Am Donnerstag Abend kam es im Osnabrücker Hasepark zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem mehrere Personen verletzt wurden.
Gegen 20 Uhr befuhr die Fahrerin eines Volkswagen Polo die Franz-Lenz-Straße in Richtung Schinkel, während ihr zeitgleich ein Kombi der Marke Audi entgegen kam. Als die Fahrzeuge sich begegneten, kollidierten sie frontal.
Fünf Personen werden bei Frontal-Crash verletzt
Bei dem Zusammenstoß wurden die Fahrerin des VW, die Fahrerin des Audi sowie drei weitere Insassen im Audi verletzt. Ein Notarzt und drei Rettungswagen eilten zur Einsatzstelle, um die Verletzten zu versorgen und alle fünf in Osnabrücker Krankenhäuser zu bringen. Die Feuerwehr nahm ausgelaufene Flüssigkeiten der Fahrzeuge auf und stellte den Brandschutz sicher.
Wie es zu dem Unfall kam sowie die Schwere der Verletzungen waren vor Ort noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Möglicherweise geriet der Audi von seiner Fahrbahnhälfte aus in den Gegenverkehr.
Es wird schon manchmal voll an den Ladestationen in Osnabrück
„Mist, ausgerechnet Osnabrücks bestgelegene Ladestation für Elektroautos ist belegt…“, siehe Titelbild. Theoretisch könnten an der Ladestation an der Kamp-Promenade sogar vier „Fahrzeuge“ gleichzeitig aufgeladen werden, Platz ist allerdings nur für vier E-Roller oder zwei Autos.
Wie Stadtwerke-Pressesprecher Marco Hörmeyer am ersten Tag unseres E-Mobilitäts-Tests erklärt, handelt es sich bei dieser Station in allerzentralster Innenstadtlage um Osnabrücks erste öffentliche Ladestation, die bereits 2009 in Betrieb genommen wurde.
Vor acht Jahren hatten die Planer allerdings noch nicht den nun doch langsam in Gang kommenden Siegeszug der Elektroautos auf dem Schirm, daher dachte man wohl mit der nur knapp für zwei Autos ausreichenden Fläche auskommen zu können. Tatsächlich wurde seinerzeit für elektrische Zweiräder, vor allem E-Scooter geplant. Vier Elektroroller hätten auch tatsächlich Platz, doch nach einer kurzen Boomphase, konnten sich diese Gefährte immer noch nicht gegen die ungleich billigeren Zweitakt-Stinker durchsetzen, während die Elektrifizierung bei den Autos langsam in Fahrt kommt.
Stadtwerke haben Ladestationen kontinuierlich ausgebaut
Inzwischen haben auch die Stadtwerke umgedacht und mittlerweile 15(!) Ladestationen in der Innenstadt verteilt installiert, die in der Regel auch alle gut von Elektro-PKW angefahren können werden.
Da alle Ladestationen mindestens zwei Autos parallel mit Strom versorgen können, sind das in Summe 40 Ladepunkte.
15 Ladestationen haben die Stadtwerke im Stadtgebiet Osnabrück installiert.Die einzige Ausnahme bei der Erreichbarkeit, die im Test festgestellt werden konnte, ist die Ladestation an der Turnerstraße (via à vis vom Hasetor). Hier sind zwar theoretisch auch zwei gleichzeitige PKW-Ladevorgänge möglich. Es gibt aber nur einen für ein elektrisches StadtTeilAuto reservierten Parkplatz.
Die Carsharing-Flotte von StadtTeilAuto ist ein fester Bestandteil der Mobilitätsstrategie der Stadtwerke und gleichzeitig auch ein Treiber bei der Installation von Ladestationen, die oft sowohl für eines der Carsharing-Autos und zusätzlich für ein beliebiges Privatfahrzeug zur Verfügung stehen.
Die Stadtwerke Osnabrück setzen übrigens nicht nur beim Carsharing auf Elektroautos und unterstützen ihre Kunden bei der E-Mobilität. Zusammen mit den 10 elektrischen StadtTeilAutos betreiben die Stadtwerke inzwischen eine Flotte von insgesamt 40 E-Autos der unterschiedlichsten Fabrikate.
Ladestationen müssen allerdings auch erreichbar sein
Blöd, wenn andere Elektroauto-Fahrer die Ladestation so blockieren.Wer allerdings geglaubt hat Carsharing-Fahrer, zumal wenn sie mit einem elektrischen Auto unterwegs sind, seien die besseren Autofahrer, der sieht sich getäuscht.
Gleich nach der besetzten Ladestation am Kamp scheiterte der zweite Ladeversuch an einer Stadtwerke-Ladesäule vorm Innovationscentrum (ICO) im Wissenschaftspark daran, dass ein Carsharing-Pilot sein elektrisches Gefährt so saumäßig dämlich (sorry für die harten Worte) an die Ladestation gefahren hatte, dass kein Herankommen mehr für ein weiteres E-Auto war. Vermutlich hatte der StadtTeilAuto-Kunde den Trennstreifen für die Parkflächen irrtümlich für eine innovative Peil-Hilfe beim Rückwärtsfahren gehalten?
Kabeltrommel ist keine Alternative!
Also dann doch lieber die gute alte Kabeltrommel vorm Eigenheim? Nein, denn dieser Test scheiterte gleich beim ersten Versuch. Zwar hatte das freundlicherweise von Tesla Germany für diesen Test zur Verfügung gestellte Auto mit der kryptischen Bezeichnung Model S P100D alle möglichen und üblichen Kabel und Adapter mit an Bord (dieses Auto ist nicht künstlich auf einen Ladestandard limitiert), aber es gab einen ganz praktischen Hinderungsgrund: Die jahrelang zuverlässig ihren Dienst verrichtende Baumarkt-Kabeltrommel war und ist mit einer Sicherung ausgestattet. Zwar soll der Tesla problemlos und ohne Sicherheitsrisiko an jeder normalen Haushaltssteckdose mit 230 Volt geladen werden können, aber eben nicht, wenn die Stromverbindung – zum Beispiel über eine Kabeltrommel – schon bei 6 Ampere getrennt wird.
Andreas Batta zeigt wie einfach Stromtanken ist.Den ersten Strom von den Stadtwerken gab es dann auf dem Betriebsgelände an der Alten Poststraße. Hier erklärte Stadtwerke-Flottenmanager Andreas Batta auch gleich die richtige Reihenfolge beim Ladevorgang und wie die Abrechnung über die „Ladekarte“ der Stadtwerke funktioniert (einfach: vor und nach dem Ladevorgang einmal an die Säule halten, fertig).
Stadtwerke sind Teil eines bundesweiten Ladenetzes
Björn Fütz von der Vertriebssteuerung der Stadtwerke erläutert, wie problemlos Kunden des Osnabrücker Energieversorgers an den benötigten Auto-Strom gelangen. Um dieses Thema gleich von Anfang an begleiten zu können, waren die Stadtwerke bereits 2010 maßgeblich an der Gründung der smartlab GmbH beteiligt, die noch im gleichen Jahr zusammen mit anderen Stadtwerken das Projekt Ladenetz.de an den Start brachte. Inzwischen sind bundesweit 101 Stadtwerke in dieser Kooperation vereinigt ihren Kunden überregional eine Ladeinfrastruktur zu ermöglichen. Darüber hinaus gibt es Roaming-Vereinbarungen, wie im Mobilfunk, mit überregionalen Playern wie EnBW, EWE oder Volkswagen.
Wer bereits Stadtwerke-Kunde ist und sich ein Elektroauto anschafft, erhält die grüne „Ladekarte“, mit der er bei allen Partnern mit dem Ladenetz-Logo zu den Konditionen der heimischen Stadtwerke Strom tanken kann. Und die Konditionen der Stadtwerke Osnabrück sind derzeit wirklich attraktiv: Bis auf weiteres ist das Tanken mit der Ladekarte kostenlos!
Mit der grünen Karte gibt es Strom für Stadtwerke-Kunden. Über die Karte darunter berichten wir in Teil 4 dieser Serie.Die Stadtwerke Osnabrück wollen jedoch nicht bei eigenen Ladesäulen und der Ladekarte, die derzeit etwa 150 Kunden nutzen, stehenbleiben. Noch in diesem Jahr soll ein Ladeinfrastrukturprodukt vermarktet werden, das maßgeschneiderte Lösungen für Privathaushalte und Gewerbetreibende bieten wird. Jan-Peter Bruns, Leiter des zentralen Marketings der Stadtwerke, stellt sich das als „Rundum-sorglos-Paket“ vor, bei dem der Kunde in einem attraktiven Leasing- oder Kaufangebot alles aus einer Hand erhält. Vom „Anschlusscheck“ über Installation, laufende Wartung bis zur schnellen Hilfe bei technischen Problemen hat der Kunde einen einzigen Ansprechpartner. Die Stadtwerke stehen ihren Kunden dann auch mit Rat und Tat beiseite, wenn die heimische Ladestation statt mit 100% Ökostrom aus dem Stadtwerke-Netz mit einer Photovoltaikanlage gekoppelt werden soll.
Tesla bietet Kunden zusätzliche Lademöglichkeiten
Der Tesla, den wir für unseren Test genutzt haben, kann zusätzlich zu öffentlichen und privaten Ladesäulen auch an besonderen Schnellladestationen, den „Tesla Super Chargern“ geladen werden. Ergänzend haben zahlreiche Restaurants, Hotels und Einzelhändler für ihre Kunden sogenannte „Destination Charger“ installiert, die ebenfalls speziell für Tesla-Automobile konzipiert sind und deren Nutzung i.d.R. kostenlos ist. In Osnabrück gibt es je einen Tesla Destination Charger in der Tiefgarage des Hotel Walhalla in der Altstadt und beim Restaurant Taste Kitchen an der Autobahnabfahrt Hasbergen/Gaste, wo wir bereits zu Gast waren.
Tanken am Tesla Supercharger an der A1 in Lohne (Südoldenburg).Auf einer Überlandfahrt nach Bremen konnten wir den Super Charger am Autohof Lohne an der A1 ausprobieren. Innerhalb von einer knappen Stunde war unser bis auf 90 Kilometer Restreichweite entleertes Testfahrzeug wieder „vollgetankt“ auf fast 500 Kilometer Reichweite.
Dieser für Teslafahrer, je nach Lieferdatum und Modell kostenlose oder zumindest sehr günstige Ladeservice, steht in Deutschland inzwischen 59x entlang des Autobahnnetzes zur Verfügung.
Durch eine intelligente Kopplung mit dem Navigationssystem ist es möglich die für das jeweilige Ziel benötigte Ladezeit im Voraus zu berechnen, so dass die tatsächlichen Ladezeiten meist nicht länger als ein normaler Tankstop dauern. Um bis nach Bremen und zurück zu gelangen hätte es bei der Testfahrt nach Bremen nur einer Ladezeit von etwa 20 Minuten bedurft. Mit einer Tasse Kaffee im Rasthaus gegenüber, die allerdings nicht kostenfrei ist, kann so ein Schnelllade-Vorgang gut überbrückt werden.
An konventionellen Tankstellen fehl am Platz: Tesla Model S.
Und wie lange dauert es denn nun…?
Eine häufig gehörte Frage während es Testzeitraums war „wie lange dauert das Aufladen“?
Eine pauschale Antwort darauf fällt schwer – abgesehen davon, dass an den Tesla Super Chargern mit spezieller Technologie (nur) die Fahrzeuge aus eigenem Haus innerhalb von rund einer Stunde voll geladen werden können.
Die in der Stadt verbauten universellen Ladestationen gehören unterschiedlichen Generationen an und laden daher teils auch mit unterschiedlicher Leistung. Zudem ist die Ladegeschwindigkeit auch immer abhängig vom jeweiligen Auto und den verbauten Akkus.
Grob gesagt kann man sagen, dass ein vom Fahrzeughersteller entwickelter und fahrzeugspezifischer Schnell-Lader meist (teils deutlich) schneller ist als eine universelle Ladesäule – so etwas sollte daheim oder am Arbeitsplatz zur Verfügung stehen, wenn man elektrisch und gleichzeitig flexibel mobil sein will.
Ein Arbeitstag oder zumindest eine sehr ausgedehnter Einkaufsbummel ist notwendig um an einer öffentlichen Säule den Akku wirklich voll geladen zu bekommen. Die handelsübliche Steckdose mit 230 Volt taugt nur im Notfall – um zum Beispiel von den Schwiegereltern wieder weg zu kommen. Will man mit einem einfachen Verlängerungskabel ein E-Auto wirklich bis zum Limit laden, braucht es mindestens eine ganze Nacht bis zu einem Tag. Wie gesagt: vor allem abhängig von der jeweiligen Technologie auf Seiten des Autos.
Allerdings: Wer braucht schon immer die volle Ladung? Der Weg in die Stadt oder zur und von der Arbeitsstelle ist meist überschaubar, und für einen kleinen „Schluck“ Strom reichen die vorhandenen Unterwegs-Lader in Osnabrück und vielen anderen Städten hervorragend.
Das Kleingedruckte: Der Autotest wurde von Tesla Deutschland durch eine Leihstellung und Übernahme der Fahrtkosten für die Abholung unterstützt. Die Stadtwerke liehen uns ebenso wie die OPG eine Lade- bzw. Parkkarte.
Neun Hauptstädte in neun Tagen – und das mit ausschließlich elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, das ist die eTourEurope, deren Teilnehmer am Dienstag einen kurzen Stop in Osnabrück einlegten.
In Vorbereitung auf unseren Test „Wie Elektroauto ist Osnabrück“ (die ersten Artikel dazu kommen im Laufe dieser Woche), konnte sich unsere Redaktion ja schon von der „Destination Charger“ genannten Tesla-Zapfsäule am Restaurant Taste Kitchen an der Autobahnabfahrt Hasbergen/Gaste überzeugen.
Akkus können auch im Kofferraum mitfahren.
Anfang der Woche kamen die Elektrofahrzeuge gleich dutzendfach nach Osnabrück, und neben den Opberklasse-Stromern von Tesla, Porsche und Audi waren auch ganz bodenständige Smarts, Nissan und sogar Elektro-Roller dabei.
E-Autos nutzten Ladeinfrastruktur
Während die E-Piloten ihr Mittagessen genossen und ihre Fahrzeuge an den verschiedenen bei Taste Kitchen aufgestellten Ladesäulen Strom nuckelten, präsentierten verschiedene Aussteller eine breite Palette von eFahrzeugen. So bekamen die noch mit „Verbrenner“ angereisten Besucher ein umfassendes Bild vom technisch Machbaren und konnten verschiedene E-Fahrzeuge anfassen und vergleichen und auch Probefahrten machen.
Lokale Aussteller präsentierten ihr E-Auto-Angebot.
13 Teams durchkreuzten 12 Länder in 9 Tagen
Die Langstrecken Rallye „eTourEurope – 9 Capitals – 9 Days“ ist nach Angaben des Veranstalters Europas anspruchsvollste „ElektroMOBIL Rallye“. 13 Teams fahren in 9 Tagen durch 12 Länder und legen dabei 100% elektrisch über 3.600 km zurück. Der Start war in Eindhoven und der Endpunkt der Reise ist Celle. Ziel der Rallye ist es die Leistungsfähigkeit und die Freude am elektrischen überregionalen Fahren zu demonstrieren. Die Teilnehmer möchten dabei Elektromobilität in ganz Europa erlebbar machen.
Am Freitag, 16.06.2017, wird die Osnabrücker Polizei in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, den Rettungsdiensten, dem VfL Osnabrück und den Stadtwerken im Bereich des Stadions „Bremer Brücke“ eine Übung durchführen.
Verkehrsbehinderungen sind möglich
Die Polizeiinspektion Osnabrück teilte dazu am Donnerstag mit, dass es ab 12.30 Uhr rund um das Stadion zu Verkehrsbehinderungen kommen kann.
Die Oststraße wird zwischen Bremer Straße und Schinkel Straße gesperrt.
Wo kann man sein Geld heute noch sicher anlegen, ausgerechnet in Zeiten historisch niedriger Zinsen? Die Klärung dieser Frage kann schon eine beratungsintensive Angelegenheit sein. Aber auch eine Immobilienfinanzierung ist nichts, was nicht ohne eine ausführliche Beratung funktioniert. Und dennoch wickelt die Sparkasse Osnabrück solche Kundengespräche zunehmend über das Internet ab.
Im Frühjahr vergangenen Jahres wagte die Sparkasse Osnabrück den Schritt in die „Multikanal-Betreuung“ (HASEPOST berichtete). Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr sind so gut, dass das Team im BeratungsCenter in der Osnabrücker Innenstadt inzwischen um einen Mitarbeiter aufgestockt werden konnte, erläutert Renée Tellkamp, Leiterin des BeratungsCenters, im Gespräch mit unserer Redaktion.
Sparkassen-Kunden nutzen den Service oft von außerhalb der Region
Zum Start des neuen Angebots im vergangenen Jahr, wurden vor allem online-affine Kunden angesprochen, die nur noch selten eine Sparkassen-Filiale besuchten. Wie sich schnell herausstellte, waren das längst nicht nur Menschen, die einfach lieber ihre Bankgeschäfte vom PC erledigen wollen, sondern ganz oft auch Kunden, die der Job, die Liebe oder sonstige Umstände dazu gebracht hatten ganz oder zeitweise dem Osnabrücker Land den Rücken zu kehren.
Viele Bankgeschäfte, wie Überweisungen, Geld abheben und Geld einzahlen und natürlich auch einfache Fragen, wie die nach einer neuen EC-Karte oder nach aktuellen Konditionen, konnten auch schon bisher über das Internet und das Callcenter der Sparkasse erledigt werden. Wenn es jedoch um beratungsintensivere Angelegenheiten ging, blieb oft nur der Gang zu einem Berater vor Ort. Wenn der Arbeitsplatz oder gleich der Lebensmittelpunkt außerhalb der Region liegt, kann das für manch einen Kunden zu einem logistischen Problem werden dafür extra in die Heimatregion zu fahren.
Aber selbstverständlich nutzen auch viele Kunden aus Osnabrück und dem Osnabrücker Land diesen Service, denn vor allem die Flexibilität des BeratungsCenters findet großen Anklang.
Auf dem Tablet können jetzt auch beratungsintensive Bankgeschäfte abgewickelt werde
Service regelmäßig bis in den frühen Abend
„Mit Beratungszeiten zwischen 10 und 19 Uhr können wir unseren Kunden nun sehr weit entgegen kommen“, hebt Sparkassensprecher Wulf Padecken einen der Hauptvorteile, neben der Ortsunabhängigkeit, hervor. Per Videochat können sich Kundenberater und Kunde dabei „Auge in Auge“ austauschen. Ein speziell abgesichertes Postfach sorgt dafür, dass vertrauliche Daten und Unterlagen nicht über das potentiell unsichere E-Mail-System ausgetauscht werden.
Gerade der einfache und sichere Dokumentenaustausch ist für Renée Tellkamp aus den Praxiserfahrungen des vergangenen Jahres heraus eine ganz besondere Arbeitserleichterung. Während der Kunde im Vorfeld eines „normalen“ Beratungstermins immer alle auch nur möglicherweise benötigten Dokumente zusammensuchen und in die Filiale mitbringen muss, kann hier während eines Videochats – egal ob vom Tablet oder PC – einfach schnell im entsprechenden Aktenordner das gesuchte Dokument herausgesucht werden, ohne das Beratungsgespräch abbrechen und auf einen neuen Termin verschieben zu müssen. Allerdings sind kurze Unterbrechungen immer möglich, auch das ist bei einem fix vereinbarten Termin vor Ort so nicht möglich.
Ein in der Mittagspause unterbrochenes Beratungsgespräch kann ohne Probleme am Nachmittag oder am nächsten Morgen fortgesetzt werden. Und wenn es mal ein wenig länger dauert als 19 Uhr, muss das Gespräch nicht abgebrochen werden. Bei der Multikanal-Beratung steht die Flexibilität im Vordergrund.
Termine vor Ort sind immer möglich
Zur Flexibilität und entsprechend des Ansatzes wirklich „multi“ bei den Beratungskanälen zu sein, kann der Kunde sich auch jederzeit dazu entschliessen vom Videochat am PC oder Tablet in einen persönlichen Beratungstermin zu wechseln, denn oft möchte der Kunde die entscheidenden Vertragsbestandteile nach der Beratung abschliessend gemeinsam mit seinem Kundenberater durchgehen.
Die Leiterin des BeratungsCenters, Renée Tellkamp, vermutet: „Manch ein Kunde will auch einfach auf Nummer sicher gehen, dass wir wirklich vor Ort im Möser-Carré sitzen“, direkt neben der Hauptstelle der Sparkasse Osnabrück am Berliner Platz.
Nach dem verherrenden Hochhausbrand in London stellen sich auch viele Osnabrücker die Frage: „Was tun wenn es im Hochhaus brennt“?
Auf Ihrer Facebookseite reagierte die Feuerwehr Osnabrück bereits am Mittwochvormittag und stellte zwei Grafiken online, die zeigen wie ein Rettungseinsatz in einem Hochhaus abläuft und wie sich Bewohner bis zum Eintreffen der Helfer richtig verhalten sollten.
Mit Erlaubnis der Feuerwehr haben wir diese beiden Grafiken unten auf dieser Seite eingebunden.
Iduna Hochhaus und Grenfell Tower: Nur auf den ersten Blick vergleichbar
Das höchste Wohngebäude der Stadt Osnabrück ist das – wie der Grenfell Tower in London – 1974 fertiggestellte Iduna-Hochhaus am Haseufer des Herrenteichswalls.
Auch von der Höhe und der Geschosszahl sind beide Gebäude sehr ähnlich. Das Osnabrücker Hochhaus erreicht etwa 65 Meter Höhe und beherbergt auf 18 Wohnetagen 128 Wohnungen. Der Grenfell Tower ist mit knapp 68 Metern nur minimal größer und beherbergte auf 23 Etagen 120 Wohnungen.
Allerdings ist das Iduna-Hochhaus seit seiner Fertigstellung mit den seinerzeit beliebten Waschbetonplatten verkleidet, während das Londoner Hochhaus vor einigen Jahren mit Aluminiumverbundmaterial nachträglich wärmegedämmt wurde. Nach ersten Experteneinschätzungen, dazu auch unten mehr, ermöglichte erst diese nachträgliche Veränderung der Fassade das schnelle Ausbreiten der Flammen in der Nacht auf den 14. Juni 2017.
Wir haben bei Jan Südmersen, Sprecher der Feuerwehr Osnabrück, konkret nachgefragt, wie die Feuerwehr der Hasestadt auf einen derartigen Brand vorbereitet ist und was im Brandfall zu tun ist.
Wie viele Feuerwehrleute könnten in Osnabrück in kürzester Zeit zur Rettung bei einem Hochhausbrand zu Verfügung stehen und wie lange dauert das dann?
Die Schichtstärke der Berufsfeuerwehr beträgt zur Zeit 19 Funktionen. Dazu kommt die freiwillige Feuerwehr – je nach Tages und Nachtzeit maximal zwischen 100 und 150 Einsatzkräfte. Dann können wir auf die umliegenden Gemeinden zurückgreifen.Bis wir zum Beispiel wie in London 200 Kräfte vor Ort haben würden, vergeht circa eine halbe Stunde.
Wie hoch reicht die höchste Leiter der Feuerwehr?
Die Drehleiter ist 30m lang und dafür ausgerichtet, in maximal 22m Höhe ein Fenster anzuleitern. Alles was höher ist, benötigt entsprechende bauliche Brandschutzmaßnahmen.
Quelle: Feuerwehr Osnabrück
Wie oft werden Hochhausbrände „geübt“?
Hochhausbrände oder vergleichbares üben wir circa alle zwei Jahre.
Gibt es noch besondere Tipps, wie man sich verhalten soll?
Ruhe bewahren, Türen / Fenster geschlossen halten, nicht in verrauchte Bereiche laufen. Auf sich aufmerksam machen (z.B. über Notruf) und die Feuerwehr abwarten!
Aber es gibt doch Schilderungen von Überlebenden der Brandkatastrophe, dass sie Ihr Leben nur retten konnten, weil sie nicht – wie auch in London von der Feuerwehr empfohlen – in der Wohnung geblieben sind?
Der Brand in London ist ein Sonderfall. Die Bauvorschriften sind sehr unterschiedlich. Hier sieht es so aus, als ob die brennbare Wärmedämmung zu dem Vollbrand geführt hat bzw. das Feuer über offene Fenster und Türen in die Wohnungen gelaufen ist. Das kann bei uns in dem Umfang nicht passieren. Wenn man gefahrlos durch einen Treppenraum das Gebäude verlassen kann: Machen. Wenn man schon Rauch im Hausflur hat: Tür zu, Notruf wählen und auf uns warten.
Eine letzte Frage: Im Iduna Hochhaus gab es ja mal ein Schwimmbecken ganz oben über den Wohnungen. Stimmt es, dass dort für die Feuerwehr das Wasser bereitgestellt wurde – und kann man nun auf so ein Wasserbecken in 65m Höhe verzichten?
Nein, das hatte nix mit der Feuerwehr zu tun. Urban legend.
Die Ausstellung „Von Papst bis Popstar – das Goldene Buch der Stadt Osnabrück“ im Obergeschoss des historischen Rathauses erinnert an besondere Gäste und ihre Erlebnisse in der Friedensstadt.
„Für den Gast ist es eine Ehre, sich eintragen zu dürfen. Aber auch die Stadt fühlt sich geehrt, wenn jemand seinen Namen in das Buch schreibt, der sich durch besondere Verdienste auszeichnet“, betonte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bei der Ausstellungseröffnung.
„Die Idee zu dieser Ausstellung hatte meine Kollegin Janin Arntzen, Grafikdesignerin im Referat für Medien und Öffentlichkeitsarbeit“, erklärt Dr. Sven Jürgensen. „Sie hat die 21 Ausstellungstafeln gestaltet. Die umfangreichen Recherchen in Archiven wie auch die redaktionelle Aufbereitung hat Silke Brickweddeübernommen.“ Die Fotos kommen aus dem eigenen Bestand der Stadt Osnabrück, aus privater Hand und aus dem Archiv der Neuen Osnabrücker Zeitung, die auch bei der Recherche ein wertvoller Partner war.
Hier sind sie alle zu finden:
Bundespräsidenten, Monarchen und Fußball-Legenden: Auf den Seiten der beiden Goldenen Bücher stehen berühmte Namen: zum Beispiel Papst Johannes Paul II., Königin Silvia von Schweden, Queen Mum, der Dalai Lama, Prinz Charles, Franz Beckenbauer und Robin Schulz, der DJ aus Osnabrück. „Die Stadt Osnabrück ist stolz auf ihre beiden Goldenen Bücher“, sagte Griesert „Sie sind kostbare Zeitzeugen und – wenn man so will – Gästebuch und Autogrammsammlung zugleich.“
Mancher Gast hat bleibenden Eindruck hinterlassen: Wie Papst Johannes Paul II., der sich vor dem Hauptportal des Domes eintrug und dabei fast vom Winde verweht wurde. Nur für ihn hat das Goldene Buch das Rathaus verlassen. Vielen unvergesslich bleibt auch der Besuch des Dalai Lama, der mit seinem Lächeln die Osnabrücker bezauberte.
Kurioses von hinter den Kulissen
Was nach der Abreise des Gastes bleibt, sind die Unterschrift, ein paar Fotos – und die Erinnerung daran, was während des Besuchs passiert ist. Die Ausstellung zeigt Fotos von ausgewählten Gästen und erzählt was vor – und manchmal auch hinter – den Kulissen geschehen ist.
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Silke Brickwedde, Janin Arntzen und Pressesprecher Dr. Sven Jürgensen im Obergeschoss des historischen Rathauses bei der Ausstellung „Von Papst bis Popstar – das Goldene Buch der Stadt Osnabrück“. Foto: Stadt Osnabrück, Gerhard Meyering.
Großes Aufsehen erregte der kurzfristig angesetzte Besuch der schwedischen Königin Silvia. Sie war die erste Prominente, die 1997 im neu angeschafften Goldenen Buch unterschrieb. „Ich habe damals als Journalist über diesen Besuch berichtet“, erinnert sich Dr. Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt „und durfte ein Interview mit ihr in einer Ausstellung über Königin Christina aufnehmen, zu deren Eröffnung sie in die Friedensstadt gekommen war.“ Kaum ein Jahr später kehrte sie zum Jahrhundertereignis „350 Jahre Westfälischer Frieden“ zurück, als die Monarchen im Minutentakt vor dem Rathaus eintrafen – und sich natürlich auch im Goldenen Buch eintrugen. Auf zwei Seiten reihen sich die Unterschriften von 20 Mitgliedern des europäischen Hochadels und Staatsoberhäuptern aneinander.
Viele hochrangige Persönlichkeiten nahmen den Füller im Friedenssaal in die Hand und beugten sich über die Seiten aus kostbarem Bütten. Wenn sie – mal mehr, mal weniger leserlich – die Buchstaben in blauer Tinte auf das Blatt schreiben – schaut ihnen dabei oft der Oberbürgermeister über die Schulter und ein Fotograf hält den Moment fest.
Im Goldenen Buch der Stadt Osnabrück stehen Bundespräsidenten, Bundeskanzler, Bundesminister, Ministerpräsidenten aber auch Politiker, Botschafter und geistliche Würdenträger aus aller Welt. Könige und Königinnen trugen sich ebenso im Goldenen Buch ein wie Künstler, Literaten, Philosophen und Sportler. Die Seiten sind noch lange nicht alle gefüllt, es bleibt spannend.
Wie schafft man es ins Goldene Buch der Stadt?
Der Verwaltungssauschuss schlägt die Persönlichkeiten vor, aber auch der Oberbürgermeister entscheidet im Einzelfall, wer um seine Unterschrift gebeten wird.
Jeder darf sich nur einmal eintragen – es sei denn, die Person hat eine neue Funktion inne oder kommt zu einem besonderen Ereignis. Angela Merkel hat zum Beispiel dreimal unterschrieben: 1991 war sie als Ministerin für Frauen und Jugend zu Gast in Osnabrück, dann 2006 als Kanzlerin und 2008 als Kanzlerin und Rednerin beim viel beachteten Katholikentag.
Auf jeder Seite ist viel Platz für die Unterschrift. Kurz bevor der Gast sich einträgt, schreibt der Kalligraph Jürgen Holzklau Namen und Funktion in Schönschrift auf das Bütten. So spät wie möglich, damit schlimmstenfalls keine Seite entfernt werden muss, falls doch jemand kurzfristig absagt.
Das erste Goldene Buch der Stadt Osnabrück ist der Stadt am 1. Januar 1900 von Senator Haarmann geschenkt worden. Es lag fast 100 Jahre aus, von 1900 bis 1997.
Das erste Buch enthält auch eine Bilanz der Opfer und eine Chronik der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Selbst die Unterschriften von Heinrich Himmler und Roland Freisler sind nach dem Ende des nationalsozialistischen Terrors nicht entfernt worden. Sie sollen an die zwölf Jahre dauernde Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus mahnen. Bei der Wiedereröffnung des Goldenen Buches 1948 verurteilen die in erster freier Wahl nach dem Krieg gewählten Ratsmitglieder die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus und ermahnen die Osnabrücker Bürger dazu, sich nie wieder einer Diktatur zu beugen.
20 Kilogramm wiegen die Seiten des zweiten Goldenen Buches mitsamt des schweren Einbands aus dunkelrotem Hirschkalbleder und vergoldeten Beschlägen – ein Werk und Geschenk des Gold- und Silberschmiedemeisters Wolfgang Grändorf und des Buchbinders Günter Thomas.
Foto: obs/Pfizer Deutschland GmbH/(C) Pfizer Deutschland GmbH
Die Zahl der durch Zecken übertragenen Borreliose-Erkrankungen ist bereits jetzt mehr als doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr um diese Zeit. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung mit Verweis auf Zahlen des Landesamtes für Verbraucherschutz.
So sollen allein in den ersten dreieinhalb Monaten dieses Jahres die Parasiten bei 56 Menschen in Sachsen-Anhalt die Krankheit Borreliose ausgelöst haben. Laut Landesamt war das im Vergleichszeitraum des Vorjahres nur bei 23 Patienten der Fall.
Bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger kann die achtbeinige Zecke übertragen, am gefährlichsten sind Borreliose-Bakterien und FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis) Viren.
Borreliose kann nur im Frühstadium behandelt werden
Borreliose ist ein komplexes Krankheitsbild, benannt nach seinen Erregern. Borrelien sind Bakterien, die unerkannt schwerste und langwierige Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Organschäden hervorrufen. Als erste Anzeichen gelten Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit, Sehbeschwerden, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Nur im Frühstadium kann die Krankheit noch gut mit Antibiotika behandelt werden.
Weltweit sind bis heute über 900 verschiedene Zeckenarten bekannt. Der Parasit existiert bereits seit 350 Millionen Jahren. In Deutschland ist der Gemeine Holzbock die am häufigsten vorkommende Art. Zecken können bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter Borreliose-Bakterien oder auch FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Viren. FSME ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems. Nach zunächst grippeähnlichen Symptomen kommt es bei rund 50 Prozent der Betroffenen zu einer Entzündung der Hirnhaut, bei circa 40 Prozent zusätzlich zur Entzündung des Gehirns. Einige tragen schwere gesundheitliche Folgen mit dauerhaften Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen oder Atemschwäche davon.
Zeckenbisse bleiben oft unbemerkt
Besonders gefährdet, von einer Zecke gestochen zu werden, sind Menschen, die sich viel im Grünen aufhalten, sei es beruflich oder als Freizeitaktivität. Eine umfassende Vorsorge ist daher unbedingt notwendig. Geschlossenes Schuhwerk, lange Hose und Hemd so tragen, dass möglichst viel Haut abgedeckt ist, und am besten den Hosensaum in die Socken stecken. Gut zu erkennen sind die schwarzbraunen Spinnentiere auf heller Kleidung, sodass man sie schnell entfernen kann. Unterstützende Zeckenabwehr können auch Duftstoffe, sogenannte Repellents, sein. Dass sich die Zecke auf den Körper setzt oder sogar sticht, bleibt in der Regel aufgrund eines betäubenden Sekrets, das der Parasit in die Haut injiziert, unbemerkt. Daher ist es wichtig, seinen Körper und gegebenenfalls sein Haustier nach dem Aufenthalt in der Natur nach Zecken abzusuchen.
Was tun nach einem Zeckenbiss?
Wenn eine Zecke doch den Weg auf die Haut gefunden und zugestochen hat, sollte diese möglichst schnell entfernt werden. Spezielle Zeckenkarten oder Pinzetten dafür kann man in der Apotheke oder im Drogeriemarkt kaufen. Beim Rausziehen ist darauf zu achten, dass die Zecke nicht zerquetscht wird und das Stechorgan, das häufig im Volksmund fälschlicherweise als „Kopf“ bezeichnet wird, mit herausgezogen wird. Die Wunde sollte nach dem Entfernen der Zecke auf jeden Fall desinfiziert werden, um weitere Infektionen zu vermeiden. Ist der Stechapparat stecken geblieben, wird dieser in der Regel nach einiger Zeit wieder von der Haut abgestoßen. Die Einstichstelle aber sollte weiterhin in den nächsten Wochen beobachtet werden. Bei Schwellungen oder Rötungen sowie grippeähnlichen Symptomen ist sofort der Arzt zu konsultieren.
Informationen rund um Zecken und die optimale Vorsorge: www.zecken.de
Die „Burger Biene“ ist so etwas wie Osnabrücks beliebtester Food Truck, für viele ist es auch einfach „der“ Foodtruck. Nun haben die mobilen Burgerspezialisten angekündigt zukünftig auch nach Hause zu liefern.
Nachdem bereits die Systemgastronomen McDonalds und Burger King mit eigenen Bringdienstkonzepten gestartet sind, gibt es nun wohl bald eine echte Osnabrücker Alternative.
Ausgeliefert wird wohl per PKW
Wann genau es mit dem Lieferservice losgeht, wie genau ausgeliefert wird (sicher nicht mit dem Foodtruck) und natürlich das Angebot und die Preise sind offen. Die auf der Website der Burger Biene veröffentlichte Stellenausschreibung lässt schon mal vermuten, dass jedenfalls nicht per Fahrrad oder untermotorisiertem Motorroller ausgeliefert wird, sondern per PKW – einen Führerschein „Klasse B“ sollen die Bewerber für die Lieferjob vorweisen können.
Bis es soweit ist, verlost die Burger Biene die erste Auslieferung (5x Burger + 5x Pommes) auf ihrer Facebook-Seite.
Die Zukunftsaussichten sind grundsätzlich gut. Die IHK erwartet in der Region rund 8.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Region, doch es gibt auch Schattenseiten und Herausforderungen für die regionale Infrastruktur.
„2016 war überraschend erfolgreich. Bundesweit betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %. Wir gehen davon aus, dass das Wachstum hier in etwa auf dem gleichen Niveau lag.“ Mit diesen Worten stellte Martin Schlichter, Präsident der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, den IHK-Geschäftsbericht 2016 vor. Das Wachstum wird sich nach Erwartung der IHK fortsetzen. Schlichter geht dabei davon aus, dass die Region die Wachstumsprognose des DIHK für Deutschland für 2017 von 1,8% ebenfalls erreichen kann.
25% mehr Beschäftigte als 1999/2000
„Erneut überdurchschnittlich schneidet die Region beim Indikator Beschäftigung ab“, so Schlichter. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten habe zuletzt um mehr als ein Viertel höher gelegen als zur Jahrtausendwende. Die Steigerung im vergangenen Jahr übertraf mit 2,5 % wiederum Landes- und Bundesdurchschnitt (2,1 % bzw. 2,2 %). Für das laufende Jahr prognostiziere der „IHK-Frühindikator Beschäftigung“ einen Job-Zuwachs von 2,9 % oder 8.000 Stellen.
Fachkräftemange beschäftigt die IHK
Schattenseite der Beschäftigungserfolge sei der zunehmende Fachkräftemangel. „Es ist daher folgerichtig, dass unsere IHK-Organisation das Motto ‚Menschen befähigen – Wirtschaft stärken‘ zum bundesweiten Schwerpunktthema für die Jahre 2017 und 2018 erklärt hat“, so Schlichter. Die IHK stelle dabei vor allem die berufliche Bildung in den Mittelpunkt. Als konkrete Ansatzpunkte benannte der Präsident unter anderem das Projekt Neustart für Studienabbrecher oder die beiden „Azubi-Finder“ der IHK, die dabei helfen, dass Betriebe und junge Menschen zusammenfinden. Mit dem Siegel „IHK TOP-Ausbildungsbetrieb“ unterstütze die IHK Unternehmen, gezielt gute Bewerber für sich zu gewinnen. Außerdem werde die IHK in Kürze einen „Integrationsmoderator“ einsetzen, damit die Integration von Flüchtlingen besser gelingt.
2020 kein Abiturjahrgang in Niedersachsen
Als besondere Herausforderung für die Unternehmen bezeichnete Graf das Jahr 2020. In dem Jahr wird es durch die neuerliche Umstellung der Gymnasialzeit von zurück auf die auch früher üblichen 13 Jahrgänge an den klassischen Gymnasien keine Abiturjahrgänge geben. Hier sieht der IHK-Hauptgeschäftsführer ein Versäumnis der Landesregierung, denn die Unternehmen seien angesichts des drohenden Fachkräftemangels auf die kontinuierliche Ausbildung angewiesen.
Zwei wichtige politische Weichenstellungen stehen an
IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf stellte wesentliche Projekte der IHK im laufenden Jahr vor.
„Die wirtschaftspolitischen Weichen werden bei der Bundestagswahl im September und der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar 2018 gestellt“, so Graf. Die IHK bringe sich in beiden Fällen mit Positionspapieren ein, im Vorfeld der Bundestagswahl auch mit regionalen Podiumsdiskussionen. Inhaltlich plädiert die IHK-Organisation dafür, die Steuerbelastungen angesichts von Rekordsteuereinnahmen insgesamt zu reduzieren. Konkret solle der Bund die Stromsteuer deutlich senken, am besten sogar abschaffen, um dem Energiekostenanstieg entgegenzuwirken. Für die Landesebene sprach sich Graf gegen bürokratische Hürden für verkaufsoffene Sonntage aus. Ziel sollte vielmehr sein, Verkaufsöffnungen ohne besonderen Anlass an vier Sonntagen im Jahr zu ermöglichen.
Stellten den Geschäftsbericht 2016 der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim vor: IHK-Präsident Martin Schlichter und IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf.
IHK für bessere Verkehrswege in der Region
Top-Thema der IHK bleibt weiter die regionale Infrastruktur. Zwar habe die Region bei der Verteilung der Mittel aus dem Bundesverkehrswegeplan sehr gut abgeschnitten. Doch sei die Umsetzung nicht immer ein Selbstläufer. Das betreffe etwa den vierstreifigen Ausbau der Europastraße 233. Hier will die IHK noch stärker für das Projekt werben und hat daher vor kurzem zusammen mit dem Wirtschaftsverband Emsland und der Ems-Achse den Förderverein „pro E 233“ gegründet. Dieser soll die Vorteile des Ausbaus in der Öffentlichkeit noch deutlicher machen. In diesem Sinne seien die Partner gemeinsam auch eine „Bürgerinitiative dafür“, so Graf.
Mit Blick auf die Digitalisierung der Wirtschaft kündigte Graf an, dass die IHK ab August erste Abschlussprüfungen online für die Ausbildereignung durchführen werde.