Moderne Mobilitätsstationen sollen in Osnabrück die Wartehäuschen ablösen

Variable Mobilitätsstationen sollen die alten Wartehäuschen ablösen.

Mobilitätsstationen gibt es schon lange. Wenn man so will, kann jede Bushaltestelle mit Fahrradständer diesen Namen tragen. Doch die Mobilitätsstationen der Zukunft bieten viel mehr: neben Car-Sharing, Ladestationen für das E-Bike und das Elektroauto oder Schließfächern auch ein schickes Design. Eine Jury hat jetzt darüber entschieden, wie die neuen Mobilitätsstationen in Osnabrück aussehen werden.

Die Stationen sind Teil des gemeinsamen Konzernprojektes MOBIL>E ZUKUNFT von Stadt und Stadtwerken. Sieger des Design-Wettbewerbs ist André Stocker von stocker design aus Offenbach am Main. Sein Entwurf setzte sich gegen vier weitere Beiträge durch, wie die die fünfköpfige Jury einstimmig entschied. Den Vorsitz hatte Thomas Hofmann, Professor für Industriedesign an der Hochschule Osnabrück, sein Stellvertreter war Stadtwerkevorstand Dr. Stephan Rolfes.

Neue Stationen ersetzen alte Wartehäuschen

Die alten Buswartehäuschen werden nach und nach ersetzt. Da die Stationen nach dem Baukastenprinzip funktionieren, können sie nach Bedarf eingerichtet werden. Die Farben zeigen, was die Station bietet. So steht grün für Fahrrad, violett für Bus, orange für Schließfächer, blau für Information und gelb für Dienstleistung. In einzelnen Stationen wird es auch Kioske geben. Stadtbaurat Frank Otte: „Das alles erscheint in einfachen, klaren, kubischen Formen. Auf der Stele kann jeder Nutzer sofort sehen welche Angebote die Mobilitätsstation hat.“ Nachts werden die Stationen ansprechend beleuchtet, das Farbkonzept ist gut zu erkennen.

In Zukunft viel mehr als Warten auf den Bus

Eine Bushaltestelle mit Fahrplan und Unterstand ist noch nichts Neues. Doch zusätzlich können an der Haltestelle Miet- und Lastenräder stehen, auch das E-Bike findet einen Platz und Strom. Für den Großeinkauf stehen Autos im Carsharing-Konzept bereit. Möglich sind Packstationen, Kioske oder auch Geldautomaten.
Für die Umsetzung der ersten Stationen sind das Landwehrviertel vorgesehen, der Eberleplatz in Haste und die Endhaltestelle in Düstrup.

Jury Mobilitätsstationen Osnabrück
Prof. Dr. Stefan Rolfes (Stadtwerke), Stadbaurat Frank Otte und Anette Meyer zu Strohen, Ratsmitglied der CDU und Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt.

Die Jury:
Vorsitzender der Preisgerichts war Prof. Thomas Hofmann (Prof. für Industriedesign an der Hochschule Osnabrück), als Stellvertreter fungierte der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Dr. Stephan Rolfes. Außerdem saßen in der Jury: Stadtbaurat Frank Otte, Werner Linnenbrink, Leiter Angebot Mobilität bei den Stadtwerken, Prof. Stefanie Bremer Professorin für Verkehrsplanung Uni Kassel/Agentur orange edge Hamburg sowie Anette Meyer zu Strohen, Ratsmitglied der CDU und Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt.