszeit an der falschen Stelle gespart, kann dies am Ende für unangenehme Überraschungen sorgen.