Deutschland & die Welt Folgt dem Abschied vom Bargeld nahtlos die kontaktlose Bezahlung?

Folgt dem Abschied vom Bargeld nahtlos die kontaktlose Bezahlung?

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Die politische Diskussion dazu, ob Bargeld ein Auslaufmodell darstellt und abgeschafft werden soll, ist noch längst nicht verhallt. Nun bringen neue Umfrageergebnisse das Thema wieder auf die Agenda – und diese sagen, dass jeder dritte Befragte sich wohl ein Leben ohne Bargeld vorstellen könnte. Ein Detailblick auf die Altersgruppen zeigt auch: Knapp die Hälfte (46 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen ist dafür, Bargeld abzuschaffen. Die ältere Generation (zwischen 50 und 69 Jahren) hängt sehr an den alten Zahlungsmitteln. Die Umfrage unterstrich auch, dass die Befragten vor allem an ihren bisher gewohnten Zahlungsmodalitäten hängen, was bedeutet: Die ältere Generation zahlt bar, die Jüngeren zahlen bargeldlos. Welche Optionen es mittlerweile gibt, verrät dieser Beitrag.

Titelfoto: EC- und Kreditkarten sind längst ein akzeptiertes Zahlungsmittel und werden wohl der erste Schritt nach dem Abschied vom Bargeld sein. Wie schnell dann ohne Karte, ohne Unterschrift und ohne PIN kontaktlos bezahlt wird, wird sich zeigen.

Die Klassiker: EC- und Kreditkarte

Bereits im Jahr 2019 feierte das Plastikgeld einen historischen Erfolg, denn der Bargeldanteil beim deutschen Umsatz sank unter 50 Prozent, was bedeutet: Mindestens jeder Zweite zückte Plastikgeld, anstatt mit Münzen und Scheinen zu bezahlen (vgl. https://www.welt.de/wirtschaft/article193063435). Die „neue“ Plastikgeld-Mehrheit zückte vor allem die Girocard mit PIN (30,1 Prozent) und die Girocard mit Unterschrift (10 Prozent). Die Kreditkarte lag bei dieser Befragung bei 6,9 Prozent. Zum Vergleich: Laut der Bankenstudie 2017 wurden nur zwei Jahre vorher noch 74 Prozent der Transaktionen bar abgewickelt. Allerdings zeigte sich auch schon zu dieser Zeit: Der Bargeldanteil am Gesamtumsatz fällt und die Nutzung von Debitkarten wird immer beliebter.

Offensichtlich hat es die Girocard deswegen zur beliebtesten Karte geschafft, weil die Bezahlung schnell funktioniert, die Karte überall akzeptiert wird und auch die Anwendung mit einem kurzen Nummern-PIN oder einfach nur via Kontakt auf dem Bezahlcomputer wahrlich einfach ist. Richtig gelesen, die Unterschrift, die einst noch zwingend nötig war, wenn mit Karte bezahlt wurde, liegt deutlich abgeschlagen bei gerade einmal zehn Prozent. Der Grund: Kontaktlose Zahlungsmethoden erfordern immer seltener die Unterschrift des Kontoinhabers. Und weiter gesponnen werden sie in der Zukunft auch immer seltener von Plastikgeld abhängig machen und stattdessen die Zahlung via Smartphone ermöglichen, was später im Artikel noch thematisiert werden soll.

Gerade im Online-Bereich sind Prepaid-Bezahlvarianten werden immer beliebter. Sie sind ein Schutzschild für die Finanzen und für die persönlichen Daten.
Gerade im Online-Bereich sind Prepaid-Bezahlvarianten werden immer beliebter.
Sie sind ein Schutzschild für die Finanzen und für die persönlichen Daten.

Anonym und sicher: Prepaidkarten

Einst war die Prepaidkarte nur bekannt vom Handy. So startete der Erfolgskurs der Prepaidkarte häufig in den Handys von Jugendlichen, die zwar erreichbar sein wollten, aber nicht das nötige Kleingeld hatten, um jeden Monat die Kosten für einen Vertrag zu bezahlen. Das Prepaid-Modell sah also vor, dass eben diese Jugendlichen ihre Telefonkarte aufladen konnten – mit Taschengeld oder mit Geld, das sie von Eltern, Tanten, Onkels und Großeltern geschenkt bekommen haben. War das Guthaben verbraucht, konnten sie zwar noch erreicht werden, aber selbst aktiv zu werden, war erst möglich, wenn wieder Geld auf die Karten geladen wurde.

Dasselbe Prinzip gibt es nun zuhauf. Es gibt Prepaid-Kreditkarten, die verhindern, dass die Shopping-Tour ins Unermessliche erwächst – ohne die Kosten im Blick zu haben. Auch hier gilt: Erst muss Guthaben auf die Karte geladen werden. Dann kann damit bezahlt werden. Eine beliebte Variante der Prepaid-Debitkarte ist die paysafecard, die Zahlungen übers Internet ermöglicht und dabei sowohl mit einem Guthaben befüllt ist, als auch die persönlichen Daten der Bezahlenden unter Verschluss hält, was bedeutet: Trotz der Bezahlung mit Plastikgeld bleiben die Daten des Zahlenden geschützt, was im Detail unter https://casinopilot24.com/zahlungsmethoden/paysafecard nachzulesen ist.

In einem Café Kleinstbeträge kontaktlos via Smartphone zu bezahlen, wird immer wahrscheinlicher.
In einem Café Kleinstbeträge kontaktlos via Smartphone zu bezahlen, wird immer wahrscheinlicher.

Zukunftsmusik: Kontaktlose Kartenzahlungen

Kontaktlose Kartenzahlungen als leise Melodie der Zukunft zu bezeichnen, wäre falsch, denn die Möglichkeiten sind präsenter denn je. Bereits im Jahr 2017 – also im Jahr der Einführung von Bezahl-Apps und Co. – schnellte die Zahl der Nutzer bereits auf über fünf Prozent, kontaktlose Zahlvarianten lagen bei einem Prozent und Internet-Bezahloptionen pendelten sich auf vier Prozent ein, wie in der Studie des Bankenverbands unter https://www.bundesbank.de/resource nachzulesen ist. Bereits damals stand die Langzeitplanung fest: Bis Ende 2019 soll ein Großteil des Plastikgeldes kontaktlos nutzbar sein. Und die Rechnung scheint aufzugehen: Zwischen 32 und 39 Prozent der Kartenbesitzer setzen aktuell bereits auf die kontaktlose Bezahlvariante.

Doch was bedeutet kontaktlos zu bezahlen eigentlich in der Praxis? Das heißt, dass der Kauf abgewickelt wird, ohne die PIN-Nummer einzugeben, ohne dafür eine Unterschrift leisten zu müssen und natürlich ohne nach Münzen und Scheinen suchen zu müssen. Ob die eigene Kreditkarte dies kann, zeigt ein Blick auf das Plastikgeld. Ein kleines Funksymbol in der Ecke der Karte soll zeigen, ob es möglich ist, mit der Kreditkarte zu bezahlen – ohne sie aus dem Portemonnaie holen zu müssen. Technisch möglich wird dieses kontaktlose Bezahlverfahren durch NFC, was übersetzt „Nahfeldkommunikation“ heißt. Um auf diesem Weg bezahlen zu können, braucht es eine entsprechende Karte, ein Smartphone oder ein anderes Endgerät, das die Funktion unterstützt.

Praxistipp: Wer aktuell über ein älteres Smartphone-Modell verfügt, ist übrigens nicht direkt abgekoppelt von der kontaktlosen Bezahl-Welt. Mittlerweile geben die Mobilfunkbetreiber NFC-Tags aus, die sich leicht aufs Smartphone kleben lassen.


Redaktion Hasepost
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