Deutschland & die Welt Umweltministerin will Elektroquote

Umweltministerin will Elektroquote

-


Foto: Stromtankstelle für E-Auto, über dts

Berlin (dts) – Das Bundesumweltministerium will die deutschen Autohersteller mit einer Elektroquote und strikten Klimaschutzzielen zur Neuausrichtung zwingen. Die Hersteller sollen den CO2-Ausstoß der Neuwagen bis 2030 um durchschnittlich 50 Prozent verglichen 2021 senken. Bis 2025 soll der Ausstoß um 25 Prozent sinken.

Zudem sollen bis 2030 30 Prozent der Neuwagen in der EU mit Elektroantrieb oder anderen Niedrigemissionsantrieben ausgestattet sein. Wird dieses Ziel verfehlt, sollen die Hersteller mit noch höheren Einsparzielen für den CO2-Ausstoß betraft werden. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf ein internes Papier, mit dem das Ministerium die Linie der Bundesregierung in den anstehenden EU-Verhandlungen über die Klimaziele der Branche festlegen will. Das von der SPD-Politikerin Svenja Schulze geleitete Ministerium geht damit spürbar über den Vorschlag der Europäischen Kommission vom vergangenen Herbst hinaus. Diese hatte sich für ein Einsparziel von 30 Prozent für 2030 und gegen eine Elektroquote ausgesprochen. Das Umweltministerium begründet seine Linie damit, dass Deutschland sonst die EU-Klimaziele und Ziele des Paris Klimaschutzabkommens verfehlen werde. Der Verkehrssektor müsse endlich einen spürbaren Beitrag zu Reduzierung des Treibhausgasausstoßes leisten. Zudem sei ein solches „Ambitionsniveau“ technologisch machbar und wirtschaftlich vorteilhafter. Warnungen vor Arbeitsplatzverlusten durch eine Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotoren weist das Ministerium in dem von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zitierten Papier zurück. Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland ließen sich nicht dadurch sichern, dass Veränderungen möglichst lange hinausgezögert würden. „Hier besteht ein Unterschied zwischen volks- und betriebswirtschaftlicher Perspektive“, heißt es in dem Papier. Für die Entwicklung des Automobilstandorts sei es entscheidend, dass Investitionen in Niedrig- und Nullemissionstechnologien in Deutschland erfolgten. Dafür müsse die EU durch strenge Grenzwerte die richtigen Impulse setzen. Zugleich müssten durch „flankierende Maßnahmen“ wie die Ansiedlung einer Batteriezellfertigung die verbleibenden Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit minimiert werden.

[the_ad_group id="110533"]

[the_ad_placement id="basic-banner-unten"]
dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

aktuell in Osnabrück

Osnabrücker Landtagsabgeordneter Volker Bajus: „Plötzliche Ansage des Landes bremst Impfkampagne in der Region aus“

Das niedersächsische Sozialministerium hat die Impfzentren angewiesen, die Erstimpfungen mit Biontech/Pfizer und Moderna Vakzimen die nächsten Wochen auszusetzen. Dazu...

Nadel & Faden 2021 im September abgesagt — Termin für 2022 steht bereits fest

Die Messe Nadel & Faden, die vom 10. bis 12. September 2021 stattfinden sollte, wird aufgrund der zu erwartenden...




Ansturm auf Züge am Himmelfahrts-Wochenende erwartet

Foto: Corona-Hinweis an einem ICE, über dts Berlin (dts) - Die Deutsche Bahn rechnet am Himmelfahrts-Wochenende mit deutlich mehr...

DAX legt zu – Weiter Spekulationen über Zinserhöhungen

Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Frankfurt/Main (dts) - Am Mittwoch hat der DAX zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index...

 

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Hasepost Zeitung für Osnabrück

Kostenfrei
Ansehen