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Nach vier Jahren soll endlich ein Konzept für den Ringlokschuppen her

Ringlokschuppen Osnabrück
Liegt bald nicht mehr im Dornröschenschlaf: der Ringlokschuppen Osnabrück

Es war im Frühjahr und Sommer 2013, als der alte Güterbahnhof und mit ihm der alte Ringlokschuppen zeitweise zum alles beherrschenden Thema in der Stadt Osnabrück wurde.
Ohne ein Konzept für die spätere Nutzung zu haben, kaufte die Stadt Osnabrück für über zwei Millionen Euro den alten Ringlokschuppen. Seither passierte: Nichts.

Hintergrund des damaligen und eilig in einer Sondersitzung vom Stadtrat beschlossenen Grundstückskaufs, war der sich anbahnende Wahlkampf um den Posten des Oberbürgermeisters und die skandalisierten schwulenfeindlichen Äußerungen von Ralf Gervelmeyer, der als Geschäftsführer der damaligen Zion GmbH für eine Debatte über die neuen Eigentümer des Güterbahnhof-Geländes gesorgt hatte.
Eigentlich wollte Alando-Betreiber Frederik Heede die historische Lokhalle kaufen, doch nachdem der Stadtverwaltung zuvor schon das Gesamtgelände „durch die Lappen“ gegangen war, gab es in der damaligen Regenbogenkoalition eine Mehrheit ein Vorkaufsrecht auszuüben und in den Vertrag des Disco-Besitzers einzutreten.

Ringlokschuppen Osnabrück, alter Güterbahnhof
Ein Nutzungskonzept fehlt noch, die Natur erobert inzwischen das Gelände zurück.

Nun sollen externe Investoren eine Lösung finden

In dem am Dienstag von SPD, Grünen, Linken und UWG eingebrachten Antrag wird die Verwaltung dazu aufgefordert, einen Investorenwettbewerb für den Ringlokschuppen vorzubereiten, den zuständigen Gremien zur Entscheidung zeitnah vorzulegen und darüber hinaus aufzuzeigen, wie sich der weitere Zeitplan der Verwaltung im Hinblick auf eine endgültige, gewerbliche Nutzung darstellt.
Die sonst mit den Fraktionen des linken Spektrums vereint agierende FDP hatte den ursprünglichen Antrag noch mit dem Zusatz versehen, dass die Verwaltung vor dem Investorenwettbewerb nochmals mit der Deutschen Bahn AG Gespräche über eine Öffnung der Ostseite des Bahnhofes führen solle.

Nochmals mit der Bahn reden oder nicht?

Mit Hinweis auf den alternativen Antrag der FDP warnte Volker Bajus (Grüne) vor überzogenen Erwartungen an Gesprächen mit der Bahn: “ Es ist sehr anstrengend, bringt aber nichts“, die Verwaltung würde aber regelmäßig mit der Bahn sprechen.
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bestätigte die Einschätzung des Grünen in einem späteren Redebeitrag: „Wir haben Gespräche mit der Bahn geführt“, so Griesert, die Bahn wolle sich aber finanziell nicht an den Plänen zur Öffnung des Bahnsteigtunnels hin zum Schinkel beteiligen.
FDP-Urgestein Robert Seidler kramte in seinen Erinnerungen. Kurz nach der Jahrtausendwende habe er an Gesprächen mit der Bahn teilgenommen, so Seidler, und seinerzeit sei die Bahn sehr offen für Gespräche gewesen. „Bevor man eine Ausschreibung startet, müssen die Rahmenbedingunen feststehen“, so Seidler. „Wichtig ist dabei die Öffnung der Ostseite“. Seidler sieht darin eine „unglaubliche Attraktivitätssteigerung“ des Standorts rund um den Güterbahnhof und den Hasepark.

Ringlokschuppen Osnabrück, alter Güterbahnhof
Liegt noch im Dornröschenschlaf: der Ringlokschuppen am alten Güterbahnhof.

CDU will die Ruine lieber schnell verkaufen

Kritik gab es von der CDU. Katharina Pötter erinnerte daran, wie die Stadt in Besitz des Ringlokschuppens und den Kaufpreis. „Man kann da nicht so schnell drüber weggehen“, so Pötter, „Es gab einen Käufer und Investor, doch das Vorkaufsrecht wurde ausgeübt, ohne zu wissen was man überhaupt wollte“. De damaligen Befürworter des Kaufs hätten wohl gehört es sei ein Sahnestück, aber: „Da steht in Wirklichkeit eine Ruine und es gibt nur eine Zuwegung mit einer Breite von drei Metern. Geeignet für einen besseren Rad- und Fussweg, aber nicht für einen Gewerbenutzung“, so Katharina Pötter.
Auch den Bebauungsplan bemängelte die Unionspolitikerin, der besonders scharf formuliert wurde um auf dem restlichen Güterbahnhofsgelände eine Nutzung durch die evangelische Freikirche Lebensquelle e.V. unmöglich zu machen: „Es gibt einen Bebauungsplan, der gar nicht viele Nutzungen zulässt“, stellte Pötter das Ziel des Ideenwettbewerbs in Frage. Wenn man nichts damit machen kann, solle man versuchen es zum Höchstpreis verkaufen. Die seinerzeit bezahlten mehr als 2 Millionen Euro und der inzwischen angelaufenen Zinsen und laufenden Kosten bezeichnete Pötter als „wahnsinnig viel Geld“. Sorgen mache ihr auch die möglichen Haftungsrisiken, da das Gebäude auch irgendwann einstürzen und dabei jemand zu Schaden kommen könne.

Stadtbaurat teilt Bedenken nicht

Die Sorgen von Katharina Pötter wollte Stadtbaurat Frank Otte nicht teilen: „Denkmalgeschützt bedeute nicht gleich baufällig“, wie es die Union darstellen würde. Und tatsächlich gäbe es im Augenblick noch keine geeignete Zuwegung, aber die Ausschreibung für den Ideenwettbewerb sei auch nicht in 14 Tagen erledigt, und bis dahin könne noch viel passieren.
Die bisherige Untätigkeit der Verwaltung erklärte Otte damit, dass bislang ja auch noch kein Bebauungsplan vorgelegen habe [Anmerkung der Redaktion: der Bebauungsplan entstand in Verantwortung des Stadtbaurats, mehr darüber hier und hier].
Zu einem späteren Zeitpunkt der Debatte betonte Otte seine Sicht auf den Denkmalschutz: „Ein Gebäude kann gerade dadurch attraktiv werden wenn es unter Denkmalschutz“. Aktuell, so Otte, ist das Haus von allen Versorgungsleitungen abgetrennt und es wurde bislang nichts investiert, aber: „Es ist dadurch  nicht schlechter geworden“.

Blockiert der Bebauungsplan weitere Nutzungen?

Fritz Brickwedde, Vorsitzender der CDU-Fraktion, brachte die Ablehnung der CDU- und BOB-Gruppe auf den Punkt: „Das ganze Projekt Ringlokschuppen ist ein einziges Desaster! Hier ist ohne Sinn und Verstand eine Immobilie erworben worden, von der man überhaupt nicht weiss was man damit anfangen kann“. Dass im vergangenen Jahr ein restriktiver Bebauungsplan verabschiedet wurde sieht Brickwedde als größtes Manko: „Wenn wir wenigstens einen Bebauungsplan hätten, der eine kulturelle Nutzung erlauben würde“. Er appellierte an die Ratsmitglieder aus den anderen Fraktionen: „Lasst uns über den Bebauungsplan nochmals nachdenken um den Lokschuppen attraktiver zu machen und ihn dann schnell verkaufen“.

Grünen-Fraktionschef Michael Hagedorn  sah sich aufgerufen mit einem vermeintlichen Irrtum aufzuräumen: „Die Gewerbliche Nutzung ist nicht untersagt“, daher gäbe es vielerlei Nutzungsmöglichkeiten. Und „die Zuwegung bekommen wir noch hin“, zum jetzigen Moment wäre ein Verkauf nicht attraktiv. Die aktuelle Situation schätzte Hagedorn als „starke Verhandlungsposition gegenüber dem Eigentümer“ ein.

Schreiben der Zion GmbH an den Oberbürgermeister Osnabrück
Ausschnitt aus dem Rückkaufangebot der Zion GmbH von 2015.

Zion GmbH wollte 2015 den Lokschuppen zurückkaufen

Die Zion GmbH (jetzt 3g Group GmbH) hatte der Stadt vor zwei Jahren bereits einmal angeboten den Ringlokschuppen für zwei Millionen Euro – dem ursprünglichen Kaufpreis – zurückzunehmen. Unserer Redaktion wurde seinerzeit das per Fax übermittelte Rückkauf-Angebot zugespielt. Dieses Rückkaufangebot wurde in der Debatte am vergangenen Dienstag nicht mehr erwähnt.

Mit dem von der FDP gewünschten Zusatz, vor dem Ideenwettbewerb nochmals Gespräche mit der Deutschen Bahn zu suchen, wurde der Antrag gegen die Stimmen von CDU, BOB und des Oberbürgermeisters angenommen.

 

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Der Tod hat eine Wohnung in der Natruper Straße

Skelett Natruper Straße Osnabrück
Der Tod hat eine Wohnung in der Natruper Straße

„Memento mori“ (lat.: gedenke, dass du sterben wirst), ob uns der Besitzer dieses Skeletts diese Botschaft mit auf den Weg geben will?

Wer auf der Natruper Straße an der Einmündung Barbarastraße in Fahrtrichtung Innenstadt seinen Blick schweifen lässt, der kann diese knochige Stützstruktur am Fenster stehen sehen. Etwas „unkonventionell“ ist sicher der zwischen dem Gebiss klemmende Arm samt Hand.

Immerhin ist der knochige Kollege ordentlich gekleidet und trägt einen Hut – eine nackte Figur hätte sonst vielleicht das Schamgefühl von Passanten erregt 😉

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Am Sonntag startet die Elektro-Kartbahn „Nettedrom“ in Osnabrück

Das Nettedrom hat den ersten Härtetest bestanden: Nach einem Jahr Bauzeit haben die Stadtwerke Osnabrück – im wahrsten Sinne des Wortes lautlos – die neue Attraktion am Freizeitstandort Nettebad offiziell in Betrieb genommen.

Am kommenden Sonntag, 19. März, öffnet die E-Kartbahn dann „so richtig“ ihre Türen.
Unsere Redaktion hatte bereits die Möglichkeit die Elektro-Kartbahn vorab zu testen. Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr auch bei einem eher lautlosen Kart echte Rennatmosphäre aufkommt. Als besonderen Gag bietet das Nettedrom allerdings auch ein Soundmodul in den Karts, das den Sound eines hochdrehenden Sechszylinders simuliert. Diesen Sound hört allerdings nur der Fahrer – während für die Zuschauer die Karts fast lautlos vorbeiflitzen.

Nettedrom Osnabrück
Grün, schnell und nahezu lautlos…

Bäder- und ab sofort auch Rennbahnchef Wolfgang Hermle verriet unserer Redaktion, dass man kurz vor der Eröffnung nochmals genau die in der insgesamt über 4.000 Quadratmeter großen Halle installierte Strecke nachgemessen habe. Statt wie ursprünglich geplant 470 Meter Streckenlänge sind es sogar ein paar extra Meter geworden.
Richtig gute Rundenzeiten liegen unter 50 Sekunden, HASEPOST schaffte es bei den Testfahrten im Wettbewerb der lokalen Medien mit einer Bestzeit von 54,666 Sekunden.

Nettedrom Osnabrück
Wer die HASEPOST schlagen will, muss schon Rundenzeiten deutlich unter 1 Minute schaffen 😉

Sonntag gibt es 10 Minuten Rennspass für 10 Euro

„Auf die Plätze, fertig, lautlos los“ heißt es am kommenden Sonntag, 19. März, ab 11 Uhr bei der großen Nettedrom-Eröffnung.
Erwachsene zahlen am Sonntag für eine Einzelfahrt (10 Minuten) nur 10 statt 13,50 Euro, Ermäßigte (8 Minuten) 7,50 Euro. Für die Anreise empfehlen die Stadtwerke die Nutzung der Buslinie 32, die alle 30 Minuten vom Neumarkt direkt das Nettebad anfährt. Zudem setzen die Stadtwerke von 11 bis 19 Uhr einen zusätzlichen Shuttlebusverkehr ab dem Lidl-Parkplatz an der Mönkedieckstraße zum Nettebad ein.

Alle Preise und Öffnungszeiten des Nettedrom auf einen Blick.

OB: Strahlkraft über die Region hinaus

„Das Nettedrom wird ein Gewinn für Osnabrück mit großer überregionaler Strahlkraft“, legte sich Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück, fest. Griesert hatte als erster Fahrer das Privileg, die neuen E-Karts zu testen und die Eröffnungsrunde zu drehen. „Die E-Kartbahn wertet den für Osnabrück bedeutenden Freizeitstandort Nettebad weiter auf“, so Griesert weiter. Im Wettbewerb der Städte und Regionen gehe es im Wesentlichen darum, den Menschen attraktive „Wohlfühl“-Angebote zu machen und sie für Osnabrück zu begeistern. „Das Nettedrom ist ein solches Angebot für mehr Lebensqualität“, betonte Griesert. „Wir können stolz und dankbar sein, mit den Stadtwerken einen Partner an der Seite zu haben, der solche Angebote entwickelt und umsetzt.“

Nettedrom Osnabrück
Auch einen „Doppelsitzer“ gibt es bei den E-Karts.

Freizeitangebote subventionieren Schul- und Vereinsschwimmen

Stadtwerke-Chef Christoph Hüls stellte den strategischen Ansatz hinter der Investition in Höhe von drei Millionen Euro heraus. Ziel sei es, durch die stetige Weiterentwicklung und Attraktivierung des Freizeitstandortes Nettebad die Wirtschaftlichkeit der Bäder zu verbessern. „Sei es unser einzigartiger Rutschenpark, die Loma-Saunalandschaft mit DaySpa-Bereich, der ‚X-Force Sports Club‘ mit Physiotherapiepraxis von ‚Team Mohr‘ oder jetzt das Nettedrom – der Standort Nettebad bietet den Gästen kompakt, gebündelt und mit kurzen Wegen unterschiedliche, aber sich sehr gut ergänzende Freizeitangebote“, so Hüls. Dieses Portfolio locke insbesondere auswärtige Besucher ins Nettebad, die den ganzen Tag bleiben und hier konsumieren. „So finanzieren wir wiederum unsere Angebote der Daseinsvorsorge wie das Schul- und Vereinsschwimmen“, betonte der Stadtwerke-Chef. „Und davon profitiert Osnabrück.“

Elektromobilität erfahren

Stadtwerke-Bäderchef Wolfgang Hermle verwies auf die Vorteile und Stärken des Buchstabens „E“ vor der Kartbahn. Das Nettedrom biete die Möglichkeit, Elektromobilität und Freizeitspaß miteinander zu verbinden und somit Elektromobilität im wahrsten Sinne des Wortes zu erfahren. „Jeder, der schon mal E-Kart gefahren ist, ist ‚infiziert‘“, ist Hermle überzeugt. „Unser Team kann es jedenfalls kaum erwarten – wir freuen uns auf die große Eröffnung am kommenden Sonntag.“ Der Bäderchef bedankte sich bei der Politik, der Stadtverwaltung sowie bei den am Bau beteiligten Firmen für die geleistete Arbeit und Unterstützung. „Jetzt liegt es an uns, die Menschen für das Nettedrom zu begeistern.“

Weitere Informationen, Fakten, Geschichten, Bilder und Videos zum Nettedrom gibt es unter www.nettedrom sowie im Stadtwerke-Blog unter www.swo.de/blog.

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Rainer Spiering (SPD) wirbt bei der IHK für das System der dualen Berufsbildung

Marco Graf, Axel Mauersberger, Rainer Spiering
Rainer Spiering (SPD) wirbt bei der IHK für das System der dualen Berufsbildung

Foto: IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf, IHK-Vizepräsident Axel Mauersberger und der Bundestagsabgeordnete Rainer Spiering.

Die Industrie- und Handelskammern haben sich in diesem und im kommenden Jahr das Schwerpunktthema „Menschen befähigen – Wirtschaft stärken“ gewählt. Den Auftakt bildete in Osnabrück das IHK-Mittagsgespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering, Berichterstatter der SPD-Fraktion für Berufliche Bildung. 

Spiering, der seine berufliche Laufbahn als Werkzeugmacher begann und nach dem daran anschließenden Studium an der Universität Hamburg als Berufsschullehrer in Osnabrück tätig war, ist ein Mann der die Praxis kennt.
In seiner Begrüßung machte IHK-Vizepräsident Axel Mauersberger deutlich, dass die Unternehmen sowohl beruflich als auch akademisch gebildete Fachkräfte brauchen. Beide Bildungswege müssen ihre Stärken weiterentwickeln.

Rainer Spiering
Der Bundestagsabgeordnete Rainer Spiering (SPD) aus Georgsmarienhütte.

Investitionen sind notwendig

Um das System der dualen Berufsbildung in Deutschland zukunftsfest zu machen, brauchen wir noch mehr Investitionen“, erklärte Rainer Spiering. Dazu müssten, wie von seiner Partei vorgeschlagen, mindestens eine Milliarde Euro in die technische und bauliche Ausstattung der Berufsschulen fließen. Außerdem sei eine fundiertere Ausbildung der Berufsschullehrer notwendig. Hier fehle es bundesweit an spezialisierten Lehrstühlen für Berufspädagogik. Schließlich müsse die Berufsbildungsforschung gestärkt werden, um mehr über das Berufswahlverhalten junger Menschen zu erfahren.
In der dualen Berufsausbildung und damit in der Fachkräftesicherung seien die Berufsschulen ein wichtiger Partner der Unternehmen, so Spiering. Sie seien es, die auch Auszubildenden kleiner Unternehmen innovative Entwicklungen – etwa in den Bereichen Technik oder Digitalisierung – vermitteln könnten.

Ende einer Legende: Die duale Berufsausbildung ist kein Exportschlager

Zum Schluss seines Vortrags, dem Vertreter aus den Führungsetagen zahlreicher Unternehmen aus der Region folgten, kam der Georgsmarienhütter zu einem überraschenden Fazit: „Der Mythos vom Exportschlager der dualen Berufsausbildung ist falsch“. Zwar beneiden uns viele Länder um die Kombination aus betrieblicher und schulischer Ausbildung, doch die Hürden so ein System irgendwo neu zu installieren sind für viele Länder schlicht undenkbar hoch. Umso wichtiger sei es, so Spiering, dieses System wertzuschätzen und als Unternehmer die Möglichkeit zu nutzen und auszubilden, um für die Zukunft ein Reservoir an gut ausgebildeten Arbeitskräften zu haben.

Politisch müsse das über Jahrzehnte gewachsene System der dualen Ausbildung wieder stärker in den Fokus rücken, mahnte der Bildungspolitiker. „In diesem Zusammenhang lohnt es sich für Unternehmen, auch einen Blick auf diejenigen zu werfen, die vielleicht nicht beste Noten vorweisen können.“ Seine jahrzehntelange Praxiserfahrung lehre ihn, dass auch sie durch ihre Motivation auf lange Sicht einen großen Anteil zum Unternehmenserfolg beitragen können.

 

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Neue Großtankstelle an der Pagenstecherstraße in Osnabrück

Tankstelle, Neubau, Pagensstraße, Osnabrück
Neue Großtankstelle an der Pagenstecherstraße in Osnabrück

Von wegen Elektromobilität… An der Pagenstecherstraße, auf einem kürzlich eingeebneten Gelände neben dem Autohaus Weller (Lexus/Toyota), soll schon bald eine neue Großtankstelle entstehen.

Noch ist es eine Brachfläche, die erst kürzlich mit einem Gitterzaun umzäunt wurde. Nach Informationen unserer Redaktion soll hier an Osnabrücks Automeile schon bald eine Großtankstelle entstehen.

Hohe Tankstellendichte im Hafen

Im näheren Umkreis der neuen Großtankstelle wird es dann insgesamt drei Zapfstellen geben: Die wenige hundert Meter gegenüberliegende Aral-Tankstelle und die Westfalen-Station an der parallel verlaufenden Natruper Straße.
Hinzu kommen die Tankstellen an der Hansastraße und der Bramscher Straße auf der anderen Seite des Hafens und die beiden Tankstellen an der Wersener Straße.

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Zion GmbH (jetzt 3g Group) muss Kosten für Bombenräumung zahlen

Was für ein Blindgänger am Güterbahnhof da wohl gefunden wurde Die Stadt Osnabr
Was für ein Blindgänger am Güterbahnhof da wohl gefunden wurde Die Stadt Osnabr

Nach mündlicher Verhandlung hat das Verwaltungsgericht Osnabrück die Klage der Güterbahnhofs-Eigentümer gegen einen Bescheid der Stadt Osnabrück abgewiesen.
Die inzwischen in 3g Group GmbH umbenannte ehemalige Zion GmbH wird nun zur Zahlung der Kosten für die Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen herangezogen. Nach Auskunft des Verwaltungsgerichts belaufen sich die Kosten auf rund 70.000 Euro.

Nach Darstellung der Stadt Osnabrück war anhand der Auswertung alliierter Luftbildaufnahmen festgestellt worden, dass sich auf dem rund 76.000 m² großen Grundstück der Klägerin und auf benachbarten Grundstücken zahlreiche so genannte Kampfmittelverdachtspunkte befinden.

Zur Überprüfung der Verdachtsfälle wurden zwischen Juli 2013 und Juli 2014 verschiedene Sondierungsmaßnahmen durchgeführt. Auf dem Grundstück der Zion GmbH wurde dann im August 2014 auch tatsächlich ein 50 kg-Bombenblindgänger amerikanischer Herkunft vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen geborgen und vor Ort gesprengt.

Zion zweifelte an Bombe

Die Klägerin hatte sich mit der Begründung gegen den Kostenbescheid gewandt, es sei nicht belegt, dass es sich bei dem Blindgänger um eine englische oder amerikanische Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gehandelt habe. Der bei der Sprengung entstandene Krater sei hierfür viel zu klein, weshalb sie davon ausgehe, ein ganz anderer Gegenstand sei gesprengt worden. Außerdem dürften ihr nicht die Kosten für sämtliche Sondierungsmaßnahmen auferlegt werden. Zudem seien die ihr auferlegten Kosten unzumutbar, es sei unverhältnismäßig, für die Beurteilung der Zumutbarkeit der Kosten auf den Verkehrswert ihres gesamten Grundstückes abzustellen.

Güterbahnhof Osnabrück, 2. Weltkeig
Der Güterbahnhof mit Ringlokschuppen deutlich sind die Kriegsfolgen zu sehen.

Eigentümer ist selbst für sein Grundstück verantwortlich

Zur Begründung der Klageabweisung führte das Gericht aus, die Klägerin sei als Grundstückseigentümerin für den Zustand ihres Grundstücks verantwortlich. Von ihrem Grundstück sei, solange sich der Bombenblindgänger dort befunden habe, eine gegenwärtige konkrete Gefahr ausgegangen. Die Stadt Osnabrück habe plausibel dargelegt, dass das Güterbahnhofsgelände im 2. Weltkrieg massiv bombardiert und anhand der Luftbildauswertungen 28 Blindgängereinschläge auf dem Grundstück der Klägerin identifiziert worden seien. Für die von der Klägerin in der mündlichen Verhandlung geäußerte und den Charakter einer „Verschwörungstheorie“ aufweisenden Vermutung, die Beklagte habe ihr „ein Ei ins Nest gelegt“, bestünden keinerlei tatsächliche Anhaltspunkte. Zutreffend habe die Stadt auch davon ausgehen dürfen, dass die Klägerin selbst nicht über die nötige Sachkunde im Umgang mit Kampfmitteln verfüge, weshalb nur die Beklagte als Gefahrenabwehrbehörde mit Unterstützung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in der Lage gewesen sei, die erforderlichen Maßnahmen zu koordinieren und zu überwachen. Die Höhe der Kosten sei von der Beklagten im Einzelnen belegt worden und nicht zu beanstanden. Die Beklagte habe der Klägerin zutreffend nur die Kosten für Vor- und Nacharbeiten der Bombenbeseitigung auf ihrem Grundstück, nicht jedoch die Kosten für die Bergung und Beseitigung des Blindgängers selbst oder Sondierungsmaßnahmen auf anderen Grundstücken, auferlegt. Die Kostenbelastung sei hier angesichts eines Verkehrswerts des Grundstücks von gut 4,5 Millionen € auch verhältnismäßig.

Das Urteil (Az. 6 A 103/15) ist noch nicht rechtskräftig und kann binnen eines Monats nach Zustellung mit dem Antrag auf Zulassung der Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg angefochten werden.

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Moderne Mobilitätsstationen sollen in Osnabrück die Wartehäuschen ablösen

Mobilitätsstationen gibt es schon lange. Wenn man so will, kann jede Bushaltestelle mit Fahrradständer diesen Namen tragen. Doch die Mobilitätsstationen der Zukunft bieten viel mehr: neben Car-Sharing, Ladestationen für das E-Bike und das Elektroauto oder Schließfächern auch ein schickes Design. Eine Jury hat jetzt darüber entschieden, wie die neuen Mobilitätsstationen in Osnabrück aussehen werden.

Die Stationen sind Teil des gemeinsamen Konzernprojektes MOBIL>E ZUKUNFT von Stadt und Stadtwerken. Sieger des Design-Wettbewerbs ist André Stocker von stocker design aus Offenbach am Main. Sein Entwurf setzte sich gegen vier weitere Beiträge durch, wie die die fünfköpfige Jury einstimmig entschied. Den Vorsitz hatte Thomas Hofmann, Professor für Industriedesign an der Hochschule Osnabrück, sein Stellvertreter war Stadtwerkevorstand Dr. Stephan Rolfes.

Neue Stationen ersetzen alte Wartehäuschen

Die alten Buswartehäuschen werden nach und nach ersetzt. Da die Stationen nach dem Baukastenprinzip funktionieren, können sie nach Bedarf eingerichtet werden. Die Farben zeigen, was die Station bietet. So steht grün für Fahrrad, violett für Bus, orange für Schließfächer, blau für Information und gelb für Dienstleistung. In einzelnen Stationen wird es auch Kioske geben. Stadtbaurat Frank Otte: „Das alles erscheint in einfachen, klaren, kubischen Formen. Auf der Stele kann jeder Nutzer sofort sehen welche Angebote die Mobilitätsstation hat.“ Nachts werden die Stationen ansprechend beleuchtet, das Farbkonzept ist gut zu erkennen.

In Zukunft viel mehr als Warten auf den Bus

Eine Bushaltestelle mit Fahrplan und Unterstand ist noch nichts Neues. Doch zusätzlich können an der Haltestelle Miet- und Lastenräder stehen, auch das E-Bike findet einen Platz und Strom. Für den Großeinkauf stehen Autos im Carsharing-Konzept bereit. Möglich sind Packstationen, Kioske oder auch Geldautomaten.
Für die Umsetzung der ersten Stationen sind das Landwehrviertel vorgesehen, der Eberleplatz in Haste und die Endhaltestelle in Düstrup.

Jury Mobilitätsstationen Osnabrück
Prof. Dr. Stefan Rolfes (Stadtwerke), Stadbaurat Frank Otte und Anette Meyer zu Strohen, Ratsmitglied der CDU und Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt.

Die Jury:
Vorsitzender der Preisgerichts war Prof. Thomas Hofmann (Prof. für Industriedesign an der Hochschule Osnabrück), als Stellvertreter fungierte der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Dr. Stephan Rolfes. Außerdem saßen in der Jury: Stadtbaurat Frank Otte, Werner Linnenbrink, Leiter Angebot Mobilität bei den Stadtwerken, Prof. Stefanie Bremer Professorin für Verkehrsplanung Uni Kassel/Agentur orange edge Hamburg sowie Anette Meyer zu Strohen, Ratsmitglied der CDU und Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt.

 

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Kommentar: Der Osnabrücker Neumarkt, ein Trojanisches Pferd?

Osnabrück Neumarkt
Kommentar: Der Osnabrücker Neumarkt, ein Trojanisches Pferd?

Ein Kommentar von Heiko Pohlmann

Mann kann eigentlich nicht mehr sachlich über das schreiben, was sich am Dienstagabend im Ratssitzungssaal abspielte. Auf gar keinen Fall kann man all die Beleidigungen, Unterstellungen und gegenseitigen Abschätzigkeiten – egal von welcher Fraktion – in Worte packen, jedenfalls nicht, wenn man nicht ein Loblied auf die Politikmüdigkeit schreiben will.
Parlamentsdebatten aus Südkorea oder der Türkei fallen einem ein, wo mit Regenschirmen und Fäusten auf den politischen Gegner eingedroschen wird, wenn man sich die nächste Eskalationsstufe vorstellt, die nach der letzten „Vorstellung“ der ach so ehrwürdigen Ratsmitglieder wohl unweigerlich folgen muss. Dabei gab es in der an Peinlichkeit nicht zu überbietenden Debatte einen Redebeitrag, der nicht laut war, der erst gegen Ende der Schlammschlacht kam und der von Seiten der „Regenbogenkämpfer“ allerdings vollkommen unnötig durch Zwischenrufe verhöhnt wurde.
Kerstin Albrecht, Politikneuling und „im echten Leben“ Tanzlehrerin, machte den versammelten Feierabendpolitikern einen Vorschlag, den sie eigentlich sehr ernst nehmen und der nicht verhöhnt werden sollte. Vermutlich haben die Angesprochenen überhaupt nicht zugehört?
Besagte Tanzlehrerin also, die sich mit Emotionen und Choreografie und damit auch auf ganz besondere Art und Weise mit Prozessen, Organisation und Harmonie auskennt, sagte ungefähr Folgendes, das ich leider nicht wort-wörtlich mitgeschrieben habe: Lassen Sie uns doch bitte nochmal von vorne anfangen, uns alle an einen Tisch setzen, in einem Raum. Und wir gehen erst wieder auseinander wenn wir eine Lösung für den Neumarkt haben. Wir schnappen uns dann auch den Investor, und der soll endlich sagen wie es mit seinem Kaufhaus weitergeht. Und dann reden wir wie ganz normale Menschen über alle Probleme, vom Individualverkehr, über die Busse, die Zukunft der Johannisstraße und was mit den leerstehenden Gebäuden am Neumarkt passiert. 
Wie gesagt, dass da oben ist keine wortgetreue Mitschrift, aber so ungefähr war die Idee von Kerstin Albrecht.
Und da waren keine Vorschläge einer „Autofahrerpartei“, als die man BOB ja gelegentlich bezeichnet. Es ging auch nicht *gegen* den Kaufhaus-Investor, im Gegenteil: Der soll mit an den Tisch und endlich mal eine klare Aussage zu den Plänen machen, die in der Friedensstadt schon für so viel Unfrieden gesorgt haben, in der Hauptsache, weil sich dieser „Partner“ der Stadt jeder verbindlichen Zusage entzieht und die Lokalpolitiker und die Bürger dieser Stadt mit Stellvertreter-Gefechten alleine lässt. Ich kann das nur unterstützen: Setzt Euch endlich an einen Tisch, in einem Raum, und kommt erst wieder raus wenn Ihr eine Lösung habt! Ich besorge höchstselbst gerne ein paar Türsteher, die solange auf den Schlüssel aufpassen bis der sprichwörtliche „weiße Rauch“ aufsteigt.

Die Befürworter der Neumarktsperrung (in Neusprech: „Befreiung des Neumarkts vom Individualverkehr“) müssen sich in ihrer inzwischen verhärteten und aggressiv verteidigten Haltung auch unangenehme Fragen stellen lassen: Gibt es Geheimabsprachen mit dem Kaufhaus-Investor und gibt es eine geheime Agenda, wegen derer die Sperrung des Neumarkts durchgedrückt werden soll?
In Richtung Geheimabsprache ging ein Wortgefecht zwischen dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Fritz Brickwedde und seinem Kollegen Frank Henning von der SPD. Der Eine erinnerte den Anderem daran, dass dieser vor der Kommunalwahl beim Heimatabend von Kalla Wefel eine Andeutung gemacht habe, dass der Kaufhaus-Investor Unibail Rodamco (Paris) wohl die Neumarktsperrung befürworten würde. Es gibt dazu einen Videomitschnitt im Archiv der HASEPOST. „Lüge, Lüge, Lüge“, konterte Henning und behauptete, eine mißverständliche Formulierung binnen 20 Sekunden in den richtigen Kontext gesetzt zu haben, was auf dem viral verbreiteten Mitschnitt nicht zu sehen und zu hören sei. Egal wie es wirklich war, unsere Redaktion wird – sobald der Tonmitschnitt der Debatte von Dienstag vorliegt – noch dazu Stellung nehmen. Die Vehemenz, mit der Frank Henning das nachweislich von ihm Gesagte versucht von sich zu weisen, überrascht aber schon. Nicht wenige Beobachter fragen sich, ob es da nicht doch in kleinem Zirkel festgesetzte Forderungen eines global agierenden Spekulanten geben könnte, die nicht nur über die Zukunft des Osnabrücker Neumarkts, sondern auch über die Glaubwürdigkeit des im kommenden Jahr erneut zur Wahl stehenden SPD-Fraktionschefs entscheiden?

Vollends zum „Trojanischen Pferd“ wird der Neumarkt aber wenn es um den Grund geht, warum Oberbürgermeister Wolfgang Griesert die Verwaltung jetzt noch keine Vorlage zur Sperrung vorlegen lässt. Glaubt man dem Stadtoberhaupt und dem von ihm quasi als Kronzeugen zur Ratssitzung geladenen Leiter des städtischen Rechtsamts, dann ist es nach geltender Rechtsprechung zwingend notwendig, dass vor einer Sperrung des Neumarkts alle Folgen – auch an angrenzenden Straßen, insbesondere dem Wall – abgeschätzt und mögliche Gegenmaßnahmen konkret benannt werden.
Vor allem geht es dabei um Stickoxide und mögliche Fahrverbote. Griesert will, dass der Politik und damit auch der Bevölkerung vor einer Ratsentscheidung und vor einer Sperrung des Neumarkts klar wird, was diese Maßnahme tatsächlich bedeutet.
Die Befürworter einer „Befreiung des Neumarkts“ müssen sich den Vorwurf gefallen lassen erst sperren zu wollen und dann, wenn die zusätzlichen Schadstoffe am Wall und andernorts faktisch gemessen wurden, in der Folge mit Fahrverboten zu kontern. Dann aber wäre die Neumarktsperrung ein Trojanisches Pferd für eine Ideologie, für die es mit Sicherheit keine Wählermehrheit gibt.

Vielleicht wäre es jetzt doch an der Zeit auf die leiseste Rednerin der vergangenen Ratssitzung zu hören, sich mal an einen Tisch zu setzen und wie normale Menschen zu handeln?

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Neue Stau-Falle am Rißmüllerplatz in Osnabrück

Stau am Rissmüllerplatz
Neue Stau-Falle am Rißmüllerplatz in Osnabrück

Voraussichtlich bis Anfang kommender Woche wird es am Rißmüllerplatz zu Stauungen kommen. Grund sind kurzfristig notwendige Arbeiten an einem Schacht unter der Straße.

Auf der Natruper Straße am Rißmüllerplatz droht ein Abzweigschacht in der rechten Rechtsabbiegespur Richtung Heger Tor einzubrechen.

Stau am Rissmüllerplatz

Rückstau bis zur Pagenstecherstraße

Aus dem Grunde ist die Busspur sowie die Rechtsabbiegespur für die Dauer der Reparaturarbeiten – voraussichtlich eine Woche – gesperrt. Der Verkehr wird über die linke Rechtsabbiegespur geführt. Die Verkehrsteilnehmer werden von der Stadtverwaltung um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme gebeten.

Stau am Rissmüllerplatz

In den vergangenen Tagen kam es in der Rush Hour bereits zu Rückstaus bis auf die Pagenstecherstraße.

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Bösartige Falschmeldung von Facebook-Konto eines Osnabrückers

Facebook Polizei
Bösartige Falschmeldung von Facebook-Konto eines Osnabrückers

In der Nacht zu Mittwoch hatte ein unbekannter Facebook-User unter Verwendung eines fremden Namens einer realen Person aus Osnabrück eine Nachricht über Facebook eingestellt und damit gedroht „sich in die Luft zu sprengen“.

Ob die Nachricht über die eigene Facebook-Seite des unbekannten Users oder durch Hacken einer fremden Seite eingestellt wurde, ist derzeit unklar. Noch dazu stellte er den Inhalt seiner Nachricht als Kommentar bei mehreren Facebook-Seiten, darunter auch ZDF und Stern TV, ein. Der Sachverhalt erwies sich, nachdem Einsatzbeamte die Adresse in Osnabrück aufsuchten, als falsch und nicht zutreffend.

Es droht eine hohe Haftstrafe

Die Ermittlungen zur Identifizierung des unbekannten Users laufen. Ihm drohen neben Schadensersatzansprüchen auch Strafen unter anderem wegen Vortäuschen einer Straftat und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Diese werden mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestraft. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Verbreiten von Falschnachrichten kein Spaß und auch kein Kavaliersdelikt ist. Die Verursacher müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. „Auch im Netz gehen wir konsequent gegen die Verursacher von Falschnachrichten vor“, so die Polizei Osnabrück.

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