Am Samstagvormittag kam es in Dissen zu einer Explosion mit anschließendem Feuer in einer Spedition (wir berichteten bereits in einer Kurzmeldung). Mehrere Arbeiter wurden dabei schwer verletzt. Ein Großaufgebot von Rettungskräften war im Einsatz.

Zunächst durch die Brandmeldeanlage zu einem Feuer alarmiert

„Um 09:47 Uhr wurde zunächst die Feuerwehr Dissen durch die Brandmeldeanlage des Unternehmens alarmiert. Bereits auf der Anfahrt nahmen die Einsatzkräfte eine große Rauchwolke wahr. Um 09:51 Uhr meldete die Rettungsleitstelle zusätzlich, dass es eine Explosion mit mehreren Verletzten gab.“, berichtete der Pressesprecher Christian Simon der Feuerwehr Dissen. Daraufhin wurde zunächste die benachbarte Feuerwehr Bad Rothenfelde und später die Feuerwehr Hilter angefordert. Außerdem wurden Kräfte des Rettungsdienstes für den Massenanfall von Verletzten (MANV), der ab fünf Verletzten definiert ist, alarmiert.

Rettungsdienst für einen Massenanfall von Verletzten alarmiert

„Bei meinem Eintreffen waren zwei Personen schwer, zwei weitere mittelschwer und zwei Zeugen leicht verletzt.“, so der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes des Landkreises Osnabrück, Michael Schulze. Bei den mittelschwer und schwer Verletzten handelt es sich um Männer zwischen Anfang und Mitte 20. Vier Rettungswagen, zwei Notärzte sowie zwei Rettungshubschrauber waren aus dem sog. Regelrettungsdienst im Einsatz. Darüber hinaus ehrenamltliche Rettungskräfte der MANV-Einheit des Landkreises Osnabrück.

Mehrere Schwerverletzte, Rettungshubschrauber flogen Opfer in Spezialkliniken

Nachdem Ersthelfer aus einem benachbarten Betrieb Erste Hilfe leisteten, wurden die Verletzten durch den Rettungsdienst versorgt und in Krankenhäuser gebracht. Die schwerst verletzten Patienten wurden von den Hubschraubern Chripstoph Europa 2 (Rheine) und Christoph Westfalen (Greven) in Spezialkliniken nach Dortmund und Bochum geflogen.

Explosion und Feuer in Tiefkühllager

Zu der Explosion kam es in einem Tiefkühllager, welches danach brannte. Die ca. 60-70 Feuerwehrleute setzten mehrere Wasserwerfer und Strahlrohre ein, um ein Ausbreiten des Brandes in der Lagerhalle zu verhindern. Mehrere in Flaschen gelagerte Kältegemische brachten sie parallel in Sicherheit. Aufgrund der Rauchentwicklung sperrte die Polizei die Autobahn A33 bei Dissen Süd voll. Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, folgten umfangreiche Kontrollmaßnahmen, da Gasleitungen durch das Gebäude verlaufen und eine Ausbreitung des Brandes in der Dämmung des Kühllagers nicht ausgeschlossen werden konnte.

Montagearbeiten lösten Explosion aus

Die genaue Ursache ist noch nicht klar. Nach ersten Erkenntnissen der Einsatzkräfte lösten aber Schweiß- und Montagearbeiten die Explosion aus. Diese Arbeiten fanden in der Kälteanlage in einem angrenzenden Gebäude statt.