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Universität Osnabrück: Erfolgreich studieren in Corona-Zeiten – Erste Erfahrungen in der “hybriden” Lehre

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Bis zum 20. August können sich noch Studieninteressierte an der Universität Osnabrück für zulassungsbeschränkte grundständige Studiengänge und das juristische Staatsexamen bewerben. Viele Bewerberinnen und Bewerber fragen sich: Wie klappt es mit dem Studium zu Corona-Zeiten?

In den Veranstaltungen des Wintersemesters, die Mitte Oktober an der Uni Osnabrück beginnen, sollen unter dem Oberbegriff „hybrider Lehre“ neue Mischformen von präsenter und digitaler Lehre eingeführt werden. Ziel ist es, einerseits sicheren Infektionsschutz zu gewährleisten, andererseits aber möglichst vielen Studierenden Platz im Hörsaal zur Verfügung zu stellen – vor allem den Erstsemestern. In einem Ferien-Examenskurs des Fachbereichs Rechtswissenschaften fand am Freitag, 14. August, ein erster erfolgreicher Probelauf statt. Und auch die Biologie hat bereits im Sommersemester mit Labor- und Freilandpraktika entsprechende Erfahrungen gesammelt. Beide Testläufe zeigen exemplarisch für die gesamte Universität: Der Studienverlauf unter Corona-bedingten ist anders – kann aber gelingen!

Auf eindrucksvolle Weise gemeistert

„Es zeigt sich bereits, dass die Umstellung auf die hybride Lehre uns als Universität zwar vor enorme Herausforderungen stellt, diese aber durch das unglaublich große Engagement der Mitarbeitenden und unserer Studierenden auf eindrucksvolle Weise gemeistert werden“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne-Menzel-Riedl. „So hoffen wir, unseren Erstsemestern gemäß unserem Kampagnenmotto „Gut studieren und leben“ einen gelungenen Start in diesen neuen Lebensabschnitt zu ermöglichen.“ Dazu trägt nicht zuletzt auch das neue Mentoring-Programm OSKA bei. In dem Programm bekommen Erstsemesterstudierende aller Studienprogramme im Bachelor und Diplom für einen erfolgreichen Studieneinstieg OSKAs zur Seite gestellt. Rund 500 fortgeschrittene Bachelor- oder Masterstudierende aller Fächer werden als Mentorinnen und Mentoren ihre neuen Kommilitoninnen und Kommilitonen beim Studieneinstieg im „hybriden“ Wintersemester unterstützen. Sie führen die Erstsemesterstudierenden in die Infrastruktur der Universität Osnabrück ein und stehen für Fragen rund um das Studium und die Lehre im Wintersemester 2020/21 zur Verfügung.

Hygieneregelungen

Beim Probelauf am Fachbereich Rechtswissenschaften fanden sich neun Studierende von den gut 40 Teilnehmenden ein. Im Hörsaal an der Kolpingstraße waren die Plätze so markiert, dass der Mindestabstand eingehalten wurde. Vor und nach der Vorlesung wurden die Plätze desinfiziert. Am Eingang zum Gebäude fand eine Kontrolle statt. Die Studierenden mussten sich vor der Vorlesung online anmelden. Eine Aufsichtsperson wies ihnen einen festen nummerierten Platz zu, sodass im Nachhinein festgestellt werden kann, wer wo gesessen hat. Bis zum Erreichen des Platzes im Hörsaal musste eine Maske getragen werden.

Vorlesung als Workshop gestaltet

Die anderen Studierenden hatten die Möglichkeit, der Vorlesung, die auch aufgezeichnet wurde, von zu Hause oder ihrem Urlaubsort zu folgen. Die Vorlesung war als Workshop gestaltet, in dem die Studierenden gemeinsam mit Professor Dr. Hans Schulte-Nölke Rechtsfälle lösten und so für ihr bald bevorstehendes Examen übten. Alle Rechtsfälle, die Lösungen und viel Stoff zum Nacharbeiten finden die Studierenden im Internet auf der Lehrplattform der Universität. Dort können die Studierenden auch Fragen stellen, die Schulte-Nölke dann beantwortet und in der Vorlesung oder einer Videokonferenz bespricht.

Optimal auf das Examen vorbereiten

„Wir wollen, dass Sie auch in dieser besonderen Zeit optimal auf das Examen vorbereitet sind, damit sie wieder die besten Examensklausuren des Landes schreiben“, so Schulte-Nölke zu den Studierenden. „Wir werden im kommenden Wintersemester möglichst vielen Studierenden die Teilnahme im Hörsaal ermöglichen, besonders den Examenskandidaten, aber auch den Erstsemestern.“

Laborpraktika im Schichtsystem

Und für die Biologie, deren Lehre zu über 50 Prozent aus Praktika besteht, heißt dies: Eine Organisation von Laborpraktika in einem Schichtsystem, mit festen, den einzelnen Studierenden zugewiesenen Arbeitsplätzen unter besonderer Berücksichtigung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln sowie der Laborsicherheit. Das ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung, die aber trotz der schwierigen Umstände eine adäquate Ausbildung garantieren soll. Für Geländepraktika und Tagesexkursionen wurde ein neues Konzept aus gelenktem Selbststudium und Projektarbeiten, in Kombination mit online Sprechstunden, entwickelt. So konnten über 140 Studierende ein Grundmodul in Ökologie absolvieren und es wurden über 270 Plätze in drei thematisch unterschiedlichen Exkursionen angeboten. Neben den Präsenzphasen wurden vor allem die Vorlesungen online bereitgestellt.

PM
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