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Circus Krone verschenkt 700 Freikarten an Sozialschwache

Jana Lacey-Krone
Pferd und Jana Lacey-Krone (v.l.n.r.)

Circus Krone, der der nach eigenen Angaben „größte Circus der Welt“, hat der Stadt Osnabrück ein Geschenk gemacht.

Jana Lacey-Krone, die Direktorin des Münchner Circusunternehmens ließ 700 Freikarten für Sozialbetreute und Heimkinder überreichen. Die Ehrenkarten, deren Ausgabe nur über die Stadtverwaltung erfolgt, haben in der Nachmittags-Vorstellung des 4. Juli und 5. Juli – um 15.30 Uhr – Gültigkeit.

Circus Krone steht in der Kritik, trotz eines bereits vor zwei Jahren vom Stadtrat beschlossenen aber rechtlich nicht durchsetzbaren Wildtierverbots, erneut mit derartigen Dressurnummern in der Stadt zu gastieren. Unterstützer des Circus Krone schrieben in der vergangenen Woche einen offenen Brief an Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Der Zirkus wird vom 4. Juli bis 10. Juli an der Halle Gartlage in Osnabrück gastieren und täglich zwei Vorstellungen geben.

AFP

Morgenland Festival will Podiumsdiskussion zu Antisemitismus-Vorwürfen

DJ Hello Psychaleppo
Hello Psychaleppo, Foto Leva Saudargaitė

Nachdem HASEPOST am Freitagvormittag in einem Artikel die Frage in den Raum gestellt hat, ob ein antisemitisch agierender Künstler zum Morgenland Festival eingeladen wurde, gab es unterhalb des Facebook-Teasers zum Artikel lebhafte Diskussionen. Zwischenzeitlich meldeten sich auch die Organisatoren des Morgenland Festivals mit einem etwas ausführlicherem Statement als das, was wir auf unsere erste Anfrage erhielten.

Allen Kritikern unseres ersten Artikels empfehlen wir die Lektüre der darin bereits verlinkten Artikel von taz und Tagesspiegel in denen die Hintergründe der israelfeindlichen BDS-Aktion in Berlin erläutert werden, an denen sich der umstrittene DJ Hello Psychaleppo beteiligt haben soll.
Ebenfalls lesens- bzw. hörenswert (hier der Audiobeitrag) ist der Bericht des Deutschlandfunks über Hintergründe zu der antisemitisch agierenden BDS-Organisation und ihren Verbindungen zu radikalen Palästinensergruppierungen und der Terrorgruppe Hamas.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei Festivalleiter Michael Dreyer, dass er sich nun doch ausführlicher zu Wort meldet. Die vorgeschlagene Podiumsdiskussion finden wir spannend und wir werden weiter darüber berichten.

Wir fügen hier unten auch ein Statement des DJ Hello Psychaleppo (in Englisch) bei. Der junge Syrer argumentiert u.a. mit dem bekannten „Ich bin auch Semit, daher kann ich kein Antisemit sein“, hierzu gibt es eine lesenswerte Feststellung auf der Website »Nichts gegen Juden.«, einem Projekt der Amadeu Antonio Stiftung. 

Titelfoto: Hello Psychaleppo von Leva Saudargaitė (PR Morgenland Festival)


STELLUNGNAHMEN

von Festivalleiter Michael Dreyer und von Samer Saem Eldahr (alias DJ Hello Psychaleppo) zu einem Beitrag auf www.hasepost.de vom 15.06.2018

Osnabrück, 15.06.2018

Michael Dreyer:

Ich nehme hiermit Stellung zu einem Beitrag der Hasepost vom 15.6.2018. In ihm wird dem Morgenland Festival Osnabrück vorgeworfen, antisemitische Künstler einzuladen:  [Anmerkung der Redaktion: Es war kein Vorwurf sondern die Diskussion einer Frage, die eine E-Mail aufgeworfen hat, die in CC an unsere Redaktion gelangte und an das Morgenland Festival adressiert war.]

 Seit nunmehr 14 Jahren gibt es das Morgenland Festival Osnabrück. Kein einziges Mal ist es hier zu antisemitischen Äußerungen gekommen. Regelmäßig haben wir jüdisch-israelische Gäste.

Es war die persönliche Entscheidung von Samer Saem Eldahr (alias DJ Hello Psychaleppo), einen Auftritt bei Pop-Kultur abzusagen, da offensichtlich die Künstler nicht über die Unterstützung des Festivals durch die israelische Botschaft informiert waren.

Jüdisch-israelische Künstler würden höchstwahrscheinlich einem Festival fernbleiben, das finanziell von der iranischen Regierung unterstützt wird. Man braucht nicht einmal das Pulverfass Nahost heranziehen: würde das Morgenland Festival von der aserbaidschanischen Regierung unterstützt, hätten wir wahrscheinlich keine armenischen Gäste und umgekehrt. In all diesen Fällen ist es das gute Recht eines jeden einzelnen Künstlers, sich zu entscheiden. Dies ist eine traurige politische Realität, die weder wir noch die Künstler zu verantworten haben.

Würden auf einer Veranstaltung unseres Festivals antisemitische Inhalte verbreitet, wäre es selbstverständlich meine Aufgabe, dies zu unterbinden, aber eine Kritik an der Politik des Staates Israel mit Antisemitismus gleichzusetzen halte ich für vereinfachend und gefährlich und schließe mich dem nicht an.

Gerne möchte ich in naher Zukunft eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema organisieren. Ich denke, das Thema ist zu relevant, um in kurzen Statements abgehandelt zu werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Dreyer
Künstlerischer Leiter/ Morgenland Festival Osnabrück


Samer Saem Eldahr (alias DJ Hello Psychaleppo):

„I’m %100 NOT anti-Semitic, I’m a Semite myself and all those accusations are completely false. I’m not a BDS member or a supporter of ANY organization or party. I am my own person, and I refuse to be controlled or manipulated by anyone whatsoever. I quit the festival last year not because of any religious, ethnical or racial purposes. I quit because I’m against oppression in any kind or form coming from any person.“

AFP

Osnabrücker KME steht vor Übernahme eines ostdeutschen Wettbewerbers

KME Osnabrück
Foto: Gerd Fahrenhorst CC BY 4.0

Noch ist alles sehr vage, die Mitarbeiter in Osnabrück wurden bislang nur knapp über das „Schwarze Brett“ und ohne Nennung von Details informiert. Doch wenn die Unterschriften unter die Papiere kommen und die Kartellbehörden zustimmen, könnte für die in Osnabrück ansässige KME eine neue Produktionsstätte im östlichen Harzvorland hinzukommen.

Nach Angaben des MDR wurde die Belegschaft der Mansfelder Kupfer- und Messing GmbH (MKM, ca. 1.200 Mitarbeiter) in Hettstedt bereits am Mittwoch über den sich anbahnenden Verkauf informiert. Am ostdeutschen Standort soll, so die IG Metall, große Verunsicherung herrschen. Dort sieht man sowohl Chancen wie auch Risiken.

Wie passen die Unternehmen zusammen?

Auch in Osnabrück, so ein KME-Mitarbeiter, der ungenannt bleiben möchte, ist man noch unsicher wie die Unternehmen zueinander passen und ob und in welche Richtung sich Teile der Produktion verlagern könnten.
Für die in italienischem Besitz (Intek Group S.p.A.) befindliche KME AG wäre der Standort in Sachsen-Anhalt der weltweit 15. Produktionsstandort.

Am Freitagnachmittag konnte unsere Redaktion weder bei KME noch bei MKM einen Unternehmensvertreter für eine Stellungnahme erreichen.

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Foto: Gerd Fahrenhorst CC BY 4.0

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Unbekannte schubsten jungen Mann in Osnabrück zwischen Zug und Bahnsteigkante

Bahnsteigkante
Foto: Fleno CC BY-SA 3.0

Ein 18-Jähriger ist gestern im Hauptbahnhof Osnabrück durch das rabiate Verhalten anderer Reisender zwischen Zug und Bahnsteigkante gefallen. Er wurde dabei leicht verletzt. Ein 56-Jähriger bekam einen Faustschlag ins Gesicht.

Gegen 13 Uhr wurde die Bundespolizei informiert, dass es auf dem Bahnsteig zu Gleis 1 beim Ausstieg aus einer Eurobahn zu Tätlichkeiten gekommen sei. Nach bisherigen Erkenntnissen der Bundespolizei richtete sich die Aggression von drei bislang unbekannten und offensichtlich angetrunkenen Männern, gegen eine Gruppe von etwa 15 Personen. Weil es sich beim Ausstieg staute, rempelten sie die Gruppe aus Erwachsenen und Kindern an und schubsten sie zur Seite um den Weg frei zu bekommen. Ein 56-Jähriger wurde durch einen Faustschlag ins Gesicht getroffen. Ein 18-Jähriger wurde derart heftig gestoßen, dass er zwischen Bahnsteigkante und Zug geriet. Dabei zog er sich leichte Verletzungen an einem Bein zu.

Opfer haben türkische Staatsangehörigkeit

Die drei Männer flüchteten sofort danach unerkannt vom Bahnsteig. Die Bundespolizei hat verfügbares Videomaterial gesichert und wird dieses auswerten. Die beiden Geschädigten sind türkische Staatsangehörige. Ob und inwieweit dies bei der Tat eine Rolle gespielt hat, ist derzeit ebenfalls Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Hinweise von Zeugen, die zur Aufklärung des Vorfalls bzw. zur Aufklärung der Identität der Täter beitragen, nimmt die Bundespolizei in Osnabrück unter der Telefonnummer 0541-331280 entgegen.

 

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Foto: fleno.de cc by-sa 3.0

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80-jähriger Osnabrücker „durch Zufall“ neben Bahngleisen entdeckt

Gleisbett / Foto: Bundespolizei
Gleisbett / Foto: Bundespolizei

Einem glücklichen Zufall verdankt ein 80-jähriger Osnabrücker vermutlich sein Leben. Der Mann hatte am Montag seine Wohnung verlassen und wurde am Donnerstag-Vormittag zufällig in einem Gehölz in Hellern, dicht neben der Bahnstrecke nach Münster, gefunden.

Gefunden wurde der Mann im Nahbereich der Düte, einem kleinen Bach der parallel zur Bahnstrecke von Osnabrück nach Münster in einem abseits gelegenen und schlecht zugänglichen Gebiet verläuft. Ein aufmerksamer Arbeiter hatte den alten Mann bei Vegetationsarbeiten entlang der Bahngleise entdeckt. Offenbar lag der Mann schon länger dort und benötigte dringend medizinische Hilfe. Bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt wurde der hilflose 80-Jährige durch eine Streife der Bundespolizei versorgt.

Für den Rettungseinsatz musste die Bahnstrecke für rund 40 Minuten gesperrt werden. Der 80-Jährige wurde zur weiteren medizinischen Versorgung in eine Klinik eingeliefert.

Foto: Bundespolizei

AFP

Antisemitischer Künstler zu Gast beim Morgenland Festival in Osnabrück? [Update]

Morgenland-Festival
Das Morgenland-Festival auf städtischen Plakatflächen

„Mit dem Morgenland Festival hat Osnabrück sich als eines der bedeutenden Zentren für den musikalischen Dialog mit der islamischen Welt etabliert.“ Mit diesen Worten begründete die Stadtverwaltung in der Vorlage VO/2015/6258 den seit vergangenem Jahr aktuellen Zuschussvertrag, der dem am Freitagabend beginnenden Festival jährlich 85.000 Euro aus der Steuerkasse zufliessen lässt.

[Update] Es gibt inzwischen ausführlichere Statements des Künstlers und des Festivalleiters, hier bei uns.Mit „Dialog“ hat es einer der in diesem Jahr eingeladenen Künstler offenbar selbst nicht so. Der aus Syrien stammende Rapper Hello Psychaleppo soll am Samstagabend in der Lagerhalle (ebenfalls massiv finanziell von der Stadt Osnabrück unterstützt) Platten auflegen.
Auch in Berlin sollte der syrische DJ im vergangenen Jahr für Musik beim „Festival Popkultur“ für Stimmung sorgen, die wurde allerdings durch eine antisemitische Aktion, an der auch der Syrer aktiv mitmachte, ordentlich zerstört, wie die Berliner taz berichtete.

Hello Psychaleppo, der auf der Homepage des Morgenlandfestivals als ein Künstler angekündigt wird, der „international für Furore gesorgt hat“, soll zu den Unterstützern der BDS-Bewegung gehören. Ähnlich wie in der Nazizeit unter dem Slogan „kauft nicht bei Juden“, rufen die Anhänger dieser Bewegung zu einem generellen und kompromisslosen Boykott des Staates Israel auf.
Beim Berliner Musikfestival reichte es Hello Psychaleppo und einigen anderen, überwiegend arabischen Künstlern, dass das Festival in der Hauptstadt von der israelischen Botschaft unterstützt wurde, um einen Boykott zu starten.

Die BDS-Bewegung, deren Kürzel für „Boykott, Desinvestition und Sanktionen“ steht, wurde im Berliner Tagesspiegel als „Antisemiten mit freundlichem Antlitz“ bezeichnet. Ziel der der Vereinigung ist letztlich der Untergang des Judenstaates, stellte Tagesspiegel-Redakteur Johannes C. Bockenheimer im oben verlinkten Kommentar fest.

Boykott-Vereinigung im Dunstkreis palästinensischer Terrorgruppen

Zu den Unterstützern der BDS-Bewegung zählen, so das American Jewish Committee, deren Pressesprecher in einer Reportage des Deutschlandfunk zum BDS befragt wurde, auch die Terrororganisation Hamas und die ebenfalls auf der EU-Terrorliste geführte Volksfront zur Befreiung Palästinas.

Zu den Unterstützern des Morgenland-Festivals zählt neben der Stadt Osnabrück u.a. auch die eng mit ihr verbundene Stadtsparkasse Osnabrück, die man sonst nicht im Dunstfeld von Terrorunterstützern erwartet.

Pressesprecher der Stadt schweigt, Festival-Chef wiegelt ab

Mit den Vorwürfen gegen den syrischen Künstler, auf die unsere Redaktion durch eine Leserzuschrift hingewiesen wurde, konfrontierten wir bereits am Mittwoch(!) neben dem Festivalleiter Michael Dreyer auch den Pressesprecher der Stadt Osnabrück, Dr. Sven Jürgensen.
Obwohl die Stadt Osnabrück finanziell und indirekt über die Sparkasse sehr eng mit dem Morgenland-Festival verbunden ist, vertröstete der Pressesprecher unsere Redaktion erst auf eine Rückmeldung am Donnerstag, zog dann jedoch seine Zusage zurück und verwies auf den künstlerischen Leiter des Festivals.

Michael Dreyer gab sich wortkarg und leitete unserer Redaktion nur die Kopie eines Schreibens an die „Münchner Bürger gegen Antisemitismus und Israelhass (MBAI)“ weiter. Diese Gruppierung soll wohl, ebenso wie unsere Leserin, im Vorfeld der Festival-Eröffnung auf die Teilnahme des syrischen DJ an der antisemitisch motivierten Boykottaktion in Berlin hingewiesen haben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben.
Seit nunmehr 14 Jahren gibt es das Morgenland Festival Osnabrück. Kein einziges Mal ist es hier zu antisemitischen Äußerungen gekommen. Regelmäßig haben wir jüdisch-israelische Gäste.
Es war die persönliche Entscheidung von DJ Psychaleppo, einen Auftritt bei Pop-Kultur abzusagen, da offensichtlich die Künstler nicht über die Unterstützung des Festivals durch die israelische Botschaft informiert waren.
Eine Kritik an der Politik des Staates Israel mit Antisemitismus gleichzusetzen halte ich für vereinfachend und gefährlich und schließe mich dem nicht an.

Mit besten Grüßen
Michael Dreyer


Disclaimer: Die HASEPOST steht ein für das Existenzrecht des Staates Israel und bezieht Position gegen jedwede antisemitischen Umtriebe, egal von welcher politischen oder religiösen Seite. Lesenswert dazu auch ein bereits 1971 in der Zeitung „Die Welt“ erschienener Artikel, dem wir uns voll anschließen. „Israel ist nicht irgendein Staat“ […] „Dazu gehört, daß die Feinde Israels nicht unsere Freunde sein können und daß Taktik keinen Raum haben darf, wo Moral uns bindet“.

AFP

Baustelle für Fahrradweg am Wall bringt Verkehr bis in den Hafen zum Erliegen

Lärmkartierung Stau auf der Natruper Straße
Symbolbild Verkehr in Osnabrück

Rund 250 Meter geschützter Fahrradweg soll am Heger-Tor-Wall entstehen. Seit Anfang Mai laufen die vorbereitenden Bauarbeiten – seither reichen die Staus für den PKW-Verkehr bis zum Hasetor und auf die Pagenstecher Straße im Stadtteil Hafen.

Am Donnerstagnachmittag, als unser Foto an der Natruper Straße entstand, zeigte die unter hasepost.de/verkehrslage verfügbare Staukarte deutlich, wie sich am Nachmittag ein kilometerlanger Rückstau bildete, da auf dem vielbefahrenen Wall der Verkehr auf eine Spur verengt wird.

Baustelle für Fahrradweg am Wall bringt Verkehr bis in den Hafen zum Erliegen
Osnabrück am Nachmittag (14.06.2018, 17:25); hasepost.de/verkehrslage

Noch bis Ende der Sommerferien sollen die Bauarbeiten andauern, zeitweise wird es sogar Vollsperrungen des Wallabschnitts geben, jedoch nur in den Nachtstunden.

Wall wird für Fahrradweg schmaler

Die „Protected Bike Lane“, die anstelle eines bereits vorhandenen und von den anderen Fahrspuren separierten Fahrradwegs entsteht, soll zwischen der Dielingerstraße und der Katharinenstraße für mehr Sicherheit und eine Attraktivitätssteigerung des Fahrradverkehrs sorgen. Im Rahmen der Maßnahme werden die Fahrspuren für den motorisierten Straßenverkehr zusätzlich schmaler gemacht, als bisher. Für die 250 Meter Fahrradweg investiert die Stadt 275.000 Euro.

 

AFP

Startschuss für den 6. Zoo-Lauf am 1. September 2018

6. Zoo-Lauf in Osnabrück
6. Zoo-Lauf in Osnabrück. Foto: Jasmin Schulte

Zum sechsten Mal gehen Groß und Klein für den guten Zweck am 1. September im Zoo Osnabrück an den Start. Durch die Teilnahme am Bambini-Lauf, der drei, sechs oder der zehn Kilometer Strecke werden die Kinderprojekte „Sportler 4 a childrens world“ und das Projekt „Deutsch lernen im Zoo“ unterstützt. Anders als in den letzten Jahren findet der Zoo-Lauf dieses Jahr im September und nicht im Juni statt.

Zoopräsident Reinhard Sliwka freut sich schon auf den Zoo-Lauf am 1. September: „Der Zoo-Lauf gehört zur guten Tradition. Mit dem Zoo-Lauf tun die Läufer nicht nur was Gutes für sich und ihre Gesundheit, sondern unterstützen ganz nebenbei noch Kinderhilfsprojekte.“

Was die Teilnehmer erwartet

Der Zoo-Lauf beginnt mit dem Bambini-Lauf über 800 Meter um 18 Uhr durch „Takamanda“. Die sechs Kilometer Nordic Walking Strecke und der drei Kilometer Fun-Lauf durch den Zoo starten um 18:45 Uhr. Es heißt, dass es gerade die zehn Kilometerstrecke doch ein wenig in sich haben wird: Treppen sowie bergauf und bergab soll es zu meistern geben. Dieser wird um 19 Uhr starten und zunächst um und dann durch den Zoo verlaufen. Alle Teilnehmer erhalten einen Gutschein, mit dem sie 50 Prozent Rabatt auf den nächsten Zoobesuch erhalten. Der schnellste zehn Kilometer Läufer wird eine Jahreskarte gewinnen und für die Kinder wird es eine kleine Überraschung geben. Während des Laufs werden alle Sportler mit reichlich Getränken und Obst versorgt werden. Jede Begleitperson, die die eigenen Läuferinnen und Läufer anfeuern möchte, erhält ab 17:30 Uhr freien Eintritt in den Zoo und kann direkt an der Strecke mitfiebern.

9.500 Euro im letzten Jahr

Die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte ist seit sechs Jahren Unterstützer des Zoo-Laufs. „Für uns ist der Zoo-Lauf eine echte Herzensangelegenheit“, so Walter Roppes, Vorstand der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte. Zumeist versucht die Stiftung den Erlös zu verdoppeln. So gelang es im letzten Jahr mit 9.500 Euro die Projekte „Sportler 4 a childrens world“ und das Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“ zu unterstützen. Gerade letzteres Projekt liegt dem Präsidenten des Zoos sehr am Herzen. Er möchte den Zoo Osnabrück als Bildungseinrichtung etablieren. Dafür sieht Reinhard Sliwka das Projekt „Deutsch lernen im Zoo“ als einen wichtigen Schritt an. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Klassen mit einem hohen Migrantenanteil. So sollen Wörter, die außerhalb des alltäglichen Sprachgebrauchs liegen, wie die Bezeichnung „Zebra“, „Tatze“ und Co. spielerisch bei einem Rundgang durch den Zoo erlernt werden.

Jahrelanges Laufen für den guten Zweck

Sportler 4 a childrens world e. V. (s4acw) feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Erst kürzlich hat der 750 Kilometer-Lauf in London stattgefunden, bei dem der Verein nicht nur 37.000 Euro für SOS Kinderdörfer erlaufen konnte, sondern sie haben auch mit der Übermittlung einer Friedensbotschaft von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Schirmherr des Zoo-Laufs, eine Brücke nach London schlagen können. „Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr den Rekord von 560 Teilnehmern knacken können“, freut sich John McGurk, erster Vorsitzender von s4acw. Hier kann sich online angemeldet werden. Für Spontane besteht die Möglichkeit, sich noch am Tag der Veranstaltung vor Ort nachzumelden.

Neuer „Sachsponsor“

Der Zoo-Lauf wird von vielen Sponsoren unterstützt. In diesem Jahr gibt es mit der Osnabrücker IT-Firma TSO DATA einen neuen Sponsor. Dieser wird, geleitet von dem Motto „Aus der Region für die Region“, Sachausgaben wie zum Beispiel die Kosten für das Drucken von Plakaten übernehmen. Die TSO DATA hat allerdings nicht erst dieses Jahr mit dem Zoo Bekanntschaft gemacht, sondern unterstützt seit 2015 den Zoo finanziell. Zusätzlich hat sich TSO DATA dafür ausgesprochen mit einem kleinen Team selbst an den Start zu gehen.

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Shoppingcenter am Neumarkt: Osnabrücker Lokalpolitiker will Baubeginn mit Sekt feiern

"Kachelhaus" am Neumarkt
Osnabrücker Verwaltung und Politik verlieren Shoppingcenter-Ansprechpartner

Es sind eigentlich nur Kleinigkeiten in einem im Detail öffentlich noch unbekannten und bei der Verwaltung noch nicht eingereichten Bauantrag, die am Dienstag vom Stadtrat bestätigt wurden.

Bis zum 16. Juli allerdings muss der Bauantrag eingereicht werden, der wird dann geprüft und genehmigt – wenn alles nach Plan läuft. HASEPOST berichtete bereits am Montag über kleine Änderungswünsche des Investors.

Dass „alles nach Plan“ läuft und es dann tatsächlich losgeht mit der Großbaustelle ist für Vertreter der „Regenbogenkoalition“ im Rat ausgemachte Sache – auch wenn in der Vergangenheit kein Verlass auf die Versprechungen des Investors Unibail Rodamco war und man mit vorschnellem Optimismus schon mächtig daneben lag.

NOZ Abrissanzeige
Die tatsächlich vom Investor eingereichte Abrissanzeige hatte zwar Formfehler und war unwirksam, aber im Februar 2016 wollte die Regenbogenfraktion noch an einen baldigen Baubeginn glauben (Screenshot: noz.de).

Bereits seit einer im Jahr 2016 öffentlichkeitswirksam vorgeführten und in ihrer ursprünglichen Fassung fehlerhaften „Abrissanzeige“, der jahrelange Untätigkeit des Investors folgte, hätte mit dem Abriss der Schrottimmobilien begonnen werden können. Nur: Es passierte nichts!

Bauantrag bedeutet nicht Baubeginn, ist aber teuer

Allerdings, das erklärte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert während der Ratssitzung am Dienstag, bedeutet die Erstellung eines genehmigungsfähigen Bauantrags einen nicht unerheblichen Kostenaufwand im zumindest sechsstelligen Bereich. Angesichts der bereits zweistelligen Millionensumme, die für den Kauf der Schrottimmobilien am Neumarkt und der Johannisstraße aufgewendet wurden, sind das dennoch überschaubare Summen für den global agierenden Konzern aus Paris.
Sollte der französische Investor tatsächlich loslegen, werden am Ende mehr als 100 Millionen Euro an Osnabrücks Problemplatz verbuddelt und verbaut. Auf insgesamt 130 Millionen Euro, von denen 40 Millionen für die Planung und den Grundstückskauf draufgingen, rechnet der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Henning das Engagement der Franzosen hoch und wurde auch am Dienstagabend nicht müde diese Spekulation Investition in den ansonsten global stagnierenden Einzelhandel als wertvolle und vor allem größte Einzelinvestition in der Geschichte Osnabrücks zu loben.

Panzer freut sich – Albrecht zweifelt

„Es geht los, das ist die Botschaft, die sich mit diesem Antrag zeigt. Die Planer werden konkret“, freute sich Heiko Panzer, ebenfalls von der SPD. „Ich hätte einige Kästen Bier wetten sollen“, gibt sich der verkehrspolitische Sprecher der Sozialdemokraten gewiss, dass dem Antrag auch tatsächlich eine Bautätigkeit folgen wird.

Diesen Optimismus wollte Kerstin Albrecht (BOB) nicht teilen und erinnerte an den nie erfolgten Abriss nach der fröhlich in die Kamera gehaltenen Abrissanzeige. Was genau vom Stadtrat verlangt werde, könne sie auch nicht beurteilen, da ihr die Unterlagen viel zu spät zugegangen wären. In einer Hinsicht war sich die BOB-Ratsfrau allerdings sicher: „Die Johannisstraße wird abgehängt und ich glaube diesem Investor kein Wort mehr und ich glaube auch nicht, dass da was kommt!“

Die Kritik von Frau Albrecht erregte den grünen Fraktionsvorsitzenden Michael Hagedorn: „Frau Albrecht, ich glaube Sie wünschen sich, dass das in die Hose geht“, und weiter „das Schlimmste was passieren könnte, wenn der Schrotthaufen bestehen bleibt. Hoffen, wir das das eine positive Wendung nehmen wird.“

Mierke will Sekt trinken, Ellmers will Kachel zur Erinnerung

Wenn die Bagger denn anrücken, will Wulf-Siegmar Mierke (UWG) „eine erste Flasche Sekt köpfen“. In einem Zwischenruf regte ein Ratsmitglied an, den Bagger bei der Gelegenheit dann „Siggi“ zu taufen.
Mierkes Fraktionskollege, Nils Ellmers von den Piraten hingegen wünscht sich eine Kachel als Andenken an das ungeliebte Kachelhaus.

CDU bleibt dagegen

Weiterhin ablehnend bleibt die Osnabrücker CDU. Katharina Pötter erklärte, dass man zwar den Vorgang konstrukitv begleiten werde, aber „wegen marginaler Änderungnen werden wir unsere grundsätzliche Ablehnung nicht aufgeben“.
An die Vertreter der Kaufhausbefürworter gerichtet ergänzte Pötter: „Jetzt seid doch mal ehrlich, alles andere wäre doch verlogen!“

AFP

Angeln mit dem Ferienpass in Osnabrück

Angeln im Sonnenuntergang
Ferien

Kürzlich wurde das neue Programm für den Ferienpass 2018 vorgestellt – inklusive Angeln. Im letzten Jahr hatte es deswegen massive Diskussionen geben. Auf Grund von Druck durch die Organisation „PETA“ war Angeln zunächst aus dem Veranstaltungsheft gestrichen worden. Nach langem hin und her wurde es doch wieder aufgenommen.

Eigentlich soll das Angeln die Kinder in Einklang mit der Natur bringen und ihnen den Wert des Lebens zeigen. Sie sollen lernen, wo ihr Essen herkommt und dass Fische nicht auf Bäumen wachsen. Doch die Organisation PETA sah das ganz anders. Bereits 2016 reichten sie Klage gegen den Ferienpass auf Grund von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ein. Zwar wurde die Klage schnell abgewiesen, da sie keine Begründung hatte, trotzdem wurde Angeln im folgenden Jahr nicht in das Ferienpassprogramm aufgenommen. Wohl deswegen, weil die Stadt keine öffentliche Diskussion auslösen wollte.

Komplette Kehrtwende

Die Stadt Osnabrück teilte damals mit, dass Angeln aus „ethischen und pädagogischen Gründen“ nicht veranstaltet werden würde. Viele Ratsfraktionen und auch die Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung e.V. (NWA), die das Programm betreut, setzte sich danach für den Erhalt der Veranstaltung ein. Seitens der FDP hieß es damals zum Beispiel: „Es ist ein großer Fehler, dass die Stadt Osnabrück das Angeln aus dem Ferienpassprogramm auf Druck der Organisation PETA gestrichen hat. Hier wird dem Gutmenschentum wieder blind der Gehorsam geboten, aus eventueller Angst einer öffentlichen sachlichen Auseinandersetzung.“ Wenig später kam dann die Wende – Angeln sollte nun doch stattfinden. „In einem sehr konstruktiven Dialog aller Gesprächsteilnehmer wurde am Mittwoch eine Basis für ein verantwortungsvolles Vorgehen gefunden“ hieß es damals.

Und in diesem Jahr?

Die Stadt Osnabrück wird in diesem Jahr Angeln mit dem Ferienpass wieder finanziell unterstützen, betreut wird die Veranstaltung aber von der NWA. Zusätzlich wurde 2016 mit einer Crowdfunding-Aktion eine Initiative gegründet, die Kindern das Angeln nähern bringen soll. Sie übernimmt zum Beispiel die Kosten für die Tagesmiete der Forellenteichanlage in Ibbenbüren und beteiligt sich auch aktiv an der Durchführung. Bis auf mit PETA sind sich nun alle Beteiligten einig, dass diese Form von Angeln Kinder näher an die Natur bringt. Von Seiten der NWA wurde nochmal bekräftigt, dass die Teilnehmer die Fische nicht selber töten, und das auch niemand Fische zum Spaß töte. Der Fang des Tages wird danach nämlich bei einem gemeinsamen Grillen zubereitet, oder kann mit nach Hause genommen werden. In diesem Jahr findet Angeln mit dem Ferienpass am 11. Juli statt, Anmeldungen sind hier noch möglich.

AFP