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Der scheue Woody ging in die Falle und ist wieder zu Hause

Suche Hund Woody
Der scheue Woody ging in die Falle und ist wieder zu Hause

Der verlorene Hütehund Woody ist endlich wieder zu Hause. Wie unsere Redaktion am Donnerstagabend berichtete, war der junge Rüde, der sehr scheu auf Menschen reagiert, mehrfach im Heger Holz gesehen worden.

In den frühen Morgenstunden ging Woody in eine extra für ihn aufgestellte Falle. Mit Futter fängt man Mäuse, aber auch der streunende Woody konnte so bei Temperaturen um den Gefrierpunkt angelockt werden.

Überglückliches Frauchen dankt allen Helfern

Suche Hund Woody, Falle
In die Falle gegangen!

Das Frauchen von Woody ist nach einer Woche Nervenkrieg überglücklich. Sie möchte auch über die HASEPOST einen Dank aussprechen an die vielen fleißigen ehrenamtlichen Tierschutzhelfer, die viele Stunden mit dem Verteilen und Aufhängen von Infozetteln und Einrichten von Futterstellen verbracht haben.

Ein besonderer Dank geht von Woodys Eigentümerin auch an Frau Dierker von der Firma GaLaBau Dierker, auf deren Grundstück die Falle aufgestellt werden durfte, und an Alex und Frank Lilienthal, die die mit einer speziellen nachtsichttauglichen Kamera ausgestattete Falle aufgestellt haben: „Wir sind alle so froh! Und bedanken uns noch einmal sehr herzlich für Eure Unterstützung!“

Buddy – ebenfalls aus Wersen – wird immer noch vermisst

Am Donnerstag wurde der Mischlings-Rüde Buddy als vermisst gemeldet. Er stammt ebenfalls aus Wersen und gilt als sehr scheu, weswegen auch bei Buddy keine Versuche unternommen werden sollen ihn einzufangen.

[Update 21.25] Auch Buddy ist wieder zurück!

Fotos: Woodys Eigentümerin / Facebook

AFP

Feuerwehr Osnabrück unterstützte Rettungshubschrauber bei Landung und Start

Rettungshubschrauber Johanniter Unfallhilfe
Feuerwehr Osnabrück unterstützte Rettungshubschrauber bei Landung und Start

Mit Blaulicht eilte die Feuerwehr Osnabrück am Donnerstagabend zur Paracelsus-Klinik um einen Rettungshubschrauber bei Start und Landung zu assistieren.

Der Pilot, der mit dem Intensivtransporthubschrauber zum ersten Mal den unbefestigten und unbeleuchteten Landeplatz anfliegen musste, hatte über Funk um Unterstützung gebeten.

Mit Flutlichtmast den Landeplatz ausgeleuchtet

Feuerwehr Osnabrück

Ein ausfahrbarer Flutlichtmast des Feuerwehrfahrzeugs sorgte für genügend Licht bei der Landung und dem anschliessenden Start des Helikopters der Johanniter Unfallhilfe.

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AFP

Brutale Radfahrergruppe verprügelte einzelnen Mann in der Hasestraße

Gewalt durch Radfahrer
Brutale Radfahrergruppe verprügelte einzelnen Mann in der Hasestraße

Üblicherweise bringt man Radfahrer eher mit der Missachtung von Verkehrsregeln in Verbindung, in der Nacht zu Sonntag outete sich eine Radler-Gruppe allerdings als Schlägertruppe. 

In der Nacht zu Sonntag, zwischen Mitternacht und 00.30 Uhr, kam es nach Angaben der Pressestelle der Osnabrücker Polizei vor einer Gaststätte in der Hasestraße zu einer Körperverletzung.
Das Opfer, ein 24-jähriger Mann, wurde von einer Gruppe von 6-8 Radfahrern auf dem Gehweg vor der Kneipe geschlagen und getreten.

Prügel-Radler trugen Radfahrkleidung, Helme und Rucksäcke

Mit der Gruppe, deren Mitglieder alle mit Radfahrbekleidung, Fahrradhelmen und Rucksäcken ausgestattet waren, hatte es zuvor in der Gaststätte schon Streit gegeben.
Die Polizei bittet Zeugen der Auseinandersetzung sich unter 0541/ 327 2115 oder 0541/ 327 3103 zu melden.

AFP

Wo ist Woody? Wer hat den ängstlichen Hütehund gesehen?

Woody entlaufen in Wersen bei Osnabrück
Wo ist Woody? Wer hat den ängstlichen Hütehund gesehen?

[Update 3.2., 12:45] Woody ist wieder da!
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Inzwischen sieht man die Suchzettel, auf denen der Hütehund Woody den Betrachter treu und fröhlich in die Augen blickt, fast überall in den westlichen Stadtteilen von Osnabrück. Gesucht wird Woody!

Woody ist am 27. Januar in Wersen entlaufen, wurde inzwischen aber mehrfach in der Gegend rund um den Heger-Friedhof, am Heger Holz und am Rubbenbruchsee gesichtet.

Der Hütehund-Mischlings-Rüde ist ca. 50cm groß, er hat schwarzes und beiges Fell mit weißen Abzeichen. Er ist gechipt, aber nicht registriert.

Woody ist sehr ängstlich

woody2Unsere Redaktion wurde darum gebeten darauf hinzuweisen, dass Woody sehr ängstlich ist und ortsfremd, wo er zuletzt gesehen wurde.

Falls Woody gesichtet wird, sollte er nicht angesprochen werden. Es sollen auch keine Versuche unternommen werden ihn einzufangen oder anzulocken. Nicht weil der Hund gefährlich ist, sondern weil es ihn in Panik versetzen könnte und noch weiter forttreiben würde.

Wer Woody gesehen hat, möchte bitte umgehend jede Sichtung melden unter XXXXXXXXX (Woody ist wieder da, Nummer nicht mehr benötigt).

AFP

Osnabrücker Innenstadt punktet in bundesweiter Studie

Große Straße Osnabrück, verkaufsoffener Sonntag vor Modehaus L&T
Modehaus L&T in der Großen Straße in Osnabrück / Foto: Pohlmann

Im Wettbewerb mit anderen Oberzentren und dem stark wachsenden Onlinehandel behauptet sich die Stadt Osnabrück auf hohem Niveau. Attraktivität, Angebotsausstattung und Ambiente in der Osnabrücker Innenstadt werden mit der Gesamtnote 2,2 bewertet.

Gegenüber dem Wert für das Jahr 2014 (2,6) stellt dies eine erfreuliche Verbesserung dar. Das hat jetzt die Kundenstudie „Vitale Innenstadt“ des Instituts für Handelsforschung Köln (IfH) ermittelt, an der sich Osnabrück zum zweiten Mal beteiligt hat. Geschulte Interviewer der Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH (OMT) und der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim führten dazu fast 400 Interviews.

Graf, Rosenbach, Griesert
Gruppenbild mit Dame: IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf, OMT-Geschäftsführerin Petra Rosenbach und Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert beim Gang durch die Große Straße. (IHK/Robert Schäfer)

Innenstädte verspüren Gegenwind

„Unsere Innenstädte müssen sich dem wachsenden Wettbewerb in der Region und dem weltweiten Internethandel stellen. Um erfolgreich zu sein, müssen die Händler wissen, was ihre Kunden wirklich wollen. Die aktuelle Studie ist dafür ein guter Gradmesser. Sie hilft, Osnabrück in diesem Wettbewerb erfolgreich aufzustellen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf zur Zielsetzung der Befragung.

Auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bewertet die Ergebnisse positiv: „Osnabrück punktet bei den Kunden vor allem beim Einzelhandelsangebot, beim Gastronomie- und Freizeitangebot sowie bei der Lebendigkeit in der Innenstadt. Das stimmt mich optimistisch, dass auch die Umgestaltung der Hasestraße und die Haseöffnung ihr Ziel nicht verfehlen werden.“

Sauberkeit, Parken und Erreichbarkeit sind Problemfelder

Als „gut“ wird von den Befragten das Angebot vor allem in den Sortimenten Schuhe/Lederwaren, Uhren/Schmuck und Bekleidung beurteilt. In klassischen Bereichen wie Sauberkeit oder Grünflächen herrscht weiterhin Handlungsbedarf. Auch Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten schneiden im Vergleich zu 2014 schlechter ab. Rund ein Drittel der Innenstadtbesucher kommen von außerhalb der Stadtgrenze. Der Pkw (42 %) ist deutlich vor dem ÖPNV (22 %) und dem Fahrrad (21 %) das wichtigste Verkehrsmittel. Rund 80 % der Besucher halten sich mindestens ein bis zwei Stunden vor Ort auf, 35 % davon mehr als zwei Stunden. Gegenüber der Befragung im Jahr 2014 sind diese Werte stabil.


Kommentar von HASEPOST-Herausgeber Heiko Pohlmann

Die Ergebnisse der aktuellen und bundesweit durchgeführten Kundenstudie sollten die Lokalpolitiker aufrütteln.
Es handelt sich weder um eine lokale Gefälligkeitsstudie noch um eine singulär auf ein Thema zugeschnittene Befragung.
Das vorliegende Datenmaterial zeigt schonungslos die Defizite der Stadtentwicklung und die Auswirkungen von Megatrends wie Onlinehandel und geändertem Konsumverhalten.

Wenn fast die Hälfte aller tatsächlich in der Innenstadt Befragten angibt mit dem Auto in die Stadt zu kommen, widerlegt das eindrucksvoll die offensichtlich vor allem aus eigener Erfahrung gespeiste „Fake News“ der kaufkräftigen Radfahrer in der Innenstadt. Die mag es zwar auch geben und vermutlich sogar in großer und immer steigender Zahl. Aber es ist halt etwas anderes, wenn ganze Familien zum Einkleiden aus Kattenvenne oder Bersenbrück in das Oberzentrum mit dem PKW kommen oder der Studienrat mal eben mit dem Fahrrad aus dem Katharinenviertel zum Weinhändler in die Krahnstraße radelt [um mal kräftig alle Klischees zu bedienen].
Beide oben aufgezeigte Prototypen sind wichtige Kunden der Innenstadt und sorgen dafür sie gegen den zunehmenden Onlinehandel abzusichern – aber sich als Familie einen ganzen Samstag lang neu einkleiden oder auf Schnäppchenjagd zu gehen, das können unsere Landkreisbewohner auch in Münster, Bielefeld oder eben auch bei Amazon und Zalando.

Und last but not least: Die lokalen Einzelhändler haben ihre Hausaufgaben gemacht. Das „Angebot“ der Innenstadt stimmt – da braucht es ganz offensichtlich auch kein Shoppingcenter mit noch mehr austauschbaren Filialisten. Was bemängelt wird ist die Sauberkeit, Erreichbarkeit und die Parkmöglichkeiten. Die Verantwortlichen sind schnell ausgemacht: Der Osnabrücker Service Betrieb (OSB), der Stadtbaurat und vor allem die Lokalpolitiker, die gerade bei Parken und Erreichbarkeit immer wieder die falschen Vorgaben machen – weil Ihnen der Studienrat aus dem Katharinenviertel näher ist als die Familie aus Kattenvenne.
Aber der persönliche Tunnelblick von leitenden Beamten und Feierabendpolitikern zählt nicht, hier geht es um Arbeitsplätze und letztlich auch um Steuereinnahmen! 

Zeit für den Oberbürgermeister nicht mehr nur öffentlichkeitswirksam durch die Innenstadt zu schlendern, sondern den Blockierern in der Verwaltung und im Stadtparlament eine klare Ansage zu machen. Schlechtere Werte kann sich unsere Innenstadt in Zukunft einfach nicht mehr leisten.
Der Onlinehandel kennt keine Probleme mit Sauberkeit und Erreichbarkeit – Steuern zahlen die neuen Wettbewerber von Amazon bis Zalando auch fast keine, und wenn doch, dann nicht in Osnabrück!


 

Auch im direkten Vergleich mit den zwölf teilnehmenden Städten der Größenklasse zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern behauptet die Hasestadt ihre Stellung als herausragender Handelsstandort. Petra Rosenbach, Geschäftsführerin der Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH, skizziert die künftigen Handlungsfelder: „Die OMT kooperiert mit den Osnabrücker Servicebetrieben zum Thema Sauberkeit, diversen Fachbereichen der Stadt zum Thema Veranstaltungen und Sicherheit sowie den Werbegemeinschaften zu den Themen verkaufsoffene Sonntage und Erlebniswert. Die guten Ergebnisse sind uns steter Ansporn, Maßnahmen für weitere Verbesserungen zu entwickeln.“

1/3 aller Befragten setzt auf Onlineshopping

Ein Drittel aller Befragten gab jedoch an, aufgrund vermehrten Online- Shoppings seltener in die Innenstadt zu fahren. Im Jahr 2014 war es noch knapp jeder fünfte Befragte (18 %). Allerdings bewerten die Projektpartner neben dem Einkauf im weltweiten Netz auch den klassischen Standortwettbewerb weiterhin als Herausforderung. Eine genaue Betrachtung der einzelnen innenstadtrelevanten Sortimente zeige, dass zurzeit häufig der intensivere Wettbewerb noch zwischen einzelnen stationären Standorten stattfinde. So wanderten Konsumenten z. B. bei Bekleidung eher in andere Städte ab als auf das Internet zurückzugreifen.
Unter Verwendung einer Pressemitteilung der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim

AFP

Zeitreise Osnabrück: Schüler für den Frieden 1991

Zeitreise Osnabrück Friedensdemo 1991
Zeitreise Osnabrück: Schüler für den Frieden 1991

Unseren Zeitreisenden hat es heute 26 Jahre und rund zwei Wochen zurück in die Osnabrücker Große Straße verschlagen.

Wir sehen in der Bildmitte mehrere Schülerinnen des Wirtschaftsgymnasiums am Schölerberg mit einem improvisierten Banner „Schüler für Frieden“.

Tausende Schüler demonstrierten spontan für den Frieden

Was der Betrachter nur erahnen kann, an diesem 16. Januar 1991 ziehen mehrere tausend(!) Schüler und Studierende durch die Osnabrücker Innenstadt.
Es ist tatsächlich eine spontane Aktion gewesen, die ausgehend von der BBS am Schölerberg, diese Massen mobilisieren konnte. Natürlich wurde im Vorfeld viel telefoniert, der Stadtschülerrat hatte noch über die Schul- und Klassensprecher die Information verbreiten können und auch der AStA der Universität und der Fachhochschule war im Vorfeld informiert.
Mehr ging aber damals nicht – doch Tausende brachen an diesem 16. Januar nach der vierten Stunde den Unterricht ab und trafen sich in der Stadt.

Niemand der damals mitgegangen ist hatte mit so einem großen Aufmarsch gerechnet. Nur zur Erinnerung: Das einzige soziale Medium war seinerzeit das Festnetztelefon!
Schon am Tag zuvor waren einige hundert Schüler der gewerblichen Berufsschule an der Natruper Straße auf die Straße gegangen – nun die Wirtschaftsschüler vom Schölerberg und mit ihnen Schüler der anderen Schulen der Innenstadt und Studenten aller Fachrichtungen. Auch das war ungewöhnlich, dass ausgerechnet die sonst als wenig politisiert geltenden Berufsschüler die Initiative ergriffen und auf die Straße gingen.

Stunden später brach der erste Irak-Krieg aus

Nur worum ging es? Schauen wir uns die Tagesschau vom 16. Januar 1991 an. Sprecherin: Eva Hermann – zeitgemäß gestylt mit Schulterpolstern und ungefähr einer Dose Haarspray auf dem Kopf; die 80er wirken noch nach.

 

An diesem Mittwochmorgen war das finale Ultimatum der Vereinten Nationen gegen Machthaber Saddam Hussein abgelaufen. Es war sozusagen der Vorabend des ersten Irak-Kriegs. Ein Krieg, der als der schwerste Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg in die Geschichte eingehen wird.
Am Morgen nach den Schülerprotesten wird die Operation Desert Storm bereits begonnen haben (ab 03:00 Uhr am 17. Januar 1991).

Ein Krieg, der durch Fake-News angeheizt wurde

Dass die US-amerikanische Bevölkerung und weite Teile der UN-Mitgliedsstaaten so energisch für einen Kriegseinsatz eintraten, liegt übrigens auch in der „Brutkastenlüge“ begründet. Die Brutkastenlüge war vor mehr als einem Vierteljahrhundert so etwas wie die Mutter aller Fake-News, und sie wurde auch von deutschen Medien verbreitet. US-Geheimdienste, die Kuwaitische Regierung und eine PR-Firma inszenierten gemeinsam die Aussage einer jungen Frau, die sich später als die Tochter des kuwaitischen Botschafters herausstellte. Die Diplomatentochter behauptete vor US-Kongressmitgliedern, dass irakische Soldaten Babies in Brutkästen grausam massakrieren würden. Sich selbst bezeichnete die Diplomatentochter bei der Falschaussage als Hilfskrankenschwester.
Der amtierende US-Präsident Donald Trump erinnerte vor wenigen Wochen an die Brutkastenlüge als einen Grund dafür, warum er den eigenen Geheimdiensten nicht trauen würde.
Aber all das konnten die Schüler und Studenten vor mehr als 26 Jahren noch nicht wissen, aber sie ahnten, dass es ein schmutziger Krieg sein würde und das er auf Lügen begründet war.

Die Große Straße vor einem Vierteljahrhundert

Erlauben wir dem Zeitreisenden (wie vor einer Woche Frank Förster) noch einen Blick durch die Große Straße.
Der Bodenbelag bestand noch aus profanen Waschbetonplatten – nicht aus dem in China von Strafgefangenen gehauenen Granit-Pflaster, der teilweise per Luftfracht importiert wurde (das wäre wieder eine andere Geschichte).
Aufgelockert wurde die Große Straße von vielen kleinen „Inseln“, in denen allerlei Grünpflanzen gegen die Vermüllung ankämpften und Bänke zum Verweilen einluden.
Ungefähr gegenüber der jetzigen L+T Markthalle gab es noch Osnabrücks erste Markthalle, seinerzeit über zwei Etagen reichend.
Der Schuhhändler Görtz hatte noch nicht die Straßenseite gewechselt und sein Ladengeschäft ein wenig südlicher eingenommen.
Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) war nicht zur Einheitsversicherung Deutsche Rentenversicherung verschmolzen und man konnte sich offensichtlich noch Geschäftsräume in 1a-Lage oberhalb der alten Filiale von Nordsee leisten.
Ganz rechts im Bild ein Schaukasten, wie es viele in der Großen Straße und der Krahnstraße gab. Doch die Zeiten von Salamander (dort gab es immer die Lurchi-Hefte) in Osnabrück sind auch längst vorbei. Laut Hersteller-Website muss man inzwischen bis nach Georgsmarienhütte oder Bersenbrück fahren um die besonders bei Kindern beliebten Schuhe zu bekommen.

Hier die anderen bislang erschienenen Folgen unserer Osnabrücker Zeitreise.

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Alle Rechte für das Tagesschau-Video: ARD/NDR
Foto: Frank Förster

AFP

Schon wieder Gewaltausbruch nahe der Hauptschule Innenstadt

Symbolbild Streifenwagen
Symbolbild: Streifenwagen in Osnabrück

Zu einer „tumultartigen Auseinandersetzung unter Jugendlichen“ (Formulierung der Pressestelle der Osnabrücker Polizei) kam es am Mittwochmittag nahe der Hauptschule Innenstadt.

Rund um die Hakenstraße und den Derbyplatz, an dem vermutlich Schüler vor wenigen Tagen einen Abfallbehälter in die Luft jagten, kam es gegen 13 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen etwa zehn Jugendlichen. Weitere geschätzt 30 bis 40 Schaulustigen begleiteten den Gewaltausbrauch. Auch ein Leser berichtete uns über einen Mob von mehr als 50 Halbwüchsigen und teils brutalen Gewaltszenen.

Zwei Schülerinnen sorgten für Gewaltausbruch

Nach Angaben der Polizei dürften Streitigkeiten und verbale Beleidigungen zwischen zwei Schülerinnen einer nahegelegenen Schule der Auslöser der körperlichen Auseinandersetzung gewesen sein. Bereits in der vergangenen Woche kam es zu Differenzen zwischen den beiden Jugendlichen, die offenbar nicht beigelegt werden konnten und am heutigen Tag erneut aufflammten. Dieser Streit eskalierte dann in der Form, dass die beiden jungen Damen während der Unterrichtszeit das Schulgelände verließen und sich mit entsprechenden Unterstützern gegenüberstanden.

Polizei mit zahlreichen Streifenwagen vor Ort

Die Polizei war mit zahlreichen Streifenwagen vor Ort und trennte die beiden sich prügelnden Lager. Bei der Auseinandersetzung zwischen den etwa 12 bis 17 Jahre alten Beteiligten wurden fünf Personen durch Schläge und Tritte leicht verletzt. Teilweise suchten die Verletzten ein Krankenhaus auf und ließen sich dort ambulant behandeln. Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung ein.

Ende Dezember auch Erwachsene in Streit eingebunden?

Bereits im Dezember kam es zu einem vergleichbaren Gewaltausbruch, der erst von starken Polizeikräften aufgelöst werden konnte (HASEPOST berichtete). Ein Augenzeuge berichtete unserer Redaktion von ebenfalls beteiligten Erwachsenen, was von der Polizei nicht bestätigt werden konnte.

 

AFP

Bäume müssen neuem Zaun an der Landesaufnahmestelle weichen

Landesaufnahmebehörde Niedersachen
Bäume müssen neuem Zaun an der Landesaufnahmestelle weichen

Die Bäume sind weg, nun gibt es einen kahlen Streifen zwischen dem Natruper Holz und dem Zaun, der rund um das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus und jetzige Flüchtlingshaus gezogen ist.

„Warum mussten diese Bäume gefällt werden“, fragte unsere Redaktion ein Leser in der vergangenen Woche.

Osnabrücker Service Betrieb fällte im Auftrag der Landesregierung

Auf Nachfrage erklärte Katrin Hofmann, Pressesprecherin des Osnabrücker Service Betriebs (OSB), dass die Fällarbeiten durch die Stadt ausgeführt wurden, der Auftraggeber aber die Landesaufnahmebehörde (LAB) gewesen sei, da zur Waldseite ein neuer Zaun gesetzt werden soll.
Umzäunt ist das ehemalige Bundeswehrgelände, das seinerzeit von Feldjägern und privaten Sicherheitsdiensten rund um die Uhr und nach NATO-Standards bewacht wurde, auch heute noch mit einem mehr als zwei Meter hohen Zaun.
Oberhalb des Maschendrahts sind drei Reihen Stacheldraht gespannt. Doch offenbar entspricht die alte Zaunanlage nicht mehr den Ansprüchen der Landesaufnahmebehörde – die zwischenzeitlich gewachsenen Bäume ragten zu weit in das Gelände der Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge.

Bäume Natruper Holz, gefällt
Zwischen dem Natruper Holz und dem Zaun ist nun Platz…

Für die Landesaufnahmebehörde erklärt Hannah Buschmann auf Nachfrage: „Die Bäume werden gefällt, da sie zum Teil zu auf die Liegenschaft ragen und über unsere Dächer eine potentielle Gefahr darstellen.  Diese Bäume verursachen auch Probleme bei der Entwässerung der Dächer“-

Bundeswehrzaun wurde schon mehrfach aufgeschnitten

Auch soll der bisherige Zaun schon mehrfach aufgeschnitten worden sein, so die Pressesprecherin der Landesbehörde: „Bei den Baumaßnahmen handelt es sich um die Erneuerung der Zaunanlage, einem alten Maschendrahtzaun, der bereits mehrfach und immer wieder aufgeschnitten wurde, um sich dort unbefugt Zutritt zu verschaffen. Durch die neue Zaunanlage soll vermieden werden, dass sich unbefugte Personen weiter Zutritt zur Liegenschaft verschaffen, da die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen eine Fürsorgepflicht gegenüber den Bewohnern hat“.

Flüchtlinge sollen nicht eingesperrt werden

Bedenken, die neuen Sicherungsanlagen könnten Teil einer verschärften Kontrolle der Flüchtlinge sein, tritt Hannah Buschmann entgegen: „Die Bewohner der Unterkunft können selbstverständlich zu jeder Tages- und Nachtzeit die Einrichtung über die Wache betreten und verlassen.“ Die Fällaktion der vergangenen Tage dient demnach ausschließlich der notwendigen Erneuerung: „Da sich von Seiten des städtischen Grundstücks an mehreren Stellen Sträucher und Bäume in dem alten Zaun verwachsen haben, muss vor der Erneuerung der Zaunanlage zunächst dieser vorhandene Wildwuchs beseitigt werden“.

Bäume Natruper Holz
Kein schattiger Platz mehr, der zum Ausruhen einlädt.

Was die Fällarbeiten und der neue Zaun kosten werden, dazu konnte die zuständige Behörde keine Auskunft geben, hierüber führt das staatliche Baumanagement Osnabrück-Emsland die Bücher.

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AFP

Auch in Osnabrück Fälle von Sozialbetrug in der Landesaufnahmestelle

Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen
Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen

Landesinnenminister Boris Pistorius hat in diesen Tagen viel zu tun. Nachdem in Braunschweig bekanntgeworden war, dass eine Mitarbeiterin der Landesaufnahmebehörde Niedersachen (LAB) angeblich nur gegen den Willen und Widerstand ihrer Vorgesetzten Anzeige wegen vielfachen Sozialbetrugs durch Asylbewerber stellen konnte, nahm Pistorius dazu am Donnerstag im Landtag Stellung.

Nach einem Bericht der Braunschweiger Zeitung soll der aus Osnabrück stammende Landesminister dabei im Landtag in Hannover erklärt haben, dass „an allen Standorten“ der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen Fälle von Sozialbetrug mit Mehrfachidentitäten vorgekommen seien – somit auch am Standort  Osnabrück im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus.

Dutzende oder hundert Fälle von Sozialbetrug?

Über die genauen Fallzahlen fehle ihm das Wissen, so Pistorius am Donnerstag im Landtag. „Im Zweifel waren es mehrere Dutzend oder Hundert.“ Diese Verdachtsfälle bezeichnete der ehemalige Osnabrücker Oberbürgermeister als „ganz normaler, standardisierter Vorgang“.

Braunschweiger Sozialbetrüger sollen aus dem Sudan stammen

Nach Angaben der Braunschweiger Lokalzeitung verfolgt die Sonderkommission Zentrale Ermittlungen inzwischen mehr als 300 Verdachtsfälle von Sozialbetrug durch Asylbewerber in der Landesaufnahmebehörde am Standort Braunschweig. Bei den mutmaßlichen Tätern soll es sich um Männer aus dem Sudan handeln, die sich mehrfach registrieren haben lassen, um mehrfache Leistungen zu erhalten.

AFP

Handgranate in Osnabrück Schinkel gefunden

Symbolbild Polizei
Symbolbild

Bewohner eines Mehrfamilienhauses der Belmer Straße meldete sich gegen 14.30 Uhr bei der Polizei, um einen verdächtigen Fund zu melden. Bei Aufräumarbeiten im Keller habe man einen Gegenstand gefunden, der wie eine Handgranate aussehen würde.

Handgranate Osnabrück
Foto: Polizei Osnabrück

Polizeibeamte schauten sich daraufhin das schwarze, runde Objekt an und sahen den Verdacht der Bewohner bestätigt. Es wurde daraufhin das Haus evakuiert und der nähere Bereich abgesperrt. Experten der Feuerwehr nahmen den Gegenstand in Augenschein, gleichzeitig wurden Fotos an den Kampfmittelbeseitigungsdienst in Hannover geschickt.

Die Fachmänner waren sich dann schnell einig, dass es sich bei dem Gegenstand zwar um eine Handgranate aus dem 1. Weltkrieg handelte, diese jedoch keinen Zünder mehr besaß und von der daher keine unmittelbare Gefahr ausging. Die Sicherheitsmaßnahmen wurde daraufhin wieder aufgehoben, die Handgranate wurde in einem speziellen Behältnis abtransportiert und wird vom Kampfmittelbeseitigungsdienst abgeholt.

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AFP