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Kalla Wefel präsentiert am Samstagabend sein neues Programm

Samstagabend (14.04.2018) präsentiert Kalla Wefel um 20.00 Uhr in der Lagerhalle sein neues Programm „Am Anfang war die Musik“.

Das Programm beginnt als Dreijähriger in der Musiktruhe der Eltern des späteren Pop-Barden, Kabarettisten, Beinahe-Oberbürgermeister und VfL-Präsidentschaftskandidatur-Kandidaten.

Am Beginn der Karriere steht das Absingen des Donauwalzers. Die Zeitreise endet im Bremer Musikladen und mit einer Hommage an Tom Petty (siehe Video oben). Dass dazwischen einiges geschieht, ist klar und wird recht gut im Programm der Lagerhalle geschildert.

Karten gibt es mit ein wenig Glück noch vor Ort in der Lagerhalle

Los geht´s um 20 Uhr
Lagerhalle
Rolandsmauer 26
49074 Osnabrück

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Heimatabend mit Kalla Wefel zu 1968 an der Hase

Am 27.05. findet, ebenfalls mit Kalla Wefel, der nächste Heimatabend mit dem spannenden Thema „1968 in Osnabrück – wann war das eigentlich?“ Die Gästeliste erscheint Anfang Mai.

Titelfoto: Manfred Pollert

AFP

Uralt-Verbot gekippt: Bald dürfen Hunde auf den Osnabrücker Wochenmarkt

Hundeverbot auf dem Wochenmarkr
Wochenmarkt, Hundeverbot

Wie alt die Regelung ist, ist nicht bekannt. Vermutlich fuhren seinerzeit noch die Züge mit Dampf und Opa lief mit kurzen Hosen und Holzgewehr durch die Gegend.

Ernst nimmt das Verbot, das es Herrchen und Frauchen verbietet zum Spargel- oder Tulpenkauf den Vierbeiner mit auf den Wochenmarkt zu nehmen, ohnehin niemand. Unserer Redaktion sind keine Fälle bekannt, dass das eifrige OS-Team versucht hat dieses Relikt aus ferner Verwaltungsvergangenheit durchzusetzen oder gar mit einem Bußgeld zu verfolgen. Auch die Verwaltung argumentiert gegenüber der Lokalpolitik, dass dieses Verbot überkommen und kaum durchsetzbar ist.

Mit der neuen Marktordnung, die in der vergangenen Woche vom zuständigen Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung auf den Wege gebracht wurde, wird das Hundeverbot für die innerstädtischen Wochenmärkte gekippt.

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Marktzeiten sollen flexibler werden

Wie der zuständige Verwaltungsmitarbeiter, Jürgen Wiethäuper, den Ausschussmitgliedern erläuterte, ist der Hintergrund für die Neufassung der Marktordnung jedoch ein anderer.
Bislang war das Ende der Osnabrücker Wochenmärkte einheitlich auf 14:00 Uhr festgelegt. Mangels Nachfrage von Seiten der Marktbesucher enden die Märkte an der Lerchenstraße, der Ebertallee, dem Ledenhof und Am Riedenbach aber oft schon um 13.00 Uhr. Die Marktbeschicker räumen dann auch eilige das Feld um am Nachmittag ihre Stände in den Umlandgemeinden aufzubauen – was für sie wichtig ist, um wirtschaftlich bestehen zu können.

Bislang waren die Öffnungszeiten der Wochenmärkte so geregelt, dass vom 01. Mai bis 30. September um 7.00 Uhr und vom 01.Oktober bis 30. April um 8.00 Uhr der Wochenmarkt beginnt.
Zukünftig soll die Regelung flexibler formuliert werden. Die Wochenmärkte beginnen dann für die Beschicker „spätestens um 8:00 Uhr“ und enden jeweils um 13:00 Uhr, an Samstagen um 14:00 Uhr.

AFP

Angriffe auf Syrien haben begonnen

Kurz vor 03:00 mitteleuropäischer Zeit zeigte sich US-Präsident Donald Trump  im Weißen Haus der Öffentlichkeit. Zuvor hatte der Nationale Sicherheitsrat im Weißen Haus beraten.

Nach verschiedenen US-Medienberichten und Twitter-Nachrichten haben die USA, Frankreich und Großbritannien in der Nacht zu Samstag mit Militärschlägen gegen Syrien begonnen. US-Präsident Donald Trump erklärte über Twitter, dass die US-Streitkräfte „Präzisionsschläge“ gegen Ziele vornehmen, die mit den Chemiewaffen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad in Zusammenhang stünden. Trump bezeichnete den syrischen Präsidenten in seiner Rede als „Diktator“, „Massenmörder“ und „Monster“ und sprach auch den Iran und Russland als Förderer Asaads an.

Im Bereich der syrischen Hauptstadt Damaskus sollen in der Nacht Explosionen zu hören gewesen sein.

 

AFP

Zoo-Lotterie Osnabrück: Nieten und Gewinne für den Guten Zweck

Zoo-Lotterie Osnabrück
Heinz Leufker (Seniorenbüro), Dieter Höffner (Bürgerstiftung), Katharina Oelke (Fachbereich Bürgerengagement und Seniorenbüro Stadt Osnabrück), Dr. Klaus Lang (Bürgerstiftung), Ursula Hilprecht (Fachbereich Bürgerengagement und Seniorenbüro), Arne Hatje und Rainer Westermann (Verein Friedensorgel), Bürgermeister Burghard Jasper, Hans Cromme (Vizepräsident Zoogesellschaft Osnabrück e.V.), Dr. E.h. Fritz Brickwedde (Vorsitzender Löwen für Löwen e.V.), Uwe Marderwald (per se! e.V.), Ingrid Adams und Marita Blom (Verein donum vitae), Gabriele Gold (Leiterin Zoo-Lotterie)

Ab Samstag, 14. April 2018, geht die gemeinnützige Zoo-Lotterie in eine neue Runde.

Hans CrommeVizepräsident der Zoogesellschaft Osnabrück, im Rahmen eines Pressetermins am Freitag den Sinn der Zoo-Lotterie auf den Punkt: „Nieten und Gewinne für den Guten Zweck“. Denn egal ob auf dem Los „leider nicht“ oder die Abholnummer für einen Klein- oder sogar den Hauptgewinn steht, immer geht ein großer Teil des Lospreises an einen guten Zweck.

Was viele Loskäufer nicht wissen: Neben dem Osnabrücker Zoo profitieren auch immer zwei jährlich wechselnde soziale Einrichtungen von dem Reinerlös. In diesem Jahr gehen jeweils 20% der Erlöse an die beiden Vereine „per se!“ und „donum vitae“.

Zoo-Lotterie steht im Zeichen der Familie

Osnabrücks Bürgermeister Burkhard Jasper, der in Vertretung für Schirmherr und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert an der Ankündigung der Eröffnung teilnahm, freut sich auf die Zoo-Lotterie, die 2018 zum 20. Mal in der aktuellen Form stattfindet: „Das Jubiläumsjahr der Zoo-Lotterie steht ganz im Zeichen der Familie, denn mit dem Kauf von Losen kann man nicht nur tolle Preise gewinnen, sondern gleichzeitig noch Gutes tun und wichtige Projekte für Familien unterstützen.“

Preise im Gesamtwert von 200.000 Euro

Am Samstag, 14. April 2018, geht die Zoo-Lotterie mit neuen Begünstigten und einer Bandbreite an Gewinnen in eine neue Runde: „Wir haben wieder fleißig tolle Gewinne zusammengestellt. Neben dem Hauptgewinn, einem ‚Smart fortwo‘ vom Autohaus BERESA, gibt es zum Beispiel Kinderspielzeug von Lego, Hörbücher für Groß und Klein, Bluetooth-Audioboxen oder Armbanduhren mit dem Zoo-Logo und viele weitere Preise“, verrät Gabriele Gold, Leiterin der Zoo-Lotterie. Insgesamt warten über 32.000 Gewinne im Gesamtwert von 200.000 Euro auf neue Besitzer. Für 1 Euro pro Los kann man sein Glück in der Zoo-Lotterie versuchen: „Ab dem 14. April hat das Verkaufshäuschen am Nikolaiort wieder zwischen 11 und 19 Uhr geöffnet, immer montags bis samstags“, erklärt Gold.

Löwenanteil für die Zoo-Löwen

Auch in diesem Jahr gehen 60 Prozent des Reinerlöses an den Zoo Osnabrück und damit an den Verein „Löwen für Löwen“ für eine größere Löwenanlage. Die restlichen 40 Prozent werden zwischen zwei sozialen Einrichtungen aufgeteilt, die wie in jedem Jahr von der Stadt Osnabrück ausgewählt wurden: der Schwangerschaftsberatung „donum vitae e.V.“ und dem Verein Sozialer Dienste „per se! e.V.“.

Dahin geht der Reinerlös:

2018: Unterstützung von Familienprojekten

donum vitae ist ein eigenständiger, bürgerlich-rechtlicher Verein, der auf Grundlage des christlichen Menschenbildes Schwangere und deren Familien berät. In der Beratungsstelle helfen die Mitarbeiterinnen jedem, unabhängig von Konfession und Nationalität. Bundesweit ist der Verein an über 210 Orten tätig. „Mit dem Erlös aus der Zoo-Lotterie wollen wir Gesprächskreise anbieten und Familien mit einer auffälligen pränatalen Diagnose unterstützen. Diese Familien finden sich plötzlich in einer sehr belastenden Situation wieder und haben unsere Hilfe und Unterstützung dringend notwendig“, erklärt Ingrid Adams, Vorstandsmitglied von donum vitae e.V. Zur Unterstützung der Familien baut donum vitae ein Netzwerk aus Fachleuten auf.

Der Verein per se! unterstützt Familien nachhaltig mit Hilfe zur Selbsthilfe. Um den oft jungen Menschen Motivation und Selbstwertgefühl zu geben, hat der Verein verschiedene Werkstätten und Kreativräume geschaffen und bietet außerdem in den Ferien Unternehmungen an. Der Erlös aus der Zoo-Lotterie soll in das Projekt „Wildwuchs“ im Stadtteil Atter fließen. Dazu gehört das sogenannte „grüne Klassenzimmer“, ein Standortprojekt, das Umwelt- und Naturerfahrungen möglich macht. Teil dieses Projekts ist ein Bauerngarten, der durch die finanziellen Mittel der Zoo-Lotterie angelegt werden soll. Durch die Bewirtschaftung des Bauerngartens erhofft sich der Verein einen Zugang zu Jugendlichen. 

Der Osnabrücker Zoo wird seinen Teil des Reinerlöses für den Umbau der Löwenanlage nutzen. „Die Anlage der Löwen wird flächenmäßig verdreifacht und umgebaut. Mit dem Umbau wollen wir im kommenden Jahr beginnen. Dann wäre auch endlich wieder niedlicher Löwennachwuchs möglich“, so Dr. E.h. Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Vereins „Löwen für Löwen“. Fans der Wildkatzen können durch den Loskauf, aber auch durch die Vereinsmitgliedschaft den Umbau der Löwenanlage unterstützen. Der Verein wurde gegründet, um Spenden für den Umbau zu sammeln.

2017: Unterstützung für Senioren, Kirchenorgel und Löwen

Dass sich die Zoo-Lotterie für Begünstigte wie auch für Loskäufer lohnt, weiß Leiterin Gabriele Gold: „2017 gingen rund 11.000 Loskäufer mit einem Gewinn nach Hause. Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr in der Osnabrücker Innenstadt knapp 52.000 Lose verkauft. Dabei kam ein Reinerlös von 17.752,18 Euro zusammen.“ Der Reinerlös der Zoo-Lotterie 2017 geht zu 60 Prozent an den Zoo Osnabrück und zu jeweils 20 Prozent an den Verein Friedensorgel sowie – über die Bürgerstiftung – an den Fachdienst Bürgerengagement und Seniorenbüro der Stadt Osnabrück. „Mit unserem Anteil an der Zoo-Lotterie kommen wir unserem Ziel ein Stück näher: eine neue Orgel für die evangelisch-lutherische Katharinenkirche. Die neue Orgel soll ein modernes, musikalisch bedeutendes Instrument werden, das auch über die Gemeindegrenzen hinaus ein zukünftiger Anziehungspunkt für Konzerte und andere Veranstaltungen auf hohem Niveau sein wird“, berichtet Rainer Westermann vom Verein Friedensorgel. Der Fachdienst Bürgerengagement und Seniorenbüro der Stadt Osnabrück möchte mit seinem Teil den Aktionsfonds „Barrierefreies Zuhause“ aufstocken: „Der Fond soll Betroffenen helfen kleine Änderungen finanzieren zu können, um in ihrem gewohnten Umfeld bleiben zu können, dazu fehlen oft die finanziellen Mittel“, erklärt Katharina Oelke vom Seniorenbüro der Stadt Osnabrück. Der Anteil des Zoos fließt in den Verein „Löwen für Löwen“.

Beim Verkaufshäuschen am Nikolaiort können Loskäufer im Frühjahr ihr Glück zwischen dem 14. April und 23. Juni montags bis samstags von 11 bis 18 Uhr versuchen. Nach der Sommerpause startet die Herbstphase der Zoo-Lotterie. Diese läuft vom 1. September bis 17. November 2018. Schirmherr der Zoo-Lotterie ist Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Auch Dschungel-Lotterie wieder geöffnet
Im Zoo selbst steht auch ein Verkaufshäuschen. Hier werden Lose für die sogenannte Dschungel-Lotterie verkauft, die losgelöst von der Zoo-Lotterie durchgeführt wird. Der Reinerlös fließt komplett an den Zoo Osnabrück und als Hauptpreis winkt ein eBike.

Titelfoto (Pohlmann) v.l.n.r.: Heinz Leufker (Seniorenbüro), Dieter Höffner (Bürgerstiftung), Katharina Oelke (Fachbereich Bürgerengagement und Seniorenbüro Stadt Osnabrück), Dr. Klaus Lang (Bürgerstiftung), Ursula Hilprecht (Fachbereich Bürgerengagement und Seniorenbüro), Arne Hatje und Rainer Westermann (Verein Friedensorgel), Bürgermeister Burghard Jasper, Hans Cromme (Vizepräsident Zoogesellschaft Osnabrück e.V.), Dr. E.h. Fritz Brickwedde (Vorsitzender Löwen für Löwen e.V.), Uwe Marderwald (per se! e.V.), Ingrid Adams und Marita Blom (Verein donum vitae), Gabriele Gold (Leiterin Zoo-Lotterie)

AFP

So sehen die neuen Seifenkisten für das Rennen am 10. Mai aus

Jannik und Can mit ihrem Flughafenlöschfahrzeug

Der Andrang bei der Präsentation der neuen Seifenkisten am heutigen Freitag war groß. Viele der Sponsoren, Veranstalter und Helfer kamen, um die selbst gebauten Seifenkisten der großen und kleinen Baumeister zu bewundern. Das Rennen findet am 10. Mai am Gemeinschaftszentrum am Ziegenbrink statt und wird von einem bunten Rahmenprogramm für die Besucher begleitet. 

Seit vielen Wochen arbeiten die Kinder mit Hilfe ihrer Familien und den Helfern vom Gemeinschaftszentrum an ihren neuen Seifenkisten. Allein in diesem Jahr werden 11 neue Wagen dazu kommen; unter anderem ein Batmobil, ein Flughafenlöschfahrzeug und eine Pferdekutsche. Damit werden am Pfingstdonnerstag ganze 110 Seifenkisten an den Start gehen.

Viele Sponsoren unterstützen die Veranstaltung

„Ohne die Hilfe der Sponsoren und Mitarbeiter wäre dieses Projekt gar nicht möglich. Deswegen möchte ich mich bei allen Unterstützern herzlich bedanken“ sagt Andrea Krüßel, die Leiterin des Gemeinschaftszentrum am Ziegenbrink. 63 verschiedenen Sponsoren beteiligen sich mit Geld – oder Sachspenden, viele stellen auch ihre eigene Seifenkisten zur Verfügung, die von den Kindern genutzt werden können. Alle Seifenkisten, die in diesem Jahr neu entstehen, werden nach dem Rennen in den Bestand des Gemeinschaftszentrums aufgenommen.

So sehen die neuen Seifenkisten für das Rennen am 10. Mai aus
Einige der neu gebauten Seifenkisten

Kinder bekommen das Material und Hilfe beim Bau gestellt

„Die Kinder können ihre Seifenkisten mit Hilfe der Unterstützer ganz umsonst bauen. Wir stellen ihnen die Mechanik und das Holz zum Bauen“ erklärt Burkhard Wagner vom Team des Gemeindezentrums. So eine Seifenkiste ist nämlich gar nicht so günstig: „Allein die Mechanik kostet schon 350€, rechnet man das Material dazu landet man schon bei mehr als 400€“ so Wagner weiter. Dafür ist die Brems- und Lenktechnik TÜV-geprüft und sicher, was bei einer Maximalgeschwindigkeit von 35-40 Stundenkilometern auch nötig ist. Der einzige Unfall der sich jemals ereignet hat, wurde übrigens von einem Erwachsenen verursacht, der die Fahrbahnmarkierung mit einem der Wagen überfahren hatte.

Rennen startet am 10 Mai. am Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink

Seit insgesamt 18 Jahren findet das Seifenkistenrennen nun schon statt. Wie auch in den Vorjahren wird es neben dem eigentlich Wettrennen auch ein buntes Rahmenprogramm von „Frank und seinen Freunden“ und der Firma „TipTop-Events“ für Kinder und Familien geben. Eine Hüpfburg, ein Clown, eine Zauberschow und viele weitere Dinge stehen auf dem Programm. Los geht es am Donnerstag, den 10. Mai um 9 Uhr am Gemeinschaftszentrum am Ziegenbrink, das Seifenkistenrennen wird gegen 11 Uhr beginnen. Besuchern wird empfohlen mit dem Bus anzureisen.

AFP

Interview: Warum engagieren sich so wenige Politiker gegen Missbrauch von Kindern?

Moritz Gallenkamp, Osnabrück
Moritz Gallenkamp (Archiv Hasepost)

Moritz Gallenkamp, FDP-Politiker aus Osnabrück, will seine Parteifreunde aufrütteln und eine öffentliche Debatte über eine Strafverschärfung von sexuell motivierten Straftaten zu Lasten von Kindern anstoßen. 

Inzwischen hat sogar das Onlineportal FOCUS Online die Forderungen des Osnabrückers aufgenommen und zitiert Gallenkamp:
“Ein Einbruchsdiebstahl und der sexuelle Missbrauch von Kindern haben den gleichen Strafrahmen; der Einbruch in eine dauerhaft genutzte Privatwohnung hat sogar eine höhere Mindeststrafe und wird als Verbrechen gewertet. Damit gibt der Gesetzgeber zu erkennen, dass er den Schutzraum einer Wohnung höher einschätzt, als das Recht des Kindes auf seine Würde, seine unbeschwerte gewaltfreie Kindheit, sein Lachen.“

Wir haben mit dem Osnabrücker Rechtsanwalt gesprochen, der sich auch in der „Sicher-Stark-Initiative“ engagiert.

Allein gegen alle? Herr Gallenkamp, warum engagieren sich scheinbar so wenige Politiker für eine Strafverschärfung bei sexuellem Missbrauch von Kindern und Besitz, Verbreitung und Herstellung Kinderpornographischer Schriften?

Ich bin zum Glück nicht alleine, es könnte aber mehr und vor allem bekannte Politiker geben, die sich einschalten.
Es ist kein Thema, mit dem man Samstagabend bei einer Talk-Show einen entspannten Talk-Abend machen kann.
Jemand der sich möglicherweise aus bestimmten Gründen gegen eine Verschärfung ausspricht, der würde sofort in die Kritik geraten, weil es um Kinder geht. Es gibt Für und Wider für die Verschärfung, deswegen fordere ich auch nicht die pauschale Verschärfung des Strafrechts bei diesem Thema.

Wenn es um das Thema geht, hört man oft: „Alle wegsperren“ oder sogar noch ganz andere Aussagen. Man muss das Thema aber sehr sensibel angehen und nicht mit Stammtischparolen draufhauen.
Das Schwierige ist eben, dass man auch berücksichtigen muss, dass der Missbrauch nicht nur von reinen Gewalttätern begangen wird, sondern auch von Pädophilen und Pädophilie ist eine Krankheit, die sich niemand aussucht. Das Thema muss man daher von mehreren Seiten betrachten. Aus Sicht des Opfers, aus Sicht eines krankhaften Täters, dem eventuell mit einer Therapie geholfen werden kann und somit weitere Kinder geschützt werden und dann der reine Gewalttäter. 

Ist das Thema in der Öffentlichkeit ein Tabu? Woran könnte es liegen?

Aus meiner Sich ja! Kinder haben in diesem Land eine zu kleine Lobby. Kinder sind keine Prominenten, die einem Thema, wie beispielsweise der #MeToo Debatte ein Gesicht geben können. Aber Kindern brauchen eine Stimme. Wir Erwachsene haben die Pflicht, die Stimme der Kinder zu sein. Und es ist traurig, dass man den Eindruck gewinnt, dass Kinder zwar „da sind“ und man „ja auch“ was für sie und müsse, aber das ist mir zu wenig. Es geht um Kinder und ihre Zukunft. Politiker sprechen immer über die Zukunft, wobei man aber zu sich ehrlich sein muss und sich eingestehen muss, dass unsere Zukunft schon zeitlich ziemlich messbar ist.
Kinder, die jedoch mit drei Jahren sexuell missbraucht wurden, haben noch eine Zukunft von 80 oder 90 Jahren. Und diese 80 oder 90 Jahre werden von diesem Missbrauch überschattet, teilweise mit schweren körperlichen und seelischen Folgen. Sich mit dem Thema auseinanderzusetzen ist nicht einfach. Die Vorstellung, dass, wie jüngst bekannt wurde, ein Junge zum Missbrauch verkauft wurde, dass Säuglinge gefesselt werden, um sie zu missbrauchen oder jemand via Live-Video den Missbrauch von Kindern im Ausland veranlasst du dabei zuschaut ist unangenehm.
Das sind keine schönen Bilder im Kopf, mit diesem Thema kann man sich nicht in einem Saal beim politischen Aschermittwoch feiern lassen, aber wir müssen uns mit dem Thema nur auseinandersetzen, die Kindern erleben es am eigenen Leib. Kinder sind unser kostbarstes Geschenk. Deswegen ist es so wichtig, sich für Kinder einzusetzen, egal welche demokratische Partei dies tut.

Wir fragen unsere Leser:

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Wie gehen andere Länder mit derartigen Straftaten um? Gibt es für die deutsche Politik ein „Best Practice“, also ein Vorbild?

Wir sollten nicht danach schauen, was andere machen, da jedes Land unterschiedliche Grundpfeiler des Rechts hat. Das körperliche Wohlbefinden ist durch Art. 1; 2 GG klar geschützt. Ein Schutzgedanke, der sich auch in Art. 19 UN-Kinderrechtskonvention wiederfindet. Wir müssen vernünftige Gesetze schaffen und vor allem umsetzen. Vor ein paar Tagen hat die Justiz ein klares Zeichen gesetzt, wozu unser Rechtsstaat in der Lage ist. Es wurde ein Mann verurteilt, der den Missbrauch von Kindern via Video auf den Philippinen veranlasst hat.

Die Union begründet die Vorratsdatenspeicherung inzwischen mit der Strafverfolgung von Kinderpornographie, was halten Sie davon?

Das Thema Vorratsdatenspeicherung ist für mich als Freier Demokrat natürlich sehr schwer zu akzeptieren. Man muss sich aber die Frage stellen, was diese im Rahmen der aktuellen gesetzlichen Regelung tatsächlich bringt? Die Vorratsdatenspeicherung ist zeitlich begrenzt. Wenn man von der Auswertung von Kinderpornographischen Material spricht, sprechen wir nicht von hunderten oder tausenden Bildern, sondern von Millionen und Milliarden Dateien, die primär von Menschen noch manuell ausgewertet werden. Das ist kaum machbar. Aus meiner Sich ist es viel wichtiger, die Strafverfolgungsbehörden viel umfangreicher mit Personal und Technik auszustatten, damit die diese Auswertung vornehmen können, als dass man Daten wahllos speichert.

Inzwischen wird ja auch darüber diskutiert einige Straftaten weniger hart zu bestrafen – zum Beispiel hat der ehemalige Justizminister Heiko Maas die Idee aufgebracht, dass es vor Gericht zukünftig keinen „Mord“ mehr geben soll. Auf einer ganz anderen Eben wird auch darüber nachgedacht das Schwarzfahren zu entkriminalisieren, ist das der richtige Ansatz?

Der Gedanke von Heiko Maas bzgl. des Mordes war damit begründet, dass wir bzgl. „Mord“ noch auf der Basis aus dem NS-Regime arbeiten. Das ist ein rechtspolitisches Problem, wie man die Tatbestandsmerkmale bezeichnet. Ich bin aber grundsätzlich gegen die „Entkriminalisierung“ von Kleinstdelikten. Wenn wir diese Delikte entkriminalisieren, dann färben wir unsere Statistiken schön, das Problem wird aber nicht beseitigt.
Das Problem ist doch, dass die Polizei mangels entsprechenden Personals nicht mehr die Arbeit vollständig schaffen kann. Die Polizisten schieben Überstunden in Massen und müssen sich auch mit immer mehr gegen Sie gerichtet Gewalt auseinandersetzen. Wo ziehen wir denn die Grenze, was demnächst noch verfolgt werden soll und was nicht? Heute ist es das Schwarzfahren, morgen Autofahren ohne Führerschein und dann der Einbruch in Nachbars Wohnung? So löst man keine Probleme.
Bevor man Delikte entkriminalisiert, sollte man zunächst erstmal schauen, ob man die Folgen einer solchen Tat nicht anders ermitteln kann.

Ein von Ihnen bei der HASEPOST im Januar veröffentlichter Gastbeitrag hat dadurch, dass er von Til Schweiger über Facebook geteilt wurde, sehr viel Aufmerksamkeit erhalten. Brauchen wir mehr Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, die klar Stellung beziehen, ähnlich der aktuellen #MeToo-Aktionen?

Mich persönlich hat das sehr gefreut, dass er das gemacht hat. Wir haben damit viel Aufmerksamkeit bekommen und ich bin Herrn Schweiger sehr dankbar, dass er zu diesem Thema öffentlich immer Stellung nimmt und dies aus meiner Sicht ohne Rücksicht auf seine Reputation.
Das Feedback, was ich dadurch bekommen habe, motiviert meine Mitstreiter und mich, umso mehr, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen. Es würde mich freuen, wenn dies mehr Menschen des öffentlichen Lebens machen würden und nicht nur dann, wenn man medienwirksam bei einem aktuellen Vorfall betroffen in die Kamera schauen kann.

Vielen Dank Herr Gallenkamp, ich wünsche Ihnen ganz persönlich viel Erfolg mit Ihrem Engagement.

Das Interview führte Heiko Pohlmann, Herausgeber der HASEPOST.

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Hélène Cixous erhält die Möser-Medaille

Hélène Cixou und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert
Hélène Cixou und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert

Am Donnerstagnachmittag um 17 Uhr ist der Friedenssaal gut gefüllt. Unter dem Publikum lassen sich neben ehemaligen Möser-Medaillenträgern, Abgeordnete und zahlreiche interessierte Bürger finden. Der Grund für das Zusammentreffen ist die Verleihung der wichtigsten Medaille der Stadt: Die Justus-Möser-Medaille.

In diesem Jahr erhielt Hélène Cixous, eine französische Schriftstellerin, die Auszeichnung. In Ihrem Buch „Osnabrück“ (hier bestellen bei Bücher Wenner) erzählt die mittlerweile 80-Jährige die Geschichte ihrer Mutter Eva Klein, die gebürtige Osnabrückerin ist, und in ihrer Jugendzeit aufgrund ihrer jüdischen Herkunft von den Nazis vertrieben wurde. In Ihrer Rede berichtet sie von einem vergangenen Besuch an der Uni in Berlin und auch von Reaktionen aus der Heimatstadt, die das kleine Osnabrück gar nicht kennen und sie sich ständig mit der Frage: „Osnabrück? Was ist das eigentlich dieses Osnabrück?“ konfrontiert sieht.

„Osnabrück“: Nach fast 20 Jahren ins Deutsche übersetzt

Das 1999 entstandene Buch konnte mit Hilfe der Bohnenkamp-Stiftung und der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte im vergangenen Jahr ins Deutsche übersetzt werden. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert betonte in seiner Laudatio, dass Hélène Cixous auf der Grenze des Unmöglichen schreiben würde. Ohne zuvor in Osnabrück gewesen zu sein, schrieb sie „Osnabrück“ und schafft damit ein Osnabrück der Fiktion und des Traums. „Sie schenken Osnabrück eine Heimat im Gedächtnis der Literatur“, lautet es von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Neben dem Roman „Osnabrück“ ist „Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem“ (erscheint im Mai, vorbestellbar bei Bücher Wenner) das zweite Buch der ausgezeichneten Schriftstellerin zum Thema Osnabrück.

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Grundschulen nehmen Anmeldungen am 3/4. Mai entgegen

Symbolbild Grunschule
Symbolbild Grundschule

Für alle Kinder, die in der Zeit 2. Oktober 2012 bis 1. Oktober 2013 geboren wurden, beginnt nach den Sommerferien 2019 die Schulpflicht. Die Eltern der künftigen Grundschulkinder müssen die Schulneulinge in diesem Jahr für den Schulbesuch anmelden.

Anmeldetermine in den Grundschulen der Stadt Osnabrück sind am Donnerstag, 3. Mai, und am Freitag, 4. Mai, jeweils von 8.30 bis 12 Uhr. Aus organisatorischen Gründen kann es bei einigen Grundschulen zu Terminänderungen kommen. Die genauen Termine sowie zusätzliche Termine am Nachmittag können die betroffenen Eltern den Anschreiben der Schulen entnehmen, die Mitte April versandt werden.

Eine Aufstellung der Anmeldetermine an allen Grundschulen in der Stadt Osnabrück finden Sie auf der Homepage der Stadt Osnabrück www.osnabrueck.de/grundschulen/.Die Geburtsurkunde oder das Familienstammbuch müssen bei der Anmeldung vorgelegt werden. Auch das Kind sollte bei der Anmeldung persönlich anwesend sein.

Andere Termine für „Kann-Kinder“

Kinder, die am 2. Oktober 2019 noch nicht sechs Jahre alt sind – sogenannte „Kann-Kinder“ – können im Mai nächsten Jahres angemeldet werden. Entsprechende Informationen sind in der zuständigen Grundschule erhältlich.

Durch die Novellierung des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) wurde der Einschulungsstichtag flexibilisiert. Für Kinder die das sechste Lebensjahr zwischen dem 1. Juli und dem 30. September eines Jahres vollenden, können die Erziehungsberechtigten den Schulbesuch durch schriftliche Erklärung gegenüber der Schule um ein Jahr hinausschieben; die formlose Erklärung ist vor dem Beginn des betreffenden Schuljahres bis zum 1. Mai gegenüber der Schule abzugeben. Sie muss nicht begründet werden.

Die im vergangenen Jahr vom Schulbesuch zurückgestellten Kinder müssen erneut bei der zuständigen Schule angemeldet werden.

Deutschkenntnisse werden geprüft

In Zusammenhang mit der Anmeldung findet eine Sprachfeststellungsprüfung statt. Dabei wird geprüft, ob die deutschen Sprachkenntnisse des Kindes ausreichen, um dem Unterricht folgen zu können. Weitere Informationen erhalten die Erziehungsberechtigten bei der Anmeldung.

Informationen zu den Schuleinzugsgebieten sowie nützliche Hinweise für den Schulweg, wie Verkehrsbelastung und Zebrastreifen sind auch im Internet zu finden unter http://geo.osnabrueck.de/schuleinzug

Diese Termine gelten auch für die Anmeldung zu der in Trägerschaft der Schulstiftung des Bistums Osnabrück stehenden „Drei-Religionen-Schule, Johannisgrundschule“. Die Anmeldungen erfolgen am Donnerstag, 3. Mai, und am Freitag, 4. Mai, jeweils von 8 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr in der Drei-Religionen-Grundschule, Johannisgrundschule, Süsterstraße 8 bis 10, 49074 Osnabrück.

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Osnabrück Schinkel: Ermordete Mutter lag tot in der Garage

Zivilpolizist, SEK
Symbolfoto: Andreas Trojak CC BY 2.0

Am Morgen nach den ersten Berichten über eine im Osnabrücker Schinkel tot aufgefundene Frau, werden erste Details bekannt.

In der am Donnerstag von Polizei und Staatsanwaltschaft angekündigten Erklärung heißt es, dass die bei einer Suchaktion eingesetzten Polizeibeamten den Leichnam der Frau in einer Garage aufgefunden hatten.

Eine aufmerksame Kollegin der Frau, deren Alter mit 61 angegeben wird, brachten die Beamten auf die richtige Fährte. Am Mittwochabend erstattete eine Zeugin eine Vermisstenanzeige bei der Polizei, da die 61-Jährige seit einigen Tagen nicht mehr bei der Arbeit erschienen war. Als Beamte daraufhin die Wohnadresse im Stadtteil Schinkel aufsuchten, ergaben sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei der Befragung eines Angehörigen – vermutlich der Sohn – Ungereimtheiten zum Verbleib der Frau.

Sohn verstrickte sich in Ungereimtheiten

Die Ungereimtheiten führten dazu, dass nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Osnabrück das Grundstück nach der 61-Jährigen abgesucht wurde. Bei der Durchsuchung entdeckten die Beamten wenig später dann den Leichnam der Frau in einer Garage. Da Hinweise auf einen gewaltsamen Tod der Frau vorlagen, nahmen die Polizisten den Sohn vorläufig fest.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Mann am Donnerstag einem Haftrichter des Amtsgerichtes Osnabrück vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags erließ. Der 31-Jährige machte gegenüber der Polizei keine Angaben und lässt sich anwaltlich vertreten.

Massive Gewalteinwirkungen

Die Verstorbene wurde am Donnerstagnachmittag obduziert. Dabei wurden massive Gewalteinwirkungen gegen den Körper festgestellt. Der Ermittlungen der Mordkommission dauern an.

 

Symbolfoto: Andreas Trojak CC BY 2.0

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Taxifahrer müssen sich in Osnabrück bald ausweisen

Taxiausweis nach Taxiordnung
Taxiausweis, Osnabrück

Besondere Freundlichkeit, nachgewiesene Deutsch- und vor allem fundierte Ortskenntnisse sind im Entwurf der neuen Taxiordnung, die von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Taxigewerbe erarbeitet wurde, nicht zu finden.

Allerdings wird es in Zukunft für den Fahrgast leichter seinen Chauffeur zu identifizieren, wenn es erstmals einen von der Stadt erstellten Fahrerausweis geben wird.
Selbstverständlichkeiten, wie eine angemessene Radiolautstärke, Sauberkeit des Autos, die Beachtung der Straßenverkehrsordnung und dass dem Fahrgast auf Wunsch beim Beladen des Kofferraums geholfen wird, sollen ebenfalls zukünftig Bestandteil einer verbindlichen Regelung sein.

Anders als in vielen anderen Städten, war in Osnabrück bislang nur geregelt welcher Fahrpreis vom Fahrgast zu entrichten ist, eine „Taxenordnung“ gibt es voraussichtlich erst ab der zweiten Jahreshälfte 2018.

Taxifahrer wollen mehr Rechte

Hintergrund für die Neuregelung war nicht etwa eine Charme- oder Qualitätsoffensive des Transportgewerbes, sondern der Wunsch nach zusätzlichen Aufstellflächen außerhalb der oft recht knapp bemessenen Taxistände, zum Beispiel am Rande der Altstadt, vor dem Alando Palais oder der OsnabrückHalle.

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Nach dem Vorbild der Oldenburger Taxiordnung wurde zusammen mit der Stadtverwaltung ein Verfahren entwickelt, wie demnächst auch außerhalb der Taxistände zusätzliche Droschken bereitgestellt werden dürfen. Bis ein derartiger Platz genehmigt wird, der auch Einschränkungen, zum Beispiel für spezielle Behindertenfahrzeuge beinhalten kann, ist ein bürokratisches Genehmiguns- und Antragsverfahren zu durchlaufen.
Nach Angaben von Norbert Obermeyer, Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr, ist der Aufwand dafür aber überschaubar. Sonderregelungen, zum Beispiel für die Maiwoche oder den Weihnachtsmarkt sind auch denkbar.

Verwaltung nicht über Gespräche von Politik und Taxigewerbe informiert

Der Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung hat die Taxenordnung ohne Empfehlung an den Stadtrat weitergegeben, da Oliver Hasskamp (FDP) daran erinnerte, dass es vor der kommenden Ratssitzung im Mai noch Gespräche zwischen Politik und Taxigewerbe geben wird, worüber Verwaltungschef Frank Otte nach eigenen Angaben nicht informiert war.

Taxifahrer kassieren Behinderte ab

Im Verlauf der Ausschussitzung stellte sich auch heraus, dass einige Taxifahrer 10 Euro für die Beförderung von Rollstulfahrern verlangen. Eine derartige Gebühr ist jedoch in der geltenden Tarifordnung überhaupt nicht vorgesehen.
In einer möglichen Neufassung der Gebührenordnung, an der in der Verwaltung bereits gearbeitet wird, soll dieser Behinderten-Aufschlag allerdings künftig festgesetzt werden, so Norbert Obermeyer von der Verwaltung.

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