Wie alt die Regelung ist, ist nicht bekannt. Vermutlich fuhren seinerzeit noch die Züge mit Dampf und Opa lief mit kurzen Hosen und Holzgewehr durch die Gegend.

Ernst nimmt das Verbot, das es Herrchen und Frauchen verbietet zum Spargel- oder Tulpenkauf den Vierbeiner mit auf den Wochenmarkt zu nehmen, ohnehin niemand. Unserer Redaktion sind keine Fälle bekannt, dass das eifrige OS-Team versucht hat dieses Relikt aus ferner Verwaltungsvergangenheit durchzusetzen oder gar mit einem Bußgeld zu verfolgen. Auch die Verwaltung argumentiert gegenüber der Lokalpolitik, dass dieses Verbot überkommen und kaum durchsetzbar ist.

Mit der neuen Marktordnung, die in der vergangenen Woche vom zuständigen Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung auf den Wege gebracht wurde, wird das Hundeverbot für die innerstädtischen Wochenmärkte gekippt.

 


Marktzeiten sollen flexibler werden

Wie der zuständige Verwaltungsmitarbeiter, Jürgen Wiethäuper, den Ausschussmitgliedern erläuterte, ist der Hintergrund für die Neufassung der Marktordnung jedoch ein anderer.
Bislang war das Ende der Osnabrücker Wochenmärkte einheitlich auf 14:00 Uhr festgelegt. Mangels Nachfrage von Seiten der Marktbesucher enden die Märkte an der Lerchenstraße, der Ebertallee, dem Ledenhof und Am Riedenbach aber oft schon um 13.00 Uhr. Die Marktbeschicker räumen dann auch eilige das Feld um am Nachmittag ihre Stände in den Umlandgemeinden aufzubauen – was für sie wichtig ist, um wirtschaftlich bestehen zu können.

Bislang waren die Öffnungszeiten der Wochenmärkte so geregelt, dass vom 01. Mai bis 30. September um 7.00 Uhr und vom 01.Oktober bis 30. April um 8.00 Uhr der Wochenmarkt beginnt.
Zukünftig soll die Regelung flexibler formuliert werden. Die Wochenmärkte beginnen dann für die Beschicker „spätestens um 8:00 Uhr“ und enden jeweils um 13:00 Uhr, an Samstagen um 14:00 Uhr.