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Rita Maria Rzyski verlässt Osnabrück

Rita Maria Rzyski, Foto: Stadt Osnabrück
Rita Maria Rzyski, Foto: Stadt Osnabrück

Das Führungskräfte ein Unternehmen oder eine Behörde vor dem regulären Ablauf ihres Arbeitsvertrages verlassen ist nichts Besonderes. Allenfalls der Zeitpunkt des Wechsels von Rita Maria Rzyski von Osnabrück nach Hannover ist unglücklich.
Heute meldete das Büro von Stefan Schostok (SPD), Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, dass die Osnabrücker Stadträtin Rita Maria Rzyski die Leitung des neuen Dezernates für Bildung, Jugend und Familie an der Leine übernehmen soll.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert: „ein toller Karrieresprung“

In einer erste Stellungnahme gegenüber unserer Redaktion sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, dies sei für Frau Rzyski „ein toller Karrieresprung“. Er selbst wurde erst am Donnerstagabend von dem geplanten Wechsel informiert und er war „total überrascht“.
Nach Ansicht des Oberbürgermeisters bringt seine bisherige Stellvertreterin auch alle Kernkompetenzen für das Amt in der Landeshauptstadt mit. „Sie kennt alle Netzwerke und alle Akteure“, so Griesert, und weiter: „da macht ihr keiner was vor“!

Am Dienstag wurde die Wiederbesetzungssperre erlassen

Allerdings erinnerte Griesert auch daran, dass er angesichts der aktuellen Haushaltslage erst am Dienstag eine  Wiederbesetzungssperre für die Verwaltung erlassen habe – auch vor diesem Hintergrund müsse man auch diesen Posten jetzt nicht überstürzt neubesetzen. Die Wiederbesetzungssperre ist unbefristet und es gibt zumindest keine rechtlichen oder vertraglichen Verpflichtungen, die hier eine Ausnahme zwingend machen, so Griesert.
Rita Maria Rzyski hatte nach dem Wechsel von Boris Pistorius in die Landespolitik mehr als ein halbes Jahr, bis zur Wahl von Wolfgang Griesert, die Amtspflichten des Oberbürgermeisters übernommen. Selbst Leitungsposten einer Stadt können und müssen nicht immer unterbrechungsfrei neu besetzt werden.

Rita Maria Rzyski, Foto: Stadt Osnabrück
Kehrt Osnabrück bald den Rücken: Rita Maria Rzyski, Foto: Stadt Osnabrück

Können sich Grüne oder SPD diesen Posten sichern?

Obwohl mit dem Titel „Stadträtin“ versehen, ist der nun freiwerdende Dezernentenposten nicht mit dem nach Feierabend tagenden „Stadtrat“ der gewählten Kommunalpolitiker zu verwechseln, aber dennoch ein politisches Amt.
Zusammen mit dem Oberbürgermeister, dem Stadtbaurat und dem Kämmerer ist Rita Maria Rzyski bislang Mitglied des Vorstands, oder auch der Geschäftsleitung – wenn man Osnabrück wie ein Unternehmen betrachten würde.
Neue Dezernenten werden zwar vom Rat der Stadt gewählt, wo SPD und Grüne mit ihrer „Zählgemeinschaft“ regelmässig die größte Einzelfraktion der CDU überstimmen, das Vorschlagsrecht liegt jedoch beim Oberbürgermeister, das ist so in der niedersächsischen Kommunalverfassung geregelt.
Selbst wenn die Zählgemeinschaft vor der Kommunalwahl im September 2016 sich noch wünschen sollte diese Stelle mit einem Kandidaten aus ihren Reihen zu besetzen, wird sie hier wohl am Vorschlagsrecht des Oberbürgermeisters scheitern.
Gegenüber Hasepost erklärte Griesert, er hätte kein Problem damit gehabt wenn der Vertrag von Frau Ryzski im Sommer 2016 turnusmäßig um weitere acht Jahre verlängert worden wäre, nun habe er aber die Neubesetzung in der Hand.

Geht jetzt das Personalfindungs-Chaos wieder los?

40.000 Euro kostete 2012 die Suche nach einem neuen Finanzvorstand für die Stadt Osnabrück. Diese Kosten entstanden allein für die beauftragte Personalberatung im ersten Durchlauf, doch davon gab es sogar zwei.
Im ersten Durchlauf präsentierten die externen Personalberater mit Jutta Bott eine Kandidatin, die an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte gerade ein Disziplinarverfahren ausstehen musste, weswegen sie in Osnabrück nicht tragbar gewesen wäre. Da half auch das SPD-Parteibuch nicht, das die Wunschkandidatin aus Kassel damals vorweisen konnte.
Dumm nur, dass das Disziplinarverfahren gegen Frau Bott erst offenbar wurde als der Vertrag bereits unterzeichnet war. Bereits 14 Tage nach Amtsantritt wurde Frau Bott bereits wieder abgewählt. Osnabrück muss ihr für diese zwei Wochen – und weitere acht Jahre – trotzdem ein Gehalt zahlen und auch ihren Ruhestand finanzieren: eine Summe von mehr als einer halben Million Euro!
Erst im zweiten Anlauf wurde mit Thomas Fillep schließlich ein Ersatz gefunden, der ebenfalls mit SPD-Parteibuch vermutlich auch auf nicht-fachlicher Ebene überzeugen konnte.

Auch die Wahl eines neuen Stadtbaurates 2013, die notwendig wurde weil sich SPD-Chef Frank Henning offen gegen den damaligen Oberbürgermeister Boris Pistorius (ebenfalls SPD) stellte, der gerne den Vertrag von CDU-Mitglied Wolfgang Griesert verlängert hätte, ging nicht ohne Pannen ab.
Die Suche nach Grieserts Nachfolger, der selbst wenig später Boris Pistorius auf dem Posten des Oberbürgermeisters folgte, war ebenfalls ein teures Abenteuer für Osnabrück.
Erneut fiel ein Wunschkandidat der rot-grünen Zählgemeinschaft durch. Frank Otte, der im schwäbischen Leinfeld-Echterdingen Stellvertreter des dortigen Oberbürgermeisters war, fehlte schlicht der in der Ausschreibung geforderte Universitätsabschluss. Erst nach Änderung der Ausschreibungsunterlagen konnte die Zählgemeinschaft aus SPD und Grünen ihren Wunschkandidaten durchdrücken.
Interessanterweise fiel die Wahl damals, mit Frank Otte, auf einen parteilosen Kandidaten – während es in der zweiten Vorstellungsrunde auch einen  Favoriten mit grüner Parteizugehörigkeit gegeben haben soll. Zum Zeitpunkt der Besetzung des Stadtbaurats-Postens hatte jedoch Rita Maria Rzyski kommissarisch die Aufgaben des Oberbürgermeisters übernommen und entschied sich gegen den parteigebundenen Kandidaten. Inzwischen soll aber auch Frank Otte, so hört man aus Kreisen der Lokalpolitik, in ein politisches Lager gewechselt sein, ihm sagt man den Eintritt in die Partei der Grünen nach.

Der Oberbürgermeister, der an diesem Freitag bereits kurz vor seinem Sommerurlaub stand, will die Sommerpause nun nutzen sich in Ruhe Gedanken zu machen wie bis zur Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers von Frau Ryzski die Aufgaben intern geschultert werden können. Wie es konkret weitergeht wird sich erst nach der Sommerpause zeigen!

Die Wahl von Rita Maria Rzyski zur Stadträtin in Hannover ist für die Oktober-Sitzung des dortigen Rates am 8. Oktober geplant. Auf die bundesweite Ausschreibung für Leitung des neuen Dezernates gingen 78 Bewerbungen ein, davon 38 von Männern und 40 von Frauen.

 

AFP

Man trifft sich in Osnabrück beim Büdchenfest

Büdchen am Westerberg in Osnabrück
Man trifft sich in Osnabrück beim Büdchen

So ruhig wie auf unserem Foto wird es bis Samstag nicht sein, beim inzwischen 13. Büdchenfest auf dem Westerberg.

Büdchen am Westerberg in Osnabrück

Volles Programm von Donnerstag bis Samstag

Los geht es am Donnerstag ab 18:00 Uhr beim traditionellen Fassanstich mit der „Werner Borgmann Band“ und der Welturaufführung eines bekannten Osnabrücker Gesichts unterstützt von 10(!) Musikern und Sängern.
Am Freitag sorgt der Lokalfavorit „Tommy Schneller“ mit seiner Band für Stimmung. Und am Samstag heisst es dann: Live from Manchester – ”The Muskets” feat. Franchesqua Evans.

Am Samstag ab 15:00 Uhr Familienprogramm mit Kinderfest.

Der Eintritt beträgt an allen drei Tagen 5,00 Euro und ist verbunden mit einer Spendenaktion zugunsten der Afrika-Hilfsprojekte Magi e.V. und Hokisa.

 

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AFP

Wir wünschen allen Lesern schöne Ferien!

Hasepost wünscht allen Osnabrückern schöne Ferien
Wir wünschen allen Lesern schöne Ferien!

Erst am 3. September beginnt wieder die Schule in Niedersachsen – bis dahin werden zahlreiche Osnabrücker in den Sommerurlaub entschwinden.

Wir halten die Stellung an der Hase und wünschen gutes Wetter, viele Erholung – und kommt so zurück wie wir und Eure Lieben es erwarten: gut gelaunt, gesund und vor allem auch erholt!

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Eine „Perle“ die Gewinne an alle Osnabrücker abliefert

Manfred Hülsmann (Vorstandsvorsitzender), Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (Aufsichtsratsvorsitzender) und Dr. Stephan Rolfes (Vorstand)
Sind zufrieden mit dem Stadtwerke-Geschäftsjahr 2014: (v.l.) Manfred Hülsmann (Vorstandsvorsitzender), Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (Aufsichtsratsvorsitzender) und Dr. Stephan Rolfes (Vorstand).

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Stadtkämmerer Thomas Fillep und die versammelten Spitzen der im Stadtrat vertretenen Parteien sowie weitere Ratsvertreter hatten in dieser Woche endlich wieder „gut Lachen“, als die Stadtwerke am Mittwochabend ihren „positiven Jahresabschluss“ vorstellten.

Stadtwerke gehören allen Osnabrückern – und sind erfolgreich

Es ist keinesfalls selbstverständlich, wenn Stadtwerke so erfolgreich sind wie das „Unternehmen Lebensqualität“ (Eigenwerbung) aus Osnabrück. Besonders erfreulich ist es für eine Stadt, wenn diese dann auch noch Eigentümer dieser „Perle“ ist.
Als Perle bezeichneten Vorstandsvorsitzender Manfred Hülsmann und Vorstand Dr. Stephan Rolfes ihr Unternehmen – und die Zahlen des Geschäftsjahres geben ihnen tatsächlich Recht.

Manfred Hülsmann (Vorstandsvorsitzender), Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (Aufsichtsratsvorsitzender) und Dr. Stephan Rolfes (Vorstand)
Sind zufrieden mit dem Stadtwerke-Geschäftsjahr 2014: (v.l.) Manfred Hülsmann (Vorstandsvorsitzender), Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (Aufsichtsratsvorsitzender) und Dr. Stephan Rolfes (Vorstand), Foto: Stadtwerke.

In Münster sind die Stadtwerke hoch defizitär

Den Erfolg erkannte auch Michael Hagedorn (Grüne) an, der zwar hinsichtlich der geplanten Elektro-Kartbahn die vorgelegten Zahlen nicht ganz ohne leichte Kritik kommentieren wollte, aber in dem für die Hasestadt so typischen „Münster-Vergleich“  anschaulich den Erfolg der Osnabrücker Stadtwerke belegte.
Bei leicht geringerer Bilanzsumme, so Hagedorn, beträgt das Jahresergebnis des Lokalversorgers unserer westfälischen Nachbarstadt -3,1 Millionen Euro. Das Jahresergebnis in Osnabrück liegt mit 3,2 Millionen Euro nahezu gleichauf – allerdings ohne Minuszeichen  vor der entscheidenden Zahl. In Osnabrück sind die Gewinne als beachtlich; während nicht nur in Münster viele Stadtwerke erhebliche Probleme haben.

Stadtwerke übernehmen für die Stadt Verlustbringer

SPD-Chef Frank Henning betonte wie wichtig es für die Stadt sei, dass die Stadtwerke bereits vor Jahren den Betrieb der Schwimmbäder übernommen haben. Die in diesem Bereich auflaufenden Verluste von rund 5 Millionen Euro würden andernfalls die klamme Stadtkasse belasten. Und dennoch schaffen es die Stadtwerke auch in diesem Jahr wieder einen ordentlichen Gewinn zu erwirtschaften und mit 3 Millionen Euro den städtischen Haushalt zu unterstützen.
„Einer muss in der Stadt ja das Geld verdienen“, lobte Henning die Stadtwerke, die zudem auch einer größten Gewerbesteuerzahler sind, selbst fast 1.000 Mitarbeiter beschäftigen, Jugendliche in mehr als 13 Lehrberufen ausbilden und einen großen Teil ihres Auftragsvolumens regional vergeben.

Gaskraftwerk muss womöglich eingemottet werden

Das die Gewinne der Stadtwerke nicht selbstverständlich sind, machte nicht nur das von Michael Hagedorn angeführte Beispiel der Stadtwerke Münster deutlich. Vorstandsvorsitzender Manfred Hülsmann zeigte auch die Sorgen auf, die ihm die Beteiligung an einem Gaskraftwerk macht. Einst politisch gewollt, sorgt die Energiepolitik der Bundesregierung nun dafür, dass ein vergleichsweise sauberes Kraftwerk nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist, während andernorts Steinkohle und die nochmals „dreckigere“ Braunkohle verfeuert wird.
Fritz Brickwedde erklärte für die CDU, dass auch er hoffe, der Handel mit Emissionsrechten  würde bald wieder funktionieren. Auf einen Strommarkt der sich in Deutschland gegenüber ausländischem Wettbewerb abgrenzt, darauf brauche man aber nicht zu hoffen, so der CDU-Fraktionschef. Und so stehen auch nach seiner Ansicht die Stadtwerke, trotz der guten Zahlen 2014, in einem „schwierigen wirtschaftlichen Umfeld“.
Manfred Hülsmann ist dennoch zuversichtlich: „Unser Ziel ist es natürlich, diesen Level weiter halten zu können – wohlwissend, dass es nicht einfacher wird.“

AFP

Drei Personen im Auto – keiner will zugeben wer
am Steuer saß und die Radfahrerin „umnietete“

Symbolfoto Fahrradunfall
Symbolfoto Fahrradunfall

Ein mustergültiges Beispiel von „keine Verantwortung für die eigenen Taten übernehmen“ liefern gerade zwei Männer und eine Frau ab, die gestern Abend eine junge Frau (21) umfuhren und schwer verletzten.

Zeugen sagen die Radlerin hatte „grün“

Nach Angaben der Polizei liegen Zeugenaussagen vor, dass die Radfahrerin bei „grün“ nach links in die Martinistraße abbiegen wollte. Sie kam von der Herderstraße und wurde dabei von einem roten Mitsubishi Colt erfasst, der auf der Martinistraße stadteinwärts fuhr.

Symbolbild Fahrradunfall

Unfallfahrer wollen sich nicht erinnern wer das Auto fuhr

Die drei Personen, zwei Männer und eine Frau, die in dem japanischen Kleinwagen saßen wurden direkt nach dem Unfall offenbar von partieller Amnesie übermannt, denn plötzlich wollte niemand für sein Fehlverhalten die Verantwortung übernehmen.
Der Unfalldienst der Polizei ermittelt nun wer von den drei verantwortungslosen Zeitgenossen das Unfallauto gefahren hat, hierzu liegen unterschiedliche Aussagen vor.

Die Polizei sucht auch Zeugen, die sich direkt beim Unfalldienst der Polizei 327 2315 melden sollen.

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Symbolbild
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2x rund um die Stadt: auf Inlinern, Skate- und Longboards

15. Skate-Night Osnabrück
15. Skate-Night Osnabrück

Es war die inzwischen 15. Skate-Night, die wieder hunderte Teilnehmer dazu motivierte auf den kleinen Rollen ihrer „schuhgebundenen“ Verkehrsmittel über den Wall und rund um Osnabrück zu rollen.

Unser Fotograf Jens Meyer war dabei, das sind seine Fotos

 

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Ab sofort: Stau? Bis November Baustelle am Hasetor

Baustelle Hasetor Osnabrück
Baustelle am Hasetor (Archivbild)

Bis November wird die Baustelle am Hasetor den Osnabrücker Verkehr massiv beeinflussen. 
In der Nacht zum 23. Juli – pünktlich zu den Sommerferien – begannen die Arbeiten.

3x Änderung der Verkehrsführung bis November

Geplant ist es die Bauarbeiten bis spätestens zum 18. November abzuschließen. Bis dahin wird die Verkehrsführung dreimal neu geregelt. Die Baumaßnahme wurde notwendig, weil die teils mehr als 100 Jahre alten Frisch- und Schmutzwasserkanäle der Stadtwerke Osnabrück dringend saniert werden müssen.

Im Vorfeld gab es eine politische Diskussion, ob nicht während der Bauarbeiten am Hasetor der Neumarkt zur Entlastung des Verkehrs wieder geöffnet werden könnte. Hier setzten sich jedoch die Befürworter einer dauerhaften Neumarkt-Sperrung durch (HASEPOST berichtete).

 

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AFP

Radwege in Osnabrück verwirren Berliner Grünen-Politiker

Matthias Oomen in Osnabrück
Radwege in Osnabrück verwirren Berliner Grünen-Politiker

Matthias Oomen ist Politiker der Grünen und als Lobbyist unter anderem für den Fahrgastverband ProBahn und gegen das Projekt Stuttgart 21 aktiv, so erklärt es Wikipedia.
Aktuell scheint Oomen in Osnabrück zu sein – und er ist verwirrt.
In einem Tweet zeigt er eine Radwegemarkierung, irgendwo in Osnabrück, die wirklich merkwürdig wirkt.

Matthias Oomen in Osnabrück

Vielleicht wissen unsere Leser wo der Politiker aus der Bundeshauptstadt hier das Foto gemacht hat? Und wie soll man sich als Radfahrer an dieser Stelle verhalten?

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Christopher Cheeseman verlässt die Osnabrücker Linken

Christopher Cheeseman Rathaus Osnabrück
Hier verabschiedet sich Christopher Cheeseman von Partei und Fraktion der Linken. Seine ehemalige Mitstreiterin Gisela Brandes-Steggewentz (im Hintergrund) wird nun alleine weitermachen müssen.

Auffallend gelöst wirkte Christopher Cheeseman (da noch Fraktionsmitglied der Linken) in der vergangenen Ratssitzung.
Seine Redebeiträge an diesem Abend, zum Beispiel in der aktuellen Stunde zur Wohnungssituation in Osnabrück oder zu dem von den Grünen geforderten Eindämmen der Wahlplakate-Flut wirkten souverän und hatten Substanz.

Gegen 21:30 platzte die politische Bombe

Erst kurz vor Ende des öffentlichen Teils der Ratssitzung klärte sich auf, warum Cheeseman, der zusammen mit Gisela Brandes-Steggewentz die Partei „DIE LINKE“ im Stadtrat vertritt, an diesem Abend offensichtlich einen Schuss mehr Adrenalin in seinen Adern hatte als üblich.
Die Empfehlungen aus den Ausschüssen waren zu diesem Zeitpunkt, rund dreieinhalb Stunden nach Beginn der Sitzung, endlich abgearbeitet – vor dem nicht-öffentlichen Teil stand auf der Agenda nur noch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert mit seinen Mitteilungen aus der Verwaltung.

Christopher Cheeseman Rathaus Osnabrück
Christopher Cheeseman verabschiedet sich von Partei und Fraktion der Linken. Gisela Brandes-Steggewentz (im Hintergrund) wird nun alleine weitermachen müssen.

Entscheidung erst am Vorabend gefällt

Ob seine Parteigenossin Brandes-Steggewentz vorab informiert war, konnte der Beobachter aus ihrer eher teilnahmslosen Mimik nicht erkennen – womöglich war sie auch leicht fassungslos darüber, was nun passieren würde.
Abseits von einer im Anschluss verteilten Presseerklärung (bei uns im Original als PDF) erklärte Cheeseman seine Entscheidung für diesen Schritt sei erst am Vorabend gefallen.
Offenbar erreichte ein schon länger bestehender Konflikt zwischen den Beiden da einen neuen Höhepunkt, der nach Aussagen Cheesemans ihn auch gesundheitlich angegriffen habe.

Das Leben in der Partei DIE LINKE ist kein Ponyhof

Neben einem Zitat des vietnamesischen Revolutionärs Hồ Chí Minh, stellte Cheeseman seiner emotionalen Erklärung auch die Feststellung voran, das Leben in seiner ehemaligen Partei „sei kein Ponyhof“ gewesen.

Cheeseman bleibt als Einzelkandidat im Stadtrat

Mit dem Austritt aus Fraktion und Partei verliert die Linke den Fraktionsstatus im Stadtrat, grundsätzlich ein finanziell schmerzhafter Schritt für die Partei. Ob durch die Degradierung der Linken zu einer „Ein-Frau-Fraktion“ innerhalb der laufenden Wahlperiode die (geldwerten) Vorteile wie das eigene Büro im Rathaus, Fraktionsmitarbeiter etc. entfallen, konnte kurzfristig von HASEPOST nicht ermittelt werden. Hier dürften die Verwaltungsrechtler noch Prüfen. Der Austritt von Cheeseman soll nach eigenen Angaben zum Stichtag 1. September erfolgen. Ein entsprechendes Schreiben liegt seiner Partei und der Stadtverwaltung noch nicht vor.

Bereits der zweite Austritt aus einer Fraktion

Christopher Cheeseman ist 2015 das zweite Ratsmitglied, das seiner Fraktion den Rücken kehrt. Michael Florysiak ging diesen Schritt bereits im Februar (HASEPOST berichtete hier und hier) und kehrte den Osnabrücker Grünen den Rücken.
Während Florysiak mit der von ihm neugegründeten Partei DMD auch bundesweit durchstarten will, ist sich Cheeseman, der seit 2006 Mitglied des Rates ist, unsicher wie es für ihn nach der Kommunalwahl im September 2016 weitergehen soll.
Theoretisch könnten die beiden nun sogar eine neue Fraktion bilden, so jedenfalls ein Vertreter einer anderen im Stadtrat vertretenen Partei – das würde vermutlich hinsichtlich der Besetzung von Ausschüssen für neuen Wirbel im Rathaus sorgen.

Cheeseman bleibt ein politischer Mensch

Im Gespräch mit der HASEPOST machte sich Christopher Cheeseman im Anschluss an die Ratssitzung Sorgen eine rechtspopulistische Partei könnte auch in Osnabrück zur Kommunalwahl antreten. Angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung hätte die dann auch Chancen tatsächlich ins Rathaus zu gelangen – dem würde er gerne wieder als Stadtrat entgegentreten.
Die politische Karriere von Christopher Cheeseman scheint also auch ohne Parteibuch der Linken noch nicht zu Ende zu sein!

 

Die Erklärung von Christopher Cheeseman zum Rücktritt als PDF.

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Stadtrat will Gertrudenberger Höhlen schützen

Gertrudenberger Höhle
Gertrudenberger Höhle: vor fast 700 Jahren beim Brunnenbau entdeckt

Es kommt Bewegung in den Streit zwischen der Stadt und der bundeseigenen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die offenbar ihre Aufgabe darin sieht die Gertrudenberger Höhle einfach zuzuschütten und damit eine fast 700 Jahre alte Geschichte radikal zu beenden und zu zerstören.

Höhlen sind eng mit der Osnabrücker Geschichte verbunden

Die erste urkundliche Erwähnung ist datiert auf das Jahr 1333, dem ausgehenden Mittelalter.
Hierher stammen die Bausteine zahlreicher historischer Gebäude der Altstadt. Sagen umgeben seine Geschichte und er bot über die Jahrhunderte Mördern, Räubern und Falschmünzern ebenso eine Zuflucht wie ganz normalen Osnabrückern in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs. Die Höhlen wurden aber auch zu ganz profanen Zwecken genutzt, zum Beispiel als Bierkeller.

Gertrudenberger Höhle

Stadtrat will die Höhlen nicht aufgeben

Ratsmitglieder aus allen Fraktionen erklärten gemeinsam heute wie einig sie sich sind die Höhlen zu schützen.
Zwei Anträge, von der CDU und der rot/grünen Zählgemeinschaft wurden in der Ratssitzung am Dienstag zusammengefasst. Nun ist es an der Verwaltung einen Weg zu finden, um Fakten zu schaffen damit die bundeseigene Behörde daran gehindert werden kann weiter Beton oder Bauschutt in die Höhlen zu verfüllen.

 

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AFP