Der FMO zeigt sich daher zufrieden mit seiner Ferienbilanz, konnten doch vom Beginn der Sommerferien in Niedersachsen am 22. Juni bis zum Ende der Urlaubszeit in Nordrhein-Westfalen am 29. August insgesamt über 270.000 Passagiere verzeichnet werden. Das entspricht ei- nem Zuwachs von 70.000 Fluggästen gegenüber den Sommerferien 2016.
Mallorca ist besonders beliebt
Spitzenreiter der beliebtesten Urlaubsziele in diesem Sommer ab Münster/Osnabrück ist Mallorca. Die Baleareninsel zählte in den Sommerferien 75.000 Fluggäste (+ 35 %). Auch die türkische Riviera legte dieses Jahr wieder zu und verbuchte mit rund 45.000 Antalya-Fluggästen sogar ein Wachstum von 50 Prozent. Die drei griechischen Ferieninseln Kreta, Rhodos und Kos erreichten 17.000 Fluggäste (+ 60 %).
Germania Boeing 737 wartet am Abend auf Fluggäste vom FMO in den Süden.
Auch für die Herbstferien ist das Angebot ab dem FMO in diesem Jahr sehr vielfältig: Richtung Mallorca starten dann wöchentlich 24 Flugzeuge, und nach Antalya wird es mehr als 20 Flüge pro Woche geben. Zu den Kanarischen Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa geht es fünfmal pro Woche. Außerdem stehen auch im Herbst die griechischen Inseln Kreta, Rhodos und Kos, Málaga auf dem spanischen Festland und Faro an der portugiesischen Algarveküste im Angebot.
Das Osnabrücker Flüchtlingshaus an der Sedanstraße trägt ab sofort den Namen des aus Osnabrück stammenden weltberühmten Schriftstellers Erich Maria Remarque. Im Rahmen eines Festaktes nahm der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, die Umbenennung vor. Gleichzeitig wurde vorzeitig die Einweihung des Standorts der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) gefeiert – tatsächlich werden die Umbauarbeiten allerdings erst nach der Landtagswahl beendet sein.
„Es hat mit Wahlkampf überhaupt nichts zu tun“, entgegnete Landesinnenminister Boris Pistorius auf die Frage, warum denn ausgerechnet jetzt, so kurz vor den Bundestags- und Landtagswahlen, eine Einweihungs- und Umbenennungsfeier des Flüchtlingshauses am Natruper Holz veranstaltet werde.
Tatsächlich, das ergänzte ein Mitarbeiter vom Staatlichen Baumanagement bei der Pressekonferenz, sind die Bauarbeiten erst in etwa sechs bis sieben Wochen abgeschlossen – also rund eine Woche nach der auf den 15. Oktober vor-verlegten Landtagswahl, zu der Pistorius in Osnabrück als SPD-Direktkandidat antreten wird.
Kapazität wird ab Herbst verdoppelt
„Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, warum dieser Termin in besonderer Weise für den Wahlkampf geeignet sein sollte“, so der ehemalige Osnabrücker Oberbürgermeister weiter. Tatsächlich dürfte es zumindest für die Anlieger eine besondere Überraschung sein, dass ab Herbst die Kapazität von derzeit etwas mehr als 300 Plätzen auf 600 nahezu verdoppelt wird – ergänzt um weitere 300 Plätze, die kurzfristig und bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden können. So wie es aussieht, hat die scheidende Landesregierung ein Investitionsvolumen von 9 Millionen am Natruper Holz in eine Einrichtung investiert, die dauerhaft bestehen bleiben soll.
2014, bei Bekanntwerden der von Boris Pistorius initiierten Neu-Nutzung des Bundeswehrkrankenhauses, war lediglich von einer nur übergangsweisen Nutzung über maximal zehn Jahre die Rede, die von Seiten der Stadtverwaltung nach sieben Jahren einseitig gekündigt werden könne.
Ab sofort ist die Erstaufnahmeeinrichtung am Natruper Holz das „Erich-Maria-Remarque-Haus“
Pistorius erinnerte an das Wirken Erich Maria Remarques
Minister Pistorius sagte bei der Feier zur Umbenennung: „Erich Maria Remarque hat zeitlebens für Frieden und Freiheit eingesetzt und insbesondere in seinem Roman ‚Die Nacht von Lissabon‘ das Schicksal der von Verfolgung und Flucht betroffenen Menschen eindringlich beschrieben. Remarque hat sinngemäß gesagt, dass die Humanität die zentrale Frage des 20. Jahrhunderts sei. Und wenn das für das vergangene Jahrhundert galt, muss das genauso für dieses Jahrhundert und seine großen Herausforderungen gelten. Der Pazifist Remarque und sein Vermächtnis sind eng verbunden mit der Friedensstadt Osnabrück. Darum ist es ein richtiges Signal, diese Einrichtung in seiner Geburtsstadt nach ihm zu benennen.“
Vom 27. bis 31. Oktober verwandelt sich der Zoo Osnabrück abends in eine Gruselkulisse. Wer selber beim Halloween-Festival als Walking Act erschrecken will, kann bei einem der Horror-Castings am 17. September und 1. Oktober seine Erschrecker-Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Im Zoo Osnabrück wird es diesen Herbst wieder gruselig, wenn beim Halloween-Festival vom 27. bis 31. Oktober Zombies, Monster und andere „Untote“ ihr Unwesen treiben.
„Das Halloween-Festival haben wir im vergangenen Jahr zum ersten Mal angeboten und es war mit insgesamt 5.200 Besuchern an vier Abenden gut besucht. Daher bieten wir die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder an“, berichtet Veranstaltungskauffrau Diana Reuvekamp.
Amateure und Profis: alle melden!
Wer beim Halloween-Festival selber aktiv werden möchte, kann sich auch in diesem Jahr vorab als Erschrecker bewerben. Gesucht werden Amateur-Erschrecker und Profi-Monster, die als Walking Acts bei den Besuchern für Gänsehaut sorgen wollen. Dafür gibt es zwei offene Casting-Termine im Zoo Osnabrück: am 17. September und am 1. Oktober jeweils ab 14:30 Uhr. „Egal ob Werwolf, Voodoo-Puppe oder Cosplayer: Teilnehmer dürfen gerne eigene Kostüme mitbringen. Wer dann als Erschrecker teilnehmen darf, wird von uns in die Kunst des Erschreckens eingeweiht und mit den Regeln vertraut gemacht“, erklärt Halloween-Profi Ingo Reuther von „Spirit of Poison“, der das Festival plant. Im vergangenen Jahr sorgten 13 Amateur-Erschrecker für Gänsehaut bei den Zoobesuchern.
Neu: Fünf Tage Gruselspaß
Nach der erfolgreichen Premiere des „Halloween-Festivals“ im Zoo Osnabrück 2016 wird die Veranstaltung in diesem Jahr von vier auf fünf Tage ausgeweitet. Vom 27. bis 31. Oktober können sich Besucher jeweils ab 17:30 Uhr auf Gänsehaut-Feeling freuen: Das Stollenlabyrinth des „Unterirdischen Zoos“ ist schaurig dekoriert und ab 20 Uhr findet am Löwenrondell eine Show für die ganze Familie statt: die „Witch night“ präsentiert von „Spirit of Poison“. Außerdem erschrecken Walking Acts im „Labyrinth der Toten“ oder dem „Wald des Grauens“ (beide empfohlen ab 16 Jahren). Auf Kinder wartet eine monsterfreie Zone, in der sie sich schminken lassen und am Halloweenbasteln teilnehmen können. Zusätzlich wird Star-Illusionist Sven Larsen mit seiner großen Zaubershow auftreten. Wer sich nach all dem Schrecken stärken will, erhält in der Gastronomie besondere Gruselmenüs. Aber auch Tierfans kommen beim Halloween-Festival nicht zu kurz, denn Zoopädagogen erklären bei kostenlosen Führungen die Tierwelt. Allerdings kann bei den Führungen nicht jedes Lieblingstier besucht werden: Da einige Zoobewohner feste Ruhezeiten haben, sind während des Halloween-Festivals manche Tierhäuser bereits geschlossen. Um die Tiere nicht zu stören, werden auch die einzelnen Veranstaltungsorte im Zoo gemeinsam mit den Biologen aus dem wissenschaftlichen Team festgelegt.
Für den Zoo Osnabrück sind Veranstaltungen wie das Halloween-Festival wichtig, erklärt Zoogeschäftsführer Andreas Busemann: „Derartige Events sind ein wichtiger Baustein in unserem Finanzierungskonzept, schließlich finanzieren wir uns so gut wie selbst, und können so noch extra Budgets ermöglichen, mit denen wir Tiergehege verbessern können.“
Kinder sollen sich nicht „zu sehr“ erschrecken
Der Zoo bittet darum, dass nur Kinder verkleidet zum Halloween Festival kommen, da es ansonsten zu Verwechslungen mit den engagierten Erschreckern kommen kann und sich die jungen Besucher zu sehr erschrecken können.
Anmeldung für die Horror-Castings
Interessenten, die am Horror-Casting teilnehmen möchten, melden sich bitte per E-Mail bei Diana Reuvekamp (reuvekamp@zoo-osnabrueck.de).
Eintrittspreise
Der Eintrittspreis für das Halloween-Festival im Zoo Osnabrück entspricht dem regulären Tageseintrittspreis von 20,50 Euro für Erwachsene, 13,50 Euro für Kinder und 17 Euro ermäßigt für Schüler oder Studenten. Jahreskarteninhaber erhalten einen Rabatt von 50 Prozent.
Auf einen Blick
Wann: Freitag, 27. Oktober bis Dienstag, 31. Oktober 2017
Uhrzeit: 17:30 Uhr bis 22:30 Uhr
Eintrittspreise: 20,50 Euro für Erwachsene
17 Euro ermäßigt (Schüler, Studenten, Rentner, Arbeitslose mit gültigem Nachweis)
13,50 Euro Kinder (3 bis 14 Jahre)
Jahreskarteninhaber erhalten einen Rabatt von 50 Prozent.
Bei der CDU Niedersachsen, die eine aktuelle Umfrage zur Stimmung im Lande in Auftrag gegeben hat, gibt man sich positiv. Und es stimmt ja auch: „In Niedersachsen bleibt die CDU in der Sonntagsfrage klar stärkste Kraft mit 39 Prozentpunkten“, aber…
Die Frage nach dem „aber“ werden sich viele Strategen der Union stellen. Vor der Ankündigung der vorzeitigen Neuwahl im Oktober lagen die Zustimmungswerte für die CDU noch bei über 40%. Warum dieser – wenn auch nur kleine – Absturz? Und was für viele konservative Wähler als Erkenntnis noch viel erschreckender sein wird: Eine bürgerliche Regierung kann es so nicht geben.
Die CDU ist stark, aber nicht stark genug. Die FDP „nur“ gleichauf mit der AfD, die massiv im konservativen Wählerlage fischt und die dort fehlenden Prozentpunkte auf sich versammelt.
In der Sonntagsfrage kommt die CDU auf 39, die SPD nur noch auf 31 Prozent. FDP, Grüne und AfD liegen gleichauf bei acht Prozent. Der Linkspartei bleibt auch weiterhin das Landesparlament in Hannover verschlossen.
Große Koalition oder Jamaica – sonst geht nichts
Entweder die Union beißt in den sauren Apfel und koaliert mit der SPD, die aktuell in der Vergabe-Affäre zu versumpfen droht und sicher kein Wunschpartner der CDU ist, oder man schafft den Spagat mit den Grünen und der FDP in ein Jamaika-Bündnis zu gehen. FDP-Landeschef Stefan Birkner hatte einer derartigen Option bereits im Juli im Gespräch mit der HASEPOST wenig Chancen eingeräumt. Angesichts der verbrannten Erde, die der grüne Landwirtschaftsminister Christian Meyer bei einer wichtigen Klientel der Niedersachsen-CDU, den Landwirten, hinterlassen hat, dürfte der Beifall für eine Zusammenarbeit mit den Grünen innerhalb der Union mehr als verhalten ausfallen und auch die Grünen dürften mehr als nur Berührungsängste haben.
Also doch Große Koalition in Niedersachsen? Knapp 45 Tage vor der Landtagswahl wird die Union ganz schön strampeln müssen, um doch noch eine bürgerliche Mehrheit zusammenzubekommen und sowohl Grüne wie auch SPD aus der Landesregierung zu entfernen.
Wer sich offen oder nur klammheimlich über den wahrscheinlichen Einzug der AfD in das Landesparlament freut, muss sich darüber im Klaren sein, dass er so entweder der SPD oder den Grünen die Macht erhält – falls der Wähler tatsächlich so entscheidet wie aktuell prognostiziert.
Das geht schnell… keine 24 Stunden Vorlauf gönnt Innenminister Boris Pistorius der lokalen Presse für einen Blitzbesuch der Flüchtlingsaufnahmeeinrichtung im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus am Natruper Holz.
In einer am Mittwochnachmittag verschickten Einladung, kündigt das Büro des Landesministers an, dass der Anlass des Besuchs der auf Hochtouren laufende Wahlkampf die Einweihung des Standorts der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) nach Abschluss der Baumaßnahmen und die Umbenennung des Flüchtlingshauses in das „Erich-Maria-Remarque-Haus“ sei.
Überraschende Umbenennung des BW-Krankenhauses
Das in Osnabrück so allerhand nach dem berühmtesten Sohn der Stadt benannt wird, hat schon fast Tradition. Nach Remarque, der mit „Liebe Deinen Nächsten“, „Arc de Triomphe“ und „Die Nacht von Lissabon“ drei Flüchtlingsromane geschrieben hat, wurden schon staugeplagte Straßen, ein Hotel, ein Cocktail und natürlich auch der entsprechende Friedenspreis benannt – nun also auch ein Flüchtlingshaus.
Die Umbenennung der ehemaligen Bundeswehranlage war – zumindest unserer Redaktion – bislang nicht bekannt.
In der Telekommunikationsanlage der kooperativen Rettungsleitstelle Osnabrück am Schölerberg ist am Mittwochmorgen eine technische Störung aufgetreten. Die Fehlersuche dauerte am frühen Nachmittagnoch an.
Die Pressestelle des Landkreises versichert, dass durch die Verwendung von Ersatzsystemen die Erreichbarkeit der Rettungsleitstelle gewährleistet ist.
Aufgrund der netzwerkbedingten Störung kam es in den Morgenstunden zu einer Einschränkung der Kapazitäten. Das hatte zur Folge, dass einige Anrufer bei der Wahl der Notrufe 112 (Rettungsdienst und Feuerwehr) und 110 (Polizei) zunächst ein Besetztzeichen hörten und deshalb noch einmal anrufen mussten.
Vorhandene Redundanzsysteme übernehmen Notrufe
Aufgrund der Einschränkungen wurden unverzüglich die sogenannten Redundanzsysteme in Betrieb genommen. Das bedeutet, dass Anrufe nun über ISDN-Technik eingehen. Zudem wurde das Personal in der Leitstelle aufgestockt, um die Ersatzsysteme zu bedienen. Darüber hinaus wurden die Ersatz-Leitstellen der Polizei am Kollegienwall und die von Feuerwehr und Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr an der Nobbenburger Straße in Osnabrück besetzt. Vereinfacht gesagt bedeuten diese Schritte, dass durch zusätzliche Leitungen sichergestellt wird, dass Notrufe unverzüglich eingehen können.
Falls wider Erwarten ein Besetztzeichen ertönt, sollte der Anrufer unverzüglich erneut je nach Bedarf 112 oder 110 wählen.
Blinde Zerstörungswut sorgte am Dienstagabend in Osnabrück für Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Unbekannte legten Kabel einer Schrankenanlage auf die Bahngleise.
Unbekannte Täter haben Dienstagabend, gegen 23:15 Uhr, am Bahnübergang Ickerweg (zwischen Dodesheide und Widukindland) mehrere Kabel der Schrankenanlage über die Bahngleise gezogen. Weil ein durchfahrender Zug die Kabel überfuhr, kam es zur Störung der Schrankenanlage.
12 Züge bekamen in der Nacht Verspätung
Bis zum Ende der Reparatur durch einen Bahntechniker kam es bei 12 Zügen zu insgesamt 134 Minuten Verspätung. Die entstandene Schadenshöhe lässt sich derzeit noch nicht beziffern.
Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Hinweise zur Aufklärung des Vorfalls bzw. auf die Identität der Täter, nimmt die Bundespolizei in Osnabrück unter der Telefonnummer 0541 / 331280 entgegen.
Nachgezählt hat wohl niemand, aber Stadtbaurat Frank Otte hatte bei der letzten Sitzung des städtischen Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt ein Mantra, das er gerne und mehrfach wiederholte um sich und den Siegerentwurf für den Umbau des Schlossgartens zu legitimieren: Anlieger wie die Stadthalle, das Ratsgymnasium und auch die Studierenden der Universität wären an der umstrittenen Entscheidung für den Schlossgarten-Umbau beteiligt gewesen.
Wirklich? Wirklich beteiligt, oder doch nur schmückendes Beiwerk?
Von Seiten des AStA der Uni wurde diese behauptete Legitimation des Preisgerichts nun ins Wanken gebracht. Die Forderung der Vertreter der Studierenden, also der Gruppe, die zu den eifrigsten Nutzern des Schlossgartens gehört, ist eindeutig: Die Entscheidung soll überdacht werden.
Schreiben auch an Ratsfraktionen gerichtet
Der AStA der Universität weißt in dem Schreiben, das unsere Redaktion am Mittwochvormittag erhielt, darauf hin, „dass der Schlossgarten auch ein beliebter Ort für junge Menschen und Studierende ist, deren Belange daher in dieser Angelegenheit nicht unwichtig sind. Der Schlossgarten ist zusätzlich dazu aber ein Ort der Erholung, welcher von unterschiedlichsten Menschen genutzt wird, die in Osnabrück ein kleines Fleckchen Grün in der Innenstadt suchen. Insofern ist es gut und richtig, dass auch ein Vertreter des AStAs als beratendes Mitglied zum Wettbewerb eingeladen wurde, um aus Perspektive der Studis beratend Einfluss nehmen zu können.
Grauer Himmel, graues Pflaster… die Zukunft des Schlossgartens? Entwurf: POLA Berlin
Preisgericht interessierte sich nicht für Meinung der Studierenden
Jener Vertreter musste nur leider feststellen, dass die Meinung der Studierendenschaft nicht wirklich von Wert war. Der gesamte Wettbewerb schien sehr intransparent. So wurde der Vertreter zum Beispiel lediglich von einem Teilnehmenden des Wettbewerbes – aber nie wirklich vom Preisgericht – nach der studentischen Sichtweise gefragt. In Fällen in denen der Vertreter des AStAs versuchte Stellung zu beziehen, was an und für sich schon schwer war, da Diskussionen meist unter denselben konspirativ-anmutenden Personen getätigt wurden, hatte dieser eher das Gefühl, belächelt statt ernst genommen zu werden. Ein wichtiges Interesse des Vertreters der Studierendenschaft war, die zur Verfügung stehende Grünfläche keinesfalls zu verkleinern. Ein wichtiger Punkt, der nun Teil der Debatte um den Siegerentwurf ist.
Wo ist das Problem mit dieser Fläche? Foto: Osnabrücker Service Betrieb
Auch Studierende bezweifeln „mehr“ an Grünfläche
Von Seiten der Stadt heißt es, dass im Enddefekt nicht weniger, sondern mehr Grünflächen nach der Durchsetzung geschaffen werden. Dies wirkt jedoch aus Sicht des AStAs utopisch. Werfen wir einen Blick auf den Entwurf des Büro POLA: als erstes fällt hier die Umgestaltung des Parterres auf. Ein gepflasterter Platz mit großem Brunnen und umrandet von drei langen Sitzbänken soll das neue Herzstück des Schlossgartens werden. Eingefasst von bepflanzten Beeten, um den „gärtnerischen Charakter“ beizubehalten. Das soll dann schick aussehen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber wie sieht es mit der Nutzungsmöglichkeit für Studierende und Osnabrücker BürgerInnen aus?
Aktuell bietet die Grünfläche mit den Blumenbeeten, welche etwa ein Viertel der Hauptfläche ausmachen, einen schönen Anblick der zum Sitzen und Zusammensein einlädt. Dies wird von vielen Menschen an warmen Sommertagen gerne genutzt. Diese sollen nun auf Steinbänke verwiesen werden, welche so bequem und trostlos anmuten, als säße man an irgendeiner Bushaltestelle. Auf die Hauptwiese auszuweichen ist nur bedingt möglich, da diese häufig schon überbelegt ist. Wo ist also dieses „mehr“ an Grünfläche hin? Der Entwurf lässt den hinteren Teil unberührt. Zu den Seiten des Parterres soll der Spielplatz eingerichtet werden. Zweigeteilt: einen für die kleinen Kinder und einen für uns große Kinder. Schaut man genau hin stellt man fest, dass der eine Kunstrasen und der andere einen Kunststoffbelag bekommen soll. Grünfläche? Fehlanzeige! Was bleibt sind die Grünflächen zwischen Stadthalle und Schloss. Diese sollen also für „mehr“ Fläche sorgen. Nachgemessen haben wir noch nicht, trotzdem stellen wir diese Aussage hier entschieden in Frage! Hier zeigt sich noch eine weitere Schwäche des Entwurfs. Mit Blick auf die ohnehin schon hohe Auslastung der Schlossgartenwiese wäre eine Einbindung dieser Flächen wünschenswert gewesen. Im Gewinnerentwurf ist hingegen eine Abgrenzung vollzogen worden.
Warum ist die Stadt so „vernarrt“ auf einen Brunnen?
Fraglich ist auch, warum die Stadt so vernarrt auf einen prestigeträchtigen Brunnen „als Neuinterpretation des Barockgartens“ ist, wie er in der Broschüre des Wettbewerbes beschrieben wird. Mit Blick auf den Neumarkt, welchen einst auch Wasserspiele zieren sollten, kann jedem da nur Angst und Bange werden, erinnert dieser doch inzwischen eher an einen heruntergekommenen Kirmesplatz, als an einen einladenden Angelpunkt der Stadt. Die Befürchtung einer ästhetischen Missbildung des Schlossgarten ist nicht unbegründet, unter Anbetracht dessen, dass nun schon mehrere Jahre und Etappen für die Umsetzung vorgesehen werden.
Hier direkt den Plan mit dem IST-Zustand vergleichen (einfach Schieberegler über der Grafik verschieben):
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Wünsche der Studierendenschaft im Fall des Schlossgarten den Mitgliedern des Preisgerichtes egal waren. Es wurde ein Schein von Demokratie und Bürgermitsprache aufgebaut, unterm Strich ging es aber um politische Interessen und Prestige. Aus Sicht des AStAs würde die geplante Umgestaltung des Schlossgartens erhebliche Auswirkungen auf diesen als wichtigen sozialen Treffpunkt der Studierendenschaft haben. Dadurch wird auch direkt die Attraktivität der Stadt Osnabrück als Studienort in Mitleidenschaft gezogen.“
Die Vertreter der Studierenden schließen Ihr auch an die Ratsfraktionen gerichtetes Schreiben mit einer deutlichen Aufforderung: „Deswegen raten wir dringend, die Umgestaltung nochmals zu überdenken.“
Die Quartiersarbeit Rosenplatz lädt in Kooperation mit dem Runden Tisch Rosenplatz zu einem Stadtteil-Spaziergang ein. Los geht es am Freitag, 8. September, um 16.30 Uhr am Quartiersbüro Rosenplatz, Iburger Straße 24-26.
Bei der Veranstaltung wird Christine Grewe vom städtischen Büro für Friedenskultur den Teilnehmern das Projekt „Stolpersteine“ näherbringen. Anschließend werden verschiedene Stolpersteine im Quartier Rosenplatz besucht. Hierbei erfahren die Teilnehmer Hintergründe und Geschichten über die Menschen, die dort lebten und dem damaligen NS-Regime zum Opfer fielen. Nach dem Spaziergang haben alle noch die Möglichkeit, sich in den Räumlichkeiten der Quartiersarbeit Rosenplatz bei einem Getränk über das Erlebte auszutauschen.
Fragen zum Stadtteil-Spaziergang beantwortet Marco Brockmann vom Fachdienst Jugend der Stadt Osnabrück. Er ist unter Telefon 0541 20068300 und per E-Mail an brockmann.m@osnabrueck.de zu erreichen.