HASEPOST
 
HASEPOST

Osnabrücker Planetariumsleiter an Bord des Teleskop-Jumbos „SOFIA“

Forschungs-Jumbo SOFIA der NASA

SOFIA, das StratosphärenObservatorium für Infrarot-Astronomie, ist ein Jumbojet B747, in den ein Teleskop mit einem 2,7 Meter-Spiegel eingebaut wurde. Dr. Andreas Hänel, Astronom am Planetarium im Osnabrücker Museum am Schölerberg, wird in der kommenden Woche von Kalifornien aus an Bord dieses Forschungsflugzeugs den Wissenschaftlern bei ihren Beobachtungen über die Schultern schauen können.

Warum ein Fernrohr auf einem Flugzeug?

Beobachtungen der Wärme- oder Infrarotstrahlung von den Objekten im Weltraum ist schwierig, da vor allem der Wasserdampf in der Erdatmosphäre diese Strahlung nicht durchlässt. Die Teleskope müssen daher auf hohen Bergen gebaut oder mit Satelliten ins Weltall gestartet werden. Kostengünstiger als Satelliten ist ein Teleskop auf einem Flugzeug. Dafür wurde von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA ein Jumbojet umgebaut und darin ein Fernrohr installiert, das unter der Leitung des Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt DLR gebaut wurde.

Mit verschiedenen austauschbaren Zusatzinstrumenten wird das Licht von kosmischen Gas- und Staubwolken untersucht, in denen junge Sterne entstehen und die nur im infraroten Licht erkennbar sind. Dafür fliegt das Observatorium in bis zu 14 Kilometern Höhe in die Stratosphäre. Stationiert ist es die meiste Zeit in Palmdale in Kalifornien, von wo aus die Forschungsflüge gemacht werden.

Forschung an die Schulen und die Öffentlichkeit

Im Rahmen des Öffentlichkeitsprogramms dürfen zweimal im Jahr je vier Lehrer und Lehrerinnen im SOFIA German Ambassador Program (SGAP) mitfliegen, um dadurch an der Forschung unmittelbar teilhaben zu können. Damit soll die Faszination und Begeisterung der Wissenschaftler direkt an die Schüler vermittelt und damit der Nachwuchs für natur- und ingenieurwissenschaftliche Themen interessiert werden. Da Schulklassen auch das Osnabrücker Planetarium besuchen, hatte sich Hänel auch für das Auswahlverfahren beworben und wurde angenommen. Gemeinsam mit drei Lehrern wurde er zunächst im Deutschen SOFIA Institut in Stuttgart auf den Flug vorbereitet, bevor es am Samstag Richtung Los Angeles geht. Nach ausführlichen Sicherheitseinweisungen am Montag sind die beiden Forschungsflüge sind nun für Dienstag- und Mittwochnacht (23. und 24.5.) angesetzt, diesmal mit dem Zusatzgerät EXES, einem Echelle-Spektrographen, der das Licht im Infraroten entsprechend der Wellenlänge zerlegt. Während der Flüge sollen auch 360°-Bilder und -Videosequenzen aufgenommen werden, um sie später im Planetarium einsetzen zu können. Hänel plant, zeitnah in einem Blog (infrarotastro.blogspot.de) über seine Erfahrungen zu berichten.

Nach seiner Rückkehr wird Dr. Hänel im Planetarium und einem Vortrag über seine Erfahrungen berichten.

Über SOFIA:

Das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Fond: 50OK0901) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert, auf amerikanischer Seite von der Universities Space Research Association (USRA). Die Entwicklung der deutschen Instrumente ist finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

 

[edsanimate_start entry_animation_type= „bounceIn“ entry_delay= „4.5“ entry_duration= „1.5“ entry_timing= „linear“ exit_animation_type= „“ exit_delay= „“ exit_duration= „“ exit_timing= „“ animation_repeat= „1“ keep= „yes“ animate_on= „load“ scroll_offset= „“ custom_css_class= „“]weiter auf der Startseite[edsanimate_end]

 

Foto: NASA

 

AFP

Osnabrück ist eine Hochburg des Fahrraddiebstahls

Symbolbild Fahrrad
Symbolbild: Fahrraddiebstahl.

Osnabrück liegt in einem aktuellen Ranking ganz weit vorne. Die Hasestadt nimmt den traurigen Platz 20 in einer Untersuchung der Fahrraddiebstähle in 160 Städten und Landkreisen ein.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen treiben sie wieder hinaus an die frische Luft: die Fahrradfahrer. Zu Tausenden bevölkern sie mittlerweile wieder die Straßen und Wege.

Doch Achtung: Auch die Fahrraddiebe legen sich wieder voll ins Zeug. Für sie beginnt nun die wichtigste Zeit des Jahres. Denn in den Monaten Mai bis August gehen 44 Prozent aller Fahrraddiebstähle in Deutschland „über die Bühne“. Im Jahr 2016 waren es insgesamt 332.486 gestohlene Fahrräder. Allein 203.446.783 davon entfallen auf die 160 untersuchten Städte und Landkreise, von denen 29 das Prädikat „Diebstahlhochburg“ erhielten, ganz vorne dabei: Osnabrück.

Statistik Fahrraddiebstähle DeutschlandDas Verbraucherportal billiger.de hat sich die Fahrraddiebstähle in einer Städte- und Landkreis-Studie näher abgeschaut. Auffallend: die miese Aufklärungsquote. Sie liegt im Schnitt bei sehr dürftigen 8,8 Prozent – der schlechteste Wert seit 1997! Allerdings ist Osnabrück bei der Aufklärungsquote ganz leicht besser als der Durchschnitt. Immerhin werden in der Stadt des Westfälischen Friedens und florierenden Fahrraddiebstahls 9,2% aller Klau-Fälle aufgeklärt.

Fahrräder bleiben meist verschwunden

Die miese Aufklärungsquote bedeutet: 9 von 10 gestohlenen Fahrrädern bleiben für immer verschwunden – trotz der vielfach angepriesenen Fahrradcodierungen und der scheinbar sicheren Fahrradschlösser. Die Zahlen zeigen: Fahrradklau findet stündlich – zigfach in Deutschland statt. Der Schaden beläuft sich auf rund 177 Mio. Euro im Jahr. Das Diebesgut wird „am Stück“ oder in Einzelteilen auf Floh- und Wochenend-Märkten, aber auch via Internet weiterverkauft.

Münster die Fahrrad-Diebstahl-Hauptstadt

Auf Platz eins im Klau-Ranking befindet sich – einmal mehr – Münster mit 1.721 gestohlenen Rädern pro 100.000 Einwohner (absolut: 5.337, plus 144 gegenüber 2015).
Osnabrück nimmt sich gegenüber der grassierenden Diebstahlskriminalität bei den westfälischen Nachbarn schon fast wieder harmlos aus. Hier werden pro 100.000 Einwohner „nur“ 867 Zweiräder geklaut.
In der Region schneiden auch Oldenburg (1.261 Delikte je 100.000 EW) undDelmenhorst (1.192 Delikte je 100.000 EW) noch schlechter ab als Osnabrück.

In Berlin boomt der Fahrradklau

Auch wenn deutschlandweit die Delikte um 2.688 zurückgingen, stellten einige Kommunen wieder neue negative Bestmarken auf. Bereits im Jahr 2014 knackte Berlin die dramatische Grenze von über 30.000 gestohlenen Fahrrädern (30.758). Zwei Jahre später sind es bereits 34.418. Täglich sind dies durchschnittlich 94 Räder. Mit einer explosionsartigen Steigerung von 2.791 gestohlenen Rädern (9.642 absolut) stellt Leipzig einen deutschen Rekord auf.

In Bielefeld versagt die Polizei bei der Aufklärung

Zwar ist Bielefeld mit „nur“ 416 Fahrraddiebstählen ein Ort mit geringem Diebstahlrisiko, allerdings scheint die Polizei dort mit der überschaubaren Fallzahl von absolut 1.387 Diebstählen überfordert. Nur 3,5% aller Fälle können in der Puddingstadt aufgeklärt werden. Nur in Berlin ist die dort ohnehin.

Statistik Fahrraddiebstähle DeutschlandFahrraddiebe sind immer öfter Ausländer

Auch wenn 91 von 100 Tatverdächtigen nicht ermittelt werden, gilt: Die Masse der ermittelten Tatverdächtigen sind Deutsche (66,5 Prozent). Dennoch ist die Anzahl der sogenannten „nichtdeutschen Tatverdächtigen“ im Vergleich zur deutschen Wohnbevölkerung vergleichsweise hoch. Wurden im Jahr 2013 insgesamt 22,6 Prozent nichtdeutsche Tatverdächtige dingfest gemacht, waren es 2015 immerhin schon 29,6 Prozent. Im Jahr 2016 stieg deren Anteil auf 33,5 Prozent. Das ist der höchste Wert seit 1993 (36 Prozent).
Absoluter Spitzenreiter im Städteranking ist Frankfurt (Oder) mit 64 Prozent nichtdeutschen Tatverdächtigen (2015: 52,2 Prozent). Ebenso weit über dem Durchschnitt: Ingolstadt (60,9 Prozent, Mannheim (57,9 Prozent) und Offenbach (Main) mit 56,5 Prozent.
In Osnabrück tauchen „nichtdeutsche Tatverdächtige“ zu 31,3% in den Polizeiakten auf.

Auffällig ist, dass 11 Prozent der ermittelten nichtdeutschen Tatverdächtigen einen polnischen Pass, rund 9 Prozent einen rumänischen und 7 Prozent einen türkischen Pass besitzen. Flüchtlinge sind in diesem Straftatenbereich nach den vorliegenden Statistikdaten merklich unpräsent.

 

[edsanimate_start entry_animation_type= „bounceIn“ entry_delay= „4.5“ entry_duration= „1.5“ entry_timing= „linear“ exit_animation_type= „“ exit_delay= „“ exit_duration= „“ exit_timing= „“ animation_repeat= „1“ keep= „yes“ animate_on= „load“ scroll_offset= „“ custom_css_class= „“]weiter auf der Startseite[edsanimate_end]

 

AFP

Nach 382 Tagen wird die Römereschstraße im Osnabrücker Hafen wieder freigegeben

Römereschstraße Osnabrück

Wer hätte das gedacht? Statt wie geplant nach 15 Monaten und damit erst im Spätsommer, wird die Römereschstraße im Osnabrücker Hafen bereits am Freitag wieder für den Verkehr freigegeben.

Nach Beginn der Bauarbeiten im Mai vergangenen Jahres, dauerte die Sperrung damit fast drei Monate kürzer an, als noch bei Baubeginn angekündigt.

Bereits am Donnerstag gibt es eine Teilöffnung

Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte Gerhard Meyering vom Presseamt der Stadt Osnabrück, dass bereits am Donnerstag ein kleines Teilstück wieder freigegeben werden soll.
Von der Pagenstecherstraße gibt es dann bereits bis zum Mühleneschweg freie Fahrt, so der Plan. Die besonders von der Sperrung betroffenen Firmen Kaffee Partner und Coffee Perfect können so zumindest von einer Seite wieder problemlos angefahren werden.

Römereschstraße Osnabrück
Noch wird in der Römereschstraße gebaut.

500 Meter sensible Straße wieder frei

Am Freitag gegen 12 Uhr werden dann Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Stadtbaurat Frank Otte die Römereschstraße wieder für den Verkehr freigeben.
Pendler aus oder in den Nordkreis können können also voraussichtlich zum Freitag-Feierabend wieder die gewohnte Strecke auf ihrem Heimweg nutzen.

Coffee Perfect feiert und spendet für terre des hommes

Besonders freut man sich beim Anlieger Coffee Perfect, deren Drive In Bistro ganz besonders unter der Sperrung gelitten hatte.
Wenn am Freitag das Bistro endlich wieder auf direktem Weg und von allen Seiten erreichbar ist, gibt es im Coffee Perfect Bistro gratis Kaffee – das ganze Wochenende.
Der Gegenwert des Kaffees, mindestens jedoch 5.555 Euro, geht als Spende an das Kinderhilfswerk terre des hommes. Mit der Spende kann terre des hommes 90 Kinder für ein Jahr zur Schule schicken.

[mappress mapid=“560″]

AFP

Bürgerdialog Verkehrswende: Elterntaxis können für Kinder auch gefährlich sein

Schulkind auf dem Schulweg
Foto: ZVA

„Elterntaxis“ werden die täglichen Schulfahrten vieler Eltern genannt, die von diesen oft damit begründet werden, einen sicheren Schulweg gewährleisten zu wollen.
Doch tatsächlich sind sie eine unterschätzte Gefahr rund um die Schulen der Stadt. Oft halten sie verbotswidrig vor der Schule im Halteverbot, blockieren Feuerwehreinfahrten und behindern unnötig andere Verkehrsteilnehmer- Chaos entsteht und damit auch Gefahren.

Auf dem 5. Bürgerdialog Verkehrswende, eine Initiative engagierter Bürger unter Federführung von Thomas Polewsky zur Überbrückung unterschiedlicher verkehrspolitischer Ansätze, nahm man sich des Themas an.

Eingeladen waren bei der Veranstaltung am Dienstagabend im Rathaus Lokalpolitiker, Polizisten, Eltern, Lehrer und „die wahren Experten“: Schüler der 7.Klasse der Gesamtschule Schinkel haben die Schulwege genauer untersucht und stellten ihre Forschungsergebnisse vor.

Es gibt auch gute Gründe sein Kind mit dem Auto zu bringen

Wichtig war den Veranstaltern nicht zu pauschalisieren: Nicht nur aus Sorge um die Kinder oder aus Zeitnot auf dem Weg zur Arbeit, Eltern hätten individuell manchmal wichtige Gründe ihr Kind mit dem Auto zur Schule zur bringen.
Hier ging es nun darum, Alternativen zum Elterntaxi aufzuzeigen und gleichzeitig den Aspekt der Sicherheit für die jüngsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer Beachtung zu schenken.

Stadtrat will Elterntaxis eindämmen

Der Osnabrücker Stadtrat hat am 10. Mai 2016 fraktionsübergreifend beschlossen, die ausufernden Elterntaxis einzudämmen, geschehen ist bislang nicht viel. Es wurden Fragebögen in den Grundschulen ausgegeben, bis zu den Sommerferien will man vor Ort sich die Probleme ansehen und individuelle Lösungen finden.
Lösungen könnten auch sogenannte „Bannmeilen“ sein. Dann dürften die Eltern nicht mehr mit dem Auto bis an die Schulen heranfahren. Ein heißdiskutierter Ansatz, allerdings wird befürchtet, dass sich das Problem dadurch lediglich einige Meter weiter verlagern könnte.

Nur bei langen Distanzen gewinnt das Auto

Eine Untersuchung der Schulwegdauer der Klasse 7C und 7G der Gesamtschule Schinkel unter dem Namen „Ick bin all dor“ im März 2017 hat folgende interessante und wichtige Aspekte aus Schülersicht ergeben:

26 von 33 Kindern der Klassen 7C und 7G benutzen bereits umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Bus und Fahrrad.  Zwischen 5 und 10km Luftlinienentfernung Von Schule zu Elternhaus gewinne der Bus aufgrund guter Verbindungen, über 10km Luftlinienentfernung gewinne das Auto, was meist an der fehlenden schlechten Busanbindung liegen würde.

Schlechte Busanbindungen wurden von den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Schinkel vor allem für die Verbindungen von/nach Bissendorf und von/nach Voxtrup festgestellt:

  • Bissendorf: relativ hohe Entfernung,
    Fahrpläne nicht auf Schüler/innen eingestellt
  • Voxtrup: relativ lange Fahrtdauer
    im Vergleich zur Luftlinienentfernung

Ein Vergleich der Verkehrsmittel ergab bei den Schülern folgendes:

Das Fahrrad ist ein sinnvolles Verkehrsmittel bei geringer Entfernung, allerdings sei der Fahrradweg an der Windthorststraße vielen Kindern und Erwachsene zu unsicher.

Es stellte sich im Bürgerdialog heraus, dass es sich dabei auch nicht um einen Radfahrweg, sondern lediglich um einen schmaleren Schutzstreifen handelt- er ist an einer unterbrochenen dünnen Markierung, sogenannter Schmalstrich erkennbar. Halten ist dort im Gegensatz zum Parken erlaubt.

Der Gesamtschule Schinkel fehlt ein Fahrradweg

Resümee war, dass es nun seit 43 Jahren an der Gesamtschule Schinkel keinen Radfahrweg gibt- und das bei einer Schule, die von etwa 1650 Schülern täglich besucht wird.

Beim Thema Radwege wurden allgemeine Gefahrenpunkte deutlich: Haltender Lieferverkehr oder haltende Busse und Pkw, welche die Schüler umfahren müssen, sowie kaum noch zu erkennende Fahrbahnmarkierungen. Die anwesenden Schüler merkten an, dass es auf dem Weg zum Hobby nach der Schule in die Stadt aufgrund des starken Verkehrsaufkommens für sie unübersichtlich werden würde, wörtlich: „Man sieht keine Linien wegen der ganzen Autos.“

Die Schüler merkten an, sie wären überfordert bei den großen und gefährlichen Straßen, weil sie nicht wüssten, wo sie langfahren sollten.

Alternativen zum Elterntaxi müssen attraktiver werden

Die Schüler der Gesamtschule Schinkel äußerten in ihrer Präsentation auch Wünsche:

  • Freie Busfahrten für Schüler (auch ohne Fahrkarte)
  • Bessere Busverbindungen: z.B. Voxtrup und Bissendorf (E-Busse?)
  • Bessere Fahrradwege – breiter, von der Straße abgetrennt
  • Fahrradweg an der Windthorststraße sehr (!) unsicher
  • Längere/größere Busse zu den Stoßzeiten
Schulkinder, Schulweg, Schule
Zwischen den Elterntaxis sieht man die Schul- und Kindergartenkinder oft nicht (Foto: ZVA/KGS).

Was im späteren Verlauf des Bürgerdialogs auch aufgrund der Einwände der Eltern deutlich wurde, waren die zum Teil unsichereren Verkehrswege und die Situation in den Bussen allgemein.

Bessere Busanbindungen sind gefragt

Leider war kein Vertreter der Stadtwerke anwesend, denn es wurde mehrfach der Wunsch nach besseren Busanbindungen ohne Umstieg und nach größeren Bussen geäußert.

In den Bussen und an den Haltestellen wird gedrängelt und geschubst, haben die Kinder erstmal den Bus bestiegen, ist es oft nicht einfach wieder hinauszugelangen- mit einem schweren Ranzen auf dem Rücken kein leichtes Unterfangen.

„BusLotsen“ von Polizei und VOS

Um für ein gemeinschaftliches und respektvolles Verhalten während der Busfahrt für zu sorgen, gibt es das Projekt „BusLotsen“ von Polizei und VOS. Die Schüler lernen mit Hilfe von Rollenspielen Konflikten zu bewältigen, Sicherheit und vieles mehr. Mit diesem Wissen können sie andere, vor allem kleinere Kinder im Bus unterstützen. Gegenseitige Hilfe ist für alle Schüler immens wichtig und erzeugt ein sicheres Umfeld.

„WalkingBus“ geht zu Fuß

Eine interessante Alternative zum Elterntaxi oder auch zum Bus ist der„WalkingBus“.

Die erste Grundschule, die sich für dieses Projekt entschied, war 2007 die Grundschule in Osnabrück-Voxtrup. Für sie war nicht nur eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens und die Bewegung der Kinder wichtig, sondern auch ein sicherer Schulweg ihrer Kinder.

Thorsten Block, Polizist und Teil des Präventionsteams der Polizeiinspektion Osnabrück, hob die positiven Eigenschaften dieser Voxtruper Initiative, die auf Anregung zweier Väter, eines Arztes und dem Vorsitzenden des BSC e.V.  entstand, hervor:
Die Bewegung an der frischen Luft ist gesund und halte fit und die Schüler könnten sich zudem im Unterricht deutlich besser konzentrieren, weil sich die Kinder ausgepowert und bereits über die neusten Nachrichten ausgetauscht hätten. Sie machen auf dem Schulweg weiter viele wichtige Erfahrungen als Verkehrsteilnehmer.

Der gemeinsame Weg mit anderen den Erwachsenen fördert das Miteinander und die Gemeinschaft, es hätten sich Freundschaften zwischen den Generationen entwickelt.

In Voxtrup gibt es einen „Dankeschön“ Grillabend für die engagierten, ehrenamtlichen Helfer, denn sie leisten wertvolle Arbeit.

Walking Bus , Osnabrück
Eine tolle Sache: Der Walking Bus (Foto: Stadtwerke Osnabrück)

„Wenn erst mal die Einrichtung einer ersten Linie geschafft ist, entwickelt sich das Projekt WalkingBus zum Selbstläufer!“, ermutigte Thorsten Block die Teilnehmer des Dialogs zur Initiative.
Gefördert wird diese Präventionsinitiative des Breitensportclubs BSC e.V. durch den Osnabrücker Allgemein-Mediziner Dr. Kellersmann, die Verkehrswacht Osnabrück e.V., durch das Präventionsteam der Polizeiinspektion Osnabrück und den Verkehrsbetrieben der Stadtwerke Osnabrück AG.

Hilfe und Unterstützung für interessierte Schulen bei der Einführung des WalkingBus finden sie unter folgender Seite:

www.walkingbus-os.de/downloads-sicherer-schulweg

Dennoch kann es Gründe geben, Ihr Kind einmal mit dem Auto zur Schule zu bringen, dann sollte man auf jeden Fall darauf achten, so der Polizist Thorsten Block, die Kinder nicht zur Fahrbahn aussteigen zu lassen, sich an die Verkehrsregeln zu halten und vor allem auch Ruhe bewahren, wenn man mal zu spät kommen könnte. „Besser zu spät, als zu unsicher“, plädiert er.

Alle Teilnehmer, auch Radfahrer, sollen vorsichtig sein

Vorsichtigen und rücksichtsvollen Umgang im Straßenverkehr wünschten sich auch die Kinder von allen Teilnehmern, auch von dem umweltbewussten Fahrradfahrer, denn es gebe auch Radfahrer, die besonders schnell fahren würden und sie als Fußgänger auf dem Weg manches Mal gefährden.

„Wie kann man den schwächsten Verkehrsteilnehmern mehr Sicherheit geben?“, diese Frage wird uns alle noch länger beschäftigen – schon kleine Maßnahmen sind wichtig und sollten eine Herzensangelegenheit aller Beteiligten sein.

 
[edsanimate_start entry_animation_type= „bounceIn“ entry_delay= „4.5“ entry_duration= „1.5“ entry_timing= „linear“ exit_animation_type= „“ exit_delay= „“ exit_duration= „“ exit_timing= „“ animation_repeat= „1“ keep= „yes“ animate_on= „load“ scroll_offset= „“ custom_css_class= „“]weiter auf der Startseite[edsanimate_end]

Titelbild: ZVA/KGS

AFP

Dreieckbrunnen-Abriss am Osnabrücker Hauptbahnhof dauert noch an

Advena Hotel Osnabrück

Der eigentliche Abriss kurz nach Ostern war schnell erledigt (HASEPOST berichtete), doch die Neupflasterung scheint eine längerfristige Aufgabe für das beauftragte Unternehmen zu werden.

Arbeiten können noch bis in den Juni dauern

Noch bis Ende Mai, vielleicht auch Anfang Juni, werden die Arbeiten vor dem Advena Hotel Hohenzollern andauern, erklärte auf Nachfrage Pressesprecher Gerhard Meyering für die Stadtverwaltung.

Unser Fotograf, der am Mittwochvormittag vor Ort war, konnte auch tatsächlich zwei Arbeiter beobachten.

Der Abriss erfolgte mit schwerem Gerät

[mappress mapid=“521″]

[edsanimate_start entry_animation_type= „bounceIn“ entry_delay= „4.5“ entry_duration= „1.5“ entry_timing= „linear“ exit_animation_type= „“ exit_delay= „“ exit_duration= „“ exit_timing= „“ animation_repeat= „1“ keep= „yes“ animate_on= „load“ scroll_offset= „“ custom_css_class= „“]weiter auf der Startseite[edsanimate_end]

Foto: Christian Schmidt

AFP

Warum waren Maiwoche und Flohmarkt eigentlich so früh in diesem Jahr?

kalte Temperaturen auf der Maiwoche

Flohmarkt im April und die Eröffnung der Maiwoche wenige Tage nach dem ersten Mai – warum waren diesen beiden Osnabrücker Traditionsveranstaltungen eigentlich so früh in diesem Jahr?

Nicht wenige Osnabrücker werden sich gewundert haben über die Verschiebung von Maiwoche und Flohmarkt um rund eine Woche nach vorne im Kalender.
Besonders ärgerlich war, dass die Temperaturen in diesem Jahr beide Veranstaltungen zu einem frostigen Erlebnis machten.

Warum waren Maiwoche und Flohmarkt eigentlich so früh in diesem Jahr?
Wenn es zu kalt ist hilft nur Glühwein… Maiwoche 2017, gesehen am Nikolaiort.

Kalte Temperaturen bremsen Osnabrücker nicht!

An der Lust zu feiern änderten aber auch Temperaturen, die in der Nacht durchaus noch in die Nähe des Gefrierpunkts gerieten, nichts.
Die lokale Wetterwebsite Westerbergwetter.de registrierte zum Beispiel in den Morgenstunden des 6. Mai einen Spitzen-Tiefstwert von 0,7 Grad.

Am Ende waren dann doch, Temperaturen hin der her, rund 800.000 Besucher auf der Maiwoche. Ein neuer Spitzenwert, der von der Osnabrücker Marketingspezialistin Petra Rosenbach vermeldet werden konnte. Gegenüber 700.000 Besuchern im Vorjahr eine deutliche Steigerung – von temperaturbedingter Maiwochen-Abstinenz war nichts zu spüren.

Stiftungstag wirbelt Kalender durcheinander

Doch warum wurden Maiwoche und Flohmarkt um rund eine Woche nach vorne verschoben? Am 17. Mai beginnt in Osnabrück der Deutsche Stiftungstag, der mit rund 1.600 überwiegend auswärtigen Besuchern Osnabrück besonders fordern wird.
Neben der Unterbringung in den Hotels der Stadt und des Umlands stehen innerhalb nur drei Tagen rund 130 Veranstaltungen auf dem Programm: Workshops, Führungen und eine OsnabrückHalle, die zeigen kann wie vielfältig sie nach dem Umbau in den verschiedenen Räumen und Sälen auf die Anforderungen einer Großveranstaltung eingehen kann.
Eröffnet wird die Veranstaltung von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Auch Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat sich angekündigt. Am Eröffnungsabend erhalten die Milliardärin Gabriele Quandt und ihr Ex-Ehemann Florian Langenscheidt den Deutschen Stifterpreis 2017.

Maiwoche fällt immer auf die „Eisheiligen“

Die Verschiebung der Maiwoche für die kalten Temperaturen verantwortlich zu machen, wäre zu einfach. Ein Blick in den Kalender zeigt, dass das letzte Maiwoche-Wochenende 2017 zwar auf die „Eisheiligen“ fiel. Die Eisheiligen sollen laut Bauernkalender die Tage im Mai sein, an denen sich das Wetter regelmäßig ein letztes Mal mit kalten Temperaturen hervortut. Allerdings bedeutet eine Verschiebung der Maiwoche (im kommenden Jahr startet sie übrigens am 10. Mai und wird wieder XXL-lang) kein Ausweichen vor den Eisheiligen, denn dann betrifft das angebliche Wetterphänomen nur das erste und nicht das zweite Wochenende. So oder so: Auch beim traditionellen Maiwoche-Starttermin, dem zweiten Wochende im Mai, sind „Eisheilige“ zu erwarten – wenn auch Wissenschaftler ohnehin daran zweifeln, dass diese Bauernregel valide Prognosen erlaubt.
Ein Blick in die Wikipedia ist zusätzlich hilfreich, denn durch die Einführung des gregorianischen Kalenders 1582 haben sich die Eisheiligen im Kalender ohnehin deutlich nach vorne gemogelt. Um mit der Maiwoche komplett auf der sicheren Seite zu sein, müsste sie im Juni stattfinden, aber das würde weit mehr Konsequenzen mit sich bringen als eine einmalige Verschiebung um eine Woche nach vorne. Wer will schon „Juni-Bock“ oder „Juni-Bowle“ trinken…?!

AFP

Fensterputzer riskiert sein Leben für den Durchblick am Osnabrücker Landgericht

„Der Anblick ist nichts für schwache Nerven“, mit diesen Worten kündigte uns ein Leser, ein Handyvideo an, das am Dienstagnachmittag mit dem Mobiltelefon am Osnabrücker Neumarkt gemacht wurde.

Auf dem Video ist ein Fensterputzer zu sehen, der scheinbar ungesichert auf dem Fensterrahmen eines Fensters in der obersten Etage des Gerichtsgebäude steht.

Um die oberen Sprossenfenster zu erreichen, die er von außen reinigt, streckt er sich auch noch auf die Zehenspitzen und verschlechtert die Stabilität seiner ohnehin bereits sehr wackeligen Lage noch zusätzlich.
Ein Sicherungsseil samt den Oberkörper umfassendem Geschirr oder ein mobiles Schutzgitter ist nicht zu erkennen.

„Gefahrensucher“ bringt auch Passanten in Lebensgefahr

Ganz offensichtlich ist der Fensterputzer mit dem roten T-Shirt Teil einer Reinigungstruppe. Im Fenster links von dem „Gefahrensucher“ ist eine weitere Reinigungskraft mit einem roten T-Shirt zu erkennen.

Ohne die Gefahr zu erahnen, denn auch sie könnten bei einem Absturz des übereifrigen Fensterputzers erschlagen werden, warten zahlreiche Passanten rund 10 Meter weiter unten auf ihren Bus an der Haltestelle vor dem historischen Gerichtsgebäude.

Was läuft da falsch beim Landgericht?

Unserem Leser, das betonte er im Gespräch mit unserer Redaktion, geht es nicht darum hier einen einzelnen Mitarbeiter der Reinigungstruppe bloßzustellen. Für ihn scheint hier „ganz grundsätzlich bei Gericht etwas falsch zu laufen“. Entweder die Reinigungsleistung wurde falsch ausgeschrieben oder die externe Putztruppe wird nicht richtig überwacht.

Mit Dienstleistungsverträgen, deren Überwachung und den daraus resultierenden Haftungsfragen bei Arbeitsunfällen kennt man sich in dem Gebäude ja eigentlich aus…

AFP

Hundehalter mit zwei Nasenringen und Piercing im Ohr gesucht

Symbolbild Polizei
Symbolbild: Polizei Osnabrück

Am Samstag gegen 14:30 Uhr wurde ein 11-jähriger Junge auf der Johannisstraße in Höhe des Durchgangs zur Großen Rosenstraße von einem nicht angeleinten Hund angesprungen und in das rechte Bein gebissen.

Die Polizei veröffentlichte am Montag eine detaillierte Beschreibung des Hundehalters und bittet um Mithilfe.

Nachdem der Junge weinend und mit Schmerzen zu seiner Mutter lief, wurde die Wunde im Krankenhaus versorgt. Die Hose des Jungen wurde ebenfalls durch den Biss zerstört.

Detaillierte Beschreibung des Hundehalters

Der 11-Jährige konnte der Polizei noch mitteilen, dass der Hund zu einem Mann und einer Frau gehörte. Den Mann konnte er wie folgt beschreiben:

– ca. 30 Jahre alt
– 2x Nasenringe
– 1x Piercing (Ring) im rechten Ohr

Die Frau konnte der Junge nicht genauer beschreiben. Bei dem Hund handelte es sich um einen schwarzen Vierbeiner mit mittellangem Fell und einer Höhe von ca. 70 cm. Auch hatten sich dort noch drei Männer aufgehalten, die die den Vorfall ebenfalls beobachteten.

Die Männer hatten dem Jungen nach dem Vorfall sogar noch etwas Wasser zu trinken gegeben.

Wer kann der Polizei helfen?
Die Polizei sucht nun nach dem Hundehalter bzw. den drei Zeugen, die den Vorfall beobachteten. Hinweise dazu bitte an 0541-327 3303 oder 0541-327 2115 (außerhalb der Geschäftszeiten).

[mappress mapid=“559″]

AFP

Pfandflaschen kommen am FMO ab sofort in den Spendenbehälter

FMO Pfandspende
vrnl: Landrat des Kreises Steinfurt Dr. Klaus Effing, FMO-Geschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz, Eveline Helmer und Michael Kreft vom Hospiz „haus hannah“ in Emsdetten zeigen die Pfandflaschenbox vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen Münster/Osnabrück.

Das Flüssigkeiten spätestens an der Sicherheitskontrolle tabu sind, ist vielen Fluggästen bewusst, doch wohin mit den leeren Flaschen? Am FMO wird ab sofort für einen guten Zweck gesammelt.

Fluggäste am Flughafen Münster/Osnabrück können jetzt ihre nicht mehr benötigten Pfandflaschen in drei eigens hierfür aufgestellte Behälter spenden. Die daraus resultierenden Einnahmen kommen dem Hospiz „haus hannah“ in Emsdetten zugute.

Flaschenbehälter vor der Personenkontrolle

Jeden Tag werden vor allem vor den Sicherheitskontrollen zahlreiche Pfandflaschen entsorgt, weil sie nicht mit in den Wartebereich und in das Flugzeug genommen werden dürfen. Der Flughafen Münster/Osnabrück hat deshalb in Kooperation mit dem Haus Hannah mehrere auffällige Behälter mit der Aufschrift „Spende dein Pfand“ vor der Personenkontrolle aufgestellt. Dort können die Fluggäste ganz einfach ihre Pfandflaschen einwerfen und somit einen Beitrag zu der wichtigen Arbeit des Hospizes leisten.

Bislang keine gesonderte Pfandsammlung

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte Andres Heinemann, Pressesprecher des FMO, dass es weiterhin Mülleimer für verschiedene Bereiche (Papier, Restmüll, Gelber Sack) an den Sicherheitskontrollen gibt. Bislang wurden Pfandflaschen jedoch nicht gesondert gesammelt oder aussortiert. Die neuen Boxen sind ausschließlich für Pfandflaschen und die Sammlung funktioniert bereits sehr gut. Seit der Aufstellung sind schon etliche Flaschen zusammengekommen.

Der Landrat des Kreises Steinfurt und stellv. Aufsichtsratsvorsitzender des FMO Dr. Klaus Effing und FMO-Geschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz zeigten sich gemeinsam mit Hospizleiter Michael Kreft bei der Präsentation des Projekts hoffnungsvoll, dass dadurch viele kleine Spenden das Hospiz erreichen.

Seit mehr als zehn Jahren pflegt und betreut das Haus Hannah die Hospizgäste und ihre Angehörigen. Im Vordergrund steht dabei die palliative Pflege, die die Gäste des Hauses während der letzten Phase ihres Lebens begleitet und behütet.

 

[edsanimate_start entry_animation_type= „bounceIn“ entry_delay= „4.5“ entry_duration= „1.5“ entry_timing= „linear“ exit_animation_type= „“ exit_delay= „“ exit_duration= „“ exit_timing= „“ animation_repeat= „1“ keep= „yes“ animate_on= „load“ scroll_offset= „“ custom_css_class= „“]weiter auf der Startseite[edsanimate_end]

[mappress mapid=“558″]

Foto (FMO), vrnl: Landrat des Kreises Steinfurt Dr. Klaus Effing, FMO-Geschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz, Eveline Helmer und Michael Kreft vom Hospiz „haus hannah“ in Emsdetten zeigen die Pfandflaschenbox vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen Münster/Osnabrück.

AFP

Betrunkener (20) wollte auf Oberleitungsmast im Osnabrücker Hauptbahnhof „frische Luft“ schnappen

(Symbolbild) Hochspannung

Hauptbahnhof; Im Rahmen einer äußerst waghalsigen Klettertour hat sich am Sonnabend ein 20-jähriger Mann im Osnabrücker Hauptbahnhof in akute Lebensgefahr gebracht.

Gegen 02:30 Uhr hatte am frühen Samstagmorgen der Fahrdienstleiter am Osnabrücker Hauptbahnhof die Bundespolizei darüber informiert, dass eine Person noch im Bahnhofsbereich, Strecke Osnabrück – Münster, auf einen Oberleitungsmast geklettert sei. Die sofort entsandte Streife der Bundespolizei konnte den aus dem Landkreis Osnabrück stammenden Mann in einer Höhe von etwa 2 Metern am Mast antreffen.

Über 2 Promille Alkohol im Blut

Der stark alkoholisierte Mann war gerade dabei, wieder nach unten zu klettern. Als Grund für sein lebensgefährliches Verhalten gab der junge Mann spontan an, „Frische Luft“ atmen zu wollen. An die Gefahren des Hochspannungsstromes habe er überhaupt nicht gedacht. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,18 Promille. Weitere Störungen im Betriebsablauf bei der DB AG oder anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen entstanden durch den Vorfall nicht.

Mutti holte betrunkenen Sohn von der Wache

Noch in der Nacht wurde der 20-Jährige von seiner Mutter von der Wache der Bundespolizei abgeholt.

Die Bundespolizei mahnt: Das Risiko an Bahnanlagen wird oftmals unterschätzt. Denn bereits die Nähe zu Hochspannungsoberleitungen reicht für einen Stromüberschlag aus. Oberleitungen haben eine Spannung von 15000 Volt, das ist 65 Mal höher als in der Steckdose zu Hause. Auch ohne eine direkte Berührung der Leitung bestehe große Gefahr. Wer den Mindestabstand von 1,50 Metern zur Stromleitung unterschreitet, spielt mit seinem Leben.

[edsanimate_start entry_animation_type= „bounceIn“ entry_delay= „4.5“ entry_duration= „1.5“ entry_timing= „linear“ exit_animation_type= „“ exit_delay= „“ exit_duration= „“ exit_timing= „“ animation_repeat= „1“ keep= „yes“ animate_on= „load“ scroll_offset= „“ custom_css_class= „“]weiter auf der Startseite[edsanimate_end]

Screenshot: YouTube/Bundespolizei

AFP