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Universität und Hochschule Osnabrück erarbeiten Klimakonzepte für Logistikunternehmen in der Region

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Ob Trockenheit, Schneefall oder Hitze – die Veränderungen des Klimas können Warenströme behindern. Bisher gibt es wenig Ansätze zur Klimaanpassung bei Logistikdienstleistern. Daher erarbeiten Hochschule und Universität Osnabrück gemeinsam mit dem Landkreis ein regionales Konzept für die Logistikbranche.

273 Logistikunternehmen gibt es in der Region Osnabrück. Zu ihnen zählen Postdienste, Speditionen oder Lagereien. Nach Zahlen der Bundesvereinigung Logistik ist die wachsende Logistikbranche der drittgrößte Wirtschaftsbereich Deutschlands. Klimaveränderungen stellen sie vor große Herausforderungen. Im Projekt „KlimaLogis“ von Hochschule und Universität Osnabrück erarbeiten Wissenschaftler ein regionales Konzept mit Klimaanpassungsmaßnahmen für die Logistikdienstleister. Erste Zwischenergebnisse stellte das Forschungsteam nun Stadt und Landkreis sowie Vertretern der regionalen Logistikbranche vor.

Auf Mitarbeit der Logistikbranche angewiesen

„Um ein Konzept zu entwickeln, das von den regionalen Logistikunternehmen angenommen wird, ist es wichtig, mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, erklärt Prof. Dr. Marcus Seifert, Projektleiter und Logistikexperte an der Hochschule Osnabrück. In verschiedenen Workshops mit der Privatwirtschaft und öffentlichen Akteuren wie Stadt und Landkreis konnte sich das Forschungsteam ein Bild davon machen, inwiefern die Logistikunternehmen in der Region von den Klimafolgen betroffen sind und welche ersten Ansätze zur Klimaanpassung es in den Betrieben gibt. „Wir sind bei diesem Projekt stark auf den Input und die Mitarbeit der regionalen Branche angewiesen. Sie müssen uns aufzeigen, wo es Probleme, aber auch bereits erste Anpassungen gibt“, sagt Felix Bücken, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie der Universität Osnabrück.

Maßnahmen meist nicht langfristig

Altstandorte, insbesondere Hallen und bestehende Unternehmensstandorte, die vor langer Zeit geplant worden sind, weisen eine hohe Klimasensibilität auf. Hier sind die Betriebe besonders von klimatischen Veränderungen betroffen. So nagen zum Beispiel Stürme an der Bausubstanz oder die Sommerhitze heizt die Hallen stark auf. Zudem behindert die lange Periode von Niedrigwasser die Binnenschifffahrt, sodass die Leistungsfähigkeit bestimmter Unternehmen teilweise stark eingeschränkt ist. „Klimaereignisse können erhebliche wirtschaftliche Folgen für Unternehmen haben. Vor allem dann, wenn keine Maßnahmen zur Anpassung unternommen werden“, so Prof. Dr. Martin Franz, Projektleiter am Institut für Geographie der Universität Osnabrück. „In dieser klimasensiblen Branche gab es bisher nur vereinzelte Maßnahmen zur Klimaanpassung. Meist sind diese Maßnahmen einer kurzfristigen Reaktion auf ein akutes Problem geschuldet“, ergänzt Projektleiter Prof. Dr. Kai Michael Griese.

Druck von außen wird höher

Doch der Druck von außen wird für Logistikdienstleister höher: Kunden, Lieferanten aber auch Mitarbeitende wünschen sich von den Betrieben Anpassung an den Klimawandel. Die Zufriedenheit von Kunden und die Bewertung der Arbeitgeberattraktivität ist von den Maßnahmen abhängig. „Es ist ein regionales Konzept notwendig, das aufzeigt, wie die Logistikbranche zukunftsfähig werden kann“, so Franz.

PM
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