Osnabrück Studierende der Hochschule Osnabrück erzielen trotz Corona-Zeiten bessere Noten

Studierende der Hochschule Osnabrück erzielen trotz Corona-Zeiten bessere Noten

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Aufgrund der Corona-Pandemie stellte die Hochschule Osnabrück zum 16. März ihren Präsenzbetrieb ein. Für den Onlinebetrieb mussten schnelle Lösungen und digitale Alternativen gefunden werden. In einer zweimonatigen Online-Befragung reflektiert die Hochschule jetzt, wie Studierende und Lehrende mit der Situation im Sommersemester zurechtkamen. Außerdem zeigt die aktuelle Auswertung der Prüfungsleistungen aus dem Sommersemester 2020 den Lernerfolg der Bachelorstudierenden unter Corona-Bedingungen.

Die Prüfungsergebnisse im Sommersemester 2020 fallen in allen Bachelorstudiengängen besser aus als in den Vorjahren. So hat sich die Durchschnittsnote im Vergleich zum Sommersemester 2019 von 2,61 auf 2,46 verbessert. Gleichzeitig sind die Durchfallquoten gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Sogar die Abbruchquote fällt unter den Bachelorstudierenden im Sommersemester etwas geringer aus als im Vorjahr. Insgesamt wurden an der Hochschule im Sommersemester 2020 rund zehn Prozent weniger Prüfungen abgenommen als im Sommersemester 2019.

Studienfortschritte trotz Corona-Bedingungen

„Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, auch unter den erschwerten Corona-Bedingungen Studienfortschritte sicherzustellen. Dies ist uns dank des großen Engagements von Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden gelungen“, so Hochschul-Präsident Prof. Dr. Andreas Bertram. Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Vizepräsident für Studium und Lehre, ergänzt: „Auch dass der Studienabbruch insgesamt nicht angestiegen ist, ist als großer Erfolg zu werten.“

Studierende und Lehrende fühlen sich gut informiert

Die aktuellen Befragungsergebnisse zeigen, dass die Umstellung auf die Online-Lehre über Nacht laut den Studierenden sehr gut geklappt hat. Beispielhaft dafür steht dieses Zitat aus der Umfrage: „Vielen Dank […], dass Sie uns die Online-Lehre überhaupt ermöglichen! […] Schlimmer wäre es, wenn wir keine Möglichkeiten hätten, an Online-Veranstaltungen teilzunehmen.“ Darüber hinaus fühlten sich sowohl Studierende als auch Lehrende von der Hochschule gut über aktuelle und kurzfristige Änderungen informiert.

Gestiegener Arbeitsaufwand, aber auch Bereicherung

Ein Großteil der Studierenden und Lehrenden empfindet den Arbeitsaufwand laut Umfrage als „eher zu viel“ oder „zu viel“. Sie nehmen die Online-Lehre als Zusatzbelastung wahr, sehen sie aber teilweise auch als Bereicherung an. „Das Feedback der Studierenden haben wir bereits an die Lehrenden weitergegeben, um das Arbeitspensum in diesem Semester direkt anzupassen. Wir berücksichtigen auch den Mehraufwand, den die Lehrenden durch die Umstellung auf die Online-Lehre haben und bauen unser Schulungsangebot noch weiter aus“, so Schmehmann.

Studierende wünschen sich weniger digitale Angebote

Der ServiceDesk und das e-Learning Competence Center (eLCC) der Hochschule unterstützen Hochschulangehörige beim Umgang mit digitalen Tools. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Befragungsgruppen mit dem Schulungsangebot sehr zufrieden sind, sich aber noch weitere Angebote wünschen. Lehrende setzen laut Umfrage e-Tools bisher effektiv ein. Studierende wünschen sich jedoch weniger digitale Programme. „Wir werden Tools etablieren, um allen Beteiligten die Arbeit zu erleichtern. So können sich Lehrende und Studierende auf den Kern – das Lehren und Lernen – konzentrieren“, so Prof. Dr. Ingmar Ickerott, Vizepräsident für Digitalisierung.

Ausbau sozialer Interaktion

Die Befragung zeigt darüber hinaus, dass sowohl Lehrenden als auch Studierenden das Zwischenmenschliche und das Campusleben fehlt. Es sei schwieriger, Kontakte zu knüpfen und zu halten. „Wir fördern bereits in diesem Semester aktiv das soziale Miteinander mit neuen, digitalen Events und Online-Austauschmöglichkeiten“, sagt Ickerott. So finden Mentoring-Programme online statt, um Erstsemester mit höheren Semestern in Kontakt zu bringen. Der Hochschulsport hat sein Online-Sportprogramm mit Livestream-Angeboten für Studierende und Beschäftigte zum Wintersemester ausgebaut, die Fachschaften und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) organisieren digitale Spieleabende oder Online-Dinner. „Angesichts der aktuellen Situation wollen und müssen wir den Weg einer digitalisierten Lehre an der Hochschule Osnabrück weiter ausbauen. Das Feedback der Umfragen hilft uns ungemein, um an den nötigen Stellschrauben zu drehen“, fasst Ickerott zusammen.



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PM
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