Start Aktuell Center-Investor will womöglich mit dem Abriss am Neumarkt beginnen

Center-Investor will womöglich mit dem Abriss am Neumarkt beginnen

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Ein Kommentar von Heiko Pohlmann

Nein, hier steht jetzt kein Bericht über den vom Investor Unibail Rodamco offenbar gegenüber Vertretern der „Regenbogenkoalition“ angekündigten baldigen Antrag auf den Abriss des grünen Kachelgebäudes am Neumarkt.
Da hätten wir gerne darüber berichtet, auch wenn ich mir hätte eingestehen müssen, dass der von mir vermutete „Rückzug“ des Investors vom Center-Projekt damit wohl vom Tisch ist. Vom Tisch dürfte auch die Öffnung des Neumarkts für den Individualverkehr sein – denn jetzt gibt es ja (vermutlich) bald eine Baustelle.

Was mich zu diesem Kommentar treibt? Die „Regenbogenkoalition“ selektiert offensichtlich bei der Pressearbeit – so wurde unsere Redaktion heute nicht zum Pressetermin eingeladen.


NOZ und Regenbogenkoalition
Da freuen sie sich – vor der Kamera der bestellten Jubelpresse

Hier werde ich auch nicht die Frage näher thematisieren, warum die Information des Investors erst an die Unterstützer-Parteien (SPD, Grüne, FDP, Linke, UWG und Piraten) ging? Warum nicht den üblichen Weg über die Verwaltung, wo ja der Antrag letztendlich gestellt werden muss?

Es war wohl „Rettung in letzter Minute“, denn nun kann die Regenbogenkoalition auf eine bald wirklich reale Baustelle verweisen, die eine vorläufige Sperrung des Neumarkts begründet.
Alle anderen Baustellen, die von Seiten des Stadtbaurats Frank Otte behauptet wurden, erwiesen sich ja als „Phantom-Baustellen“ und führten zur erfolgreichen Klage des Handwerkers Bernd Klute.

Wird in der Sitzung des Verwaltungsausschusses (VA) nun – mit der in letzter Minute erhaltenen Begründung – für eine fortdauernde Sperrung des Neumarkts entschieden? Vermutlich JA.

Ach wie gut, dass der Investor offenbar einen so guten Draht zu „seinen“ Politikern hat! Sie bekommen dafür auch die Informationen aus erster Hand und dürfen die Redaktion der gefällig berichtenden einzigen Tageszeitung am Ort (die übrigens auch gerne zu Exkursionen und Terminen des Investors eingeladen wird) dann exklusiv informieren.
Es läuft ja alles wie geschmiert an der Hase!

Seltsames Verständnis von der Rolle der Presse

Was ich besonders brisant finde, wie die Regenbogenkoalition aus SPD, Grünen, FDP, Linke, UWG und Piraten mit dieser Information gegenüber der Presse und der Öffentlichkeit umging.
Noch am Abend zuvor war ich (Heiko Pohlmann) zusammen mit Vertretern der oben genannten Parteien auf dem Podium des Heimatabends von Kalla Wefel in der Lagerhalle – ein Mitschnitt wird im Laufe des Tages von der HASEPOST online gestellt.
Kalla hatte mich ausdrücklich wegen den von mir recherchierten Hintergründen zur mehrmaligen Verschiebung aller bislang vom Investor genannten Termine eingeladen – auch als Gegengewicht gegen die große Zahl an Vertretern der Befürworter-Parteien.

Offenbar hat man bei SPD, Grünen und ihren kleinen Koalitionären die – überwiegend sachlich verlaufene – Diskussion persönlich genommen? Presse ja, aber nicht, wenn diese auch mal kritisch berichtet oder auf einem öffentlichen Podium mal ein Medienvertreter eine kritische Haltung einnimmt?

Retourkutsche für Kritik beim Heimatabend?

Wie anders als eine „Retourkutsche“ ist zu verstehen, dass die HASEPOST zu dem offenbar eilig am Montagmorgen einberufenen Pressetermin nicht eingeladen wurde? Pikantes Detail am Rande: „Ein sichtlich erleichterter Frank Henning (SPD) hält auf einem von den Kollegen der NOZ veröffentlichten Foto auch noch einen an die NOZ adressierten Umschlag in die Kamera, der wohl symbolisieren soll, dass die Abrissanzeige jetzt auf dem weg ist.

Ist das etwa das Verständnis von Pressefreiheit der Regenbogenkoalitionäre? Eine Monopolzeitung bzw. ein Monopol-Medienhaus in Osnabrück, das gefälligst genehm zu berichten hat, so wie Henning & Co es wünschen? Mögliche Kritik wird durch Selektion vorab unterbunden! Klingt irgendwie grauslich, ist aber Realität in Osnabrück.

Auch die Kollegen der NOZ sollten sich fragen, warum sie dort alleine vor dem Kachelhaus standen. In einem ähnlichen Fall, als Güterbahnhofseigner Ralf Gervelmeyer die Kollegen von OS1.tv von der Berichterstattung ausschliessen wollte, haben wir uns demonstrativ gegen eine Selektion von vermeintlich guten und schlechten Journalisten gestellt und den Pressetermin wieder verlassen.

Screenshot: NOZ App
Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2011 unter dem Titel "I-love-OS", die Ursprungsidee reicht aber auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11


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