HASEPOST
 
HASEPOST

FDP-Basis diskutiert vor Parteitag über längere Atomlaufzeiten

Foto: Atomkraftwerk, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Bundesparteitag der FDP Ende April kehrt an der Basis der Liberalen die Debatte über längere Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke zurück. So heißt es in einem Antrag mit dem Titel „Energiesicherheit durch Nutzung der Kernenergie“, über den die „Welt“ berichtet: Der Parteitag möge beschließen, dass die FDP-Bundestagsfraktion „unverzüglich aus ihrer Mitte ein Gesetz in den Bundestag“ einbringen solle, das alle „rechtlichen, technischen und sonstigen Aspekte regelt, die für den unmittelbaren Weiterbetrieb der Kernkraftwerke“ erforderlich seien.

Die Antragsteller zielen dabei nicht nur auf Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2, sondern auch auf die bereits abgeschalteten Meiler in Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen. Und sie wollen auch „den Neubau und unbefristeten Betrieb neuer Kernkraftwerke auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in Übereinstimmung mit in Europa geltenden Sicherheitsstandards“ nicht ausschließen. Formuliert haben den Antrag Johannes Baare aus dem FDP-Landesverband Schleswig-Holstein und André Thess, der als Professor an der Universität Stuttgart zu Energiespeicherung und Energiewandlungs-Technologien forscht, aus dem Landesverband Baden-Württemberg. In ihrer Begründung heißt es, mit einer „einseitigen Ausrichtung auf Sonne, Wind und Erdgas“ werde Deutschland in eine Energienot manövriert: „Steigende Energiepreise und sinkende Versorgungssicherheit gefährden Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Das Festhalten am deutschen Atomausstieg verschärft diese Gefahren und bremst – zusammen mit anhaltender Kohleverstromung – den internationalen Klimaschutz.“ Auch der Weltklimarat IPCC bezeichne die „Kernenergie als ein Instrument des Klimaschutzes“, so die Antragssteller. „Die Europäische Union ordnet Kernenergie als nachhaltige Energiequelle ein. Auf dieser Grundlage plädieren wir für den Weiterbetrieb sowie gegebenenfalls Neubau deutscher Kernkraftwerke als dritte Klimaschutzsäule neben Sonne und Wind“. Ob der Antrag auf dem Bundesparteitag beraten werden kann und zur Abstimmung kommt, hängt zunächst davon ab, ob er genügend Unterstützer gewinnen kann. 250 Parteimitglieder müssen sich bis zum 22. März anschließen, dann muss der Antrag in der Bundesgeschäftsstelle vorliegen. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler will den Antrag unterstützen und geht davon aus, „dass es noch mehr Anträge dazu geben wird“ – auch aus seinem Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe. „Die FDP muss diese Diskussion offensiver führen“, sagte Schäffler.

AFP

Grüne sprechen sich für Fortsetzung der Ukraine-Hilfen aus

Foto: Britta Haßelmann und Katharina Dröge, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Anlässlich des Jahrestages des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine haben sich die Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge und Britta Haßelmann, für eine Fortführung der Hilfen für die Ukraine ausgesprochen. „Wir unterstützen die Ukraine weiterhin mit allen Mitteln: humanitär, wirtschaftlich und auch mit militärischer Ausrüstung“, sagten sie am Freitag.

„Mit unseren Partnern in Europa und den USA setzen wir alles daran, dass Waffenlieferungen schnell und abgestimmt erfolgen. Die EU-Staaten bringen darüber hinaus das zehnte Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg“, so die Grünen-Politikerinnen. „Russland muss den Überfall auf die Ukraine unverzüglich beenden, die russischen Truppen sofort zurückziehen und die territoriale Integrität der Ukraine wiederherstellen. Diese eindrückliche Botschaft hat die UN-Vollversammlung mit ihrer Resolution erneut unmissverständlich unterstrichen und gezeigt: Putin ist international isoliert.“ Seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland 2014, stelle Putin die territoriale Integrität der Ukraine in Abrede, so Dröge und Haßelmann. Die Menschen in der Ukraine hätten gezeigt, dass sie sich Putin nicht unterwerfen wollen. „Sie kämpfen für Freiheit und Selbstbestimmung. Putin hat seine Ziele nicht erreicht.“ Die Ukraine werde fortbestehen, glauben die Grünen-Fraktionsvorsitzenden. „Putin hat den Westen nicht gespalten, die Gemeinschaft freier Demokratien in Europa, in der G7 und im transatlantischen Bündnis steht fest an der Seite der Ukraine.“

AFP

Regierung hat 183 neue Spitzenjobs in Ministerien geschaffen

Foto: Das frisch vereidigte Bundeskabinett am 8.12.21, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung unter Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat innerhalb des letzten Jahres 183 neue Spitzenjobs für Beamte in Ministerien geschaffen. Das geht aus einer Tabelle des Bundesfinanzministeriums hervor, die CDU-Politiker Paul Ziemiak angefragt hat und über die Business Insider berichtet.

Bei den Jobs geht es um Stellen der sogenannten B-Besoldung, für die je nach erreichter Stufe (B1 bis B11) ein Grundgehalt zwischen 7.200 und 15.000 Euro gezahlt wird. In der Regel sind das Referats- oder Abteilungsleiterposten sowie Spitzenpositionen in Behörden. Aus der Tabelle geht hervor: Die meisten der lukrativen Jobs wurden im Wirtschafts- und Energieministerium von Robert Habeck (Grüne) geschaffen. Insgesamt 33 neue B-Stellen gab es, die meisten auf Stufe B3 (Grundgehalt: 8.919 Euro) und B6 (Grundgehalt: 10.600 Euro). Vor allem auf Leitungsebene hatte Habeck das Personal kräftig aufgestockt, wie Business Insider bereits im März 2022 berichtet hatte. Getoppt wird der Aufwuchs nur vom neu errichteten Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unter Klara Geywitz (SPD), die 59 neue Stellen schuf. Finanzstaatssekretär Florian Toncar weist in einem Begleitschreiben zur Tabelle allerdings darauf hin, dass in diesem Fall der Zuwachs „überwiegend durch Umsetzungen begründet ist“. Überdurchschnittlich wuchsen auch das Kanzleramt (+20 Stellen), das Verteidigungsministerium (+16 Stellen) sowie das Auswärtige Amt und das Entwicklungshilfeministerium (jeweils +14 Stellen).

AFP

Fahrbahnmarkierung auf der Mindener Straße wurde unter Verzicht auf Gewährleistung beauftragt

Popup-Fahrradweg an der Mindener Straße / Foto: Pohlmann
Popup-Fahrradweg an der Mindener Straße / Foto: Pohlmann

Nun wird es wohl ein Wettlauf gegen die Zeit und die Witterung, denn die umfangreichen Fahrbahnmarkierungen für den Radweg zwischen Schinkel und Lüstringen wurden nicht fachgerecht aufgebracht, weil es die Stadtverwaltung so wollte. Bereits wenige Wochen nach der Markierung löst sich die Farbe teilweise wieder vom Asphalt.

Wie bereits von der Tageszeitung NOZ (hinter Paywall) in der vergangenen Woche veröffentlicht, wurde von Seiten der Stadtverwaltung beim Anlegen des Popup-Fahrradwegs an der Mindener Straße bewußt auf die sonst übliche Gewährleistung verzichtet.

Kosten der Baumaßnahme, für die es keine Mängelhaftung der ausführenden Fachfirma gibt: 40.000 Euro aus der Steuerkasse.

Auch wenn „Popup“ im allgemeinen Sprachgebrauch eine schnell eingerichtete, kurzfristige und nur vorübergehende Maßnahme bezeichnet (HASEPOST berichtete), gibt sich die Stadtverwaltung noch zwei Jahre Zeit, so lange muss die Farbe halten. Bis dahin soll die Mindener Straße dann aber umgeplant und umgebaut sein.

War das Wetter Anfang Februar gut genug für Straßenmarkierungsarbeiten?

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte ein Sprecher der Stadt Osnabrück. dass es richtig sei, dass Markierungsfirmen für Arbeiten in den Wintermonaten keine Gewährleistung übernehmen wird.

Popup-Fahrradweg an der Mindener Straße in Osnabrück
Der Popup-Fahrradweg an der Mindener Straße zerlegt sich schon wenige Wochen nach seiner Installation. / Foto: Pohlmann

Zur fachlichen Einschätzung heißt es: „Die Arbeiten wurden aufgrund der Witterungsbedingungen nicht früher ausgeführt. In der Woche der Ausführungen waren diese Bedingungen besser, weil es in dieser Woche abgesehen von einer geringen Menge am Montag keinen Niederschlag gab. Zwei weitere Kriterien sprachen für die Ausführung in dieser Woche: Zum einen ist ein vorrangiges Ziel der Verwaltung eine erhöhte Sicherheit im Radverkehr. Weil die Situation für Radfahrende an der Mindener Straße alles andere als gut war, sollten die Verbesserungen möglichst zeitnah erreicht werden. Diese Möglichkeit ergab sich durch die trockenen Bedingungen in besagter Woche.“

Stadt ist optimistisch: Im Jahr 2025 wird die Mindener Straße komplett umgebaut

„Das zweite Argument für die Ausführung in der Woche ist die Tatsache, dass die Mindener Straße im Jahr 2025 grundhaft erneuert wird. Das gab den Fachleuten die Möglichkeit, den kühlen Witterungsverhältnissen durch ein Erwärmen der Asphaltdecke entgegenzuwirken und somit das Markieren zu ermöglichen. Weil die Asphaltdecke bei diesem Verfahren Schaden nehmen kann, wäre dieses Verfahren bei einer neueren Decke nicht angewandt worden. Unter den Voraussetzungen einer geplanten Erneuerung in rund zwei Jahren war es jedoch unter Abwägung der einzelnen Argumente vertretbar. Mit Blick auf eine Gewährleistung kommt in diesem Zusammenhang sogar noch ein Punkt hinzu: Weil die Asphaltdecke inzwischen veraltet ist und der Zustand zumindest teilweise dementsprechend, wäre es nicht gesichert gewesen, dass Markierungsfirmen zu einem späteren Zeitpunkt bei besserer Witterung die volle Gewährleistung übernommen hätten. Entscheidend ist, dass es sich – wie im Namen des Projektes deutlich wird – um eine vorläufige „Pop-up“-Lösung handelt, die in absehbarer Zeit durch eine grundhafte Erneuerung ersetzt wird und die ab sofort dafür sorgt, dass Radfahrende auf der Mindener Straße deutlich sicherer unterwegs sind als zuvor.“

Markierungsarbeiten Mindener Straße
Markierungsarbeiten entlang der Mindener Straße in der ersten Februarwoche 2023. / Foto: Markus Oliver Braun

Auf explizite Nachfrage unserer Redaktion wird nochmals bestätigt: „Der Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen geht von einer Umsetzung im Jahr 2025 aus.“

Verzicht auf Gewährleistung wurde von ganz oben abgesegnet

Zur Übernahme der Verantwortung für den Verzicht auf die Gewährleistung heißt es: „Der Vorstand [Anmerkung der Redaktion: Die Oberbürgermeisterin und die vier hauptamtlichen Stadträte] hat bereits Ende Oktober festgelegt, dass Markierungsarbeiten im Rahmen von Projekten, die den Radverkehr deutlich sicherer machen, nach abgeschlossener Planung so zeitnah wie möglich umzusetzen sind. Diese Möglichkeit ergab sich nach Einschätzung der Fachverwaltung in besagter Woche (siehe oben), sodass die Arbeiten freitags in Auftrag gegeben wurden und montags begannen. Eine weitere Anweisung des Vorstandes zu dieser konkreten Beauftragung hat es nicht gegeben.“

Auch die bereits in die Öffentlichkeit gelangte Information über die Kosten in Höhe von 40.000 Euro für eine Fahrbahnmarkierung ohne Gewährleistung wurden von der Verwaltung bestätigt. Die Antwort lautet knapp: „Ja.“

 

AFP

Pink auf Platz eins der deutschen Album-Charts

Foto: Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Baden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Pink steht an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit.

Mit „Trustfall“ landet sie somit ihre dritte Nummer-1-Platte nach „I`m Not Dead“ (2006) und „The Truth About Love“ (2012). Die Hamburger Band Deichkind („Neues Vom Dauerzustand“) folgt dahinter auf Platz zwei. Rapper „LX“ („Clouds“), Kool Savas und „Takt 32“ („Moai“) und „Die Schlagerpiloten“ („Das Beste“) belegen die Plätze drei bis fünf. In den Single-Charts bleiben die Spitzenplätze unverändert: Udo Lindenberg und „Apache 207“ stehen mit „Komet“ auf Platz eins, dahinter folgen Miley Cyrus („Flowers“) und Ayliva und Mero („Sie weiß“).

Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.

AFP

Erste Öl-Lieferung aus Kasachstan wird zu PCK Schwedt gepumpt

Foto: Raffinerie PCK in Schwedt, über dts Nachrichtenagentur

Schwedt (dts Nachrichtenagentur) – Das kasachische Öl-Exportunternehmen Kazmunaigaz versorgt die Raffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt mit einer ersten Öllieferung. Käufer des Öls ist Rosneft Deutschland, die unter Treuhandschaft der Bundesnetzagentur stehende Tochtergesellschaft des russischen Ölkonzerns Rosneft.

„Wir haben den Zuschlag bekommen“, sagte ein Sprecher von Rosneft Deutschland dem „Handelsblatt“. Der Zuschlag umfasse zunächst 20.000 Tonnen. „Die Verpumpung des Öls beginnt jetzt sofort“, ergänzte der Sprecher am frühen Freitagnachmittag. Es handele sich um eine Testlieferung. Falls der Pipeline-Transport technisch ohne Probleme erfolge, bestehe die Möglichkeit, weitere Mengen in Kasachstan zu kaufen.

AFP

Roth reagiert skeptisch auf Chinas Ukraine-Initiative

Foto: Chinesische Flagge, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), hat skeptisch reagiert auf die Initiative aus Peking zu einer Lösung für den Krieg Russlands gegen die Ukraine. Ohne eine Absage chinesischer Waffenlieferungen an Moskau und ohne eine Aufforderung zum russischen Truppenabzug aus der Ukraine komme China als Verhandlungsführer nicht in Frage, sagte Roth dem TV-Sender „Welt“.

„Ich erwarte, dass China seine Haltung klärt. Will es wirklich zu einer friedlichen Lösung beitragen, dann ist es entscheidend, dass die russischen Truppen sich von ukrainischen Staatsterritorien zurückziehen müssen. Und: Ist China bereit, auf die möglicherweise schon beschlossenen Waffenlieferungen nach Russland zu verzichten“, sagte der SPD-Politiker. „Denn man kann nicht einerseits über Frieden reden und andererseits den Aggressor, der verantwortlich ist für diesen Angriffskrieg, mit Waffen unterstützen.“ Grundsätzlich sei es „gut, wenn eine Supermacht wie China sich zur territorialen Integrität und zum Frieden bekennt“, sagte Roth. „Aber der Vorschlag beinhaltet nichts Neues. Ich will daran erinnern, dass Bundeskanzler Scholz bei seinem Besuch in Peking bereits erreicht hatte, dass China ein klares Stoppsignal Richtung Kreml sendet: Atomwaffen dürfen nicht angewendet werden und es darf auch nicht mit ihnen gedroht werden.“ Was er gut finde, sei ein klares Bekenntnis dazu, dass die Atomkraftwerke in der Ukraine geschützt werden müssten, so Roth.

„Auch darüber wird ja seit Monaten schon verhandelt, aber Russland ist dazu überhaupt nicht bereit.“

AFP

Cycle 4 Change kritisiert desolate Situation für Radfahrende an der Pagenstecherstraße

cycle4change Protest-Anhänger an der Pagenstecherstraße
cycle4change Protest-Anhänger an der Pagenstecherstraße. / Foto: Pohlmann

Vor etwa drei Jahren stürzte eine 18-jährige Frau an der Pagenstecherstraße mit ihrem Fahrrad vor einen LKW und verstarb an den Unfallfolgen. Seitdem steht die Pagenstecherstraße regelmäßig auf der Agenda von Stadtratssitzungen. Hauptanliegen ist, die Sicherheit für Radfahrende zu erhöhen – doch auf eine Lösung konnte sich die Stadtverwaltung noch nicht einigen. Die Fahrrad-Initiative Cycle 4 Change kritisiert mit Fahrradanhängern entlang der Pagenstecherstraße die desolate Situation für Radfahrende.

Fahrradanhänger mit provokanten Schriftzügen wie „Tote Radfahrer statt Verkehrssicherheit?“, „Radfahrer nicht willkommen!“ und „Todeszone für Radfahrer“ sollen auf die unsichere Verkehrssituation aufmerksam machen. Hinter den Schildern steckt die Initiative Cycle 4 Change. „Vor Jahren hat die Stadt gesagt, dass sie an der Situation etwas ändern will. Dann gab es ein langes hin- und her und jetzt hängen wir wieder dort, wo wir angefangen haben“, bemängelt Cycle 4 Change-Mitglied Uwe Trettin die aktuelle Lage. Mit den Fahrradanhängern will er Druck aufbauen, damit die Stadt schneller handelt.

Infrastruktur „mehr als frustrierend“

In den Augen Trettins sei die Fahrradinfrastruktur nicht nur auf der Pagenstecherstraße, sondern in ganz Osnabrück „mehr als frustrierend“. Cycle 4 Change gehe es vor allem um Verkehrssicherheit für Radfahrende, die vielerorts nicht gegeben sei. „Die Radwege sind an vielen Stellen zu schmal. Oft hängen schon die Seitenspiegel von Autos auf den Radwegen. Überholmanöver von Autos sind auf schmalen Straßen deshalb fast immer gefährlich.“

Anhänger sollen wandern

Uwe Trettin plant, die Fahrradanhänger durch die ganze Stadt wandern zu lassen. Sie sollen an verschiedenen Straßen stehen, bei denen die Initiative die Sicherheit von Radfahrern als gefährdet sieht. In den Stehpausen sollen sie außerdem als Gratis-Anhänger über Tauschbörsen fungieren, „beispielsweise für Menschen, die einen großen Einkauf oder ihre Kinder transportieren wollen.“

AFP

Ein Jahr nach Kriegsbeginn: 4.000 ukrainische Flüchtlinge leben im Landkreis Osnabrück

Vor dem Kreishaus im Landkreis Osnabrück
Kreishaus Osnabrück / Foto: Landkreis Osnabrück

Vor einem Jahr wurde die Ukraine von Russland angegriffen, seitdem herrscht ein Angriffskrieg. Knapp eine Million Geflüchtete aus der Ukraine kamen nach Deutschland um Schutz zu suchen, 4.335 Menschen in den Osnabrücker Landkreis. Dieser zieht nun ein positives Fazit.

Von den 4.335 geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern aus dem Osnabrücker Landkreis ist die Hälfte minderjährig und gut zweidrittel weiblich. Bereits 1.000 Kinder kamen in Schulen und Kitas unter, um den Geflüchteten eine Perspektive zu bieten. Der Landkreis Osnabrück zieht nach einer vorerst herausfordernden Zeit nun ein positives Fazit.

Situation der knappen Unterkünfte erfolgreich bewältigt

„Die Lage war und bleibt herausfordernd. Mit einem großen Kraftakt vor allem auf Seite der Kommunen ist es uns bisher gelungen, allen Menschen ein Dach über dem Kopf bereitstellen zu können“, beschreibt Landrätin Anna Kebschull. Die Kapazität in Wohnungen in Privatunterkünften ist ausgeschöpft, es gibt allerdings 15 Gemeinschaftsunterkünfte in Gebäuden, z. B. Büroräume, die als Unterkunft für die Geflüchteten dienen. Durch die Zusammenarbeit von Gemeinden und Kommunen konnte die herausfordernde Situation erfolgreich bewältigt werden. „Dies gilt auch für den Bereich der Registrierung der Ankommenden und Erteilung der Aufenthaltstitel“, betont Kreisrat Winfried Wilkens. „Seit Februar 2022 sind von der Ausländerbehörde knapp 4.700 Aufenthaltstitel nach Paragraph 24 des Aufenthaltsgesetzes ausgestellt worden.“

Weiterhin großes Interesse an Sprach- und Integrationskursen

Für die Integration in den Arbeitsmarkt ist eine deutsche Sprachkenntnisse unabdingbar. Die Tochtergesellschaft des Landkreises Osnabrücks „MaßArbeit“ steht im engen Austausch mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Dadurch können genug Integrations- und Sprachkurse angeboten werden. „Die Geflüchteten sind sehr motiviert und haben ein starkes Interesse daran, die deutsche Sprache zu erlernen, sich zu qualifizieren und hier zu arbeiten“, erzählt Lars Hellmers vom Vorstand der MaßArbeit. „Um den großen Bedarf decken zu können – für Menschen unterschiedlicher Herkunft – streben wir außerdem eine möglichst unbürokratische Ausweitung von spezifischen Kursformaten wie Intensivkursen und Jugendintegrationskursen an“, ergänzt Hellmers. Rund 1.000 Erwachsene haben an Sprach- und Integrationskursen teilgenommen, ein Viertel davon konnte von der „MaßArbeit“ direkt in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden.

Aktuell weniger Flüchtende – kommende Situation unklar

Nach einem Jahr des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine und zwei Wochen nach der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien, kann noch nicht gesagt werden, wie die Zukunft aussehen wird. Allerdings betont Landrätin Kebschull: „Ich danke den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich bei uns in der Region weiterhin so engagiert für Geflüchtete einsetzen.“

AFP

Wiedereröffnung: „The Lounge“ kehrt am Flughafen Münster/Osnabrück mit neuem Betreiber zurück

"The Lounge" eröffnet am FMO. / Foto: FMO
"The Lounge" eröffnet am FMO. / Foto: FMO

Am Flughafen Münster/Osnabrück wurde jetzt die „The Lounge“ wiedereröffnet. Neuer Betreiber ist der amerikanische Lounge Spezialist Global Lounge Network (GLN), der weltweit über 30 Lounges an Flughäfen betreibt.

Auf über 200 Quadratmetern bietet die Lounge am FMO eine exklusive Wohlfühloase, in der man die Zeit bis zum Abflug verbringen kann. Neben Sitzgruppen stehen den Fluggästen ein großes Sortiment an Snacks und kleinen Speisen, Kaffee- und Teespezialitäten, alkoholischen Getränken und Softdrinks sowie an Zeitschriften zur Verfügung. Auch kostenfreies WLAN ist natürlich vorhanden. Beliebt war die Lounge bislang vor allem bei Vielfliegern und Geschäftsreisenden.

Es wird eine Auswahl an Snacks, kleinen Speisen und Getränken geben. / Foto: FMO
Es wird eine Auswahl an Snacks, kleinen Speisen und Getränken geben. / Foto: FMOGeöffnet von 5 bis 22 Uhr

Geöffnet von 5 bis 22 Uhr

The Lounge befindet sich hinter der Sicherheitskontrolle im Abflugbereich gegenüber Gate C 13. Geöffnet hat sie täglich zwischen 5 Uhr und 22 Uhr. Freien Zutritt zur Lounge haben Lufthansa-Vielfliegerstatuskunden (HON Circle Member, Senator, Star Alliance Gold) sowie First Class- und Business Class-Gäste. Ebenso werden die Inhaber von Priority Pass, Lounge Key und Lounge Pass freien Eintritt haben.

The Lounge heißt aber auch alle anderen Fluggäste willkommen: Das Zugangsticket kann direkt am Empfangs-Counter in der Lounge für 26 Euro pro Person gekauft werden.

AFP