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Cabriofahrer (78) rammt LKW und legt Verkehr auf Natruper Straße lahm

Unfall auf der Natruper Straße, Osnabrück
Unfall auf der Natruper Straße

Ausgerechnet im beginnenden nachmittäglichen Berufsverkehr bekam ein BMW-Cabriofahrer (Jahrgang 1940) die Kurve in die Natruper Straße nicht und kollidierte mit einem in Richtung Innenstadt fahrenden Kipplaster.

Großer Sachschaden am BMW

Während an dem LKW nur ein oberflächlicher Schaden bemerkbar war, zerlegte es das BMW Cabrio der 3er Serie regelrecht – die Airbags gingen bei dem Unfall jedoch nicht auf. Der Fahrer des PKW wurde mit leichten Verletzungen zur Sicherheit mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren.

Unfall auf der Natruper Straße
Während die Fahrzeugfront des BMW förmlich zerlegt wurde, blieb der LKW nahezu unbeschädigt

Für die Unfallaufnahme am Donnerstagnachmittag musste die Natruper Straße im Bereich des Übergangs zur Pagenstecherstraße / An der Bornau in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt werden. Es kam zu kilometerlangen Rückstaus bis Eversburg.

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AFP

Gute Nachricht des Tages: Feuerwehr verhindert Haar-Desaster

Symbolbild Feuerwehr
Symbolbild

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Nicht nur die Polizei ist Freund und Helfer, sondern auch die Feuerwehr: Einsatzkräfte in Stuhr bei Diepholz bewahrten eine Kundin eines Friseursalons hilfsbereit vor einem „Haar-Desaster“. 

Für ein gutes Haarfärbe-Ergebnis ist oft die richtige Einwirkzeit von enormer Wichtigkeit. Lässt man das Färbemittel zu lang in den Haaren, so kann sich dies sogar gesundheitsschädlich auswirken. Deswegen half die Feuerwehr am Mittwoch einer Kundin eines Friseursalons, die sich vor einem Brand in einem Einkaufszentrum retten musste.

Haar-Desaster durch Feuerwehr verhindert

Die Feuerwehr wusch ihr daraufhin bereitwillig die Haare aus. „Wir haben dafür den kleinsten Schlauch genommen, den wir haben, damit wir ihr nicht die Haare vom Kopf pusten“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur Matthias Thom von der Kreisfeuerwehr im Landkreis Diepholz.

Der Beginn der Geschichte ist jedoch weniger schön: In einem Einkaufszentrum in Stuhr kam es am Mittwoch Vormittag, dem 22. August zu einem Brand. Die Löscharbeiten wurden jedoch durch eine Sprinkleranlage im Gebäude für die Feuerwehrleute vereinfacht. Bei dem Brand wurden drei Leute verletzt, sie erlitten leichte Rauchvergiftungen.

Quelle: stern.de

AFP

„Aldi“ bestätigt Verbot von „abseits“ Verkauf

Aldi Nord
Symbolbild: Aldi

Kürzlich schrieb uns eine Leserin und berichtete, dass einer „abseits“ – Verkäuferin vor dem Aldi an der Hannoverschen Straße der Verkauf der Straßenzeitung verboten wurde. Es habe diverse Beschwerden über sie gegeben. Zunächst wollte der Discounter sich nicht auf eine Anfrage unserer Redaktion äußern, nun gibt es aber doch eine Stellungnahme.

„Grundsätzlich liegen keine Vorbehalte gegen das unauffällige Vertreiben von Straßenmagazinen vor unseren ALDI Filialen vor. Da die Unternehmensgruppe ALDI Nord in dezentrale Regionalgesellschaften organisiert ist, gibt es diesbezüglich keine flächendeckenden, sondern situations- und standortbezogene Entscheidungen. Ob der Verkauf von Obdachlosenzeitungen an einer unserer Verkaufsstellen bewilligt wird, liegt somit bei der jeweiligen Regionalgesellschaft und ist nicht zuletzt auch abhängig von der Akzeptanz unserer Kundinnen und Kunden.

Leider kam es an unserem Standort in Osnabrück in letzter Zeit vermehrt zu Beschwerden diesbezüglich. Daher hat die zuständige Regionalgesellschaft an diesem Standort darum gebeten, den Verkauf direkt vor der Filiale einzustellen.“

Wir fragen unsere Leser:

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Auch bei „abseits“ haben wir um ein Statement gebeten. Derzeit befindet sich die Zeitung noch in Kontakt mit „Aldi“ und möchte sich erst nach den Gesprächen äußern.

AFP

Derby-Kracher: VfL Osnabrück trifft am Samstag auf Preußen Münster

Chef-Trainer Daniel Thioune und Kapitän David Blacha

Spieler und Fans fiebern schon seit Tagen dem Spiel am Samstag entgegen. Dann trifft der VfL Osnabrück auf seinen Lieblingsrivalen Preußen Münster. Der Nachbar kommt als aktueller Tabellenführer an die Bremer Brücke und bringt rund 1.200 seiner eigenen Anhänger mit. Auf Grund des hohen Risikos musste das Kontingent für Gäste und Heim-Fans verringert werden.

Nach der kurzen DFB-Pokal-Pause in der dritten Liga rollt der Ball am Samstag um 14 Uhr wieder im Stadion an der Bremer Brücke – und der Gegner kommt als aktuelle Nr.1 der Liga. Münster konnten drei seiner vier Spiele gegen hochkarätige Teams gewinnen und überzeugte auch im Länderpokal mit einem souveränen 7:0 gegen BSV Schüren. Der gute Start war eher überraschend, da Münster zum Ende der letzten Saison viele Leistungsträger abgeben musste.

„Wir sind bereit sie vom Thron zu stoßen“

Der VfL Osnabrück belegt derzeit den vierten Tabellenplatz, hat aber nur einen Punkt weniger als der Rivale. „Wir wollen am Samstag dominant auftreten und unser Spiel durchziehen“, sagte Chef-Trainer Daniel Thioune, „wir wollen möglichst agieren und nicht nur reagieren“. Trotz einiger Verletzungen und Ausfälle freuen sich Trainer und Team auf das kommende Spiel. „Wir sind bereit Münster vom Thron zu stoßen“, betont Thioune. Die Mannschaft hat sich intensiv auf ihren Gegener vorbereitet und will den Fans am Wochenende ein großes Spiel bieten.

Karten für das Derby noch zu haben

Aktuell sind etwa 12.100 Karten verkauft worden, das heißt, es sind noch etwa 2.900 im regulären Verkauf erhältlich – rund die Hälfte davon in der Westkurve. Alle anderen Tribünen sind bereits weitgehend ausgelastet, oder ausverkauft. Preußen Münster wird mit voraussichtlich 1.200 eigenen Fans anreisen und durch einen separaten Einfang eingelassen. Trotzdem erwarten die Verantwortlichen ein ruhiges Derby ohne größere Zwischenfälle. Anpfiff ist am Samstag um 14 Uhr, ab 12.30 Uhr ist Einlass.

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AFP

„Osnabrücker Signal“: Regenbogenkoalition handelte rechtswidrig

Frank Henning
Frank Henning, hier im Osnabrücker Stadtrat (Archivfoto)

Was sind die Aufgaben eines Kommunalparlaments und womit haben sich die Ratsmitglieder zu beschäftigen, vor allem aber: Womit nicht? Aus dem Innenministerium in Hannover gibt es einen ordentlichen Rüffel für die Regenbogenkoalition und SPD-Chef Frank Henning, der im Frühjahr öffentlich erklärte es juristisch besser zu wissen.

Im März kam es im Vorfeld und während einer Ratssitzung zu Kontroversen zwischen der zahlenmäßig größten Ratsfraktion, der CDU und ihrem Juniorpartner BOB, und der aus allen anderen Parteien gebildeten knappen Mehrheit der „Regenbogenkoalition“, die neben Grünen und SPD auch so unterschiedliche Gruppierungen wie die FDP, UWG, Piraten und Linkspartei umfasst.

Einig waren sich die Regenbogenparteien in der Ablehnung von Atomwaffen. In einer gemeinsamen Petition, dem „Osnabrücker Signal“, forderten sie die Bundesregierung auf, gestützt auf die überschaubare Anzahl von 264 unterzeichnenden Bürgern, sich gegen diese Waffen einzusetzen.

Griesert warnte Regenbogenkoalition vor Kompetenzüberschreitung

Bevor es im März zur Abstimmung kam – gegen die Stimmen von CDU, BOB und dem Oberbürgermeister (Enthaltung) – hatte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bereits im Januar den Punkt von der Agenda streichen lassen, da er keinen direkten Bezug zu Osnabrück erkennen konnte. Griesert begründete sein Vorgehen damit, dass es sich hierbei um keinen direkten Bezug zu Osnabrück handele

Die Auffassung des Oberbürgermeisters wurde nun vom Niedersächsischen Innenministerium als Kommunalaufsicht bestätigt: Der Rat habe die Zuständigkeit der Kommune zu beachten. „Der Beschluss der Mehrheit des Rates vom März zu sicherheitspolitischen Fragen aufgrund der Eingabe des ‚Osnabrücker Signal‘ war rechtswidrig.“ Das teilte der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde am Donnerstag mit.

Neben dem Oberbürgermeister hatte auch die CDU/BOB-Gruppe im März unter Hinweis auf Stellungnahmen des städtischen Rechtsamtes und des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages die Auffassung vertreten, dass eine sicherheitspolitische Resolution aufgrund des fehlenden örtlichen Bezuges weder beraten noch beschlossen werden dürfe. Aufgrund höchstrichterlicher Urteile sei es nach Auffassung der CDU/BOB-Gruppe eindeutig, dass der Rat keine Kompetenz zur Befassung mit allgemeinpolitischen Angelegenheiten habe. Diese Rechtsauffassung habe jetzt das Niedersächsische Innenministerium auf Anfrage der CDU vollinhaltlich bestätigt.

Frank Henning (SPD) wollte es juristisch besser wissen

Brickwedde: „Trotz unserer eindeutigen rechtlichen Hinweise haben SPD, Grüne, FDP, Linke und UWG/Piraten den Beschluss gefasst. Nur der Oberbürgermeister hat unsere Position unterstützt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende [Frank Henning, Ergänzung der Redaktion] hat sogar behauptet, es juristisch besser zu wissen als Wissenschaftlicher Dienst und Rechtsamt. Es muss jetzt endlich Schluss sein mit allgemeinpolitischen Beschlüssen des Rates, die Angelegenheit des Bundes sind.“ Osnabrück müsse seine konkreten Schularbeiten für unsere Stadt leisten und nicht immer wieder anmaßend große Appelle verabschieden, die nicht in unsere Zuständigkeit fallen, so der Fraktionsvorsitzende.

„Friedensstadt“ bedeutet nicht Weltpolitik aus dem Ratssitzungssaal

Die Kommunalaufsicht: „Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Sinne des Grundgesetzes sind diejenigen Bedürfnisse und Interessen, die in der örtlichen Gemeinschaft wurzeln.“ Die Gemeinde erlange nach dem Grundgesetz „nur ein kommunalpolitisches, kein allgemeinpolitisches Mandat“, so das Innenministerium. Allein die Tatsache, dass die Stadt Osnabrück sich das Profil der ‚Friedensstadt‘ gegeben habe, ändere nichts an den gesetzlichen Zuständigkeitsbereichen.
„Fragen der Verteidigungspolitik fallen in den Zuständigkeitsbereich des Bundes“, so die Kommunalaufsicht. Eine konkrete Betroffenheit der Stadt Osnabrück könne nicht hergeleitet werden. „Der Ratsbeschluss vom 6.3. ist vielmehr allgemeinpolitisch und fällt nicht in die Zuständigkeit des Rates der Stadt Osnabrück“, betont das Innenministerium.

Von einer Beanstandung des Beschlusses will die Osnabrücker CDU absehen, da der rechtswidrig zustande gekommene Beschluss bereits auf dem Postweg an das Bundeskanzleramt weitergegeben wurde. Das Ziel der Beanstandung könne deswegen nicht mehr erreicht werden.

Folgt kommende Woche eine erneute Kompetenzüberschreitung?

Bei der Ratssitzung in der kommenden Woche steht erneut eine Entschliessung zur Debatte, die keinen direkten Bezug zur Verwaltungsarbeit in der Hasestadt erkennen lässt. Die bunte Mischung der Regenbogenkoalition will sich mit einem gemeinsamen Antrag für die Aktion Seebrücke Osnabrück einsetzen und damit für eine Aufnahme weiterer im Mittelmeer aus „Seenot“ geretteter Migranten.

 


Frank Henning und seine juristische Kompetenz

Auch die Redaktion der HASEPOST hat so ihre Probleme mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Ratsfraktion und seiner vermeintlichen juristischen Kompetenz. Frank Henning wurde von „seinem“ Fraktionsgeschäftsführer gegenüber unserer Redaktion als treibende Kraft einer gegen unsere Redaktion laufenden Boykottaktion der Grünen- und SPD-Ratsfraktion benannt, die nach unserer Auffassung nicht nur einen eklatanten Rechtsverstoß gegen das Nds. Pressegesetz, sondern auch gegen die grundgesetzlich geschützte Freiheit der Presse darstellt.

Halten wir Frank Henning doch mal entgegen, was seine Parteifreundin und Bundesjustizministerin Katharina Barley jüngst zur Pressefreiheit gesagt hat:

„Pressefreiheit ist ein herausragendes Gut in unserer Gesellschaft und nach unserem Grundgesetz.“

AFP

Erst Nebel, dann nochmals warm – und dann ist der Sommer vorbei

Webcam Osnabrück Markt
Screenshot: Webcam Stadtverwaltung

Am Donnerstagmorgen begrüßte dichter Nebel die Frühaufsteher der Hasestadt, für den weiteren Tagesverlauf sind noch einmal Temperaturen bis nahe an 30 Grad angesagt, doch dann wird es deutlich kälter.

Auf den Webcams der Stadtverwaltung Osnabrück und der privaten Wetterstation Westerbergwetter ist das Aufklaren des Nebels gut zu verfolgen. Unser Screenshot vom Marktplatz entstand kurz vor halb acht am Donnerstagmorgen.

Für Donnerstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) ab Mittag einen sonnigen Tag, in Ostfriesland setzt allerdings allmählich dichte Bewölkung ein und am Abend erster, teils gewitteriger Regen. Zuvor erwärmt es sich im Landesinneren von 27 bis 31 Grad.
In der Nacht zum Freitag erwartet uns teils kräftiger Regen mit lokalen Gewittern.

Das Wochenende wird wolkig und kälter

Am Freitag sehen wir viele Wolken am Himmel über Osnabrück es kommt immer wieder zu Schauern oder kurze Gewittern. Höchstwerte 19 bis 22 Grad.
Auch am Wochenende bleibt es stark bewölkt mit teils kräftigen Schauern oder Gewittern. Erst im Verlauf des Sonntags wird es wieder wechselnd wolkig mit sonnigen Abschnitten im Wechsel. Die Höchstwerte liegen dann nur noch bei 18 Grad.

AFP

Gute Nachricht des Tages: „Der kleine Prinz“ erscheint auf Klingonisch (Video)

der kleine Prinz auf Klingonisch
Screenshot: YouTube

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Bereits 1943 erschien der Klassiker „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Seitdem wurde die Geschichte vielfach neu interpretiert, verfilmt, vertont oder in heimische Dialekte wie Bayrisch oder Wienerisch übersetzt. Kürzlich wurde nun auch eine Übersetzung ins Klingonische angefertigt und bald veröffentlicht – zweisprachig natürlich, damit auch alle sie verstehen.

„ta’puq mach“ so heißt die Geschichte des Kleinen Prinzen in der Kunstsprache. Diese wurde 1984 extra für die Serie Star-Trek erfunden. Inzwischen gibt es viele Fans und sogar einige Menschen, die angeblich fließend Klingonisch sprechen können. Für jene, die noch keine Experten sind, hat der Übersetzer Lieven L. Litaer die Übersetzung aus dem Klingonischen mit ins Buch genommen, so kann sich jeder die Sprache beim Lesen selber beibringen. Inhaltich sei er dabei so dicht wie möglich am Original geblieben. Da aber viele Wörter in der Kunstsprache noch nicht existieren (sie umfasst ca. 4.000 Worte), musste Litaer ein bisschen was dazu erfinden.

Das Video zur Klingonisch-Übersetzung

Im Oktober soll die neue Version dann erscheinen. Für alle, die vorher schon etwas üben wollen, gibt es auf Facebook unzählige „Klingonisch lernen“ – Gruppen.

AFP

Sechs neue Stolpersteine erinnern in Osnabrück

Stolpersteine
Stolperstein-verlegung in der Krahnstraße

Foto (v.l.n.r.): Dieter Przygoder, Susanne Reinberg, Raul Reinberg, Iris Sowada, Ronny Reinberg und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert

Mit den sechs neuen Steinen gibt es in Osnabrück jetzt schon 290 Stolpersteine. Ins Leben gerufen wurde das Projekt „Stolpersteine“ bereits Mitte der 1990er vom Kölner Künstler Gunter Demnig. Mittlerweile erinnern die Steine europaweit an die Opfer des Nationalsozialismus.

Mit den heutigen (22. August) Verlegungen wird an sechs Opfer in Osnabrück erinnert. Am Wulfekamp 17 wurde ein Stolperstein für Annette Garnerus verlegt. Garnerus wurde im Sommer 1941 in der Psychiatrieeinrichtung und Tötungsanstalt Hadamar ermordet. Die Patenschaft für diesen Stein übernehmen Giesela Brandes-Steggewentz und Heidi Reichinnek. Für den als „homosexuell“ stigmatisierten Wilhelm Franz Niemann wurde ein Stein an der Marienstraße 11 verlegt. Niemann wurde am 7. Juli 1944 in der Gaskammer von Hartheim ermordet. Pate des Steins ist der Verein Schlau Osnabrück.

Angehörige reisten für Verlegung der Stolpersteine aus Israel an

In Anwesenheit von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert wurden an der Krahnstraße 1 – 2 vier Stolpersteine für die jüdische Familie Meyer verlegt. Angestoßen wurde die Verlegung der Steine für Familie Meyer von den Angehörigen, die auch zur Verlegung aus Israel anreisten. „Es ist immer wichtig daran zu erinnern, dass einzelne Schicksale von Familien hinter den Stolpersteinen stecken“, erklärt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Durch die Anwesenheit der Familie bekommen die Steine Gesichter.“

Stolpersteine
Die Stolpersteine für Familie Meyer

Flucht nach Argentinien

Nachdem seine vorherige Arbeitsstätte „arisiert“ wurde und auch sein ehemaliger Arbeitgeber sich ins Ausland absetzte, floh Carl Meyer 1936 zunächst alleine nach Argentinien. Seine Frau Clara Meyer und die beiden Töchter Ingeborg und Helga sind ihm 1937 gefolgt. Raul Reinberg, Sohn von Helga Meyer, verfasste einen Text über seine Mutter, den sein Sohn Ronny Reinberg vortrug.

Sehnsucht nach der Heimat der Kindheit

„Meine Mutter vermisste Deutschland und macht nie den deutschen Bürgern einen Vorwurf, sondern nur der Regierung“ heißt es darin. „Helga war die beste Mutter und die beste Großmutter die unsere Familie hätte haben können“, ergänzt Susanne Reinberg, Ehefrau von Raul Reinberg. Die Patenschaft für die Stolpersteine der Familie Meyer übernahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Digitalredaktion der Neuen Osnabrücker Zeitung, Matthias Lauxtermann, Jessica Wienecke und Axel van Lil.

 

AFP

Greenpeace: Oberflächenwasser in Osnabrück belastet

Probenentnahme
Entnahme der Proben im Sommer/Foto: Greenpeace

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace entnahm heute (22.08.) mehrere Proben aus der Hase, um sie auf Verunreinigung durch Massentierhaltung zu untersuchen. Im Labor wurden Werte deutlich über dem von Greenpeace entwickelten Richtwert gemessen. Noch bis 16 Uhr können Besucher an dem Info-Stand in der Großen Straße eigene Proben testen lassen.

Derzeit tourt die Umweltschutzorganisation durch 22 deutsche Städte, um dort die Gewässer auf Rückstände aus der Massentierhaltung zu testen. Besonders auf den Nitrat-Stickstoff wird bei den Untersuchungen geachtet, denn gelangt zu viel davon ins Wasser, kann es dem Menschen schaden. Bei Trinkwasser gibt es deswegen einen Grenzwert von 50mg pro Liter, für Abwasser gibt es keine festgelegten Werte.

Greenpeace
Infostand in der Innenstadt. Foto: Bettina Mundt

Fast alle Proben belastet

Greenpeace hat einen eigenen Richtwert für die Nitrat-Belastung in Oberflächenwasser erarbeitet, er liegt bei 2,8 mg pro Liter (In unbelastetem Wasser kommt kaum, beziehungsweise kein Nitrat vor). Bei fast allen genommenen Proben wurde dieser Wert überschritten, der größte Ausreißer lag bei 17,72 mg pro Liter. Das sei bedenklich, heißt es von Greenpeace. Diese Verunreinigungen sind unter anderem auf die Massentierhaltung in Niedersachsen zurückzuführen. Deswegen ruft die Organisation dazu auf, weniger Fleisch aus solchen Haltungsbedingungen zu kaufen und zu essen. Mit Hilfe einer Karte, die Besucher des Info-Standes unterschreiben können, richtet sich Greenpeace an die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner. Gefordert wird zum Beispiel ein verschärftes Düngerecht, oder eine mehrstufige Haltungskennzeichnung für Fleisch, ähnlich wie sie für Eier bereits existiert.

Die Infostand von Greenpeace ist noch bis 16 Uhr an der Großen Straße 49 in der Osnabrücker Innenstadt zu finden.

AFP

Verletzte durch Pfefferspray in Drogeriegeschäft in Osnabrück

Polizei, Symbolbild,schamverletzender
Foto: Symbolbild

In der Osnabrücker Innenstadt kam es am heutigen Mittwoch (22.08.) zu einem Vorfall, bei dem mehrere Menschen durch Pfefferspray verletzt wurden und die Geschäftsräume einer Drogeriekette evakuiert werden mussten.

Laut Angaben der Polizei kam ein Mann gegen Mittag in die Drogerie Müller in der Großen Straße in Osnabrück. Als er das Geschäft verlassen wollte, wurde er vom Ladendetektiv gestellt. Der Detektiv hatte den Mann dabei beobachtet, wie es Parfum und Kosmetika stehlen wollte. Daraufhin setzte der mutmaßlich Ladendieb Pfefferspray ein. Er flüchtete ohne Beute aus dem Geschäft in Richtung Herrenteichswall. Vier Kunden wurden dadurch verletzt, einer wurde vorsorglich mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Die Geschäftsräume der Drogeriekette mussten evakuiert werden, bis sich das Reizgas verflüchtigt hatte.

Die Fahndung nach dem Täter läuft. Er war etwa 45 Jahre alt und war mit einem grauen T-Shirt sowie einer knielangen blauen Hose bekleidet. Er trug graue Sportschuhe mit weißer Sohle und eine graue Schlägermütze. Wer Hinweise zum Täter geben kann, meldet sich bitte bei der Osnabrücker Polizei. Telefon: 0541-3273203.

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