Patentanwälte und Seniorexperten bieten ihre Hilfe an
Die IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim lädt am 1. Dezember 2015 ab 14:00 Uhr ein zu kostenlosen Erfinder- und Patentberatungen in Osnabrück. Die vertraulichen Gespräche finden statt in der IHK (Neuer Graben 38, 49074 Osnabrück). Das Angebot richtet sich sowohl an Unternehmen (Industrie und Handwerk) als auch an Privatpersonen.
In einer vertraulichen Einstiegsberatung informiert ein erfahrener Patentanwalt über notwendige Voraussetzungen und das Anmeldeverfahren von Patenten und Gebrauchsmustern. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnahme an der kostenfreien Beratung ist grundsätzlich auf ein Gespräch pro Person begrenzt.
Hinter verschlossener Tür: Fraktionen sperren einzelne Ratsmitglieder von Haushaltsberatungen aus
Im Gespräch mit unserer Redaktion forderte SPD-Chef Frank Henning am vergangenen Donnerstag „zur größtmöglichen Einheit bei den Haushaltsberatungen“ auf.
Das er damit auch tatsächlich nur Fraktionen – die sich erst durch den Zusammenschluss von mindestens zwei Mitgliedern des Stadtrats bilden können – meinte, überraschte das Ratsmitglied Michael Florysiak offenbar sehr.
In einer Pressemitteilung beklagt er, dass er, zusammen mit den beiden Einzelkämpfern Christopher Cheeseman und Gisela Brandes-Steggewentz, am Samstag von den Haushaltsberatungen im Rathaus ausgeschlossen wurde.
Schon im Vorfeld der interfraktionellen Haushaltsberatungen gab es Stress, weil Fritz Brickwedde (CDU) die Teilnahme seiner Fraktion von einer Entschuldigung des Grünen Volker Bajus abhängig machte, die Bajus jedoch postwendend lieferte.
Florysiak war bei der Kommunalwahl 2011 als Mitglied der Grünen angetreten, verlies die Partei und die Stadtratsfraktion überraschend Anfang des Jahres wegen unterschiedlicher Ansichten. Er baut nun eine neue Partei unter dem Namen Demokratische Mitte Deutschlands (DMD) auf. Auch Christopher Cheeseman verlies seine Partei, Die Linke, im Sommer. Seine bisherige Genossin Brandes-Steggewentz teilt nun unfreiwillig das Schicksal der beiden Partei-Exilanten, die drei sitzen inzwischen ohne eigene Fraktion im Rathaus.
„Einige Fraktionen“ (von fünf) wollten den Ausschluss
Nach Angaben von Florysiak teilte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert der Ratsfrau Brandes-Steggewentz auf Nachfrage schriftlich mit, dass einige Fraktionen mit einer Teilnahme der fraktionslosen Mitglieder an den interfraktionellen Haushaltsberatungen nicht einverstanden seien. Welche Parteien sich hier gegen die Einzelkandidaten aussprachen, ist nach Angaben des ehemaligen Grünen-Politikers nicht bekannt.
Wurden Ratsmitglieder „mundtot“ gemacht?
Sollte der Oberbürgermeister oder Vertreter aus der Verwaltung an dieser Sitzung teilgenommen haben, liegt hier eine empfindliche Benachteiligung der drei ausgeladenen Ratsmitglieder vor“, so Florysiak, und weiter: „Mit dieser Aktion will man vermutlich versuchen, Ratsmitglieder mundtot zu machen, da man mit heftigem Gegenwind rechnen muss.“
Florysiak selbst betont, dass er schon länger „eisernes Sparen im Doppelhaushalt“ fordere, da der Stadt nun weitere Millionen an Gewerbesteuer vom Autobauer Volkswagen entgehen werden.
Florysiak: Fraktionslose Stadträte sind nun Ratsmitglieder „zweiter Klasse“
Florysiak befürchtet, dass Änderungen zum Haushalt, die „dieser Club“ (Zitat Florysiak) am Samstag vereinbarte, von den Ausgeladenen später nur noch mit viel Mehraufwand mühsam nachzuvollziehen sind. Für gewählte ehrenamtliche Abgeordnete bedeutete das viele zusätzliche Stunden der Kontrolle, im Gegensatz zu den mit bezahlten städtischen Mitarbeitern ausgestatteten Fraktionen.
Florysiak will die Rechtmäßigkeit prüfen lassen. Der nach seinen Worten „besorgniserregende Rauswurf nach Gutsherrenart“ entlarve „das fehlende demokratische Denken dieser Fraktionen“. In seinen Augen haben die Parteien mit Fraktionsstatus damit „Ratsmitglieder der „zweiten Klasse“ geschaffen“.
Warum wir die Trikolore nach dem Terror von Paris zeigen
15. November 2015
Auch am Ende dieser Woche holen wir ein Thema aus dem Papierkorb, das unsere Redaktion bewegt hat. Heute: Die mehrfach gestellte Frage, warum wir die Trikolore – also die Flagge Frankreichs – als Facebookbanner zeigen?
Dabei ist natürlich jedem Leser klar, dass dies eine Reaktion auf die Terroranschläge von Paris ist.
Die eigentliche Frage lautet wohl ungefähr so: Warum nicht auch die Flagge der Türkei (95 Tote im Oktober in Ankara) oder die russische Flagge (Absturz über dem Sinai, 224 Tote)?
Diese Reihe liesse sich schier endlos fortsetzen – gerade die Mörderbande des IS hat doch in den vergangenen Wochen und Monaten reichlich Anlass zur öffentlichen Anteilnahme gegeben. Doch da haben wir nicht extra das Facebook-Banner geändert – mit zwei Ausnahmen: Nach den Anschlägen auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und auf das Kulturzenrum und die Synagoge in Kopenhagen, im Januar und im Februar 2015.
Die Antwort ist simpel: „Die Einschläge kommen näher“!
Nicht, dass man jetzt Angst haben sollte (und müßte) irgendwo in unserem beschaulichen Osnabrück von einem islamistischen Terrortrupp, frisch aus dem Mittelalter, ins Jenseits gebombt zu werden. Auch Reisen in das wunderschöne Paris sind noch immer verhältnismäßig sicher – gemessen an den Gefahren, die auf dem Weg dorthin alleine auf der Autobahn drohen.
Aber Paris, Frankreich, die Franzosen, die Kultur, die gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Werte: All das liegt uns an der Hasestadt nun einmal näher als der Konflikt zwischen Kurden und der Regierungspartei in Ankara, deren Beziehung zu den islamistischen Wirrkköpfen scheinbar nicht sonderlich eindeutig ist. Und auch Russland ist für viele Mitbürger immer noch ein exotisches Land, hinter einem nie ganz verschwundenen Eisernen Vorhang. Und dennoch, natürlich sind all diese Opfer beklagenswert. Kein Leben ist mehr oder weniger wert. Und dennoch, die Opfer von Paris haben mehr „ausgelöst“ bei uns. Und deswegen ist es nur verständlich, wenn ein Ventil gesucht wird diesen Schock irgendwie zu dokumentieren, und sei es nur mit einem kurzzeitig gewechselten Banner oder eingefärbtem Profilbild bei Facebook, wie es so viele jetzt machen.
Der Terror in Paris hat Menschen getroffen, Menschen deren Sprache viele Osnabrücker sprechen. Paris und die „Parisien“, die kennen viele Osnabrücker auch von einem Zwischenstopp auf Klassenfahrt in unsere Partnerstadt Angers. Paris, die Stadt der Liebe und des Lichts, ein Sehnsuchtsziel, das viele Osnabrücker schon einmal besucht haben, eine Stadt, deren Flughafen bei Fernreisen oft zum Umstieg genutzt wird. Und auch eine Stadt, in der man selbst vielleicht schon in einem Straßencafé gesessen hat. Bistros, so wie die Lokalitäten, die nun von Vermummten gestürmt wurden, und in denen wahllos und unter Anrufung eines – in den Wahnvorstellungen der Attentäter nicht sonderlich lieben Gottes – brutal und sinnlos getötet wurde. Es hätte buchstäblich jeden von uns treffen können!
So sieht unser Facebook-Banner seit dem 14.11.2015 vorübergehend aus
Deswegen zeigen wir die Trikolore auf unserer Facebook-Seite.
Eine Flagge, deren drei Farben auch für Freiheit, die Gleichheit und die Brüderlichkeit stehen (liberté, égalité, fraternité)! In diesen Tagen ist die Trikolore auch ein Symbol gegen den Terror: Ihr macht uns keine Angst – unsere Werte, die Liebe und das Leben, sind stärker als Eure Todessehnsucht!
ich hoffe, alles ist gut!
In diesen warmen Novembertagen bin ich mal wieder mit meinem Hund am Rubbenbruchsee spazieren gegangen. Diesmal habe ich ihn vorsichtshalber angeleint. Vom OS-Team war niemand zu sehen. Wahrscheinlich hatten die gerade Betriebsausflug. Ich habe in der beschaulichen Ruhe am See über meine Stadt und mein Land nachgedacht. Es passiert im Moment soviel, daß man leicht den Überblick verlieren kann. Aber was mich am meisten ärgert, das ist der Umgang mit unserer Sprache. Mir scheint, daß wir die Sprache nicht mehr benutzen, um zu sagen, was Sache ist, um Dinge auf den Punkt zu bringen, zu erklären und zu hinterfragen. Wir benutzen unsere Muttersprache, um Dinge zu verschleiern, wir reden um den heißen Brei herum, wir haben Angst, etwas falsches zu sagen, mißverstanden zu werden, uns um Kopf und Kragen zu reden. Ich habe das Gefühl, wir fürchten uns vor unserer eigenen Sprache. Wir wollen niemandem vor den Kopf stoßen, wir wollen geliebt werden, wir wollen dazugehören. Und ein falschen Wort kann viel kaputt machen. Es kann uns ausgrenzen, uns an den Pranger stellen, uns der Lächerlichkeit preisgeben. Sprache ist ein Herrschaftsinstrument. Der Niedergang der Sprache dient den Herrschenden mittlerweile offensichtlich dazu, uns klein zu machen. Denn ohne Sprache kann es keine Größe geben.
Mösers Meinung zum Thema „Sprache“
Es heißt ja so schön: die Sprache ist verräterisch. Sie gibt das Innerste von uns preis, sie verführt aber auch oft dazu, das, was wir wirklich meinen, zu verbergen. Vor ein paar Tagen ist ein großer deutscher Politiker gestorben. Er war ein Meister der klaren Ansage, ein guter Rhetoriker, einer, der sagte, was er meinte und meinte, was er sagte. Und er wurde von den Deutschen geliebt. Vielleicht, weil er keine Angst vor Sprache hatte, weil er keine Rücksicht auf Sachzwänge nahm, die ein klares Wort leider viel zu oft verhindern. Vielleicht würden wir selber gerne öfter mal offen reden, mal wirklich sagen, was uns bewegt und was wir uns wünschen. Ich glaube, wir trauen uns das nicht mehr. Unter den Nazis und der SED war die freie Rede in Deutschland nicht erwünscht, in der Bundesrepublik wurde sie einer der Grundpfeiler unserer Demokratie. Sie hat viele gute und langanhaltende positive Entwicklungen hervorgebracht. Wir müssen wieder mehr die freie Rede fördern, die Abkehr von Gelaber und Dummschwätzerei. Man muß die wichtigen Dinge auf den Punkt bringen, um sie erfolgreich zu vermitteln. Das sollten Politiker wissen, wenn sie dem Volk etwas mitzuteilen haben. Man muß einen klaren Standpunkt einnehmen, um etwas zu erreichen oder auch nur um sich zu verteidigen. Das ist ohne das Beherrschen von Sprache nicht möglich. Als gelernter Jurist weiß ich, wovon ich rede. Nicht umsonst fragen wir, wenn wir etwas wirklich wichtiges vortragen möchten: Darf ich offen sprechen? Wenn wir nicht aufpassen, verlernen wir unsere Sprache. Wenn wir erst zehnmal überlegen müssen, ob es denn auch angebracht ist, was wir sagen wollen, dann läuft etwas fundamental schief in diesem Land. Dann kommen wir nicht mehr weiter. Dann gibt es eine Schere im Kopf der Bürger, die Fortschritt und Zukunft verhindert. Die uns vorschreibt, was wir zu sagen und damit letztendlich auch, was wir zu denken haben.
Das ging mir durch den Kopf bei meinem kleinen Spaziergang um den Rubbenbruchsee. Und mir fielen die Sonntagnachmittage ein, wenn ich mit meiner Familie, mit allen Verwandten und Bekannten zusammensaß. Es gab natürlich Kaffee und Kuchen. Später kamen dann die härteren Sachen auf den Tisch. Es wurde viel geredet und diskutiert. Selten war man sich einig, aber es war mir immer eine Freude, mit klaren Worten für meine Position, für meine Ansichten über die Dinge zu streiten. Und dem Rest meiner Familie ging es genauso. Auch wenn mal ein hartes Wort fiel, so fand man schließlich doch wieder zusammen. Ein bißchen klüger, ein bißchen schlauer, vielleicht sogar ein bißchen weiser. Ich wünsche mir manchmal Sonntagnachmittage mit Kaffee und Kuchen für unsere Stadt und unser Land. Und daß dabei wieder frei geredet wird. Denn wir müssen unsere Sprache wiederfinden, gerade in diesen wilden Zeiten, in denen alles so unübersichtlich scheint. Und allen HASEPOST-Lesern wünsche ich natürlich ein schönes Wochenende!
Theater Osnabrück: nicht schließen, aber mittelfristig umbauen zum Gastspielhaus
„Nein, das Theater soll nicht geschlossen werden“!
Im Gespräch mit unserer Redaktion rückt Wulf-Siegmar Mierke erste Pressereaktionen auf das „Zukunftskonzept“ ins rechte Licht.
Tatsächlich schwebt Mierke (UWG), der zusammen mit dem Piraten Ralf ter Veer eine Fraktion im Kommunalparlament bildet, ein langsames Auslaufen bestehender Anstellungsverträge der Städtischen Bühnen vor, um die Stadt auf mittlere Sicht um den größten Einzelposten der Kulturförderung zu entlasten.
Das Theater selbst bliebe bestehen – nur mit anderem Konzept und für die Stadt und den Steuerzahler deutlich günstiger.
Theater belastet massiv den städtischen Haushalt
Mehr als 10 Millionen Euro beansprucht das Theater Jahr für Jahr im städtischen Haushalt, jeder Theatersitz wird pro Vorstellung mit fast 100€ aus der klammen Stadtkasse bezuschusst. Zuletzt hatte es Streit zwischen Grünen und CDU darüber gegeben, ob eine eher symbolische Miete von 100.000 Euro (= 1% der städtischen Zuschüsse) den Theaterhaushalt über Gebühr belasten würde.
Ein Gastspielhaus mit mehr künstlerischer Vielfalt
In ihrem heute vorgestellten „Zukunftskonzept 2020“ zeigen sich UWG und Piraten davon überzeugt, dass mit externen Ensembles weiterhin in allen Sparten ein attraktives Programm geboten werden könne. Ihr Ziel ist eine noch größere künstlerische Vielfalt, und das zukünftig mehr Besucher vom Theater erreicht werden.
Allerdings würde in diesem Modell das eigene Ensemble langsam – Mierke betont „mit Auslaufen der Verträge“ – aufgelöst. Die künstlerische und kaufmännische Leitung bliebe bestehen, ebenso die Bereiche Technik und Service.
Im Ergebnis, so Mierke und ter Veer, könnte die Stadt so Einsparungen in Millionenhöhe realisieren – jährlich und ohne Verlust der Attraktivität, die ein Theater für das Oberzentrum Osnabrück bedeutete.
Vorbild Wolfsburg – schon immer ein Gastspielhaus
Das ihr Modell funktioniert, davon sind UWG und Piraten überzeugt, schließlich gebe es in Wolfsburg ein Gastspieltheater, das genau nach diesem Konzept erfolgreich ist.
Das Zukunftskonzept von UWG und Piraten beinhaltet noch weitere Reformideen, die wir in der kommenden Woche im Detail vorstellen werden.
Greta kurz vorm Abflug mit Revierleiterin Kirsten Bischoff.
Mittlerweile steht fest:Die drei Schnee-Eulen, die im Osnabrücker Zoo per Hand aufgezogen wurden, sind Weibchen. Ihr ZiehvaterAndreas Wulftangetrainiert sie falknerisch und mit etwas Glück können Zoobesucher die Flugversuche beobachten.
Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter mit den drei Schneeeulen im August.
Mittlerweile fast ausgewachsen
Smilla, Greta und Frieda – die drei Schnee-Eulen, die Mitte Juli geschlüpft sind, haben endlich Namen. „Sie waren länger namenlos, weil man erst jetzt am Gefieder eindeutig das Geschlecht erkennen kann“, erklärt der wissenschaftliche Assistent Andreas Wulftange. Denn mit zunehmendem Alter wird das Gefieder männlicher Schnee-Eulen fast komplett weiß, das Gefieder der Weibchen ist dem Jungtier-Gefieder ähnlich: hell und von dunkle Flecken und Bändern durchzogen. Wulftange, Biologe und gelernter Tierpfleger, zog die drei Eulen auf, nachdem die Mutter die Eier nicht bebrütet hatte. Zoobesucher durften Namensvorschläge machen, aus denen Wulftange eine Auswahl traf. „Die älteste der drei Eulen heißt Smilla. Sie lässt sich am ehesten von mir anfassen und ist richtig lieb. Allerdings lässt sie sich leicht durch ihre Umgebung ablenken“, erklärt er die charakterlichen Unterschiede. „Greta ist vorsichtiger und kneift schon mal mit dem Schnabel zu – was aber nicht böse gemeint ist. Frieda, das Nesthäkchen, ist von der Entwicklung ein bisschen hinter den anderen, entwickelt sich aber gut und ist auch sehr lieb.“
Wulftange mit Smilla am 13. November 2015.
Flugübungen auf der Aquarium-Wiese
Auf der Wiese zwischen Tetra-Aquarium und Tigertempelgarten übt der ausgebildete Falkner mit seinen Schützlingen das Fliegen – und geht dabei individuell auf den Entwicklungsstand der einzelnen Schnee-Eulen ein. „Man muss die Tiere ganz genau ‚lesen‘ lernen und das richtige Maß an Forderung finden. Das ist bei jedem der drei Vögel anders und tagesformabhängig“, erklärt Wulftange. Vogelrevier-Leiterin Kirsten Bischoffund Tierpfleger Dirk Wieferich unterstützen ihn bei den Trainingseinheiten. Dann fliegen die Eulen nacheinander vom Handschuh der Tierpfleger zu dem des Falkners und umgekehrt.
Ganz entspannt lässt sich Frieda von Tierpfleger Dirk Wieferich zum „Flugübungsplatz“ auf dem Arm tragen.
Die Schnee-Eulen beobachten ihre Umgebung erst ganz genau, bevor sie ihre Flügel zum Gleitflug ausbreiten – diese haben eine imposante Spannweite von etwa eineinhalb Metern. „Um die Eulen zum Fliegen zu animieren, halte ich Fleisch hoch und ziehe so die Aufmerksamkeit der Eule auf mich. Anschließend lege ich es zwischen Daumen und Zeigefinger der behandschuhten Hand, den Arm vor dem Oberkörper angewinkelt und klopfe mit der anderen Hand auf den Lederhandschuh“, erklärt Wulftange den festen Ablauf. Die Eulen haben schon gelernt: Nun lohnt es sich zu ihm zu fliegen, denn dann gibt es einen Leckerbissen. Je nachdem, welche Eule fliegt und wie die Tagesstimmung bei dem Trio ist, verkürzt oder verlängert der Falkner die Flugstrecke und auch die Anzahl der Flüge ist unterschiedlich. Mal stehen Wulftange und einer der Tierpfleger nur 3 oder 4 Meter auseinander, an einem guten Tag und bei Smilla, der sichersten „Fliegerin“, auch schon mal 10 Meter. Ziel der Flugstunden ist, dass die Jungvögel ihre Muskeln stärken und lernen, Futter und den Handschuh des Falkners richtig anzupeilen und dort zu landen. „Wir müssen langsam üben – wichtig ist, die Trainingseinheit mit einem positiven Ergebnis für die Eulen abzuschließen“, erklärt Wulftange. Wie bei Hunden beispielsweise erfolge ein großer Teil der Motivation über Futter, „aber ohne Vertrauen geht da nichts“, so der Biologe. Die Drei merken auch, ob Wulftange, Bischoff oder Wieferich mit Futter wartet: „Smilla, Greta und Frieda erkennen mich und kennen meine Körpersprache“, erklärt er der Falkner.
Greta kurz vorm Abflug mit Revierleiterin Kirsten Bischoff. Sie hat jetzt eine Spannweite von etwa 1,35 m und wiegt um die 1700g, ist damit also noch nicht ausgewachsen.
Mit Geschüh und Lockschnur
Die Schnee-Eulen tragen, wie in der Falknerei üblich, ein sogenanntes „Geschüh“ – leichte, weiche Lederriemen, die um den Fuß gelegt werden. Daran wird die sogenannte „Lockschnur“ befestigt. Trägt der Falkner eine Eule, legt er die Lockschnur zum Halt um seine Finger. Wenn die Eulen fliegen, ist die lange Schnur an einem dicken Ast befestigt, der in der Mitte der Flugstrecke auf dem Rasen liegt. „In der Anfangszeit ist das wichtig, denn wenn sich die Eulen erschrecken, zum Beispiel vor einem vorbeigehenden Menschen oder Hund, würden sie wegfliegen oder auch mal angreifen. Das könnte gefährlich werden für Mensch und Tier“, so Wulftange. Später, wenn die Eulen sicher fliegen, wird die Lockschnur nicht mehr benötigt. Greifvögel und Eulen, so Wulftange, flögen nur für die drei „F“s: Fressen, Fortpflanzung und Flucht. Besucher können Smilla, Greta und Frieda dabei beobachten, wie sie für ersteres fliegen. Fast täglich trainiert Wulftange zumeist vormittags mit seinen Schützlingen auf der Wiese zwischen dem Tetra-Aquarium und dem Tigertempelgarten. Wenn kein Training ansteht, leben die Eulen in einer Voliere nahe der Gaststätte. Die Eltern der drei Flugkünstlerinnen sind in einer Voliere im Vogelgarten zuhause.
Wissenswertes zu Schnee-Eulen (Nyctea scandiaca)
Die Schnee-Eule hat ein großes Verbreitungsgebiet und gilt mit einem geschätzten Bestand von 290.000 Individuen nicht als gefährdet. Die Schnee-Eule lebt nördlich bzw. oberhalb der Waldgrenze in übersichtlichem Gelände, etwa in Moor- und Heidegebieten. Sie lebt in Alaska, Kanada, Saint Pierre and Miquelon, Grönland, Norwegen, Schweden, Finnland, und Russland. Gelegentlich brütet sie auch auf Island und den Shetland-Inseln.
Wie bei vielen anderen Eulenarten sind die Weibchen größer (im Durchschnitt 63 Zentimeter) als die Männchen (im Durchschnitt 58 Zentimeter). Damit ist die Schnee-Eule fast so groß wie ein Uhu. Die Flügelspannweite misst zwischen 145 und 157 Zentimeter.
Das Gefieder der männlichen Tiere ist weitestgehend weiß, während das der Weibchen teilweise grau gebändert ist. Wie der Uhu hat auch die Schnee-Eule Federohren – diese sind aber nicht so ausgeprägt und die Eulen richten sie nur selten auf. Damit Füße und Zehen gegen die Kälte geschützt sind und die Schnee-Eule nicht im Schnee einsinkt, sind diese dicht befiedert – ähnlich einem Schneeschuh.
Schnee-Eulen ernähren sich von kleineren Säugetieren wie Mäusen oder Lemmingen. Sie können aber auch größere Tiere erbeuten, wie zum Beispiel Schneehasen. Sie versuchen ihre Beute im Flug zu ergreifen.
Weibchen legen drei bis elf Eier in einer einfachen Nestmulde auf dem Boden und bebrüten sie 30 bis 33 Tagen lang. Das Männchen brütet nicht, sondern versorgt seine Partnerin in der Zeit mit Nahrung. Abgesehen von Raubmöwen und Polarfüchsen, die unbewachte Nester plündern, besitzen die Schnee-Eulen kaum natürliche Feinde. Im Gegensatz zu den meisten anderen Eulenarten jagen Schnee-Eulen auch tagsüber.
Schnee-Eulen in der Wildbahn werden circa neun bis 15 Jahre alt, in menschlicher Obhut können sie ein Alter von bis zu 28 Jahren erreichen.
Die Polizeiinspektion Osnabrück bittet um Mithilfe bei der Fahndung nach einem Tankstellenräuber, der sich als Teufel tarnte.
Am Dienstagabend gegen 21.50 Uhr wurde die Tankstelle an der Gehrder Straße in Bersenbrück von einem unbekannten Mann überfallen.
Der mit einer roten Teufelsmaske maskierte Mann betrat das Gebäude, bedrohte den allein anwesenden Angestellten mit einer Waffe und forderte mit osteuropäischem Akzent die Herausgabe von Bargeld.
Das Geld packte er in eine Plastiktüte, dann flüchtete er in Richtung der Bersenbrücker Hasestraße. Der Räuber ist ca. 1,80m-1,90m groß. Er trug eine schwarze Jogginghose mit hellen Streifen, die an der Seite bis Kniehöhe reichten. Weiterhin einen schwarzen Kapuzenanorak und weiß Adidas-Turnschuhe. Die Polizei Bersenbrück ist an Hinweisen zu diesem Überfall interessiert: Wer kann Angaben zu der vom Täter genutzten roten Teufelsmaske machen? Wer hat eine Person beobachtet, auf die die o.g. Beschreibung passt? Hinweise bitte an jede Polizeidienststelle.
Volker Bajus reicht seinem Rats- und Landtagskollegen Burkhard Jasper die Hand zur Entschuldigung
Nun sollte den fraktionsübergreifenden Haushaltsberatungen am Samstag eigentlich nichts mehr im Wege stehen! Kurz nach dem der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde in einer Pressemitteilung mit dem Abbruch der gemeinsamen Haushaltsberatungen drohte, entschuldigte sich der Grünen Politiker Volker Bajus bei seinem Stadtrats- und Landtags-Kollegen Burkhard Jasper.
In dem unserer Redaktion vorliegenden Schreiben betont Bajus, dass sich seine Kritik vor allem gegen den Zeitpunkt richte, zu dem die CDU-Fraktion die Finanzierung des Theaters thematisiere. Aktuell empfinde er die Kritik nicht berechtigt und auch nicht zielführend.
Die Wortwahl „heuchlerisch“ bezog sich lediglich auf die Widersprüchlichkeit, mit der die CDU und Burkhard Jasper argumentieren, so Volker Bajus, eine Herabsetzung von Burkhard Jasper sei nicht sein Ziel gewesen.
Volker Bajus verbindet seine Klarstellung und Enschuldigung mit der Hoffnung, in Zukunft gemeinsam gegenüber dem Landkreis und dem Land zugunsten der Städtischen Bühnen agieren zu können.
Volker Bajus reicht seinem Rats- und Landtagskollegen Burkhard Jasper (hier links) die Hand zur Entschuldigung
Fritz Brickwedde drohte bereits vergangene Woche mit Verhandlungsabbruch
Bereits während der Sitzung des Stadtrats am vergangenen Dienstag, kam es zu einer emotionalen Auseinandersetzung zwischen den Fraktionen. CDU-Chef Brickwedde drohte auch während dieser Sitzung mit dem Abbruch der interfraktionellen Haushaltsberatungen, als es um die Durchfahrtbeschränkungen für das Taxigewerbe auf dem Neumarkt ging.
Frank Henning betont die Wichtigkeit gemeinsamen Handelns
Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Henning gestern, dass er vor dem für Samstag angesetzten Termin nochmal das Gespräch mit seinem CDU-Kollegen suchen wolle. Angesichts neuer Herausforderungen, wie dem voraussichtlichen Wegfall der Gewerbesteuerzahlungen durch den VW-Konzern, fordert er alle im Rat vertretenen Fraktionen zur größtmöglichen Einheit bei den Haushaltsberatungen auf.
Michael Hagedorn ist vorsichtig optimistisch beim Klinikum
Schließlich äußerte sich der Chef der Grünen-Fraktion im Stadtrat, Michael Hagedorn, gestern über Facebook vorsichtig optimistisch, dass bald von Seiten des Klinikums eine Entlastung des städtischen Haushalts möglich wäre.
Laut Wirtschaftsplan kommt das Krankenhaus auf dem Finkenhügel bereits im kommenden Jahr wieder „ins Plus“, so Hagedorn, und bereits abgeschriebene 10 Millionen könnten [der Stadt] „wieder zugeschrieben“ werden.
Es ist einer der Bestseller im VW-Programm, der kleine Geländewagen „Tiguan“ – wenn alles klappt, kommt er bald aus Osnabrück!
Nach HASEPOST vorliegenden Informationen bereitet sich das Management von Volkswagen Osnabrück darauf vor den Bestseller-SUV demnächst in den ehemaligen Karmann-Werkshallen im Fledder zu produzieren.
Das bisherige Modell wird parallel zum neuen Tiguan produziert
Nach bisherigem Stand wird in Osnabrück das derzeit noch aktuelle Modell produziert werden, während sich die Kollegen aus Wolfsburg daran machen werden das auf der IAA im September präsentierte neue Modell zu produzieren. Ursprünglich sollte das neue Modell, das 2016 in den Handel kommen wird, parallel zum alten Modell gebaut werden, doch dabei traten wohl erhebliche Probleme auf, wie die Zeitung „Die Welt“ bereits im Oktober berichtete.
Arbeit für zwei Jahre und bis zu 20.000 Tiguan aus Osnabrück
Die derzeitige Planung geht von einer Weiterproduktion des alten Modells bis zu 24 Monate aus. Nach unserer Redaktion vorliegenden Informationen könnten in dem Zeitraum etwa 20.000 SUV „Made in Osnabrück“ produziert werden.
Das bisher für Volkswagen in Osnabrück produzierte Golf Cabrio leidet unter eine weltweiten Nachfrageschwäche bei offenen Automobilen. Die VW-Tochter Porsche lies zwar den Sportwagen Cayman eine Zeit lang exklusiv an der Hase produzieren, vergibt aktuell aber nur noch „Überlaufproduktion“ nach Osnabrück, für den Fall, dass die eigenen Werke mit der Produktion nicht nachkommen.
Volkswagen Osnabrück zahlt vorerst keine Gewerbesteuer
Zuletzt hatte Volkswagen an der Hase für schlechte Nachrichten gesorgt, weil in Folge der Abgasmanipulationen und den daraus resultierenden Kosten und dem erwarteten Absatzeinbruch, die Stadt Osnabrück im kommenden Jahr voraussichtlich auf 10 Millionen Euro Gewerbesteuer verzichten muss.