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Wie das „the Bulldog“ in Osnabrück den Burger neu definieren will

Tom Tenk (links) und Marius Richter (rechts) , the Bulldog
Tom Tenk (links) und Marius Richter (rechts) mit einem Mitarbeiter in ihrer Mitte

Es hätte für das Team rund um Restaurantleiter Tom Tenk so einfach sein können, wenn sie die Neueröffnung vom „the Bulldog“ an der Pagenstecherstraße einfach auf den 1. Juli festgelegt hätten. Doch es soll noch der Juni werden und am letzten Juni-Wochenende wird geübt bis alle Handgriffe sitzen. 

Wir konnten an einem Testlauf teilnehmen und hatten Gelegenheit auch ein wenig hinter die Kulissen zu schauen.

the Bulldog Osnabrück, Pagenstecherstraße
Fleisch. Kreisch! 180 Gramm Rindfleisch zwischen zwei Brötchenhälften: Alles Made in Osnabrück!

Lokale Lieferanten und Frische sind Teil des Konzepts

Ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal, das auch auf der Karte groß herausgestellt wird, ist die Verbundenheit zu lokalen Lieferanten und vor allem das Bekenntnis zur Frische aller Zutaten.
So kommt es – und da sind wir bereits hinter den Kulissen – dass es keinen Tiefkühlzelle im Gebäude gibt. Selbstverständlich werden alle Zutaten ordentlich gekühlt, aber halt nicht eingefroren. Das trifft ganz besonders auf die wichtigste Zutat für die Burger zu: das Beef!

Fleisch und Wurst von Mandel – Brötchen von Coors

Das frische Rindfleisch, das zu Portionen a 180 Gramm zwischen den Brötchenhälften landet, wird von der Osnabrücker Fleischerei Mandel angeliefert und erst vor Ort durch den Fleischwolf geschickt. Die Brötchen, die richtigerweise „Buns“ oder „Brioche“ heißen, haben ebenfalls weder eine Tiefkühlung gesehen noch einen weiten Weg hinter sich.
Für diese wichtige Zutat zeichnet die hiesige Bäckerei Coors zuständig, wie auch für die Hotdog-Brötchen, zu denen sich die ebenfalls von Mandel gelieferten gesellen.
Bleibt die wichtigste Beilage: die Pommes Frites. Hier ist es zwar nicht möglich sich auf einen Bauern oder womöglich sogar ein Feld zu konzentrieren, doch der umtriebige Tom Tenk versichert auch hier auf lokale Herkunft zu setzen. Die Erdäpfel werden selbstverständlich auch erst vor Ort in Streifenform geschnitten.

the Bulldog Osnabrück, Pagenstecherstraße
Charmanter Service am Platz im „the Bulldog“.

Qualität zum fairen Preis

Die acht Burger- und fünf Hotdog-Variationen auf der Speisekarte, darunter eine vegetarische Variante, liegen preislich alle unter 10 Euro. Los geht es bei einem klassischen Hamburger mit 7,40 Euro, einen „Cornddog“ erhält der hungrige Gast bereits für 4,90 Euro. Als Zuwahl empfehlen sich Fritten, auf Wunsch auch mit Knoblauch verfeinert oder mit Chili-Cheese-Cream und Jalapenos gepimpt.
Da das Rindfleisch nicht binnen kürzester Zeit vom Aggregatzustand „tiefgefroren“ zu Röstaromen befördert werden muss, ist die Variante „Medium“ der Standard, den Chef Marius Richter in der offenen Küche zubereitet – wer es mehr „durch“ will, sollte dies bei der Bestellung anmelden.

Neben der Standardkarte sollen nach der Anfangsphase auch regelmäßig Aktionsburger neue Akzente setzen; eine Mittagskarte soll ebenfalls bald nachgereicht werden.

Die Öffnungszeiten beginnen täglich um 12 Uhr, geschlossen wird erst wieder um 23 Uhr – Freitag- und Samstagnacht erst um 1 Uhr.

Adresse: Pagenstecherstraße 48, 49090 Osnabrück. Rund 40 Plätze im Lokal, bei gutem Wetter 25 Plätze zusätzlich auf der Terrasse.

Die beiden wichtigsten Fragen zum Schluss:

„Wann geht es los“, wollten wir von den Betreibern Waldemar Schmidt und Christian Hampe wissen: Bis Dienstag (27. Juni) soll alles soweit sein, dass das „The Bulldog“ für alle hungrigen Osnabrücker geöffnet hat.
Und „warum eigentlich ‚the Bulldog'“? Darauf hat Restaurantleiter Tom Tenk eine überzeugende Antwort: „the Bull“ steht für das 100% Beef der Burger und das „dog“ für das zweite Standbein, die Hotdogs.

Wie das "the Bulldog" in Osnabrück den Burger neu definieren will
Thomas Jankowski, hier links neben Restaurantleiter Tom Tenk, lieferte die Bilder für das Innenraum-Design.

 

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Titel: Tom Tenk (links), Marius Richter (rechts) und ein Mitarbeiter in ihrer Mitte

AFP

Bäume wurden für einen Zaun gefällt – doch der wurde auch sechs Monate später noch nicht bestellt

Mehrere Dutzend teils sehr alte Bäume wurden im Januar im Natruper Holz gefällt. Hintergrund der wilden Holzerei im städtischen Waldgebiet war ein geplanter neuer Zaun für die Landesaufnahmestelle (LAB), die im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus untergebracht ist und direkt an das Waldstück grenzt. Passiert ist seither nichts. Wir haben nachgefragt.

Noch immer liegt ein Großteil der gefällten Bäume rings um das ehemalige Bundeswehrgelände im Wald herum. Kleinere Bäume, Äste und Gestrüpp wurden oft nur an den Rand der Waldwege geschleppt und erinnern so weiterhin an die Fällaktion zu Jahresbeginn.

Nachgefragt bei den Holzfällern und ihrem Auftraggeber

Unsere Redaktion fragte beim für die Baumfällarbeiten zuständigen Osnabrücker Service Betrieb (OSB) nach, warum denn die vielen inzwischen toten Bäume auch nach mehr als einem halben Jahr noch im Wald herumliegen?
Und auch von der in Braunschweig ansässigen zentralen Dienststelle der Landesaufnahmebehörde baten wir um Auskunft, warum denn der scheinbar so drängende Austausch des mit Stacheldraht bewehrten Zauns, der jahrzehntelang eine NATO-Anlage schützen konnte, noch nicht durchgeführt wurde?

Tote Bäume bleiben aus ökologischen Gründen im Wald

Die Antwort des städtischen Unternehmens OSB fiel sehr kompakt aus. Katrin Hofmann, Pressesprecherin der Osnabrücker Grün-Spezialisten, schrieb auf unsere Nachfrage: „Aus ökologischer Sicht soll Totholz als Nahrungsquelle -und Habitat für Vögel/Insekten nach Möglichkeit im Wald verbleiben.“

Neuer Zaun muss erst noch bestellt werden

Auf die Frage, warum auch knapp ein halbes Jahr nach der winterlichen Holzfällaktion noch keine Arbeiten am Zaun der ehemaligen Bundeswehrliegenschaft feststellbar sind, antwortete Hannah Buschmann von der LAB: „Die Ausschreibung für die Zaunanlage wird in Kürze veröffentlicht. Mit dem Baubeginn ist dann Ende Juli zur rechnen, sodass die Anlage zum Ende des Monats August fertiggestellt wird.
Anstelle des vielfach durchtrennten Maschendrahtzaunes wird ein Doppelstabmattenzaun verbaut, der es Außenstehenden erschwert unrechtmäßig in die Liegenschaft zu gelangen. Darüber hinaus wird diese Zaunanlage mit einen Übersteigungsschutz versehen, um das Eindringen in die Liegenschaft möglichst ausschließen zu können.“

Sammelunterkunft hat ein Problem mit unbefugten „Gästen“

Von Seiten der Landesbehörde wurde uns zusätzlich auch noch mitgeteilt, warum der alte Zaun aus den Zeiten des Kalten Krieges inzwischen nicht mehr ausreicht. Dazu Hannah Buschmann von der LAB: „In der Liegenschaft wurden in der Vergangenheit Asylbegehrende angetroffen, die versuchten Sachleistungen zu erschleichen bzw. unerkannt in der Liegenschaft übernachteten. Auf Grund der Fürsorgepflicht gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern, vor allem aber den alleinreisenden Frauen und Kindern, wird auf die Sicherheit ein besonderes Augenmerk gelegt.“

Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen„Selbstverständlich“, so die Landesbeamtin, ist es den Bewohnerinnen und Bewohnern möglich Besuch zu empfangen. „Dieser muss sich allerdings an der Wache ausweisen und an- sowie wieder abmelden.
Dazu werden Besucher in einem Besucherbuch erfasst. Sollten die Besucher das Gelände bis zum Ende der Besuchszeit um 22 Uhr nicht verlassen haben, wird eine Nachsuche veranlasst. Übernachtungen sind nur in begründeten Einzelfällen und nach Prüfung möglich. Dazu gehören beispielsweise die Möglichkeit der Unterstützung pflegebedürftiger Familienangehöriger oder die Wahrung des Familienverbunds.“

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AFP

Caro-Schüler brachten mit Arduino LEDs zum Leuchten

Prof. Dr. Michael Brinkmeier, Mathematik- und Physiklehrer Kai Crystalla
Prof. Dr. Michael Brinkmeier und der Mathematik- und Physiklehrer Kai Crystalla

Wie in den vorherigen Jahren, fanden auch in diesem Jahr kurz vor den Sommerferien Projekttage am Gymnasium Carolinum in Osnabrück statt. Dort konnten sich die Schüler in verschiedenen Projekten engagieren, wie z.B. Wandern, Rugby oder auch „Stricken für Frühchen“ und „Wie vegan kann man sein?“ – aber auch Digitaltechnik stand auf dem Programm.

Für die technisch Interessierten gab es unter anderem das Arduino-Projekt „Messen und Steuern mit Arduinos“, geleitet von Lehrer Kai Crystalla in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Michael Brinkmeier von der Universität Osnabrück.

Was ist ein Arduino?

Ein Arduino ist ein kleiner ,,Computer’’ mit einer Soft- und Hardware. Eine solche Physical Computing Plattform erstellt grob gesagt Systeme durch Soft- und Hardware, die eine Beziehung zwischen der digitalen Welt und dem Menschen herstellen. Mit einem solchen Arduino können elektronische oder mechanische Geräte wie LEDs, Motoren oder Servos angesteuert werden.

Mit dem von Dr. Michael Brinkmeier geschriebenen Programm abbozza! kann man Arduinos einfach programmieren.

Arduino Projekt, Gymnasium Carolinum
Die LEDs wurden nacheinander zum Leuchten gebracht und blinken. Die „Metallteile“ sind Widerstände, die an den Arduino gekoppelt worden sind. Ob eine LED leuchtet oder blinkt und in welcher Reihenfolge dies geschieht, wird mit dem Programm abbozza! am Laptop festgelegt.

Nach den Ferien gibt es Robotik am Caro

LED Farbmischung
Aus den Farben Grün, Rot und Blau einer runden MiniLED entstehen alle Farben.

Nach den Sommerferien beginnt am Carolinum eine Kooperation mit der Universität Osnabrück im Bereich Robotik. Dank des Engagements von Prof. Dr. Michael Brinkmeier und dem Mathematik- und Physiklehrer Kai Crystalla werden voraussichtlich noch mehr solcher lehrreichen und technisch interessanten Projekte am Caro möglich sein.

 

Arduino Projekt, Carolinum Osnabrück
Kopplung zweier 4*4 LED Platten, die rechte Platte blinkt, die zweite Platte links leuchtet durchweg blau, der rote Punkt wechselt zufällig seine Positionen auf der Platte, er kann auch auf die andere Platte herüber wandern, was amüsante Effekte ergibt.

 

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Das Titelfoto zeigt links Prof. Dr. Michael Brinkmeier (Uni Osnabrück, Fachbereich Informatik) mit einer 8*8 LED Platte. Die LED Platte leuchtet hier in Regenbogenfarben. Kai Crystalla (Gymnasium Carolinum Osnabrück, Physik/Mathematik) zeigt einen Laptop, auf dem das Programm abbozza! läuft (alle Fotos: Mareke Sophie Specker)

AFP

Der Osnabrücker Schlossgarten soll einen großen Brunnen bekommen

Schlossgarten Osnabrück Neuplanung
Entwurf: POLA Berlin

Einfach war die Aufgabe nicht, der sich insgesamt 15 Planungsbüros stellten. Am Donnerstagnachmittag wurde von einer Jury ein Siegerentwurf ermittelt. Und auch wenn auf den Entwurfszeichnungen schon alles fertig umgesetzt aussieht: Das „wann“ und „wie genau“ steht noch nicht fest.

Der von dem Berliner Planungsbüro POLA eingereichte Entwurf, der von einer achtköpfigen Jury als Sieger gekürt wurde, sieht auf der Fläche zwischen der großen Liegewiese und dem historischen Schlossgebäude eine gepflasterte Fläche vor, in deren Mitte ein großes kreisrundes Becken zum zentralen Element wird.

Springbrunnen und Pflasterfläche für mehr „Aufenthaltsqualität“

Bislang befinden sich in diesem Bereich neun jedes Jahr verschieden bunt bepflanzte Beete, die jeweils links und rechts von insgesamt sechs kleinen Springbrunnen eingerahmt werden.
Der neue große Springbrunnen soll von Sitzelementen eingefasst werden, die dem Platz due bei Neuplanungen gerne bemühte „Aufenthaltsqualität“ geben soll.

Wir fragen unsere Leser:

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Zwar werden durch die Pflasterung der Fläche die bisherigen Blumenbeete entfallen, erklärte Stadtbaurat Frank Otte am Rande der Entwurfspräsentation in der Aula des Universitätsgebäudes, dafür sollen jedoch im weiteren Bereich des Schlossgartens neue Beete entstehen, die dann zum Beispiel den neugestalteten Kinderspielplatz umfassen.

Jury Schlossgarten Osnabrück Neuplanung
Teile der Jury, bestehend aus (v.l.n.r.) Prof. Dipl.-Ing. Rainer Sachse, Prof. Cornelia Müller (Juryvorsitzende), Stadtbaurat Frank Otte und Jochen Füge (Wettbewerbsmanagement).

Spielplatz zieht von der Mensa zum Ratsgymnasium

Der bisherige Spielplatz, zwischen der Mensa und dem EW-Gebäude der Universität, wird schon bald durch einen Uni-Neubau entfallen. Als neuen Standort haben die Planer aus Berlin eine Ecke zwischen Ratsgymnasium und OsnabrückHalle auserkoren.

Der geplante Neubau der Universität – das „Studienzentrum“ – war auch Impulsgeber für die Planungen, die nur schrittweise umgesetzt werden sollen. Voraussichtlich, so der Stadtbaurat, wird der neue Kinderspielplatz zusammen mit dem Neubau der Universität der erste Baustein sein, der zeitnah umgesetzt wird.

Open Air Bühnen werden einfach aufzubauen sein

Der Entwurf des Planungsbüros POLA, das dafür ein Preisgeld in Höhe von 17.500 Euro erhielt, ermöglicht zukünftig auch eine einfachere Nutzung des Schlossgartens für Open Air Veranstaltungen. Wenn der Platz erstmal gepflastert ist, müssen die Bühnenbauer ihre temporären Konstruktionen nur noch über das Wasserbecken hinweg bauen.

Schlossgarten Osnabrück Neuplanung
So soll es zukünftig vor der OsnabrückHalle aussehen (Entwurf POLA Berlin).

Wann alle Elemente der Planung tatsächlich umgesetzt sein können, ist noch offen.
Als nächstes werden die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses (StUA), voraussichtlich im August, die Pläne zu sehen bekommen.
Ab dem 8. August soll der Siegerentwurf auch der Öffentlichkeit, voraussichtlich in der Schlossaula oder im Dominikanerkloster, zugänglich gemacht werden.

Heiko Pohlmann

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AFP

Schlägt ein irrer Hundehasser in Osnabrück Auto-Windschutzscheiben ein?

Windschutzscheibe

Die inzwischen mehr als 165.000 Osnabrücker verteilen sich auf rund 85.000 Haushalte. Hält man die in Summe nur wenig mehr als 6.000 zur Hundesteuer erfassten Hunde dagegen, von denen auch zahlreiche gemeinsam in einem Haushalt leben, gibt es nur in deutlich weniger als jedem zehnten Osnabrücker Haushalt einen Hund.

Das ausgerechnet nur Haushalte in denen ein Hund gehalten wird, Opfer einer Vandalismusattacke werden, erscheint vor dem Hintergrund dieser Zahlen sehr unwahrscheinlich.

Einer Leserin der HASEPOST, die angesichts des ihr bereits zugefügten finanziellen Schadens lieber nicht genannt werden möchte, kam es daher seltsam vor, was sie in ihrer Nachbarschaft beobachtete und was ihr selbst passierte.

Tatwaffe hat einen viereckigen Kopf

Ein unbekannter Täter hatte Ende vergangener Woche die Windschutzscheibe des Autos unserer Leserin mit einem einzelnen gezielten Schlag zerstört. Exakt das gleiche Schadensbild zeigten in der direkten Nachbarschaft, einer ruhigen Wohngegend nahe der Paracelsusklinik am Natruper Holz, auch drei weitere Autos. Im Abstand von mehreren Tagen wurden die Familienwagen, allesamt keine besonders provozierenden Luxusautos, Ziel einer Sachbeschädigung. Vermutlich könnte ein Zimmermannshammer verwendet worden sein, denn auf einen spitz zulaufenden Hammerkopf deutet das Schadensbild hin. In der noch nicht reparierten Verbundglasscheibe unserer Leserin ist noch gut die viereckige Spitze zu erkennen, mit der ein einzelner Schlag auf die Scheibe ausgeführt wurde.

Auto vor der Attacke gezielt ausgewählt?

Zwei Beobachtungen machten unsere Leserin stutzig: Ihr Auto stand zum Zeitpunkt der Sachbeschädigung nicht direkt an der Straße, sondern seitlich neben ihrem Wohnhaus, als letztes von insgesamt drei in der Reihe parkenden Autos.
Der Täter muss also an zwei von der Straße aus viel leichter erreichbaren Autos vorbei gegangen sein um zum Objekt der sinnlosen Tat zu gelangen.
Und auch die anderen Autos, die in den Tagen zuvor Ziel eines ähnlichen Angriffs wurden, standen zwischen zahlreichen anderen Autos geparkt. Allen „Opfern“ gemein ist allerdings ein Umstand: Sie sind Hundebesitzer.
Man trifft sich regelmässig in der Nachbarschaft oder im nahen Natruper Holz, und so machte die Geschichte von dem seltsamen Vandalismus schnell die Runde und man kam schnell darauf, dass der zerstörerische Vandale offenbar nur Herrchen oder Frauchen eines Vierbeiners trifft.
An Zufälle will nun keiner mehr glauben, die Verunsicherung ist groß.

Täter schlug am Vormittag zu

Bei den Recherchen unserer Redaktion trafen wir auf eine weitere Hundebesitzerin aus einer Parallelstraße, bei der die Windschutzscheibe inzwischen sogar zum zweiten Mal zerdeppert wurde. In einem Fall lässt sich die „Tatzeit“ auf die Vormittagsstunden eines ganz normalen Wochentags eingrenzen.
Erneut stand das Zielobjekt des Vandalen zwischen zahlreichen anderen Autos und wurde offenbar gezielt ausgesucht.

Auf Nachfrage unserer Redaktion konnte Anke Hamker, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Osnabrück einen angezeigten Vandalismusfall bestätigen.
Leider, das ergaben unsere Recherchen, haben nicht alle der Geschädigten den Gang zur Polizeiwache angetreten. Allerdings wurde uns auch berichtet, dass in einem Fall ein Anruf bei der Polizeiwache in der Winkelhausenstraße bei einer Geschädigten den Eindruck erweckt hätte, dass so eine kaputte Windschutzscheibe lediglich als Bagatelle aufgefasst würde, denn „die Kaskoversicherung bezahlt ja den Glasschaden“.

Anke Hamker von der Polizeipressestelle bekräftigte jedoch im Gespräch mit der HASEPOST, dass Geschädigte bei einem derartigen Vorfall keinesfalls darauf verzichten sollten bei der nächsten Polizeidienststelle Anzeige zu erstatten: „Die Polizei kann nur ermitteln, wenn Sie Hinweise auf eine Straftat bekommt“.

AFP

HASEPOST wünscht allen Lesern tolle Sommerferien!

Wenn am Donnerstag die Straßen wie ausgestorben wirken, dann hat das seinen Grund: In Niedersachsen sind vom 22. Juni bis 2. August „große Ferien“, also Sommerferien!

Zwar hat längst nicht jeder unserer Leser schulpflichtige Kinder im Haus, aber egal ob es nun um die langen Sommerferien oder das um den Freitagnachmittag verlängerte Wochenende geht: Wir wünschen allen unseren Lesern schöne Sommerferien!

HASEPOST macht selbstverständlich keine Sommerpause.

AFP

Osnabrücker Polizei gelingt Schlag gegen Bande litauscher Einbrecher

Polizei Symbolbild
Symbolbild

Aufgrund einer Vielzahl von Einbruchsdiebstählen in Stadt und Landkreis Osnabrück sowie im angrenzenden Westfalen wurde bei der Osnabrücker Polizei eigens hierfür eine Ermittlungsgruppe gebildet. Mit Erfolg, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

In den Fokus der Ermittler geriet dabei eine litauische Tätergruppe von zehn Beteiligten wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls.

Für Einbrüche extra nach Deutschland gereist

Nach derzeitigem Ermittlungsstand reisten zwei Mitglieder der Gruppe wiederholt aus Litauen ein, um von Osnabrück aus Einbrüche in Häuser zu begehen. In Osnabrück wohnende Mittäter sorgten für die Logistik, stellten ihre Wohnungen als Unterkunft zur Verfügung und meldeten ein für die Taten benutztes Fahrzeug auf ihren Namen an. Es konnte festgestellt werden, dass die Täter mit dem bereitgestellten Auto mehrmals täglich insbesondere durch die westlich und östlich gelegenen Wohngebiete Osnabrücks fuhren, um dort infrage kommende Häuser auszukundschaften.

Diebesgut im Wert von 180tausend Euro

Derzeit können 14 Einbrüche aus den Jahren 2013 bis zum heutigen Tag nachgewiesen werden, die von den beiden Einbrechern der Bande begangen wurden. Das bei diesen Taten erlangte Diebesgut hat einen Wert von ca. 180.000 Euro. Am gestrigen Dienstagnachmittag wurden umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen bei den Beschuldigten durchgeführt. Bei Wohnungsdurchsuchungen im Osnabrücker Stadtgebiet konnten umfangreiche Beweismittel, wie z. B. Diebesgut (Schmuck, technische Geräte, Lebensmittel) sichergestellt werden.

Nur die beiden Haupttäter wanderten in den Knast

Die beiden 29 und 52 Jahre alten Haupttäter wurden von Spezialkräften der Polizei außerhalb ihrer Unterkunft aufgrund vorliegender Haftbefehle festgenommen und befinden sich nun in Untersuchungshaft.
Die übrigen Beschuldigten wurden nach Durchführung erkennungsdienstlicher Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

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Das Hotel Residenz am Rosenplatz wird nie wieder Gäste empfangen

Hotel Residenz
Hotel Residenz, Foto: Steve McGuire

Die Homepage ist noch online und lockt zum täglichen, von 6.00 bis 12.00 Uhr reich gedeckten Frühstücksbüffett, „mit allem was für ein herrlichen Start in den Tag benötigt wird“. Doch alle Buchungsversuche für ein Einzelzimmer zu 65,50 Euro oder das „Doppelzimmer Komfort“ für 85 Euro führen ins Leere. 

Steve McGuire war für uns an der Ecke Johannisstraße/Schepelerstraße und hat nochmals einen Blick auf längst vergangene Hotel-Herrlichkeit geworfen.

Eine ‚Perle‘ geht am Rosenplatz verloren!

Bereits vor einigen Tagen hat das alteingesessene ‚Hotel und Café Residenz‘ an der Johannisstrasse seine Pforten für immer geschlossen. Das nostalgisch anmutende Hotel, dass sich selbst bescheiden als ‚einfaches‘ Hotel bezeichnet hatte, war seit 1996 unter neuer Leitung und musste vermutlich der anwachsenden Mitbewerberzahl an neuen ‚Budget‘-Hotels in und um dem Bahnhofsviertel Tribut zollen.

Hotel Residenz Osnabrück
Alle Schlüssel für den Portier am Brett, der Fahrstuhl ordentlich als „Hotel-Lift“ beschriftet. Das Hotel Residenz war ein Überlebender aus einer anderen Zeit.

Ein Hotel wie bei Miss Marple oder Derrick

Die Einrichtung die eher einem ‚Miss Marple‘ oder ‚Derrick-Krimi‘ entsprach wirkt einer längst vergangenen Zeit entsprungen. Cremefarbene Plüsch- und Omasessel kombiniert mit klassisch verzierten Prägetapeten und 50er/60er Jahre Kronleuchter, dazu das ein oder andere ‚Hirsch vor Gebirge‘-Gemälde erweckten den Eindruck ‚Humphrey Bogart‘ persönlich sei vor wenigen Minuten eingecheckt.
Alteingesessene Etablissements wie das Hotel Residenz gelten in vielen deutschen Großstädten als ‚hip‘, ‚cool‘ oder ‚chabby chic‘ und können sich wachsender Beliebtheit erfreuen.

Im Video: Der Charme vergangener Zeiten

Ein Verlust, während die Neustadt gerade wieder auflebt

So mancher Künstler oder berühmte Band haben in den zurückliegenden Jahrzehnten manch einen feuchtfröhlichen Abend in der kleinen aber feinen hoteleigenen Bar genossen.
Für Osnabrück und den Rosenplatz ein schmerzlicher Verlust, wobei gerade die Osnabrücker Neustadt mit der Lebendigkeit der kulturellen Vielfalt (Rosenhof, Bar-Projekt 36,…etc.) eine positive und deutliche Verjüngung mit Zukunftspotenzial erlebt! Schade, schade.

Für alle Nostalgiker findet am morgigen Mittwoch (21. Juni) ein Inventarverkauf in den Räumlichkeiten des Hotels statt. Alles an beweglichen Mobiliar wird veräußert. Startschuss ist um 15 Uhr.

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AFP

Bombe am Kanal bei Bramsche Achmer/Pente wird gesprengt

Evakuierung Bramsche

Bei Baggerarbeiten wurde am Dienstag am Zweigkanal im Ortsteil Pente eine Fliegerbombe aus dem Weltkrieg gefunden.

Nach Angaben der Polizei muß die Bombe vor Ort gesprengt werden. Es wird ein Sicherheitsradius von 1000m um den Fundort gezogen. Eine Evakuierung ist erforderlich.

Der geplante Sammelpunkt ist in der Dorfgemeinschaftsanlage in Achmer, an der Schulstraße 2.

Die Stadt Bramsche hat ein Bürgertelefon eingerichtet: 05461 83 444.

 

Luftbild: Polizei
AFP

Warum stehen die Warnungen vor dem „Toten Winkel“ im toten Winkel?

Toter Winkel Kampagne Osnabrück

Insgesamt 12 Fahrradfahrer starben seit 2004 auf den Osnabrücker Straßen. Viele davon gerieten im sogenannten „Toten Winkel“ unter abbiegende LKW.

Eine aktuelle Hinweiskampagne für mehr Verkehrssicherheit erreicht allerdings vorwiegend Fußgänger.

Unter Federführung der IHK, zusammen mit der Handwerkskammer und dem Logistikverband KNI sowie dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe (GVN) fanden in den vergangenen Jahre zahlreiche Veranstaltungen statt, um für mehr Sicherheit auf Osnabrücks Straßen zu sorgen und sowohl LKW-Fahrer wie Radfahrer für das Risiko im Toten Winkel übersehen zu werden zu sensibilisieren.

Nachdem 2016 auf Großflächenplakaten an den Einfahrstraßen auf die Gefahren beim Abbiegen hingewiesen wurde, läuft in diesem Sommer eine erneute Plakataktion auf zahlreichen CityLight-Postern in der Osnabrücker Innenstadt. Die Warnplakate wurden oft in direkter Nähe zu potentiellen und bekannten Unfallstellen aufgehängt.
Kleiner Schönheitsfehler: Sie hängen allesamt auf der von der Fahrtrichtung abgewandten Seite und werden von den eigentlichen Adressaten, den LKW- und Fahrradfahrern nicht gesehen.

An der „Todeskreuzung“ zeigt das Plakat zu einer Hauswand

Auch an einem besonders sensiblen Standort, in Sichtweite zur der als „Todeskreuzung“ bekannten Kreuzung Johannistorwall / Kommenderiestraße, wurde ein Warnplakat aufgehängt. Dort hatte es in den vergangenen Jahren mehrfach tödliche Unfälle gegeben.
Das CityLight-Gerät an der gegenüberliegenden Straßenseite des Unfallschwerpunkts steht jedoch leicht verdreht zur Straße und wird zudem entgegen der Fahrtrichtung von parkenden Autos verdeckt. Nur wer sich als Fußgänger zwischen Hauswand, Fahrrad- und Parkstreifen hindurchzwängt, kann dieses Plakat sehen.
Damit die „bezahlte“ Werbung in der Fahrtrichtung auch wirklich gut von den Verkehrsteilnehmern gesehen werden kann, wurde seinerzeit bei der Aufstellung an der unfallträchtigen Kreuzung extra ein Parkplatz auf dem Seitenstreifen entfernt und eine Fläche vor dem Plakatständer freigelassen.
Die Rückseite ist allerdings für den Betreiber der CityLight-Anlagen offensichtlich nicht besonders wichtig – hier allerdings landete die Kampagne mit dem unter Umständen lebensrettenden Hinweis. Ähnlich sieht es nicht nur an der „Todeskreuzung“, im gesamten Stadtgebiet ist die Platzierung auf der Rückseite für Verkehrsteilnehmer nur schlecht wahrnehmbar.

Ströer CitylightNur wenige Meter weiter, auf der gegenüberliegenden Seite des Johannistorwalls (siehe Titelbild), wurde ein weiteres Poster aufgehängt. Auch an diesem Standort präsentiert sich das Plakatmotiv nur den Fahrradfahrern, die hier entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung radeln – oder Fußgängern auf dem Weg zur nahen Arbeitsagentur.

Zielgruppe: zu Fuß gehende LKW- und Fahrradfahrer?

Unsere Redaktion fragte sowohl bei der Stadtverwaltung als auch bei der Kampagne federführenden Industrie- und Handelskammer nach.
Dr. Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt Osnabrück, verweist darauf, dass LKW-Fahrer genauso wie Fußgänger und Fahrradfahrer mit der Kampagne erreicht werden sollen.
Auch IHK-Geschäftsführer Eckhard Lammers erklärt es ähnlich: „Damit erreichen wir vor allem diejenigen, die zu Fuß unterwegs sind. Diese sind aber oft zu anderen Zeiten auch Radfahrer (oder Pkw- bzw. Lkw-Fahrer) oder Multiplikatoren wie zum Beispiel Eltern, die ihre Kinder sensibilisieren können.“ Dass die Platzierung nicht sonderlich glücklich ist, muss aber auch der IHK-Chef zugeben: „Sicher hätten wir zusätzlich auch gern die stärker straßenzugewandte Seite genutzt. Damit wären jedoch ganz erhebliche Kosten bei einem fraglichen entsprechenden Mehrwert verbunden gewesen.“

„Gute Werbeplätze“ werden lieber an Bordellbetriebe vermietet

Hintergrund der schlechten Platzierung auf den CityLight-Postern ist ein zwischen der Stadtverwaltung und der Firma Ströer geschlossener Werbevertrag. Der sichert nach Informationen unserer Redaktion der Stadt die kostenlose oder zumindest preisreduzierte Nutzung einiger auf städtischem Grund stehenden Werbeflächen zu.
Die wirklich guten (zur Straße gerichteten) Platzierungen behält sich aber die Firma Ströer vor, zum Beispiel für die Bewerbung von Bordellbetrieben.
Die genauen Regelungen des zwischen der Stadt und dem Werbevermarkter geschlossenen Vertrags sind geheim.

Weiterlesen: Wie Stadtverwaltung und Werbevermarkter Ströer miteinander ein Wifi-Netz aufgebaut haben.

AFP