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Zur „Earth Hour“ gehen in Osnabrück die Lichter aus

Earth Hour, Foto: Natalie Arnell
Zur „Earth Hour“ gehen in Osnabrück die Lichter aus

Rund um den Globus gehen am 28. März um 20.30 Uhr für eine Stunde die Lichter aus – da darf Osnabrück natürlich nicht fehlen…

Während der WWF Earth Hour werden tausende Städte ihre bekanntesten Bauwerke dunkel lassen und unzählige Menschen zuhause das Licht ausschalten. Auch Osnabrück ist in diesem Jahr wieder dabei und wird die Beleuchtung des historischen Rathauses sowie zahlreicher anderer Gebäude in der Innenstadt abschalten, um so ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen.

Alles dunkel was für die Stadt Symbolcharakter hat

Earth Hour, Foto: Natalie ArnellNeben dem Rathaus werden in Osnabrück beispielsweise auch die Marienkirche, der Dom und das Schloss im Dunkeln versinken. Erstmals wird in diesem Jahr darüber hinaus die Außenbestrahlung weiterer markanter Gebäude für eine Stunde abgeschaltet: der Katharinenkirche, Johanniskirche und Serbisch-Orthodoxen Kirche, des Heger Tors, einiger historischer Türme und Wehranlagen in der Altstadt sowie des Hauptbahnhofes. Auch der ehrenamtlich besetzte Beirat des „Masterplans 100% Klimaschutz“ beteiligt sich an der Earth Hour. Neben den Kirchen und der Universität schalten beispielsweise die VW Osnabrück AG die Beleuchtung des VW Turms und die IHK die Bestrahlung ihrer Geschäftsstelle am Neuen Graben ab.

Attraktives Rahmenprogramm vor dem Rathaus

Außerdem wird es während der Earth Hour ein kleines Rahmenprogramm geben. Punkt 20.30 Uhr wird eine  Blechbläserin die Stunde der Dunkelheit auf dem Rathausplatz einleiten. Wie in den Vorjahren, werden anschließend Feuerspieler den Platz zum Leuchten bringen und mit der Veranstalterin Natalie Arnell und ihrem Team FireWisperer eine atemberaubende Show zaubern.
Für romantisch besinnliche Momente bieten zahlreiche Gastronomen in der Altstadt ein Candle-Light-Dinner an. Mit dabei sind in diesem Jahr die Trattoria am Markt, das Osnabrücker Pizzahaus, der Ratskeller und die Joe Enochs Sportsbar. Weitere Gastronomen, wie die Lagerhalle, Almani, Marktschänke, Zwiebel, Olle Use und Grüne Gans beteiligen sich ebenfalls, indem sie die Außenbeleuchtung abschalten.

Osnabrück seit 2011 dabei

Die Earth Hour ist ein weltweites Ereignis, an dem sich seit 2011 auch Osnabrück beteiligt. Die Stadt möchte gemeinsam mit über 7.000 Kommunen weltweit, darunter auch Osnabrücks Partnerstädte Haarlem und Twer, ein Zeichen für mehr Umwelt- und Klimaschutz setzen und möglichst viele Bürger, Institutionen und Unternehmen nachhaltig zum aktiven Schutz des Klimas motivieren. Wer auch mitmachen möchte, kann sich unter www.earthhour.wwf.de registrieren und unter anderem Tipps für die eigene Earth Hour entdecken. Um die drängenden Probleme wie Klimawandel zu lösen, genüge ein einmaliges Licht-Aus jedoch nicht. So empfiehlt der WWF zum Beispiel, öfter mal das Auto stehen zu lassen oder bei der Ernährung auf weniger Fleisch und regionale Produkte zu achten.

Hintergrund: 2007 in Sydney gestartet

Die WWF Earth Hour nahm ihren Anfang im Jahr 2007 in Sydney. Mehrere hunderttausend Australier beteiligten sich an der ersten „Stunde der Erde“. Nur zwölf Monate später weitete sich die Aktion zu einem globalen Ereignis aus: Geschätzte 50 bis 100 Millionen Menschen in 35 Ländern schalteten gemeinsam das Licht aus. In Deutschland wird die Earth Hour seit 2009 gefeiert. An der letzten Earth Hour in 2014 nahmen rund 7.000 Städte in 162 Ländern teil. Rund um den Globus gingen die Lichter weltberühmter Gebäude aus – wie zum Beispiel das Kolosseum in Rom oder die Golden Gate Bridge in San Francisco.

Milde Kritik – vor allem der WWF ist nicht unumstritten

Earth Hour, Foto: Natalie ArnellLaut Wikipedia gab es zur Earth Hour Bedenken aus Forschung und Wirtschaft, dass eine zu große Beteiligung an der Aktion zu Abschaltungen im Stromnetz und damit zu einem großflächigen Stromausfall führen könnte, allerdings sind derartige Folgen nirgends Realität geworden.
Die Aktion war auch in der Umweltschutzbewegung aufgrund ihrer reinen Symbolwirkung umstritten. Vielfach wird als Alternative zu einer symbolischen Stunde Dunkelheit der allgemeine Sparwille gefordert – zumindest aber noch mehr Energiesparlampen. So soll eine von der taz beauftragte Studie ergaben haben, dass, falls 50 Prozent der deutschen Haushalte für fünf Minuten das Licht ausschalten, deutschlandweit etwa 343 Tonnen CO2 eingespart würden. Falls aber 50 Prozent der Haushalte Glühbirnen gegen Energiesparlampen tauschten, in einem Jahr 2,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart würden, also 7000-mal so viel wie bei der „Earth Hour“-Aktion.

Viel weitreichender ist die Kritik am Veranstalter WWF, der in Deutschland zum Beispiel nicht mit dem Spendesiegel versehen ist. Einer der größten Skandale der letzten Jahre (und es gab einige) war die Elefantenjag des spanischen Königs Juan Carlos 2012, der bis dahin als Ehrenpräsidenten der spanischen Sektion des WWF tätig war.

HP, unter Verwendung von Material der Stadt Osnabrück und Natalie Arnell, Fotos: Natalie Arnell
AFP

Orientierungsworkshop zur Studienwahl in den Osterferien

Symbolbild Vorlesung, Lernen, Schule
Orientierungsworkshop zur Studienwahl in den Osterferien

In der Reihe »Durchstarten ins Studium« bietet die Zentrale Studienberatung Osnabrück am Freitag, 10. April, von 9.30 bis 15 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung unter http://www.zsb-os.de/anmeldung
Der Veranstaltungsort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Der Workshop bietet hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung, Einzelberatungen sind nicht vorgesehen. Auf einzelne Studiengänge kann nicht im Detail eingegangen werden.

PM Universität Osnabrück
AFP

Klitschko kommt – Programm und Hintergründe

Vitali Klitschko, Youtube — CC-BY
Klitschko kommt – Programm und Hintergründe

Allen Protesten zum Trotz, Vitali Klitschko, ehemaliger Profiboxer und jetziger Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, kommt nach Osnabrück.

19:00 Uhr – Stadthalle – Podiumsdiskussion

Im Rahmen der Friedensgespräche wird Klitschko ab 19 Uhr in der Stadthalle an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Mit ihm auf der Bühne: Hans-Gert Pöttering (CDU), ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, sowie der Freie Journalist und Osteuropa-Experte Reinhard Lauterbach.

18:30 – Rathaus – Eintragung ins Goldene Buch

In den Wochen zuvor hatte es Diskussionen gegeben, ob Klitschko der richtige Teilnehmer für eine solche Veranstaltung in der „Friedensstadt“ sei. Vor allem die für 18:30 Uhr geplante Eintragung in das Goldene Buch der Stadt stand in der Kritik.

Vitali Klitschko, Youtube — CC-BYSPD-Fraktionschef Frank Henning setzte sich an die Spitze der Kritiker (HASEPOST berichtete), was ihn überregional bekannt machte, vor allem durch den von der BILD-Zeitung verliehenen Titel „Verlierer des Tages“. Die Osnabrücker Sozialdemokraten wurden von der Boulevardzeitung zudem als „Provinz-SPD“ bezeichnet.
Kern der Kritik an den Kritikern: während die Osnabrücker SPD Klitschko in die Nähe einer faschistischen Kleinstpartei in der Ukraine rückte, hatten andere SPD-geführte Städte, wie Hamburg, Berlin und Köln, sowie führende Genossen der Bundespartei (u.a. Außenminister Frank Walter Steinmeier), kein Problem mit Klitschko als Ehrengast und Gesprächspartner.

18:00 Uhr – Schlossgarten – Demonstration

Für 18 Uhr hat das Osnabrücker Friedensaktionsbündnis (fab) via Facebook zu einer Demonstration vor der Stadthalle (Seite zum Schlosspark) aufgerufen.

HP, Screenshot: Youtube — CC-BY
AFP

Dodesheide/Widukindland: kurzfristige
Evakuierung wegen Bomben-Blindgänger

Dodesheide/Widukindland: kurzfristige <br>Evakuierung wegen Bomben-Blindgänger
Dodesheide/Widukindland: kurzfristige
Evakuierung wegen Bomben-Blindgänger

Bei der laufenden Suche nach Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde heute (25.03.) eine Bombe in der Gartlage gefunden.

Die Hinzuziehung des Sprengmeisters des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hat ergeben, dass der Blindgänger noch heute entschärft werden muss. Daher muss das entsprechende Gebiet mit einem Sicherheitsradius von einem Kilometer evakuiert werden: Betroffen sind rund 3.500 Personen aus dem Bereich Gartlage, Dodesheide und Widukindland. Diese müssen ihre Häuser und Wohnungen bis 17 Uhr räumen und den Evakuierungsbereich verlassen.

Die den Bereich des Fundorts begrenzenden Straßen und Flächen bleiben frei zugänglich beziehungsweise befahrbar. Im Einzelnen sind sämtliche nachfolgend genannten Straßen und Häuser zu räumen:

Am Zuschlag 12 und 16, Bremer Str. 57 – 235 ungerade, Carla-Woldering-Str., Cheruskerweg, Dodeshausweg 44 – 50 gerade, Freiheitsweg, Freundschaftsweg, Friesenweg, Gartlager Weg, Gevaweg, Haster Weg 66 und 100, Heimatweg, Heinrich-Rabe-Str., Hunteburger Weg 1 – 207, Ickerweg 4A – 71, Kameradschaftsweg, Knollstr. 184, 184A und 208, Luhrmannsweg, Sachsenweg, Sigiburgweg, Teutonenweg, Theanolte-Bähnisch-Hof, Vaterlandsweg, Venner Weg 8, 10, 16 und 20, Westfalenweg 3 – 9 ungerade, Widukindplatz 1 – 5 ungerade

evakuierungsgebiet-250315

Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger steht ein Evakuierungszentrum in der Anne-Frank-Schule im Schulzentrum Sonnenhügel, Knollstraße 143 zur Verfügung. Bis zum Abschluss der Evakuierung fahren Busse des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke Osnabrück von den Haltestellen im Evakuierungsbereich zur Gesamtschule Schinkel.

Die Straßen im Evakuierungsbereich sind ab 17 Uhr gesperrt.

Der Linienverkehr des Verkehrsbetriebs läuft bis zum Abschluss der Evakuierung weiter. Ein Aussteigen im vorgenannten Bereich ist nicht mehr möglich.

Für bettlägerige oder kranke Personen bestehen Transportmöglichkeiten, die über die Regionalleitstelle Osnabrück (Telefon 0541 323 4455) angefordert werden können. Es ist unbedingt anzugeben, ob die Person sitzend oder liegend transportiert werden kann. Notwendige Transporte können ab sofort, müssen jedoch unbedingt vor der Maßnahme angemeldet werden.

Die Entschärfung des Blindgängers kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Um die Evakuierung nicht unnötig zu verzögern, wird an alle betroffenen Personen appelliert, den Bereich unverzüglich zu verlassen.

Die Maßnahme wird mehrere Stunden dauern. Es sollten daher die unbedingt notwendigen Dinge (Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung) sowie angemessene Kleidung mitgenommen werden.

Die Stadtverwaltung bittet darum, ältere und insbesondere auch ausländische Nachbarn über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren. Die Betroffenen sollten sich vor dem Verlassen Ihrer Wohnung vergewissern, dass sie Elektro- und Gasgeräte (Bügeleisen, Herd usw.) ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen haben.

Der Frühjahrsstadtmarkt findet ohne Einschränkungen statt.

Die Stadtverwaltung informiert – auch über Rundfunkdurchsagen – sobald die Maßnahme abgeschlossen ist und die Betroffenen in Ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können.

Für Fragen ist ab sofort bis zum Ende der Maßnahme ein Bürgertelefon unter der Nummer 0541 323 4490 geschaltet. Weitere Informationen auch im Internet unter www.osnabrueck.de.

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Wann kommt das Shoppingcenter am Neumarkt?

Baubeginn unklar mfi Osccar Shoppingcenter
Baubeginn weiter unklar. Diesen Herbst wird es wohl nichts mehr.

Auch wenn es im Augenblick nicht so aussieht, die Abbrucharbeiten des Neumarkttunnels sind weit fortgeschritten.

Wie es heißt, werden die Bauarbeiter sogar früher als geplant fertig. Und auch das Hasehaus am Kollegienwall ist bereits seit dem Jahreswechsel von Gerüsten befreit. Nun soll nach Informationen der NOZ, das als „Baulos 2“ bezeichnete Grundstück vor H&M an den Immobilienkaufmann Theodor Bergmann verkauft worden sein. Es tut sich was, rund um den Neumarkt – doch was ist mit dem wichtigsten Projekt?

Was wird mit dem Shoppingcenter? Welche Mieter kommen?

Eigentlich hätte es doch schon im Sommer vergangenen Jahres losgehen können – nachdem sich die Investoren aus Paris und Essen monatelang von der Verwaltung bitten liessen, doch endlich die notwendigen Verträge zu unterzeichnen. Nein, erst musste noch das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg über drei (allseits erwartete) Klagen gegen das Shoppingcenter entscheiden – das war im Dezember vergangenen Jahres der Fall. Aber da hätte es doch losgehen können mit dem Bau?
Immerhin wurden in den Jahren zuvor die Verfechter des Projekts nicht müde zu berichten, wie attraktiv der Standort Osnabrück für Fillialisten sei. Es entstand der Eindruck, diese internationalen Ketten könnten es gar nicht abwarten an die Hase zu kommen – einzig die Flächen im Shoppingcenter würden dazu noch fehlen.
Doch nichts geschieht am Neumarkt – kein Bagger, keine Baugrube und vor allem keinerlei Informationen, welches Unternehmen denn nun baldmöglichst den lokalen Einzelhandel bereichern möchte.

Baubeginn unklar mfi Osccar Shoppingcenter

Mfi will kein konkretes Datum für Baubeginn nennen

Spätestens im Sommer sollen die Abbrucharbeiten des Neumarkttunnels beendet sein. Als Starttermin für den Bau des Shoppingcenters, dort wo jetzt die Ruine des alten Hertie- bzw. Wöhrl-Kaufhauses steht, kursiert das dritte oder auch vierte Quartal 2015.
Aber selbst das konnte Andrea Becker, die Pressesprecherin der mfi, auf Nachfrage nicht bestätigen.

Wenn schon der Baubeginn unklar ist, dann sollten inzwischen ein paar Mietverträge unter Dach und Fach sein – haben wir uns gedacht – und auch dazu wiederholt nachgefragt.

Käme Primark, blieben andere Mieter womöglich fern

Bereits im Dezember hatten wir angefragt, ob etwas an Gerüchten dran sei, man würde mit Kaufland oder dem irischen Billigkonzern Primark  in Verhandlungen stehen. Aber auch dazu wollte man in der Essener Zentrale keine Stellung nehmen, weder im Dezember noch auf erneute Nachfrage im März. Drei Monate ohne Nachrichten über das Vorankommen bei Planung und Vermietung. Was für ein Kontrast zu den geradezu hektischen Aktivitäten, als die Politik noch für das Projekt gewonnen werden musste. Von der feierlichen Eröffnung eines (inzwischen nur noch nach Terminvereinbarung offenen) Info-Centers im Kachelhaus, bis zum Sponsoring des Ossensamstags 2013, reichten die Aktivitäten der mfi. Die damals regelmässig mit den politischen Befürwortern und der NOZ in Kontakt stehenden Manager der mfi wurden – nach Vertragsschluss – allesamt abgezogen bzw. durch Kollegen ersetzt.
Mit den Unterschriften unter den Verträgen war plötzlich Schluss mit der öffentlich zur Schau getragenen Liebe zu Hasestadt, die doch so dringend ein Shoppingcenter benötigte.

Sollte an den Primark-Gerüchten für den Neumarkt tatsächlich etwas dran sein, dürfte das neue Probleme aufwerfen. Von den grundsätzlichen Konflikten für die rot/grünen Befürworter des Shoppingcenters im Stadtrat einmal abgesehen: immerhin steht Primark als Synonym für Kinderarbeit und Produktion in Billigstlohnländern, was sich nur schwer mit sozialdemokratischer und grüner Politik unter einen Hut bringen lässt.

In Leipzig soll die geplante Ansiedlung der irischen Billigkette in ein vergleichbares Shoppingcenter-Projekt dafür gesorgt haben, dass weitere Mietinteressenten reihenweise davon Abstand nahmen in dieses Objekt einzuziehen, berichtet die Bild Leipzig (leider kostenpflichtig).

Aber wohlgemerkt, das sind noch Spekulationen, so langsam sollte „die Katze“ aber aus dem sprichwörtlichen „Sack“ geholt werden: wie geht es weiter am Neumarkt?

Eine Kommunikationspolitik nach dem Motto „kein Kommentar zu gar nichts“ hat Osnabrück nach all den politischen Streitereien der letzten Jahre nicht verdient.

Christian Schmidt und Heiko Pohlmann, Grafik basierend auf PR-Material mfi
AFP

Osterfeuer 2015: wir haben die Liste!

Osterfeuer Liste 2015 Stadt Osnabrück
Osterfeuer 2015: wir haben die Liste!

25 Osterfeuer auf offizieller Liste

Osterfeuer unterliegen in Osnabrück strengen Auflagen und sind in den meisten Fällen genehmigungspflichtig.

Die Stadt Osnabrück hat für dieses Jahr 22 öffentliche Osterfeuer genehmigt. Dazu kommen auf der offiziellen Liste drei weitere öffentliche Osterfeuer, bei denen ausschließlich Kaminholz verbrannt wird.

Hier die Liste (PDF) zum Download.

Durch die Möglichkeit auch „genehmigungsfreie Kaminholzfeuer“ abzubrennen, wird diese Liste wohl nicht ganz vollständig sein, aber das sind die (großen) Osterfeuer, die der Stadt offiziell bekannt sind.

Osterfeuer Liste 2015 Stadt Osnabrück

Damit Menschen, Tieren, Bäumen und Häusern nichts passiert, gibt es klare Regeln für alle, die ein öffentlich zugängliches Osterfeuer aufschichten:

  • Die Grundfläche darf höchstens 25 Quadratmeter groß sein.
  • Höher als vier Meter darf nicht geschichtet werden.
  • Das Osterfeuer muss mindestens 50 Meter von Häusern und Wäldern entfernt aufgebaut werden und 15 Meter von Bäumen und Hecken.
  • Verbrannt werden darf nur Gehölz- und Strauchschnitt.
  • Dicker als zehn Zentimeter sollen die Äste nicht sein.
  • Steht das Osterfeuer schon einige Tage, nisten sich dort gern Tiere ein. Daher muss es einen Tag vor dem Abbrennen noch einmal komplett umgeschichtet werden.

Polizei und Feuerwehr sind über die genehmigten Osterfeuer informiert. Wer verbotenerweise Osterfeuer abbrennt, muss mit einer Anzeige und einem Bußgeldbescheid über mindestens 200 Euro rechnen.

AFP

Osnabrück wird endlich ICE-Haltepunkt …bis 2030

ICE Osnabrück
Noch prangt nur der Name "Osnabrück" am ICE 401 051-8, irgendwann könnte er auch planmäßig an der Hase halten.

So richtig glücklich können die Osnabrücker mit dem kürzlich vorgestellten „neuen Fernverkehrskonzept“ der Deutschen Bahnt nicht sein. Zu lang ist der Planungshorizont von 15 Jahren und zu gering ist die Aufwertung der beiden Osnabrück berührenden Verkehrsachsen.

ICE Osnabrück
Noch prangt nur der Name „Osnabrück“ am ICE 401 051-8, irgendwann soll er auch planmäßig an der Hase halten.

Konkret plant die Bahn ein Upgrade der Verbindungen zwischen Hamburg und Ruhrgebiet, sowie auf der Strecke von Amsterdam nach Berlin (über Hannover). Allerdings erst irgendwann in den kommenden 15 Jahren. Vor allem aber soll es in Ost/West-Richtung beim bestehenden Zwei-Stunden-Takt bleiben. Letztlich werden nur die bisherigen Intercity-Züge, mit ihren teils aus den 80er Jahren stammenden Waggons gegen modernere Fahrzeuge ausgetauscht.

DB Netz 2030
Das ICE-Netz 2030, so wie es die DB plant. Die dünnen roten Linien bedeuten 1 ICE pro Stunde, die gestrichelten roten Linien 1 ICE alle 2 Stunden.

Entsprechend nüchtern kommentiert Marco Graf, Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft die Pläne der Bahn: „Wir freuen uns, dass die Deutsche Bahn künftig sowohl auf der Strecke Hamburg – Osnabrück – Ruhrgebiet wie auf der West-Ost-Achse Amsterdam – Osnabrück – Berlin ICE-Fahrzeuge einsetzen will.“
Graf erkennt nach einer ersten Auswertung der Bahn-Planungen aber auch das Festhalten am Zwei-Stunden-Takt auf der Linie nach Hannover als größtes Manko der Plnungen.

Wichtig wäre allerdings darüber hinaus gewesen, die Frequenz im Fernverkehr wenigstens zwischen Osnabrück und Hannover zu verdoppeln“, so der IHK-Chef.

Die Industrie- und Handelskammer will sich weiter dafür einsetzen, dass die Bahn ihre Infrastruktur entsprechend ausbaut, damit eine dichtere Taktung möglich wird.

HP / PM IHK, Grafik: DB, Foto: CC BY-SA 3.0 Jivee Blau
AFP

Ein Biergarten für den Bahnhofsvorplatz?
Wenn der Architekt sein „OK“ gibt.

Ein Biergarten für den Bahnhofsvorplatz? <br>Wenn der Architekt sein „OK“ gibt.
Ein Biergarten für den Bahnhofsvorplatz?
Wenn der Architekt sein „OK“ gibt.

Wenn die Verhandlungen gelingen, gibt es bald einen Biergarten am Hauptbahnhof.
Es hängt alles an der Zustimmung des Architekten, der auch für den Ledenhof verantwortlich ist und dort 2013 von der Stadt eine ordentliche Summe für sein Urheberrecht forderte.

Es ist immer wieder eine kuriose Sache mit den Architekten: der Auftraggeber bezahlt, doch er kann nicht wirklich frei über das verfügen, was ihm der „Baukünstler“ da so hinbaut.
Tatsächlich muss der Architekt, der den seit Jahren nicht mehr benutzten Brunnen auf dem Bahnhofsvorplatz in die Pläne einzeichnete, seine Zustimmung geben, wenn an der Stelle zukünftig „Außengastronomie“ angeboten werden soll.
Allerdings wird in diesem Fall mit Wohlwollen des Architekten Helge Bofinger gerechnet, und Oberbügermeister Wolfgang Griesert, der selbst ein Architektur-Studium absolvierte, will die Verhandlungen persönlich leiten. Klappt alles, könnte noch in diesem Sommer das erste Bier vor dem Advena Hotel Hohenzollern ausgeschenkt werden.

Interessant wäre allerdings die Frage, nach der Verantwortung für die Undichtigkeiten des Brunnens, der nur knapp zehn Jahre in Betrieb war und seit 2011 „trocken“ ist. Ob dieser Baumangel nicht ebenso in Verantwortung des Architekten liegt wie die optische Gestaltung, steht nicht zur Debatte.
Auch wenn man annehmen sollte, dass so ein Brunnen länger als zehn Jahre „dicht“ sein muss, sind alle Gewährleistungsansprüche inzwischen verjährt. Das Urheberrecht des Architekten endet allerdings erst 70 Jahre nach seinem Tod und übeträgt sich auf seine Erben.

biergarten-bahnhofsvorplatz

Nicht nur am Bahnhof steht das Urheberrecht einer Renovierung im Wege

Auch am Ledenhof, sollte dieser einmal umgebaut werden, gibt es eine Diskrepanz zwischen Urheberrecht und praktischer Leistung des Architekten.
Im Rückblick der Jahrzehnte war der neugestaltete Ledenhof eine gigantische Fehlplanung. Auch hier wuchsen der Stadt die Kosten der Brunnen-Instandhaltung schnell über den Kopf, weswegen sie seit langer Zeit trocken sind. Zum Aufenthalt hat die großflächig mit Beton und Klinkersteinen versiegelte Fläche noch nie eingeladen. Der bis in die 70er Jahre dort traditionell stattfindende Wochenmarkt wurde bei der Planung schlicht vergessen und deswegen an die Katharinenkirche verdrängt.

Gibt es noch mehr Parallelen zum Ledenhof?

Während sich Osnabrück also am Hauptbahnhof mit nur einem trockenen Brunnen herumschlägt, sind es am Ledenhof gleich mehrere „Wasserspiele“, die schon seit Jahrzehnten vor sich hingammeln.
Bereits im Sommer 2013 war der erbärmliche Zustand am Ledenhof und sein Architekt kurzzeitig Thema des Verwaltungsausschusses im Rathaus. Damals standen Schadenersatzforderungen des Architekten in Höhe von angeblich 200.000 Euro im Raum. Diese stolze Summe wollte der Architekt geltend machen, wenn die Stadt ihm nicht ein außergerichtlich zu verhandelndes „Schweigegeld“ in Höhe von mehreren zehntausend Euro überweist. Bedingt durch die Sommerpause und die Eigenart, dass solche Themen in der Kommunalpolitik schnell in den (geheimen) nicht-öffentlichen Teil der Sitzungen abgeschoben werden, ist es still um den Ledenhof und die Forderungen des Architekten geworden. Der Name des Ledenhof-Architekten ist aber bekannt: Helge Bofinger!

Am Ledenhof hat also der gleiche Baukünstler „gewirkt“ wie am Bahnhofsvorplatz. 
An seiner Zustimmung hängt jetzt, ob am Hauptbahnhof demnächst etwas sinnvolles geschehen kann, oder Osnabrück seine Gäste weiterhin mit einem leeren Becken begrüßt.

Die SPD-Ratsfraktion frohlockt indessen, denn tatsächlich kann man die Idee der Außengastronomie an Stelle des trockenen Brunnens auf einen Ratsantrag von SPD und Grünen von vor zwei Jahren zurückverfolgen.
„Manche Projekte brauchen einfach einen gewissen Reife- und Abwägungsprozess, um endlich zur Chefsache erklärt zu werden“, freut sich Frank Henning, der Vorsitzende der Rats-SPD.

CS
AFP

Und wann genau beginnt die Sonnenfinsternis?

Screenshot Google Earth
Und wann genau beginnt die Sonnenfinsternis?

Nein, an der Diskussion wo es die Brillen gibt, und ob man auch auch ohne noch den Schulhof betreten darf etc., haben wir uns nie beteiligt und werden es auch nicht mehr tun.

Wir haben aber einen netten kleinen Link-Tipp zur partiellen Sonnenfinsternis.

Der Franzose Xavier M. Jubier ist geradezu fanatischer Fan von astronomischen Ereignissen. Auf seiner Website hat er dutzende von Karten hinterlegt, auf denen vergangene und zukünftige Sonnenfinsternisse abgerufen werden können.

Screenshot Google Earth

Der Link für die Sonnenfinsternis vom 20. März 2015 ist hier.

Über die Karte kann man für jeden Ort der Nordhalbkugel exakt bestimmen, wann und wie die Verdunkelung der Sonne eintritt – sowie anhand einer Simulation den Grad der Verdeckung sehen (auch bei wolkigem Himmel). Viel Spaß! Und nein, nicht ohne geeignete Brille in die Sonne schauen… wie an allen anderen Tagen des Jahres auch nicht…

Screenshot: Google Earth
AFP

Bald geht es los: der Frühjahrsjahrmarkt im Aufbau

Osnabrücker Jahrmarkt Frühjahr 2015
Bald geht es los: der Frühjahrsjahrmarkt im Aufbau

Fast schon fertig, präsentierte sich am Mittwoch der Frühjahrsjahrmarkt unserer Kamera, für „das kleine Osnabrück Album“.

Vom 20. bis zum 29. März locken zahlreiche Fahrgeschäfte, Imbiss- und Losbuden auf den Platz an der Halle Gartlage.

Hier haben wir ein weiteres Osnabrück Album, ungeschnitten und im O-Ton: der Wochenmarkt im Februar.

AFP