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Digitalfernsehen DVB-T2 wird im Dezember in Osnabrück erneut umgestellt

Fernseher
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Erst seit dem Frühjahr kann das digitale Antennenfernsehen in Osnabrück im neuen Standard DVB-T2 empfangen werden – erstmals auch mit zahlreichen Privatsendern. Im Dezember müssen die Receiver neu eingestellt werden.

Wer sich im Osnabrücker Stadtgebiet terrestrisch – also per Antenne – mit digitalen Fernsehsignalen versorgen lässt, sollte sich schon mal den 5. Dezember rot im Kalender anstreichen, dann ist ein erneuter Sendersuchlauf an den Empfangsgeräten notwendig.

Wie der Sendenetzbetreiber Media Broadcast am Donnerstag mitteilte, werden in verschiedenen Regionen Deutschlands Änderungen vorgenommen – Osnabrück Stadt gehört dazu.

Frequenzen werden für Mobilfunk geräumt

Hintergrund ist die „Digitale Dividende II“, bei der bisher von DVB-T genutzte Rundfunkfrequenzen für mobile Breitbandverbindungen geräumt werden. Die Bundesnetzagentur hatte die Frequenzen für die LTE-Nutzung im Mobilfunk versteigert.

Auch nach dem Frequenzwechsel bleibt das Programmangebot gleich, es handelt sich dabei um eine rein technische Maßnahme.

 

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Osnabrück bekommt eine Taxiordnung – bald

Taxischild
Taxischild

Ein wenig müssen sich die Osnabrücker Taxifahrer noch gedulden, doch von Seiten der Lokalpolitik gibt es nun keine Bremser mehr, die einer Taxiordnung nach Oldenburger Vorbild im Weg stehen.

Bereits vor der Sommerpause des Stadtrats gab es eine große Mehrheit für das in Oldenburg bereits bewährte Regelwerk – nur die Grünen stellten sich quer und machten während der Ratssitzung im Juni einen Formfehler geltend und drohten gar mit der Anrufung der Kommunalaufsicht, wenn sich der Rest der Parteien dennoch für das in Oldenburg bewährte Regelwerk aussprechen würde.

Pikant an dem Vorgang im Juni: Ein kollegialer Hinweis an die anderen Parteien hätte genügt – doch so hätten die Grünen nicht die Chance zur öffentlichen Selbstdarstellung gehabt.
Die Leidtragenden dieser egoistischen Verzögerungstaktik: Die Osnabrücker Taxibranche, die auch über die Sommermonate wieder Gegenstand der Nachstellungen eines Wettbewerbers aus der Mietwagenbranche war.

Grüne Ratsfraktion setzt möglichen Rückfall auf rechtlosen Zustand durch

Und auch am Dienstagabend zeigten die Grünen wieder ihre Abneigung gegen die unbürokratische Taxiordnung, indem sie per Änderungsantrag festschrieben ließen, was die Ratsmehrheit in der Debatte am Juni bereits als Common Sense anerkannt hatte – nun jedoch mit klar definiertem Stichtag. Bis zum 1. Januar 2020 soll die Verwaltung evaluieren, ob die nach Oldenburger Vorbild eingeführte Taxiordnung auch dauerhaft die richtige Lösung für Osnabrück ist. Sollte die Verwaltung hier nicht rechtzeitig Ergebnisse liefern oder der Rat aus irgendeinem Grund bis zum gesetzten Datum zu keiner Entscheidung kommen, fällt Osnabrück nach dem Willen der Grünen wieder in den bisherigen ungeregelten Zustand zurück.

Rechtloser Zustand führte zu Massenabmahnungen

Die Taxibranche erhofft sich von der Taxiordnung zukünftig unter anderem mehr Möglichkeiten sich bei großer Nachfrage auch außerhalb der definierten Taxiabstellplätze für ihre Fahrgäste bereitzuhalten. Rechtsunsicherheiten hatten hier in der Vergangenheit im Rahmen des als „Taxikrieg von Osnabrück“ auch bundesweit bekannten Konflikts mit Mietwagenunternehmern zu Massenabmahnungen geführt.

Taxiordnung wird in ein paar Tagen gültig

Bis die Taxiordnung Gültigkeit erlangt, müssen die Taxifahrer allerdings noch ein wenig Geduld haben. Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte Dr. Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt Osnabrück: „Die Verordnung muss noch amtlich bekanntgegeben werden. Mehr als ein paar Tage wird das schon noch dauern, aber keine Wochen mehr.“

FDP-Ratsmitglied mahnt Lösung für Probleme der Mietwagenbranche an

Den anderen Fraktionen zur Mahnung erinnerte der FDP-Stadtrat Oliver Hasskamp seine Ratskollegen daran, dass es mit der Verabschiedung der Taxiordnung nicht getan ist.
Damit endlich Ruhe einkehrt im Konflikt der Personenbeförderer, wird die Lokalpolitik sich auch mit den Problemen der Mietwagenbranche beschäftigen müssen, deren Fahrer nach derzeitiger Rechtslage keine Fahrgäste ohne vorherige telefonische Anforderung aufnehmen dürfen.

Hier alle bisherigen Artikel zum Osnabrücker Taxikrieg und die Abmahnwelle im April 2018.

 

AFP

Warum Reiten gut gegen Rückenschmerzen ist

Reiten in der Dämmerung
Reiten

Rückenschmerzen scheinen eine wahre Volkskrankheit zu sein. Ständig verbringen wir viel Zeit vor dem PC und gleichzeitig hat nicht jeder das Glück an einem ergonomischen Arbeitsplatz zu sitzen. Dies ist für viele Menschen ein großes Problem. Rückenschmerzen führen schließlich dazu, dass man nicht mehr richtig aufrecht gehen kann. Dadurch wird das Selbstbewusstsein eingeschränkt und man fühlt sich unwohl.

Glücklicherweise gibt es da noch den Reitsport. Beim Reitsport werden auch die ganz kleinen Muskeln beansprucht, die man normalerweise nicht so gut erreicht. Das Beste ist, dass sich der Reiter diesen Bewegungen nicht entziehen kann. Die Folge ist ein Muskelkater. In diesem Fall merkt man auch, dass man etwas für seinen Rücken getan hat. So passiert Einsteigern immer wieder, dass sie nach 20 Minuten keine Kraft mehr haben und vom Pferd absteigen müssen. Trotzdem ist das Reiten für den Menschen gut.

Abgesehen davon, dass der Rücken gestärkt wird, wird auch noch die Wirbelsäule gut aufgerichtet. Der Rücken eines Pferdes gibt dem Menschen die perfekte Körperhaltung vor. Weiterhin wird die Wirbelsäule entlastet und Rückenschmerzen können gezielt vorgebeugt werden. Vielen Studien zufolge werden die Bandscheiben beim Reiten belastet. Der Reiter wird gefordert und fit gehalten.

Wenn man aber noch nie geritten ist oder für längere Zeit keinen Sport gemacht hat, dann sollte man auch mit dem Arzt vorher abklären, ob der Reitsport ideal ist. Gegen das Reiten können Schmerzen oder Kreislaufprobleme sprechen. Weiterhin besteht für viele Menschen auch die Angst vor dem Pferd zu fallen.

Auch wenn die Angst da ist vom Pferd zu fallen, ist diese unbegründet. Denn das Pferd wird gerade für Anfänger geführt. Wenn man bereits eine Verbindung zum Tier aufgebaut hat, dann wird man das Reiten lieben und das Pferd wird auch nichts dagegen haben, wenn der Mensch auf das Tier aufsteigt. Wichtig ist nur, dass man ruhig bleibt und keine hastigen Bewegungen macht. Pferde lieben es, wenn die Reiter ruhig und angenehm im Umgang sind.

Wenn man bereits einige Wochen geritten ist, so wird man definitiv spüren, dass der Rücken wieder gestärkt ist. Man wird aufrechter gehen und die Mitmenschen werden dies in dem Umfeld zu spüren bekommen. Durch einen gestärkten Rücken wirkt man viel selbstsicherer. Mit der richtigen Bekleidung von Kingsland kann es einen großen Spaß machen auf dem Pferd zu reiten.

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Deutsche Meisterschaft des Steptanzes in der Osnabrück Halle

Die Besten der Besten des Steptanzes aus ganz Deutschland treffen sich in Osnabrück, um sich zur Weltmeisterschaft im Dezember im sächsischen Riesa zu qualifizieren. Zum vierten Mal findet in der Osnabrück Halle von Freitag, 12. Oktober, bis Samstag, 13. Oktober, die TAF Deutsche Meisterschaft im Steptanz statt. Es können hochklassige Steptanz Vorführungen in den verschiedensten Kategorien bewundert werden.

Am Freitag startet ab 18 Uhr der Newcomer-Cup und die ersten Vorrunden in der OsnabrückHalle. Danach geht es am Samstag mit den Vorrunden weiter. Ab 14 Uhr findet das Finale im Europasaal der Osnabrück Halle statt. In den Anfangsjahren 1999 und 2000 waren es nur wenige Teilnehmer aus ganz Deutschland. Jedoch wurde die Meisterschaft 2010 in Osnabrück zu einem größeren Spektakel, an dem über 400 aktive Steptänzer teilnahmen. In diesem Jahr rechnet die The Actiondance Federation (TAF) Germany e.V. mit bis zu 700 Teilnehmern in den Kategorien Production, Formationen, Gruppen, Trios, Duos und Solis. Diese Kategorien sind wiederum unterteilt in vier Altersdisziplinen.

Tanzschulen aus der Region müssen ihren Titel verteidigen

Besonders spannend soll es beim Formationswettbewerb werden, kündigt Kerstin Albrecht, Ressortleiterin von Steptanz und Jumpstyle von TAF Germany e.V., an. Denn die Juniorenformation der Tanzschule Albrecht aus Georgsmarienhütte muss ihren deutschen Meistertitel verteidigen. Auch für die HG2-Formation, Tänzer und Tänzerinnen ab 31 Jahren, steht ein Titel auf dem Spiel. Sie gehen als Vize-Deutsche-Meister ins Rennen. Neben Teilnehmern aus Wilhelmshaven und München, kämpfen auch Steptänzer und Steptänzerinnen aus Ibbenbüren und Lingen um den Titel Deutscher Meister 2018.
Karten gibt es in der OsnabrückHalle zu kaufen.

Kerstin Albrecht bringt das Event nach Osnabrück

Albrecht ist selbst begeisterte Steptänzerin und Trainerin: „Seit meinem zweiten Lebensjahr bin ich tänzerisch aktiv, aber durch die Filme mit Fred Astaire und Ginger Rogers kam ich zum Steptanz.“ Damit wurde sie sehr erfolgreich und holte sich einige Titel als Europa- Und Vizeweltmeisterin im Steptanz. Mehrmals wurde sie Deutsche Meisterin mit ihrem Tanzpartner Oliver Bahle. Seit 1994 gibt sie ihre Begeisterung an Steptanz als Trainerin in der ehemaligen Tanzschule ADTV Tanzschule Albrecht weiter. Neben eigenen Musical- und Tanzschulproduktionen wurde sie 2009 als Trainerin des Jahres ausgezeichnet.

Weitere Informationen gibt es bei der Tanzschule Albrecht in Osnabrück.

 

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Gnadenhof in Melle gibt Tieren letzte Heimat

Gnadenhof
Zwei tierische Bewohner des Gnadenhofes

Seit 15 Jahren kümmert sich Silke Sieckkötter auf ihrem Gnadenhof „Die Geretteten e.V.“ in Melle nun schon um Tiere, die unter schlechten Bedingungen lebten, die keiner mehr wollte und die wohl kein anderes zu Hause mehr gefunden hätten. In wenigen Wochen eröffnet zudem eine „Tierklappe“ auf dem Hof, ein kleines Häuschen, in dem Tiere anonym abgeben werden können. Das ist viel Arbeit, für die immer ehrenamtliche Helfer gesucht werden.

Auf den Hof in Melle leben derzeit fast 50 Tiere, davon fast die Hälfte Katzen. Sie sind alt, oder krank und werden auch nicht mehr vermittelt. „Die Tiere dürfen auf dem Hof ihren Lebensabend genießen. Sie wurden meist freigekauft aus einem Zirkus, Schlachtereien oder schlechter Haltung“, erklärt die Betreiberin Silke Sickkötter. Sie finanziert die Arbeit beinahe komplett aus ihrem eigenen Einkommen, nur kleine Beträge kommen durch Vereinsmitgliedschaften oder Futterspenden zusammen.

Tierklappe statt Aussetzen

Am 15. September eröffnet auf dem Gnadenhof „Die Geretteten e.V.“ zudem die erste Tierklappe. Dort können Halter ihre Tiere anonym abgeben, statt sie am Straßenrand oder in einem Wald auszusetzen. Im Häuschen befinden sich Boxen für verschiedene Tiere, Futter, Wasser und für Schafe und Ziegen auch frisches Heu. Die Betreiber bitten darum, einen Zettel beizulegen, der über Alter, Medikamente und Krankheiten informiert, damit sich gut um die Tiere gekümmert werden kann. Nur Pferde und Reptilien können nicht auf dem Hof aufgenommen werden.

Gnadenhof
Der Hof arbeitet auch mit Kindern und Jugendlichen aus schwiergen Verhältnissen

Helfende Hände immer gesucht

„Ich betreibe den Hof neben meinem Beruf und wenn ich nicht arbeite gibt es fast immer etwas zu reparieren“, erklärt Sieckkötter, „und es ist unglaublich schwer an ehrenamtliche Helfer zu kommen“. Jeder ist als solcher Willkommen und kann sich mit um die zwei Ponys, zwei Schafe, acht Ziegen, sechs Hühner, drei Hunde und 28 Katzen kümmern. „Dabei suchen wir auch ganz besonders Leute, die mit den Tieren kuscheln und schmusen“ sagt die Betreiberin. Bei der ganzen Arbeit am Hof selbst kommt das schnell mal zu kurz. Wer keine Zeit hat aktiv auf dem Hof zu helfen, der kann bei einem Voting teilnehmen, dass über die Facebook-Seite des Gnadenhofes läuft. Gesucht wird ein tolles, gemeinnütziges Projekt, dass mit 1000€ belohnt wird, wenn es die meisten Votes auf der Seite erhält.

Mehr Informationen zu dem Gnadenhof, Möglichkeiten zu Helfen und den Schmusen von Bewohnern erhalten sie auf der Website oder auf der Facebookseite.

Fotos: Gnadenhof „Die Geretteten e.V.“

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Gute Nachricht des Tages: Mit dem Handy Leben retten

Symbolbild: Unfall

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Auf Autobahnen und Landstraßen passieren jeden Tag schlimme Unfälle und wir müssen die 112 wählen. Oftmals gibt es aber ein Problem: Wir wissen gar nicht genau wo wir sind. Vielleicht irgendwo auf der A2, oder auf einer Landstraße Richtung Bremen, doch wo genau können wir häufig nicht sagen. Im schlimmsten Fall brauchen die Rettungskräfte dann länger, um den Unfall und die Verletzten zu finden. Mit der Technik von Emergency-Eye soll das jetzt verhindert werden.

Bei einem Unfall zählt oft jede Minute. Doch wenn der Anrufer nicht genau lokalisieren kann, wo er sich befindet, kann das unter Umständen genau diese wertvollen Minuten kosten. Der junge Erfinder Viktor Huhle hat mit „Emergency Eye“ etwas erfunden, was den Rettungskräften ihre Arbeit erleichtern soll. Stimmt der Anrufer zu, kann die Notfallleitstelle ihn mittels seines Handys direkt und genau orten. Außerdem gibt es die Möglichkeit von der Zentrale auf die Kamera des Smartphones zuzugreifen, sodass sich die Rettungskräfte bereits im Vorfeld ein Bild von der Situation machen können. Wird zum Beispiel ein Hubschrauber benötigt, kann der Pilot bereits im Vorfeld eingewiesen werden.

Reanimation via Handy

Ein weiteres Feature ist die Möglichkeit den Anrufer zum Beispiel bei Reanimationsmaßnahmen anzuleiten. Per Video-Live-Stream kann die Zentrale im Notfall genau Anweisungen zur Rettung eines Verletzten geben und so womöglich sein Leben retten. Die Technik ist dabei nicht auf dem Handy der Anrufer installiert, sondern wird von den Rettungsbehörden gekauft und kann dann nach Zustimmung des Anrufers verwendet. Er muss dann nur über zwei SMS-Codes den Zugriff auf sein Smartphone erlauben. „Emergency Eye“ wird von der EU gefördert und bereits in ersten Städten getestet.

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Bagger beseitigt Planungsfehler am Heger-Tor-Wall-Fahrradweg

Foto: Privat

Wer konnte denn damit rechnen? Eine in die Fahrbahn hineinragende steinerne Kante wurde nur drei Wochen nach der teilweisen Fertigstellung des neuen Fahrradwegs am Heger-Tor-Wall mit schwerem Gerät begradigt.

Unsere Redaktion wurde kurz nach Freigabe des „Protected Bike Lane“ genannten Fahrradwegs von einem Leser auf die Kante aufmerksam gemacht, die zu diesem Zeitpunkt schon einige Reifen und Felgen zerstört oder zumindest beschädigt haben dürfte.

Heger Tor Wall, Osnabrück
Klare Kante am Wall?

Die Verwaltung gab sich Anfang August noch gelassen. Man wollte erstmal schauen wird, was an der Situation noch zu verbessern sei. Eine zusätzliche Fahrbahnmarkierung oder eine Warnbake sei möglich.
Eine Warnbake wurde dann jedoch umgehend aufgestellt – nun kam es zur Totaloperation mit dem Bagger.

Baustelle verursachte erneut Stau auf dem Wall

Als sei in den vergangenen Wochen nicht oft genug über Baustellen diskutiert worden, die ohne Rücksicht auf den laufenden Verkehr eingerichtet und durchgeführt werden, wurden auch hier wieder die verkehrsreichen Tagesstunden genutzt und der Wall für die Arbeiten halbseitig gesperrt.

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Nächtlicher Einbruch im Trash, Whiskey getrunken?

Einbruch Trash
Durch die Tür mit Feuerlöscher

Faktisch war es mehr ein „Ausbruch“, denn ein Einbruch, der in der Nacht zu Donnerstag eine kaputte Glastür beim „Trash“ in der Meller Straße (Neustadt, nahe Rosenplatz) hinterließ. Die Polizei sucht nun einen Täter mit auffälliger Frisur.

Offenbar hatte der Einbrecher nicht mit dem leichten Schlaf eines Anwohners gerechnet, der am frühen morgen kurz nach 3 Uhr durch Geräusche aus dem Getränkekeller der Kultkneipe geweckt wurde.

Um nicht den Helden zu spielen, rief der Anwohner direkt die Polizei, als er sicher war, dass die Geräusche tatsächlich aus dem Keller kamen.
Vor der Haustür wartete der aufmerksame Nachbar auf die Polizisten. Doch offensichtlich hatte der Eindringling da schon mitbekommen, dass ihm Unheil und eine Festnahme drohte, zertrümmerte die Glastür von innen mit einem Feuerlöscher und gab Fersengeld.

Täter flüchtete Richtung Dammstraße

Der aus seiner Nachtruhe gerissene Anwohner versuchte den fluchtbereiten jungen Mann noch festzuhalten, doch leider vergeblich. Binnen kürzester Zeit, so beschrieb es der Anwohner, kam dann auch ein Streifenwagen, dessen Besatzung – anders als der Anwohner nicht in Pantoffeln – ebenfalls dem Einbrecher hinterhersetzte, jedoch auch erfolglos. Der junge Mann verschwand in der Klöntrupstraße und setzte seine Flucht in Richtung Dammstraße fort.

Beute: Ein ordentlicher Schluck Tennessee-Whiskey

Eine erste Besichtigung des Tatorts ergab den Verlust einer Flasche Jack Daniels, die sich vermutlich der Unbekannte hinter die Einbrecher-Binde gegossen hatte.

Frank Oevermann, Sprecher der Polizeiinspektion Osnabrück, bestätigte gegenüber unserer Redaktion den nächtlichen Einsatz seiner Kollegen. Womöglich hat sich der Täter in die Kneipe einschliessen lassen oder ist ganz profan eingeschlafen.

Der Täter wird als ca. 25 Jahre alt beschrieben mit auffälligen abstehenden Dreadlocks, nach Angaben des Zeugen eine „Afrofrisur“. Er soll etwa 175cm groß sein und dunkelhäutig.
Bei dem kurzen Handgemenge vor dem Trash wurde ein auffällig gelb/schwarzes kariertes Hemd zerrissen. Der Täter soll eine helle Jeans getragen haben.

Hinweise bitte direkt an die Polizei unter der Nummer 0541/327-0.

Unsere Redaktion gratuliert bei dieser Gelegenheit dem Trash zum 25. Geburtstag, der in diesen Tagen gefeiert wird!

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Foto: Privat

 

AFP

Vor 8 Jahren setzte Hochwasser Hellern unter Wasser

Hochwasser in Hellern
Screenshot: YouTube

Am 30. August 2010 war das Schlimmste überstanden, doch dann folgten die Aufräumarbeiten. Zwischen dem 26. und 27. August hatte es nahezu ununterbrochen geregnet und es folgte für viele Osnabrücker eine Hochwasserkatastrophe.

Viele Helleraner haben das Hochwasserereignis von 2010 noch gut im Gedächtnis, schreibt die Anliegermeinschaft „Düte statt Beton“ in einer Pressemitteilung zum Jahrestag des Hochwassers.
Straßen und viele Keller liefen komplett voll und die Wassermassen bahnten sich ihren Weg durch einige Wohnzimmer. Für viele Anwohner war daraufhin das eigene Heim für mehrere Monate nicht mehr nutzbar.

Die Bürger aus Hellern weisen auf die Hochwassergefahr hin, die einem derzeit in Überprüfung befindlichem Baugebiet droht, dass anders als ihre Häuser nochmals deutlich näher an das Flüsschen Düte gerückt werden soll.

Inzwischen hat die Initiative über 1.500 Unterschriften gesammelt, die ihr Anliegen unterstützen und damit darstellen, dass sie diese Fläche für nicht geeignet halten, sie einer Wohnbebauung zuzuführen. HASEPOST hatte bereits im Juni über die Initiative und die Pläne der Stadt berichtet.

Mehr Starkregen wird zu mehr Überschwemmungen führen

Durch eine zusätzliche Versiegelung einer Fläche in direkter Nähe zur Düte werde der normale, langsame Versickerungsprozess ausgehebelt. Infolge von festgestellten zunehmenden Starkregenereignissen und Niederschlagsmengen kann davon ausgegangen werden, dass die Düte zukünftig noch häufiger als bislang über die Ufer tritt.

Die Helleraner schreiben, dass sie „ihre“ Düte kennen, die sich innerhalb kürzester Zeit von einem kleinen, unscheinbaren Bach in einen reißenden Fluss verwandelt und immer wieder, nicht nur in Hellern an verschiedenen Stellen, über ihre Ufer tritt, weil der Pegelstand rapide schnell ansteigt. Durch das Hochwasserereignis von 2010 sind die Düteanwohner inzwischen so sensibel geworden, dass sie vor Sorge um eine weitere Überflutung bei längeren Regenschauern inzwischen nachts aufstehen um zu kon- trollieren, ob ihr Haus noch sicher ist.

Statt Hochwasserschutz zu installieren verteilt die Stadt Broschüren

Die Anwohner der Düte sind sich sicher, dass es Kostengründe waren, weswegen die Stadt Osnabrück nach dem Hochwasserereignis auf einen technischen Hochwasserschutz verzichtet hat. Stattdessen gebe es lediglich Informationsbroschüren für die Bürger, wie sie sich vor Hochwasser schützen können und der Aufruf, eine Elementarschädenversicherung abzuschließen.
Die Anwohner sehen sich mit ihren Sorgen um zukünftige Folgen eines Hochwasserereignisses allein gelassen und beklagen, das die Verwaltung und die Politik trotz zunehmender Niederschläge ernsthaft darüber nachdenken, die Hochwasserproblematik noch zu verschärfen, in dem sie in direkter Nachbarschaft zum Überschwemmungsgebiet der Düte eine Bebauung planen.

Ein Privatvideo zeigt das Ausmaß des Hochwassers 2010:


Quelle: YouTube, Nagilum1976

Hoffen auf Gespräche mit Politik und das Bürgerforum

Die Vertreter der Fraktionen im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt haben der Anwohnerinitiative nach ihren Angaben inzwischen signalisiert, dass sie für einen Ortstermin bereit wären, sobald die Verwaltung den Entwurf des Bebauungsplans und die damit verbundenen Ergebnisse der Umweltuntersuchungen vorliegen haben. Aus Sicht der Anwohnerinitiative ist nachvollziehbar, dass die Politik sich vorher nicht abschließend zur geplanten Bebauung äußern möchte. Unabhängig davon könne man sich jedoch bereits jetzt vor Ort in einem persönlichem Gespräch mit den Anwohnern deren Sichtweise und Argumente darstellen lassen. Mit dem SPD-Ortsverein in Hellern habe es bereits ein sehr konstruktives Gespräch gegeben und die Anwohnerinitiative hofft, dass sich weitere Vertreter der Politik offen für einen Gesprächsaustausch zeigen.

Die Anwohnerinitiative wird das Thema außerdem für die nächste Sitzung des Bürgerforums Hellern am 1. November 2018 anmelden und hat für Interessierte eine Facebook- Seite „Düte statt Beton“ erstellt.

Titelfoto: Screenshot YouTube, Nagilum1976

AFP

Der (oft schwierige) Weg zur Geburt

Mutter und Kind
Peace jonty.fisher CC BY 2.0

Titelfoto: Flickr Peace jonty.fisher CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

In Deutschland kommen seit einigen Jahren wieder mehr Kinder zur Welt. In Osnabrück liegt die Geburtenrate über dem bundesdeutschen Durchschnitt und ist bei Mehrlingsgeburten sogar doppelt so hoch. Diese Entwicklung ist ein Grund zur Freude, stellt jedoch werdende Mütter auch vor zusätzliche Herausforderungen: Eine möglichst natürliche Geburt, wie sie sich viele Frauen wünschen, und eine gute Betreuung während der Schwangerschaft sind durch die hohe Geburtenrate und den gleichzeitigen Hebammenmangel nicht immer möglich.

Nervosität vor allem vor Erstgeburten

Die Schwangerschaft und die anschließende Geburt gehören vermutlich zu den prägendsten und emotionalsten Ereignissen im Leben vieler Frauen. Gerade Erstgebärende werden in dieser Zeit häufig von Ängsten und Unsicherheiten geplagt.

Welche Geburtsmethode ist für mich die richtige? Wie halte ich die Schmerzen bei der Geburt aus? Was sind die Anzeichen, dass die Geburt kurz bevorsteht? Hier können Ratgeber zum Thema und die Erfahrungsberichte anderer Frauen dabei helfen, Antworten auf diese und ähnliche Fragen zu finden.

Vor allem aber sind es Hebammen, die werdenden Müttern und Vätern während des gesamten Prozesses zur Seite stehen. Sie beraten aber nicht nur, sondern können auch medizinische Vorsorgekontrollen durchführen, mit Ausnahme von Ultraschalluntersuchungen. Obwohl Hebammen während der Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbetts von großer Bedeutung sind, ist ihr Berufsstand stark gefährdet.

Hebammenmangel erschwert Betreuung

Warum das so ist, lässt sich am Beispiel der ehemaligen Osnabrücker Hebammenpraxis „Kugelrund“ nachvollziehen, die Anfang des Jahres trotz großer Nachfrage schließen musste. Grund dafür waren die hohen Kosten, die auch für andere Hebammen immer schwerer zu stemmen sind.

In erster Linie sind es die steigenden Prämien der Haftpflichtversicherungen, die für Hebammen gesetzlich verpflichtend sind. Diese haben sich in den letzten fünf Jahren nahezu verzehnfacht. Hinzu kommen große finanzielle Unsicherheiten aufgrund von fehlender Planbarkeit, denn die Versicherungsverträge haben meist eine Laufzeit von nur einem Jahr. Vor allem freiberufliche Hebammen sind so kaum noch in der Lage, von ihrem Beruf zu leben.

Die Folge: Immer mehr schwangere Frauen haben Schwierigkeiten, überhaupt noch eine Hebamme zu finden. Zwar ist die Lage in Niedersachsen noch nicht ganz so dramatisch wie in anderen Teilen des Landes, allerdings wird werdenden Müttern auch hier geraten, sich am besten direkt nach einem positiven Schwangerschaftstest auf die Suche nach einer Hebamme zu machen, die sie bis zur Geburt und darüber hinaus betreut.

Moderne Methoden setzen auf „sanfte Geburten“

Auch die Frage nach der besten Geburtsmethode beschäftigt viele Frauen, vor allem vor ihrer ersten Entbindung. Immer mehr von ihnen wünschen sich, ihr Kind in einem möglichst natürlichen Rahmen zur Welt zu bringen. Noch nie gab es so viele Alternativen zu den Kreißsälen – vorausgesetzt, das nötige Personal ist vorhanden und die Schwangerschaft verläuft ohne Komplikationen.

Um ihr Kind in einem vertrauten und familiären Umfeld zur Welt zu bringen, entscheiden sich einige Frauen für eine Hausgeburt. Hier ist die Begleitung einer guten und erfahrenen Hebamme besonders wichtig, denn treten während des Geburtsvorgangs Komplikationen auf, muss diese die sofortige Verlegung in ein Krankenhaus veranlassen. Mütter, die zum ersten Mal gebären, sollten sich eine Hausgeburt besonders gut überlegen und einen Kreißsaal im Zweifelsfall vorziehen. Das Wissen, vor Ort jederzeit medizinisch versorgt zu sein, senkt bei vielen Frauen die Angst. In Deutschland sind Hausgeburten mit rund 2 % derzeit noch die Ausnahme.

Zu den weiteren Methoden, die den Geburtsprozess so sanft und angenehm wie möglich gestalten sollen, gehören Hypnobirthing – ein relativ neuer Trend, Wassergeburten, ambulante Geburten sowie das Gebären in Geburtshäusern und Hebammenkreißsälen. Letztere ermöglichen Frauen den Kompromiss zwischen intimerer Atmosphäre und medizinischer Betreuung.

Hebammenkreißsäle werden ausschließlich von Hebammen betreut und geleitet, jedoch sind stets auch Ärzte in der Nähe, die bei Schwierigkeiten dazugeholt werden können. Der erste Hebammenkreißsaal Niedersachsens wurde im Klinikum Osnabrück vor neun Jahren eröffnet – mittlerweile existieren bundesweit 17 dieser Art.

 

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