Aktuell Frederico und Giotta erobern den Zoo Osnabrück

Frederico und Giotta erobern den Zoo Osnabrück

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Diesen Namen bitte 3x mal laut sagen: „Weißscheitelmangabe“

„Weißscheitelmangabe“ ist der Familienname von Frederico und Giotta, die zur Oberordnung der„Primaten“ gehören. Wir sagen mal lieber„Äffchen“, und das dürfte den beiden genauso egal sein, wie vieles sonst, was außerhalb ihres kleinen Reiches in der Afrikalandschaft „Takamanda“ so passiert.

Erste Kletterversuche unter Mamas Aufsicht

Der kleine Frederico kam am 27.2.2015 zur Welt, seine Halbschwester Giotta genau einen Monat später. Die beiden Jungtiere teilen sich die Anlage mit Vater Chacon, ihren Müttern Kumasi und Lara sowie den Geschwistern und Halbgeschwistern Barmani, Chica und Djenga – und den beiden Warzenschweinen Siggi und Marlene. Lange klammerten sich die jüngsten Familienmitglieder nur an Mamas Bauch fest und waren kaum zu erkennen. Mittlerweile aber dürfen die Kleinen schon unter strenger Aufsicht ihrer Mütter ihre ersten Kletterversuche machen und spielen miteinander und mit ihren Geschwistern. Entfernen sie sich dabei zu weit von ihren Müttern, ziehen diese den forschen Nachwuchs am langen Schwanz zurück.

Foto: Zoo Osnabrück, Hanna Rickert

In Deutschland nur in Osnabrück und Landau

Besucher können die Fortschritte von Frederico und Giotta gut über die zwei Etagen im Haus und auch von außen beobachten. „Uns freut es immer besonders, wenn die Aufzucht von bedrohten Tierarten wie bei den Mangaben so gut gelingt“, so Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Weißscheitelmangaben sind stark gefährdet und gehören zu den 25 am meisten bedrohten Primatenarten.
„Weißscheitelmangaben sind in deutschen Zoos kaum vertreten“, erklärt Klumpe weiter. Neben dem Osnabrücker Zoo hält in Deutschland lediglich noch der Zoo Landau diese Mangabenart.  

In Afrika zum Verzehr gejagt

In der Wildbahn gibt es nur noch wenige hundert der Tiere – einerseits wird ihr Lebensraum, der Regenwald, zerstört und andererseits werden sie wegen ihres Fleisches gejagt. 

 Am Wochenende kommentierte Fütterungen

Wer mehr über die tierischen Bewohner Afrikas erfahren will, kann sich an den Wochenenden und Feiertagen den Zoopädagogen anschließen, die unter anderem bei kommentierten Fütterungen die Tierwelt erklären.

Foto: Zoo Osnabrück, Hanna Rickert

Wissenswertes zu Weißscheitelmangaben (Cercocebus atys lunulatus)
Die Weißscheitelmangaben zählen zu den Weißlid-Mangaben und sind an den Westküsten Afrikas beheimatet. Dort besiedeln sie die tropischen Regenwälder und halten sich vorzugsweise auf dem Boden oder in den unteren Vegetationsschichten auf. Sie sind zwar nicht territorial, bewohnen jedoch ein Streifrevier von 4 bis 6 km². Weißscheitelmangaben leben in Familienverbänden von 20 bis 50 Tieren. Die Gruppen setzen sich aus wenigen Männchen, etlichen Weibchen und den Jungtieren zusammen.
Weißscheitelmangaben gehören zu den 25 bedrohtesten Affenarten der Welt. Im Freiland gibt es nur noch wenige hundert Tiere. Als Hauptursachen der Gefährdung gilt die Zerstörung des Lebensraumes durch Abholzung und Rodung der Tropenwälder. Lokal wird die Art auch vom Menschen wegen des Fleisches gejagt, welches dann als „bushmeat“ (Buschfleisch) in den Kochtöpfen landet.

 


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Zoo Osnabrückhttp://www.zoo-osnabrueck.de/
Eine Pressemitteilung vom Zoo Osnabrück.

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