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An der Mindener Straße wartet eine Überraschung auf die Autofahrer

Tempo 30, Mindener Straße, Osnabrück, KiTa HHO
Mindener Straße

Hätten Sie es gesehen? Und nein, bevor die Frage aufkommt: Dieses Bild wurde nicht mit Photoshop künstlich dunkler gemacht.

Seit ein paar Tagen „überrascht“ eine neu eingerichtete Tempo 30 Zone die Autofahrer auf der Mindener Straße.

Das Schild wurde angebracht, um die kleinen Besucher der integrativen Kindertagesstätte im über 120 Jahre alten Wasserwerk (rechts hinter dem Schild zu sehen) mit einem zeitweisen Tempolimit, von 7:00 bis 17:00 Uhr, zu schützen. Seit 2010 gibt es die Kindertagesstätte der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) hier im Schinkel.

Lange Zeit kein Hinweis auf die KiTa

Mindener Straße, OsnabrückBis vor kurzem schützte lediglich die in der Fahrbahnmitte eingerichtete „Querungshilfe“ die Kinder und ihre Eltern bei der Überquerung der Mindener Straße.
Anders als bei den meisten anderen ähnlichen Einrichtungen im Stadtgebiet, gab es keinerlei Hinweise oder Tempolimits für diesen Bereich.
Durch Initiative der SPD Ratsfraktion kam die Tempo 30 Zone auf die politische Agenda. Im März kam es zu einem Ortstermin mit Stadtbaurat Frank Otte, bei dem auch eine Unterschriftenliste von den KiTa-Eltern übergeben wurde.

 

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Fotos: Elma Avdic / Privat

AFP

Droht Jobverlust bei Volkswagen Osnabrück?

Volkswagen Osnabrück
Symbolbild Volkswagen Osnabrück / Foto: Pohlmann

Wenn schon bald der letzte Geländewagen vom Typ Porsche Cayenne den Fledder verlassen hat, könnte damit dem ehemaligen Karmann Werk ein wichtiger Auftrag ersatzlos verloren gehen. Die IG Metall sucht nach Perspektiven für alle Mitarbeiter.

Volkswagen zieht für alle Konzernmarken die Produktion der großen SUV am Günstigstandort Bratislava zusammen. Die zwischenzeitlich von Leipzig nach Osnabrück abgegebenen Teile der Cayenne-Produktion wandern mit dem Modellwechsel, der auf der IAA im September vorgestellt wird, dann weg von der Hase. Einen Ersatz für diese Montagearbeiten wird es vorerst nicht geben.

Im Augenblick ruht die Hoffnung auf der Lackierung von Skoda-Rohkarosserien, die zukünftig mehr als tausend Kilometer durch Europa hin- und hergeschickt werden sollen, um in der einst modernsten Lackierstraße Europas ihren Farbanstrich zu erhalten. Doch nicht nur Rohkarosserien werden inzwischen durch halb Europa geschickt, auch Mitarbeiter stehen vor der Entscheidung: Arbeitslosigkeit oder Umzug an einen anderen VW-Standort.

VW schickt Arbeiter zu besser ausgelasteten Fabriken

Was den Mitarbeitern im Osnabrücker Werk drohen könnte, wurde am VW-Standort Emden bereits durchexerziert. Anfang des Jahres war dort für 500 Leiharbeiter keine Arbeit mehr zu finden. Der neue Passat lief nicht so wie erwartet und der Oberklasse-Ableger „Arteon“, der zukünftig wenigstens einen Teil der möglichen Kapazität des Emder Werks auslasten soll, war noch nicht am Markt.
200 auslaufende Verträge wurden in Emden nicht verlängert, 300 Mitarbeiter wurden nach Osnabrück „ausgeliehen“, wo Sie im Mai ebensoviele Portugiesen ersetzten, die nach einer Ausleihphase wieder zurück in ihr Werk nach Portugal geschickt wurden.

Nach unserer Redaktion vorliegenden Informationen, könnten zum Jahresende in Osnabrück etwa 300 unter dem Label „Autovision“ über die VW-eigene Leiharbeitsfirma beschäftigte Mitarbeiter betroffen sein. Weitere 50-100 direkt bei der Volkswagen Osnabrück GmbH angestellte Mitarbeiter könnten ebenfalls zur Disposition stehen, wenn nicht bald neue Aufträge an die Osnabrücker Autofabrik abgegeben werden. Vor allem die Autovision-Mitarbeiter müssen um ihre Jobs bangen, während die privilegierten VW-Bandarbeiter womöglich eine Stelle in einem anderen VW-Werk angeboten bekommen könnten.

IG Metall sucht nach Lösungen für Osnabrück

„Bis zum Jahresende hat Volkswagen Osnabrück noch eine gute Auslastung“, bestätigt Stephan Soldanski, 1. Bevollmächtigter der Osnabrücker IG Metall, die Informationen unserer Redaktion. Selbst wenn ein Teil der bisherigen Produktion ersatzlos wegfällt, können die betroffenen Mitarbeiter über angefüllte Arbeitszeitkonten bis zum Jahresende noch auf Lohnzahlung hoffen – doch dann wird es „eng“.
Zusammen mit dem Betriebsrat und dem Management ist die Gewerkschaft derzeit mit Hochdruck dabei Lösungen zu entwickeln, wie es in den ehemaligen Karmann-Hallen weitergehen kann.

Der IG-Metall-Chef kann sich gut vorstellen, dass das Dilemma von Volkswagen Osnabrück gelöst werden kann, denn an Nachfrage fehlt es bei VW eigentlich nicht – wenn man von Dieselfahrzeugen einmal absieht.
Aktuell lebt das Osnabrücker VW-Werk davon die Auftragssvolumina zu übernehmen, die andernorts aus Kapazitätsgründen nicht abgearbeitet werden können. Auf diesem Wege sieht Stephan Soldanski durchaus noch Möglichkeiten zumindest vorläufig die Arbeitsplätze in Osnabrück zu sichern. So habe er selbst erst kürzlich festgestellt, dass die Wartezeit auf das Modell „Ateca“, dem ersten SUV der Konzernmarke Seat, derzeit über ein halbes Jahr beträgt. „Das muss doch nicht sein, wenn in Osnabrück genügend Kapazitäten frei sind“, so der IG Metall Chef gegenüber unserer Redaktion.
„Wir kämpfen auf allen Ebenen darum neue Aufträge zu bekommen“, so Stephan Soldanski. „Ideal wäre natürlich ein eigenes Modell mit Perspektive für Osnabrück“. Als komplette Autofabrik könne Volkswagen hier in Osnabrück viel mehr leisten, als nur aus zugelieferten Teilen Autos zusammenzubauen.

Hinsichtlich der Zukunft für die Arbeitnehmer am Standort Osnabrück zeigt sich Soldanski kämpferisch. Egal ob Stammbelegschaft oder Leiharbeiter: „Wir machen da keinen Unterschied, wir wollen eine Perspektive für alle und strampeln uns dafür die Füße ab!“

Ende August tagt der Aufsichtsrat

Nach unserer Redaktion vorliegenden Informationen, wird sich der Aufsichtsrat der Volkswagen Osnabrück GmbH am 25. August in Wolfsburg treffen. Das Thema Arbeitsplatzsicherung dürfte dabei ganz oben auf der Liste stehen.

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AFP

Onlinepetition soll Umgestaltung des Osnabrücker Schlossgartens verhindern

Onlinepetition BOB

Wenn Stadtbaurat Frank Otte am Dienstagnachmittag öffentlich die Pläne für die Umgestaltung des Schlossgartens präsentiert, werden parallel im Internet schon virtuelle Unterschriften gesammelt, um die „weitere Betonwüste“ zu verhindern.

„Wir haben sehr fähige Mitarbeiter in den Osnabrücker Servicebetrieben und Fachhochschulen, die eigene Ideen hätten einbringen können – warum kein Mut zur Eigenregie, Sparsamkeit der Haushaltsmittel und bürgerlichen Engagement?“ Mit diesen Worten begründet der Bund OSnabrücker Bürger (BOB) den ungewöhnlichen Schritt, über den Weg einer Online-Petition Bürgerstimmen gegen die Umgestaltung des Schlossgartens zu gewinnen. Gerichtet ist die Petition an Stadtbaurat Frank Otte persönlich.

BOB erinnert auch an die Rahmenbedingungen, in denen die Pläne bekannt wurden: „Zur Erinnerung: Osnabrück hat 450.000.000 Euro Schulden! Warum also 80.000 Euro Preisgelder für eine maximalistische Betonwüste, die jeder begabte Erstsemester FH-Gartenbaustudent besser hätte gestalten können?“

Schlossgarten-Pläne in einer Reihe mit anderen Otte-Projekten

Bei BOB ist man sich sicher: „Hier wurde seitens der Politik Phantasie- und Gedankenlos gehandelt! Defekte und funktionslose Brunnen gibt es in Osnabrück genug – solange sich in Osnabrück Kinder vor dem Zustand von Schultoiletten ekeln, sollten keine öffentlichen Gelder (hier 80000 Euro: Darin enthalten sind auch die Preisgelder für die drei platzierten Entwürfe in Höhe von 17500 Euro für den ersten, 10 000 Euro für den zweiten und 7500 Euro für den dritten Platz sowie 5000 Euro, für den vierten Entwurf) für verzichtbare und fragwürdige Projekte ausgegeben werden. Wir erinnern hier an die Straßenmalereien auf der Lotterstrasse (ca. 20.000 Euro), „Osnabrück hat Autofrei – Sperrung der Martinistrasse für einen Tag“ (Ca. 10.000 Euro) und „Osnabrück sattelt auf“ (100.000 Euro).“

 

Hier geht es zur Onlinepetition.

AFP

Osnabrücker AfD streitet sich auf Parteiveranstaltung um Listenplätze für Landtagswahl

AfD Symbolbild GS Schinkel
AfD (Symbolbild)

Wenn es um die Vergabe aussichtsreicher Listenplätze geht, herrscht bei allen Parteien größte Anspannung. Die Osnabrücker AfD bewies am Wochenende erneut, dass sie unter Druck zur Selbstzerstörung neigt.

Neben der Qualifikation geeigneter Kandidaten geht es bei der Kandidatenkür auch immer um Netzwerke und und den Regional-Proporz, damit die Parteibasis und die Regionen möglichst ausgewogen repräsentiert werden. Wie parteiinterner Streit hier die Chancen auf aussichtsreiche Listenplätze zunichtemachen kann, demonstrierte die Osnabrücker AfD am Wochenende eindrucksvoll. Unter den Mitgliedern herrscht Katerstimmung.

Bei der Aufstellungsversammlung für die inzwischen auf den 15. Oktober vorgezogene Landtagswahl ging für die Osnabrücker AfD mal wieder einiges schief.
Auf insgesamt nur sieben Kandidaten konnten sich die niedersächsischen Parteimitglieder nach zwei Versammlungstagen bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Wochenende in Walsrode einigen. Nicht dabei: Ein Kandidat aus dem immerhin viergrößten Kreisverband Osnabrück, der inzwischen aus den ehemals getrennt agierenden Kreisverbänden Stadt und Land gebildet wurde.

Störer aus den eigenen Reihen demontierten Osnabrücker AfD-Kandidaten

Ausschlaggebend für das schlechte Abschneiden der Osnabrücker AfD soll ein offener Schlagabtausch zwischen dem Osnabrücker Kreisvorsitzenden Daniel Wolf und dem Fraktionsführer und Kreistagsmitglied Martin Krieger, unterstützt durch seine als Fraktionsgeschäftsführerin tätige Tochter Waike Klaiber, gewesen sein.
Ein offensichtlich von einem AfD-Mitglied verfasster umfangreicher Bericht über die Aufstellungsversammlung, der unserer Redaktion anonym zugeschickt wurde, nennt die Vorgänge einen „Eklat“, und dass „nie zuvor ein Mitglied oder gar ein Mandatsträger von einer parteieigenen Veranstaltung ausgeschlossen“ wurde.

AfD-Spitze bestätigt Eklat bei Parteiveranstaltung

Der Vorgang, der uns von einem führenden Mitglied der AfD Osnabrück, das aber ungenannt bleiben möchte, telefonisch bestätigt wurde, soll sich so abgespielt haben:
Bereits am ersten Tag der Aufstellungsversammlung sei es zahlreichen Mitgliedern aufgefallen, dass der AfD-Kreistagschef Martin Krieger und seine ihn begleitende Tochter, Waike Klaiber, eine Gruppe anderer Parteimitglieder um sich geschart hatte.
Als bei der Kandidatenvorstellung der Osnabrücker Kreisvorsitzende Daniel Wolf die Gelegenheit hatte sich vorzustellen, wurde dieser von seinem Parteifreund aus der Region Osnabrück und seiner Begleitung mit Fragen eingedeckt, die offensichtlich das Ziel hatten, ihn zu diskreditieren.
So soll in Fragen verkleidet der Vorwurf gemacht worden sein, die Osnabrücker AfD hätte bereits bestellte Wahlplakate für die Bundestagswahl wieder storniert. Verantwortlich dafür angeblich: Daniel Wolf.
Auch sollen Redebeiträge des Kandidaten immer wieder ausgebuht worden sein. Da half es auch nichts, dass Jörn König, Vorsitzender der AfD im Kreisverband Hannover Stadt Partei für Wolf ergriff und die vorgebrachten Vorwürfe als unwahr und frei erfunden erklärte.
Krieger bekam für sein Verhalten am ersten Versammlungstag eine Verwarnung, Daniel Wolf allerdings nicht die benötigte Zustimmung der Parteimitglieder für den angestrebten Listenplatz.

Doch auch am zweiten Tag setzte sich das „Spiel“, das von zahlreichen Osnabrücker AfD-Mitgliedern als gar nicht amüsant angesehen wurde, fort.
Als der Ostercappelner Gerd Graune sich ebenfalls um einen aussichtsreichen Listenplatz für die Landtagswahl bewarb, gab es von bekannter Seite erneut Zwischenrufe.
Auf Nachfrage des Versammlungsleiters, wer denn für die Störung verantwortlich sei, meldeten sich Krieger und seine Tochter Waike Klaiber. Angesichts der Vorfälle vom ersten Versammlungstag, reichte es dem Versammlungsleiter nun offenbar, und die beiden Störer sollen „unter Standing Ovations“ von Saalordnern aus dem Saal verwiesen worden sein.

Osnabrück blieb ohne aussichtsreichen Listenplatz

Für die Osnabrücker AfD war damit die Aufstellungsversammlung gelaufen. Der Plan des AfD Kreistags-Fraktionsvorsitzenden war aufgegangen und sowohl Gerd Graune wie auch Daniel Wolf konnten keinen der ersten sieben Plätze auf der Landesliste erhalten. In zwei Wochen soll es eine Fortsetzung der Veranstaltung geben.
Wie unserer Redaktion von dem telefonisch kontaktierten Mitglied aus der Osnabrücker AfD-Führungsebene erklärt wurde, ist keinesfalls sicher, ob sich Kandidaten aus Osnabrück für einen der hinteren Listenplätze finden lassen. In weiten Teilen der AfD bedauere man es sehr, dass Osnabrück erneut – und das obwohl der Kreisverband ansonsten als mitgliederstark gelte – durch innere Zerrissenheit für Aufmerksamkeit gesorgt habe.

Bereits bei der Kommunalwahl 2016, wie auch bei der Aufstellung einer Direktkandidatin zur Bundestagswahl, scheiterte die Osnabrücker AfD an sich selbst.

Unsere Redaktion hat auch versucht von Kreistagsmitglied Martin Krieger und der von ihm als Fraktionsgeschäftsführerin beschäftigten Tochter Waike Klaiber eine Stellungnahme zu erhalten. Das Fraktionsbüro, das anders als bei anderen Parteien nicht im Kreishaus untergebracht ist, war jedoch unter der von der Telefonzentrale des Landkreises Osnabrück weitergegebenen Nummer vor Veröffentlichung dieses Artikels nicht erreichbar. 

 

 

 

 

Foto: JouWatch Lizenz CC BY SA 2.0

AFP

13 Präriehunde im „Unterirdischen Zoo“ in Osnabrück eingezogen

Präriehund (Weibchen) im Zoo Osnabrück

Weiblicher Zuwachs im „Unterirdischen Zoo“: Gleich 13 Schwarzschwanz-Präriehund-Weibchen kamen vor kurzem aus dem Zoo Schwerin nach Osnabrück und zogen in die Präriehundanlage ein.

Mit Männchen aus einem anderen Zoo soll es in Zukunft auch wieder Nachwuchs bei den Nagetieren geben.

Seit gut einer Woche können Besucher beobachten, wie 13 neue Präriehunde durch ihre Stollen im „Unterirdischen Zoo“ wuseln oder ihre Außenanlage gegenüber von den Braunkopf-Klammeraffen erkunden.

Sonnenbaden ist bei den Mädels schwer angesagt

„Die Tiere haben sich bereits gut eingelebt. Gerade wenn die Sonne scheint, verlassen sie gerne die unterirdischen Gänge und machen ihre Außenanlage unsicher. Dort knabbern die Nagetiere dann an frischem Gras und knackigem Gemüse oder genießen die Sonne“, berichtet Oliver Schüler, Revierleiter und Tierpfleger im „Unterirdischen Zoo“. „Weil viele der neuen Bewohnerinnen noch recht jung sind, kann man auch immer wieder beobachten, wie sie miteinander auf der Außenanlage umhertollen“, ergänzt der Tierpfleger.

Präriehunde (Weibchen) im Zoo Osnabrück
13 Präriehundweibchen sind aus dem Zoo Schwerin in den Zoo Osnabrück eingezogen.

Männliche Verstärkung kommt auch bald

Besucher können die Tiere nicht nur auf der Außenanlage beobachten, sondern auch in ihren unterirdischen Gängen und Nestern im „Unterirdischen Zoo“. Dieser Bereich ermöglicht den Zoobesuchern einen Einblick in den Lebensraum unter der Erde. „Die unterirdischen Gangsysteme sind für die Präriehunde sehr wichtig. Dort bauen sie ihre Nester, in denen sie nachts schlafen und später ihre Jungen großziehen. Tagsüber halten sich die Nagetiere gerne draußen auf, außer wenn es regnet, dann verkrümeln sie sich gerne wieder nach drinnen“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. Demnächst bekommen die 13 weiblichen Präriehunde noch männliche Verstärkung: Drei Männchen sollen aus dem Tierpark Köthen an den Schölerberg kommen. Klumpe erklärt: „Damit wir in Zukunft wieder mit der Zucht bei den Schwarzschwanz-Präriehunden beginnen können, holen wir drei Männchen aus einem anderen Zoo. So gehen wir sicher, dass die Tiere untereinander nicht verwandt sind und keine Inzucht entsteht.“ Die bisherigen Präriehunde, die 2009 zur Eröffnung des „Unterirdischen Zoos“ bereits im fortgeschrittenen Alter eingezogen waren, waren nach und nach altersbedingt verstorben.

Soziale Organisation in der Kolonie

Präriehunde leben in großen Kolonien mit einer ausgeprägten sozialen Organisation, bei der die einzelnen Tiere verschiedene Aufgaben erfüllen. So passt beispielweise immer ein Tier auf und gibt bei drohender Gefahr einen Warnruf ab. Diese Laute klingen oft ähnlich wie das Bellen eines Hundes, so kamen die Präriehunde auch zu ihrem Namen. „Ihre Kommunikation ist insgesamt recht komplex: Präriehunde haben zum Beispiel verschiedene Rufe, mit denen sie ihre Artgenossen vor unterschiedlichen Feinden warnen“, erklärt Tobias Klumpe.

Wissenswertes zu Präriehunden (Cynomys)
Präriehunde leben in der Prärie Nordamerikas in selbstgegrabenen Erdhöhlen. Als tagaktive Tiere verbringen sie die Nacht in ihren unterirdischen Höhlen und Gängen. In der Regel leben Präriehunde in direkter Nachbarschaft zu Artgenossen, so dass eine Vielzahl von benachbarten Familien große „Präriehundstädte“ bilden können. Präriehunde können ihren Flüssigkeitsbedarf über ihre Nahrung decken und müssen deshalb nicht trinken. Das Gras in ihrer Umgebung halten sie kurz, damit sie einen besseren Überblick haben und Feinde schneller entdecken.

Fotos: Zoo Osnabrück (Svenja Vortmann)

AFP

Wer zur Bundestagswahl auf dem Stimmzettel stehen wird

Bundestagswahl 2017, Niedersachsen

Rund sechs Wochen vor der Bundestagswahl stehen die Kandidaten und Parteien fest. Am Dienstagmorgen informierte die niedersächsische Landeswahlleiterin über die Parteien und Bewerber zur Wahl.

Zur Bundestagswahl 2017 am 24. September treten in Niedersachsen 19 Parteien mit Landeslisten und/oder Kreiswahlvorschlägen sowie 7 Einzelbewerber an, 2013 waren es 17 Parteien mit Landeslisten und/oder Kreiswahlvorschläge sowie 4 Einzelbewerber.

18 Landeslisten sind vom Landeswahlausschuss für das Land Niedersachsen zugelassen worden. Die Partei Bündnis C – Christen für Deutschland (Bündnis C), deren Landesliste vom Landeswahlausschuss nicht zugelassen wurde, beteiligt sich mit zwei Kreiswahlvorschlägen.

Sechs Direktkandidaten in Osnabrück

Nach Auskunft des Osnabrücker Wahlamts werden als Direktkandidaten im Wahlkreis 39 (Osnabrück Stadt) die folgenden Kandidaten auf dem Stimmzettel direkt wählbar sein:

  • Dr. Mathias Middelberg, CDU
  • Antje Schulte-Schoh, SPD
  • Günther Westermann, Grüne
  • Giesela Brandes-Steggewentz, Die Linke
  • Dr. Thomas Thiele, FDP
  • Joachim Bigus, DKP

Die AfD konnte sich nach parteiinternen Streitigkeiten nicht auf einen Direktkandidaten oder eine Direktkandidatin einigen.

Drei Parteien schaffen eine 50% Frauenquote

Schaut man sich die von den Parteien aufgestellten Kandidaten genauer an, fallen doch erstaunliche Unterschiede auf.
Die Sozialdemokraten haben mit einem Frauenanteil von 47,7% auf der Landesliste ganz offensichtlich die parteiinternen Quotenvorgaben gut umsetzen können. Toppen können das allerdings die Grünen, die MLPD und die Linkspartei, bei denen das Geschlecht ein besonders wichtiges Kompetenzkriterium für ein politisches Mandat zu sein scheint, dort schafft man eine Punktlandung mit einer Frauen- bzw. Männerquote von 50%.
Nur die Tierschutzpartei schafft mit 80% (bei allerdings nur 5 Bewerbern) einer höhere Frauenquote.

Bundestagswahl 2017, Niedersachsen
Quelle: Landeswahlleiterin Niedersachsen
Das Durchschnittsalter bei den Männern beträgt 48 Jahre, bei den Frauen 46 Jahre.

Wer zur Bundestagswahl auf dem Stimmzettel stehen wird

AFP

Stadtbaurat Otte präsentiert die Pläne für den Schlossgarten erstmals öffentlich

Frank Otte, Stadtbaurat Osnabrück
Frank Otte. / Archivbild: Pohlmann

Selten hat ein Projekt des ohnehin zur Polarisierung neigenden Stadtbaurats so viel Ablehnung erfahren, wie die Umgestaltungspläne für den Schlossgarten. Für einen Monat bekommen auch die Bürger zu sehen, was bereits im Vorfeld für Aufregung gesorgt hat.

„Eigentlich“ ging es nur darum einen neuen Standort für den Spielplatz vor der Mensa zu finden. Mit reichlich Preisgeldern ausgestattet – allein der Siegerentwurf bekam 17.500 Euro – wurde daraus ein kompletter Umgestaltungsplan für den Schlossgarten. Ganz am Rande fand man tatsächlich einen neuen Standort für den Spielplatz, zukünftig vorm Ratsgymnasium; also buchstäblich am Rande des Schlossgartens. Auf die naheliegende Idee, die Pflasterung vor der Stadthalle bei nächster Gelegenheit auf die Wege des Schlossgartens auszudehnen, wäre sicher auch ein günstig zu beauftragender Handwerker oder städtischer Beamter gekommen. Für reichlich Aufsehen aber sorgte der Kern des Preisträger-Entwurfs, für den es schon ordentlich Chuzpe bedurfte: Statt der zahlreichen Blumenbeete vor dem Schlossgebäude, soll zukünftig ein in eine Pflasterfläche integriertes Wasserbecken zum beherrschenden Element des „Gartens“ werden.

Am Dienstag Nachmittag wird der Stadtbaurat zusammen mit den Berliner Preisträgern erstmals öffentlich erklären, warum ausgerechnet Pflastersteine statt Blumenbeete die Zukunft der städtischen Parkanlagen sein sollen.

HASEPOST und NOZ-Leser geeint in Ablehnung der Pläne

83% der HASEPOST-Leser lehnen die Pläne für den Schlossgarten ab und 77% der NOZ-Leser sind gegen eine Neugestaltung der beliebten Parkanlagen.
Statt den Wettbewerb „ohne Sieger“ zu beenden (was durchaus möglich ist), entschied sich eine Jury, in der auch Stadtbaurat Frank Otte Sitz und Stimme hatte, für eine Vollpflasterung weiter Teile der Parkanlage – inklusive eines wenig fantasievollen Spritzbrunnens – statt den bisher sechs kleinen Brunnen und den bunten Blumenbeeten.

Ausstellungseröffnung am 8. August

Vor den Sommerferien wurden die Sieger des freiraumplanerischen Wettbewerbs für die Neugestaltung des Schlossgartens gekürt. Das Preisgericht bestand aus Vertretern der Stadt Osnabrück, der Universität und externen Fachleuten. Die Arbeiten werden nun ausgestellt. Die Ausstellungseröffnung ist am  Dienstag, 8. August, um 15 Uhr im Foyer des Schlosses.
Der erste Preisträger, POLA Landschaftsarchitekten aus Berlin, wird den prämierten Entwurf vorstellen.

Schlossgarten, Entwurf Osnabrück, POLA
Trüber Himmel, graues Pflaster… so stellt man sich in Berlin die Zukunft des Schlossgarten vor (Entwurf: POLA Berlin).
Die Ausstellung wird bis zum 5. September gezeigt. Die Entwürfe können von 9 bis 16 Uhr im Schloss besichtigt werden. Auch online können die Arbeiten angesehen werden.

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AFP

Nächtliche Kanalarbeiten können an der Buerschen Straße die Nachtruhe stören

Kanalarbeiten Osnabrück
Kanalarbeiten Osnabrück

Ab Montag, 7. August, führt die SWO Netz GmbH Kanalinspektionen in der Buerschen Straße (Schinkel) durch. Um verkehrliche Einschränkungen zu minimieren, finden die Arbeiten nachts zwischen 21 Uhr und 6 Uhr statt.

Die Arbeiten sollen eine Woche andauern, je nach Verlauf wird noch eine weitere Nacht in der darauffolgenden Woche benötigt.

Vorbereitung künftiger Arbeiten

Die Arbeiten dienen zur Vorbereitung künftiger Kanalerneuerungsmaßnahmen in der Buerschen Straße. So wird zur Inspektion u.a. Schmutzwasser abgepumpt und an anderer Stelle wieder in den Schmutzkanal eingeleitet, um die Funktionsfähigkeit des Kanals zu überprüfen.

Die SWO Netz GmbH inspiziert in regelmäßigen Abständen das insgesamt 1.100 Kilometer lange Kanalnetz in der Osnabrücker Unterwelt und setzt dafür auch Kameras ein. Mehr Informationen zum Osnabrücker Kanalnetz gibt es auch im Stadtwerke-Blog unter www.swo.de/blog.

Foto: Hasepost Archiv

AFP

Ursache und Wirkung: Ein Stau auf der A30 sorgte im Juni für Rekord-Schadstoffwerte auf dem Wall

Stickstoffdioxid Stau

HASEPOST hatte in der vergangenen Woche exklusiv darüber berichtet, dass im Juli, erstmals seit Jahren, die Stickstoffdioxid-Messwerte an der Messstation am Schlosswall unter die 40 Mikrogramm-Schwelle gesunken sind.
Vor dem Hintergrund eines grundsätzlich positiven Trends gegenüber 2016, fielen allerdings im Vormonat Juni zwei Spitzenwerte aus dem Rahmen, doch deren Ursache ist jetzt geklärt.

Insgesamt 18 Mal pro Jahr darf ein Höchstwert von 200 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Stunde überschritten werden. Am 22. Juni 2017 passierte das gleich zweimal innerhalb eines Tages, dabei wurde ein Spitzenwert von 242 Mikrogramm NO2 erreicht. Beide Überschreitungen fanden innerhalb eines Nachmittags kurz hintereinander statt.

Eckhard Lammers, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer
Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, hatte unseren Artikel gelesen und kennt die Ursache für diesen „Ausschlag“ der Messwerte.
Bis auf die zwei erstaunlich hohen Spitzenwerte am 22. Juni, lag der Mittelwert für den Juni 2017, wie zuvor bereits im Mai, nur noch knapp oberhalb des zulässigen Grenzwertes. Die 40 Mikrogramm-Grenze wurde schließlich im Juli mit einem Durchschnitt von 34 Mikrogramm deutlich unterschritten.

Ein Unfall auf der A30 sorgte für Schadstoffrekorde in Osnabrück

„Hintergrund war“, so Eckhard Lammers, der bei der IHK für Standortentwicklung, Innovation und Umwelt zuständig ist, „dass an diesem Tag die A30 bei Nahne in Richtung Hannover wegen  eines Unfalls seit 11:50 Uhr bis in den Nachmittag hinein voll gesperrt war und die Fahrzeuge auf die Innenstadt ausgewichen sind. In Verbindung mit der Wetterlage (sonnig/heiß 34 Grad, teilweise windig) kamen die entsprechenden Spitzenwerte am späten Mittag und gegen 17:00 Uhr zustande“.

Messwerte Schadstoffe Osnabrück
Das Messprotokoll zeigt, wie am Nachmittag des 22. Juni die Messwerte stiegen (Screenshot: LÜN, Hildesheim)

Der IHK-Geschäftsführer bedauert, dass dem Fernverkehr bei solchen Ereignissen nur der Weg durch die Innenstadt möglich ist: „Leider stehen bei Staus auf den Autobahnen A1 und A30 keine leistungsfähigen Umleitungen jenseits des Stadtgebietes zur Verfügung. Umso wichtiger ist es daher, den Verkehr auf diesen Autobahnen möglichst störungsfrei zu halten. Wir setzen uns seit Jahren für Telematik-Einrichtungen ein, die wesentlich zur Unfallvermeidung beitragen können. Ebenso plädieren wir für eine möglichst rasche Räumung von Unfallstellen nach Abschluss der polizeilichen Unfallaufnahme.“

AFP

Kleiner Klammeraffe erkundete für vier Stunden den Zoo Osnabrück

Klammeraffe, Osnabrück

Im Zoo Osnabrück ist am Sonntagmittag gegen 12 Uhr ein kleiner Braunkopfklammeraffe aus seinem Außengehege ausgebüxt. Um 16 Uhr kletterte der Affe wieder zurück auf die Anlage. Gefahr für die Besucher bestand nicht. Das Weibchen saß in der Krone eines benachbarten Baumes.

„Wir haben abgewartet, ob sie von alleine zur Gruppe zurück geht und diese Taktik war genau richtig. Die Gruppe hatte das Tier bereits gerufen und auch der ausgebüxte Affe rief nach den Artgenossen. Sie war selbst erschrocken über den Ausflug und wollte zur Gruppe zurück“, berichtet Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Biologe des Zoos, der vor Ort ist.

„Besucher haben uns berichtet, der Affe hätte an einem Kletterseil auf der Anlage so stark geschaukelt, dass das Tier auf einen benachbarten Baum außerhalb der Insel abgesprungen ist,“ so Andreas Wulftange. Da das Tier auf dem gleichen Weg nicht wieder zurück in sein Zuhause kann, hatten die Zoomitarbeiter extra ein zusätzliches Seil von einem nahestehenden Baum auf die Insel gespannt. Dafür musste der Rest der Gruppe, sechs weitere Klammeraffen, ins Tierhaus geholt werden. „Wir hatten nicht allzu viele Möglichkeiten.

Für Besucher bestand keine Gefahr

Da von dem kleinen Affen keine Gefahr für die Besucher ausgeht, haben wir den Bereich nur abgesperrt, damit das Weibchen Ruhe hat, und haben ihr Zeit gegeben, sodass sie von alleine zurück finden kann“, so Wulftange. Zoomitarbeiter blieben vor Ort, um den Affen weiter zu beobachten. Zusätzlich versuchten die Mitarbeiter das Tier mit Hilfe von Wasser auf den richtigen Weg zum Gehege zu bringen, allerdings stört es die Braunkopfklammeraffen nicht, wenn sie ein wenig nass werden. „Wir konnten den Affen auch nicht narkotisieren und zurück bringen, weil er sehr ungünstig in einer hohen Baumkrone saß. Dort war es kaum möglich, ihn mit einem Narkosepfeil zu treffen. Außerdem bestand die Gefahr, dass das Tier aus großer Höhe herunterfällt“, erläutert Wulftange. Eine weitere Möglichkeit sei Futter als Lockmittel gewesen, allerdings hätte sich das Tier auch von Blättern ernähren können und sei zudem ein wenig aufgeregt und deswegen nicht sonderlich an Futter interessiert gewesen. Da Klammeraffen sehr behände, schnell und wahre Kletterakrobaten sind, wäre auch der Einsatz einer Drehleiter von der Feuerwehr schwierig gewesen. „Am Ende hat unsere Taktik, dem Tier Zeit und Ruhe zu geben, funktioniert, denn der Affe ist gegen 16 Uhr über einen Baum wieder zurück in die Anlage geklettert. Klammeraffen leben in festen Familienverbänden, deswegen wollte sie auch wieder zurück in ihr vertrautes Zuhause“, so der Biologe.
Foto. Hanna Rickert

AFP