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Kondolenzbuch für verstorbenen Altkanzler Dr. Helmut Kohl

Wolfgang Beckermann, Kondolenzbuch

Die Stadt Osnabrück hat im Foyer des historischen Rathauses ein Kondolenzbuch für den am Freitag im Alter von 87 Jahren verstorbenen Altkanzler Dr. Helmut Kohl ausgelegt.

Wolfgang Beckermann, Allgemeiner Vertreter des Oberbürgermeisters, trug sich als erster in das Buch ein.

Foto (Stadt Osnabrück, Simon Vonstein): Wolfgang Beckermann, Allgemeiner Vertreter des Oberbürgermeisters, trägt sich vor dem Friedenssaal in das Kondolenzbuch für Dr. Helmut Kohl ein.

Dazu: HASEPOST-Zeitreise in die 90er Jahre: Helmut Kohl in der Osnabrücker Stadthalle.

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AFP

Für den Grill? Wertvoller Koi-Karpfen überlebt versuchten Diebstahl womöglich nicht.

Koi Karpfen

Am frühen Sonntagmorgen wurde ein Unbekannter in Bersenbrück (Landkreis Osnabrück) beim Diebstahl von Koikarpfen ertappt. Dem Täter gelang danach zwar die Flucht, jedoch blieb er dabei ohne Beute.

Bewohner eines Grundstückes an der Quakenbrücker Straße hatten gegen 4 Uhr verdächtige Geräusche aus dem Garten vernommen. Man nahm eine Taschenlampe zur Hand und ging der Sache nach.

Teurer Fisch lag im Trockenen in einem Korb

Am Gartenteich ertappte man dann den unbekannten Mann, der mit einem Kescher bereits einen mehrere hundert Euro wertigen Koikarpfen aus dem Wasser geholt und in einen Korb gelegt hatte. Als der Täter angesprochen wurde, lief der sofort aus dem Garten in unbekannte Richtung davon. Der etwa 30cm lange Fisch wurde zwar wieder ins Wasser gesetzt, es ist aber unklar, ob er überleben wird.

Der Dieb war nach Angaben der Polizei etwa 25 bis 30 Jahre alt, circa 170cm groß und hatte dunkle kurze Haare. Bekleidet war er bei Tatausführung mit einem blauen Kapuzenpullover und einer grauen Jogginghose. Hinweise in der Sache nimmt die Polizei Bersenbrück entgegen.

 

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Foto: Symbolbild

AFP

Leiter des Planetariums aus Osnabrück war den Sternen ganz nah

Dr. Andreas Hänel , Planetarium Osnabrück
Dr. Andreas Hänel , Planetarium Osnabrück

Als Leiter des Osnabrücker Planetariums ist Dr. Andreas Hänel ohnehin immer ganz nah an den Sternen. Bei einem ganz speziellen Forschungsflug in Kalifornien konnte der Wissenschaftler vor ein paar Wochen allerdings den Sternen einige tausend Meter näher kommen als es ihm bislang möglich war.

Dr. Andreas Hänel ist seit 1986 Leiter des Planetariums im Museum am Schölerberg und seit 1993 Lehrbeauftragter im Fach Astronomie der Universität Osnabrück.
Unter dem Motto „Wissenschaft erleben – Wissenschaft vermitteln“ konnte Hänel im Mai gemeinsam mit anderen Lehrkräften an einem Forschungsflug an Bord der fliegenden Sternwarte SOFIA teilnehmen. Andreas Hänel berichtete von dem besonderen Erlebnis, über das er als SOFIA Botschafter seinen Schülern und Studenten noch viel erzählen wird.
Sein Ziel ist das Interesse an der Astronomie den Schülerinnen und Schülern und Besuchern des Planetariums zu vermitteln und so hatte er sich auf eine Fortbildung fernab der Heimat eingelassen.

Über Stuttgart zur NASA nach Palmdale

Bereits Wochen vor dem Mitflug fand in Stuttgart ein Vorbereitungstreffen für den Flug mit der weltweit einzigen fliegenden Sternwarte statt.
Dann ging es via Los Angeles im Kalifornien weiter nach Palmdale, zum Standort von SOFIA. Von dort startet das fliegende Labor regelmäßig seit 2010.

In Kalifornien angekommen, konnten die teilnehmenden Lehrkräfte die Labore und den Hangar auf dem NASA Gelände besichtigen und mussten sie sich in einem Egress-Training mit dem Umgang mit Schwimmwesten, unterschiedlichen Sauerstoff-Versorgungssystemen und Funkgeräten vertraut machen.

Sofia Flightplan, Source FlightAware
Der Flugplan von SOFIA in der Nacht vom 25. auf den 26. Mai 2017
(Quelle FlightAware).

Nach einer weiteren Sicherheitsbelehrung an Bord startete SOFIA am Mittwoch, den 25. Mai 2017 um 20:03 Uhr, direkt nach Sonnenuntergang in Richtung Westen und drehte gleich nach Nordosten ab. Das Zickzack-Muster der Flugroute wird durch die zu beobachtenden Objekte am Himmel bestimmt. Bei 37000 Fuß (11278 Meter) Flughöhe betätigte der Flugingenieur vom Cockpit den Schalter zum Öffnen des am Rumpf linksseitig angebrachten Tors und für die Insassen unmerklich öffnete sich langsam das etwa vier mal sechs Meter große Teleskop Tor.
Die Teleskopsektion ist durch ein Druckschott von der übrigen Kabine getrennt, in der neben der dreiköpfigen Cockpitbesatzung bis zu 15 Wissenschaftler, Techniker und Beobachter arbeiten.

Das „Life Support System“ immer am Mann tragend konnten die Pädagogen die Messungen und die Arbeit der Wissenschaftler an Bord verfolgen und auch einen kurzen Blick ins Cockpit werfen.

SOFIA ist auch Hightech Made in Germany

Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) ist ein fliegendes Teleskop, welches die NASA in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für Infrarotastronomie entwickelt hat.
Dafür wurde an Bord einer umgebauten Boeing 747SP ein Spiegelteleskop installiert. SP bedeutet „special performance“, der Flugkörper ist kürzer und speziell für längere Flugstrecken ausgelegt.

SOFIA Boeing 747SP
Das fliegend Teleskop hat einen effektiven Spiegeldurchmesser von 2,5 m (gesamt 2,7m) an Bord einer umgebauten Boeing 747SP (Bild- Uni Kassel)

Das SOFIA-Teleskop wurde im Auftrag des DLR von den Firmen MT-Mechatronics (früher: MAN) und Kayser-Thiede entwickelt. Da es während der Messungen auf Luftkissen gebettet ist, vibriert die tonnenschwere Anlange selbst nicht, „nur“ das Flugzeug an sich. Der Flug fand lediglich 1-2 km über einem normalen Linienflug also in etwa 13km Höhe (43.000 Fuß) statt, trotzdem war Andreas Hänel froh darüber in der ersten Nacht einen Pullover und eine Fleecejacke dabei gehabt zu haben, da es dort oben in der Nacht fürchterlich kalt gewesen ist.

Geflogen wird oberhalb von Verkehrsflugzeugen

Der Hauptspiegel des SOFIA Teleskops hat einen Durchmesser von 270 Zentimetern und eine – durch die Abschattung (Obstruktion) der beiden kleineren Spiegel – effektive Öffnung von 250 Zentimetern. Das mit Rahmen, Lagern und Zusatzinstrumenten rund 17 Tonnen schwere Teleskop wurde nach Transport durch ein Airbus-Beluga-Flugzeug im Februar 2004 installiert.
Das Teleskop ist fokusseitig ständig zugänglich. Objektivseitig herrscht jedoch der niedrige Außendruck und 210…230 Kelvin Kälte.

Für die richtige Einstellung sorgt im Wesentlichen der entsprechende Steuerkurs des Flugzeugs, das Teleskop sieht per Zahnkranzantrieb gesteuert mit 15-70° Elevation nur backbordseitig (= links) aus dem Flugzeug und kann mit Linearmotoren +/–3° weit feinjustiert werden.

Die Flughöhe ist aus verschiedenen Gründen notwendig, zum einen vermeidet es die Konflikt mit den Flugrouten der Linienflüge, zum anderen erreicht SOFIA auch so eine Höhe, die über der Tropospähre liegt, so dass sie ihre Messungen mit Infrarotstrahlung durchführen kann, ohne vom Wasserdampf gehindert zu werden.

SOFIA muss auch militärische Gebiete umfliegen, bzw die nötige Erlaubnis zum Überflug muss eingeholt werden, so dass Abweichungen, auch aus technischen Gründen, immer eine neue Flugberechnung notwendig machen, die zwischen Pilot und Wissenschaftlichen abgestimmt werden.

SOFIA, mit dem Infrarotteleskop an Bord, hat den Vorteil das sie oberhalb der Troposphäre, die einen Großteil der Infrarotstrahlung absorbiert, fliegen kann. Zudem sind die Kosten für die Wartung geringer, verbesserte Technik kann leichter nachgerüstet werden als in Teleskopsatelliten. Im Gegensatz zu Teleskopsatelliten, bei denen der Kühlmittel nach wenigen Jahren erschöpft ist, ist bei Sofia eine Betriebsdauer von 20 Jahren geplant.

SOFIA Boeing 747
Das fliegende Teleskop hinter der „Klappe“ im Rumpf der Boeing 747SP (Foto: Universität Stuttgart).

Schwerpunkt der wissenschaftlichen Zielsetzung ist die Erforschung der Entwicklung von Milchstraßensystemen sowie die Entstehung und Entwicklung von Sternen und Sonnensystemen aus interstellaren Molekül- und Staubwolken.
Der besondere Vorteil eines fliegenden Teleskops ist die Durchlässigkeit der Erdatmosphäre für Infrarotstrahlung auf Höhe des in 13 km Flughöhe.

Orion NASA
Orion mit Infrarot betrachtet
Bild NASA/IRAS

SOFIA untersucht verschiedene Arten Astronomischer Objekte und Phänomene, aber die meist interessierten sind:

  • die Geburt und der Tod von Sternen
  • Formation neuer Sonnsysteme
  • Identifikation Komplexer Moleküle in All
  • Planeten, Kometen, und Asteroiden des Sonnensystems
  • Nebel, und Staub in Galaxien
  • schwarze Löcher im Zentrum der Galaxien

Internationale Zusammenarbeit funktioniert

Fasziniert hat Dr. Andreas Hänel an dem deutsch-amerikanischen Projekt mit internationaler wissenschaftlicher Beteiligung die gute Zusammenarbeit, trotz unterschiedlicher Maßsysteme.
SOFIA hat die Aufgabe das für das Auge nicht Erkennbare doch ein Stück erkennbarer zu machen und so der Antwort auf diese Frage aller Fragen ein Stück näher zu kommen, weitere Informationen zu dem Flug von Andreas Hänel auf seinem Blog, wo er auch dem Phänomen der Lichtverschmutzung näher auf den Grund geht. Anhand von Aufnahmen der Städte aus großer Höhe ist aufgrund weißlicher Beleuchtung LED und gelblicher Beleuchtung – Natrondampfbeleuchtung die verwendete Energieart erkennbar, jedoch sind einige Städte auf gelbliche LED Beleuchtung umgestiegen, so dass die Unterscheidung nicht mehr so simpel scheint.

Dr. Andreas Hänels Blog:
http://infrarotastro.blogspot.de

 

AFP

Kabelbrand und Gasalarm in Hasbergen

Am Sonntag Nachmittag kam es zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst in Hasbergen. Nach einem unterirdischen Kabelbrand trat dort Gas aus der Erde aus.

Um 14:28 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei zu einer verdächtigen Rauchentwicklung an der Osnabrücker Straße alarmiert. „Bei Eintreffen der Feuerwehr trat Rauch aus vier Gullis auf einem 150 Meter langen Straßenstück aus.“, schilderte uns Pressesprecher Dennis Halsband die anfängliche Situation.

Austritt von Rauch aus der Straße, Gasaustritt wurde festgestellt

„Da kein offenes Feuer zu sehen war, untersuchten wir den Bereich direkt mit Wärmebildkameras und Gasmessgeräten. Dabei stellten wir eine sehr hohe Konzentration von Erdgas fest.“, so Halsband weiter. Der Neubau der Straße wurde erst vor einigen Monaten fertiggestellt. Die höchste Gaskonzentration ermittelte die Feuerwehr in einem Bereich, wo zuletzt ein altes Gebäude abgerissen wurde.

Kabelbrand und Gasalarm in Hasbergen

Sofortige Evakuierung der Anwohner durchgeführt

Binnen von 10 Minuten evakuierten Feuerwehr und Polizei daraufhin rund 25 umliegende Häuser. Außerdem wurde eine Löschwasserversorung aufgebaut und Feuerlöscher an den betroffenen Stellen bereitgestellt. Zeitgleich wurden die Stadtwerke Lengerich sowie die Elektrizitätsgenossenschaft Hasbergen alarmiert, um die Zufuhr von Gas und Strom abzustellen, die Leitung zu entlüften und die Leckage zu suchen.

Für die evakuierten Anwohner wurde das Schulzentrum Hasbergen bereitgestellt, wo eine Schnell-Einsatz-Gruppe des Rettungsdienstes die Betreuung im weiteren Einsatzverlauf übernahm.

Kabelbrand und Gasalarm in Hasbergen

Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz

Zahlreiche Kräfte waren im Einsatz. Rund 60 Feuerwehrleute aus Hasbergen, Niedermark und Hagen sowie zehn Streifenwagenbesatzungen der Polizei waren vor Ort. Weitere Einsatzkräfte des Rettungsdienstes kamen mit der SEG6 aus Hagen / GM-Hütte – Holzhausen hinzu.

AFP

Durch Osnabrück mit Volker Bajus

Unsere Redaktion hatte für eine Woche einen rein elektrischen Tesla als Testfahrzeug zur Verfügung (erste Artikel dazu hier und hier). Wir haben uns gedacht, warum nicht eine Fahrt durch Osnabrück unternehmen, mit einem Lokalpolitiker, der sich ganz besonders für die Verkehrswende in der Hasestadt engagiert?

Volker Bajus, grüner Landtagsabgeordneter und im Rat der Stadt Osnabrück für seine Partei auch als Verkehrsexperte aktiv, war gleich bereit mitzufahren. Aus einer ursprünglich geplanten Spritztour wurde eine fast einstündige Stadtrundfahrt, die wir vorsichtig auf etwas mehr als eine halbe Stunde geschnitten haben.

Kein Thema bleibt ausgespart

Die Themen reichen vom persönlichen Hintergrund (der Schwiegervater war Fahrlehrer) über die Sharrow-Markierungen auf der Lotter Straße, den Neumarkt über die Zukunft von Volkswagen im Fledder bis zu Osnabrück, als besonders lebenswerte Stadt im Grünen.

Vielen Dank an Volker Bajus, der nicht nur ein angenehmer Beifahrer war, sondern sich auch die Zeit genommen hat, dass wir bei dieser Fahrt den Menschen Volker Bajus besser kennenlernen können.

AFP

Zeitreise Osnabrück: Helmut Kohl macht Wahlkampf für Christian Wulff

Helmut Kohl in Osnabrück

Aus gegebenem Anlass, dem Tod von Helmut Kohl, dem „Kanzler der Einheit“, haben wir wieder einen Zeitreisenden für die HASEPOST losgeschickt.

Heute reiste Christoph Bertels mit einem Schwarzweißfilm in der Kamera für uns zurück in das Jahr 1994, als die Stadthalle auch offiziell noch Stadthalle genannt wurde. Das genaue Datum ist der 6. Februar 1994, ein Sonntag.

Ein noch recht junger Christian Wulff, erst 35(!) Jahre alt, ohne jede Erfahrung in der Landespolitik, mit erstaunlich dunklen Haaren und einer irgendwie aus den 80er Jahren herübergeretteten Brille, will nicht nur erstmals in den Landtag gewählt werden, sondern auch gleich Ministerpräsident werden.
Protegiert wird der Junge aus Osnabrück seinerzeit vom ewigen Kanzler Dr. Helmut Kohl, ohne den eine solche Karriere niemals möglich gewesen wäre. Viele Jahre später wird der Altkanzler Wulff dann als „eine Null“ und als „großen Verräter“ bezeichnen.
Kohls „Mädchen“, Angela Merkel, fehlt auf diesem Bild und bei dieser Wahlkampfveranstaltung, weil sie – ebenfalls protegiert vom Dicken aus Oggersheim – in Berlin als Frauenministerin den FDJ-Stallgeruch abschütteln musste, bevor sie 11 Jahre später in die Fußstapfen ihres Mentors treten kann.
Anders als bei Christian Wulff wird diese Karriere langlebiger sein, aber auch Merkel bekommt im Alter von Kohl ihr Fett weg. Angeblich konnte die Ostdeutsche „nicht richtig mit dem Messer essen“ und sie habe auch sonst als Kanzlerin „keine Ahnung“, diktierte Kohl angeblich dem WDR-Journalisten Heribert Schwan in den Block, der statt einer autorisierten Biographie lieber selbst ein Buch daraus machte, was zu allerlei Streit mit dem gealterten Politiker führte, wobei kurz vor Kohls Tod die Gerichte gegen den vertragsbrüchigen Rotfunker entschieden.

Die 1994er CDU-Spitzentruppe für Niedersachsen

Aber zurück in die Osnabrücker Stadthalle, wo ganz rechts der junge Christian Wulff zusammen mit der damaligen Spitzentruppe der Niedersachsen-CDU dem Kanzler der Einheit lauscht.
Direkt neben Wulff die ehemalige Gesundheitsministerin Rita „wo sind die Kondome“ Süssmuth und daneben der gebürtige Osnabrücker Rudolf Seiters, der von 1991 bis 1993 als Bundesinnenminister das Amt inne hatte, das ein anderer Osnabrücker in diesen Tagen so gerne übernehmen würde.

Mit dem Wünschen war das auch 1994 so eine Sache. Der Versuch von Christian Wulff Ministerpräsident zu werden scheiterte nur gut einen Monat später brutalstmöglich an einem fest im Amt sitzenden Gerhard Schröder. Doch Wulff gab nicht auf – und scheiterte erneut 1998 gegen seinen Widersacher.
Erst 2003 schaffte es Wulff zum Landesvater gewählt zu werden, nachdem die beiden Kurzzeit-Amtsinhaber Gerhard Glogowski und Sigmar Gabriel jede Rest-Sympathie für die Sozialdemokratie in Niedersachsen verspielt hatten (SPD -14,5%).
Wulffs seinerzeitiger Langzeitgegner Gerhard Schröder sollte übrigens 1998 Helmut Kohl aus dem Kanzleramt vertreiben, während er es in der vorherigen Bundestagswahl 1994 nochmals und zum fünften Mal, allerdings bereits mit erheblichen Verlusten mit einer CDU/FDP-Koalition schaffte. Aber das ahnte an diesem Sonntag im Februar noch niemand in der Stadthalle. Und wer damals vorausgesagt hätte, dass ausgerechnet der 35jährige Christian Wulff einmal Bundespräsident werden würde, der wäre wohl ausgelacht worden.

Burkhard Jasper über Helmut Kohl

Ein Weggefährte von Christian Wulff, der als Politiker mehrmals die Gelegenheit hatte mit Helmut Kohl zusammenzutreffen, wird wohl auch im Februar 1994 in der Stadthalle gewesen sein.
Der Landes- und Lokalpolitiker Burkhard Jasper schrieb am Abend des 16. Juni 2017 unserer Redaktion: „Helmut Kohl hat die europäische Einigung vorangetrieben, deshalb und wegen der Durchsetzung der Nachrüstung die Einheit Deutschlands ermöglicht und dann gestaltet, so dass der innere und äußere Frieden gesichert wurde. Als er Osnabrück besuchte, war er vom Blick auf die Marienkirche und das Rathaus begeistert. Gern und oft habe ich ihn als CDU-Kreisvorsitzender in unserer Friedensstadt begrüßt.“

Hier die anderen bislang erschienenen Folgen unserer Osnabrücker Zeitreise.

Unser Artikel zum Tod von Altkanzler Helmut Schmidt 2005.

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Foto: Christoph Bertels

AFP

Zwei Dutzend Baustellen in Osnabrück während der Sommerferien

Baustelle

Die Stadt Osnabrück sowie die Stadtwerke-Tochter SWO Netz GmbH nutzen die verkehrsarmen Sommerferien und beginnen mit notwendigen Baumaßnahmen im Stadtgebiet.

Die Planungen sind im Rahmen des gemeinsamen Baustellenmanagements von Stadt und SWO Netz GmbH eng abgestimmt. Trotzdem können diese sowie bereits laufende Maßnahmen teilweise zu Verkehrsbehinderungen führen.

Die online verfügbare Liste der laufenden Baumaßnahmen verzeichnet unter www.osnabrueck.de/baustellen mehr als zwei Dutzend Baustellen im Stadtgebiet Osnabrück.
Rund die Hälfte der Baumaßnahmen wurde gezielt in die verkehrsärmeren Schulferien verlegt, wobei ein Teil der Baustellen bereits aktiv sind (zweiter Teil der Liste).

Die Liste der Sommerferien-Baustellen (ab 22. Juni):

Hauswörmannsweg (Schölerberg): Ab Ferienbeginn wird der Einmündungsbereich in die Iburger Straße umgebaut. Für die Arbeiten wird der Hauswörmannsweg für die Dauer der Sommerferien voll gesperrt. Die Arbeiten sollen innerhalb der Ferien bis zum 2. August abgeschlossen sein.

Bramscher Straße (Sonnenhügel): In den Ferien beginnt die SWO Netz GmbH mit der Erneuerung der Kanäle im Abschnitt von der Weserstraße bis zur Süntelstraße. Der erste Teilabschnitt erstreckt sich vom Kreuzungsbereich Weserstraße bis zur Höhe „Blumen Kersten“. Die Arbeiten wandern unter abschnittsweiser Vollsperrung der Bramscher Straße weiter bis zur Süntelstraße und dauern bis Ende 2018.

Frankenstraße (Fledder): Ab Juli erneuert die SWO Netz GmbH die Versorgungsleitungen sowie die Kanalisation im Abschnitt zwischen Dammstraße und der Bahnunterführung an der Wasastraße. Für die Arbeiten ist eine Vollsperrung der Frankenstraße bis Ende 2017 erforderlich.

Pottgraben (Innenstadt): Ab dem 18. Juli setzt die SWO Netz GmbH einen neuen Kanalhausanschluss für das neue Alando-Hotel. Der Abschnitt zwischen Heinrich-Heine-Straße und Niedersachsenstraße wird dafür für zwei Wochen bis Ende Juli voll gesperrt.

Erich-Maria-Remarque-Ring (Innenstadt): In den Ferien saniert die SWO Netz GmbH einen Wasserhausanschluss auf Höhe des Iduna-Hochhauses. Dafür muss eine der beiden Fahrspuren in Richtung Berliner Platz für die Dauer von einer Woche gesperrt werden.

Hier wird schon gebaut und in den Ferien fortgesetzt:

Sandforter Straße (Voxtrup): Seit Mitte Juni saniert die SWO Netz GmbH unter Vollsperrung die Kanalisation im Abschnitt zwischen Heideweg und dem Kreisel Düstruper Straße. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Juli an. Der Verkehr wird während der Maßnahme in beide Richtungen über Heideweg, Seilerweg, Wellmannsweg und Düstruper Straße umgeleitet.

An der Blankenburg/Lengericher Landstraße (Hellern): Seit Anfang Mai verlegt die SWO Netz GmbH neue Versorgungsleitungen auf Höhe des ehemaligen Max Bahr-Geländes. Die Lengericher Landstraße ist in beide Richtungen auf jeweils eine Spur verengt und wird am Wochenende vom 30. Juni bis 2. Juli voll gesperrt. Bis Anfang August ist zudem der Hörner Weg voll gesperrt.

Miquelstraße/Am Riedenbach (Schölerberg): Seit Mitte April erneuert die Stadt die Verbindung zwischen Iburger Straße und Meller Straße. Während der Sommerferien wird der Verkehr im Abschnitt „Am Riedenbach“ von der Josefskirche bis zur Einmündung Meller Straße im Einbahnstraßenverkehr Richtung Meller Straße geführt. In Gegenrichtung wird der Verkehr über die Meller Straße und Rosenplatz zur Iburger Straße umgeleitet.

Hermann-Ehlers-Straße (Sutthausen): Seit Anfang April saniert die SWO Netz GmbH die Gas- und Wasserleitungen zwischen „Am Wulfter Turm“ und Middenkamp. Der Verkehr auf der Hermann-Ehlers-Straße wird hierfür noch bis Ende September je nach Bauabschnitt per Ampelschaltung geregelt. Im weiteren Verlauf der Hermann-Ehlers-Straße wird im Rahmen der begonnenen Umgestaltung des Haltepunktes „Sutthauser Bahnhof“ der Verkehr stadtauswärts über die Malberger Straße und die von-Galen-Straße in Holzhausen geführt. Stadteinwärts ist die Hermann-Ehlers-Straße als Einbahnstraße befahrbar. Diese Verkehrsführung wird voraussichtlich bis Ende August andauern.

Wittekindstraße (Innenstadt): Seit Anfang April erneuert die SWO Netz GmbH die Versorgungsleitungen im Abschnitt zwischen Möserstraße und Alte Poststraße. In diesem Bereich kann es abschnittsweise zu Fahrspursperrungen kommen. Die Arbeiten sind voraussichtlich im Herbst 2017 beendet.

Oldenburger Landstraße (Haste): Seit Anfang März verlegt die SWO Netz GmbH eine neue Wasserhauptleitung vom Hochbehälter Piesberg Richtung Innenstadt. Am 19. Juni wird die derzeitige Vollsperrung auf Lechtinger Gebiet im Abschnitt zwischen „Zum Gruthügel“ und der B68-Brücke aufgehoben. Die Baustelle wandert weiter stadteinwärts: Ab dem 19. Juni regelt eine Ampelschaltung den Verkehr im Osnabrücker Abschnitt zwischen der B68-Brücke und „Im Hone“. Die gesamte Maßnahme soll Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Am Galgesch (Schölerberg): Seit Anfang März erneuert die SWO Netz GmbH im gesamten Bereich zwischen Voxtruper Straße und Meller Straße unter Vollsperrung die Versorgungsleitungen. Die Arbeiten sollen im Juli abgeschlossen sein.

Weitere Infos zu den kommenden und laufenden Baumaßnahmen gibt es auch unter www.osnabrueck.de/baustellen, zu den Busumleitungen unter www.swo.de/verkehrsmeldungen.

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AFP

Motorradfahrer kollidiert mit Van am Heger-Tor-Wall

Am Mittag kam es auf dem Osnabrücker Wall zu einem Unfall, bei dem ein Motorradfahrer durch einen Zusammenstoß im Gegenverkehr verletzt wurde.

Gegen 14:35 Uhr kam der Biker kurz hinter dem Heger Tor in Richtung Stadthaus von seiner Fahrbahn ab, überfuhr die Leitschwelle zur Fahrbahnabgrenzung und kollidierte mit einem entgegenkommenden Kleintransporter.

Kradfahrer bei Frontal-Crash verletzt

Der Kradfahrer wurde zwar durch den Crash verletzt, war jedoch ansprechbar. Nach notärztlicher Versorgung wurde er vom Rettungsdienst in ein Osnabrücker Krankenhaus gebracht. Am Motorrad entstand großer Schaden, der Transporter wurde lediglich im Bereich der Stoßstange beschädigt.

Warum der Kradfahrer in den Gegenverkehr geriet, ist bislang unklar. Die Polizei hatte vor Ort jedoch keine Anhaltspunkte auf ein Fremdverschulden.

AFP

Bundespolizisten retteten Entenküken das junge Leben

Entenküken, Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim
Foto: Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim

Eine Streife der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim hat heute Vormittag einem Entenküken das noch junge Leben gerettet.

Die Beamten hatten das kleine Küken bemerkt, wie es ganz alleine ohne seine Familie und offensichtlich orientierungslos auf der Autobahn 280 herumlief.

Rettungsaktion endete glücklich im Teich

Weil sich das junge Tier durch seinen Spaziergang auf der Fahrbahn in akute Gefahr gebracht hatte, fingen die tierlieben Bundespolizisten das Küken vorsichtig ein.

Nach der Rettungsaktion wurde es schließlich unversehrt zu seiner Entenfamilie in einem angrenzenden Teich gebracht.

 

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Foto: Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim
Quelle: Bundespolizei PM

AFP

Bei diesem Wetter sind die Pflanzen in Osnabrück durstig

Georg Pellemeyer, OSB
Der Schlossgarten, so wie er ist, braucht viel Pflege. (Foto: OSB)

Auch wenn der Sommer kalendarisch erst in der kommenden Woche beginnt und zum Wochenende eine kleine Pause einlegt, die OsnabrückerServiceBetriebe (OSB) sind schon jetzt gefordert, damit das Grün in der Stadt nicht unter den sommerlichen Temperaturen leidet.

Gärtner Georg Pellemeyer, der auf unserem Titelfoto mit dem Traktor im Schlossgarten unterwegs ist, hat einen Wassertank am Haken, der 5.000 Liter kühles Nass fasst.

Seit Dienstag ist der Schlossgarten auch wieder mit Sommerblumen bepflanzt. Während der Anwachsphase und bei dieser Witterung sind die Sprenkler im Schlossgarten täglich im Einsatz. „Bei Bedarf wird die Bepflanzung noch zusätzlich gegossen, was ungefähr auf 2x die Woche hinausläuft“, erklärt auf Nachfrage Karin Hofmann, Pressesprecherin der OSB.

Osnabrücker Service Betrieb (OSB) im Schlossgarten
Mindestens 2x pro Woche werden die Blumen im Schlossgarten „von Hand“ gewässert.

 

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Fotos: OSB

AFP