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Das war der Tweed Run 2015

Tweed Run 2015 Osnabrück
Tweed Run 2015 Osnabrück, Foto: Sascha Göppel

Wie versprochen wurde auch die zweite Auflage des Osnabrücker Tweed Runs wieder eine Zeitreise in die 20er Jahre.

Aufgeteilt in drei Gruppen tourten einige dutzend Radler – von denen einer sogar aus Essen angereist war – durch die Osnabrücker Innenstadt.
An einzelnen Stops mussten Aufgaben gelöst werden, wie Crocket-Spielen, Boule und „Schubkarre“.  Zum Ausklang gab bei einem Picknick auf dem Rathausplatz Kuchen, Tee und Sekt. Neben Tweed-Sakkos und Schiebermützen wurde das Event auch durch die Musik der 20er Jahre und den Tänzen der Lindy Hop Gruppe geprägt.

Wir haben eine kleine Bildergalerie zusammengestellt.

Fotos: Sascha Göpel, Heiko Pohlmann

AFP

3. Zoo-Lauf für Kinderprojekte mit über 400 Läufern

Foto: Zoo Osnabrück, Lisa Josef
„Auf die Plätze, fertig, los“ hieß es als erstes um 18 Uhr beim Bambini-Lauf des 3. Osnabrücker „Zoo-Laufs“ – mit an der Startlinie die Organisatoren und Unterstützer: Zoopräsident Reinhard Sliwka, Hans-Jürgen Fip (Vorstandsmitglied Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte), Heike Siebert (Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte), Charity-Läufer John Mc Gurk (1. Vorsitzender Verein „Sportler 4 a childrens world“), Startsignalgeber Dr. E.h. Fritz Brickwedde (Beigeordneter der Stadt Osnabrück, in Vertretung für Schirmherr und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert; v.l.n.r.)

Am Samstag hieß es im Zoo Osnabrück wieder „Auf die Plätze, fertig, los“, denn der 3. Zoo-Lauf fand statt. Zahlreiche Hobby- und ambitionierte Läufer, ob groß, ob klein, schnürten ihre Laufschuhe und traten auf den unterschiedlichen Strecken zugunsten von Kinderprojekte an. Die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte wird den Reinerlös aufstocken.

408 Läuferinnen und Läufer am Start

Los ging es um 18:00 Uhr mit der 800 Meter Bamibini-Tour durch die Afrika-Welt „Takamanda“. Etwa 45 Kinder, darunter 26 von der Rosenplatzschule, meisterten den Weg durch die Savannenlandschaft vorbei an Servalen und Hyänen. Um 18:45 Uhr traten die Hobby-Läufer bei der 3,3 Kilometer Strecke durch den Zoo an und eine Nordic-Walking-Gruppe marschierte auf der 6,6 Kilometer Strecke los. Schlussendlich starteten die besonders ambitionierten Sportler bei der 10 Kilometer Strecke mit Zeitnahme – zunächst um und dann durch den Zoo. Auf die Kinder warteten zusätzlich noch Führungen sowie Bewegungsaktionen der Kinder-Bewegungsstadt Osnabrück. Gegen 20:30 Uhr fand schließlich die Siegerehrung statt. Der schnellste Läufer (Andreas Merse/ 38,52 Min.) und die schnellste Läuferin (Christin Kulgemeyer/ 40,33 Min.) konnten sich über eine Zoofamilienjahreskarte freuen. Insgesamt nahmen 408 Läuferinnen und Läufer am 3. Zoo-Lauf teil.

Foto: Zoo Osnabrück, Lisa Josef
„Auf die Plätze, fertig, los“ hieß es als erstes um 18 Uhr beim Bambini-Lauf des 3. Osnabrücker „Zoo-Laufs“ – mit an der Startlinie die Organisatoren und Unterstützer: Zoopräsident Reinhard Sliwka, Hans-Jürgen Fip (Vorstandsmitglied Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte), Heike Siebert (Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte), Charity-Läufer John Mc Gurk (1. Vorsitzender Verein „Sportler 4 a childrens world“), Startsignalgeber Dr. E.h. Fritz Brickwedde (Beigeordneter der Stadt Osnabrück, in Vertretung für Schirmherr und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert; v.l.n.r.)

Gemeinsam für die Region Gutes tun

Der Verein „Sportler 4 a childrens world“ organisiert den Zoo-Lauf gemeinsam mit dem Zoo Osnabrück und mit Unterstützung der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte. Die Startsignale gab der Beigeordnete der Stadt Osnabrück Dr. E.h. Fritz Brickwedde in Vertretung für Osnabrücks Oberbürgermeister und Schirmherr Wolfgang Griesert: „Für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger ist es von großem Wert, dass sich drei Akteure zusammenschließen und gemeinsam eine derartige Aktion zugunsten von Kindern auf die Beine stellen. Damit stärken sie das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Region und geben den Menschen eine Möglichkeit sich mit viel Spaß einzubringen und etwas Gutes zu tun.“ 

Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte stockt Reinerlös auf

Der Reinerlös des Zoo-Laufs geht zur Hälfte an den Verein „s4acw“, der Kindern in Not hilft. Die andere Hälfte fließt in das Sprachförderprojekt für Grundschulkinder „Deutsch lernen im Zoo“, das mithilfe der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte ins Leben gerufen wurde. Deswegen unterstützt die Stiftung auch den Zoo-Lauf: „Wir fördern Projekte, die insbesondere die Vernachlässigung junger Menschen verhindern, deren Bildung fördern und die soziale Integration stärken. Daher setzen wir uns für Initiativen ein, die nachhaltige regionale und überregionale Beiträge für ein gelingendes Zusammenleben leisten“, so Stiftungsvorstandsmitglied Hans-Jürgen Fip. Die Stiftung werde den Reinerlös des Zoo-Laufs großzügig aufstocken.

Charity-Läufer John Mc Gurk mit dabei

„Der Zoo-Lauf ist wirklich eine tolle Sache“, schwärmte Charity-Läufer John Mc Gurk, 1. Vorsitzender des Vereins „s4acw“ und „terre des hommes“-Botschafter. „Man kann in einer tollen, einmaligen Kulisse laufen, was den Rest des Jahres ja nicht möglich ist, dabei unterschiedliche Strecken wählen und auch noch etwas Gutes tun.“ Der angekündigte Schauspieler und Arche Botschafter Ingo Kantorek alias Alex Kowalski, Reality Soap Star aus „Köln 50667“, musste aus gesundheitlichen Gründen absagen. „Wir haben ihn gleich für das nächste Jahr verpflichtet“, schmunzelt Mc Gurk

Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“

Zoopräsident Reinhard Sliwka freut sich, dass das Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“ weiter geführt werden kann: „Das Angebot ermöglicht es Grundschulkindern kostenlos in den Zoo zu kommen und mithilfe der Tiere ihren Wortschatz zu erweitern. Wirklich ein tolles Projekt, denn die Tiere motivieren zum Lernen, Lesen, Sprechen und Schreiben.“ Beim Zoo-Lauf motivieren die tierischen Bewohner auch zu sportlichen Aktivitäten und so soll im nächsten Jahr der 4. Zoo-Lauf stattfinden.

 


 

Wissenswertes zu den geförderten Projekten

Der Verein „sportler 4 a childrens world“ hat es sich zur Aufgabe gemacht Kindern in jeder Notsituation zu helfen. Die Mitglieder setzen sich für Kinderrechte ein und setzen Zeichen gegen Rassismus. Integration wird hier groß geschrieben. Die Absicht ist die persönliche Erfahrung von John McGurk (1. Vorsitzender) mit der Vereinsarbeit zu verbinden, dieses Wissensgebiet auszuarbeiten und somit noch mehr Kindern auf der ganzen Welt ehrenamtlich zu helfen. Der Verein arbeitet nun schon über fünf Jahre ehrenamtlich mit Erfolg.

Das Projekt „Deutsch lernen im Zoo“ im Zoo Osnabrück ermöglicht Grundschülern kostenlose Zoobesuche zur Sprachförderung. Die Kinder können an Zooführungen mit dem besonderen Fokus auf Sprache teilnehmen, deren Inhalte in Form von Aufsätzen oder Referaten in den Deutschunterricht einfließen. Ziel ist es, den Wortschatz und die Sprachkompetenz der Schüler auf spielerische Weise zu verbessern. Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte.

 

 

 

AFP

CDU: mfi soll die Karten endlich auf den Tisch legen

mfi Shoppingcenter Neumarkt Osnabrück
Dunkle Wolken über dem geplanten Shoppingcenter der mfi. Immer noch ist der Baubeginn offen. Die CDU fordert jetzt die Karten auf den Tisch zu legen.

Eigentlich hätte es schon vor zwei Wochen eine Entscheidung geben sollen, wann mit den Bauarbeiten für das Shoppingcenter am Neumarkt begonnen wird, so jedenfalls hatte es Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in der vergangenen Ratssitzung angekündigt.

Baubeginn der mfi? Die Stadt kann keine Auskunft geben

Unsere Redaktion hat in dieser Woche mehrfach beim Pressesprecher der Stadt, Dr. Sven Jürgensen, um einen aktuellen Status nachgefragt.
Hat es dieses Treffen gegeben, wer hat daran teilgenommen, was wurde entschieden, gibt es inzwischen einen Bauantrag oder zumindest eine Bauvoranfrage?
Immerhin hatte SPD-Chef Frank Henning, ebenfalls in der letzten Ratssitzung, davon gesprochen, nach der Sommerpause ginge es los mit den Bauarbeiten am Neumarkt.

Die Antwort des städtischen Pressesprechers? Vor kommender Woche ist nicht mit einer Auskunft zu rechnen!

mfi Shoppingcenter Neumarkt Osnabrück
Dunkle Wolken über dem geplanten Shoppingcenter der mfi. Immer noch ist der Baubeginn offen. Die CDU fordert jetzt die Karten auf den Tisch zu legen.

CDU: schon jetzt könnten wieder PKW fahren

Das am Neumarkt derzeit nichts geschieht ist„reine rot-grüne Willkür“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung.
„Der Abbruch des Neumarkttunnels ist abgeschlossen. Zur Zeit verlegen die Stadtwerke noch Gas- und Wasserleitungen. Es könnten jetzt schon PKW jeweils eine Fahrtrichtung befahren ohne die Baustelle zu stören und in einigen Wochen wäre ein uneingeschränkter PKW-Verkehr auf dem Neumarkt möglich.“

Stoppen archäologische Grabungen das Projekt?

Brickwedde bringt auch eine ganz neue Erklärung ins Spiel, warum seit Monaten nichts mehr von den Shoppingcenter-Plänen zu hören ist, Bereits seit zwei Jahren wisse der Projektentwickler des Einkaufszentrums, dass es archäologische Grabungen nördlich der Großen Rosenstraße geben müsse. Trotzdem sei es erst im März diesen Jahres zu einer Grabungsvereinbarung für Voruntersuchungen gekommen. Nun müssten Hauptuntersuchungen durchgeführt werden, da die Archäologen interessante Funde aus dem 13. und 14. Jahrhundert ermittelt hätten. Diese Voruntersuchung sei schon Mitte April abgeschlossen gewesen.

Brickwedde: mfi schaufelte Grabungsfunde einfach wieder zu

Man hätte mit der Hauptuntersuchung sofort weitermachen können, um diese in einigen Monaten abzuschließen. Der Projektentwickler habe jedoch die Fläche der Sondergrabung wieder verfüllen lassen.
Nun stellen sich nach Meinung der CDU folgende Fragen: Verfügt mfi nicht über alle Nutzungsrechte an den Grundstücken, wo gegraben werden sollte? Wann wird es eine Grabungsvereinbarung für die Hauptuntersuchung geben? Verzögert sich durch die Verschiebung der Grabungen der Abriss?
„Dann würde der Neumarkt weitere Zeit ohne jeden Grund autofrei gehalten“, betont Brickwedde. Weitere Fragen seien: Welche zeitlichen Auswirkungen hat das noch ausstehende Gerichtsverfahren auf den Abrissbeginn? Hat mfi einen Ankermieter unter Vertrag oder nicht? Kommt daher das Zögern, einen Termin zu nennen? Wann wird mfi endlich einen Bauantrag stellen?

CDU vermutet weiteren Stillstand am Neumarkt

Die CDU-Fraktion fordert von dem Investor nun einen verbindlichen Abrissbeginn zu veröffentlichen. CDU-Fraktionschef Brickwedde will auch nicht ausschliessen, dass sich am Neumarkt ein halbes oder ein ganzes Jahr nichts tut. Die Sperrung ist für ihn „eine rein politische Schikane gegen Autofahrer sowie Bewohner des Walls und der Wohngebiete.“

Wir haben heute Nachmittag auch versucht die Pressestelle der mfi zu erreichen, konnten an diesem sonnigen Frühsommertag jedoch niemanden mehr in der Konzernzentrale des Investors erreichen.

Grafik: unter Verwendung eines PR-Bildes der mfi
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Wüstenklima in Osnabrück – Gewitter im Anmarsch

Botanischer Garten Osnabrück, Foto: Jens Meyer
Wüstenklima in Osnabrück – Gewitter im Anmarsch

Heute (Freitag-)Mittag könnte die 30c-Marke geknackt werden, der Sommer ist da!

Ein umfangreiches Hoch wandert von Nordwestpolen weiter zum Baltikum und sorgt bei uns für Sonnenschein, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Allerdings schwenkt von Nordwesten bereits die Kaltfront eines Tiefs bei den Britischen Inseln heran, die uns vermutlich in der Nacht zum Sonnabend erreicht. Dabei wird anfangs warme, nachfolgend wieder kühlere Luft herangeführt.

Botanischer Garten Osnabrück, Foto: Jens Meyer

Das aktuelle Osnabrück-Wetter gibt es auch bei HASEPOST.

Wärmegewitter möglich

Ab Freitagabend sind vor allem zwischen Ems und Weser vereinzelt Wärmegewitter möglich, die mit Starkregen, Sturmböen und Hagel verbunden sein können.
Auch am Samstag kann es zu Gewittern bekommen, dann auch und vor allem in der Region um Osnabrück.

Botanischer Garten Osnabrück, Foto: Jens Meyer

Tropen- und Wüstenflora im botanischen Garten

Jens Meyer war gestern im Botanischen Garten auf dem Westerberg und hat uns die Fotos auf dieser Seite mitgebracht.
Neben Wüsten- und Tropenpflanzen haben sich dort wohl auch ein paar Echsen eingenistet, die das exotische Bild abrunden.

Der Eintritt ist kostenlos(!), die Öffnungszeiten weitere Informationen hier.

Fotos (alle Rechte): Jens Meyer

 

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„Aus“ für die Osnabrücker Zoo-Lotterie

„Aus“ für die Osnabrücker Zoo-Lotterie
„Aus“ für die Osnabrücker Zoo-Lotterie

Aus, Schluss, Vorbei…

die Zoo-Lotterie, wie wir sie kennen, wird es in dieser Form nicht mehr geben.

Zwischenfall auf dem Nachtflohmarkt löst Kettenreaktion aus

Er war wohl mehr als nur ein einfacher Losverkäufer, der Mann, mit dem eine Flohmarktverkäuferin am Rande des Nachtflohmarktes im Mai aneinander geriet (HASEPOST berichtete).
Wie sich inzwischen herausgestellt hat, war es der Leiter der Lotterie, und ohne den kann die Lotterie nicht fortgesetzt werden.

zoo-lotterie-bude-aus

Zoo trennte sich vom Lotterieleiter

Den eigentlichen Streit vom Nachtflohmarkt werden nun die Gerichte klären müssen, hierzu gibt es unterschiedliche Aussagen und Anzeigen von beiden Seiten. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln noch.
Der Zoo Osnabrück zog umgehend nach Bekanntwerden des Vorfalls seine Konsequenzen und entschied sich den Lotterieleiter freizustellen und die zwei Stände der Zoo-Lotterie in der Großen Straße vorübergehend zu schließen. An ihren bisherigen Standorten werden sie auch nicht wiedereröffnet.

„Seit 2012 führt der Zoo die Zoo-Lotterie in der Großen Straße selbst durch. Vorher hatte ein hierauf spezialisierter Verlag diese organisiert. Der damalige Lotterie-Leiter hat die Lotterie für uns weitergeführt“, erläutert Zoogeschäftsführer Andreas Busemann.

Zoo-Lotterie demnächst im Zoo – dann wieder in der Stadt

Der Zoo Osnabrück möchte die Zoo-Lotterie zunächst auf das Zoogelände holen. Erfahrungen sammelte der Zoo bereits früher mit der Durchführung von Tombolas auf dem Zoogelände. Doch eine erneute Rückführung in die Große Straße ist für den Geschäftsführer des Zoos das erklärte Ziel.

„Wir sehen zwei weitere Stufen vor: Zunächst möchten wir hier im Zoo einen neuen Lotterieleiter einarbeiten, um die Lotterie dann im nächsten Jahr wieder in die Stadt zurückzubringen. Wenn die Lotterie hier im Zoo gut läuft, dann führen wir sie an beiden Orten als jeweils eigenständige Lotterien durch.“ Das gesamte Vorgehen wolle man in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung festlegen.

Am 16. Juni wird eine Entscheidung erwartet

Nun muss der Verwaltungsausschuss im Rathaus eine Entscheidung treffen. Andreas Busemann ist hoffnungsvoll: „Wir hoffen sehr, dass die Stadtverwaltung beim nächsten Verwaltungsausschuss am 16. Juni unserem Vorschlag zustimmt, damit wir möglichst bald wieder mithilfe der Lotterie Geld für das Diakonische Werk, die Sozialen Dienste SKM und den Zoo sammeln können.“

 

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Lange Autoschlangen auf der einen Seite –
freie Parkplätze auf der anderen Seite des Neumarkts

Parken am Westfalentag 04.06.2015
Lange Autoschlangen auf der einen Seite –
freie Parkplätze auf der anderen Seite des Neumarkts

 

Osnabrück am Westfalentag gespalten

…zumindest wenn es um die Parkplatzsuche geht.

Lange Schlangen vor einigen Parkhäusern, und auf der anderen Seite des Neumarkts noch reichlich Platz. So präsentierte sich Osnabrück heute seinen westfälischen Besuchern.

Wir haben zur „Halbzeit“ des aktuellen Westfalentages einmal einen Blick auf die Auslastung der Osnabrücker Parkhäuser geworfen.

 

Parken am Westfalentag 04.06.2015

Auswärtige Besucher aus NRW (zum Beispiel aus Rheine, Münster, Bielefeld) werden scheinbar durch die Neumarkt-Sperrung davon abgehalten freie Parkflächen im Nord-Osten der Stadt anzusteuern.

SIE sind da Westfalentag in Osnabrück!

Neben dem Parkhaus am Kollegienwall, das gegen Mittag noch reichlich freie Parkplätze anbieten konnte, verfügten in der Mittagszeit auch das Parkhaus L+T und die Parkfläche am Haarmansbrunnen über zumindest ausreichend freie Parkflächen, hier gelb dargestellt.

Das Parkhaus Galeria Kaufhof liefert aktuell keine Daten zur Auslastung und wird deshalb nicht in der Grafik angezeigt.

HASEPOST integriert den OG Parkplatz-Finder auf seinen Seiten mit freundlicher Genehmigung der OPG Center-Parking GmbH.

 ➤ OPG Parkplatz-Finder

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Nach 14 Jahren: Iburger Straße bald durchgängig vierspurig

Iburger Straße 37, Foto: Felix Krug
Nach 14 Jahren: Iburger Straße bald durchgängig vierspurig

Seinen 100jährigen Geburtstag erlebte das Haus Iburger Straße 37 (Neustadt) noch als Geschäftshaus mit Apotheke, doch nachdem die Rosen-Apotheke im selben Jahr ihre Pforten schloss, war es nur noch ein Hindernis, das behindernd in die Iburger Straße hineinragte.

Seit 2001 ein Problemhaus in der Iburger Straße

Iburger Straße 37, Foto: Felix KrugBereits 2001 hätte das Haus dem vierspurigen Ausbau der Iburger Straße weichen sollen, doch vergingen noch einige Jahre zäher Verhandlungen – und die unrühmliche Phase des jahrelangen Leerstands und Verfalls – bis heute endlich der letzte Rest der Gebäudefront abgetragen werden konnte.

Nur die Front kommt weg

Statt Total-Abriss wurden nur die im Weg stehenden Meter des Altbaus abgerissen, dafür wird nach hinten angebaut und vorne wird wieder eine neue Fassade angebracht.

Ob das Haus so auch seinen 200-jährigen Geburtstag im Jahr 2108 erleben wird?

Asphaltierarbeiten erst 2016 beendet?

Bis die Iburger Straße durchgängig asphaltiert sein wird, kann es allerdings noch ein paar Monate dauern. Spätestens im Frühjahr 2016 will die Stadt damit fertig werden.

 

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Fotos: vielen Dank an Felix Krug

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Scheitert Fahrrad-Parkhaus Nikolaiort an den Zufahrten?

Fahrradparkhaus Nikolaigarage Osnabrück
Scheitert Fahrrad-Parkhaus Nikolaiort an den Zufahrten?

Wie gut, dass bislang nur politisch entschieden und erst geplant wurde – nicht auszudenken, wenn dieses „klitzekleine“ Problem erst nach Beginn der Bauarbeiten offensichtlich geworden wäre.

Wulf-Siegmar Mierke von der Fraktion UWG/Piraten kann die Verzögerung in der Verwaltung jedenfalls „nicht nachvollziehen“, wie er auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte.
Mierkes kleine Fraktion hatte die Idee einer „Fahrradabstellanlage“ im Parkhaus Nikolaiort bereits vor über einem Jahr begrüßt. Beschlossen wurde die Anlage am 24. April 2014 – vor dem Hintergrund eines noch viel älteren Ratsbeschlusses aus dem September 2012.

Immer mehr Fahrräder in der Innenstadt

Schon jetzt ächzt die Stadt unter einer stetig steigenden Zunahme des Fahrradverkehrs. Nur etwa 900 „ordentliche“ Abstellplätze gibt es in der City. Etwa 1.400 müssten es aber sein, wird im Konzept „Fahrradparken City“ festgestellt. Das Konzept war auch Auslöser für die Idee einer innerstädtischen Abstellanlage in einem Parkhaus.
Mit Blick in die Zukunft stellt das Konzept fest, dass sich der Radverkehrsanteil schnell um 50% vergrößern wird. Für die Standardlösung „Edelstahl-Anlehnbügel“ wird der Platz langsam knapp – und für hochwertige Pedelecs (Preis oft deutlich über 1.000€) ist das auch nicht wirklich eine Lösung die auf große Akzeptanz stößt.

Ein Jahr verging mit Prüfen und Planen

Der Standort (Nikolaigarage) stand bereits im April vor über einem Jahr fest, dann begann das Planen und Prüfen – doch nichts geschah. In einer Anfrage an die Verwaltung gab diese nun Auskunft über den Sachstand.

Fahrradboxen in Emden. Foto: Stadtwerke Emden
So wie hier in Emden, können abschließbare Fahrradboxen in ein bestehendes Auto-Parkhaus integriert werden. Foto: Stadtwerke Emden

Es ist nicht viel, was dabei herauskam. Für die Radfahrer soll die Erdgeschoss-Ebene der Anlage genutzt werden. „Räumlich“ soll dieses Konzept auch schon „erfolgt“ sein, so die Antwort der Verwaltung.
Um „ohne größeren baulichen Aufwand für eine Pilotphase gesicherte Abstellmöglichkeiten zu schaffen, wird vorgeschlagen, Fahrradboxen aufzustellen“.

Und dann kam das Problem mit den Zufahrten

Fläche geklärt, Fahrradboxen vorgeschlagen… bis dahin ging es noch gut mit der Planung. Selbst die Finanzierung stand. Immerhin 45.000 Euro hatte der Stadtrat locker gemacht, davon 20.000 bereits im Haushalt 2014. Dafür sollte man doch ein paar Fahrradstellplätze bekommen?
Doch was dann kommt, erinnert an die Schildbürger. Die bauten ihr Rathaus bekanntlich nicht nur drei- statt viereckig, sie vergaßen auch die Fenster einzubauen.

Fahrradparkhaus Nikolaigarage Osnabrück
Mit getrennten Einfahrten für Autos und Fahrräder könnte das Problem einfach gelöst werden, schlägt unser Grafiker vor.

Bei der Nikolaigarage, so geht es aus dem Sachstandsbericht der Verwaltung vor, der auf Antrag der Kleinfraktion UWG/Piraten erstellt wurde, war es die OPG, die eine entscheidende Frage aufwarf.
Weil das seit den 80er Jahren bestehende Parkhaus keine separaten Ein- und Ausfahrten für Fahrräder und PKW besitzt, gebe es „Sicherheitsbedenken“, wenn sich Zwei- und Vierräder nun die Einfahrten teilen müssten.

Nun wird weiter geprüft und werden alternative Standorte gesucht

Diese „Sicherheitsbedenken“ der OPG haben die Bürokraten offensichtlich kalt erwischt. Jetzt müssen mögliche haftungsrechtliche Fragen geklärt werden – mehr als ein Jahr nach dem entsprechenden Ratsbeschluss und der Bewilligung der Mittel.
Und weil die Verwaltung sich durch den Ratsbeschluss vom April 2014 auch zur Prüfung „alternativer Standorte“ beauftragt sieht, will die Verwaltung erstmal weiter prüfen – und es wird wohl nichts mit dem Pilotprojekt eines Fahrradparkhauses in der Nikolaigarage. Neben „schwierigen betrieblichen und haftungsrechtlichen Fragen“ werden von der Verwaltung auch „begrenzte Arbeitskapazitäten“ als Grund dafür angegeben, warum seit mehr als einem Jahr die Idee einer zentralen Fahrradabstellanlage nicht realisiert wurde.

 

AFP

Nicht weiter tragbar? ZION GmbH gegen Stadtbaurat

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Stadtbaurat Frank Otte
Nicht weiter tragbar? ZION GmbH gegen Stadtbaurat

Das dürfte wohl ein weiterer „Höhe Tiefpunkt“ in der an Peinlichkeiten reichen Geschichte „ZION GmbH vs. Osnabrücker Zivilgesellschaft“ sein.

Nur wenige Tage, nachdem die Lebensquelle e.V. ihre Pläne für ein Gemeindezentrum auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs präsentierte, meldet sich der im Internet auch als Abmahnanwalt bekannte Hausjurist* der Zion GmbH mit einer „Dienstaufsichtsbeschwerde“ zu Wort, die mit den Worten endet:

Aus hiesiger Sicht ist Herr Otte wegen des offensichtlichen Vorsatzes seiner wahrheitswidrigen Äußerungen in seinem Amt für die Stadt Osnabrück nicht weiter tragbar


Schreiben liegt der HASEPOST vor

Offenbar hat die Zion GmbH Ihr Schreiben, das direkt an den Oberbürgermeister gerichtet ist, weit und breit gestreut, denn bereits am am Montag lag der Redaktion eine vollständige Kopie des dreiseitigen Pamphlets vor, mitsamt Anlagen.
Wir freuen uns immer wieder über Einsendungen unserer Leser (auch anonym), dafür haben wir ein spezielles Kontaktformular eingerichtet, bei dem keine persönlichen Daten an uns übertragen werden.

Nach Rücksprache mit und Prüfung durch unserem Anwalt haben wir uns entschlossen die Kernelemente der Dienstaufsichtsbeschwerde in Auszügen zu veröffentlichen. Nicht ohne das „Urheberrecht“ an diesem Dokument, das selbstverständlich bei seinem Verfasser liegt, gebührend zu würdigen.

Alter Güterbahnhof Osnabrück
Immer für einen Streit gut: der alte Güterbahnhof.

Dem Stadtbaurat wird vorgeworfen…

vorsätzliche Behauptung falscher Tatsachen während der Amtsausübung in der Öffentlichkeit

Im Kern geht es um eine gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung durchgeführte Informationsveranstaltung auf der die Entwicklung des Ringlokschuppen-Geländes vorgestellt wurde.

Täuschte Frank Otte Ratsmitglieder und die Öffentlichkeit?

Im Laufe der Veranstaltung, am 12. Mai, soll der Stadtbaurat „offensichtlich bewusst falsche Angaben gemacht“ haben und hätte „so die Öffentlichkeit und die ebenfalls anwesenden Ratsmitglieder des Rates der Stadt Osnabrück vorsätzlich getäuscht“.

Auf der 9. Folie waren die Grenzen verrutscht

Scheinbar verfolgten die Vertreter der Zion GmbH die ansonsten eher maue Veranstaltung sehr genau, denn auf der 9. Folie entdeckten sie ein Grundstück das „vergrößert“ dargestellt wurde.
Und das, obwohl doch der Stadtbaurat  – dem übrigens bereits vor einem Jahr ein Hausverbot für das Grundstück der Zion GmbH erteilt wurde – doch „genaue Kenntnis von den tatsächlichen Eigentumsverhältnissen“ haben sollte.
Messerscharf folgert der Anwalt der Zion GmbH: „dieses (lässt) einzig und alleine den Schluss zu, dass es hier zu einer bewussten und vorsätzlichen Täuschungshandlung gekommen ist“.

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Stadtbaurat Frank Otte

Eine Nutzung als Lagerraum unterschlagen

Auch bei der Nutzung des Ringlokschuppens soll der oberste Bauherr der Stadt zum Pinocchio mutiert sein. Hat er doch tatsächlich behauptet, dass es derzeit „keine Zwischennutzungen“ im oder am Ringlokschuppen (der im Besitz der Stadt ist) geben würde. Auch hier wurden von der Zion GmbH ordentlich die Folien mitgezählt und die Folie Nummer 7 als Beweismittel dokumentiert.
Tatsächlich wird die riesige Halle, in der früher dutzendfach Dampflokomotiven untergestellt wurden, doch vom Kulturverein Petersburg e.V. als Lagerfläche genutzt und auf den Außenflächen gärtnert das Projekt „Querbeet“ herum.
Das ist natürlich eine „Nutzung“ einer derart großen Halle, die der Stadtbaurat nicht unerwähnt lassen durfte – meint die Zion GmbH.

Fiktiv nicht abgerissen ist ein Problem?

So richtig schmierig schwierig wird die Argumentation der Güterbahnhof-Eigner da, wo es um die Abbildung eines Planungsentwurfs geht, welcher angeblich im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung bereits im Mai 2013 ausgelegt worden sein soll.
Tatsächlich, so die Zion bzw. ihr Anwalt, stellt die Folie (es war die Folie mit der Nummer 5) aber „ein anderes, späteres Planungsstadium dar“.
Früher war auf den Plänen wohl das Proberaumzentrum von Carsten Gronwald fiktiv schon abgerissen (was wohl auch im Interesse der Zion GmbH wäre), nun tauchte es wieder auf den Plänen auf. Nach Auffassung der Zion GmbH „
liegt die Vermutung nahe, dass eine bewusste Täuschung vorgenommen wurde, um nicht die anwesenden Mitglieder des Kulturvereins Petersburg e.V. und Herrn Gronwald persönlich mit der Tatsache zu konfrontierendass zu diesem Zeitpunkt ein Abriss den Plänen der Stadt entsprach“.
Auch dadurch soll nicht nur „die Öffentlichkeit“, sondern auch „bewusst und vorsätzlich“ das ein oder andere anwesende Mitglied des Stadtrats „getäuscht“ worden sein.

Wie breit ist ein schmaler Fuß- und Radweg?

Auch um die Breite eines Weges, oder wie man einen solchen bezeichnen darf, wir gestritten. So soll Frank Otte eine „Zuwegung“ zum Gelände des Ringlokschuppens als „schmalen Fuß- und Radweg“ bezeichnet haben, nach Angaben der Zion GmbH wäre dieser aber 4 Meter breit und nachweislich auch schon von LKW befahren worden.

Wurden Mitglieder des Rates und die Öffentlichkeit getäuscht?

Für den Anwalt der Zion GmbH ist die Sache klar, für ihn und seine Mandantschaft ist „nachgewiesen, dass Herr Otte in der Veranstaltung am 12.05.2015 in Ausübung seines Amtes massive Täuschungen der Öffentlichkeit einerseits und der anwesenden Ratsmitglieder anderseits vorgenommen hat“.
In der Konsequenz stellen sie die Frage „ob hier überhaupt gewährleistet ist, dass Herr Otte als Vorstand der Stadt Osnabrück die ihm gegenüber der Öffentlichkeit und insbesondere auch gegenüber dem Rat der Stadt Osnabrück obliegenden Informationspflichten ordnungsgemäß ausüben kann, oder vielmehr zu befürchten ist, dass hier eine Unterrichtung und Beratschlagung des Rates der Stadt Osnabrück nur unter falschen Prämissen und wahrheitswidrigen Informationen erfolgt.“

Wie eingangs geschrieben, meint die Zion GmbH nun:

Aus hiesiger Sicht ist Herr Otte wegen des offensichtlichen Vorsatzes seiner wahrheitswidrigen Äußerungen in seinem Amt für die Stadt Osnabrück nicht weiter tragbar

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert  wird „ausdrücklich“ um eine „sehr zeitnahe Bearbeitung gebeten“.

Auf unsere Nachfrage erklärte Dr. Sven Jürgensen, der Sprecher der Stadt Osnabrück, das Schreiben sei bei der Stadt eingegangen, aber er könne zum jetzigen Zeitpunkt keinen Kommentar abgeben.

Es bleibt spannend!

Am Sonntag in zwei Wochen, am 14. Juni, ist wieder Heimatabend in der Lagerhalle. Dann auch zum Thema Güterbahnhof und zur Neumarkt-Sperrung. Vertreter der Zion GmbH und des Lebensquelle e.V. sind eingeladen ihre Sicht der Dinge zu präsentieren und mit dem Publikum zu diskutieren, zugesagt hat bereits Stadtbaurat Frank Otte. Mit auf der Bühne als Co-Moderator Heiko Pohlmann und natürlich Kalla Wefel.

*Rechtsanwalt Nikolai Zutz sitzt zwar im selben Haus wie die Zion GmbH, 
an der Hamburger Straße, ist aber kein (interner) Hausjurist, daher haben wir das korrigiert (23:00)
AFP

Frederico und Giotta erobern den Zoo Osnabrück

Foto: Zoo Osnabrück, Hanna Rickert
Frederico und Giotta erobern den Zoo Osnabrück

Diesen Namen bitte 3x mal laut sagen: „Weißscheitelmangabe“

„Weißscheitelmangabe“ ist der Familienname von Frederico und Giotta, die zur Oberordnung der„Primaten“ gehören. Wir sagen mal lieber„Äffchen“, und das dürfte den beiden genauso egal sein, wie vieles sonst, was außerhalb ihres kleinen Reiches in der Afrikalandschaft „Takamanda“ so passiert.

Erste Kletterversuche unter Mamas Aufsicht

Der kleine Frederico kam am 27.2.2015 zur Welt, seine Halbschwester Giotta genau einen Monat später. Die beiden Jungtiere teilen sich die Anlage mit Vater Chacon, ihren Müttern Kumasi und Lara sowie den Geschwistern und Halbgeschwistern Barmani, Chica und Djenga – und den beiden Warzenschweinen Siggi und Marlene. Lange klammerten sich die jüngsten Familienmitglieder nur an Mamas Bauch fest und waren kaum zu erkennen. Mittlerweile aber dürfen die Kleinen schon unter strenger Aufsicht ihrer Mütter ihre ersten Kletterversuche machen und spielen miteinander und mit ihren Geschwistern. Entfernen sie sich dabei zu weit von ihren Müttern, ziehen diese den forschen Nachwuchs am langen Schwanz zurück.

Foto: Zoo Osnabrück, Hanna Rickert

In Deutschland nur in Osnabrück und Landau

Besucher können die Fortschritte von Frederico und Giotta gut über die zwei Etagen im Haus und auch von außen beobachten. „Uns freut es immer besonders, wenn die Aufzucht von bedrohten Tierarten wie bei den Mangaben so gut gelingt“, so Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Weißscheitelmangaben sind stark gefährdet und gehören zu den 25 am meisten bedrohten Primatenarten.
„Weißscheitelmangaben sind in deutschen Zoos kaum vertreten“, erklärt Klumpe weiter. Neben dem Osnabrücker Zoo hält in Deutschland lediglich noch der Zoo Landau diese Mangabenart.  

In Afrika zum Verzehr gejagt

In der Wildbahn gibt es nur noch wenige hundert der Tiere – einerseits wird ihr Lebensraum, der Regenwald, zerstört und andererseits werden sie wegen ihres Fleisches gejagt. 

 Am Wochenende kommentierte Fütterungen

Wer mehr über die tierischen Bewohner Afrikas erfahren will, kann sich an den Wochenenden und Feiertagen den Zoopädagogen anschließen, die unter anderem bei kommentierten Fütterungen die Tierwelt erklären.

Foto: Zoo Osnabrück, Hanna Rickert

Wissenswertes zu Weißscheitelmangaben (Cercocebus atys lunulatus)
Die Weißscheitelmangaben zählen zu den Weißlid-Mangaben und sind an den Westküsten Afrikas beheimatet. Dort besiedeln sie die tropischen Regenwälder und halten sich vorzugsweise auf dem Boden oder in den unteren Vegetationsschichten auf. Sie sind zwar nicht territorial, bewohnen jedoch ein Streifrevier von 4 bis 6 km². Weißscheitelmangaben leben in Familienverbänden von 20 bis 50 Tieren. Die Gruppen setzen sich aus wenigen Männchen, etlichen Weibchen und den Jungtieren zusammen.
Weißscheitelmangaben gehören zu den 25 bedrohtesten Affenarten der Welt. Im Freiland gibt es nur noch wenige hundert Tiere. Als Hauptursachen der Gefährdung gilt die Zerstörung des Lebensraumes durch Abholzung und Rodung der Tropenwälder. Lokal wird die Art auch vom Menschen wegen des Fleisches gejagt, welches dann als „bushmeat“ (Buschfleisch) in den Kochtöpfen landet.

 

AFP