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Mösers Meinung – zum Thema „Staat“

Mösers Meinung – zum Thema „Staat“
Mösers Meinung – zum Thema „Staat“

Guten Abend,

ich hoffe, alles ist gut!
Sie haben es bestimmt auch schon mitbekommen: überall ist Herbst. Die Zeit rast dahin, der Sommer ist nur noch eine vage Erinnerung, ein paar verblasste Bilder von Sonne, von Strand, Meer und leuchtend grünen Wiesen. Vergangenheit. Ein Blick aus dem Fenster auf die grauen Wolken am Himmel, auf den regennassen Asphalt und die menschenleeren Straßen – und man weiß einfach, daß die schönen hellen Tage vorbei sind. Die Uhr wird mal wieder auf Winterzeit umgestellt, das nervende Halloween-Fest rückt unausweichlich näher, dann die toten Sonntage und am Ende ist Weihnachten.
Das Jahr ist gelaufen und eine gewissen Melancholie macht sich vielerorts breit.

Mösers Meinung - Hasepost - Herbst

Ich bin vor ein paar Tagen am Herrenteichswall spazieren gegangen, weil ich nach einer durchzechten Nacht einen klaren Kopf brauchte und weil mir die frische Luft immer wieder gut tut. Man wird schließlich nicht jünger.
Da kam mir ein junges Pärchen entgegen, Arm in Arm, ziemlich verliebt, freudestrahlend und ganz in sich selbst versunken. Ich wurde neidisch und nachdenklich zugleich. Den beiden Verliebten schien das Osnabrücker Schmuddelwetter nichts auszumachen, sie grinsten übers ganze Gesicht wie zwei Honigkuchenpferde. In ihren Augen war das zu erkennen, was das Leben und die Liebe ausmacht: die Freude auf die Zukunft, auf jeden gemeinsamen Augenblick, auf die Abenteuer, die noch zu bestehen sind. Die beiden genügten sich selbst, sie brauchten niemanden zu ihrem Glück, denn sie hatten es selbst in die Hand genommen. In ihren Augen war keine Spur von Sehnsucht nach dem starken Staat, nach Vorschriften und Verordnungen, nach einem TTIP-Abkommen, einem Nichtraucherschutzgesetz oder einer Vorratsdatenspeicherung, nach mehr Politessen zur Überwachung des ruhenden Verkehrs oder einer Baumschutzsatzung. Davon wollten die beiden offensichtlich nichts wissen. Dabei sind sie es doch, wofür diese ganzen Dinge erfunden und umgesetzt werden. Der ganze Zinnober soll ihnen helfen, sich im Leben zurechtzufinden, man will sie vor den unzähligen Gefahren, die täglich auf uns lauern, beschützen. Ob sie diese Hilfe wollen, danach wird nicht gefragt. Schließlich meint man es ja nur gut. Wirklich? Ich habe da so meine Zweifel.

Ich glaube, der Staat mit seinen zahlreichen mehr oder weniger nützlichen Institutionen, mit seinen Helfern und Helfershelfern nimmt sich viel zu wichtig. Er soll für die Menschen da sein, und er soll seine Daseinsberechtigung vor allem darin sehen, das Leben der Menschen einfacher und besser zu machen. Leider ist davon oft nicht viel zu spüren. Ganz im Gegenteil: alles scheint immer komplizierter zu werden, immer unübersichtlicher, immer unverständlicher. Und statt den Menschen ein Gefühl der Sicherheit, des Zusammenhalts und der Zugehörigkeit zu geben, statt komplizierte Sachverhalte zu erklären und Dinge auf den Punkt zu bringen, stattdessen wird vor allem viel rumgeschwafelt und mit immer neuen Verordnungen gedroht. Ich finde das nicht gut.
Der Staat muß für die Menschen da sein, nicht die Menschen für den Staat. Wir erleben zur Zeit eine Entwicklung, die genau das Gegenteil bewirkt, und weit und breit regt sich kaum Widerstand. Der Staat wird immer stärker und seine Bürger werden immer schwächer. Wohin soll das führen?

Natürlich müssen die ganz großen Dinge angepackt werden, die Flüchtlingskrise, die Zukunft Europas, der Frieden in der Welt. Aber vor allem anderen muß das Leben lebenswert sein. Das ist die Aufgabe des Staates. Daran hat er zu arbeiten. Für die Menschen, die in ihm leben. Der Rest sind nur Details. Wir sollten das nicht vergessen.

Bis nächsten Freitag und liebe Grüße!

Ihr

Justus Möser


Hier alle bislang erschienenen Kolumnen von Justus Möser.

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Zwergotternachwuchs im Zoo Osnabrück

Zoo Osnabrück Zwergotter Nachwuchs
Eine quirlige Rasselbande: Gleich sechsfachen Nachwuchs gibt es bei den Asiatischen Zwergottern im Zoo Osnabrück zu vermelden

Anfang September brachte das Osnabrücker Zwergotter-Weibchen Haima sechs Jungtiere zur Welt. Zoomitarbeiter untersuchten vergangenen Mittwoch den Nachwuchs und ermittelten die Geschlechter. Die vier im vergangenen Jahr geborenen Geschwister verlassen in diesen Tagen den Zoo.

Auf der Anlage der Asiatischen Zwergotter ist es zurzeit ziemlich wuselig, denn die Gruppengröße hat sich auf einen Schlag verdoppelt: Am 7. September kamen Sechslinge zur Welt. „Sechs Zöglinge sind schon eine ordentliche Hausnummer – schließlich bringen Zwergotter in der Regel zwei bis vier Junge zur Welt“, erklärt Tierpfleger Kai Budde. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Assistenten Tobias Klumpe untersuchte er am vergangenen Mittwoch die mittlerweile sechs Wochen alten Jungtiere. Die Zoomitarbeiter ermittelten die Geschlechter und setzten dem Nachwuchs Micro-Chips zur Wiedererkennung ein, die auch bei Haustieren üblich sind.

Gerechte Geschlechterverteilung bei den Ottern

Zoo Osnabrück Zwergotter Nachwuchs
Tierpfleger Kai Budde untersucht mit Kollege Tobias Klumpe den Nachwuchs bei den Asiatischen Zwergottern im Zoo Osnabrück.

Bei der Untersuchung stellten Klumpe und Budde fest: Bei den Osnabrücker Zwergottern geht es „gerecht“ zu. Denn nachdem im vergangenen November zwei Weibchen und zwei Männchen zur Welt kamen, sind es nun jeweils drei. Die Sechs sind wohlauf und schlafen noch viel. „In den ersten Wochen halten sich die bei der Geburt nackten Jungtiere nur in der Wurfhöhle auf und sind nicht zu sehen“, so Budde. „Mittlerweile steht aber Schwimmenlernen auf dem Stundenplan der Rasselbande, denn das müssen die kleinen Raubtiere tatsächlich erst lernen.“ So können Besucher derzeit Mutter Haima dabei beobachten, wie sie den Nachwuchs ins Wasser stupst. Wenn ein Junges beim Schwimmen Hilfe braucht, ist die Mutter sofort zur Stelle, um den Spross aus dem Wasser zu holen. Auch bei der Jungenaufzucht herrscht Gleichberechtigung: Der Vater kümmert sich ebenfalls um die Kleinen. „Immer wieder holt Vater Ambu den Jungtieren Futter ran. Das frisst er allerdings dann doch selber, denn die Jungen ernähren sich zurzeit nur von Muttermilch“, schmunzelt der Tierpfleger. Die ersten 80 Tage steht nur Milch auf dem Speiseplan der als „gefährdet“ eingestuften Zwergotter, bevor der Nachwuchs auf Stinte, Hackfleisch und Ei umsteigt.

Zoo Osnabrück Zwergotter Nachwuchs
Besucher können den Nachwuchs der Asiatischen Zwergotter mit ein bisschen Glück im Tetra-Aquarium im Zoo Osnabrück beobachten.

Bald im Tetra-Aquarium zu sehen

Bis vergangenen Mittwoch wuselten insgesamt 12 Asiatische Zwergotter über die Anlage: Mutter, Vater, vier Jungtiere aus dem vergangenen und die Sechslinge aus diesem Jahr. Zwei der knapp ein Jahr alten Tiere wurden nun in eine zoologische Einrichtung in den Niederlanden gegeben, die anderen beiden werden in wenigen Wochen folgen. „Mit etwa einem Jahr werden Zwergotter geschlechtsreif und müssen daher in eine andere Gruppe. Sonst geraten sie mit dem Vater aneinander“, erklärt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo. „Nicht nur für die Elterntiere ist die Jungenaufzucht eine wichtige Erfahrung, sondern auch für die Geschwister: Auf diesem Weg lernen sie, wie sie Jungtiere versorgen.“

Wie sich die kleinen Otter entwickeln, können  Besucher zurzeit noch auf der rund 300 Quadratmeter großen Außenanlage beobachten. In den kommenden Wochen zieht die Otterfamilie in die Innenanlage im Tetra-Aquarium, die im Sommer von Wasserschildkröten bewohnt wird. In dem mit Wurzeln und Lavasteinen gestalteten Innenbereich gegenüber vom Karpfenstreichelbecken schlägt die Familie ihr Winterquartier auf und ist vom Besucherbereich des Tetra-Aquariums gut zu sehen.

Zoo Osnabrück Zwergotter Nachwuchs
Eine quirlige Rasselbande: Gleich sechsfachen Nachwuchs gibt es bei den Asiatischen Zwergottern im Zoo Osnabrück zu vermelden

 

Wissenswertes zum Asiatischen Zwergotter (Aonyx cinerea)

Der asiatische Zwergotter ist mit einer Gesamtlänge von nur 90 Zentimeter und einem Gewicht von 6 Kilogramm die kleinste Otterart. Zwergotter sind in Südostasien beheimatet und leben immer in der Nähe von Wasser. Dabei bevorzugen sie stehende oder ruhig fließende Gewässer. Durch ihr wasserabweisendes, dichtes Fell, verschließbare Ohren und winzige Schwimmhäute zwischen den Zehen sind sie optimal an ihren nassen Lebensraum angepasst. Der Zwergotter wird auch  als Krallenotter bezeichnet. Dies verdankt er seinen kurzen, fingernagelartigen Krallen. Mit seinen empfindlichen Tastsinnesorganen an den Fingern spürt der Zwergotter Würmer und andere im Bodengrund lebende Tiere auf. Der Zwergotter kann mit seinem kräftigen Gebiss mühelos Krebse, Schnecken und Muscheln knacken. Zwergotter werden von der Weltnaturschutzorganisation als gefährdet eingestuft: Durch die Zerstörung des Lebensraums gehen die Bestände der Raubtiere zurück. Zu ihren natürlichen Feinden zählen Krokodile und Schlangen.

 Fotos: Zoo Osnabrück (Hanna Rickert)

 

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Danke an den ehrlichen Finder aus Osnabrück

Rucksack Osnabrück
Danke an den ehrlichen Finder aus Osnabrück

+++ Update+++    +++ Update++++

Die Finderin hat sich gemeldet und so konnte ich mich persönlich bedanken! Vielen Dank auch noch Mal auf diesem Weg!

 

Ja, ich bin hektisch. Manchmal versuche ich dann auch noch 5 Dinge auf einmal. So wie gestern Abend:
Aus dem Weg vom Büro zum Auto klingelte das Handy. Also bin ich rangegangen und habe telefonierend den Wagen aufgemacht und – oh der Akku ist ja fast leer – das Telefon an das Ladekabel im Auto angeschlossen.

Dann mal los, erst hier hin, dann dort hin, dann nach Hause. Beim Aussteigen fällt mir auf: Der Rucksack ist gar nicht im Auto.
Also zurück ins Büro, den Rucksack holen. Doch oh Schreck, hier war er auch nicht. So langsam erfasste mich ein Gefühl von Panik: Im Rucksack befand sich das MacBook, welches der HASEPOST gehört, aber auch mein Portemonnaie, natürlich mit ALLEN Papieren, Karten, Bargeld…

Rucksack Hasepost
Wer hat ihn abgegeben?

Nach anstrengendem Überlegungen war mir klar: Auf dem Weg vom Büro zum Auto ist er „verloren“ gegangen. Nein, ich war nicht auf dem Klo, auch in der Kaffeeküche nicht mehr (habe trotzdem geschaut). Also muss ich ihn mit zum Auto genommen haben, beim Telefonieren abgelegt, aber nicht ins Auto gelegt haben. Ich bin dann mit Hilfe des Fernlichts und einer Taschenlampe den gesamten Parkplatz und die angrenzende Wiese abgelaufen. NIX. Ein Anruf bei der Polizei ergab, dass  es dem wachthabenden Beamten schon mal passiert war, eine Mappe mit wichtigen Papieren auf dem Dach vergessen zu haben, die zum  Glück wieder abgegeben wurde, aber er habe leider keine sachdienlichen Hinweise zu meinem Rucksack. Immerhin nahm er meine Personalien auf (ist man ohne Personalausweis eigentlich noch wer in Deutschland?) und versprach, sich zu melden, wenn sich etwas tut.

Nach einer ziemlich schlaflosen Nacht kam ich mit schlechtem Gewissen in die Redaktion und beichtete den Verlust des MacBooks.
Dann bin ich runter zu den netten Kollegen am Empfang hier im ICO im Wisschenschaftspark und fragte mit wenig Hoffnung, ob vielleicht jemand heute morgen einen Rucksack abgegeben habe.

UND JA, es hat wirklich gestern abend spät jemand meine Tasche gefunden, sie vor dem Regen gesichert und heute morgen hier abgegeben! Es war noch alles da, es fehlte nicht ein Cent.

Leider wurde kein Name notiert. Daher hier die Bitte an alle Leser: Falls jemand weiß, wer den Rucksack heute nacht trocken verwahrt und heute hier abgegeben hat, ich würde mich sehr gerne persönlich bedanken!

 

 

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Zurück in die Zukunft in der Filmpassage Osnabrück

Doc Emmet L Brown Filmpassage Osnabrück
Zurück in die Zukunft in der Filmpassage Osnabrück

3x „Zurück in die Zukunft“ in einer Nacht? HASEPOST-Herausgeber Heiko Pohlmann hat es sich „angetan“ und sich in der vergangenen Nacht nochmal die Filme angeschaut, die seine Erwartungen vom Jahr 2015 geprägt haben – zumindest in den 80er Jahren.

Die Teenager von damals bringen heute ihre Kinder mit

Das Publikum in den drei nahezu ausverkauften Sälen war erstaunlich gemischt. Trotz der recht späten Zeit, aber wohl auch wegen der günstig gelegenen Herbstferien, hatten einige Fans sogar ihre Kinder mitgebracht. Mama und Papa konnten so zeigen, wie man sich vor 30 Jahren die jetzige Gegenwart vorgestellt hat.

Nicht ohne sein Hoverboard wollte dieser Kinobesucher sein.
Zurück in die Zukunft in der Filmpassage Osnabrück

Eltern, die vermutlich bei der Kinopremiere selbst noch Kinder waren. Ob die damals in den 80er Jahren wohl bis um 2 Uhr ins Kino gedurft haben? Obwohl: Damals wurde in einigen Osnabrücker Kinos noch geraucht. Und ja, das Jahr 2015 war ferne Zukunft. Willkommen im Heute: die Zukunft ist jetzt da.

Ich selbst habe mich bei den ersten beiden Teilen mehrfach gefragt: „Hast Du das eigentlich schon mal auf der Leinwand gesehen?“ Vermutlich nicht, die meisten Erinnerungen hängen mit VHS-Videokassetten zusammen, und der üblich schlechten Qualität, die Bild und Ton nach einer gewissen Zeit bekamen. Zu Bild und Ton gleich noch mehr.
Beim dritten Teil war ich mir hingegen sicher, den hatte ich bestimmt nicht im Kino gesehen. In meiner Erinnerung war bei der Premiere des finalen Teils, nur ein Jahr nach dem großartigen zweiten Teil, bereits klar, dass er nicht an den Erfolg anschließen konnte.
Mit dem Abstand von einem „Vierteljahrhundert“ ist Teil 3 weiterhin der schwächste Teil der Serie, aber das von mir befürchtete Einschlafen vor der Leinwand blieb zum Glück aus.

Digitalisierung macht solche Events erst möglich

Möglich wurde die Wiederaufführung, die weltweit am 21. Oktober in ausgewählten Kinos stattfand, durch die Digitalisierung der Abspieltechnik. „Ohne die Digitalisierung“, ist sich Kinochefin Anja Thies sicher, „wäre so etwas heute nicht möglich.“ Die Chefin der Filmpassage erklärte mir in einem kurzen Gespräch vor der Vorführung noch, dass der Verleih die Filme extra für diesen einen Tag neu digitalisiert hat. Mit der Digitalisierung entfällt nicht nur der Versand schwerer Filmrollen, der Film muss auch überhaupt nicht mehr auf Film kopiert werden, was früher sehr teuer war und auch seine Zeit gedauert hat. Zudem verliert eine Digitalkopie nicht an Qualität beim Abspielen – die Zeit der Kratzer und Flecken auf „abgenudelten“ Filmkopien ist vorbei.

Trotz der inzwischen erfolgten Digitalisierung, bei der auch die Farben und der Kontrast von alten Filmen nochmals geschärft werden können: Der Ton war damals einfach nur schlecht. Da hilft auch keine noch so ausgefeilte Tontechnik in den modernen Kinosälen an der Johannisstraße. Heute kaum noch vorstellbar, dass ausgerechnet der Ton-Schnitt für den einzigen Oscar reichte, den der erste Teil 1985 erhielt. Mit heutiger Surround-Technologie hat das, was vor 30 Jahren geliefert wurde, nicht viel zu tun.

Enttäuschend nach all der Zeit auch die wenig motivierte Synchronisation gerade des ersten Teils. Trotz des großen Namens Steven Spielberg schien man in Deutschland wohl der Meinung gewesen zu sein, einen Kinderfilm zu vertonen. Allzu aufgesetzt wirken manche Dialoge mit dem Abstand der Jahrzehnte.
Das alles bremste jedoch weder meinen Spaß an der Vorführung, noch die Begeisterung vor den insgesamt drei Leinwänden.

Besucher teils in Fan-Verkleidung

Der Doc! Dr. Emmett L. Brown war auch da.
Zurück in die Zukunft in der Filmpassage Osnabrück

Einige Besucher hatten sich entsprechend verkleidet – wobei hier der Schwerpunkt selbstverständlich auf dem fiktiven Jahr 2015 aus dem zweiten Teil lag. Ein anwesender Dr. Emmet Brown war eindeutig ein Klon der Zukunftsversion des Docs. Die berühmten Hoverboards (natürlich von Mattel) waren als Nachbau gleich in doppelter Ausfertigung zu sehen. Dazwischen zahlreiche junge und weniger junge Männer in Steppwesten – bevorzugt in rot. Ebenfalls nicht fehlen durfte die typische Regenbogen-Kappe, die jeden hippen Teenager des Jahres 2015 ziert, wie man sich 1989 beim Erscheinen des zweiten Teils sicher war.

Als besonderen Gag wurden die beiden späteren Teile der Trilogie von ganz besonderer Werbung begleitet. Vor dem zweiten Teil wurde ein eigens für den Abend produzierter Werbespot für das Hoverboard gezeigt, der finale Teil wurde von einer Werbung für den 19. Teil des Weißen Hais eingeleitet, den die Produzenten des Jahres 1989 für 2015 erwartet hatten. Diese Werbeclips – aber auch viele Szenen und Dialoge in den jeweiligen Filmen – wurden mit teils lautstarkem Beifall begleitet.

Filmpassage plant weitere Events

Die Filmpassage setzt in den kommenden Monaten weiter auf Events vor der Leinwand.
Auch in diesem Jahr wird am 31. Oktober der „Zombie-Walk“, der anlässlich Halloween durch die Innenstadt führt, seinen Höhepunkt in der Filmpassage finden.
Anlässlich der Premiere des vierten und letzten Films der Panem Reihe „Mockingjay Teil 2“ werden die vorherigen drei Teile in einem großen „Triple“ am Sonntag, den 1. November (ab 11 Uhr), nochmal hintereinander gezeigt. Der bisher letzte Teil (Mockingjay Teil 1) dann erstmals auch in 3D.
Und schließlich können Star Wars Fans in der „Nacht der Macht“ vom 18. bis 19. Dezember, 37 Stunden lang durchgängig die neueste Episode „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ sehen.

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Neue Bäderpreise zum 1. November in Osnabrück

Preise Nettebad Osnabrück
Neue Bäderpreise zum 1. November in Osnabrück

Zum 1. November heben die Stadtwerke Osnabrück die Basistarife im Nettebad, Moskaubad und Schinkelbad an. Grund für die Maßnahme sind insbesondere die stetig steigenden Energie- und Personalkosten. Bei den neuen Saunatarifen kommt die seit dem 1. Juli geltende erhöhte Besteuerung von Saunaleistungen zum Tragen.

Letzte Erhöhung der Basispreise vor 4 Jahren

„Preissteigerungen sind nie gute Botschaften, aber leider auch nicht zu verhindern“, wiederholte Stadtwerke-Bäderchef Wolfgang Hermle seinen Einstiegssatz zur Bekanntgabe der Preisanpassung im Vorjahr. In 2014 hatten die Stadtwerke lediglich die Höhe der Nachzahlstufen sowie die Tages- und Abendtarife erhöht bzw. den Kostenstopp verkürzt. Die Basistarife wurden nicht verändert. „Jetzt packen wir erstmals seit vier Jahren die Grundtarife aller drei Bäder an“, so Hermle weiter. „Nicht schön, aber zwingend notwendig.“ Der Bäderchef verwies auf die gestiegenen Energie- und Personalkosten, aber auch auf die Vorgaben der Stadt Osnabrück als „Stadtwerke-Mutter“. Die Stadt habe eine klare Erwartungshaltung hinsichtlich der Gewinnausschüttung der Stadtwerke. „Und hier haben wir als Bäderbetrieb insofern unseren Beitrag zu leisten, dass wir unser Defizit zumindest konstant halten“, erläuterte Hermle weiter.

Volle Umsatzsteuer auf Saunabesuche

In den neuen Tarifen der Loma-Sauna wirkt sich maßgeblich die Entscheidung des Bundes aus, Saunaeintritte seit dem 1. Juli mit dem Regelsteuersatz statt wie bisher nur mit dem ermäßigten Umsatzsteuersatz zu belegen. „Unsere Verbände haben die Entscheidung ‚von 7 auf 19 Prozent‘ scharf kritisiert, da Saunabesuche nicht nur reinen Wellnesscharakter haben, sondern der aktiven Gesundheitsvorsorge dienen“, so der Stadtwerke-Bäderchef. „Leider wurden wir nicht erhört, so dass uns – genauso wie den anderen Saunabetreibern – nichts anderes übrig bleibt, als die Steuererhöhung an die Kunden weiterzugeben.“ Hermle zeigte erneut kein Verständnis für die neue Umsatzsteuerregelung. „Der Bund schröpft die Kunden auf Kosten der Gesundheit – und wir sind die Übermittler der schlechten Botschaft.“

 Schwimmclub für Stammkunden

Als Ausgleich für die höheren Basistarife bieten die Stadtwerke ab November die Mitgliedschaft im neuen Schwimmclub an. „Das Prinzip ähnelt der Mitgliedschaft in einem Fitnessclub“, erläuterte Gerhild Neumann, Leiterin Bäderbetrieb. „Für unsere Stammkunden vornehmlich aus der Region Osnabrück kann dies eine lohnenswerte Alternative sein.“ Die Mitgliedschaft kann für sechs (44 Euro Monatsbeitrag) bzw. zwölf Monate (39 Euro Monatsbeitrag) abgeschlossen werden und umfasst den unbegrenzten Aufenthalt im Moskau- und Schinkelbad bzw. den 90-Minuten-Basistarif im Nettebad. „Vielschwimmer haben den Monatsbeitrag bei mehr als zwei Besuchen in der Woche wieder raus“, so Gerhild Neumann.

Attraktive Angebote sichern Daseinsvorsorge

Trotz der Preiserhöhung sieht Wolfgang Hermle alle drei Bäderstandorte der Stadtwerke gut positioniert. „Unsere Angebote und Tarife sind im Vergleich mehr als wettbewerbsfähig.“ Der Stadtwerke-Bäderchef verwies in dem Zuge auf die strategische Ausrichtung, durch neue zielgruppengerechte Attraktionen und kombinierte Angebote die Besucherzahlen stetig zu steigern. „1,25 Millionen Gäste im Jahr – davon allein 745.000 im Nettebad – sind Beleg dafür, dass die Besucher die ‚Sloop‘, die ‚Salounge‘, die ‚Meri-Sauna‘ und den Fitness- und DaySpa-Bereich annehmen.“ Ziel sei es, durch steigende Besucherzahlen und somit höhere Umsatzerlöse das kostenintensive Angebot der Daseinsvorsorge wie den Schul- und Vereinsschwimmsport langfristig sichern zu können. „Als kommunales Unternehmen ist das unser Selbstverständnis“, so der Stadtwerke-Bäderchef abschließend.

Neue Preise Bäder Osnabrück
Alle neuen Preis auf einen Blick.
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Gedenken an tödlich verunglückten Radfahrer

Ghost Bike
Gedenken an tödlich verunglückten Radfahrer

Nachdem am 6. Oktober ein Radfahrer beim Zusammenstoß mit einem LKW an der Kreuzung Natruper Straße / Springmannskamp verunglückte (wir berichteten) und einige Tage später im Krankenhaus verstarb, platzierte nun die Critical Mass Gruppe ein weißes Rad zum Gedenken an den 21-Jährigen am Unfallort.

Diese Gruppe von Radfahrern thematisiert u.a. mit gemeinsamen Fahrten durch die Stadt die Sicherheit der Radfahrer im Verkehr und will diese für die schnellen, aber gegenüber den Kraftfahrzeugen schwachen Verkehrsteilnehmern verbessern.

Kerzen und Blumen für das Opfer

Rund 20 Radfahrer(innen) brachten das Rad geschmückt mit Kerzen und Blumen an die Kreuzung des Unfalls und gedachten dem Opfer. Ihre Gost Bikes sollen warnen und mahnen.

Der letzte tödliche Unfall mit einem Radfahrer in Osnabrück liegt übrigens ein Jahr zurück.

Ghostbike Gedenken
Etwa 20 Radfahrer(innen) gedachten dem tödlich Verunglückten.
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Großbrand in Osnabrück-Eversburg

Feuerwehrmann
Feuerwehr beim Löschen

Am frühen Dienstag Abend wurde die Feuerwehr Osnabrück zu einem Feuer im Stadtteil Eversburg alarmiert. Eine Halle für KFZ-Reparaturen brannte komplett aus. Trotz vieler Gefahrenstoffe in dem Gebäude, bestand keine Gefahr für die Bevölkerung.

Feuermeldung ging um 18:35 Uhr ein

Gegen 18:35 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW zur Hafenringstraße alarmiert. Das THW, welches unweit des Brandortes seine Unterkunft hat, war aufgrund eines Dienstabends schnell zur Stelle und sperrte die Einsatzstelle noch vor dem Eintreffen weiterer Kräfte ab.

Eine Halle, in der Reparaturen an Kraftfahrzeugen durchgeführt werden, stand vollständig in Flammen. Augenzeugen hörten Explosionen von Gasflaschen und Lackdosen, die Rauchsäule war weit zu sehen. Das Gebäude mit einer Gesamtfläche von ca. 1200m² war in mehrere Werkstätten und KFZ-Stellplätze unterteilt, was die Löscharbeiten erschwerte.

Mehrere Feuerwehren aus dem Umland im Einsatz

Zur Unterstützung der Berufs- und der sieben Freiwilligen Feuerwehren Osnabrücks bei der Brandbekämpfung, rückten auch die Drehleitereinheit aus Wallenhorst sowie aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen der Löschzug Wersen der Freiwilligen Feuerwehr Lotte an.

Aus der Hase, aus dem Stichkanal am Ruderheim und aus mehreren Hydranten pumpten die Brandbekämpfer Wasser zur Einsatzstelle. Drei Wenderohre an Drehleitern, ein Wasserwerfer und 4 Strahlrohre setzten die Mannschaften ein, um die Flammen zu bekämpfen.

THW mit im Einsatz

Das THW unterstützte die Feuerwehr bei der Ausleuchtung der Einsatzstelle, bei der Löschwasserzurückhaltung sowie dem Schaffen von Zugängen im Hallenkomplex.

Da die Lage bezüglich möglicher Giftstoffe in der Luft zunächst unklar war, wurde neben den Osnabrücker Feuerwehren auch der Fachzug 4 „Messen und Spüren“ der Feuerwehrbereitschaft Umweltschutz der Kreisfeuerwehr alarmiert, um festzustellen ob Schadstoffe in die Umgebung gelangten. Vorsorglich wurde zudem eine Bevölkerungswarnung herausgegeben und u.a. per Radio verbreitet. Glücklicherweise gaben die Messergebnisse keinen Anlass zur Sorge. „Es wurden keine bedenklichen Werte gemessen, für die Anwohner der Gegend bestand zu keiner Zeit Gefahr.“,  so Einsatzleiter der Feuerwehr, Gerrit Kruse.

Meyer Entsorgung
Es wurde sich auch darum gekümmert, dass kein Löschwasser in Hase lief.

Auch in Bezug auf die benachbarte Hase, war das Thema Umweltschutz ein Teil des Einsatzes. Mehrere Zuläufe vom Gelände Richtung Fluss wurden mit Dichtkissen und das Ufer vorsorglich mit Sandsäcken abgedichtet. Mehrere Saugwagen einer Fachfirma pumpten fortlaufend das kontaminierte Löschwasser vom Hof und der Halle ab.

Insgesamt über 200 Einsatzkräfte vor Ort

Rund 200 Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen und der Polizei waren mehrere Stunden, teils bis in den frühen Morgen, im Einsatz. Der Fachzug 4 „Logistik “´der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd versorgte die Kräfte deshalb mit Verpflegung.

Während die hauptberufliche Wachmannschaft der Berufsfeuerwehr vor Ort war, besetzten aus der Freizeit alarmierte Kollegen zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt die Hauptwache um für andere Notfälle einsatzbereit zu sein.

Wo genau das Feuer ausgebrochen war und was die Ursache ist, steht bisher noch nicht fest. Verletzte gab es nach bisherigen Informationen nicht.

Polizei bittet um Mithilfe

Die Polizei Osnabrück bittet darum, Fotos und Videos von dem Brand zur Verfügung zu stellen und an die E-Mail  pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de zu schicken. Auch Zeugen des Brandes werden gebeten, sich bei der Polizei unter 0541/ 327 2215 oder 0541/ 327 3103 zu melden.

 

 

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Osnabrück fährt elektrisch in die Zukunft

Elektrobus der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück
Osnabrück fährt elektrisch in die Zukunft

Der Termin steht schon fest, die Ausschreibungsunterlagen liegen auf dem Tisch, und in wenigen Monaten soll verbindlich bestellt werden.
Die Stadtwerke und die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) machen mit dem Thema Elektromobilität Ernst: im August 2018 wird in Osnabrück eine hochmoderne Flotte elektrischer Busse an den Start gehen. Es wird nicht nur bei einer „Referenzlinie“ bleiben.

2018 wird eine komplette Linie auf Elektrobusse umgestellt

In einem Hintergrundgespräch erläuterten Stadtwerke Vorstand Dr. Stephan Rolfes zusammen mit den leitenden Mitarbeitern Werner Linnenbrink  und Joachim Kossow unserer Redaktion die Pläne, mit denen eine kleine Revolution im Osnabrücker Nahverkehr eingeläutet werden soll. Die drei – und mit ihnen das gesamte Unternehmen Stadtwerke – haben sich für die kommenden Monate eine Menge vorgenommen.

Zurück in die Zukunft, Stadtwerke Osnabrück, Mobilität

Mitarbeiter wurden „aus der Zukunft“ informiert

Zum Auftakt für die gemeinsamen Zukunftspläne wurden heute früh um 07:28 Uhr die Mitarbeiter über die weitreichenden Pläne informiert. Nicht ohne Augenzwinkern merkte Stadtwerke-Chef Rolfes an, man habe dafür einen „Kollegen aus der Zukunft“ engagiert. Der 21. Oktober 2015 und die Zeitangabe 07:28 sind in der Popkultur untrennbar mit den Zeitreisen von Marty Mc Fly verbunden, der in der „Zurück in die Zukunft“ Filmtrilogie an diesem Tag in die Zukunft reist.

Eine ganze Linie – kein Versuchsbetrieb

Die heute offiziell bekanntgegebenen Pläne sehen keinen weiteren „Versuchsbetrieb“ vor, wie er in zahlreichen Städten derzeit läuft, sondern die komplette Umstellung erst einer einzelnen Linie, dann des gesamten öffentlichen Nahverkehrs auf Elektro-Busse.
Dabei soll auch nicht weiter mit Technologie herumexperimentiert, sondern konsequent auf ein zukunftsweisendes Konzept gesetzt werden. Osnabrück setzt dabei auf rein elektrische Busse, die ihren Strom per Akku mit sich führen und je nach Bedarf im Depot oder unterwegs und an den Endhaltestellen nachgeladen werden können.

Das lange diskutierte Thema „O-Busse“ ist dabei für die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück noch nicht vom Tisch, aber in der derzeitigen Planung nicht vorgesehen. O-Busse würden allerdings, ähnlich wie die jetzt geplanten E-Busse, auch rein elektrisch fahren. Diesem Konzept gehört die Zukunft, ist sich Rolfes sicher. Hybrid- oder Wasserstoffbusse hingegen transportieren noch zusätzlich eine komplette Diesel-Ausrüstung oder ein kleines Kraftwerk mit, was aus Sicht der Stadtwerke keinen Sinn macht.

Elektrobus der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück
So könnte er aussehen, ein moderner Elektrobus der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück. Eigener Entwurf HASEPOST.

Drei Säulen für den Nahverkehr der Zukunft

Damit das ehrgeizige Ziel von 20% Fahrgastzuwachs, das die Stadtwerke gegenüber der Lokalpolitik und den Osnabrückern versprochen haben, geschafft werden kann, hat das Management der Stadtwerke drei Themenfelder identifiziert, die bearbeitet werden:

Der Nahverkehr muss schneller werden

Wenn in Osnabrück der Verkehr stockt, dann stehen oft auch die Busse mit im Stau. „Der Nahverkehr darf nicht als langsam empfunden werden, um attraktiv zu sein“, so Stadtwerke Vorstand Rolfes. Dabei bedeutet „langsam“ für den Fachmann auch immer teuer, denn wenn Busse im Stau stehen, müssen auf einer Linie auch zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt werden, um den Takt zu halten.

In Zukunft ohne Emissionen

Neben den lange Zeit diskutierten CO2- und Feinstaub-Emissionen habe die Debatte um die VW-Dieselmotoren auch gezeigt, so Dr. Rolfes, dass Stickoxide bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren ein großes Problem sind. Um diese Belastungen konsequent zu vermeiden, kann es in Zukunft nur noch elektrisch weitergehen, ist sich Rolfes sicher.

Regionale Einbindung

„Niemand will auf dem Weg aus dem Landkreis an der Stadtgrenze vom Dieselbus in einen Elektrobus umsteigen“, auch davon ist Dr. Rolfes überzeugt.
Damit die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück weiter regional attraktiv ist, sollen Lösungen und Techniken gefunden werden, bei denen umsteigefrei – aber schnell und ohne direkte Emissionen – aus dem Landkreis bis ins Herz der Stadt gefahren werden kann. Auf lange Distanzen könnten auch wieder O-Bus-Konzepte ins Spiel kommen, so Rolfes im Gespräch mit unserer Redaktion. Einen Vorteil dieser Technologie sieht der Stadtwerke-Vorstand darin, dass über eine Oberleitung beim O-Bus genügend Energie zur Verfügung steht, um auch lange Distanzen elektrisch zu bewältigen.

Mehr als nur neue Busse: Ein Gesamtkonzept zur Mobilität

Bevor die neuen Busse auf den Osnabrücker Straßen eingesetzt werden, wird die Revolution bei vielen Fahrgästen auf dem Smartphone beginnen. Mit dem Mobiltelefon kann künftig nicht nur deutlich exakter die Fahrt- und Ankunftzeit von Bussen abgerufen werden, es wird damit auch der Wechsel vom Papierticket zum elektronischen Bezahlen ermöglicht. Wer will, das betont der Stadtwerkevorstand ausdrücklich, kann natürlich auch in Zukunft einen Fahrschein im Vorverkauf oder beim Fahrer erwerben. Grundsätzlich soll das fahrende Personal aber vom Ticketverkauf entlastet werden.

Die für die Einbindung der Busse in das neue System notwendige Technik wird aktuell bereits in die eigenen, aber auch in die Busse von Subunternehmern, flächendeckend eingebaut. Sogar die App ist bereits fertig programmiert: Los geht es damit im kommenden Jahr, wenn alle technischen Voraussetzungen geschaffen sind.
Fester Bestandteil des App-Konzepts der Stadtwerke sind auch die weiteren hauseigenen Mobilitätslösungen. Neben dem Angebot der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück können alternativ auch das Carsharing-Angebot „flow>k“ und „stat>k“ per Smartphone genutzt werden.

Ab 2018 elektrisch zwischen Haste und Voxtrup/Düstrup

Die Linie 4, zwischen Haste und Voxtrup bzw. Düstrup wird die Referenzlinie sein, auf der ab 2018 vollständig elektrisch gefahren wird. Damit die bundesweit einmalige Umstellung einer kompletten Linie gelingt, werden 13 bis 14 neue Busse angeschafft. Die neuen Fahrzeuge, die durchweg als Gelenkbus bestellt werden, sollen auch optisch und in ihrer Innenraumgestaltung „neue Maßstäbe“ setzen. Für mehr Komfort beim Ein- und Aussteigen ist geplant, die Busse mit insgesamt vier Türen zu versehen, statt bisher drei. Der Wegfall der platzraubenden Verbrennungsmotoren bietet neue Möglichkeiten in der Konfiguration.

Innenraumkonzept Elektrobus
Mehr Straßenbahn als Stadtbus – auch im Innenraum will man neue Wege gehen.

Die rein elektrischen Busse werden mit bis zu 21 Metern Gesamtlänge vermutlich etwas länger als gewohnt, und in der Anschaffung etwa doppelt so teuer wie ein Diesel-Bus sein.
Die Stadtwerke haben in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Land Niedersachsen zusammengearbeit, so Stephan Rolfes, um die notwendigen „Förderkulisse“ gemeinsam zu erarbeiten. Wenn alles so klappt, wie es sich die Stadtwerke wünschen, werden die neuen Busse für die Stadtwerke „unterm Strich“ dann doch nicht teurer als übliche Diesel-Busse – Fördermittel machen es möglich.
Mittel- und langfristig sollen sie dann sogar deutlich kostengünstiger fahren, betont Werner Linnenbrink. Durch den weitaus weniger komplexen technischen Aufbau des Elektroantriebs verlängert sich die Lebensdauer und verringern sich die Wartungsaufwände. Mit den bereits im Fuhrpark befindlichen kleineren Akku-Fahrzeugen haben die Stadtwerke bereits das notwendige KnowHow gesammelt um jetzt den Umstieg meistern zu können, so Dr. Rolfes, und weiter: „Die Technologie haben wir im Griff. Inzwischen fährt unser kleiner Elektrobus genauso zuverlässig wie die herkömmlichen Dieselfahrzeuge.“

Der Ökostrom für die Busse kommt vom Piesberg

Der Vorstand der Stadtwerke betont auch, dass selbstverständlich auf regenerative Energien „aus dem eigenen Haus“, zum Beispiel vom Piesberg, gesetzt werde. Da die Stadtwerke gleichzeitig auch Energieversorger sind, könne man hier „alles aus einer Hand“ anbieten. Den Preisvorteil der Energiekosten für rein elektrisches Fahren, im Vergleich zu Verbrennungsmotoren, beziffert der Chef der Stadtwerke auf 50-60%.
Einen ökologischen und ökonomischen Vorteil sehen die Stadtwerke auch darin, dass die Akkus genau dann geladen werden können, zum Beispiel spät in der Nacht, wenn die allgemeine Nachfrage nach Strom niedrig ist.

Insgesamt 40 Elektrobusse auf dem Bestellzettel

Nach der kompletten Umstellung der Linie 4 soll es auch auf anderen Linien mit dem Elektro-Betrieb losgehen. Insgesamt 40 Elektrobusse sollen nach derzeitigem Stand europaweit ausgeschrieben werden, um die ehrgeizigen Ziele umzusetzen. Welcher Anbieter das Rennen machen wird, ist noch offen, so Joachim Kossow, Werner Linnenbrink und Dr. Stephan Rolfes. Man wolle aber „keine Experimente“ mit Anbietern wagen, die noch keine Erfahrungen mit der neuen Technologie haben, ist man sich einig.
Projektleiter Joachim Kossow betont, dass die Hersteller eng in das Projekt eingebunden werden sollen und bei Bedarf auch schnell Ersatz und Unterstützung bieten müssen, damit das Ziel einer vollständigen Ablösung der Diesel-Busse auf der Linie 4 und auf den weiteren Linien gemeistert werden kann.
Welche Linien nach der Linie 4 und dem Fahrplanwechsel 2018 „elektrifiziert“ werden sollen, wollen die Verantwortlichen bei den Stadtwerken und der Verkehrsgemeinschaft noch nicht verraten.

 

Illustrationen: HASEPOST, basierend auf Material der Stadtwerke Osnabrück und des Herstellers Van Hool
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Verkehrsunfall auf der Pagenstecherstraße in Osnabrück

Verkehrsunfall
Verkehrsunfall auf der Pagenstecherstraße in Osnabrück

VerkehrsunfallWährend nur wenige hundert Meter entfernt, auf der anderen Seite der Bahnlinie die Feuerwehr gegen den Brand im Stadthafen ankämpfte, kam es auf der Pagenstecherstraße, Einmündung zur Klöcknerstraße, zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Audi gegen einen Laternenmast auf der Mittelinsel prallte..

Der Unfall sieht zwar spektakulär aus, das im Fahrzeug befindliche ältere Ehepaar soll jedoch beim Unfall nicht verletzt worden sein.

Fotos: Laura Stevens

 

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AFP

Großbrand im Stadthafen Osnabrück

Grossbrand Hafen Osnabrück
Großbrand im Stadthafen Osnabrück

+++ dieser Artikel wird entsprechend der Nachrichtenlage angepasst +++

Letzte Änderung: 22:15 Uhr


 

Begleitet von teils schweren Explosionen brannte eine Lagerhalle in Osnabrück Eversburg. Die Feuerwehr war kurz nach der Einsatzmeldung (ca. 18:35) mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen vor Ort.

Nach bisher unbestätigten Meldungen soll es sich um das Betriebsgelände der Firma Elasticar
Wie sich inzwischen herausgestellt hat, soll es sich in der Hauptsache um einen Hallenkomplex handeln, in der Hafenringstraße 11, der von verschiedenen Mietparteien genutzt wird auf dem vorwiegend Reifen gelagert werden.
Zu den besonderen Herausforderungen bei den Löscharbeiten kommt nach Angaben eines Feuerwehrmannes vor Ort, dass unbekannt ist, was in den einzelnen Hallenteilen gelagert wurde.
Die Polizei meldete in einer ersten Kurzmeldung am frühen Abend, dass es keine Hinweise auf Verletzte vor Ort gibt.
Während der Aufnahmen, beziehungsweise kurz danach, kam es zu Explosionen auf dem Gelände, vermutlich Gasflaschen.

Bereits kurz nach Ausbruch des Feuers konnte das benachbarte Technische Hilfswerk (THW) den Brandort vor Schaulustigen absichern.

Die Feuerwehr ist aktuell noch mit den Löscharbeiten beschäftigt (19:30).

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AFP