Osnabrück 🎧IHK warnt vor Phishing-Mails zu angeblichen Corona-Hilfsprogrammen

IHK warnt vor Phishing-Mails zu angeblichen Corona-Hilfsprogrammen

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Die IHK warnt vor derzeit kursierenden Phishing-Mails zu einem angeblichen „Konjunkturprogramm für alle in Deutschland“. Hinter den Nachrichten würden oftmals betrügerische Banden stecken.

Die E-Mails gehen derzeit auch in der Wirtschaftsregion Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim vielen Unternehmern und Solo-Selbständigen zu. In betrügerischer Absicht geben sich die Absender mit wechselnden Namen als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland aus, im Absender ist zudem von einem „Wahlkreisbüro“ mit der Anschrift „Unter den Linden“ in Berlin die Rede. Telefon- und Faxnummern sind ebenfalls falsch.

Unternehmensinterna abschöpfen

IHK-Jurist Robert Alferink erklärt den Charakter der E-Mails: „Dahinter stecken meist betrügerische Banden, die auf diesem Wege Unternehmensinterna abschöpfen möchten. Entsprechende Phishing-Mails sind auch schon zur Wirtschaftsspionage eingesetzt worden.“ Der Aufbau des Betrugsversuchs unterscheidet sich dabei teils erheblich. „Die einfachste Variante ist, dass Unternehmen aufgefordert werden, Informationen zuzusenden“, so Alferink. „Technisch etwas raffinierter ist die E-Mail, die mit einer Schadsoftware versehen ist, welche sich wiederum im IT-System des Unternehmens festsetzt und Informationen sammelt. Immer häufiger beobachten wir aber auch Kombinationen bei der Kontaktaufnahme: E-Mails werden mit einem vermeintlichen Angebot oder einer Anfrage zugesandt. Kurz darauf wird telefonisch nachgehakt, ob man hier schon eine Antwort erwarten könne. Dann ist der Klick auf die Schadsoftware leider schnell gemacht.“ Im vorliegenden Fall lautet die Empfehlung der IHK daher, dass man die E-Mail auf keinen Fall öffnen solle.

Umgang mit den E-Mails

„Leider wird uns immer wieder von Betroffenen geschildert, dass man die E-Mail oder die darin enthaltene Datei habe öffnen müssen, um zu sehen, ob es sich hier nicht vielleicht doch um einen für das Unternehmen wichtigen Vorgang handelt“, beschreibt Alferink ein Problem vieler Unternehmen. „Hier können wir nur weiter sensibilisieren: Wenn Unternehmen den Absender von E-Mails nicht kennen, der Betreff wahllos oder fehlerhaft wirkt und die E-Mail unaufgefordert und ohne einen Zusammenhang zur Geschäftstätigkeit oder einem konkreten Kundenverhältnis eingeht, sollten die Empfänger skeptisch werden. Wenn die E-Mail dann noch Anhänge enthält, die nicht eingeordnet werden können oder bei denen vielleicht sogar der Virenscanner anschlägt, dann gilt ganz klar: Löschen!“

PM
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