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„Buschi“ als Glücksfee im Osnabrücker Zoo

„Buschi“ als Glücksfee im Osnabrücker Zoo
ebm-Geschäftsführer Andreas Ennen (l.) und Teamleiter Stephan Höricht (m.) freuen sich über eine gelungene Ziehung der Hauptgewinner durch Orang-Utan Buschi und überreichen Zoogeschäftsführer Andreas Busemann (r.) einen 2.000 Euro Spendenscheck.
Rothaarig, zotteliges Fell und lange Arme – so sieht die Glücksfee für die Firma „ebm elektro-bau-montage GmbH & Co. KG“ aus: Orang-Utan Buschi durfte am 29. September die Hauptpreise der Firmentombola auslosen. Den Erlös der Tombola verdoppelte das Unternehmen und spendete so 2.000 Euro für den Umbau des Menschenaffenhauses.

Hausmesse im Osnabrücker Zoo

Die Firma ebm hatte Mitarbeiter und Kunden am 11. September zum 40jährigen Bestehen in den Zoo eingeladen und die Gelegenheit genutzt, zeitgleich eine Hausmesse zu veranstalten.
Bei dieser Hausmesse hatten die Mitarbeiter die Gelegenheit, ihren Familien die Arbeit näher zu bringen.
 In der Afrika-Tierwelt „Takamanda“ bot ebm Kunden und Mitarbeitern spannende Aktivstationen, zum Teil sogar selbst Entwickeltes der Auszubildenden: „Neben Reaktionsspielen und einer Tesla-Spule gab es auch ein Saftcocktail-Mix-Gerät und einen ‚heißen Draht’. Außerdem konnten die Messebesucher ihr Geschick an einer Kletterwand und bei einem Segway-Parcours beweisen“, beschrieb Andreas Ennen, Geschäftsführer von ebm und langjähriger Zoopartner. Das Saftcocktail-Mix-Gerät zum Beispiel wurde per App bedient und konnte 12 verschiedene Cocktails mixen.

Partner der ersten Stunde

Apropos langjähriger Partner: Zoogeschäftsführer Andreas Busemann betonte die gute Zusammenarbeit mit ebm. „Ebm ist Partner der ersten Stunde und die Mitarbeiter von ebm haben immer das Wohl des Zoos im Blick.“ So ist von und mit ebm der Neubau des Nashorngeheges oder Takamanda realisiert worden.

Tombola für die Mitarbeiter, Buschi war die heute die Glücksfee

Auf die Mitarbeiter wartete noch ein Gewinnspiel – Sofortgewinner wurden direkt gezogen, die übrigen Lose blieben für die fünf Hauptgewinne vorerst in der Lostrommel. Für die Ziehung der Gewinner schritt heute Orang-Utan Buschi zur Tat. Dafür fertigten die Zoo-Tischler und die Firma ebm eine besondere Vorrichtung an: Eine Holzplatte mit 81 Löchern, hinter der ein Papierbogen mit den Nummern der Tombola-Teilnehmer gespannt war. Buschi bekam einen Stock, mit dem er fünf Löcher durchstach – damit standen die Gewinner fest. Sie dürfen sich über ein Fahrrad, eine Waschmaschine, einen Fernseher, einen „Jochen Schweizer“-Erlebnisgutschein oder zwei BVB-Karten freuen.
Buschi sticht mit einem Stock die Gewinnerzahlen aus.
Buschi sticht mit einem Stock die Gewinnerzahlen aus.

Auch Buschi profitierte von der Auslosung – schließlich gab es für jeden ermittelten Gewinner eine kleine Leckerei als Belohnung. Außerdem sind derartige Aktionen spannend und eine willkommene Abwechslung für den Primaten. „Orang-Utans sind sehr schlau und brauchen daher viel Beschäftigung“, erklärt Detlef Niebler, Revierleiter des Menschenaffenhauses. „Für Buschi war das aber eher eine der leichteren Aufgaben“, verriet der Tierpfleger schmunzelnd.

Buschi freut sich über Rosinen als Belohnung für die Mitarbeit.
Buschi freut sich über Rosinen als Belohnung für die Mitarbeit.

Beim Losverkauf für die Tombola kam insgesamt ein Erlös von rund 1.000 Euro zusammen. „Als langjähriger Zoopartner haben wir aber gerne den Betrag auf 2.000 Euro verdoppelt und möchten damit die Aktion ‚Wir für Buschi’, also den Umbau des Menschenaffenhauses, unterstützen“, so Ennen. Zoogeschäftsführer Andreas Busemann nahm den symbolischen Spendenscheck dankend entgegen: „Der Umbau für Buschis neues Zuhause läuft bereits seit Anfang Juli 2015. Die Fertigstellung ist zu Mitte 2016 geplant. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Knapp 500.000 Euro hat der Zoo Osnabrück durch die Spendenaktion „Wir für Buschi“ gesammelt.

ebm-Geschäftsführer Andreas Ennen (l.) und Teamleiter Stephan Höricht (m.) freuen sich über eine gelungene Ziehung der Hauptgewinner durch Orang-Utan Buschi und überreichen Zoogeschäftsführer Andreas Busemann (r.) einen 2.000 Euro Spendenscheck.
ebm-Geschäftsführer Andreas Ennen (l.) und Teamleiter Stephan Höricht (m.) freuen sich über eine gelungene Ziehung der Hauptgewinner durch Orang-Utan Buschi und überreichen Zoogeschäftsführer Andreas Busemann (r.) einen 2.000 Euro Spendenscheck.

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Veranstaltungen zum Kulturjahr in Osnabrück im Oktober

Veranstaltungen zum Kulturjahr in Osnabrück im Oktober
Veranstaltungen zum Kulturjahr in Osnabrück im Oktober

Der städtische Fachbereich Kultur lädt im Oktober wieder zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Unter dem Motto „Wir sind im Garten“ werden Musik, Handwerk, Führungen und Ausstellungen in einem bunten Zusammenspiel mit der Natur angeboten.

Hier eine Übersicht zu den „Garten“-Veranstaltungen im Oktober:

Samstag, 3. Oktober, 11 bis 15 Uhr

Maus Türöffner Tag – Ein Blick hinter die Kulissen für Kinder

Der Botanische Garten der Universität Osnabrück öffnet für Kinder im Alter von sechs bis 12 Jahren seine Türen und erlaubt ein Blick hinter die Kulissen. Unter anderen wird erklärt, woher die Wärme für das große Regenwaldhaus kommt und was die Gärtnerinnen und Gärtner unternehmen, damit aus kleinen Pflanzen Riesenbäume werden. Um Anmeldung unter 0541 969 2700 wird gebeten, da die Plätze pro Termin auf 15 Kinder + Begleitperson beschränkt sind. Die Teilnahme ist kostenlos.

Botanischer Garten der Universität Osnabrück, Albrechtstraße 29, 49076 Osnabrück

 

Sonntag, 4. Oktober, 10 bis 13 Uhr

Sägesonntag mit Festessen an der langen Tafel zum Erntedankfest

Die Sägemühle der Nackten Mühle wird von 10 bis 13 Uhr vom Sägemüller in Betrieb genommen. Bei der Arbeit kann zugeschaut und auch tatkräftig mit angepackt werden. An diesem Tag wird eine lange festliche Tafel aufgebaut und die Köstlichkeiten genossen, die aus den Gärten kommen.

Nackte Mühle, Östringer Weg 18, 49090 Osnabrück


Die Vielfalt genießen – Apfelfest am Schölerberg

Viele alte Apfelsorten, die im Laden schon lange nicht mehr zu kaufen sind, schmecken besonders aromatisch und lecker. Ein Fachmann (Pomologe) wird an diesem Tag mitgebrachte Äpfel bestimmen. In einer kleinen Präsentation werden verschiedene Sorten vorstellt. Ein Rahmenprogramm aus Probier- und Mitmachstationen (Imkerverband, Kleingartenverband, Landwirtschaftskammer, FH Osnabrück, Gartenführungen, Kinderkino, Lesestation etc.) rundet das Programm für die ganze Familie ab, für das leibliche Wohl sorgen die Schülerfirma „Coole Schule“ und die Saftpresse der Naturschutzverbände BUND und NABU.

Museum am Schölerberg, Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück

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Apfelernte (Symbolbild)

Paradiesvögel – Gefiederte Topmodels und göttliche Verführer

Kostenlose Führung durch die aktuelle Sonderausstellung

Zu den farbenprächtigsten und formenreichsten Exemplaren der Vogelwelt zählen zweifelsohne die Paradiesvögel, die nicht umsonst als „Vögel der Götter“ bezeichnet werden. In beeindruckenden 3D-Dioramen stellt das Museum am Schölerberg in seiner neu eröffneten Sonderausstellung einige besonders beeindruckende Exemplare dieser Paradiesvögel vor. Besucher können in der Ausstellung außerdem mehr über die indigene Bevölkerung Neuguineas erfahren und lernen in einem naturnah nachempfundenen Regenwald weitere Tiere der Pazifikinsel kennen. Treffpunkt für die Sonntagsführung ist um 11 Uhr im Foyer im Museum am Schölerberg. Die Teilnahme ist kostenlos, es ist lediglich der Museumseintritt zu entrichten.

Museum am Schölerberg, Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück

Roter Paradisvogel (Paradisaea rubra)  Ein Männchen nutzt eine Astspitze als Balzarena.   Endangered Species (IUCN Red List: NT).
Roter Paradisvogel
(Paradisaea rubra)
Ein Männchen nutzt eine Astspitze als Balzarena.
Endangered Species (IUCN Red List: NT).

Mit wachsendem Vergnügen – kleine Zeitreise durch Osnabrücks Lust- und Bürgergärten

Mit allen Sinnen erleben wir auf unserer Mehr-Generationen-Radtour im Rahmen von „Osnabrück ist im Garten“ Geschichte, Geschichtsträchtiges und eine wunderbare florale Vielfalt. Kleine Wege durch den Schlosspark, dem Bürgerpark, der Gartlage, dem Natruper Holz und dem Garten der Weltreligionen lassen die Seele baumeln und vielleicht den grünen Daumen wachsen. Beim Familienfest der Deutschen Scholle in der Wüste endet die Tour der imposanten Einblicke.

Beginn ist um 11 Uhr. Treffpunkt ist der ADFC Infoladen (am StadtgalerieCafé). Rückkehr gegen 16 Uhr. Weitere Informationen unter http://www.adfc-osnabrueck.de/index.php?id=touren-termine.

ADFC Infoladen, Große Gildewart 14, 49074 Osnabrück

 

Sonntag, 4. Oktober bis 31. Oktober

Ausstellung „Gärten in Osnabrück. Kleingärten gestern und heute“

Die Ausstellung befasst sich mit der historischen und aktuellen Entwicklung Osnabrücker Kleingärten. Schautafeln sowie Exponate bieten breitgefächerte Information zur Vielfalt des Osnabrücker Gartenwesens. Zahlreiche Lern-, Gemeinschafts- und Themengärten präsentieren sich anlässlich des städtischen Jahresmottos „Wir sind im Garten“. Zudem werden die geschichtlichen Ursprünge der Osnabrücker Nutz- und Lustgärten veranschaulicht. Die Eröffnung findet am 4. Oktober um 16 Uhr statt. Besichtigungszeiten: dienstags ab 18 Uhr, mittwochs, freitags und samstags ab 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr und ab 15.30 Uhr. Informationen unter www.osnabrueck-ist-im-garten.de.

Vereinsheim des Kleingärtnervereins Deutsche Scholle, Limberger Straße 71, 49080 Osnabrück

 

Jeden Sonntag im Oktober, 14 bis 18 Uhr (4., 11., 18. und 25. Oktober)

Naschwald am Zechenbahnhof Piesberg

Eine 2000 qm große Ödlandfläche am Zechenbahnhof wurde in einen Naschwald verwandelt. Seit fünf Jahren wächst und gedeiht er, ermöglicht durch eine Gemeinschaftsinitiative von Nachbarn, Kindergarten, Schule, Firmen, Dampflokfreunden und dem Piesberger Gesellschaftshaus. Die Früchte dienen als Tiernahrung, können aber auch von Menschen verzehrt werden.

Der Naschwald ist ein Kultur- und Begegnungsort. Jeden Sonntag von März bis Dezember können Besucher den Naschwald besuchen, sich dort aufhalten und sich inspirieren lassen.

Naschwald am Zechenbahnhof Piesberg, Süberweg 60e, Osnabrück Pye

 

Jeden Sonntag im Oktober, 16 bis 18 Uhr (4., 11., 18. und 25. Oktober)

TomatOS-Treffen

TomatOS e.V. betreibt einen Gemeinschaftsgarten in der Bramscher Straße, der sich auch als Ort für Kultur und Bildung versteht.

Zwischen April und Oktober finden an den Sonntagen auf dem Gelände von TomatOS e.V. regelmäßige Treffen statt. Wer den Verein und seine Aktivitäten einmal kennenlernen möchte, kann auf eine Tasse Kaffee vorbeischauen, sofern auf der Website nicht anders angekündigt – bitte vorab einen Blick auf http://www.tomatos-ev.de werfen.

Bramscher Straße 93-95, 49088 Osnabrück

 

Dienstag, 6. Oktober, 12.30 Uhr

4×1 Museumsobjekte erzählen Osnabrücker Gartengeschichten

Albrecht Dürer (1471 – 1528). Die Flucht aus Ägypten – und die Exotik

Eine „Themenführung mit Mittags-Stulle“ in der Villa Schlikker.

Der Dienstagstermin ist für Berufstätige gedacht, die sich in ihrer Mittagspause etwas Besonderes gönnen wollen. Die „Mittagspause Dienstag“ umfasst eine thematische Führung mit einer Stulle in der Hand gegen den knurrenden Magen.

Der Holzschnitt von Albrecht Dürer, der in dieser ‚Mittagspause im MuseumsGarten‘ näher betrachtet wird, ist als Blatt 13 des Marienzyklus bekannt. Maria und Joseph mit dem Kind kommen aus einem üppigen Hain. Mutter und Kind werden von einem Esel getragen, der Vater führt besorgt die kleine Gruppe über eine Brücke. Der Nürnberger Meister lässt die Hl. Familie aus einer Pflanzenwelt heraustreten, die so ganz anders als seine ‚heimische‘ aussieht. Sind dies wirklich eine Dattelpalme und Drachenbäume? Neben der Stulle gibt es diesmal auch Datteln gegen den kleinen Hunger. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0541 323 2560. Kosten: 5 € inklusive Eintritt.

Museums Garten Villa Schlikker, Heger-Tor-Wall 27

 

Dienstag, 6. Oktober, 14 bis 17 Uhr

„Wir ernten was wir säen“

Unter dem Motto „wir ernten was wir säen” bietet der Familientreff West ab April die Möglichkeit, sich jeden Dienstag in einem kleinen Schrebergarten an der Limberger Straße zu treffen. Es werden verschiedene Aktionen angeboten wie zum Beispiel Sonnenblumen pflanzen, Gemüsebeete anpflanzen, gemeinsames Grillen oder ähnliches. Das Angebot richtet sich an Eltern mit ihren Kindern.

Samstags und Sonntagsaktionen und weitere Sonderaktionen im Garten können unter folgender Internetseite eingesehen werden: http://kath-fabi-os.de/index.php/familientreff-west.html.

Kleingarten, Limberger Straße 4, 49080 Osnabrück

Steinebestimmung für Jedermann

Am 6. Oktober um 18 Uhr findet eine Beratungsstunde für Sammler von Fossilien, Gesteinen und Mineralien im Museum am Schölerberg statt. Die mitgebrachten Fundstücke werden von einer Fachkraft kostenlos bestimmt. Außerdem werden Fragen zur Erdgeschichte beantwortet. Informationen gibt es unter Telefon 0541 56003 0.

Museum am Schölerberg, Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück

 

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Fossil (Symbolbild)

Mittwoch, 7. Oktober bis Sonntag, 11. Oktober

Filmfest-Retrospektive

Öko-Aktivisten im Weltall und Kulturen-Clash am Ganges-Ufer: FilmFest-Retro blickt auf Gärten im Film

Anlässlich des diesjährigen Stadtthemas „Wir sind im Garten“ blickt das Unabhängige Film-Fest Osnabrück vom 7. bis 11. Oktober im Rahmen einer filmischen Retrospektive auf das vielfältige Wechselspiel von Gärten und Gesellschaft im Kino zurück: Die fünfteilige Filmreihe reicht von Jean Renoirs restauriertem Klassiker „Der Strom“ aus dem Jahr 1951, bis zu Peter Liechtis Ausnahme-Dokumentation „Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern“ aus dem Jahr 2013.

Weitere Informationen und das vollständige Programm zum Filmfest und zur Retrospektive gibt es unter http://www.filmfest-osnabrueck.de.

Innenstadt Osnabrück, Domhof, 49074 Osnabrück

 

Samstag, 10. Oktober, 13 bis 16 Uhr

Die Draußenseiner – Der Nackte-Mühle-Samstag für Grundschulkinder: Herbstfarben – so bunt ist der Herbst

Bunte Blätter soweit das Auge reicht! Wunderschöne Bilder lassen sich aus den farbenfrohen Naturmaterialien gestalten! Auch sind Kartoffeln reif, mit denen man wunderbar drucken kann! So macht der Herbst Spaß und lässt einen kreativ werden!

Nackte Mühle, Östringer Weg 18, 49090 Osnabrück

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Herbstblätter (Symbolbild)

 

Sonntag, 11. Oktober, 11 Uhr

SonnTAKTE „Alte Musik – Herbstklänge“

In der Konzertreihe SonnTAKTE der städtischen Musik- und Kunstschule erklingt am Sonntag, 11. Oktober, um 11 Uhr Musik aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Ausführende sind die Lehrenden aus dem Fachbereich „Alte Musik“ der Musikschule sowie Musikschulleiterin Sigrid Neugebauer-Schettler, die herbstliche Texte und Gedichte zum Thema „Garten“ rezitiert. Auf dem Programm stehen Werke unter anderem von John Dowland, Johann Vierdanck und Joseph Bodin de Boismortier. Musiziert wird auf typischen Renaissance- und Barockinstrumenten wie Gamben-Consort, Barockviolinen, Traversflöte und Cembalo. Das herbstliche Konzert findet in Raum 129 der städtischen Musikschule statt. Der Eintritt ist frei.

Musik & Kunstschule, Caprivistraße 1, 49076 Osnabrück

Kürbistag

Wie vielfältig der Kürbis ist, kann am Kürbistag in Erfahrung gebracht werden. Der Kürbis gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. In seiner Heimat in Mittel- und Südamerika wurde er schon vor 8000 Jahren von den Indianern kultiviert. Der Speisekürbis zählt zu den größten Früchten im Pflanzenreich und bietet gute Ausbeute für Suppen, Marmelade oder Kuchen. Natürlich darf bei dieser Veranstaltung das „Schnitzen“ von Kürbissen auch nicht zu kurz kommen.

Botanischer Garten der Universität Osnabrück, Albrechtstraße 29, 49076 Osnabrück

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Kürbisse (Symbolbild)

 

What happens to the garden? Das 10. Picknick – Brotzeit

Zum 10. Picknick geben die Watipies ein Konzert! Mal zart und besinnlich, mal stürmisch und leidenschaftlich – aber immer mit Corazon! Die Watipies spielen einen musikalischen Weltmix aus Blue Grass, Rag Mop, Tango und Balkanmusik.

In einem 1300 qm Garten finden unter Beteiligung von unterschiedlichen Projektpartnern monatlich wiederkehrend Picknicke mit wechselnden Mottos statt. Durch die monatlichen Veranstaltungen erlebt der Garten eine stetige Veränderung und bietet somit regelmäßig neue Eindrücke und Erfahrbarkeiten.

Der Eintritt ist frei. Mitzubringen sind leckere Speisen und Getränke.

Limberger Straße, Flurstück 43/2, 49080 Osnabrück, ca. 200m stadtauswärts vom Moskaubad

 

Donnerstag, 15. Oktober, 19 bis 22 Uhr

Frauendonnerstag: Salben

Die Wildkräuter, die überall herum sprießen sind nicht nur lecker sondern auch sehr nützlich! Schon Großmutter kannte die Heilwirkungen von Beinwell und Co. Es sollen gemeinsam heilende Pflanzen gesammelt, und zu einfachen aber wirksamen Salben verarbeiten werden. Die Hausapotheke wird so durch natürliche Produkte hilfreich ergänzt.

Nackte Mühle, Östringer Weg 18, 49090 Osnabrück

 

Freitag, 16. Oktober bis Sonntag, 18. Oktober

Mehrtages-Streif-Zug auf die Insel Langeoog mit Exkursion

Anmeldung (mindestens drei Tage vor Reisebeginn) bei der NordWestBahn unter www.nordwestbahn.de oder im Museum am Schölerberg unter Tel.: 0541 56003 51. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zur Reise.

Museum am Schölerberg, Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück

 

Sonntag, 18. Oktober, 15 bis 17.30 Uhr

Der Pflanzenvielfalt auf der Spur – Aktionsnachmittag für Kinder

Herbstzeit ist Erntezeit

Das Gartenjahr geht langsam zu Ende. Vor Ort werden Früchte im Garten geerntet und gemeinsam verarbeitet. Während die Suppe auf dem Herd kocht, werden Kürbisse zu Halloween geschnitzt.

Die Grüne Schule lädt jeden dritten Sonntag Jung und Alt zu abwechslungsreichen und spannenden Erlebnissen in den Botanischen Garten der Universität Osnabrück ein. Der Jahreszeit entsprechend wird Kindern ab sechs Jahren ein interessanter Nachmittag rund um ein Thema zur Pflanzenwelt geboten. Weil es viel schöner ist, gemeinsam aktiv zu werden, bringt jedes Kind mindestens eine Begleitperson mit. Anmeldung über das Büro der Grünen Schule, Tel. 0541 969 2700. Insgesamt können maximal 25 Personen pro Veranstaltung teilnehmen.

Kosten: Pro Person: 5 € (inklusive Materialkosten). Familien zahlen maximal 20 €

Botanischer Garten der Universität Osnabrück, Albrechtstraße 29, 49076 Osnabrück

 

Dienstag, 20. Oktober, 19.30 Uhr

„Sammler, Jäger, Abenteurer – Paradiesvogeljagd und Naturalienhandel in Deutsch-Neuguinea“

Vortrag von Dieter Klein (Wuppertal) im Museum am Schölerberg.

Museum am Schölerberg, Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück

 

Freitag, 23. Oktober bis Sonntag, 25. Oktober

Waldläufer – Drei Tage in den Herbstferien

Eine Nacht im Wald — Die Waldläufer folgen dem Ruf der Wildnis und tauchen ein in die Welt von Dachs und Käuzchen.

Gemeinsam wird ein Lager gebaut, das Leben in der Wildnis ausprobiert und eine Nacht (von Samstag auf Sonntag) im Wald verbracht. Feuer machen und Mahlzeiten am Lagerfeuer stehen ebenfalls auf dem Programm.

Treffpunkt ist täglich um 10 Uhr am Wanderparkplatz Bramheide (ab 8.00 Uhr Nackte Mühle möglich). Um 16 Uhr endet das Abenteuer am Freitag und am Sonntag.

Kosten pro Kind: 60 €. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.lega-s.de

Nackte Mühle, Östringer Weg 18, 49090 Osnabrück

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Lagerfeuer

 

Samstag, 24. Oktober, 10 bis 18 Uhr

Blühende Wörter und sprechende Gärten

Am 24. Oktober gibt es in der Gartenabteilung der Stadtbibliothek die Gelegenheit mit Geschichten-Gärtner Jörg Ehrnsberger eigene Kurzgeschichten zum Oberthema Garten zu entwickeln. Unter fachkundiger Anleitung werden so aus ersten zarten Ideen-Pflanzen ganz rasch ausgewachsene Geschichten: Ideen säen, sie gründlich wässern und so zum Keimen bringen. Die Geschichten werden nach der Werkstatt vom Team Stegemann/Ehrnsberger lektoriert und dann (nach Absprache mit den Verfassern) in der Stadtbibliothek als „Geschichts-Samen“ ausgelegt, um Besucher der Bibliothek zu weiteren Geschichten zu inspirieren. Offen ist der Workshop für alle Naturliebhaber, Gartenfreunde, Botaniker, Kleingärtner und urban gardener, die schon immer mal ihre eigene Kurzgeschichte unter fachkundiger Anleitung schreiben wollten, um so ihre Begeisterung für Gärten und Natur zu teilen.

Anmeldungen und Information unter ehrnsberger@literaturwegen.de. Unkostenbeitrag: 20 €.

Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1, 49074 Osnabrück

 

Sonntag, 25. Oktober, 15 Uhr

4×1 Museumsobjekte erzählen Osnabrücker Gartengeschichten

Albrecht Dürer. Die Flucht nach Ägypten – und die Exotik

Jeden letzten Sonntag eines Monats Sonntagsspaziergang durch Osnabrück.

Der Sonntagsspaziergang beginnt vor dem Dürer Holzschnitt in der Villa Schlikker. Erst dann geht es zur Exkursion über die Bergstraße in den Botanischen Garten. Es werden Einblicke in die Exotik der Pflanzenwelt zur Dürerzeit gegeben. Was von den Köstlichkeiten wohl damals auch in Osnabrück bekannt war?

Dauer ca. zwei Stunden. Treffpunkt: Villa Schlikker. Kinder (ab fünf Jahre) können sich während dieses Rundgangs in der Museumswerkstatt kreativ bewegen und gestaltend auf „Spurensuche“ von Gärten gehen. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0541 323 2560. Kosten: 5 € inkl. Eintritt.

Museums Garten Villa Schlikker, Heger-Tor-Wall 27

 

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Jahresbilanz von Carsharing in Osnabrück positiv

Jahresbilanz von Carsharing in Osnabrück positiv
Mit dem flow>k sind auch immer mehr ältere Menschen flexibel unterwegs – nicht zuletzt durch die sechs kostenfreien Abstellplätze in der Bahnhofsgarage.

Stadtwerke Osnabrück als erster kommunaler Anbieter mit stationärem und „free floating“- Carsharing am Markt

Über 550 Kunden bewegen aktuell 30 auffällig beklebten VWup!s durch Osnabrück: Das einjährige Jubiläum von flow>k, dem flexiblen Carsharing der stadtteilauto OS GmbH (einer Tochter der Stadtwerke Osnabrück) fällt positiv aus. „Wir sind mit unserem neuen Angebot heute genau dort, wo wir nach einem Jahr sein wollten. Aber wir lassen nicht locker und werden auch noch viele weitere davon überzeugen, die eigene Mobilität mit Carsharing zu gestalten“, sagt Christian Reining, Prokurist von stadtteilauto: Das Unternehmen, das mit seinen Angeboten stat>k (stationäres Carsharing) und flow>k, flexibles Carsharing in und für Osnabrück anbietet, ist deutschlandweit einmalig. „Die Stadtwerke Osnabrück haben es als erstes kommunales Unternehmen geschafft, beide Typen von Carsharing in der Hasestadt zu etablieren – das macht uns stolz“, sagt Werner Linnenbrink, stadtteilauto-Geschäftsführer.

Mit dem flow>k sind auch immer mehr ältere Menschen flexibel unterwegs – nicht zuletzt durch die sechs kostenfreien Abstellplätze in der Bahnhofsgarage.
Mit dem flow>k sind auch immer mehr ältere Menschen flexibel unterwegs – nicht zuletzt durch die sechs kostenfreien Abstellplätze in der Bahnhofsgarage.

54 Fahrzeuge an 41 stationären Standorten

Die Bilanz kann sich auf beiden Seiten sehen lassen, zumal flow>k sich als gute Ergänzung und eben nicht Konkurrenz zu stat>k erwiesen hat: 54 Fahrzeuge an 41 Standorten im stationären und die erwähnten 30 up!s im flexiblen Carsharing bezeugen die erfolgreiche Entwicklung. „Wir haben das erste Jahr genutzt, um intensiv unser Angebot zu beobachten und werden zum 27. September daher auch das Geschäftsgebiet etwas ändern“, so Reining. So fallen einige Straßen deutlich außerhalb der Innenstadt in die kostenpflichtige 5-Euro-Zone, um so mehr Fahrzeugkonzentration im Zentrum zu gewährleisten.

 Jubiläumsaktion: reduzierte Anmeldegebühr

Das Einjährige feiert stadtteilauto mit einem besonderen Angebot für Neukunden: „Ab unserem flow>k Geburtstag – also ab dem 27. September – profitieren alle Neukunden von einer reduzierten Anmeldegebühr. Bis zum 27. Oktober kostet der Neustart mit flow>k nur 9,90 Euro statt 29 Euro. Zudem verlosen wir am 27. Oktober unter allen Kunden 3 Mal 365 Freiminuten“, sagt Reining. Dabei hat flow>k in seiner Nutzung den Charme, dass Kosten nur dann entstehen, wenn mit diesem auch wirklich gefahren wird. „Wir erleben es immer wieder, dass Interessenten ungläubig staunen, wenn klar wird, dass wir keine monatlichen Grundgebühren haben“, so Reining. Die Geburtstagsaktion solle daher noch mehr Anreiz schaffen, diese neue Form der Mobilität einfach mal auszuprobieren und zu testen, ob sie zum eigenen Lebensgefühl des Nutzers passt: Spontan, ad hoc und günstig ans Ziel, ohne an Tanken, Versicherungen oder weitere laufende Kosten denken zu müssen. „Wir haben den festen Willen, unser Pilotprojekt zum Erfolg zu führen und zu zeigen, dass in Osnabrück Carsharing auch ohne Autokonzerne, sondern regional durch ein Stadtwerk erfolgreich am Markt etabliert wird“, zeigt sich Linnenbrink optimistisch.

Zum Hintergrund

Die Stadtteilauto OS GmbH bietet seit Ende September 2014 neben dem herkömmlichen stationären Carsharing, das es schon seit 21 Jahren in der Hasestadt gibt, nun auch das flexible Modell flow>k an. Betrachtet man Deutschland außerhalb der kommunalen Anbieter, so ist stadtteilauto eines von nur fünf Unternehmen, die beide Modelle anbieten. Die 30 auffällig beklebten VW up!s können von Kunden im Stadtgebiet „on demand“ – also direkt am Fahrzeug ohne Festlegung des Fahr-Endes – mit einer Zugangskarte gebucht und dann gefahren werden. Zum Ende der Buchung reicht es aus, das Fahrzeug frei im Geschäftsgebiet abzustellen. Als zusätzlicher Vorteil stellten sich auch die beiden Erweiterungszonen mit den jeweiligen Abstellgebühren heraus. Damit die Fahrzeuge jedoch immer dort zur Verfügung stehen, wo der Großteil der Kunden ist, gibt es bei stadtteilauto sogenannte „Shuttle Buddies“. Hinter diesem Begriff verbergen sich aktuell 80 flow>k-Nutzer, die die flow>ks in die Kernzone zurückfahren und dafür die Abstellgebühr des Vornutzers erhalten. Dadurch kann stadtteilauto entsprechende Logistikfahrten vermeiden. Auch die minutengenaue Abrechnung und die Flexibilität der Buchungszeiträume schätzen die flow>k-Kunden an dem System. Diese Vorteile des flexiblen Carsharings sind es, die flow>k auch bei den stat>k-Nutzern beliebt machen. In den letzten 12 Monaten wurden mit dem Osnabrücker Carsharing von stadtteilauto 140.000 Kilometer zurückgelegt; in kurzen wie in langen Wegen.

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Im Landkreis Osnabrück *blitzt* es (KW 40/2015)

Blitzer
Blitzer

Folgende “Blitzer” sind vom Landkreis für die Kalenderwoche 40 (28.09.-04.10.2015) geplant:

 

Blitzer (Symbolbild)
Blitzer (Symbolbild)
Montag 28.09. G-M-Hütte
Dienstag 29.09. Bissendorf
Mittwoch 30.09. Hasbergen
Donnerstag 01.10. Bissendorf
Freitag 02.10. Glandorf
Samstag 03.10. G-M-Hütte
Sonntag 04.10. Quackenbrück

Der Landkreis weist darauf hin, dass jederzeit auch an anderen Orten mit “Fotos” gerechnet werden muss.

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Blutmond über Osnabrück

Blutmond über Osnabrück
Wenn das Wetter mitspielt, leuchtet der Mond heute Nacht so rot über Osnabrück (Symbolbild).

 Nachteulen oder Frühaufsteher aufgepasst!

Heute nacht haben wir Vollmond. Aber das ist nicht alles, der Mond ist „nur“ 356.878 km von der Erde entfernt und ist damit der dichteste Vollmond dieses Jahr. Dadurch wirkt der Mond besonders groß, ein sogenannter Supermond.
Doch damit nicht genug: Dazu kommt eine totale Mondfinsternis, dies passiert, wenn Sonne, Erde und Mond in einer Linie stehen: Der Erdschatten fällt auf den Mond. Dadurch kommt es zu einem Superblutmond. Blutmond, da rotes Licht durch die Erdatmosphäre auf den Mond gelenkt wird und ihn rötlich färbt.
Diese Konstellation ist recht selten, der nächste Superblutmond ist erst im Jahre 2033 wieder über Deutschland zu sehen.
Wenn das Wetter mitspielt, leuchtet der Mond heute Nacht so rot über Osnabrück (Symbolbild).
Wenn das Wetter mitspielt, leuchtet der Mond heute Nacht so rot über Osnabrück (Symbolbild).

Hier der Zeitablauf des Geschehens:

  •  Ab 3:07 Uhr wandert der Mond in den Kernschatten der Erde und wird anfangen, sich zu verfinstern.
  • Um 4:11 Uhr ist der Mond vollständig in den Erdschatten gewandert und wird nun rot am Himmel zu sehen sein. Dies wird bis 5:23h andauern.
  • ab 5:23 dann wird die totale Finsternis beendet sein, der Mond wandert wieder aus dem Erdschatten hinaus
  • Um 6:27 wird der Mond den Erdschatten verlassen haben.

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Mösers Meinung

Mösers Meinung
Justus Möser

Neu und exklusiv in der Hasepost: Justus Möser. Justus wird jeden Freitag seine Meinung zu Ereignissen rund um Osnabrück zum Besten geben.  Heute stellt sich Justus erstmal vor:  

 

Guten Abend,

mose6porich hoffe, alles ist gut! Wenn ich mich kurz vorstellen darf: mein Name ist Justus Möser.
Ich bin 1720 in Osnabrück auf die Welt gekommen, in dieser wunderschönen Hasemetropole. Damals war die Welt noch in Ordnung, sie war recht überschaubar und die Menschen waren glücklich. Jedenfalls habe ich das so in Erinnerung. Denn das ist lange her, und im Rückblick ist ja alles irgendwie besser. Zu meiner Zeit war Sturm und Drang schwer angesagt, und jeder war den ganzen Tag mit Liebesschwüren und Liebeskummer und Frauen und anderem unwichtigen Kram beschäftigt. Eben die gute alte Zeit.
Für mich war das nicht so wichtig. Mich interessierte, wie das Zusammenleben der Menschen verbessert werden kann, und da habe ich viele Ideen gehabt. Die habe ich natürlich in Osnabrück ausprobiert. Wo denn auch sonst?! Ich bin ziemlich viel in der Welt herumgekommen, vor allem in dem Teil, den man zu meiner Zeit für den Nabel der Welt hielt, also England und so weiter. Da war zwar schwer was los, aber mich hat es immer wieder zurück nach Osnabrück gezogen.

Als ich ein junger Mann war, habe ich das studiert, was damals alle studiert haben, die was auf sich hielten: die Juristerei. Und weil mir nichts besseres einfiel, bin ich anschließend in den Staatsdienst eingetreten. Und ich habe nebenbei immer gerne geschrieben. Ich hatte damals ein paar echte Fans, die mich über den grünen Klee gelobt haben. Unter anderem Goethe, Herder und Schiller – ich weiß nicht, ob Ihnen die Namen was sagen, aber zu meiner Zeit waren die drei eine ziemlich große Nummer. Ich bin aber trotzdem ganz bescheiden geblieben und habe meine Kraft und mein Wissen mein Leben lang in den Dienst meiner Heimatstadt gestellt. Na ja, ehrlich gesagt wurde ich dafür auch ganz gut bezahlt. Aber ich habe das trotzdem immer gerne gemacht. Man tut halt , was man kann.

Meine große Zeit ist mehr als 250 Jahre her, da hat sich wahrscheinlich einiges in Osnabrück und dem Rest der Welt verändert. Es gibt jetzt das Internet, aber was ich am besten finde: man muß nicht mehr alles mit der Hand schreiben. Das war früher immer so ein Kreuz mit dem Durchstreichen und korrigieren und wieder neu schreiben. Geht heute viel leichter, dank Laptop und so. Darum melde ich mich nach langer Abwesenheit mal wieder zu Wort. Und weil ich immer für alles Neue aufgeschlossen bin, mache ich das in einer Internet-Zeitung, in der HASEPOST aus Osnabrück. Ich will schließlich meiner Heimatstadt treu bleiben. Denn hier passieren immer noch viele interessante und fantastische Dinge, so daß mir bestimmt nicht so schnell der Stoff für meine „Patriotischen Phantasien“ ausgeht. So hießen übrigens mal einige Bücher, die ich veröffentlicht habe.
Ich wollte immer gerne wissen, wie lange die „Patriotischen Phantasien“ wohl ihre Gültigkeit behalten.

Also, liebe Leser, ab jetzt jeden Freitag exklusiv in der HASEPOST: meine Meinung zu aktuellen Themen rund um Osnabrück und die Welt – natürlich ganz subjektiv und nicht jedem zum Wohlgefallen. Ich hoffe, daß Sie viel Spaß beim Lesen haben und vielleicht die ein oder andere gute Anregung oder Idee von mir bekommen. Vielleicht wecke ich bei Ihnen auch einfach nur den Wunsch, sich zur Abwechslung mal eigene Gedanken zu machen. Wie auch immer… Bis nächsten Freitag und liebe Grüße

Ihr

Justus Möser

Hier alle inzwischen erschienenen Kolumnen von Justus Möser.

„Jeder Gelehrte sollte ein Handwerk lernen, um das Gleichgewicht zwischen geistiger und körperlicher Tätigkeit zu erhalten.“ Justus Möser

AFP

Vorhang auf für den „e-Goggo“ in Osnabrück

Vorhang auf für den „e-Goggo“ in Osnabrück
Freuen sich über das gelungene e-Goggo-Projekt (v.l.): Stepan Meyer, Leiter des Walzwerks bei KME, Manfred Hülsmann, Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Osnabrück, und Felix Osterheider, Arbeitsdirektor Georgsmarienhütte GmbH, zusammen mit Azubi Max Linne.

Es ist geschafft: Nach rund drei Jahren Bauzeit präsentierten die Azubis der „ProAusbildung“-Unternehmen KME Germany, Georgsmarienhütte GmbH und Stadtwerke Osnabrück heute ihren e-Goggo – und zeigten auch gleich, dass der Elektroflitzer nicht nur gut aussieht, sondern auch wirklich fahren kann. Der Umbau eines Goggomobils aus den 60-er Jahren zu einem modernen Gefährt mit Elektroantrieb war das gemeinsame Azubi-Projekt von „Pro-Ausbildung“. Nun soll das Fahrzeug zusammen mit einem ebenfalls entstandenen Anhänger für die Unternehmen und deren Ausbildungsberufe werben.

Sind stolz auf ihren umgebauten e-Goggo: Die Auszubildenden der Initiative „ProAusbildung“  der Unternehmen KME Germany, der Georgsmarienhütte GmbH und der Stadtwerke Osnabrück zusammen mit den Ausbildungsleitern bei der feierlichen Enthüllung.
Sind stolz auf ihren umgebauten e-Goggo: Die Auszubildenden der Initiative „ProAusbildung“ der Unternehmen KME Germany, der Georgsmarienhütte GmbH und der Stadtwerke Osnabrück zusammen mit den Ausbildungsleitern bei der feierlichen Enthüllung.

Geimeinsames Projekt von drei Unternehmen

„Es war sicherlich nicht immer einfach und hat unsere Azubis so manche Nerven gekostet, aber wenn man diesen echten Hingucker sieht, weiß man, dass alle Beteiligten stolz auf die geleistete Arbeit sein können“, freut sich Christian Bloom, Ausbildungsleiter der Georgsmarienhütte GmbH und gleichzeitig „e-Goggo“ Projektleiter. „Dass wir den `e-Goggo´ heute präsentieren können, ist nur der tollen Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, den Azubis und den externen Projektpartnern zu verdanken“, betont Nadine Wortmann, Ausbildungsleiterin bei den Stadtwerken Osnabrück, und lobt ausdrücklich diese „einmalige Gemeinschaftsleistung“. Und auch Lars Schönball, Ausbildungsleiter bei KME, ist überzeugt: „Unsere Azubis haben da wirklich gezeigt, was in ihnen steckt.“

Ein rundum umgebautes und saniertes Auto

Bevor sich der „e-Goggo“ heute von seiner besten Seite präsentieren konnte, mussten die Azubis einiges an Fleiß und Arbeit in den Kleinwagen stecken: Das Chassis des Oldtimers wurde sandgestrahlt, ausgebessert, grundiert und lackiert. Unzählige Beulen und Löcher wurden entfernt. „Insgesamt zehn Kilo Spachtelmasse und viele Arbeitsstunden waren nötig, um dem e-Goggo eine glatte Außenhülle zu verpassen“, erklärt Christian Bloom. Überhaupt drehten sich einige Arbeiten am e-Goggo um die Optik. Der Projektpartner Simon Beie, Student des Studiengangs Industriedesign der Hochschule Osnabrück, hat das Außen- und Innendesign des e-Goggos entworfen. „Um den `e-Goggo´ sportlicher wirken zu lassen, hat ein weiterer Projektpartner, die Firma Dälken aus Glandorf, die hinteren Kotflügel geliftet und die Ausbuchtungen für die Rückleuchten vergrößert“, erklärt Florian Schulte, Mitglied des „e-Goggo“-Projektteams. „Teile wie Querlenker, Felgen, Anhängerkupplung und Trommelbremsen mussten pulverbeschichtet werden – das haben wir ebenfalls an einen Projektpartner gegeben.“

Es gab immer viel zu tun

Viele Arbeiten am „e-Goggo“ liefen parallel – während einige Azubis bei den schwierigen Blecharbeiten der Firma Dälken über die Schulter schauten und halfen, übernahmen die anderen Azubis weitere Arbeiten am „e-Goggo“: Die KME-Auszubildenden fertigten das neue Armaturenbrett, neue Lampenringe und einen neuen und größeren Kühlergrill an. Währenddessen kümmerten sich die Azubis der Georgsmarienhütte GmbH um die neuen Türgriffe und um sämtlichen Teppich im Innenraum. Bei den Stadtwerken Osnabrück wurden zuletzt die Akkus auf einer eigens konstruierten Halterung verbaut. Diese sind heute dort, wo früher eine Rückbank zu finden war. Zuletzt musste alles verkabelt werden, damit das große Ziel erreicht werden konnte: die Straßenreife.

Freuen sich über das gelungene e-Goggo-Projekt (v.l.): Stepan Meyer, Leiter des Walzwerks bei KME, Manfred Hülsmann, Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Osnabrück, und Felix Osterheider, Arbeitsdirektor Georgsmarienhütte GmbH, zusammen mit Azubi Max Linne.
Freuen sich über das gelungene e-Goggo-Projekt (v.l.): Stepan Meyer, Leiter des Walzwerks bei KME, Manfred Hülsmann, Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Osnabrück, und Felix Osterheider, Arbeitsdirektor Georgsmarienhütte GmbH, zusammen mit Azubi Max Linne.

Zusätzlich auch ein Anhänger und weitere Akkus hergestellt

Dabei war mit dem e-Goggo lange noch nicht Schluss: Parallel wurde auch an einem Anhänger gearbeitet, der zum Beispiel weitere Akkus oder aber gleich eine Art Road-Show zum Thema Ausbildung transportieren kann. „Hier werden wir nicht nur unseren Projektfilm `Futur Team´ zeigen, sondern auch über unsere Unternehmen und Ausbildungsberufe an Schulen und auf Berufsmessen informieren“, erklärt Bloom voller Vorfreude.

Fortschritt des e-Goggo bei Facebook mitverfolgen

Aber nicht nur um den Umbau des Fahrzeuges, sondern auch um das Eigenmarketing kümmerten sich die Azubis. Für das Azubiprojekt „e-Goggo“ gibt es eine eigene Seite auf Facebook. Unter  www.facebook.com/eGoggo konnten Interessierte Schritt für Schritt den Fortgang der Arbeiten mitverfolgen, oder aber auch selber Tipps und Kommentare posten.

AFP

Freies Wifi im Aufnahmelager – mit bürokratischen Hürden

Freies Wifi im Aufnahmelager – mit bürokratischen Hürden
Freies Wifi im Aufnahmelager – mit bürokratischen Hürden

Gerne hätten wir hier eine Erfolgsstory vermeldet, zu unserer bereits Mitte August gegebenen Zusage, das Flüchtlingshaus am Natruper Holz finanziell und mit Manpower beim Aufbau eines für die Flüchtlinge kostenlosen WLAN-Netzwerks zu unterstützen.

Koordinierung der Hilfsangebote offenbar schwierig

Trotz zahlreicher An- und Nachfragen unsererseits, war es der federführenden Diakonie jedoch nicht möglich unser Hilfsangebot mit dem ebenfalls bereits vorliegenden Angebot des Freifunk e.V. zu koordinieren. Ein mehrfach zugesagter gemeinsamer Termin kam nie zustande.
Erst nachträglich erfuhren wir vergangene Woche, dass inzwischen ein erstes Netzwerk installiert wurde, wenn auch nur provisorisch.
Der Freifunk e.V. hat es nach einigen Wochen mit sehr viel Engagement doch noch geschafft einen kostenfreien Internetzugang für die Flüchtlinge zu schaffen.
Wir von der HASEPOST bedauern es sehr, dass es hier nicht zu einer gemeinsamen Lösung gereicht hat. Eine Berichterstattung in der lokalen Presse scheint auch nicht erwünscht zu sein, da es bis heute keine Information der Presse zu dem freien Internetzugang gibt. Zuletzt hatte eine Meldung für Aufsehen gesorgt, dass man von Seiten der Diakonie zukünftig Sachspenden aus der Bevölkerung ablehnt und ausschließlich um Geldspenden bittet.

Für Osnabrück zweckgebundene Spenden aktuell nicht möglich

Von Seiten der Freifunker wurde zwischenzeitlich auch eine Spendenaktion gestartet, deren Einnahmen jedoch nicht explizit für das Flüchtlingshaus am Natruper Holz gedacht sind.
Für die Unterstützung erstellt der Verein gerne eine Spendenbescheinigung und so können die gespendeten Beiträge von der Steuer abgesetzt werden.
Die entsprechende Spendenkampagne ist unter folgendem Link erreichbar:
https://www.betterplace.org/de/projects/33326-freifunk-fur-fluchtlinge-im-nordwesten

AFP

Mabili ist das zweite Giraffenjungtier im Zoo Osnabrück in diesem Jahr

Mabili ist das zweite Giraffenjungtier im Zoo Osnabrück in diesem Jahr
Mabili ist das zweite Giraffenjungtier im Zoo Osnabrück in diesem Jahr

Mabili hatte es eilig

 Eigentlich war die Geburt für den 29. September prognostiziert worden. Doch  die Giraffenkuh Manja und ihr Junges hatten es eilig: Am Samstag, 19. September um 13:10 bemerkte Tierpflegerin Stephanie Batz, dass die Fruchtblase der tragenden Netzgiraffe geplatzt war und der erste Huf des Nachwuchses schon herausschaute. Alle Tiere befanden sich zu dem Zeitpunkt auf der Außenanlage. Zur Information: Man versucht im Zoo, dass die Geburten in extra vorbereiteten Geburtsboxen stattfinden, damit im Fall einer Schwierigkeit durch den Tierarzt und Pfleger eingegriffen werden kann. Dafür ist es notwenig, dass das tragende Tier von weiteren Tieren auf der Anlage getrennt ist.

Mabili ist das erste Jungtier der fünfjährigen Giraffenkuh Manja.
Mabili ist das erste Jungtier der fünfjährigen Giraffenkuh Manja.

Trennung von den anderen Giraffen verlief problemlos

Stolze "Giraffenmama": Revierleiterin und Tierpflegerin Petra Kunze
Stolze „Giraffenmama“: Revierleiterin und Tierpflegerin Petra Kunze

Schnell waren die Giraffen reingeholt und Manja wurde zwischen Bulle Edgar und den übrigen drei Giraffen in einen eigenen Stall gelockt. 14:15 Uhr kam der zweite Fuß, 15:15 Uhr die Nase, 15:20 Uhr der Kopf und um 15:43 Uhr purzelte Mabili, wie die Tierpfleger sie tauften, ins Stroh. „Wir haben Manja schnell zur anderen Gruppe gehen lassen, damit wir risikolos in den Stallbereich zum Jungtier konnten. Mit unserem Zootierarzt Thomas Scheibe haben wir Nase und Mund vom Schleim befreit, den Nabel und das Geschlecht kontrolliert und die langen Beine so sortiert, dass es einfacher aufstehen kann“, berichtet Tierpflegerin und Giraffenrevierleiterin Petra Kunze. Anschließend durfte Mutter Manja wieder zu ihrem Nachwuchs. „Sie brauchte allerdings circa eine viertel Stunde, um sich von der Geburt ein wenig zu erholen und zu verstehen, was da geschehen war. Da sind wir Tierpfleger immer angespannt und hoffen, dass die Mutter ihr Jungtier annimmt. Aber schließlich suchte Manja den Kontakt zu Mabili und leckte sie ab“, freute sich Kunze. 16:10 Uhr stand Mabili erstmals auf ihren langen Beinen, 16:35 Uhr fand sie das Euter ihrer Mutter und 17:35 Uhr stärkte sie sich ausgiebig an der Muttermilch.

Mabili bedeutet Glaube und Kultur

 Den Namen Mabili gaben die Pflegerinnen dem Giraffenmädchen. Der name beginnt mit einem „M“ wie der Name der Mutter, kommt aus dem afrikanischem und bedeutet „Der Ostwind bringt Glaube und Kultur“.

3 Stunden dauerte die Geburt insgesamt

Kunze ist von Mabilis Zustand sehr angetan: „Sie ist zwar sehr klein – es ist das erste Giraffenjungtier, das kleiner ist als ich mit meinen 1,63 Metern, aber sehr pfiffig und vital. Sie läuft viel mit ihrer Mutter mit und ist häufig wach. Wenn wir sauber machen müssen, wechselt sie die Ställe, als hätte sie das schon tausendmal gemacht“, lacht Kunze. Ob Mabili es deswegen auch eilig hatte, auf die Welt zu kommen? „Tatsächlich waren wir von dem Geburtszeitpunkt etwas überrascht“, berichtet die erfahrene Revierleiterin. „Denn die 15 Monate Tragzeit wären erst am 26. September umgewesen und Erstgebärende tragen eher länger.“ Warum die Wehen bei der 5jährigen Netzgiraffe Manja bereits Samstag starteten, könne man nur vermuten, so die erfahrene Giraffentierpflegerin, die mit Mabili die 15. Giraffengeburt in Osnabrück begleitete. „Feldbetten und Nachtwachen waren bereits für ab dem 26. September organisiert, denn bei Erstgebärenden sind wir immer mit vor Ort. Aber zum Glück hat Manja auch am Samstag alles geschafft“, freut sich Kunze. 

1,63m klein (Papa Edgar ist über 5m), aber schon sehr agil und neugierig: Mabili
1,63m klein (Papa Edgar ist über 5m), aber schon sehr agil und neugierig: Mabili

Nur der Halbbruder Dayo ist ganz neugierig

Die übrigen Familienmitglieder sind von dem jüngsten Sprössling recht unbeeindruckt – bis auf Dayo, der am 19.04.2015 das Licht der Welt erblickte. „Dayo schaut immer gerne rüber in den Stall von Mabili, er freut sich wohl auf die neue Spielkameradin. Aber Mabili kriegt das noch nicht so richtig mit“, schmunzelt Kunze.

Mabili im Giraffenhaus besuchen

Besucher können Mabili mit etwas Glück im Giraffenhaus entdecken. Noch ist sie meistens im mittleren Stall, aber wenn dort saubergemacht wird, kommt sie mit ihrer Mutter in den vorderen Bereich direkt an die Besucherscheibe. „So gut, wie sie sich entwickelt, könnte es auch sein, dass Manja und Mabili schon am Wochenende auf den Vorhof können. Allerdings muss auch das Wetter mitspielen“, berichtet Kunze. Bis dahin stärkt Mabili sich noch ausreichend mit Muttermilch. Erst in ein paar Wochen wird sie beginnen Heu und kleine Stücke Obst oder Gemüse zu knabbern. Dann wird es auch erstmals auf die Außenanlage gehen – nur mit ihrer Mutter, damit Mabili alles in Ruhe entdecken kann.  

Giraffenjungtier Mabili ist nicht nur pfiffig und sehr aktiv, sondern kann auch schon gut das Gleichgewicht halten.
Giraffenjungtier Mabili ist nicht nur pfiffig und sehr aktiv, sondern kann auch schon gut das Gleichgewicht halten.

 

Fotos: Zoo Osnabrück, Susanne Kistenmacher

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AFP

Strategieänderung: Das Ende für das
Einkaufscenter am Neumarkt?

Unibai Rodamco Osnabrück Strategie geändert?
Strategieänderung: Das Ende für das
Einkaufscenter am Neumarkt?

Ein Leitartikel von HASEPOST-Herausgeber Heiko Pohlmann.


 

In einem lesenswerten Artikel hat die NOZ vergangenen Samstag (Abruf ggf. kostenpflichtig) nochmals ein paar Details zur neuerlichen Normenkontrollklage nachgereicht, über die HASEPOST bereits am 7. September exklusiv berichtete.

wenn (…) Unibail Rodamco plötzlich ihr Geschäftsmodell grundsätzlich ändern (…) würde

NOZ-Redakteur Wilfried Hinrichs ergänzte seinen Artikel zusätzlich um einen Kommentar, der online leider nicht verfügbar ist.
In diesem Kommentar schreibt er den Center-Kritikern ins Stammbuch: „Nur wenn die Muttergesellschaft Unibail Rodamco plötzlich ihr Geschäftsmodell grundsätzlich ändern oder wirtschaftlich in die Knie gehen würde, könnte „Oskar“ – so der Arbeitstitel in Osnabrück – infrage gestellt werden. Aber für derlei Eruptionen gibt es keinerlei Anzeichen.“
Dass der französische Multi in absehbarer Zeit „wirtschaftlich in die Knie“ gehen wird, dafür gibt es tatsächlich keine Anzeichen. Auf eine grundsätzliche Änderung des Geschäftsmodells lassen sich allerdings durchaus Hinweise finden, wenn man nur ein wenig hinter die Kulissen der offiziellen PR-Meldungen schaut.
Ob dies eine „Eruption“ sein wird? Für den Pariser Mutterkonzern und den für das Deutschlandgeschäft federführenden kanadischen Investmentfond sicher nicht – für die Stadtplanung in Osnabrück vermutlich schon. Auch ein Verkauf des noch nichteinmal begonnenen Bauprojekts an einen neuen Bauherren dürfte nicht ohne politische Folgen sein, wurde von Seiten des inzwischen faktisch aufgelösten Projektinitiators mfi und den Projektbefürwortern im Stadtrat, den Osnabrückern doch eine Kontinuität am Standort versprochen. Eine Kontinuität, die schon jetzt, durch zwischenzeitlichen Unternehmensverkauf, Umfirmierung und Austausch der Ansprechpartner, kaum noch erkennbar ist.
Doch für einen Abgesang ist es zu früh – die Fakten des offensichtlichen Strategiewechsels sollte man sich dennoch genauer anschauen.

Unibai Rodamco Osnabrück Strategie geändert?

Strategiewechsel von Unibail-Rodamco ist kein Geheimnis

Der Investment-Blogger Stefan Schmolz, der Unibail-Rodamco wegen einer hohen Ausschüttungsquote empfiehlt, schreibt über den „Immobilien-Riesen“ auf seiner Website: „Das Unternehmen konzentriert sich auf große Einkaufscenter in europäischen Metropolen. Dort wird mehr Umsatz(-wachstum) und Gewinn erwirtschaftet als in kleineren Shopping Centern. Daher ist der Konzern dabei, non-core retail Assets (kleinere Shopping Center) zu verkaufen.

Bei den Stichworten „große Einkaufscenter“ und „europäische Metropolen“ mag das beschauliche Projekt in Osnabrück irgendwie nicht in die Strategie passen.
Eine Strategie, die auch vom CEO des Mutterkonzerns Christophe Cuvillier gegenüber Investoren unter dem Titel „Reshaping the retail portfolio“ zu einem strategischen Ziel geworden ist, welches das folgende Ergebnis bringen soll: „The creation of a pan-European homogenous super prime portfolio“ – nachzulesen in einer Erklärung zu den Vorjahresergebnissen des Konzerns.

Osnabrück als Teil eines homogenen „super prime portfolios“?

Was genau stellt sich der in Paris angesiedelte Konzern, zu dessen Projekten große und größte Einkaufszentren wie das Centro in Oberhausen oder die Hafencity in Hamburg gehören, unter einem solchen Portfolio vor? Und wie kann ein solches Portfolio „homogen“ sein, wenn neben Großprojekten wie dem Centro und der Hafencity auch Osnabrück dazugehören soll?

Ein Dutzend kleine Einkaufszentren wurden bereits verkauft

Um zu verstehen was die neue Strategie bedeutet, lohnt es sich einige Transaktionen anzuschauen, die man durchaus als „Portfolio-Bereinigung“ bezeichnen kann.
So wurden im vergangenen Jahr erst sechs kleinere Einkaufszentren an die Carrefour-Gruppe verkauft, sechs weitere in Frankreich angesiedelte Objekte wechselten ebenfalls im Herbst desselben Jahres den Besitzer, was mehr als anderthalb Milliarden Euro in die Kasse spülte.

Investor: „Großstadt“ ist keine notwendige Bedingung

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte eine Sprecherin der Unibail-Rodamco: „Für unsere Centerprojekte suchen wir nach attraktiven Standorten. Das mögen in der Mehrheit durchaus europäische Großstädte sein. Aber dies ist keine notwendige Bedingung.
Von Seiten des Investors wird darauf verweisen, dass aktuell eröffnete Projekte wie das „Palais Vest“ in Recklinghausen und das „Minto“ in Mönchengladbach die getroffene Aussage bestätigt zeigen würden.
In der Antwort auf unsere Nachfrage erwähnt die Unternehmenssprecherin allerdings nicht, dass beide Standorte bereits weit fortgeschritten bzw. fertiggestellt waren, als in Paris die Strategie geändert wurde. Auch die vollkommen anderen Größenverhältnisse, im Vergleich zu Osnabrück, blieben unerwähnt.
Sowohl das Einkaufszentrum in Mönchengladbach, als auch das Center in Recklinghausen, liegen zwar nicht in Metropolen, verfügen nach eigenen Angaben jedoch über mehr als 40.000 Quadratmeter Fläche. Das unter dem Namen „OSKAR“ laufende Projekt am Osnabrücker Neumarkt wird – selbst wenn der Stadtrat allen Wünschen des Investors nachkommen sollte – nur knapp halb so groß werden.

Wirklich investiert wurde in Osnabrück noch nicht

Die zwischenzeitlich durch die eigens dafür gegründete Neumarkt 14 GmbH übernommenen Immobilien am Standort dürften in den vergangenen Monaten grundsätzlich nicht an Wert verloren haben. Wirklich kostenintensive und einen konkreten Bau vorbereitende Maßnahmen werden bislang nicht durchgeführt, obwohl auch die aktuell laufende Normenkontrollklage dies nicht verhindern würde.
Daher steht nüchtern und unter wirtschaftliche Gesichtspunkten betrachtet einem Aus des Projekts bislang nichts entgegen.
Alle jemals genannten Eröffnungstermine, bis zur jetzt im Raum stehenden unkonkreten Angabe „2107/2018“ sind ja bereits Makulatur, wie wir vor rund zwei Wochen darlegen konnten.
Von Seiten des Investors sieht man das öffentlich natürlich anders, dort heißt es: „An unserer Entscheidung, in den Standort Osnabrück zu investieren, halten wir nach wie vor fest.“

AFP