Gnadenhof in Melle gibt Tieren letzte Heimat

Gnadenhof
Zwei tierische Bewohner des Gnadenhofes


Seit 15 Jahren kümmert sich Silke Sieckkötter auf ihrem Gnadenhof „Die Geretteten e.V.“ in Melle nun schon um Tiere, die unter schlechten Bedingungen lebten, die keiner mehr wollte und die wohl kein anderes zu Hause mehr gefunden hätten. In wenigen Wochen eröffnet zudem eine „Tierklappe“ auf dem Hof, ein kleines Häuschen, in dem Tiere anonym abgeben werden können. Das ist viel Arbeit, für die immer ehrenamtliche Helfer gesucht werden.

Auf den Hof in Melle leben derzeit fast 50 Tiere, davon fast die Hälfte Katzen. Sie sind alt, oder krank und werden auch nicht mehr vermittelt. „Die Tiere dürfen auf dem Hof ihren Lebensabend genießen. Sie wurden meist freigekauft aus einem Zirkus, Schlachtereien oder schlechter Haltung“, erklärt die Betreiberin Silke Sickkötter. Sie finanziert die Arbeit beinahe komplett aus ihrem eigenen Einkommen, nur kleine Beträge kommen durch Vereinsmitgliedschaften oder Futterspenden zusammen.

Tierklappe statt Aussetzen

Am 15. September eröffnet auf dem Gnadenhof „Die Geretteten e.V.“ zudem die erste Tierklappe. Dort können Halter ihre Tiere anonym abgeben, statt sie am Straßenrand oder in einem Wald auszusetzen. Im Häuschen befinden sich Boxen für verschiedene Tiere, Futter, Wasser und für Schafe und Ziegen auch frisches Heu. Die Betreiber bitten darum, einen Zettel beizulegen, der über Alter, Medikamente und Krankheiten informiert, damit sich gut um die Tiere gekümmert werden kann. Nur Pferde und Reptilien können nicht auf dem Hof aufgenommen werden.

Gnadenhof
Der Hof arbeitet auch mit Kindern und Jugendlichen aus schwiergen Verhältnissen

Helfende Hände immer gesucht

„Ich betreibe den Hof neben meinem Beruf und wenn ich nicht arbeite gibt es fast immer etwas zu reparieren“, erklärt Sieckkötter, „und es ist unglaublich schwer an ehrenamtliche Helfer zu kommen“. Jeder ist als solcher Willkommen und kann sich mit um die zwei Ponys, zwei Schafe, acht Ziegen, sechs Hühner, drei Hunde und 28 Katzen kümmern. „Dabei suchen wir auch ganz besonders Leute, die mit den Tieren kuscheln und schmusen“ sagt die Betreiberin. Bei der ganzen Arbeit am Hof selbst kommt das schnell mal zu kurz. Wer keine Zeit hat aktiv auf dem Hof zu helfen, der kann bei einem Voting teilnehmen, dass über die Facebook-Seite des Gnadenhofes läuft. Gesucht wird ein tolles, gemeinnütziges Projekt, dass mit 1000€ belohnt wird, wenn es die meisten Votes auf der Seite erhält.


Mehr Informationen zu dem Gnadenhof, Möglichkeiten zu Helfen und den Schmusen von Bewohnern erhalten sie auf der Website oder auf der Facebookseite.

Fotos: Gnadenhof „Die Geretteten e.V.“