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Herzlich Willkommen! Die Polizei Osnabrück ist jetzt auch bei Facebook.

Nachdem die Kollegen aus Hannover ein Jahr(!) getestet haben, ist nun auch die Osnabrücker Polizei bei Facebook vertreten.

Unter facebook.com/PolizeiOsnabrueck wird die Polizei in Zukunft (lt. Posting vom 14.06.) “über aktuelle polizeiliche Themen in und um Osnabrück informieren”.

Polizei Osnabrück bei Facebook

Wer bei der Polizei jedoch Fahndungsmeldungen erwartet, muss die Seite des LKA Niedersachsen “liken”.
Wie wir am Erfolg von “I-love-OS” sehen, gilt jedoch “all business is local”, und es ist nicht unbedingt nachvollziehbar, dass man auch für lokale Fahndungen gesondert die landesweite Seite der Polizei verfolgen muss.
Schließlich dürfte es entlang der Hase nicht immer von Interesse sein, wenn in Wolfsburg, Göttingen oder Aurich eine Fahndung läuft.
Ein “Poolen” der für Osnabrück relevanten Fahndungen (bspw. auch aus dem angrenzenden NRW und den Niederlanden) dürfte für die Osnabrücker Facebook-Nutzer und Bürger relevanter sein – und dafür bietet sich natürlich eine lokale Facebook-Präsenz an!
Aber jeder Start bietet zwangsläufig Optimierungspotential, und daher von unserer Seite erstmal viel Erfolg und die besten Glückwünsche zum Start!

HP

Bild: entnommen der Facebook-Präsenz facebook.com/PolizeiOsnabrueck

AFP

Plant mfi ein Outlet-Center für den Neumarkt?

Das kann der heute von der NOZ zitierte Manager des Essener Shoppingcenter-Entwicklers mfi nicht ernst gemeint haben? Er begründet den Bedarf für das XXL-Shoppingcenter am Neumarkt damit, das ja das Haus der Jugend auch Shoppingtouren zum Outlet-Center nach Ochtrup anbietet…

NOZ über mfi Reaktion auf Rauschen Coup

Noch ist der Artikel nicht online verfügbar (also: Print- oder iPad-NOZ kaufen*), der ansonsten über eine weiterlaufende Planung der Essener berichtet. “Durchhalten” ist die Parole der Essener – vorerst.

Auch schön: die NOZ nimmt die am Wochenende (im lokalen Raum) erstmals auf I-love-OS gebrachte Information auf, dass mfi in Bielefeld bereits eine ähnliche Panne durch fehlende Grundstücke passiert ist; weniger schön: I-love-OS wird nicht erwähnt.
Vielleicht reicht die NOZ ja bald auch die (im lokalen Raum ebenfalls erstmals bei I-love-OS gebrachte) Info nach, dass mfi gerade in großen Teilen an einen französischen Investor verkauft wurde. Ein Käufer, der sicher auch vertragsrechtliche Probleme machen “könnte”, wenn ausgerechnet eines der größten Projekte von mfi durch ein paar fehlende Vor-Verträge zu platzen droht – und dies nur wenige Stunden nach Bekanntgabe des Beteiligungs-Deals der Franzosen!

HP

Foto: Lokalteil der NOZ vom 19.06.2012

*Update 08:05: der Artikel ist bereits online verfügbar

AFP

NOZ berichtet: Verlage wollen dafür bezahlt werden, das man sie im Internet findet!

Irgendwie bin ich ratlos, da fordert die NOZ über Facebook ihre Leser dazu auf einen dpa-Artikel (also nichts was ein “echter” NOZ-“Journalist” verfasste) zu kommentieren, denn “ausgewählte Kommentare” wolle man gerne in die “Berichterstattung über das Thema” einfließen lassen.
Das klang gut und ließ auf die “eigene journalistische Leistung” hoffen – also dann mehr als “nur Copy & Paste Journalismus” mit dpa-Ware. Das Thema hat es verdient! Doch seit Freitag ist kein entsprechender Artikel bei der NOZ erschienen. Und auch auf meine Nachfrage, ob denn noch mit einem Artikel zu rechnen sei, wurde bislang nicht geantwortet
(Update siehe unten).
Waren die bis dato eingegangenen Kommentare (leider nur vier) zu drastisch bzw. offenbarten diese zu deutlich, wie absurd die Forderungen der Verlage sind?

Betrachten wie erstmal das von der NOZ-Onlineredaktion gewählte Intro auf Facebook. Das ist noch ein weniger “schlichter” als die Forderungen der Verleger – bzw. was von den Verleger-Forderungen in den (weiter unten verlinkten) Referentenentwurf eingeflossen ist. Immerhin kann ich daraus eine knackige Überschrift (siehe oben) “herausdeuten”.

Hier was die NOZ in Facebook schrieb:

NOZ bei Facebook

Aha, Google soll zahlen, weil “andere Plattformen” (also nicht Google?) und “Nutzer” (demnach Privatleute?) Verlinkungen setzen… Respekt!
Wie wäre es, wenn die NOZ die UEFA dafür bezahlt, wenn meine Nachbarin mir erzählt, das Holland gestern gegen Portugal verloren hat?
Vielleicht ist diese Info ja über die NOZ an meine Nachbarin gelangt, aber auch nur, weil die UEFA das Fußballspiel veranstaltet hat? Logisch, da kann man sicher einen Zahlungsanspruch heraus ableiten.
Nein, ganz so verquer ist die Logik der Verleger nicht (wenn auch schon sehr seltsam); hier der auch aus Facebook verlinkte dpa-Text: Link auf die NOZ.

Gelesen? Verstanden? Zweimal JA? Auch dafür ein “Respekt”, denn so ganz klar ist das alles nicht, was sich das Bundesjustizministerium da ausgedacht hat. Und natürlich soll nicht (allein) Google für Zitate Dritter (Blogger?) bezahlen – aber offensichtlich fällt Verlegern beim Thema “Geldverdienen im Internet” immer nur Google ein – in eine Zahlungspflicht können aber alle geraten, die zukünftig mehr als nur einen Link auf ein Verlagsangebot setzen.
Und es spuken allerlei unklare Formulierungen und Begrifflichkeiten durch den Referententwurf (bei iRights.info). Ist denn nun (kommerzielles) Verlinken bereits verboten? Wie sieht es mit dem Zitierrecht aus? Und wann ist ein Blogger kommerziell (nach Ansicht des Finanzamts übrigens oft schon wenn er über Affiliate-Links bspw. zu Amazon weiterleitet)?

Digitale Gesellschaft

Und weil das mit den Blogs (also auch I-love-OS.de) so schwierig ist, hat das Bundesjustizministerium sich mal gleich daran gemacht Ordnung zu schaffen, wo offenbar bislang keine wahr. Laut David Pachali (hier bei iRights.info) gibt es:

(…)

  • Blogs, die sich durch redaktionell ausgewählte Sammlung journalistischer Beiträge, welche fortlaufend unter einem Titel erscheinen, als verlagstypische Leistung darstellen,
  • Blogs, auf denen sich hauptberuflich, zum Beispiel als freiberufliche Journalisten Tätige mit ihrem Schwerpunkthema auseinandersetzen und dazu Presseerzeugnisse von Dritten für gewerbliche Zwecke nutzen,
  • Blogs, die als Hobby unentgeltlich und ohne Bezug zur beruflichen Tätigkeit betrieben werden und dabei über Werbeeinblendungen des Hostanbieters Einnahmen für diesen generieren,
  • Blogs, die als Hobby ohne Gewinnerzielungsabsicht und ohne Bezug zur beruflichen Tätigkeit betrieben werden, jedoch Fachartikel aus einschlägigen Presseerzeugnissen verwenden und dabei zur Refinanzierung ihrer Unkosten Werbebanner oder den Bezahl-Button eines Micropaymentdienstes einblenden, sowie
  • Blogs, deren Betreiber ehrenamtlich für einen gemeinnützigen Verein tätig sind, über Vereinsaktivitäten berichten und dabei gemeinnützigen, sozialen oder karitativen Zwecken folgen.

(…)

OMG! Mir wird schlecht!

Und da ich eher für eine klare Ansage bin, hier meine schlichte Meinung zum Thema, so wie Sie auch bei Facebook unter der Anfrage der NOZ veröffentlicht wurde – und vermutlich nie in einen redaktionellen Beitrag unserer Lokalzeitung einfliessen wird:

HP bei FB über LSR

Und was das Zitierrecht und sonstiges “Geheule der Verleger” angeht – die trotz Rekordgewinnen (Springer in 2011 fast 350mio €) dennoch Massenentlassungen von Journalisten planen – verbleibe ich mit einem Zitat von Jürgen Vielmeier (Basicthinking Blog):

Wer noch bei Trost ist, wird irgendwann einsehen, dass er davon profitiert, wenn Ausschnitte seiner verlinkten Artikel auf anderen Seiten auftauchen.

Heiko Pohlmann (Blogger, Herausgeber und “Meist-Schreibender” auf I-love-OS.de)

—-

Zum Weiterlesen empfohlen: Ralph Pister (schon von März ´12) und Spiegel Online (ausnahmsweise wirklich gut).

Bildausschnitte: Facebook
ÖPNV-Illu zum LSR: Digitale Gesellschaft (CC BY-SA)

Update: kurz vor Mitternacht (vom 18. auf den 19.06. – ich bin also nicht der einzige Nachtarbeiter) kam Nachricht von der NOZ, dass man beim entsprechenden Kollegen nachfragen wolle, ob noch ein Text zum Thema geplant ist. Danke @NOZ!

AFP

„Im Osten geht die Sonne auf“: der EM-Song mit dem VfL-Trikot

Kunstrasen, laut eigener Homepage “eine Band mit Turniererfahrung”, vor allem aber mit Osnabrücker Wurzeln und eigener VfL-Hymne, haben zur EM einen Song herausgebracht, der Hit-Potential hat!

Zumindest in der Heimatstadt der OS- und VfL-Rapper, die aktuell an den Rhein “verpflichtet” sind, sollte man in den kommenden Wochen nur noch diesen Titel spielen! Vor allem, wenn man sich dabei auch das YouTube-Video gönnt… denn das hat zusätzlichen VfL-Flair!

Kunstrasen EM-Song bei YouTube

Kann jetzt noch irgendetwas schief gehen auf dem Weg zum Endspiel? Nicht, solange wir in der schönsten Stadt der Welt weiter kräftig Daumen drücken – und in der nächsten Saison klappt´s auch mit dem VfL wieder!

Kunstrasen bei Facebook

HP

AFP

ECE zeigt mfi wie man Projekte richtig vorbereitet +++ französischer Anteilseigner der mfi wirbt noch mit „Osnabrück Arcaden“

Bevor in der Nachbereitung des “Rauschen-” und “Uni-Coups” (siehe hier und hier) irgendjemand behauptet, es sei “normal” wenn man sich im Vorfeld einer Shoppingcenter-Entwicklung nicht die benötigten Grundstücke sichert… der (größere) Wettbewerber ECE zeigt wie man es richtig macht.

Die “Immobilien-Zeitung” berichtete in Ihrer Ausgabe vom 24.05. über ein vergleichbares Projekt in Bochum und zitiert einen ECE-Sprecher:

“wir haben in Bochum die Grundstücke (…) gekauft sowie den so genannten Telekomblock per Optionsvertrag langfristig gesichert”.

…so geht das also!

Die Frage steht im Raum: warum hat die mfi in Osnabrück Verwaltung und Kommunalpolitik verrückt gemacht, ohne ihr Projekt entsprechend abzusichern?

Und wie konnte die Politik, unter Führung unseres OB Pistorius, diesen Planungsmangel übersehen?
Spätestens seit dem Debakel um den Güterbahnhof (die NOZ berichtete) hätte den Feierabendpolitikern und dem Vollzeit-OB bewusst sein müssen, dass ohne die benötigten Grundstücke jede Planung “für die Tonne” ist!

OS-Arcaden Entwurf

Währenddessen darf sich der französische Konzern Unibail-Radamco noch an seiner neuen Beteiligung an der mfi erfreuen, und wirbt bei seinen Investoren (vielen Dank an den anonymen Leser, der uns das PDF zugeschickt hat) noch damit, das bis 2016* die Osnabrück Arcaden mit >30.000qm* entstehen würden.
Das (bislang auf Seiten der Stadt oder in der NOZ nicht veröffentlichte) Bild zeigt sehr gut, wie sehr die Mall der Großen Straße zugeneigt geplant wurde, und eben nicht ein Element der Johannisstraße werden sollte – die womöglich dann von der Schmuddelecke lediglich zum Lieferanteneingang mutiert wäre!

Bei der ganzen Diskussion um mfi und Neumarkt Arcaden (alias XXL-Shoppingcenter) ist übrigens das Projekt “Baulos 2” ganz aus der öffentlichen Diskussion entschwunden. Denn hier will Theo Bergmann ein neues Hochhaus vor sein bestehendes H&M-Haus setzen. Da sieht man mal, wozu die ganze Ablenkung auf der anderen Seite des Neumarkts gut gewesen ist. Und mit der inzwischen eingesetzten Sensibilisierung für die beiden Problem-Immobilien auf der gegenüberliegenden Seite, wird jetzt bestimmt auch noch eine Lösung gefunden – womöglich dann ohne Shoppingcenter und ohne mfi; es bleibt spannend!

*diese Zahlen finden sich auch auf einem Dokument, das direkt bei Unibail Rodamco heruntergeladen werden kann (PDF Download).

HP

AFP

Endspurt: jetzt noch beim Bürgerhaushalt mitmachen!

“Machen wir denn alles richtig”, fragt Oberbürgermeister Pistorius in seinem Grußwort zum Bürgerhaushalt, der dieses Jahr zum ersten mal erstellt wird. Noch bis zum Freitag können Vorschläge eingereicht werden!

Etwa € 420mio. beträgt das Budget, das die Stadt jährlich zur Verfügung hat. Um in Zukunft noch effektiver arbeiten zu können, oder auch bisher unentdeckte Einsparpotentiale zu heben, sind alle Bürger der Stadt (wobei die Altersabfrage nur Geburtsjahrgänge bis 1920 zulässt, wer hat denn da wieder geschlampt?) aufgerufen aktiv vorzuschlagen, zu kommentieren oder auch einfach nur zu bewerten.

Bürgerhaushalt Osnabrück 2012

Schön transparent wurden die wichtigsten Kennzahlen des aktuellen Haushaltsplans 2011/2012 aufbereitet, der darüber hinaus auch als PDF heruntergeladen werden kann.

Die bislang eingereichten Vorschläge sind teils skuril (bspw. “Verbot von Münster-Vergleichen in der Kommunalpolitik”), teils aber auch sehr fundiert begründet.
Erstaunlich viele Vorschläge ranken sich auch rund um den Neumarkt, vom Neumarkttunnel bis hin zu alternativen Verwendungsmöglichkeiten des ehemaligen Wöhrl-Hauses als zentraler Kindergarten oder innerstädtisches Verwaltungsgebäude, das der Stadt helfen könnte bei den Problemen mit dem krebserregenden Stadthaus, dessen Sanierung immer noch ungewiss ist.

– – – – –

Angesichts der über das Wochenende bekanntgewordenen neuen Entwicklungen bei der Shoppingcenter-Planung, und dem inzwischen erwarteten Planungsstopp (übrigens auch eine Forderung im Bürgerhaushalt), wäre die Idee ein Stadthaus 2.0 am Neumarkt zu errichten im Bereich des Möglichen.
Damit würde Leben in die Innenstadt kommen, und die frei werdenden Flächen am alten Standort unterhalb des Westerbergs dürften ein kleines Vermögen wert sein – vorausgesetzt das verschimmelte alte Stadthaus darf abgerissen werden (Denkmalschutz!)!

Womöglich wäre sogar ein Tauschgeschäft zwischen der Stadt und dem Immobillien-Tycoon Bergmann denkbar, der an der Lührmannstraße – direkt hinter dem Stadthaus – bereits einige Wohnhäuser besitzt!

HP

AFP

Shoppingcenter-Entwickler mfi auch in Bielefeld ausgebootet +++ Ein Tag vor dem „Rauschen-Coup“ wurde ein Inhaberwechsel bei der mfi bekanntgegeben. +++ Update: NOZ berichtet von weiteren Grundstücken die der mfi fehlen!

Drei Filetstücke aus dem für das XXL-Shoppingcenter am Neumarkt geplanten Areal vor der Nase weggekauft – da denkt man sich “soetwas passiert dem nach eigenen Angaben zweitgrößten Spezialisten für Shoppingcenter sicher nicht noch einmal”.
Aber der Essener mfi ist genau sowas schon mal passiert, keine drei Monate ist das her, und passiert ist es in unserer Nachbarstadt Bielefeld!

Blog-Leser Stefan F. (vielen Dank) schickte einige Links auf die Bielefelder Lokalpresse, die belegen wie stümperhaft mfi auch in der Puddingstadt vorging.

Radio Bielefeld schreibt dazu:

Das Thema Shopping-Center Wilhelmstraße ist offenbar erst einmal ad acta gelegt. Der Investor MFI hat die Planung gestoppt. Das berichtet das Westfalen-Blatt. Hintergrund ist der Schachzug des anderen Großinvestors ECE. Er hatte sich im Wilhelm-Straßen-Quartier eine Immobilie gesichert. Das ganze Projekt mache so keinen Sinn mehr, sagte der Projektmanager der Zeitung. …

Auch in den Größenordnungen gleicht das gescheiterte Projekt den Osnabrücker Plänen: 22.000qm (OS: 20.000qm), Investitionsvolumen: 160mio. (OS: 150mio.); allerdings “droht” Bielefeld immer noch das Mall-Gespenst, denn der Wettbewerber ECE hält an seinen Plänen fest. Allerdings will die ECE vorhandene Flächen der City-Passage (Hauptmieter: Kaufhof) “nur” umbauen und nicht wie mfi neue Flächen in die Stadt klotzen.

Neumarkt 21

Für die Essener mfi dürften diese “Pannen” zur Unzeit kommen, nur einen Tag bevor die NOZ den “Rauschen Coup” publik machte, kündigte die der französische Konzern Unibail Radamco einen Einstieg in die Essener mfi an. Die Neuheiten aus Osnabrück, und der Umstand, das der mfi vor drei Monaten schon einmal ein derartiger Fauxpas passierte, werden sicher nicht nur für gute Laune in Paris gesorgt haben?

Update 16.06.12, 18:30: wie die NOZ aktuell berichtet hat auch die Uni Osnabrück den Investoren wichtige Grundstücke weggeschnappt!

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L+T setzt Neumarkt-Entwickler unter Druck +++ „mfi mit dem Rücken zur Wand“? +++ Lührmann vermarktet ehem. Woolworth Haus (bald P&C?)

Einen wahren Coup hat das Traditionsunternehmen L+T gelandet!
Wie die NOZ heute berichtet (Update: jetzt auch online hier + Kommentar “der Rauschen-Coup”) hat L+T drei Häuser an der Johannisstraße “vom Markt weg” gekauft, die in den Planungen für das XXL-Einkaufscenter am Neumarkt bereits fest eingeplant waren.

NOZ über Coup von LT an der Johannisstrasse

Warum hier nicht der Essener Entwickler mfi selbst zugegriffen hat, darüber kann man nur spekulieren. Womöglich glauben die Entwickler selbst nicht mehr an eine Realisierung? Durchaus auch möglich, dass sie finanziell  gar nicht über die notwendigen Mittel verfügt hätten um für die Macht des Faktischen im Sinne ihrer Planung zu sorgen.
Innerhalb der Kaufmannschaft wird spekuliert, dass sowohl der Entwickler mfi als auch die Besitzer der beiden schwer vermarktbaren Ruinen am Neumarkt (Kachelhaus und ehem. Wöhrl-Haus) lediglich so viel Budget haben, um damit ein paar Architekten-Präsentationen vorzuzeigen. Taschenspielertricks, die allerdings bislang gereicht haben um Teile des Freizeitparlaments im Rathaus zu beeindrucken.
Erschwerend kommt wohl hinzu, dass zumindest in einer der beiden “Sorgen-Häuser” eine US-amerikanische Großbank investiert sein soll, die nicht besonders flexibel auf die Anforderungen der Lokalpolitik, des Entwicklers und der anderen Eigentümer reagiert.
So oder so, der Coup von L+T hat die Karten neu gemischt – in diesem Spiel sind nun der Stadtrat und die Fraktion der Einkaufscenter-Befürworter am Zug!

Wie wäre es denn mit einem vollkommen neuen Konzept, für das man echte Mehrheiten finden könnte? Inzwischen kursieren ja (siehe auch Bürgerhaushalt der Stadt) einige interessante Ideen, die eine Lösung vorschlagen, die nicht zwangsläufig zu Lasten der bestehenden Infrastrukturen des Handels gehen! Macht es nicht einen guten Politiker aus, auch mal unkonventionelle Wege zu gehen und zu denken?

Es gibt auch Neuigkeiten rund um das ehemalige Woolworth-Haus. Als Vermarkter fungiert nun die Osnabrücker Lührmann-Gruppe. Der bei Beginn der Abrissarbeiten für Juni avisierte Baubeginn scheint in immer weitere Ferne zu rücken.
Ob Peek & Cloppenburg den Umzug vom Nikolaiort an diesen Standort vollzieht (wir berichteten) ist ebenfalls noch offen.
Eventuell wartet man in der Hamburger Konzernzentrale ab, ob sich die Wahnsinnspläne für das Einkaufscenter am Neumarkt nicht doch noch zerschlagen – seit dem Coup von L+T bestehen hier durchaus wieder Möglichkeiten! Falls nicht (oder der Rat zu lange wartet) kann hier aber eine gefährliche Lawine am Immobilienmarkt ins Rollen geraten, deren erste Folgen wir bereits rund um den Domhof, mit seinen zahlreichen Leerständen) besichtigen können!

HP

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Traditionsunternehmen Spedition Friedrich Koch zahlungsunfähig

Wie die NOZ heute berichtet ist die Spedition Friedrich Koch zahlungsunfähig.

Ein Insolvenzverwalter soll noch nicht bestellt sein, was vermutlich nun nur der nächste logische Schritt sein dürfte. Etwa 140 Arbeitsplätze stehen bei dem 1924 gegründeten Familienunternehmen auf dem Spiel.

Logo Friedrich Koch

Das am Huxmühlenbach im Fledder ansässige Transportunternehmen mit dem Osnabrücker Rad im Logo, ist mit seinen 100 Fahrzeugen ein “kleiner Fisch” im Vergleich zu seinen lokalen Wettbewerbern. So beschäftig Hellmann allein am Stammsitz Osnabrück mehr als 1.200 Mitarbeiter und gut 10.000 Mitarbeiter weltweit. Die “andere” Spedition unter dem Namen Koch (Koch International, Atter) spielt mit etwa 700 Mitarbeitern ebenso in einer anderen Liga, wie auch der Textillogistiker Meyer & Meyer, mit mehr als 2.000 Mitarbeitern.

HP

AFP

Westfalentag

Achtung, heute ist Westfalentag!
Auf Qype gibt es sogar Berichte von “Betroffenen”; wir raten erstmal zur Vorsicht, wenn vorausfahrende Autos mit ST-, GT-, MI- oder MS-Kennzeichen bestückt sind… sie neigen zu oftmals irrationalen Fahrmanövern 😉

HP

AFP