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Trotz Super-Sommer: Stadtwerke Osnabrück erhöhen Bäderpreise

Nettebad Osnabrück
Eintrittsbarriere am Nettebad

Personal- und Betriebskosten, die Gründe sind die gleichen wie bei der letzten Preiserhöhung vor knapp drei und vor zwei Jahren: Die Stadtwerke erhöhen erneut die Preise für Ihre Schwimmbäder.

Supersommer spülte kein Geld in Freibadkassen

Ab dem 1. Oktober werden die Eintrittspreise für das Nettebad, Moskaubad und das Schinkelbad um durchschnittlich 6,7 % angehoben, das teilte Bäderchef Wolfgang Hermle am Dienstagvormittag im Pressegespräch mit.

Dass ein Supersommer trotzdem kein Geld in die Kassen spült rechnete der Bäderchef beispielhaft vor. So wurde in diesem Jahr zeitweise doppelt so viel Personal am Beckenrand benötigt wie an durchwachsenen Sommertagen der Vorjahre. Und da der Gesetzgeber pro Badegast 30 Liter Frischwasser verlangt, das trotz Sommerwetter erst noch auf Badetemperatur gebracht werden muss, bedeutet eine tolle Freibadsaison auch zusätzliche Energiekosten. Überschlägig gerechnet brachte das gute Wetter unterm Strich nur ein um etwa 8.000 Nur besseres Ergebnis.

Nutzungsverhalten hat sich deutlich gewandelt

Gleichzeitig kämpfen die Schwimmbäder der Hasestadt – analog eines bundesweit feststellbaren Trends – mit einem geänderten Nutzungsverhalten. Die Zeiten, da „alle“ bei Sommerwetter ins Freibad gingen sind ebenso vorbei wie der Schwimmbadbesuch am frühen Nachmittag. Echte „Spitzen“ an den Kassen erlebten die städtischen Bäder dafür immer häufiger erst um 17 Uhr – und so werden die Badezeiten kürzer und damit auch die Eintrittserlöse geringer.
Ein Lichtblick, so der Bäderchef, sind da die externen Besucher, die aus immer größerer Entfernung nach Osnabrück kommen. länger im Schwimmbad bleiben und pro Kopf deutlich mehr verzehren und bezahlen als die Stammgäste aus der Region.

Nettebad Osnabrück
Der Basispreis für das Nettebad wird ab Oktober um 40 Cent steigen

Während die Preis für Schwimmvereine konstant bleiben, ebenso wie die Eintrittspreise für Kinder (2 Euro), erhöhen sich zum Beispiel die Basistarife – als Teil der „Daseinsvorsorge“ für die Bürger der Stadt – von 4,50 auf 4,80 Euro im Moskau- und Schinkelbad und von 5,80 auf 6,20 Euro im Nettebad zum 1. Oktober.

Kein Sanierungsstau und im Vergleich noch preisgünstig

Im regionalen aber auch bundesweiten Wettbewerb sieht Wolfgang Hermle die Osnabrücker Bäder immer noch als günstig an. Selbst Bäder die deutlich weniger Attraktionen wie Rutschen oder umfangreiche Saunalandschften bieten, sind meist teurer. Regelmäßige Beuscherbefragungen ergeben, dass vor allem auswärtige Besucher, die ein schlechteres Preis/Leistung-Niveau aus ihrer Heimat kennen, Osnabrück ein gutes Zeugnis ausstellen.
Was die Zukunft angeht will Hermle weitere und massvolle Preissteigerungen nicht ausschließen, da die Osnabrücker Schwimmbäder aber keinen Sanierungsstau vor sich herschieben, ist nicht mit bösen Überraschungen zu rechnen.

 

AFP

Neuer Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Osnabrück

Polizeidirektion Osnabrück
Foto: Polizeidirektion Osnabrück

Am 3. September 2018 fand in der Polizeidirektion Osnabrück die Amtseinführung des neuen Polizeivizepräsidenten Michael Zorn statt.

Zur Feierstunde erschienen Landespolizeipräsident Axel Brockmann und die Leiterin des Referates 25 des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, Dr. Susanne Graf, sowie rund 30 Führungskräfte und Verantwortliche der Polizeidirektion Osnabrück.

Die Feierstunde eröffnete Polizeipräsident Bernhard Witthaut: „Ich freue mich sehr, dass wir zukünftig gemeinsam ein verlässliches Team bilden werden – sowohl für die Bürgerinnen und Bürger aber gleichermaßen auch für unsere Kolleginnen und Kollegen. Durch deinen beruflichen Werdegang bringst du eine hohe fachliche und soziale Kompetenz mit, von der wir als Organisation profitieren werden“, so der Polizeipräsident.

Schon seit 38 Jahren bei der Polizei Niedersachsen tätig

Im Anschluss nahm Landespolizeipräsident Axel Brockmann die offizielle Amtseinführung vor. Zorn habe in den zurückliegenden 38 Jahren bei der Polizei Niedersachsen einen beeindruckenden Weg absolviert. Brockmann: „Mit voller Hingabe widmest du dich deinen Aufgaben und giltst als engagierte und leistungsstarke Führungskraft. Du zeichnest dich durch deine Verlässlichkeit und Kommunikationsstärke sowie dein Durchsetzungsvermögen aus. Der Höhepunkt deiner Karriere ist die nun vor dir liegende Tätigkeit.“ Brockmann ergänzte weiterhin, dass diese neue Aufgabe, auch viele Herausforderung mit sich bringt.

Polizeidirektion Osnabrück heißt Zorn willkommen

„Das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit wird jeden Tag neu geprägt von Entscheidungen und Kontakten mit den Bürgerinnen und Bürgern insbesondere im täglichen Dienst und wirkt sich maßgeblich auf das uns entgegengebrachte Vertrauen aus. Zudem sind die Erwartungen innerhalb unserer Organisation hoch und erfordern eine von Offenheit und Vertrauen geprägte Führungskultur. Michale Zorn lebt diesen Führungsstil und wird ihn auch zukünftig noch stärker einfließen lassen“, so Brockmann abschließend.

Auch die Vorsitzende des Bezirkspersonalrats der Polizeidirektion Osnabrück, Helen Sievers, fand herzliche Worte: „Du giltst als Mann der Tat und trägst dein Herz am rechten Fleck. Von Seiten des Bezirkspersonalrats wünschen wir dir eine ruhige Hand für besonnene Entscheidungen.“

Zorn kehrt zu seinen beruflichen Wurzeln zurück

Der Festakt endete mit der Antrittsrede des neuen Polizeivizepräsidenten, der sprichwörtlich zu seinen beruflichen Wurzeln zurückkehrt. 1981 fing er bei der niedersächsischen Polizei an und begann seine Laufbahn unter anderem im Einsatz- und Streifendienst in Osnabrück. Nun kehrt er zurück als Polizeivizepräsident und tritt damit die Nachfolge von Friedo de Vries an, der Präsident des LKA geworden ist. Michael Zorn: „Unser Ziel muss es sein, trotz einer veränderten Sicherheitslage, Handlungsfähig zu bleiben und Abläufe zu standardisieren. Nur gemeinsam können wir unseren gesetzlichen und gesellschaftlichen Auftrag erfüllen und dafür werde ich mich jeden Tag einsetzen. Ich bedanke mich für das große mir entgegengebrachte Vertrauen.“

12 Jahre im Niedersächsischen Innenministerium

Viele berufliche Stationen prägen das Leben des Leitenden Polizeidirektors: Seit 1988 war Zorn im Landeskriminalamt Niedersachsen tätig und hatte unter anderem die stellvertretende Leitung des Spezialeinsatzkommandos Niedersachsen inne. Nach 12 Jahren im Niedersächsischen Innenministerium wechselte er 2012 zur Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen und war als Abteilungsleiter für die Belange der Bereitschaftspolizei in Niedersachsen verantwortlich. Bei der Bewältigung von Großlagen im ganzen Bundesgebiet, konnte Zorn sein Können unter Beweis stellen – so auch 2017 beim OSZE und G20-Gipfel als Einsatzabschnittsleiter der Spezialeinheiten.

Foto (von links nach rechts): Polizeipräsident Bernhard Witthaut, Polizeivizepräsident Michael Zorn, Landespolizeipräsident Axel Brockmann

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Stadtverwaltung Osnabrück von Straßensperrung durch Bahn überrascht

Sperrung An der Petersburg
Sperrung An der Petersburg

Gerade einmal knapp zwei Arbeitstage vor einer neuerlichen Sperrung der Straße an der Petersburg wurde die Osnabrücker Stadtverwaltung von dem baustellenbedingten Eingriff in den Straßenverkehr informiert, wie unsere Redaktion sowohl von der Bahn als auch von der Verwaltung erfuhr.

Erstmals im Februar, und dann viel länger als geplant, und nochmals im Mai, ebenfalls ohne großartige Vorwarnung, sorgte die Brückenbaustelle der DB für Unmut bei Anliegern und Pendlern. Mit der Baustelle war und ist jetzt erneut die direkte Verbindung zwischen den Wällen und der Hannoverschen Straße unterbrochen – wenn auch aktuell nur stadtauswärts.

Gerhard Meyering, Mitarbeiter im Presseamt der Stadt Osnabrück, fragte für unsere Redaktion bei seinen Kollegen im Bau-Ressort nach und erfuhr, dass die Ankündigung der neuerlichen halbseitigen Sperrung erst am Donnerstag durch die Bahn eingereicht wurde. Eine Vorabinformation der Presse und damit der Anlieger und Pendler erfolgte nicht.

An der Petersburg, Bahn, Baustelle
Déjà-vu für viele Pendler – die Umleitung hatten wir doch schon mal?

Bahn erklärt die Sperrung als „unumgänglich“

Damit konfrontiert bestätigte Egbert Meyer-Lovis, Pressesprecher und Leiter Kommunikation im Regionalbüro Nord der Deutschen Bahn diese Information. „Es gab und gibt zwar schon Gespräche mit der Stadt, aber der schriftliche Antrag wurde leider erst am Donnerstag der vergangen Woche einreicht.“ Allerdings sei die Teilsperrung „unumgänglich“, so der Bahn-Sprecher, „um die erforderlichen Arbeiten unter der Brücke realisieren zu können“.

Wie lange die neuerliche Sperrung andauern wird, darüber gab es sowohl von der Stadt wie auch von der Deutschen Bahn keine Information.

AFP

Aktionstage „Heimat shoppen“ in Osnabrück werben für eine lebendige Innenstadt

Heimatshoppen 2018
Foto: Stephan Gerecht, OMT

Offline statt Online – eine derart verkürzte Beschreibung ist den Planern des zweiten „Heimat Shoppen“ in Osnabrück zu simpel, denn viele Osnabrücker Unternehmen organisieren sich inzwischen erfolgreich in beiden Welten. Kommenden Freitag und Samstag und nochmals beim verkaufsoffenen Sonntag im Oktober, steht allerdings die Offline-Welt des lokalen Einzelhandels und die Attraktivität der Innenstadt im Mittelpunkt.

Seit 2014 gibt es die Aktionstage „Heimat Shoppen“ berichtet IHK-Projektleiter Falk Hassenpflug im Pressegespräch, und es ist inzwischen eine bundesweite Erfolgsgeschichte, die inzwischen zum zweiten Mal in Osnabrück fortgeschrieben wird.

Der lokalen Wirtschaft eine Plattform geben

„Lokale Wirtschaft leistet mehr als nur Nahversorgung vor Ort. Sie engagiert sich auch für das Lebensumfeld, unterstützt Vereine und Initiativen. Wir wollen der lokalen Wirtschaft eine Plattform geben – online wie offline“, so Falk Hassenpflug.
Damit die Wirtschaft am kommenden Wochenende (7. und 8. September 2018), und danach nochmals am geplanten verkaufsoffenen Samstag (7. Oktober), offline glänzen kann, haben sich zahlreiche Einzelhändler, die IHK, der Osnabrücker City Marketing e.V. (OCM) und die Osnabrück-Marketing und Tourismus GmbH (OMT) einiges einfallen lassen.

An den Aktionstagen werden Promoter sowie ein Sign Spinner durch die Einkaufsstraßen ziehen und auf das Thema „Heimat shoppen“ aufmerksam machen. Neben Informationsflyern und Papiertüten verteilen sie außerdem Rabattcoupons mit tollen Angeboten und Überraschungen der elf teilnehmenden Händler: In diesem Jahr beteiligen sich Leder Rabe, Galeria Kaufhof, street shoes, TIGER – flying tiger copenhagen, KULT, Bücher Wenner, Kolkmeyer – Haus der Weltzeituhren, neumarkt apotheke, Betten Kirchhoff, die Stadtbäckerei und die Tourist Information. Außerdem dabei ist der Pop-up Regionalladen in der Theaterpassage (Eingang Domhof).

„Die Heimatshoppen-Aktionstage sind bereits fester Bestandteil unseres Projektkalenders. Gemeinsam mit den Akteuren aus der City wollen wir mit wechselnden Aktionen auf die Bedeutung des lokalen Handels aufmerksam machen und die Kunden für dieses Thema sensibilisieren“ sagt Petra Rosenbach, Geschäftsführerin der OMT.

HASEPOST bietet Sonderkonditionen für lokale Unternehmen

Unternehmen, die einfach mal Onlinewerbung ausprobieren wollen oder die Chance nutzen möchten besonders günstig bei der HASEPOST zu werben, machen wir es einfach.
Im Aktionsbanner steht eine Werbefläche im Format 635 x 88 Pixel zur Verfügung („normal“ hat so ein Banner die Abmessungen 728 x 90 Pixel). Dieser Banner kann zum pauschalen Preis von 50 Euro gebucht werden und ist an sechs Tagen rund um das „Heimat Shoppen“ online. Während dieses Zeitraums werden alle „Netzwerk-Banner“ von Google & Co. auf der HASEPOST.de abgeschaltet!
Die 50 Euro für den Aktionsbanner werden komplett als Spende an die Aktion „Wir starten gleich!“ gespendet.

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Simpsons-Zeichner in der Kamp-Promenade

Am Samstag, 08. September veranstaltet die Kamp-Promenade von 11 bis 18 Uhr eine Autogrammstunde mit dem Simpson-Zeichner Phil Ortiz. Aus rechtlichen Gründen darf Ortiz sein Autogramm inklusive einer kleinen Zeichnung einer Simpsons-Figur nur auf Simpsons-Produkten, wie Comics, DVDs und Postern geben, oder natürlich in Autogrammbüchern – die Autogramme sind kostenlos. Auf Wunsch portraitiert der Künstler die Simpsons-Fans sogar für € 30,00 in seinem ganz eigenen Zeichenstil.

Pop-up-Regionalladen in der Theaterpassage

„Heimat shoppen“ im Wortsinn ist an den Aktionstagen im „Pop-up-Regionalladen“ möglich. Dafür hat das städtische Projektbüro „Wirtschaftsförderung 4.0“ vier leer stehende Ladenlokale in der Theaterpassage angemietet, in denen ein temporärer Regionalladen eingerichtet wird. Produzenten aus Osnabrück und der Region erhalten hier die Möglichkeit, ihre Produkte zu präsentieren und zu verkaufen. Angeboten werden handwerkliche Erzeugnisse, Naturkosmetik und Feinkost. Frische Produkte aus der regionalen Landwirtschaft hingegen finden Besucherinnen und Besucher am Samstag wie gewohnt auf dem Wochenmarkt direkt nebenan. Der Regionalladen ist am Freitag und Samstag jeweils von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
Projektleiterin Christine Rother wird Gesprächspartnerin vor Ort sein und über das Modellprojekt „Wirtschaftsförderung 4.0“ berichten.

Titelfoto: (v.l.) Petra Rosenbach (OMT), Holger Bulk (Leder Rabe), Christine Rother (Wirtschaftsförderung 4.0); Falk Hassenpflug (IHK), Katrin Holtgräwe (OMT); Foto: Stephan Gerecht

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WOHNTON bringt Musik in Osnabrücker Wohnzimmer

Wohnton

Das WOHNTON-Hausmusikfestival des Osnabrücker Symphonieorchesters geht an diesem Wochenende in die zweite Runde. Zuhörer können hautnah dynamische Ensembles und intensives Musizieren in den Wohnzimmern Osnabrücks erleben. Zu hören gibt es klassische Musik,  Jazz, Hausmusik für Horn und Harfe und barocke Kantaten.

Zum zweiten Mal findet das Hausmusikfestival WOHNTON am Freitag, 7. September, und am Samstag, 8. September, in Osnabrück statt. An beiden Tagen geht es um 18.30 Uhr los. Auf insgesamt sechs verschiedenen Promenaden kann das Publikum durch die Osnabrücker Innenstadt wandeln. In den Wohnzimmern werden in gemütlicher Atmosphäre Kammermusikstücke aus vier Jahrhunderten gespielt.

Klassische Musik aus nächster Nähe erleben

Initiiert wird WOHNTON vom Theater Osnabrück und dabei vom Musikverein Osnabrück unterstützt. „Es ist eine innovative Idee, die Musik aus dem Theater in die Wohnzimmer der Stadt zu bringen. Denn die Zuhörer erleben die Musiker aus nächster Nähe.“, so Andreas Hotz, Generalmusikdirektor des Theaters Osnabrück. „Damit wollen wir auch Menschen ansprechen, die sonst nicht ins Theater gehen.“, führt er weiter aus. Die Musiker können sich ihr Spielprogramm selbst aussuchen. Auch für sie ist die Veranstaltung etwas Besonderes: „Für uns ist ein Wohnzimmerkonzert eine neue Erfahrung. Deswegen freuen wir uns sehr auf die entspannte Atmosphäre im kleinen Rahmen.“, sind sich Anton Govorun und Nikola Pancic des Konzertmeistertrios einig.

Musikalisches Programm auf den Promenaden Andate, Aellgro und Presto

In unterschiedlicher Reihenfolge erklingt auf den Promenanden, mit den stimmungsvollen Titeln Andante, Allegro und Presto, das gleiche Programm. Damit sich niemand verläuft, führen Promenadenguides zu den jeweiligen Spielorten. Unter anderen sind mit dabei die Ergothearpiepraxis Hildebrand und Weinmann, die Boutique Chritiane Schwarzwald und das Keramikatelier Plashues. Für alle Routen geht es mit einem Barockkonzert in der Bergkirche los. Danach führen die Promenaden Andate und Allegro auf kurzen Fußwegen zu den musikalischen Stationen. Die Gesamtlänge der einzelnen Promenaden beträgt zwischen 2,5 und 3,3 Kilometern. Erstmals wird die Route Presto mit einem Shuttle-Bus befahren. Abschließend kommen alle Promenadengänger im Foyer des Theaters Osnabrück zusammen. Dort können die Zuhörer den Abend mit einem Jazz-Konzert ausklingen lassen. Auch für das kulinarische Vergnügen ist gesorgt: Eine Cateringstation ist auf der Hälfte jeder Route vorgesehen. Hier werden Getränke und ein kleiner Imbiss angeboten.

Resttickets sind noch verfügbar

Noch sind Tickets für einzelne Routen bei der Theaterkasse oder an der Abendkasse der Bergkirche zu erwerben. Ein Tagesticket gibt es für 39 Euro. Schüler/innen und Studierende können diese vergünstigt für 19 Euro bekommen.

Von links nach rechts: Christiane Schwarzwald (Inhaberin Boutique Schwarzwald), Anton Govorun, Nikola Pancic, Michal Majerski (Konzertmeistertrio), Armin Würz (Musikverein Osnabrück)

AFP

Neuer Rekord: 610 Läufer beim 6. Osnabrücker Zoo-Lauf

Zoo-Lauf Osnabrück
Foto: Lisa Josef, Zoo Osnabrück

Bei optimalem Lauftemperaturen liefen am Samstag insgesamt 610 kleine und große Lauf-Fans zugunsten von Kindern durch den Zoo Osnabrück – ein neuer Rekord. Der nächste Zoo-Lauf für das kommende Jahr ist schon in Vorbereitung.

Vom 6. Zoo-Lauf profitieren erneut die Kinderprojekte der Veranstalter, „Sportler 4 a childrens world“ und der Zoo Osnabrück. Die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die den Zoo-Lauf in den vergangenen Jahren bereits mit knapp 19.000 Euro unterstütze, wird den Reinerlös des Charity-Laufs zusätzlich aufstocken.

Zoo-Lauf Osnabrück
Beim Zoo-Lauf im Zoo Osnabrück treten als erstes die Kinder bei der Bambini-Strecke über 800 Meter an (linke Seite (v.l.n.r.): Uwe Langner (TSO-DATA), Heike Siebert (Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte), rechte Seite: (v.l.n.r.): Reinhard Sliwka (Zoopräsident), Dr. E.h. Fritz Brickwedde (Ratsmitglied und in Vertretung für Schirmherr und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert), John McGurk); Foto: Lisa Josef, Zoo Osnabrück

„Bambini-Lauf“ durch die afrikanische Tierwelt „Takamanda“

Insgesamt 95 Kinder eröffneten den 6. Zoo-Lauf um 18 Uhr traditionell mit dem 800 Meter Bambini-Lauf durch die afrikanische Tierwelt „Takamanda“ und gaben hier schon mal Vollgas. Während es im Anschluss für die jüngsten Teilnehmer auf geführte Expeditionen durch den Zoo ging, machten sich 175 Erwachsene und Jugendliche um 18:45 Uhr am Löwenrondell startklar für den 3,3 Kilometer Fun-Lauf und die 6,6 Kilometer Nordic-Walking-Strecke. Die meisten Läufer, insgesamt 340, gingen kurz im Anschluss um 19 Uhr beim rund 10 Kilometer Lauf um und durch den Zoo an den Start. „Es ist überwältigend, wie viele Teilnehmer dieses Jahr beim Zoo-Lauf angetreten sind. Denn jeder einzelne von ihnen engagiert sich mit seiner Teilnahme für Kinderprojekte und setzt somit ein tolles Zeichen“, freut sich John McGurk, 1. Vorsitzender „Sportler 4 a childrens world“ (s4acw). Der Verein feiert in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag. Von dem Lauf profitieren wie in den Jahren zuvor die Kinderprojekte der Veranstalter, „s4acw“ und der Zoo Osnabrück. Der Reinerlös wird auch in diesem Jahr wieder von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte aufgestockt.

Familienjahreskarte für schnellste Läufer

Für die Rekord-Teilnahme bedankte sich McGurk vor dem rund 10 Kilometer Lauf bei allen Läufern: „Heute so viele Menschen hier zu sehen, berührt mich wirklich sehr. Schritt für Schritt helfen wir gemeinsam Kindern in Notsituationen.“ Bislang lag der Rekord bei 560 Läufern im Jahr 2014. In einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer und Veranstalter notleidenden Kindern in der Welt. Neben der Förderung und dem Schutz von Kindern stand beim Zoo-Lauf natürlich der Sport im Fokus: Schnellste Läuferin und schnellster Läufer beim rund 10 Kilometer Lauf waren Marie Lienemann (Zeit: 40,13 Min.) und Ronny Seidel (Zeit: 34,03 Min.). Bei der Siegerehrung um 20 Uhr erhielten beide Sportler als Gewinn eine Familienjahreskarte für den Zoo Osnabrück. Doch auch die anderen Läufer gingen nicht leer aus: Als Dankeschön gab es für alle Teilnehmer einen 50 Prozent Rabattgutschein für den nächsten Zoobesuch (einlösbar bis zum 01. Oktober 2018).

Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte unterstützt erneut

Neben den vielen Teilnehmern ist es vor allem der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte zu verdanken, dass beim Zoo-Lauf in den vergangenen fünf Jahren eine Gesamtsumme von knapp 40.000 Euro für Kinderprojekte zusammenkam. Denn sie stockte den Reinerlös jedes Jahr zusätzlich auf und spendete so insgesamt knapp 19.000 Euro. Die Gesamtsumme aus Reinerlös und Spende der Stiftung fließt zu gleichen Teilen in Kinderprojekte des Vereins „s4acw“ sowie in das Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“. Dieses Angebot hat die Stiftung mit ins Leben gerufen: In der besonderen Umgebung des Osnabrücker Zoos lernen Grundschulkinder neue Wörter und die Zootiere motivieren sie im Anschluss im Unterricht über das Erlebte zu berichten oder zu schreiben. „Wir möchten Kinder bei ihrem Einstieg ins Leben unterstützen und ihre Entwicklung fördern. Deshalb stocken wir den Reinerlös des Zoo-Laufes erneut auf: Die Veranstaltung hilft Kindern hier in der Region und weltweit. Außerdem kommen sie beim Lauf selbst in Bewegung“, begründet Heike Siebert von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte die treue Unterstützung. Den Spendenbetrag für den diesjährigen Zoo-Lauf wird die Stiftung noch bekannt geben.

7. Zoo-Lauf für 2019 geplant

„Es ist toll, dass der Zoo dank der regen Teilnahme aller Läufer und der Förderung durch die Stiftung das Ausflugsziel Zoo Osnabrück nutzen kann, um Gelder für den guten Zweck zu sammeln“, betont Dr. E.h. Fritz Brickwedde als Vertreter von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Schirmherr des Zoo-Laufes. Deshalb gibt es auch im kommenden Jahr wieder einen Lauf vorbei an Löwen, Flamingos und Co. Denn: „Für uns ist es jedes Jahr wieder ein Highlight den Zoo-Lauf gemeinsam mit ‚s4acw‘ zu organisieren und somit Menschen für Kinderprojekte und Kinderrechte zu mobilisieren“, erklärt Zoopräsident Reinhard Sliwka. Der Termin für 2019 wird im Winter bekannt gegeben. Ein zusätzlicher Dank geht in diesem Jahr an die Firma TSO-DATA, die einen Großteil der Veranstaltungskosten übernahm und somit den Reinerlös des Laufes erhöht. Mit Sachmittelspenden wie Getränken, Obst und ähnlichem halfen außerdem: die AOK Gesundheitskasse, Alfred Mader, Manss Frische Service, Sodexo, HK Medien, TuS Nahne, laufen-os.de und Vivaris Getränke.

AFP

Diese Woche „blitzt“ es hier im Landkreis Osnabrück

Blitzer
Symbolbild: Blitzer.

Auch diese Woche werden in den Gemeinden Osnabrücks teure Fotos geschossen.

Hier blitzt es demnächst:

Montag 03.09 Bohmte
Dienstag 04.09 Georgsmarienhütte
Mittwoch 05.09 Hasbergen
Donnerstag 06.09 Bramsche
Freitag 07.09 Bad Essen
Samstag 08.09 Melle
Sonntag 09.09 Georgsmarienhütte

 

Die Redaktion der Hasepost wünscht allen eine gute und sichere Fahrt!

Wie immer sind alle Angaben ohne Gewähr und es können auch an anderen Standorten Kontrollen stattfinden.

AFP

Gute Nachricht des Tages: Polizistin gibt unterernährtem Baby spontan die Brust

Polizistin stillt fremdes Baby
Screenshot: Facebook

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Als die Polizistin Celeste Ayala bei einem Einsatz in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ein unterernährtes Baby entdeckt handelt sie spontan: Sie entscheidet sich das fremde Kind zu stillen.

Die Polizistin Celeste Ayala ist selbst Mutter von zwei kleinen Kindern, berichtet die britische Newsportal Metro. Sie war eigentlich zum Wachdienst eingeteilt, als sie einer Mutter mit einem Baby begegnete.
Der gerade einmal ein Halbes Jahr alte Säugling war verdreckt und unterernährt – und die Mutter von insgesamt sechs Kindern war offensichtlich total überfordert.

Immer wieder steckte der kleine Junge seine Hand in den Mund und hörte nicht auf zu schreien, berichtete eine lokale Tageszeitung über den Vorfall. Und das Krankenhauspersonal hatte keine Zeit sich um das Baby zu kümmern, da schritt die charakterstarke Polizistin, die selbst noch ihr Jüngstes stillt, ein und gab dem jungen Leben die Brust.

Quelle: Metro.co.uk, Titel-Screenshot: Facebook

AFP

CDU pocht weiter auf Abschiebung – Ein Kommentar

Stadtrat, Flüchtlinge
Debatte im Stadtrat

Ein Kommentar von Monique Müller

Nachdem in der Ratssitzung relativ sachlich über die Initiative „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ diskutiert wurde, kann oder will die CDU-Ratsfraktion das Abstimmungsverhalten der anderen Parteien scheinbar nicht akzeptieren.

Die CDU/BOB-Fraktion hatte in die Ratssitzung am 28. August einen Änderungsantrag eingebracht, der im ersten Teil die Bekämpfung von Fluchtursachen in den Mittelpunkt stellte, in einem zweiten Absatz aber auch die konsequente Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern forderte.
Über die unterschiedlichen Forderungen dieses Antrags (1. Bekämpfung der Fluchtursachen und 2. Konsequente Abschiebung)  wurde separat abgestimmt. Die erste Forderung bekam eine Mehrheit der Stimmen, der Teil mit der Abschiebung fand allerdings keine Zustimmung im Stadtrat. Lediglich die SPD wäre einigermaßen geneigt gewesen einer konsequenten Abschiebung im Ablehnungsfall zuzustimmen. Wenn aber abgelehnte Asylbewerber einen Arbeitsvertrag hätten, sollten diese laut SDP auch bleiben dürfen. Frank Henning, SPD-Fraktionsvorsitzender und im Hauptberuf Landtagsabgeordneter in Hannover, nutzte die Chance um für das Konzept des „Spurwechsel“ zu werben, der genau das vorsieht aber von der Union abgelehnt wird, weil dies ein Anreiz für noch mehr Bootsflüchtlinge sein könnte sich in Lebensgefahr zu begeben. Der zu pauschalen Formulierung des CDU-Antrags wollten die Sozialdemokaraten daher dann auch nicht zustimmen.

Ende der vergangenen Woche eröffnete die CDU nochmals die Diskussion und schießt gegen die anderen Ratsfraktionen, allen voran gegen SPD und FDP. Das bestehende Recht würde laut CDU ‚gut integrierten’ Flüchtlingen ohnehin erlauben zu bleiben. „Es gab also keinen wirklichen Grund, unseren Antrag abzulehnen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde in einer Pressemeldung. „Wenn die anderen Parteien zusätzliche Flüchtlinge nach Osnabrück holen wollten, müsse man auch sagen, wo sie menschenwürdig untergebracht werden sollten“, heißt es in der Pressemeldung der CDU weiter. Dass über die Unterbringung von eventuellen zusätzlichen Flüchtlingen natürlich diskutiert werden muss, scheint offensichtlich. Jedoch ist die Frage ob dieser Antrag wirklich der richtige Rahmen für die angestoßene Diskussion war. 

„Es macht mich sehr betroffen, dass eher über Abschiebungen als über Menschlichkeit diskutiert wird“, kommentiert der FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Thiele die Gegenstimme der CDU bei der Ratsabstimmung. In der Tat hat es einen mehr als bitteren Beigeschmack, bei einem Antrag, bei dem es darum geht Solidarität zu Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, zu zeigen, das Thema Abschiebung in die Debatte zu werfen. 

Wenn Dr. Ralph Lübbe vom Bund Osnabrücker Bürger (BOB) in der Ratssitzung argumentiert, dass die Begriffe Seebrücke und Schlepper zu nah zusammenhingen und er eben diese Schlepper nicht unterstützen will, kann man sich nur an den Kopf fassen. Dass niemand darauf aus ist, den Menschenschmuggel weiter voranzutreiben, dürfte doch wohl klar auf der Hand liegen. Jedoch müssen wir uns auch klar machen, dass es um Menschenleben geht. Es sind Menschen, die Hilfe brauchen und die man nicht einfach wegdiskutieren kann. Da ein Zeichen der Solidarität zu setzten und ein „Wie wollen helfen“ in die Öffentlichkeit zu kommunizieren sollte als Friedensstadt selbstverständlich sein. Denn wer sich mit eben jenem Titel brüstet und sich als fortschrittliche und bunte Stadt präsentiert, sollte sich dafür nicht zu schade sein. 

Allgemein scheint es, als würde gerne vergessen werden, dass es hier tatsächlich um Menschenleben geht. Von der gemütlichen Couch im Wohnzimmer aus, scheint die Situation unwirklich und abstrakt. Aber ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer sind aktuell die grausame Realität. Und angesichts von Schiffsunglücken und gekenterten Schlauchbooten, bei denen mehrere hundert Menschen ums Leben kommen, scheint es geradezu abstrus, stattdessen über Abschiebung zu diskutieren. 

Trotz Gegenstimme von CDU und BOB setzte sich die Mehrheit für die Unterstützung der Initiative „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ durch. Nun soll Osnabrück als sicherer Hafen deklariert werden. Ebenfalls wurde Oberbürgermeister Wolfgang Griesert dazu aufgefordert, der Bundesregierung anzubieten, dass die Stadt Osnabrück zusätzliche Geflüchtete, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind, aufnehmen kann und will.

Nun kann man nur hoffen, dass es aber nicht nur beim Zeichen der Solidarität bleiben wird. Denn in einem Punkt muss man der CDU Recht geben: Es müssen mehr konkrete Handlungsvorschläge her, die auch von der Stadt Osnabrück selbst umgesetzt werden können. Den Anstoß dazu hat die CDU/BOB-Fraktion bereits mit ihrem ersten Änderungsantrag in der Ratssitzung gegeben. Demnach soll die Verwaltung beauftragt werden, Vorschläge zu unterbreiten, wie die Friedensstadt mit konkreten Maßnahmen zur Beseitigung von Fluchtursachen beitragen kann. Der Stadtrat hatte diesen Teil des Änderungsantrags auch einstimmig angenommen – zusammen mit dem ursprünglichen Antrag, der Bundesregierung mitzuteilen, dass die Stadt Osnabrück zusätzliche Geflüchtete, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind, aufnehmen kann und will.
Ferner soll in einem Schreiben an die Bundesregierung appelliert werden, sich weiterhin und verstärkt für die Bekämpfung der Fluchtursachen einzusetzen, insbesondere für eine gerechtere und effektivere Entwicklungshilfepolitik und dafür, dass die Menschen auf dem Mittelmeer gerettet werden.

AFP

Tanja Bojani kehrt der Osnabrücker AfD den Rücken

Tanja Bojani AfD Osnabrück
Screenshot. Facebook (2017)

Tanja … wer? Vielleicht ist Tanja Bojani nicht jedem Leser bekannt, sie war Teil der innerparteilichen Querelen, die sich rund um die Osnabrücker AfD zwischen den Kommunal-, Bundestags- und Landtagswahlen in den vergangenen zwei Jahren abgespielt haben. Nun ist sie aus der Partei ausgetreten.

AfD: frauenfeindlich, chauvinistisch – einziger Fokus: Asyl

Am Sonntag den 2. September erklärte Tanja Bojani ihren Austritt aus der AfD – ein entsprechendes Schreiben wurde unserer Redaktion von einer verifizierten Mailadresse zugesandt.

Unsere Redaktion hat sich entschlossen dieses Schreiben in vollem Wortlaut zu veröffentlichen. Darin beklagt die im vergangenen Jahr spektakulär von eigenen Parteifreunden an einer Kandidatur für ein Bundestagsmandat gehinderte Politikerin, die auch Sitz und Stimme im Kreistag des Landkreises Osnabrück hat, Frauenfeindlichkeit und Chauvinismus in ihrer nun ehemaligen Partei, deren einziger politischer Fokus bei der Asylfrage liege.

Osnabrücker AfD zerlegte sich in den vergangenen Jahren selbst

Im vergangenen Jahr hatte sich die aus Rieste stammende AfD-Frau im dritten Wahlgang, bei dem ein Münzwurf entschied, gegen ihrer innerparteilichen Widersacher, den damaligen Kreisvorsitzenden Daniel Wolf, durchgesetzt: Sie sollte Bundestagskandidatin werden.
Doch mit diesem Wahlergebnis war man in der Parteispitze nicht einverstanden – vor allem aber nicht mit der Kandidatin – so wurde der Wahlvorschlag für die Bundestagswahl zurückgezogen. Obwohl innerparteilich gewählt, kam die Kandidatin so nicht auf den Wahlzettel.
Das Ergebnis für die Osnabrücker AfD zur Bundestagswahl 2017, bei der sie schließlich ohne Direktkandidatin antrat: Desaströse 6,3% im Wahlkreis Osnabrück Stadt.

Zuvor war die Osnabrücker AfD – die sich inzwischen mit der Landkreis AfD vereinigt hat – bereits an den bürokratischen Hürden zur Teilnahme an der Kommunalwahl 2016 in Osnabrück gescheitert, zu der sie nicht genügend Unterstützerstimmen zusammenbekam.
Bei der vorgezogenen Landtagswahl 2017 waren es schließlich durchweg weniger als 5% der Stimmen in der Region, die für die AfD abgegeben wurden.

Die Austrittserklärung von Tanja Bojani im Wortlaut:

Am heutigen Tag habe ich mit sofortiger Wirkung meinen Austritt aus der Partei „Alternative für Deutschland“ erklärt.

Während der letzten Monate habe ich die politischen Geschehnisse in unserem Kreisverband und der Fraktion sowie die Politik der Bundesebene nach der Bundestagswahl Revue passieren lassen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass meine politischen Ansichten nicht mit den theoretischen und praktischen Grundkonzeptionen der AfD übereinstimmen. Eine konstruktive Zusammenarbeit ist leider nicht mehr möglich.

Eine Partei die sich als frauenfeindlich, durchweg chauvinistisch und mit dem einzigen politischen Fokus auf dem Thema Asyl zeigt, kann ich nicht weiter unterstützen und vertreten. Ich verfolge eine lösungsorientierte Politik, die eine echte Alternative bietet und nicht als einziges Ziel die Diffamierung gesellschaftlicher Minderheiten verfolgt. Die AfD hat meiner Meinung nach nichts bewirkt, außer die Gesellschaft aufzuhetzen, echte Lösungen sehen anders aus!

Sowohl die Konflikte um meine Direktkandidatur zur Bundestagswahl, als auch direkte Diffamierungen gegen meine Person von Seiten der Kreistagsfraktion, haben meine Entscheidung bestätigt und einen Verbleib in dieser Partei unmöglich gemacht. Ich hätte gern mehr getan, als Flyer zu verteilen, Mitglieder anzuwerben und auf Ständen ein nettes Gesicht zu machen, aber mich als Frau hat man immer versucht klein zu halten und mir weitere Tätigkeiten nicht zugetraut.

Ich habe kein Interesse daran, persönliche Streitigkeiten und permanente Kämpfe um politische Positionen innerhalb des Kreisverbandes auf Kosten der politischen Ergebnisse zu führen.

Aus diesen Gründen habe ich keine weitere Möglichkeit gesehen, als die AfD nun zu verlassen.

Tanja Bojani

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