Polizeidirektion Osnabrück
Location : Osnabrück NI DE
Einstellungsvoraussetzung ist ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelorstudium mit mindestens einer durch. Beschreibung der Tätigkeit:….
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Am Freitagnachmittag, 02.11.2018, kam es in Osnabrück zur Kollision zwischen einem LKW und einer Radfahrerin.
Gegen 15:10 Uhr fuhr die Radlerin an der Hannoverschen Straße stadteinwärts, als sie von einem LKW erfasst wurde, der in gleiche Richtung fuhr und von der Fahrbahn auf eine Hofeinfahrt abbog.
Die Radfahrerin war zu diesem Zeitpunkt vermutlich auf dem Fußweg unterwegs, statt den vorgeschriebenen Radweg zu benutzen. Trotz seines Schulterblicks sah der LKW-Fahrer die Radfahrerin nicht, die dann vom rechten Hinterrad des Lastwagen erfassst wurde.
Schwer verletzt wurde die Radlerin vom Rettungsdienst in ein Osnabrücker Krankenhaus gebracht.
Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.
Einige Menschen haben Sie schon – Solaranlagen auf den Dächern ihrer Häuser. Doch die Anlagen eignen sich bei weitem nicht für jedes Haus. Es muss genügend Fläche zur Verfügung stehen, die auch regelmäßig von der Sonne beleuchtet wird. Außerdem sind die Elemente meist nicht sehr schön und es wird kompliziert, wenn eines von ihnen kaputt geht. Forscher der Michigan State University (MSU) haben nun durchsichtige Solarzellen entwickelt, die man an jedem handelsüblichen Fenster anbringen kann.
Laut Professor Richard Lunt von der MSU könnte diese neue Technik die Solarpanelen auf dem Dach komplett überflüssig machen: „Wir analysierten deren Potential und zeigen, dass wir lediglich beim Einfangen von unsichtbarem Licht ein ähnliches Energiepotential nützen wie bei den Dachpaneelen und gleichzeitig erhöhen wir die Energieeffizienz von Gebäuden, Automobilen und mobiler Elektronik.“ Die neuen Solarelemente lassen sich zudem leichter anbringen und austauschen und sind natürlich deutlich unauffälliger, als die großen Dachanlagen.
Jedes Element besteht aus einem Plastik ähnlichen Material, das organische Moleküle enthält, die vom Forscherteam der MSU entwickelt wurden. Diese Moleküle absorbieren nicht-sichtbare Wellenlängen des Sonnenlichts, die durch sehr dünne Photovoltaik-Streifen durchgeleitet werden, die am Rande der Paneele sitzen und Energie erzeugen. Besonders an gläsernen Wolkenkratzern könnte diese Technologien große Mengen an Energie erzeugen. Aber auch an ganz normalen Hausfenster, oder Autoscheiben könnten die Solarzellen angebracht werden.
Hier ein kleiner Eindruck von dem Wissenschaftler und dem Projekt
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=qMhdpWMDp04&w=560&h=315]
Quelle: MSU
Am Freitagnachmittag (2.11.2018) wurde eine Fahrradfahrerin auf der Hannoverschen Straße (Osnabrück Fledder) bei einem Unfall mit einem LKW schwer verletzt.
Nach ersten Informationen der Polizei ist der Unfallhergang noch unklar. Polizei und Rettungsdienst sind vor Ort.
Der Unfall ereignete sich kurz nach 15 Uhr im Bereich der Kreuzung Stahlwerksweg/Frankenstraße (Staples/Telekom).
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Symbolbild
Eine Ölspur, die sich über weite Teile der Osnabrücker Fußgängerzone erstreckte, brachte am Freitagvormittag zahlreiche Fahrradfahrer zu Fall. Die Reinigungsarbeiten dauerten am Freitagmittag noch an.
Nach Angaben der Polizeiinspektion Osnabrück wurde der Leitstelle am Freitagmorgen mitgeteilt, dass es im Bereich Domhof, Nikolaiort und Krahnstraße zu mehreren Stürzen von Radfahrern und Fußgängern gekommen sei. Die Polizei sicherte und sperrte den Bereich, der „spiegelglatt“ war und nahm erste Ermittlungen auf.

Offensichtlich hatte eine Kehrmaschine Öl verloren, das sich dann mit dem Regen mischte und zu einer spiegelglatten Fläche führte. Der betroffene Bereich ist abgesperrt, eine Spezialfirma mit der Reinigung beauftragt.
Der Polizei sind bis jetzt zwei verletzte Radfahrer bekannt, andere Personen, die ebenfalls durch Stürze verletzt worden sind, sollten sich bei der Polizei unter 0541 327 2315 oder 0541 327 2215 melden.
Es war ein denkbar schlechtes Timing der Stadtverwaltung, dass am Donnerstagabend knapp 150 Helleraner in den Stadtteiltreff Alte Kasse gelockt hatte und am Ende für reichlich Frust sorgte. Ein großer Teil der Helleraner war gekommen um mit Politik und Verwaltung zum Thema des in direkter Nähe der zur Überflutung neigenden Düte geplanten Baugebiets am Kampweg zu diskutieren.
Doch ein Dialog blieb aus, es kam zu Monologen von Seiten der Anlieger und zur immer gleiche Abwehr, wechselweise vom grünen Stadtbaurat Frank Otte und vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank Henning. Inhaltlich konnten oder wollten sich die Vertreter von Politik und Verwaltung nicht mit den Sorgen der Bürger beschäftigen.
Was Frank Henning, der turnusmäßig die Versammlungsleitung übernommen hatte, und Frank Otte den Bürgern zum Tagesordnungspunkt „2c“ (geplante Bebauung Kampweg) zu sagen hatten, hätte dem Leitfaden eines Callcenter-Mitarbeiters entnommen sein können.
„Kommen Sie zur Informationsveranstaltung kommende Woche“ und „schicken Sie uns alles schriftlich, wir können hier nicht im Detail auf Ihre Einwendungen eingehen“, wären im fiktiven Leitfaden eines Callcenter-Agenten die einzigen Antwortmöglichkeiten gewesen, die „im richtigen Leben“ schnell dazu geführt hätten, dass der Bürger entnervt das Gespräch beendet hätte.
Ob es der Glaube an eine hinter der Maske des Bürokraten versteckte Fähigkeit zur Einsicht und zur tief vergrabenen Dialogbereitschaft war? Die Anlieger ließen nicht locker und Frank Henning und Frank Otte wiederholten wieder und wieder ihre zum Mantra gereiften Abwehrsätze gegen die von den Bürgern vorgetragenen Bedenken.
Folgt man der von der Bürokratie vorgegeben Logik, dann konnten die beiden offiziellen Vertreter der Stadt auch gar nicht anders: Der Termin für die Bürgerversammlung war hinsichtlich des geplanten Baugebiets denkbar schlecht gewählt – der Frust war vorprogrammiert.
Erst eine Woche später, am kommenden Mittwoch (7.11.2018, 19 Uhr, Turnhalle der Grundschule Hellern), soll es eine eigene Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema Neubaugebiet an der Düte geben.

Trotz des nicht gerade optimalen Timings der Stadtverwaltung, ließen es sich die Mitglieder der Anliegergemeinschaft vom Kamp- und Tongrubenweg und der Lipper Straße nicht nehmen ihre Anfragen zu verlesen. Das jedoch führte zur zweiten an diesem Abend mehrfach wiederholten Replik von Frank Otte und Frank Henning, die Bürger sollen diese Einwendungen doch bitte auch schriftlich an die Stadt senden, „damit nichts verloren geht“.
Auch von Seiten des SPD Ortsvereins Hellern gab es einen umfangreichen Fragenkatalog zum Status der Planung und zum weiteren Vorgehen, dessen Beantwortung Frank Otte gleich zu Beginn des Tagesordnungspunkts übernahm und in akkustisch kaum verständlichem Singsang und von technischen Problemen begleitet beantwortete.
Statt wenigstes eine Dialog zu simulieren und die Antworten der Verwaltung offen vorzutragen und zu erläutern, las Otte mühsam und monoton von seinem iPad die vorbereiteten Antworten ab. Dabei hielt Otte das eigenwillig funktionierende Mikrofon konsequent falsch, so dass wohl nur ein Bruchteil der Anwesenden mitbekommen haben dürfte, wie die Antworten tatsächlich lauteten. Mehrfache Zwischenrufe, die den Stadtbaurat dazu aufforderten doch endlich das Mikrofon richtig zu halten oder zumindest lauter zu sprechen, blieben erfolglos. Zwischenzeitlich schalteten einige anwesende Vertreter der Verwaltung wenigstens ihre Smartphones aus, die zusätzlich das Mikrofon störten.
Wenn es nicht um so ein ernstes Thema gegangen wäre, hätte dieser Teil der Veranstaltung gut als Comedy-Einlage durchgehen können.
Den Anliegern geht es vor allem darum, dass man sie überhaupt in die Planung einbezieht. Währenddessen liegen inzwischen Entwürfe der Verwaltung vor, die bereits sehr konkret aufzeigen, wie die Bebauung aussehen könnte. Statt wie im direkten Umfeld mit Giebeldächern und in Form von Einfamilienhäusern, sollen die in Nachbarschaft zum Flüsschen Düte geplanten Häuser mit einer Würfelform dem Bauhaus nacheifern und bis zu dreigeschossig ausgeführt werden.
In einem Hintergrundgespräch mit unserer Redaktion erläuterten Vertreter der Verwaltung Anfang der Woche, dass die Flachdach-Idee auch deshalb gewählt worden sei, da man so bei Starkregen das Wasser kurzzeitig auf dem Haus belassen könne, während ein schräges Dach für ein sofortiges Abfliessen sorgt, was man angesichts der Hochwasserproblematik in dem Baugebiet vermeiden wolle.
Trotz der inzwischen schon recht konkreten Entwürfe betonte der SPD-Politiker Frank Henning: „Das ganze Verfahren ist wirklich erst ganz am Anfang“.

Die bereits recht weit fortgeschritten wirkenden Planunterlagen, können online und direkt beim Fachbereich Städtebau bis zum 23.11.2018 eingesehen werden. An dieses Amt sind auch die Bedenken der Anlieger zu richten, die im weiteren Verlauf der Lokalpolitik vorgelegt werden.
Ob und wie zukünftige Hochwasserereignisse, Starkregen oder die vielfältige Natur direkt am Düte-Strand das Projekt noch kippen können, überlässt die Stadtverwaltung externen Gutachtern – oder eben der Politik, die angesichts des starken Anliegerprotests jederzeit die Notbremse ziehen kann. Dass nicht er oder seine Mitarbeiter, sondern die Politik oder Gutachter für den Fortgang der Planungen verantwortlich sind, gehört ebenfalls zu den am Donnerstagabend mehrfach wiederholten Äußerungen des Stadtbaurats.
Mehrere Anlieger wiesen darauf hin, dass erst eine noch nicht genauer terminierte und ihren Auswirkungen noch offene Hochwasserschutzmaßnahme in Georgsmarienhütte zu den Grundbedingungen gehören würde, die doch bitte abzuwarten sei, bevor man von Seiten der Stadt kostspielige Gutachter beauftrage. Davon wollten Frank Henning und Frank Otte aber ebenso nichts wissen („Schicken Sie uns das alles schriftlich“), wie von den Schilderungen des Hochwassers 2010, das nicht nur das direkte Umfeld der Düte betraf, sondern auch jenseits der Lengericher Landstraße und in Hörne für große Zerstörungen gesorgt hatte.
Quelle: YouTube, Nagilum1976
Nur für einen kurzen Moment, nachdem einer Anwohnerin bei der Erinnerung an diese Zeit die Stimme stockte und ihr die Tränen in die Augen stiegen, brach auch der bürokratische Eispanzer des Ratsmitglieds Frank Henning, der sich anschließend selbst daran erinnerte, wie sein Elternhaus vor Jahren von Schlammmassen geflutet wurde.
Erst nach mehr als einer Stunde – nachdem einige Bürger lauthals beklagten, dass ein weiterer Austausch inhaltlich immer gleicher Beiträge auch keine neuen Erkenntnisse liefern wird – wurde dieser Tagesordnungspunkt abgebrochen. Ob die zwei Stunden, die für die Bürgerinformationsveranstaltung am kommenden Mittwoch (19 bis 21 Uhr) angesetzt sind, ausreichen werden, darf bezweifelt werden.
Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.
Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden großen Osnabrücker Krankenhäusern, das in diesem Jahr vom Klinikum Osnabrück „gewonnen“ wurde (HASEPOST berichtete erst vor zwei Tagen) – nun hat auch das Marienhospital sein Baby Numero 1.500 begrüßen dürfen. Und wenn es um neue Erdenbürger geht, gibt es nur Gewinner, daher gratulieren wir auch dem MHO ganz herzlich zu seinem Beitrag zum Osnabrücker Babyboom.
Tian heißt das 1500. Baby, das in diesem Jahr im Marienhospital Osnabrück (MHO) der Niels-Stensen-Kliniken zur Welt kam, auch Mutter Valentina Zuka wurde schon vor 22 Jahren hier geboren. Sie freut sich mit ihrem Mann Admir (26) sehr über das Kind und die Gratulation zur „runden Geburtenzahl“.
Die glückliche Familie dankte dem gesamten Team dafür, dass alles so gut geklappt hat. Tian hat ein Geburtsgewicht von 3440 Gramm und ist 52 Zentimeter groß. Zuhause ist bereits alles für den neuen Erdenbürger vorbreitet, dessen Name übersetzt „Himmel“ bedeutet.
Im kommenden Jahr soll im MHO die Erweiterung der Geburtshilfe angegangen werden. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe wird dann zu einer räumlichen Einheit auf zwei Ebenen. Da der Bau des neuen Kreißsaals sowie des OPs für Kaiserschnitte auf der gegenüberliegenden Seite der jetzigen Station stattfinden wird, werden keine Geräuschbeeinträchtigungen durch die Arbeiten entstehen.
Nach der Fertigstellung ist die Geburtshilfe dann künftig für bis zu 2500 Geburten jährlich bestens aufgestellt. Zurzeit kommen im MHO rund 1800 Neugeborene zur Welt.
Foto: Tian heißt das 1500. Baby, das in diesem Jahr im Marienhospital Osnabrück geboren wurde. Es ist das erste Kind von Valentina und Admir. Ihnen gratulierten (hintere Reihe von links) Stationsleiterin Ursula Frankenberg, Chefarzt Dr. Götz Menke und Hebamme Astrid Tiemann Foto: Niels-Stensen-Kliniken/Daniel Meier
Die Kanalbaustelle im Blumenhaller Weg schreitet weiter voran. Die Arbeiten im Abschnitt zwischen Rückertstraße/Hiärm-Grupe-Straße und Kromschröderstraße sind abgeschlossen. Ab kommenden Montag, 5. November, wandert die Baustelle weiter gen Westen – dann wird die Kreuzung Kromschröderstraße voll gesperrt.
Im Zuge der Vollsperrung ändern sich ab dem 5. November auch die bestehenden Umleitungsstrecken: Die Busse der Linien 91, 491, X493, X150 und N9 fahren in beide Richtungen vom Blumenhaller Weg über Hiärm-Grupe-Straße, August-Hölscher-Straße, Quellwiese und Alfred-Delp-Straße zurück zum Blumenhaller Weg. Dabei bedienen die Busse auch die von der Kromschröderstraße auf die August-Hölscher Straße verlegte Haltestelle „Wüste“. Die Busse der Linie 92, 392 und 393 fahren in beide Richtungen eine Umleitung von der Rehmstraße über Quellwiese und Alfred-Delp-Straße zum Blumenhaller Weg.
Für den Autoverkehr steht weiterhin der Kurt-Schumacher-Damm als Umleitungsstrecke zur Verfügung. Für Radfahrer ist eine südliche Umfahrung über Hiärm-Grupe-Straße und weiter über „Am Schwanenbach“ ausgeschildert.
Ende März hatte die SWO Netz GmbH mit den umfangreichen Arbeiten zur Erneuerung des Schmutzwasserkanals, der Kanalhausanschlüsse und der Gashochdruckleitung im Blumenhaller Weg im Gesamtbereich zwischen Rückertstraße/Hiärm-Grupe-Straße und Alfred-Delp-Straße begonnen. Die Arbeiten finden unter abschnittsweiser Vollsperrung statt und dauern bis Ende Mai 2019.
„Wie“ es die Osnabrücker Rathaus-Grünen zum Ausdruck gebracht haben, auf ihrer Facebook-Präsenz, angesichts einer sicher nicht leichten unternehmerischen Entscheidung und mit Seitenhieb auf die (nun ehemaligen) Gäste des Traditionslokals Fricke Blöcks, das war „daneben“ – aber neue Kneipen könnte die Stadt vertragen. Ein Kommentar.
Die Formulierung „daneben“ wählte auch der Vorsitzende der Grünen Ratsfraktion, Volker Bajus, der sich noch in der Nacht über Facebook zu dem Posting äußerte und den inzwischen gelöschten Kommentar als „Fehler“ bezeichnete.

In der Sache aber stimmt es: Osnabrück – nicht nur das Katharinenviertel – könnte wieder ein paar mehr Kneipen gebrauchen.
Diese (neuen) Kneipen müssen ja nicht unbedingt „abgerockt“ sein, und welcher „Szene“ sie zugehören mögen, ist auch egal, wenn es sie denn nur geben würde und sie auch wirtschaftlich zu betreiben wären. Nicht ohne Grund gibt es den Begriff „Kneipenkultur“. Und genau diese Kultur ist uns abhanden gekommen.
Der „Stammtisch“ wird in der politischen Auseinandersetzung immer wieder herangezogen, wenn es darum geht eine politische Meinung zu diskreditieren. Oft ist es allerdings eben solch ein Stammtisch, an dem sich bei ein paar Bierchen nicht nur die Zunge löst, sondern auch Argumente ausgetauscht werden und eine Diskussion in Gang kommt. Und das geht „Auge in Auge“ übrigens viel besser am Stammtisch als einsam am heimischen Schreibtisch über die Kommentarfunktion von Facebook! Der Stammtisch könnte tatsächlich seinen Beitrag zur Debattenkultur und gegen Politikmüdigkeit beitragen – wenn es ihn denn noch geben würde. Tatsächlich hat der Verfasser dieser Zeilen vor ein paar Jahren mehr als nur „ein paar“ gut gekühlte „Rote“ und „Grüne“ (Liköre mit dem Spitznamen „Schwarze“ gibt es wohl nicht) mit dem damaligen Fraktionsvorsitzenden der Osnabrücker Grünen „gekippt“, und das hat doch vermutlich mehr zum Verständnis der Gegenseite beigetragen, als das kurze „Hallo“ zu dem man sich bei offiziellen Anlässen begegnet.
Wer das Glück hatte in den 80er und 90er Jahren in Osnabrück aufzuwachsen (die Gnade der frühen Geburt), der kennt sie noch, die lebendige und geradezu pulsierende Altstadt mit mehr als einem Dutzend Kneipen und die auch an allen Ausfallstraßen noch reichlich vorhandenen Lokale.
Damals gab es noch Verabredungen mit dem Ziel einmal vom Heger Tor die Lotter Straße und Rheiner Landstraße auf der einen Seite hoch und der anderen Seite wieder herunter zu gehen, und in jeder Kneipe ein Bier zu trinken. Heute könnte das eine recht nüchterne Veranstaltung werden.
Damals wurde am bzw. im Katharinenviertel nicht nur im Fricke Blöcks sondern auch im Nil oder Merlin das Bier hektoliterweise ausgeschenkt. Aber das war eine andere Zeit! Da gab es für den Studenten hinter der Theke noch einen Fuffi „bar auf Tatze“ aus der Kasse. „Mindestlohn“ war ebenso wenig ein Thema wie das Nichtraucherschutzgesetz oder die obligatorische Anmeldung bei dem bürokratischen Monster „Minijobzentrale“. Und es gab weder beim Finanzamt noch beim Zoll detaillierte Arbeitsanweisungen, wie viele Milliliter pro Flasche Schnaps oder Faß Bier in Abzug gerechnet werden dürfen, bevor dem Wirt pauschal eine Steuerhinterziehung vorzuwerfen ist, die dieser dann im Rahmen einer Umkehr des Unschuldsprinzips zu entkräften hat.

Wer heute die mangelnde Kneipenkultur beklagt, sollte einfach mal ein wenig Nachdenken, warum in den vergangenen Jahren so viele Kneipen gestorben sind und die wenigen überlebenden Adressen sich inzwischen einer gehobenen Küche zuwenden.
Natürlich, wir haben heute Netflix, das Internet und flexiblere Arbeitszeiten. Aber ich bin mir sicher, dass es viele Menschen gibt, die gerne einfach nur paar Bier trinken wollen um dabei lediglich eine Frikadelle zu essen. Doch wo geht das noch? Denn selbst eine Frikadelle zu servieren ist vielen Wirten heute oft nicht mehr möglich. Sobald es eine Frikadelle zum Bierchen gibt, droht die Bürokratie wieder voll durchzuschlagen – es sei denn, der leckere Hackfleischbratling wurde fabrikmäßig produziert, ist in Folie eingeschweisst und wird als „Snack“ gereicht. Wird die Bulette hingegen mit ein wenig Senf garniert, in der Mikrowelle erhitzt und auf einem Teller serviert, ist unser Kneipenwirt nach Ansicht der Bürokratie ein Restaurantbetreiber, der eine ordentliche Küche vorweisen und sich um die Kühlkette kümmern muss. Und wer hat es verbrochen? Die Politik!
Mir ist nicht bekannt, dass von Seiten der Grünen es irgendwelche Initiativen gegeben hat, diese ausufernde Bürokratie, die strengen Mindestlohnkontrollen und den Generalverdacht der Steuerhinterziehung für Gastwirte abzubauen. Wer von Seiten der Politik gegen Gastwirte polemisiert, sollte sich bitte vorher selbst fragen, ob es nicht die Politik war und ist, die überhaupt erst dafür gesorgt hat, dass wir immer weniger Kneipen haben.
Und was das Feindbild SUV angeht… auch hier tut Nachdenken manchmal gut. Die hubraumstarken PS-Monster vom Schlage Audi Q7 oder BMW X5 machen nur einen Bruchteil der Zulassungsstatistik aus. Ein Großteil unter der Rubrik SUV geführten Autos sind VW Tiguan, Toyota RAV4 etc. – und die gibt es inzwischen mit Dreizylinder-Motörchen oder Hybridantrieb. Da sitzt dann nicht „der Feind“ hinter dem Steuer, sondern oft nur jemand mit Rückenschmerzen, der gerne ein wenig höher sitzt und es schätzt, bei umgeklappter Rückbank ein Fahrrad(!) oder den Einkauf aus dem Bio-Supermarkt(!!) transportieren zu können!
Und last not least: Mehr als 2.000 Mitarbeiter bei Volkswagen Osnabrück verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Montage u.a. von SUV.
…meint Heiko Pohlmann
Update 23:20: Das Facebook-Posting wurde zwischenzeitlich kommentarlos von der Seite der Grünen Ratsfraktion gelöscht.
Update 06:15 (1.11.2018): Um kurz nach Mitternacht meldete sich Volker Bajus, Vorsitzender der Grünen Ratsfraktion, auf unserer Facebook-Präsenz zu Wort und entschuldigte sich für das Posting, das er als „daneben“ bezeichnete.
Stammgäste und Szenekenner wussten es schon länger, der „Geschmackskomplize“ Tobias Neumann schließt in diesem Herbst sein Fricke Blöcks im Katharinenviertel um sich fortan voll der Steakmeisterei am Heger Tor und ein bisschen mehr auch dem Privatleben zu widmen. Diesen Mittwoch war es soweit, nur ein kleiner Hinweis auf der eigenen Facebook-Präsenz machte es ein wenig öffentlicher.
Die Osnabrücker Grüne Ratsfraktion nutzte die Gelegenheit erneut um via Facebook nachzutreten – wie bereits bei der Schließung des „La Vie“ im Sommer (Link unten).
Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt Tobias Neumann am Mittwochabend, dass er sich sehr über die inzwischen mehr als 50 positiven und aufmunternden Reaktionen unter dem Facebookbeitrag gefreut hat. Und er war auch sehr überrascht, dass trotz Feiertag und nur kurz nach Veröffentlichung bei Facebook, eine Kollegin der Tageszeitung NOZ sich bei ihm meldete und noch am gleichen Nachmittag einen Artikel verfasste, dem nichts hinzuzufügen ist (lesenswert, hier bei den Kollegen der NOZ).
„Nicht im Leben“ hat Tobias Neumann allerdings mit der Reaktion gerechnet, die es auf der Facebookseite der Grünen Ratsfraktion zu lesen gab. Dort heißt es zu dem verlinkten NOZ-Artikel, in dem detailliert beschrieben wird wie sehr er als Unternehmer 10 Jahre mit und für das Fricke Blöcks gekämpft hat und wie schwierig es inzwischen ist Personal zu bekommen und zu halten: „Ein zurück zur leicht abgerockten Szenekneipe wäre eine durchaus wünschenswerte Entwicklung für ein lebenswertes Katharinenviertel ohne SUV-Fahrer*innen..“
Fricke Blöcks Wirt Tobias Neumann schreibt dazu in einer Replik an die Grünen: „Habt wenigstens die Größe diesen Artikel nicht wieder klammheimlich zu löschen wenn ihr den Shitstorm dafür erntet. Ich habe als Unternehmer heute den schwersten Schritt meines unternehmerischen Daseins gemacht, mein Innerstes in die Öffentlichkeit gebracht und die Grünen haben nichts anderes im Sinn als daraus Anti-Auto-Propaganda zu formen.
Für wen oder was haltet ihr euch? Nur einmal fürs Protokoll: DIe meisten unserer Gäste sind mit dem Rad zu uns gekommen, wir haben stets großen Aufwand betrieben Produkte lokaler Manufakturen und Produzenten, möglichst aus Bio- und nachhaltigem Anbau / Produktion zu verwenden und nur weil ein Gericht bei uns nicht für 6,50 zu erhalten war glaubt ihr, ihr dürft euch das hier erlauben?
Ihr habt einfach keinen Anstand. Unglaublich.“
Der Tiefschlag gegen den Gastwirt aus dem Katharinenviertel erinnert an ein ähnlich geschmackloses Posting der Grünen Ratsfraktion anlässlich der überraschenden Schließung des Sterne-Restaurants „La Vie“ im Sommer – seinerzeit wurde ein Sozialneid-Kommentar schnell und heimlich durch eine weniger entlarvende Formulierung ausgetauscht ohne auf den vorherigen Fauxpas einzugehen.