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Kunstprojekt provoziert auf den ersten Blick

Kunst, Konkret mehr Raum Osnabrück
Kunstprojekt provoziert auf den ersten Blick

Was macht denn da der Sperrmüll?

So oder ähnlich mag manch ein Osnabrücker gedacht haben, wenn er in den vergangenen Tagen am Heger Tor vorbei kam.
Inzwischen ist aber die Installation des schwedischen Künstler Michael Johansson deutlich fortgeschritten. Der zu-gemöbelte Rundbogen, der auch das Tor zur Altstadt ist, zeigt immer mehr: Schweden können mehr als nur Ikea.

Der Container kommt weg

Und gleich vorweg: der inzwischen mit Grafitti beschmierte Container einer Osnabrücker Spedition kommt weg.
Er war nur ein Zwischenlager während der Bauarbeiten am Kunstwerk. Im Gespräch erklärte Michael Johansson: „spätestens am Samstag ist der Container weg“. Die Kunst-Installation „im Bogen“ des Heger Tores soll bis September verbleiben.

Kunst, Konkret mehr Raum Osnabrück, Michel Johansson

Sperrmüll als Kunst

Tatsächlich sind in dem Werk etliche Kubikmeter alter Möbel verarbeitet, die andernorts nur noch für den Sperrmüll taugen würden. Genau diese Entsorgungsmethode hätte „normal“ auch das Ende für Couchtische, Röhrenfernseher und alte Hifi-Boxen bedeutet, wären sie nicht jetzt am Rande der Osnabrücker Altstadt zum Teil einer Installation geworden.
Das historische Denkmal zur Schlacht von Waterloo erfährt, so die Formulierung in einer Pressemeldung der Kunsthalle, „eine Umwidmung zugunsten eines Verweises auf das Werk des in Osnabrück geborenen Konstruktivisten Friedrich Vordemberge-Gildewart“.
Der Osnabrücker Konstruktivist ist Teil des kuratorischen Konzepts der Ausstellung. Der Titel der Installation am Heger Tor: „Public Square“.

Kunst, Konkret mehr Raum Osnabrück

Nicht das einzige Projekt in diesem Sommer

Insgesamt 20 internationalen Künstlerinnen und Künstler wurden gefragt, in einen gestalterischen Dialog mit der Stadt Osnabrück, ihrer Geschichte, ihren Gestaltungsprinzipien und dem Werk des hier geborenen Künstlers und Designers Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899 – 1962) zu treten, der als wichtiger deutscher Vertreter der Konkreten Kunst gilt.

Zwei Jahre nach dem Vordemberge-Gildewart-Jahr in Osnabrück rückt die Ausstellung „Konkret mehr Raum! Konstruktivistische Verunsicherungen – Raumkonzepte – Re-Visionen“ internationale künstlerische Positionen ins Blickfeld. – Auch um die historischen Wurzeln sichtbar zu machen, aus denen heraus Stadtgesellschaften und ihre Gestalter, Architekten und Stadtplaner einem Jahrhundert ihre Raum- und Formkonzepte immer wieder neu schöpfen. Die ortsbezogenen Projekte der Ausstellung verwandeln Osnabrück einen Sommer lang zu einem Ort forschender Intervention, so die Veranstalter in einem Pressetext.

 

Budget von etwa 200.000 Euro für 20 Künstler

Kunst, Konkret mehr Raum OsnabrückDas Ausstellungsbudget beläuft sich auf insgesamt 204.810 Euro.
41.500 Euro wurden aus städtischen Mitteln, den Ausstellungsetats der Kunsthalle, des Felix-Nussbaum-Hauses und den Mitteln des Kulturgeschichtlichen Museums, aufgebracht.

Das Konzept für die Ausstellung wurde von den Kuratorinnen Dr. Julia Draganović, Elisabeth Lumme und Valérie Schwindt-Kleveman gemeinsam erarbeitet.

Ausstellung bis September

Die Ausstellung ist vom 14. Juni bis 13. September 2015 in der Kunsthalle Osnabrück, dem Felix-Nussbaum-Haus/Kulturhistorisches Museum, am Heger Tor und am Rißmüllerplatz zu sehen.

 

Internationale Künstler in der Hasestadt

Die Künstlerliste ist mit Maarten Baas (Niederlande), Pedro Cabrita Reis (Portugal), Marie Cool Fabio Balducci (Luxemburg), Baptiste Debombourg (Frankreich), Vincent Ganivet (Frankreich), Jose Dávila (Mexiko), Angela Glajcar (Deutschland), Dominique Jézéquel (Frankreich), Michael Johansson (Schweden), Žilvinas Kempinas (Litauen), Andreas Kotulla (Deutschland), Alicja Kwade (Polen/Deutschland), Hinrich Gross/Sigrid Sandmann (Deutschland), Diana Sirianni (Italien/Deutschland), Rüdiger Stanko (Deutschland), David Svoboda (Tschechien/Deutschland), Dannielle Tegeder (USA) und Susanne Tunn (Deutschland) international besetzt.

AFP

Eilantrag gestellt – fällt die Neumarktsperrung am Dienstag?

Eilantrag CDU Neumarkt Sperrung
Keine Baustelle aber ein Durchfahrverbot: der Osnabrücker Neumarkt 2015

Weil der Stadtrat unvollständig informiert war stellt die CDU-Fraktion einen Eilantrag auf Aufhebung der Neumarktsperrung.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Unionsfraktion den Investor für das Shoppingcenter eindringlich darum gebeten „die Karten auf den Tisch“ zu legen, wann denn endlich mit den Bauarbeiten begonnen werden würde (HASEPOST berichtete).

Eilantrag CDU Neumarkt SperrungTermin mit mfi verlief ergebnislos

Unsere Redaktion hatte vergangene Woche versucht von der mfi und der Stadtverwaltung einen aktuellen Status zu bekommen, ob angekündigte Gespräche mit der mfi stattgefunden haben und ob inzwischen ein konkreter Termin für den Baubeginn am Shoppingcenter bekannt sei.
Stadtbaurat Frank Otte bestätigte diese Woche, dass es tatsächlich einen Termin mit den Planern des Einkaufscenters gegeben hätte – dieser jedoch hinsichtlich eines konkreten Termins für den Baubeginn ergebnislos verlaufen sei.

Investor mfi hat immer noch keinen Bauantrag gestellt

Obwohl der Investor weiterhin davon ausgeht noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen zu können, wurden weiterhin keine Bauvoranfragen, kein Bauantrag noch sonstige Anträge, die für einen Abriss des alten Wöhrl- und Kachelgebäudes notwendig wären, gestellt.

Buddeln jetzt die Stadtwerke am Neumarkt?

Um die Zeit zu nutzen, so der Stadtbaurat, werde im Augenblick geprüft, ob die Stadtwerke notwendige Arbeiten an den Ver- und Entsorgungsleitungen vorziehen könne. Ob diese Leitungen auch gebraucht werden, wenn das Kaufhaus vielleicht gar nicht gebaut wird, blieb in dem Gespräch offen.

CDU will Neumarkt mit Eilantrag wieder öffnen

In einer heute verbreiteten Erklärung kündigte die CDU-Fraktion für die Ratssitzung am Dienstag einen Eilantrag auf Aufhebung der Sperrung des Neumarkts für den PKW-Verkehr an.

Wurden Informationen bewusst zurückgehalten?

Nach Auffassung der Union wurde in der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt erstmalig darüber informiert, dass im Bereich der Bahnunterführung am Hasetor vier Monate lang Kanalbauarbeiten anstehen. Daraus ergibt sich eine völlig neue Faktenlage. Die Bauverwaltung mit Stadtbaurat Otte wusste bereits vor der letzten Ratssitzung, also vor dem Beschluss zur weiteren Neumarktsperrung, dass es in diesem stark befahrenen Bereich Bauarbeiten und Verkehrseinschränkungen geben wird.

es muss eine neue Ratsentscheidung geben

„Das dem Rat diese wichtige Mitteilung vorenthalten wurde ist nicht in Ordnung. Deshalb muss es eine neue Ratsentscheidung geben“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Fritz Brickwedde und seine Stellvertreterin Katharina Pötter.

der derzeitige Zustand ist nicht haltbar

Für die Anwohner an den betroffenen Straßen und am Ring wird sich der jetzige Zustand weiter verschlechtern. Für den Fraktions-Chef der CDU ist der derzeitige Zustand „nicht haltbar“.

Führen weitere Bauarbeiten zum Verkehrschaos?

Für seine Fraktion sei klar, so Brickwedde, dass weitere Bauarbeiten in und um die Stadt Osnabrück, wie die Fahrbahnsanierung der A30 zwischen Hellern und Sutthausen, die Neumarktsperrung und die zusätzlichen Kanalbauarbeiten am Hasetor in der Stadt „ein regelrechtes Verkehrschaos ausbrechen lassen werde.“

Showdown auf dem Heimatabend

Fritz Brickwedde und Vertreter aller im Stadtrat vertretenen Parteien werden am Sonntag ab 20 Uhr zum Heimatabend in der Lagerhalle erwartet.
Neben dem Thema „Güterbahnhof“ wird es dann auch um den Neumarkt gehen.
Zusammen mit dem Veranstalter Kalla Wefel werden auch HASEPOST-Gründer Heiko Pohlmann und NOZ-Redakteur Rainer Lahmann-Lammert den Abend moderieren.

AFP

Jacobs tauft Alpaka-Fohlen

Jacobs tauft  Alpaka-Fohlen
v.l.nr.: Andreas Busemann (GF Zoo Osnabrück), Sarah Münstermann, Markus Klee (beide Mondelez), Tanja Boss (Tierpflegerin)

Patenschaft für 5 Jahre mit 3.500€ übernommen

„Ich taufe Dich auf den Namen Tesoro!“. Mit diesen Worten ließ Markus Klee, Verkaufsbezirksleiter bei Mondelez Professional Wasser über den Kopf des 1 Monate alten Alpaka-Stutfohlen laufen. Zur Mondelez Markenpalette gehören Milka, Oreo, Philadelphia und Jacobs-Kaffee. „Jacobs und den Zoo Osnabrück verbindet eine langjährige gute Partnerschaft. Da wir unsere ausßer-Haus-Kunden nun einen neuen Kaffee anbieten, der im peruanischen Hochland auf 1.000 Metern Höhe an steilen Berghängen angebaut wird, wo ja auch Alpakas zu Hause sind, wollten wir gerne mit einer Partnerschaft für ein Alpaka dem Zoo etwas Gutes tun.“ erklärt Klee.

Tesoro das erste Alpaka-Fohlen in diesem Jahr

Das am 10. Mai geborene Alpaka-Weibchen erinnert sogar durch seinem hell-braun-weiße Färbung mit etwas Phantasie an einen Milchkaffee. Es lebt mit seiner Mutter, seinem Vater und 4 weiteren Stuten auf der Alpaka-Anlage. Seit dem 27. Mai ist ein kleiner Halb-Bruder dazu gekommen, zwei weitere Fohlen folgen noch im diesem Jahr. „Es ist einfach schön, wenn die Fohlen ausgelassen gemeinsam spielen“ erklärt Tierpflegerin Tanja Boss. Die Damen und die Fohlen sind auch recht zutraulich, nur der Hengst beäugt das alles mit Argusaugen. „Der hat seine Frauen stehts im Blick,“ so Boss.

Tesoro bedeutet Schatz

Jacobs hat sich für den Namen „Tesoro“ entschieden, da auch so der neue Kaffee heißt: Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Pure-Origin Kaffee aus 100% Arabica-Bohnen. Er wird nachhaltig angebaut und hat dadurch die Rainforest Alliance Bio-Zertifizierung erhalten. Geschäftsführer des Osnabrückers Zoos, Andreas Busemann freut sich: “ Wir finanzieren uns so gut wie selbst, deswegen haben wir ein interessantes Sponsoringkonzept für Unternehmen aufgebaut und dazu gehören natürlich auch Tierpatenschaften. Toll, dass Jacobs uns über einen so langen Zeitraum unterstützt.“ Seit immerhin 10 Jahren sind Jacobs und der Zoo Osnabrück Partner.

v.l.nr.: Andreas Busemann (GF Zoo Osnabrück), Sarah Münstermann, Markus Klee (beide Mondelez), Tanja Boss (Tierpflegerin)
v.l.nr.: Andreas Busemann (GF Zoo Osnabrück), Sarah Münstermann, Markus Klee (beide Mondelez), Tanja Boss (Tierpflegerin)

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Kistenmacher
AFP

Es gibt kein Bier auf Hawaii …aber im Nettebad!

Rampendahl Bier im Nettebad Osnabrück
Es gibt kein Bier auf Hawaii …aber im Nettebad!

OK, stimmt nicht, natürlich gibt es Bier auf Hawaii!

Als „der Mann am Klavier“ Paul Kuhn mit diesem Schlager Anfang der 60er Jahre einen Hit landete, soll es sogar zu diplomatischen Verwerfungen zwischen den USA und der Bundesrepublik gekommen sein, da ein Senator von der Pazifikinsel dieses Gerücht überhaupt nicht witzig fand.

Rampendahl Bier im Nettebad Osnabrück

Pächterwechsel bei der Nettebadgastronomie

Und auch im Osnabrücker Nettebad gab es (schon immer?) Bier. Zumindest hatte der bisherige Pächter Jan Heese auch Bier auf der Karte. Von ihm verabschiedete sich nun Nettebad-Leiter Tilo Schölzel und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Neu an Bord sind Britta Steube und Helmut Dierker, der gemeinsam mit seinem Sohn die Osnabrücker „Hausbrauerei Rampendahl“ betreibt.
Nachdem der Pachtvertrag mit dem bisherigen Dienstleister ausgelaufen war, erhielten die beiden Geschäftsführer der MD Marketing- und Hotel-Dienstleistungsgesellschaft mbH aus Bad Essen den Zuschlag für das gastronomische Angebot im Freizeitbad und der Loma-Sauna.

Jetzt Osnabrücker Rampendahl-Bier im Ausschank

„Die Getränkekarte haben wir natürlich um unsere selbstgebrauten Biere ergänzt“, erläutert Britta Steube, neue Geschäftsführerin der „Nette Gastronomie“. Neben dem Ausschank vor Ort werde das Rampendahl-Bier auch in diversen Flaschengrößen außer Haus verkauft.
„Die zweite Neuerung sind die verschiedenen Buffet-Formen, die wir aufgrund der guten Erfahrungen im Rampendahl auch im Nettebad eingeführt haben.“ Von Montag bis Freitag können die Gäste des Nettebades aus einem täglich wechselnden Mittags- Buffet wählen. Während der langen Saunanacht erwartet die Saunagäste ein besonderes „Schlemmer-Buffet für Genießer“.

Pächterwechsel im Nettebad Osnabrück
Britta Steube (vierte von rechts), Helmut Dierker (links) und ihr Team sind die neuen Betreiber der Gastronomie im Nettebad

Das alte Team bleibt weitestgehend erhalten

Die Bad- und Saunabesucher müssten sich aber nicht auf große Änderungen einstellen: Der Großteil des bisherigen Gastro-Teams hat nach Angaben der Stadtwerke Osnabrück das Personalübernahme-Angebot des neuen Pächters angenommen und sei weiterhin im Nettebad tätig. Auch die Speisekarten seien im Kern gleich geblieben und würden sukzessive um neue Angebote ergänzt.

Das komplette Angebot der Gastronomie im Nettebad ist online unter www.nette-gastronomie.de abrufbar.

PM / Fotos: Stadtwerke OS, Rampendahl
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Fahndung: Fahrradfahrer nach Unfall
zurückgelassen und Zeugen belogen

Fahrradunfall, Foto: Carsten Schabacher/ADFC
Fahndung: Fahrradfahrer nach Unfall
zurückgelassen und Zeugen belogen

Mit einem grauen Kleinwagen war ein etwa 40-45 Jahre alter Mann unterwegs, der am Montagabend einen Unfall verursachte und Zeugen dreist anlog.

Fahrradfahrer mit Autotür vom Rad geholt

Fahrradunfall, Foto: Carsten Schabacher/ADFCGegen halb Neun am Abend, parkte der Unfallverursacher auf der Mindener Straße (Schinkel), in Höhe einer Spielhalle, stadteinwärts auf dem Seitenstreifen. Von hinten näherte sich ein Radfahrer (52), als der Kleinwagenfahrer die Fahrertür öffnete und damit den Radler von seinem Fahrrad holte.

Zeuginnen weggeschickt

Der Fahrradfahrer verletzte sich zum Glück nicht schwer. Zwei Frauen, die mit ihrem PKW anhielten und helfen wollten, wurden vom Unfallverursacher weggeschickt unter Hinweis auf die angeblich schon informierte Polizei. Dann machte sich der Unfallverursacher selbst aus dem Staub. Nach Angaben der Polizei bog er noch auf das Gelände der nahegelegenen Shell-Tankstelle ab, wurde dann aber nicht mehr gesehen.

Polizei sucht die beiden Frauen die helfen wollten

Die Polizei sucht jetzt Zeugen, insbesondere die beiden Frauen in dem anhaltenden Pkw. Hinweise bitte direkt an die Polizei unter 327-2315.

Die Rechtslage ist eindeutig auf Seiten des Fahrradfahrers

Nach Angaben des ADFC legen Gerichte die Straßenverkehrsordnung (StVO) konsequent zugunsten von verletzten Radfahrern aus. Im § 14 der Straßenverkehrsordnung heißt es: „Wer ein- oder aussteigt, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.“
Allerdings versuchen Versicherungen oftmals, Radfahrern wegen angeblichen Mitverschuldens den vollen Schadensersatz zu verweigern. „Oft lautet die Begründung, der Radfahrer hätte keinen ausreichenden Abstand eingehalten“, so ADFC-Rechtsexperte Roland Huhn.
Mit dem Ein- und Aussteigen sind spezifische Gefahren des Kfz-Betriebs verbunden (KG, 12 U 1022/70 und 4 U 80/07). „Daher wäre es konsequent, wenn Unfälle durch geöffnete Autotüren zur Betriebsgefahr des Kraftfahrzeugs gerechnet werden, denn das Öffnen der Tür gehört zum Betrieb“, sagt Roland Huhn. Die Folge: Halter und Kfz-Haftpflichtversicherung müssen gegenüber Radfahrern haften, auch wenn ein Beifahrer den Unfall verursacht hat.

 

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Symbolbild, Foto: Carsten Schabacher/ADFC
AFP

FDP: „Nur transparente Finanzen sind gut für die Stadt“

das Osnabrücker Rathaus als Bankfilliale?
FDP: „Nur transparente Finanzen sind gut für die Stadt“

Es ist gerade mal ein halbes Jahr her, da mussten die Spitzen der Stadtverwaltung kleinlaut eingestehen, dass durch eine Fehlspekulation in Schweizer Franken die buchhalterischen Schulden der Stadt „über Nacht“ um einige Millionen Euro angewachsen sind.

Sparkasse kritisierte Strategie der Stadt bei Franken-Krediten

HASEPOST-Herausgeber Heiko Pohlmann hatte im Januar auf der eilig einberufenen Pressekonferenz den ebenfalls anwesenden Sparkassenvorstand Johannes Hartig gefragt, ob er seinen privaten oder geschäftlichen Kunden eine Kreditaufnahme im Schweizer Franken empfohlen hätte? Darauf antwortete der Sparkassen-Chef einsilbig: „Nein”!

das Osnabrücker Rathaus als Bankfilliale?
Das Osnabrücker Rathaus als Bank für städtische Unternehmen?

Stadt Osnabrück nun doch als erfolgreiche Bank tätig?

Obwohl die Eigenfinanzierung der Stadt durch Fremdwährungs-Kredite nachweislich in einem Desaster endete, und der Schweizer Franken von einer im Januar noch angenommenen Kurserholung weiterhin weit entfernt ist, wird in der Lokalpresse über ein „erfolgreiches Bankgeschäft“ (Link auf die NOZ, Artikel ggf. kostenpflichtig) der Stadt berichtet, da diese immerhin „eine mittlere sechststellige Summe“ mit hausinternen Bankgeschäften gemacht hätte.

Klartext: die Stadt hat also ein paar hunderttausend Euro mit internen Krediten gewonnen, selbst aber Millionen bei externen Krediten verloren.

FDP stellt sich gegen „Finanzexperten“ der Stadt

„Immer wenn die Finanzexperten der Stadt mit einem neuen Coup die städtischen Finanzen stärken wollten, ist das nach hinten losgegangen. Das begann mit der Koch-Affäre, Derivatgeschäften, Schweizer Franken und seit 2014 der Konzernfinanzierung. Immer wurden rasch Gewinne erzielt. Doch im Nachhinein kam jedes Mal das böse Erwachen“, so FDP-Fraktionschef Dr. Thomas Thiele in einer Pressemeldung.

Für die Koch-Affäre zahlt die Stadt heute noch

Mit der „Koch-Affaire“ erinnert Thiele an ein besonders pikantes Finanzabenteuer der Stadt in den 80er Jahren. Damals gab es für den Kassenchef der Städtischen Kliniken Osnabrück auch schon mal zwei Wochen Urlaub auf der Jagdfarm in Namibia, so berichtete der Spiegel, und ein Darlehen in Höhe von 50 000 Mark. Neben Osnabrück wurden bundesweit mehrere Gemeinden von Hans-Jürgen Koch „abgezockt“. Der Hochstapler bot den Feierabendpolitikern und vollkommen überforderten Verwaltungsmitarbeitern zehn Millionen Mark als Privatkredit an – das Geld war aber eine „Luftnummer“ in einem komplizierten Schneeballsystem. Die Schulden blieben der Stadt, die angeblich so tollen Konditionen des Herrn Koch aber waren Makulatur.

Was ist wenn die Zinsen steigen?

Thomas Thiele stellt weiter einige unangenehme Fragen:
„Wie lange kann die Stadt sich noch große Summen zu günstigen Konditionen leihen  und das Geld an ihre Tochterunternehmen zu marktüblichen Zinsen weitergeben? Was ist, wenn die Zinsen steigen? Wie wirken sich diese hohen Kredite an die Tochterunternehmen auf die Kreditwürdigkeit der Stadt aus?“

Das die Stadtverwaltung jetzt als Bank agiert „birgt große Unsicherheiten“, so Thiele. „Die Tochterunternehmen suchen sich immer neue Betätigungsfelder, die nicht zu ihren orginären Aufgaben gehören. Sie treten damit in Konkurrenz zur freien Wirtschaft, die sich ihr Geld zu den normalen Konditionen bei den Banken leihen muss“, erläutert der Chef der Osnabrücker Liberalen im Stadtrat.

Ein seriöser Umgang mit Steuergeldern sieht für uns anders aus.

Thiele weiter: „Ob dadurch die veranschlagten Gewinne dann wirklich eintreten, ist nicht gesichert. Und die Stadt bürgt dafür und besorgt frisches Geld. Das Kartenhaus bricht zusammen, sobald die Bonität der Stadt sinkt. Und wenn dann noch Managementfehler dazukommen, ist es dem Bürger nicht mehr zu erklären, warum so dilletantisch gehandelt wird: Wenn die Mitarbeiter des Klinikums auf 5 % ihres Gehaltes verzichten müssen, weil Management und Aufsichtsrat versagt haben und das eingesparte Gehalt nicht nur zum Schuldenabbau sondern auch für Investitionen verwendet werden soll, ist das für die FDP ein Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter.“

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Handtaschen für den Frieden auf Schloß Ippenburg

HANDBAG/BACK TO PEACE, Schloss Ippenburg
bettina wulff ippenburg 44

HANDBAG/BACK TO PEACE

Klingt komisch, ist aber eine gute Idee – und irgendwie passt eine „First Lady a.D.“ auch hervorragend zu einer Aktion, bei der es darum geht das weibliche Accessoire „Handtasche“ zu einem Kunstwerk – und in Spenden-Gelder für terre des hommes – zu verwandeln.
„In einer Handtasche findet man das Leben einer Frau. Viele Flüchtlinge haben nur noch eine einzige Tasche mit all ihren Habseligkeiten.“ So begrüßte Volker-Johannes Trieb die anwesenden Gäste, als er seine Kunstinstallation auf der Ippenburger Spiralinsel vorstellte.

Bettina Wulff macht den Anfang

Wulff stellte als erste ihre Handtasche in die Installation, Feodora Prinzessin zu Hohenlohe und 3-Sterne-Koch Thomas Bühner folgten. Dies gilt als Startschuss einer groß angelegten Social Media Kampagne, die möglichst viele Menschen aktivieren soll, Hoffnung zu pflanzen. Über 50 Prominente, darunter Götz Alzmann, Yared Dibaba, Michael Kessler, Sasha oder Donata Wenders haben eine Tasche begrünt, sich damit fotografiert und die Bilder mit einer Spendenaufforderung im Social Web geteilt. „Eine Tasche zu begrünen und ins Web zu stellen ist viel einfacher, als die Ice-Bucket-Challenge. Und trockner!“ So Loretta Stern, Kuratorin von HANDBAG/BACK TO PEACE, die sich einen ähnlich viralen Effekt von der Aktion erhofft.

Babara Schöneberger ist Schirmherrin

Gemeinsam mit terre des hommes Deutschland e.V. rufen Barbara Schöneberger, Lorette Stern und über 50 Botschafter mit dem Symbol der bepflanzten Handtasche dazu auf, für syrische Flüchtlinge im Irak zu spenden. „Ich kann nicht das große Ganze ändern, aber ich kann im Kleinen dagegen anpflanzen“, so das Motto der Kuratorin.

Über die Facebook Seite www.facebook.com/bag2peace werden die Bilder geteilt. Sie sollen ein Symbol sein für „Hoffnung pflanzen“. Dabei ist es egal, ob neu oder alt, ob großer Weekender oder eine kleine Clutch, heil oder kaputt, es ist nicht, die Tasche, die zählt, sondern eben DAS Symbol, das sich fortpflanzt. So hat das Boulanger Trio einen alten Geigenkoffer bepflanzt. Die Taschen der 50 Botschafter werden zum Abschluss des Ippenburger  Herbstfestivals am 19. und 20. September noch einmal zu sehen sein und und am 20. September versteigert werden.

Geld für  notleidende Kinder im Nordirak

Die gesammelten Spenden kommen den syrischen Flüchtlingskindern im Nordirak zu Gute: Die Projektarbeit von terres des hommes ermöglicht vor Ort Schulunterricht, verschiedene Freizeit-und Sportangebote sowie psychologische Betreuung.

 

Fotos: Veranstalter, Kistenmacher, Pohlmann
AFP

Online-Befragung zum Osnabrücker Radverkehrsplan

Online-Befragung zum Osnabrücker Radverkehrsplan
Umfrage Radverkehrsplan

„Osnabrück sattelt auf“, das ist der klangvolle Name der Osnabrücker Fahrradkampagne, die ins dritte Jahr geht. Ziel der Kampagne ist es, die Osnabrücker zum Fahrradfahren zu motivieren und so den CO2-Ausstoß zu verringern.

Seit Montag, 08. Juni  hat jeder unter www.osnabrueck-sattelt-auf.de die Möglichkeit, Lob, Kritik oder eigene Ideen auf einer interaktiven Karte einzutragen.  Die Vorschläge werden geprüft und online gestellt, jeder hat dann die Möglichkeit, die Vorschläge zu kommentieren und / oder zu unterstützen.

Radfahren soll sicherer und attraktiver werden

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Symbolbild

„Wir wollen Radfahren als gesunde, günstige und umweltfreundliche Mobilitätsalternative in unserer Stadt noch sicherer und attraktiver machen“, sagt Stadtbaurat Frank Otte. Dazu will die Stadt die Erfahrungen der Bürger nutzen. „Sie wissen durch ihre tägliche Praxis, wo die Schwachstellen in unserem Radverkehrsnetz sind, welche versteckten Wege von zentraler Bedeutung sind und welche bereits bestehenden Infrastrukturlösungen gut funktionieren und als Blaupause dienen könnten“, ist Otte überzeugt.

Die Hinweise und Ideen werden vom Planungsbüro ausgewertet und sollen den Radverkehrsplan aus dem Jahr 2005 aktualisieren. Ziel des Radverkehrsplans ist die qualitative und quantitative Weiterentwicklung des Radverkehrs in Osnabrück. Dazu gehört eine kritische Bestandsaufnahme der Situation für Radfahrer und eine Fortentwicklung der Infrastruktur. Neue Trends und positive Beispiele aus deutschen und europäischen Städten sollen, soweit möglich, auf Osnabrück übertragen werden. Bereits im Sommer 2016 soll der neue Plan vorliegen. Erste wichtige Maßnahmen können dann kurzfristig umgesetzt werden.

In 24 Stunden 360 Beiträge

Die Umfrage ist noch bis zum 19. Juni erreichbar. In den ersten 24 Stunden sind 360 Beiträge eingegangen.
Am Samstag, den 27. Juni sind die Verkehrsplaner auf dem Wochenmarkt an der „Osnabrücker Dankstelle“ und laden zu einem Meinungsaustausch ein. Auch können hier noch weitere Anregungen und Wünsche zum Radverkehrsplan persönlich abgegeben werden.

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Lebensquelle-Pastor bietet Gastronomieflächen über eBay an

Kleinanzeigen Lebensquelle e.V.
Lebensquelle-Pastor bietet Gastronomieflächen über eBay an

Bislang war es die ZION GmbH des Unternehmers Ralf Gervelmeyer, die als Vermieter von Gewerbe- und Gastronomieflächen im Bereich des alten Güterbahnhofs in Erscheinung trat.

Zur Verwunderung vieler Leser (wir hatten dazu über Facebook einen Bericht unserer Kollegen vom INSIDER geteilt) tritt die ZION am 13. Juni als Sponsor der „Project Y Party“ auf. Ohne die kostenlos überlassenen Parkplätze an der Hamburger Straße, wäre die Party im Hasepark nicht genehmigungsfähig gewesen.
So wird Ralf Gervelmeyer zum Retter einer Party, bei der es nach Eigenwerbung  neben den Sponsoren Bacardi und Becks auch „Hüpfburgen, Swimmingpools und einen Wet-T-Shirt-Contest“ geben wird.

Nun taucht überraschend auch der freikirchliche Verein Lebensquelle e.V. in der Gastroszene auf.

Einer unserer Leser machte uns auf verschiedene Immobilienangebote bei Immobilienscout24 und eBay Kleinanzeigen aufmerksam.

Kleinanzeigen Lebensquelle e.V.
Neben Gastronomieflächen bei eBay-Kleinanzeigen sind auch Büroflächen bei immobilienscout24 im Angebot. Screenshots immobilienscout24 und eBay-Kleinanzeigen.

Eigentlich sollte dort eine Kirche entstehen

Die Lebensquelle e.V., die von der Zion GmbH das ehemalige Verwaltungsgebäude und den Güterschuppen gekauft hat, trat zuletzt mit Plänen für ein neues „Friedenszentrum“ öffentlich in Erscheinung.

Teil der „Vision“ sollte ein Gemeindezentrum sein, dort wo jetzt Gastro-Flächen zur Anmietung angeboten werden, sowie ein großer Kirchensaal.
Im Rahmen des Pressetermins, bei dem die Pläne präsentiert wurden, (HASEPOST berichtete) konnte die Lebensquelle keine genaueren Angaben zur Finanzierung machen und musste eingestehen, das bislang auch kein für ein solches Projekt notwendiger Bebauungsplan vorliegt.

Wieso jetzt Gastro statt Kirche?

Gerne hätten wir von der Lebensquelle mehr über ihre aktuellen Pläne erfahren. Die Festnetznummer blieb heute allerdings unbesetzt (keine Bürozeiten am Montag). Auch die in der Anzeige bei eBay Kleinanzeigen (gekennzeichnet als „Privater Anbieter“) hinterlegte Rufnummer war nicht erreichbar. Erst am späten Nachmittag erreichten wir dann doch noch Eduard Ochs.
Herr Ochs, nach Angaben der Lebensquelle-Homepage ist er „Pastor“ der Gemeinde,  gab sich am Telefon aber wortkarg.

Der Geistliche bestätigte zwar die Anzeigen, sonst wollte „lieber nichts“ zu unseren Fragen sagen. Unter dem privaten eBay-Account, der für dieses Immobilienangebot genutzt wurde, finden sich auch andere Schnäppchen, wie ein Brautkleid für 499 Euro oder diverse „Umstandshosen“ – und eben die Gastrofläche mit 400 Quadratmetern zu 4.000€/Monat VB. Ein ungewöhnliches Umfeld für ein solches Objekt auf Osnabrücks vermutlich umstrittenster Gewerbefläche.

Kleinanzeigen Lebensquelle e.V.
Schon gut durchgeplant: die mögliche Gastronomie im Haus der Lebensquelle e.V.. Screenshot: eBay-Kleinanzeigen.

Zwischennutzung „könnte“ genehmigt werden – befristet

Stadtbaurat Frank Otte, der erst jüngst von der Zion GmbH mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde konfrontiert wurde, war deutlich auskunftsfreudiger. Auch er zeigte sich überrascht von dem vorliegenden Vermietungsangebot. Er könnte sich aber durchaus vorstellen, dass eine „Zwischennutzung“ des Gebäudes genehmigungsfähig ist – allerdings nur befristet.

Erst beantragen – dann nutzen

Vor einer Nutzung der Räumlichkeiten, so Otte, müsste aber ein entsprechender Antrag – bei dem auch Fluchtwege, Parkplätze etc. geprüft werden – bei der Stadt eingereicht werden.
„Bislang scheint auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs die Ansicht vorzuherrschen, man könnte solche Anträge auch nach  Beginn einer Geschäftstätigkeit nachreichen“, so Otte.
Ausdrücklich ausnehmen wollte Otte dabei allerdings die Petersburg, deren Vertreter bislang immer gut klargekommen sind mit den von der Stadt benötigten Anträgen, und die „erst beantragen und dann nutzen“!

 

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Screenshots: immobilienscout24 und eBay-Kleinanzeigen, 08.06.2015, 16:15.
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„Südländisch“ wirkender Mann gab sich als Polizist aus

Symbolbild Polizei Verkehrskontrolle
Symbolbild Verkehrskontrolle, CC BY-SA 3.0 "böhringer"

Ohne Uniform, Dienstausweis und Streifenwagen haben offenbar „falsche Polizisten“ Verkehrskontrollen durchgeführt.

In Höhe eines Blumenhandels in der Hermann-Ehlers-Straße (Sutthausen) wurden bereits am Sonntag vor einer Woche (31.05.), zwischen 11.30 Uhr und 11.45, Fahrzeuge von zwei Männern in ziviler Kleidung angehalten und kontrolliert.

 

Symbolbild Polizei Verkehrskontrolle
Symbolbild Verkehrskontrolle,
CC BY-SA 3.0 „böhringer“

„Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte“

Die Autofahrer wurden mittels Handzeichen an den Straßenrand gewunken und anschließend aufgefordert Führerschein und Fahrzeugpapiere an die vermeintlichen Polizisten auszuhändigen.

Nur ein Täter kann beschrieben werden

Von den Unbekannten konnte jedoch nur einer näher beschrieben werden. Er war 1,80 m groß und ca. Mitte 30. Bekleidet war der „südländisch2 wirkende Mann mit einer Jeanshose, einem blau-weiß-karierten Hemd und einer schwarzen Lederjacke.

Die Polizei bittet nun Zeugen, die ebenfalls kontrolliert wurden oder Hinweise zu den Unbekannten geben können, sich unter der Telefonnummer 0541/327-3303 oder 327-2115 zu melden.

 

 

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