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Kopf und Auto voller Drogen; Waffen dabei: Volltreffer bei Verkehrskontrolle

Symbolbild Polizeikelle, Quelle: MIK NRW
Symbolbild, Quelle: MIK NRW

Während einer Verkehrskontrolle auf der Bramscher Straße / Höhe Bramstraße fanden Polizeibeamte am Dienstagabend gegen 23.50 Uhr in einem Mazda diverse Drogen und Waffen.

Wie die Polizeinspektion Osnabrück am Mittwoch berichtete, ergab sich auch schnell der Verdacht, dass der 28-jährige Fahrer unter Drogeneinfluß sein Auto gefahren war. Bei dem jungen Mann wurden im Pkw unterschiedliche Drogen und Utensilien zum Verkauf und Konsum gefunden, außerdem hatte er eine Schreckschußpistole, einen Schlagstock und einen Wurfstern dabei.

Hausdurchsuchung mit Drogenhund

Das Auto und auch die Wohnung des Mazda-Fahrers wurden mit einem Rauschgiftsuchhund durchsucht, die verbotenen Gegenstände wurden sichergestellt. Der 28-Jährige wird sich wegen der Drogen, des Fahrens unter Drogeneinfluß und des Besitzes illegaler Waffen verantworten müssen.

AFP

Bielefelder Brauerei muss 160.000 Flaschen falsch etikettiertes Bier loswerden

Bielefelder Flutlicht Bier

Mal eben so 160.000 Flaschen Bier loswerden? Was für echte Osnabrücker wie eine spannende Aufgabe für ein fröhliches Beisammensein klingt, ist für das Brauerei Start-up  „Ravensberger“ aus Bielefeld ein echtes Problem.

Bis Ende September muss das Bier weg!

Vermutlich waren die Jungbrauer aus der Puddingstadt zu frech und der Hashtag  #endlichkeinBiermehrausHerford hat auch den Wettbewerb geweckt.
Jedenfalls war der angeblich aus Bielefeld stammende Gerstensaft nicht korrekt etikettiert, und so konnte die Wettbewerbszentrale im Auftrag eines unbekannten Wettbewerbers (aus Herford?) erfolgreich klagen.

Bielefelder Bier stammt gar nicht aus Bielefeld

Den Jungbrauern wurde zum Verhängnis, dass das „Bielefelder Flutlicht“ getaufte Gesöff zwar nach Bielefeld aussieht, tatsächlich aber im ebenfalls ostwestfälischen Höxter gebraut wird. Das aber hätte auf dem Etikett vermerkt sein müssen.

In einem offenen Brief an die Freunde des OWL-Saftes beteuern die Jungunternehmer, „nach bestem Wissen“ gehandelt zu haben und irgendwann auch den Brauort an die Senne zu verlegen, wo auch die Rezeptur entstanden sei. Fakt ist aber, dass die eigentliche Brauerei, die Schlossbrauerei Rheder, ihren Brauort in Höxter hat, und das auf den Etiketten vermerkt werden muss.

Glück im Unglück: Damit der Schaden für die Flutlicht-Brauer nicht so hoch wird, hat ein freundlicher Richter eine Frist bis Ende September eingeräumt. Wer bei der „Vernichtung“ helfen will, findet über Facebook und auf der Website der Ravensberger Brauerei mehr Infos.

Foto: Screenshot Facebook

AFP

Proteste angekündigt: Pfeifen gegen die AfD am Osnabrücker Hauptbahnhof

Pfeifen gegen die AfD

Gegen die in der vergangenen Woche kurzfristig angekündigte Wahlkampfveranstaltung der AfD am 27. Juli (Donnerstag) formiert sich erster Widerstand.

Dem parteilosen Gastredner Serge Menga, der selbst aus Afrika nach Deutschland kam, werden in einem Facebookposting der Gruppierung „EPOS – Emanzipatorische Politik Osnabrück“ Hetze und Forderungen vorgeworfen, „die sich nicht nur bei der AfD, sondern auch bei den bürgerlichen Parteien finden lassen“.

Der AfD soll kein Raum gelassen werden

Die AfD stünde, so EPOS, „für eine weitere Zuspitzung der ohnehin schon durch massive Verschärfungen des Asylrechts, Massenabschiebungen, und einen breiten Rechtsruck geprägten gesellschaftlichen Verhältnisse. Sie ist durch ihre Agitation mit verantwortlich für brennende Flüchtlingsunterkünfte, sexistische und homophobe Gewalttaten und sozialchauvinistische Ausgrenzungen“.

Da man der AfD weiterhin keinen Raum lassen und sich „ihrer Hetze entgegenstellen“ will, ruft EPOS dazu auf, am 27.07. um 17:30 Uhr zum Bahnhofsvorplatz zu kommen und der AfD lautstark zu zeigen, „was wir von ihrer rassistischen und menschenfeindlichen Politik halten“. 

AFP

War „depressive Frau“ hinter dem Hauptbahnhof ein Lockvogel für einen Raubüberfall?

Symbolbild Gewalt Faust
Junger Mann vor Alando Palais zusammengeschlagen

In der Nacht zu Sonntag, zwischen 00.30 Uhr und 02.30 Uhr, wurde ein 31-jähriger Mann im Bereich zwischen der Humboldtbrücke und den Wohnblocks an der Buerschen Straße von einem unbekannten Täter angegriffen, geschlagen und schwer verletzt.

Der Mann hatte, so die Polizei nach ersten Ermittlungen, im Bereich der Wohnblocks an der Buerschen Straße und den Parkplätzen an der Humboldtbrücke eine unbekannte Frau (20-25 Jahre alt, schlank, ca. 1,70m groß, lange dunkle Haare) getroffen, die einen depressiven Eindruck machte.

Unbekannte Frau flüchtete mit dem Räuber

Man unterhielt sich und der 31-Jährige wurde plötzlich von einem unbekannten Täter angegriffen, zu Boden gebracht und geschlagen. Außerdem wurde ihm die Geldbörse geraubt. Die Unbekannte und der Täter flüchteten.

Dem Opfer gelang es, sich zur Buerschen Straße zu begeben und dort auf sich aufmerksam zu machen. Eine Zeugin informierte Rettungswagen und Polizei.

Der Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei sucht dringend Zeugen des Vorfalls und bittet um Hinweise unter 0541/ 327 3203.

In einer ersten Pressemeldung war die Polizei noch vom Tatort „auf der Humboldtbrücke“ ausgegangen, am Montagnachmittag wurde die Angabe konkretisiert.

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AFP

18-jährige junge Frau rastete auf Hunteburger Schützenfest total aus

Schützenfest Hunteburg Symbolfoto
Symbolfoto

Polizei und Rettungswagen wurden in der Nacht zu Sonntag, gegen 02.37 Uhr, zu einer gefährlichen Körperverletzung auf dem Hunteburger Schützenfest gerufen.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war eine erst 18-jährige junge Frau offensichtlich auf ihre männliche Begleitung und einen weiteren Besucher des Schützenfestes losgegangen und hatte die jungen Männer zum Teil schwer verletzt.

Schwerstverletzt ins Krankenhaus

Einer der Männer, ein 23-Jähriger aus Hunteburg, wurde schwer jedoch nicht lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Polizei sucht Zeugen der Auseinandersetzungen und bittet um Hinweise unter 05471 9710.

Auch Diebstahl im Festzelt

Zwischen 2 Uhr und 4 Uhr wurde im Schützenfest-Zelt von der dortigen Bühne eine Handtasche gestohlen. Teile des Inhalts der Tasche wurden am Sonntagvormittag bei Reinigungsarbeiten wieder aufgefunden.
Hinweise zu diesem Diebstahl werden ebenfalls bei der Polizei in Bohmte unter 05471 9710 entgegen genommen.

Symbolfoto

AFP

Total unnütze Osnabrücker Fakten: Oamaru

Unnütze Fakten Oamaru Osnabrück

Osnabrück… am Ende der Welt!

Nein, Osnabrück ist natürlich (für viele) Mittelpunkt und Nabel der Welt – welcher Ort aber liegt unserer Stadt genau gegenüber? Wohin muss man reisen, um wirklich die größtmögliche Distanz zu Osnabrück zu erreichen? Einfach mal richtig „Abstand“ bekommen, am anderen Ende der Welt…

China, Argentinien, Australien?
Mit ein wenig Überlegen kommt man schnell auf die Südhalbkugel – aber wo genau dort?
Zum Glück gibt es auch für solche Fragen inzwischen spezialisierte Webseiten. Das einfachste Interface bietet hier sicher www.antipodr.com. Ein klein wenig komplizierter, aber in der Ausgabe nochmals deutlich präziser, ist die mathematische Suchmaschine Wolfram Alpha (detaillierter Link unten), die zusätzlich zum genauen „Gegenüber“ (Antipode) auf Wunsch auch noch die Orte in der Umgebung anzeigt, sowie eine präzise Höhenangabe des Zielorts ermittelt.
Die Berechnung dieser Werte dauert übrigens erstaunlich lange und die ermittelten Ergebnisse lassen eine Reise an unsere „Partnerstadt am anderen Ende der Welt“ jedoch nicht sonderlich attraktiv erscheinen. Tatsächlich kann man sich dem „Gegenüber von Osnabrück“ nur annähern und hat zwei Optionen: Die nächste Stadt und der nächste oberhalb der Wasserlinie befindliche Ort.

Oamaru, Neuseeland
So schön sieht es auf der „Rückseite“ von Osnabrück aus (Foto: jeffowenphotos, CC BY SA 2.0)

Auf der anderen Seite von Osnabrück ist …nichts und Oamaru.

Das exakte „Osnabrück auf der anderen Seite“ liegt leider in einer Tiefe von 5356 Metern auf dem Meeresgrund zwischen Neuseeland und der Antarktis – ein unwirklicher Ort, den noch nie ein Mensch betreten hat.
Die nächstgrößere „Stadt“, die diesen Namen auch verdient, ist Oamaru auf der Südinsel Neuseelands, mit immerhin rund 13.000 Einwohnern.
„Eigentlich“ liegt dieses kleine Städtchen eher Südfrankreich „gegenüber“, aber wenn es eine Stadt sein soll, ist dies die Option, die einem „Gegenüber“ am nächsten kommt. Aber alternativ kann man natürlich noch tief im Nordpazifik nach einer Insel Ausschau halten.

Noch weiter weg sind die Chatham Islands

Irgendwo zwischen Osnabrücks Antipode und der kleinen Stadt Oamaru auf der Südinsel Neuseelands, findet sich dann tatsächlich noch Pit Island, die zweitgrößte der Chatham Inseln, ebenfalls Neuseeland zugehörig. Zusammen mit den etwa 45(!) dort lebenden Pit Islanders kann man dann tatsächlich die größtmögliche Entfernung zu Osnabrück (oberhalb des Meeresspiegels) auf unserer Erde genießen, an einem Ort mit dem mythischen Namen „Flower Pot“.
Antipode Osnabrück
Wenn man es genau nimmt, dann ist „das Gegenüber von Osnabrück“ noch verdammt weit von Neuseeland entfernt.


Wie dort hinkommen?

Anreise auf die Pit Islands via Auckland jeden Donnerstag um 09:30 mit Air Chathams.
Reisezeit vom FMO gut 40h, ab ca. 2.500€ in Economy.
Etwa alle zwei Wochen erreicht auch ein Frachtschiff die entlegenen Inseln; der Personentransport wird auf diesen Schiffen allerdings derzeit nicht mehr angeboten.

Wer lediglich bis Oamaru fliegen will, kann via Christchurch den Flughafen Dunedin anfliegen, Oneway-Flüge sind schon für unter 1.500 Euro erhältlich; Reisezeit teils unter 35 Stunden (ab FMO).

http://www.wolframalpha.com/input/?i=antipode+of+Osnabrück

AFP

Wurde das Osnabrücker Traditionsunternehmen Karmann ein Opfer des Automobil-Kartells?

Karmann Volkswagen Osnabrück

Als am 23. Juni 2009 um 11:35 Uhr ein schwarzes Mercedes CLK-Cabriolet als letztes von Karmann in Osnabrück gefertigtes Fahrzeug vom Band im Osnabrücker Fledder lief, war eine mehr als 100jährige Geschichte besiegelt.

Nach dem Liebes- und vor allem Auftragsentzug des einst überaus eng verbundenen Volkswagen-Konzerns, hatte auch der zwischenzeitlich für neuen Schwung sorgende Kunde Daimler keine weiteren Aufträge mehr für die Osnabrücker Fahrzeugmanufaktur.

Was seinerzeit wie die kurzfristige Folge der Wirtschaftskrise und die Rache der Familie Piëch/Porsche, für einen unnötig vom Karmann-Manager Rainer Thieme vom Zaun gebrochenen Rechtsstreit aussah, wurde womöglich bei den Hinterzimmer-Treffen der „5er Kreise“ ausgekungelt, über die das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe exklusiv berichtet.

Volkswagen und Daimler zeigten sich selbst an

Ausgerechnet Volkswagen und Daimler, die durch Entzug von Aufträgen – im Falle Volkswagen auch durch in Aussicht gestellte aber nie vergebene neue Produktionsvergaben – dem Osnabrücker Karmann-Werk den Todesstoß gaben, haben durch Selbstanzeige die nun laufenden Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kartellbehörde in Gang gebracht.
Dem Vernehmen nach erhoffen sich die beiden ehemaligen Kartell-Verschwörer durch die Selbstanzeige eine strafmildernde Wirkung. Blöd nur, dass die Selbstanzeigen parallel und voneinander unabhängig erfolgten. Der Eingangsstempel der jeweiligen Staatsanwaltschaft wird darüber entscheiden, ob Stuttgart oder Wolfsburg mit mildernden Umständen davonkommen. Für das Unternehmen, das die Selbstanzeige zu spät abgeschickt hat, droht eine milliardenschwere Strafe. BMW wird auf jeden Fall mit einer Strafe rechnen müssen. Und sollte VW mit der eigenen Selbstanzeige schneller als Daimler gewesen sein, ist noch lange nicht klar, ob die Konzernschwestern Audi und Porsche mit der Anzeige durch die Wolfsburger Zentrale auch „aus dem Schneider“ sind.
Sicher ist aber: Mehr als 1.000 Karmann-Mitarbeiter verloren 2009 ihre Jobs – womöglich auch in Folge der Kartellabsprachen.

Es ging nicht mehr um „das beste Verdeck“

Der Spiegel beschreibt das Vorgehen der „5er Kreise“, an denen neben Volkswagen und Mercedes auch BMW, Audi und Porsche beteiligt waren. Die Redakteure wählten ein Beispiel, das exakt auf die damalige Stellung und Abhängigkeit der Firma Karmann im Umfeld der deutschen Automobilhersteller passt.
Der Spiegel: „Daimler, BMW, Audi, Porsche und Volkswagen haben gerade nicht darum gewetteifert, wer seinen Kunden das beste Verdeck anbieten kann. Im Gegenteil: Die Experten der fünf Autohersteller haben sich in vielen Sitzungen abgestimmt. Sie haben beispielsweise festgelegt, bis zu welcher Fahrgeschwindigkeit man in seinem Auto das Verdeck noch öffnen oder schließen kann.“, Etwas weiter im Text wird der Spiegel hinsichtlich der Folgen dieser Kungelei konkreter: „Wenn die fünf deutschen Autohersteller sich darauf verständigen, nur bei einem Unternehmen einzukaufen, haben andere keine Chancen auf Aufträge“.

Nach der Karmann-Pleite wurde der Markt neu verteilt

Im Falle Karmann bedeutete die Konzentration auf einen Hersteller, den „die großen 5“ auch heute bei einer Vielzahl von Cabriodächern beauftragen. Der Gewinner war die Firma Webasto.
Vor dem Hintergrund verschiedener und teils recht kurzfristig entzogener Produktionsaufträge, konnte das süddeutsche Unternehmen Webasto nicht nur Teile der Karmann-Insolvenzmasse übernehmen (USA und Mexiko) sondern auch den sauerländischen Wettbewerber Edscha, dem 2010 ebenfalls plötzlich wichtige Aufträge wegbrachen.
Im Jahr der Karmann-Pleite lief statt einem neuen Golf-Cabriolet, dessen Produktion von Wolfsburg aus eigentlich für Karmann in Aussicht gestellt worden war, im portugiesischen VW-Werk erstmals der Volkswagen EOS vom Band. Hersteller des Klappdach-Systems: Webasto.

Andere Karmann-Töchter und neue Aufträge gingen an den BMW- und Mercedes-Hauslieferanten Magna sowie an das finnische Unternehmen Valmet, das seinerzeit noch eng mit Porsche zusammenarbeitete.

Ziel des Kartells: Konzentration auf wenige Hauslieferanten

Glaubt man den bisherigen Recherchen des Spiegel, waren die fünf großen Automobilhersteller sehr an einer überschaubaren Anzahl von Lieferanten interessiert. Mit dem Verschwinden von Karmann Osnabrück war man diesem Ziel im Bereich der Dachsysteme und der Auftragsfertigung ein Stückchen näher gekommen.

 

AFP

Vier Schwerverletzte nach Explosion im Landkreis Osnabrück

Am Samstagvormittag kam es in Dissen zu einer Explosion mit anschließendem Feuer in einer Spedition (wir berichteten bereits in einer Kurzmeldung). Mehrere Arbeiter wurden dabei schwer verletzt. Ein Großaufgebot von Rettungskräften war im Einsatz.

Zunächst durch die Brandmeldeanlage zu einem Feuer alarmiert

„Um 09:47 Uhr wurde zunächst die Feuerwehr Dissen durch die Brandmeldeanlage des Unternehmens alarmiert. Bereits auf der Anfahrt nahmen die Einsatzkräfte eine große Rauchwolke wahr. Um 09:51 Uhr meldete die Rettungsleitstelle zusätzlich, dass es eine Explosion mit mehreren Verletzten gab.“, berichtete der Pressesprecher Christian Simon der Feuerwehr Dissen. Daraufhin wurde zunächste die benachbarte Feuerwehr Bad Rothenfelde und später die Feuerwehr Hilter angefordert. Außerdem wurden Kräfte des Rettungsdienstes für den Massenanfall von Verletzten (MANV), der ab fünf Verletzten definiert ist, alarmiert.

Rettungsdienst für einen Massenanfall von Verletzten alarmiert

„Bei meinem Eintreffen waren zwei Personen schwer, zwei weitere mittelschwer und zwei Zeugen leicht verletzt.“, so der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes des Landkreises Osnabrück, Michael Schulze. Bei den mittelschwer und schwer Verletzten handelt es sich um Männer zwischen Anfang und Mitte 20. Vier Rettungswagen, zwei Notärzte sowie zwei Rettungshubschrauber waren aus dem sog. Regelrettungsdienst im Einsatz. Darüber hinaus ehrenamltliche Rettungskräfte der MANV-Einheit des Landkreises Osnabrück.

Mehrere Schwerverletzte, Rettungshubschrauber flogen Opfer in Spezialkliniken

Nachdem Ersthelfer aus einem benachbarten Betrieb Erste Hilfe leisteten, wurden die Verletzten durch den Rettungsdienst versorgt und in Krankenhäuser gebracht. Die schwerst verletzten Patienten wurden von den Hubschraubern Chripstoph Europa 2 (Rheine) und Christoph Westfalen (Greven) in Spezialkliniken nach Dortmund und Bochum geflogen.

Explosion und Feuer in Tiefkühllager

Zu der Explosion kam es in einem Tiefkühllager, welches danach brannte. Die ca. 60-70 Feuerwehrleute setzten mehrere Wasserwerfer und Strahlrohre ein, um ein Ausbreiten des Brandes in der Lagerhalle zu verhindern. Mehrere in Flaschen gelagerte Kältegemische brachten sie parallel in Sicherheit. Aufgrund der Rauchentwicklung sperrte die Polizei die Autobahn A33 bei Dissen Süd voll. Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, folgten umfangreiche Kontrollmaßnahmen, da Gasleitungen durch das Gebäude verlaufen und eine Ausbreitung des Brandes in der Dämmung des Kühllagers nicht ausgeschlossen werden konnte.

Montagearbeiten lösten Explosion aus

Die genaue Ursache ist noch nicht klar. Nach ersten Erkenntnissen der Einsatzkräfte lösten aber Schweiß- und Montagearbeiten die Explosion aus. Diese Arbeiten fanden in der Kälteanlage in einem angrenzenden Gebäude statt.

AFP

Explosion und Feuer bei Logistikunternehmen in Dissen (Landkreis Osnabrück)

Screenshot Transthermos
Nach einer Explosion in einem Logistikunternehmen in Dissen (Landkreis Osnabrück) ist derzeit ein Großaufgebot von Rettungskräften im Einsatz.
Die Autobahn A33 ist im betroffenen Abschnitt voll gesperrt. Nach ersten Informationen unseres Reporters vor Ort und der lokalen Polizei, handelt es sich bei dem betroffenen Unternehmen um die Spedition „Transthermos„.
Das Firmengelände grenzt an der Autobahnabfahrt „Dissen Süd“ direkt an die Autobahn.
Informationen zum genauen Schadenshergang oder mögliche Verletzte liegen noch nicht vor. Zwei Rettungshubschrauber wurden angefordert und waren vor Ort.
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Foto: Screenshot Website Transthermos

AFP

Piraten, UWG, BOB und SPD: Alle für einen Neumarkt ohne Busse (irgendwie)

busfreier Neumarkt Osnabrück

Am Ende dieser Woche fällt es schwer den Überblick zu behalten. Ein Interview mit dem seit diesem Jahr neu im Amt befindlichen Stadtwerke-Vorstandsvorsitzenden Christoph Hüls, von den Kollegen der Neuen Osnabrücker Zeitung vergangenes Wochenende veröffentlicht, sorgt für ein Wettrennen der Parteien sich ebenfalls (mehr oder weniger) für einen Neumarkt ohne Busse auszusprechen – und einander zu bekriegen.

Ein Wettlauf um die Deutungshoheit im Sommerloch oder eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Möglichkeit den Neumarkt „busfrei“ zu bekommen?

Dabei war es nur eine von recht vielen Fragen, die der Stadtwerke-Vorstandschef offen und nachvollziehbar begründet beantwortete. Konkret fragte NOZ-Lokalchef Wilfried Hinrichs: „Braucht es noch eines zentralen Busbahnhofs auf dem Neumarkt, wenn ich in Zukunft auf dem Smartphone die Position jedes Busses erkennen und mir von meinem aktuellen Standort aus die beste Verbindung anzeigen lassen kann? Anders gefragt: Können Sie sich einen Neumarkt ohne Busse vorstellen?“

Darauf antwortete Christoph Hüls, der als Stadtwerke-Neuzugang erfrischend unbelastet von Altlasten vorheriger Ratsmehrheiten und Vorgaben des vergangenen Oberbürgermeisters Pistorius ist:  „Das liegt nicht in unserer Entscheidung. Wir als Stadtwerke müssen in Szenarien denken. Wenn also die Politik das Szenario entwickelt, den Neumarkt busfrei zu haben, dann werden wir entsprechende Konzepte entwickeln. Wir taugen nicht als Kronzeuge für verkehrspolitische Debatten. Ich will damit sagen: Politisch zu argumentieren, die Stadtwerke bräuchten den Neumarkt als zentralen Busbahnhof, ist nach meiner Auffassung der verkehrte Ansatz. Wir richten uns danach, was die Politik will und entscheidet. Der Neumarkt ist übrigens mein liebster Platz in der Stadt, denn er hat das größte Potenzial. Was wir brauchen, ist Mut, Entscheidungen zu treffen. Dass die Politik Mut hat, hat sie bei den Bädern bewiesen. Aus sieben sind drei geworden, die großartig funktionieren.“ (114 Wörter, die in der folgenden Woche für Aufregung sorgen werden).

Zusammengefasst kann man sagen: Unter Hüls sind die Stadtwerke selbst (weiterhin) mutig und bereit sich auch (ebenfalls) mutigen Vorgaben der Politik zu widmen, wenn diese denn einen entsprechenden Auftrag an die Stadtwerke richten.

UWG/Piraten reagieren zuerst

„Neumarktsituation ist nicht hoffnungslos“, titelte die Kleinstfraktion (zwei Mitglieder) der UWG und Piraten daraufhin in einer bereits am Sonntag vergangener Woche verschickten Mitteilung an die Presse.
UWG und Piraten zeigten sich erfreut, dass ihre langjährige Forderung den Neumarkt auch vom Busverkehr spürbar zu entlasten, von den Stadtwerken grundsätzlich umgesetzt werden kann; so jedenfalls ihre Deutung obiger Interviewpassage.
Ohne inhaltlichen Bezug zum Interview mit dem Stadtwerke-Vorstandsvorsitzenden bekam sofort der politische Gegner sein sprichwörtliches „Fett“ weg: “Es ist an der Zeit, dass die Gruppe von CDU und BOB erkennt, dass sie mit ihrer Blockadehaltung im Stadtrat keiner faktischen Notwendigkeit folgt, sondern mit fadenscheinigen Argumenten den Stillstand und damit den Unmut der Bürger vorantreiben.“ so Wulf-Siegmar Mierke, Fraktionsvorsitzender der Gruppe UWG und Piraten und Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss.
Mierke begründete seinen Querschuss damit, dass Stadtwerke-Chef Christoph Hüls, im Interview hätte anklingen lassen, dass es sich bei einem zentralen Busbahnhof am Neumarkt nicht um eine faktische Notwendigkeit, sondern um ein offensichtlich zweckdienliches politisches Argument handle.
Für das im Dornröschenschlaf versunkene Einkaufscenter-Projekt am Neumarkt begrüße man die Aktivitäten des Pensionärs Reinhart Richter, der vor wenigen Tagen vorschlug, mit gebündeltem Fachwissen und Zusammenführung von Verantwortungen – auch unter Einbezug des Investors -, einen Plan-B für das in Frage stehende Einkaufszentrum am Neumarkt gemeinsam entwickeln.

BOB reagiert verwundert auf UWG/Piraten-Attacke

Am Mittwoch meldete sich der Vorsitzende der BOB-Ratsfraktion, Dr. Ralph Lübbe, und zeigte sich verwundert, schließlich habe ausgerechnet die Fraktion UWG/Piraten zusammen mit CDU, BOB und FDP einen gemeinsamen Antrag im Rat eingebracht, der die Verwaltung aufgefordert hatte, Vorschläge zu unterbreiten, mit dem Ziel den Busverkehr auf dem Neumarkt auszuschließen?“

BOB will die Vorschläge der Verwaltung, die dem Stadtentwicklungsausschuss nach der Sommerpause vorgelegt werden, eingehend prüfen und danach zu einer sachbezogenen, ideologiefreien Entscheidung kommen und stehe jeder Diskussion über einen busfreien Neumarkt positiv gegenüber.

Am Ende will auch die SPD den busfreien Neumarkt

Irgendwie wohl um das Gefühl von Gemeinsamkeit zu schaffen, erklärt die SPD Ratsfraktion schließlich am Freitag, dass die Osnabrücker Kommunalpolitik doch seit Jahren das Ziel verfolgen würde, die Fahrgastzahlen in der Stadt massiv zu steigern. Die Diskussion um einen busfreien Neumarkt empfinde die SPD-Fraktion daher „als Nutzen ohne Zweck“.

„Die Aussagen von Herrn Hüls, die die Stadtwerke Osnabrück mit Ihren ÖPNV-Fachleuten zum Erfüllungsgehilfen der Politik erklären, ist aus Sicht der SPD-Fraktion überhaupt nicht nachvollziehbar. Politik und Stadtwerke haben immer gemeinsam nach Lösungen gesucht, die die Attraktivität des ÖPNV steigern“, so Heiko Panzer, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.

„Dabei gehen wir aktuell weiter davon aus, dass ein zentraler Anlaufpunkt in der Mitte der Stadt als Dreh- und Angelpunkt auch weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Quell- und Zielverkehren, von heute bis zu 80.000 Fahrgästen täglich, müssen strukturiert und kundenfreundlich abgewickelt werden! Sollten die SWO-Fachleute – begründet in einer Steigerung der Fahrgastzahlen – einen anderen Weg für eine besser Abwicklung des ÖPNV vorschlagen, ist die SPD-Fraktion zu allem bereit, was die Fahrgastzahlen steigert und unnötige PKW-Fahrten verhindert“, erläutert Heiko Panzer weiter.

Hat die SPD Angst politische Verantwortung zu übernehmen?

Erstaunlich ist dann, was folgt. Statt den Ball des Stadtwerke-Chefs aufzunehmen und sich mutig zu zeigen dem städtischen Unternehmen Stadtwerke die richtigen Aufträge zu geben (oder einen billigen Schlagabtausch mit anderen Parteien zu versuchen, wie zuvor UWG, Piraten und BOB), wird ein aus großen Strukturen bekanntes „Cover your Ass“ (C.Y.A.) gespielt:

„Diese Systemfrage und damit den „Schwarzen Peter“ unter dem Motto: „Wir machen alles, was die Politik möchte“ zurück in die Politik zu spielen, ist für die SPD-Fraktion einfach zu kurz gesprungen. Hier ist die Stadtwerke mit ihrer Fachkompetenz gefragt, die besten Lösungen zu erarbeiten. Ein Abschieben der Verantwortung in dieser wichtigen Frage, ist aus unserer Sicht nicht angebracht“, stellt Panzer klar. Bisher hätten die Verkehrsexperten zwar von möglichen Entlastungen bei der bevorstehenden Netzumstellung in 2018 gesprochen, aber ein so radikaler Wechsel brauche Zeit und vielerlei Fachexpertise.

„Wir werden nun alle notwendigen Beschlüsse vorantreiben, die alle Zukunftsoptionen aufzeigen und Osnabrück zu Zuwächsen im ÖPNV verhelfen“, erklärt der SPD-Verkehrspolitiker nachdrücklich. „Wichtig ist nur, dass wir auf dem Weg zu einem innovativen und effektiven neuen ÖPNV-System keine Fahrgäste von heute verlieren und sehr viel neue hinzugewinnen“.

Immerhin kann sich der SPD „Verkehrsexperte“ noch dazu durchringen, das bislang offenbar undenkbare zu formulieren: „Wenn es dazu nötig ist, den Neumarkt busfrei zu machen, sind wir gerne dazu bereit!“ schließt Heiko Panzer seine Ausführungen in Richtung Stadtwerke ab.

AFP