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Meller Straße ab sofort bis Mitte Dezember stadtauswärts gesperrt

Baustelle, Umleitung
(Symbolbild) Schilder

Kurzfristig meldeten die Stadtwerke Osnabrück AG am Dienstagmorgen (28.11.) eine Sperrung der Meller Straße.

Aufgrund des Umbaus einer Bushaltestelle und der Verlegung von Versorgungsleitungen wird die Meller Straße am Dienstagmorgen, ab 08:00 Uhr, bis Mittwoch, den 13. Dezember ca. 17:00 Uhr zwischen Stahlwerksweg und Schweerstraße in Richtung Düstrup (stadtauswärts) gesperrt.

Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte eine Sprecherin der Stadtwerke, dass die Umleitung auch für den Individualverkehr gilt.

Busse fahren über Hannoversche Straße

In diesem Zeitraum ergibt sich folgende Umleitung für die Linien 41/541 und N4 Richtung Düstrup:
Meller Straße – Stahlwerksweg – Hannoversche Straße – Schweerstraße. In stadteinwärtiger Richtung wird keine Umleitung gefahren. Die Haltestelle „Bünder Straße“ wird in die Schweerstraße verlegt.

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Symbolbild: Usien, Lizenz CC BY-SA 3.0

AFP

Snipes will bald in der Großen Straße Sneaker und Streetwear verkaufen

Snipes, Osnabrück, Große Straße, Umzug, Jürgensort
Snipes Osnabrück

Snipes, der Spezialist für Sneaker und Sportler, der bislang am Jürgensort seine Filiale hat, will einen großen Schritt in Richtung Großer Straße machen.

Noch kündigen nur Plakate den neuen Store in der ehemaligen Filiale von S. Oliver an – „Coming Soon“, so die Ansage auf den Baustellenabsperrungen zwischen C&A und Superdry.

Auf der Firmenhomepage wird eifrig weiteres Personal gesucht, es gibt jedoch keine Angaben zum geplanten Eröffnungstermin – der Baufortschritt läßt eine Eröffnung noch in diesem Jahr möglich erscheinen.

S. Oliver schloss im Oktober seine Türen

Der Vormieter an dem Standort, der Textilhändler S. Oliver, hatte in der Osnabrücker 1a Lage im Oktober seinen Store geschlossen. Produkte des Labels sind seither in Osnabrück nicht mehr in einem eigenen Laden erhältlich.
Snipes ist, trotz seines international anmutenden Auftritts, eine deutsche Marke mit Sitz in Köln. Eigentümer des Unternehmens, mit europaweit mehr als 170 Läden, ist die Schuhhandelskette Deichmann.

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AFP

Bramsche: Wer zündete dem Hund seine Hütte an?*

Symbolbild Feuerwehr
Symbolbild

[*Anmerkung der Redaktion: Skurrile Meldungen verlangen nach einer derartigen Grammatik]

In der Dorfstraße in Bramsche (Landkreis Osnabrück) setzten Unbekannte am Sonntag eine Hundehütte in Brand.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Osnabrück bemerkte der Eigentümer eines dortigen Anwesens  gegen 01.55 Uhr, dass die auf einer angrenzenden Wiese stehende Holzhütte lichterloh in Flammen stand.

Polizei bittet um Mithilfe

Verletzt wurde durch das Feuer niemand. Sachdienliche Hinweise werden von der Polizei in Bramsche erbeten, Telefon 05461/915300.

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AFP

Osnabrücker Verwaltung übernimmt drei Jahre altes Konzept aus dem Internet

Osnabrück, LKW, Kreisverkehr, Rechtsabbiegen, Unfallursache, Fahrradfahrer

„Warum nicht den LKW-Verkehr im Uhrzeigersinn um die Osnabrücker Innenstadt herum führen?“
Diese Idee hatte ein unbekannter Internetnutzer (bitte bei uns melden) bereits vor mehr als drei Jahren – nun greift die Stadtverwaltung die Idee auf. Umgesetzt werden könnte sie bereits im kommenden Jahr.

Dass die wirklichen Experten nicht immer in Politik und Verwaltung zu finden sind, ist eine Binsenweisheit. Nach der Häufung tödlicher Unfälle zwischen Fahrradfahrern und nach rechts abbiegenden LKW, wurde im Jahr 2014 in Sozialen Medien viel über mögliche Abhilfe diskutiert. Neben einem generellen LKW-Durchfahrverbot, hatte ein Internetnutzer offensichtlich die richtige Idee, die nun vom zuständigen Stadtbaurat Frank Otte der Politik als Lösung im Kampf gegen tödliche Abbiegeunfälle präsentiert wird.

Wie die Neue Osnabrücker Zeitung auf Nachfrage vom Stadtbaurat erfahren hat, sollen zukünftig LKW nur noch im Uhrzeigersinn um die Innenstadt herum geführt werden.
Die Bundesstraße 68, die bislang halbseitig entlang des Hasetor- und Schlosswalls verläuft, wird für diese Maßnahme „geteilt“, das Rechtsabbiegen für LKW zukünftig verboten.

Rechtsabbiegen, LKW Osnabrück
Grafik HASEPOST, 2014

Im Spätsommer 2014 erschien die HASEPOST noch als reines Facebook-Medium, die Website wurde erst im Spätherbst gelauncht.
In einer kleinen Artikelreihe, die später in einem Dokument auf dem Hasepost-Webserver veröffentlicht wurde (hier zum Download als PDF), fasste HASEPOST-Herausgeber Heiko Pohlmann einige seinerzeit online kursierende Vorschläge gegen die „Todesursache Rechtsabbiegen“ zusammen.

LKW Kreisverkehr, Osnabrück
LKW-Kreisverkehr, wie 2014(!) von einem unbekannten Leser vorgeschlagen.

 


Hier der Beitrag aus dem Spätsommer 2014 (S.4ff. des PDF-Dokuments):

Vorschlag aus dem Netz: warum den LKW-Verkehr nicht einfach im Uhrzeigersinn um Osnabrück leiten?

Man sollte die Intelligenz des Netzes (und der Osnabrücker) also nicht unterschätzen. Schon beim Schreiben des ersten Teils dieser Artikelserie erinnerte sich der Autor dieser Zeilen an einen Vorschlag in einem NOZ- oder Facebook-Kommentar anlässlich des ersten tödlichen Unfalls in diesem Jahr.
Der unbekannte Kommentator (bitte melden, es sind Deine Credits!) machte den Vorschlag den LKW-Verkehr doch einfach im Uhrzeigersinn um die Innenstadt zu führen, um so das (tödliche) LKW-Rechtsabbiegen zu vermeiden!

Und tatsächlich, das ist eine fantastische Idee – vor allem wenn man denn den LKW-Verkehr nicht gänzlich aus der Stadt fernhalten will.
Der Durchgangsverkehr – auch von den Speditionen in der Peripherie – müsste keinerlei Umwege in Kauf nehmen (lt. Google Maps ist die jetzige westliche Routenführung der B68 auf den Wällen vorbei an der Stadthalle mit 2,5km sogar 200 Meter länger als die Strecke über den Berliner Platz)!

Der LKW-Verkehr würde dadurch in Summe auch weder mehr noch weniger (schließlich fahren jetzt schon zahlreiche LKW entlang der Ostroute über die Wälle), er würde sich nur anders auf die im Uhrzeigersinn rechte Fahrspur konzentrieren. Im Umkehrschluss wäre es dann für den PKW- und Zweirad-Fahrer vermutlich attraktiver auf dem Wall gegen den Uhrzeigersinn zu fahren.

Einziger Haken – aber auch gleichzeitig der große Vorteil dieser Lösung – um den Wall-Ring wieder „verlassen“ zu können müssen die LKW zwingend beim Linksabbiegen den Gegenverkehr kreuzen. Dabei haben Sie allerdings den kreuzenden Fahrrad- und Fußgängerverkehr immer im Sichtbereich (sonst im „Toten Winkel“ verdeckt oder nur über Spiegel zu sehen)!

Durchweg alle Kreuzungen vom Wall auf eine der auswärtsführenden Straßen (Berliner Platz, a.d. Petersburg/Hannoversche Straße, Johannisstraße/Iburger Straße, Kommenderiestraße/Sutthauser Straße, Martinistraße, Lotter Straße, Natruper Straße) haben gesonderte Linksabbieger-Spuren mit entsprechenden Ampeln, die dazu entsprechend neu eingestellt werden müssten um dem Mehr an LKW-Verkehr die notwendige Zeit zu geben. Gleichzeitig wäre der Wall-Ring „gegen den Uhrzeigersinn“ aber von LKW befreit, so das die notwendige Zeit für eine Neu-Justage der Ampeln vorhanden wäre. Durch die vorhandenen Ampeln würde so auch sichergestellt, dass Fahrradfahrer und Fußgänger immer ein Haltzeichen (rot) bekommen, bevor schwere LKW ihren Weg kreuzen – ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn neben der besseren Sicht des Fahrers aus der LKW-Kanzel heraus.

Rechtsabbiegen, LKW Osnabrück
Alternative Routenführung: LKW-Verkehr im Uhrzeigersinn über die Wälle (Grafik HASEPOST von 2014!)

Abbildung 3, Alternative Routenführung: LKW-Verkehr im Uhrzeigersinn über die Wälle

LKW-Verkehr im Uhrzeigersinn wäre ohne negative Auswirkungen auf Osnabrücker Speditionen und Anlieger

Wie bereits beschrieben, würden die Osnabrücker Speditionen nicht daran gehindert ihre Ziele in den lokalen Gewerbegebieten oder die Autobahnauffahrten zu erreichen. So müsste zum Beispiel auch kein LKW der Spedition Hellmann aus dem Hafen über das Lotter Kreuz fahren um die A30 in Richtung Hannover zu erreichen – umgekehrt kommt auch die Spedition Meyer & Meyer aus dem Fledder weiter direkt zur A1-Auffahrt Wallenhorst.
Sobald der Lückenschluss der A33 fertig ist, wäre die Zeit reif das lange geforderte innerstädtische LKW-Verbot in Angriff zu nehmen. Aber die Stadt braucht jetzt schnelle Lösungen um den „Blutzoll“ des LKW-Verkehrs auf den Wällen zu stoppen. Die hier beschriebene Lösung kostet letztlich nicht mehr als ein paar Blechschilder an den Kreuzungen und etwas Manpower bei der Neuberechnung der Ampel-Schaltzeiten.

Ein großes Argument gegen jegliche Versuche den LKW-Verkehr in den Innenstädten zu regulieren ist der Lieferverkehr. Hier kann eine „Anlieger frei“-Lösung des Rechtsabbiegen vom Wall in die Innenstadt erlauben.
Da die vorgeschlagene Maßnahme ohnehin nur LKW mit Anhängern bzw. über 7,5t betreffen würde, dürfte sich die Zahl der LKW-Anlieger ebenso in Grenzen halten wie notwendigen Umwege, da der Wall ja nur noch in einer Richtung befahrbar ist. Die allermeisten innerstädtischen Lieferungen erfolgen ohnehin nicht mit Sattelaufliegern und Lastzügen.

Sobald sich die Einbahnstraßenregelung – die es faktisch ist – für herumgesprochen hat bzw. in den Navigationssystemen verbreitet ist, werden die betroffenen Anlieferfahrzeuge dann die richtigen Autobahnabfahrten wählen um ohne Abbiegen in die Innenstadt zu gelangen.

AFP

Von Alfhausen bis Melle: Hier „blitzt“ es im Landkreis Osnabrück

Blitzer, Radarkontrolle, Radar, Geschwindigkeit
Foto: Mobil in Deutschland e.V.

Blitzer-Standorte im Landkreis Osnabrück (KW48)

Keine Pause gönnen sich die Mitarbeiter des Landkreises Osnabrück, auch nicht zum Monatsende November.

  • Montag,    27.11.                      Fürstenau
  • Dienstag,   28.11.                     Bissendorf
  • Mittwoch,   29.11.                    Bad Rothenfelde
  • Donnerstag,   30.11.                Georgsmarienhuette
  • Freitag,   01.12.                        Alfhausen
  • Samstag,   02.12.                     Hasbergen
  • Sonntag,   03.12.                      Melle

Der Landkreis weißt darauf hin, dass jederzeit auch an anderen Orten die Geschwindigkeit gemessen werden kann.

Bitte fahrt vorsichtig – immer!

Symbolbild: Mobil in Deutschland e.V.

AFP

Kleine Parteien im Osnabrücker Rat sehen sich von Großer Koalition in Hannover bedroht

Fraktionsstatus

Dass bei einem Regierungswechsel in Hannover auch gezielt Einfluss auf die Kommunalpolitik genommen wird, ist in Osnabrück nichts Neues. Wie bereits beim Regierungswechsel 2013, scheinen die neuen Verantwortlichen in Hannover auch 2017 in die lokalen Parlamente hineinregieren zu wollen.

Nachdem Boris Pistorius im Jahr 2013 auf sein Ministeramt nach Hannover wechselte, zögerte die rot/grüne Landesregierung den Neuwahltermin für die Besetzung des Oberbürgermeisterpostens in Osnabrück so lange hinaus, bis der von der CDU favorisierte Fritz Brickwedde wegen des Erreichens der Altersgrenze (65) nicht mehr antreten durfte.

Offiziell wurde der späte Neuwahltermin für die vakanten Spitzenposten in den Kommunen mit Sachargumenten und notwendigem „Respekt“ vor dem neu gewählten Landtag begründet – auch wenn der eigentlich nichts mit den Wahlen in der Provinz zu tun hat.
Die Osnabrücker CDU sah sich intern um ihren Spitzenkandidaten betrogen, konnte dann aber mit dem jüngeren Wolfgang Griesert doch noch die Führung im Rathaus erlangen.

Wollen SPD und CDU die kleine Konkurrenz schädigen?

In den vergangenen Tagen haben sich die SPD und CDU in Niedersachsen auf die Bildung einer großen Koalition geeinigt. In dem von Parteitagen der beiden Parteien verabschiedeten Koalitionsvertrag heißt es im Kapitel “Landesentwicklung und Kommunen” unter dem Punkt “2. Stärkung der Kommunalen Selbstverwaltung”:

“Die Mindestgröße von Fraktionen in den kommunalen Vertretungen soll im Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) auf drei festgesetzt werden.” (Zit. Zeile 3188)

Betroffen wären von einer solchen Gesetzesänderung in Osnabrück die Fraktionsgruppe “UWG und Piraten” (UWG), die Fraktion “DIE LINKE.” und der “Bund Osnabrücker Bürger” (BOB). In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren die drei kleinen Fraktionen, unterstützt von der FDP, den in Hannover von SPD und CDU betriebenen Vorstoß als Beschneidung der Rechte von kleinen Fraktionen und als Unterdrückung der demokratischen Vielfalt.

Meinungsvielfalt sollte geschützt werden

“Wir stellen uns die Frage, mit welchem Hintergrund eine solche Vereinbarung in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde.” sagt Wulf-Siegmar Mierke, Ratsmitglied der UWG, und ergänzt “Angeblich soll es vordergründig darum gehen, die Arbeitsfähigkeit der kommunalen Vertretungen sicherzustellen oder versucht man hier willkürlich engagierte Mandatsträger in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu behindern? Nicht umsonst wurde eine mit gleicher Begründung eingeführte 2,5%-Hürde für die Kommunalwahlen in NRW gerade gekippt. Insbesondere die Räte profitieren von vielfältigen Meinungen und Partizipationsmöglichkeiten im Interesse ihrer Wähler.”

Piraten: „Arroganz der Macht“

“12,2% der Osnabrücker Bürger haben sich mit 23.769 Stimmen bei der Kommunalwahl 2016 bewusst mit ihren drei Stimmen für diese Parteien entschieden, deren politischen Gestaltungsmöglichkeiten nun massiv eingeschränkt werden sollen! Kleine Parteien werden durch solche Maßnahmen systematisch geschwächt und somit ausgehebelt.” sagt Nils Ellmers, Ratsmitglied der Piraten und ergänzt: “Sind die ‘Großen’ zu hochmütig sich der politischen Diskussion mit uns kleineren Parteien zu stellen und gemeinsame Lösungen finden? Das nenne ich Arroganz der Macht!”.

Ohne den Fraktionsstatus werden den demokratisch gewählten und ehrenamtlich tätigen Vertreterinnen und Vertreter kleinerer Parteien in jeglicher Form angemessene Arbeitsmöglichkeiten entzogen. So verlieren sie nicht nur die Fraktionsgeschäftsstellen, die sie maßgeblich in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützen, sondern auch die Möglichkeit auf Akteneinsicht und haben nur noch das Recht auf ein Grundmandat (Rede- und Antragsrecht) in einem einzigen Ausschuss.

„Dies ist ein Angriff auf die Arbeitsfähigkeit der kleinen Fraktionen und die demokratische Vielfalt in den Räten. Mit zwei ehrenamtlich tätigen Ratsfrauen ist es bereits jetzt schwierig die Fülle an Aufgaben zu erfüllen. Ohne unsere Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle, ohne Mittel für Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit, ohne die Möglichkeit an interfraktionellen Sitzungen teilzunehmen, werden die kleinen Fraktionen weiter abgedrängt. Dieses arrogante Verhalten der GroKo aus Hannover ist ein demokratischer Skandal!“, äußert sich die Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Giesela Brandes-Steggewentz. Weiter: „Darüber hinaus werden mit dieser Änderung auch Arbeitsplätze in den Fraktionen vernichtet.“

Auch die Fraktion des Bundes Osnabrücker Bürger (BOB) wäre mit aktuell zwei Ratsmitgliedern von einer Neureglung der Fraktionsgrößen betroffen und äußert ihr Unverständnis: “Politische Arbeit ist auf kontinuierlichen Informationsfluss angewiesen. Die Fraktionen benötigen nicht nur Besprechungs- oder Rückzugsräume, sondern insbesondere in kleinen Fraktionen sind die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker auf die inhaltliche Zuarbeit durch die Geschäftsstellen angewiesen.“ so der Fraktionsvorsitzende Dr. Ralph Lübbe.

Die FDP Fraktion ist mit aktuell drei Ratsmitgliedern zwar nicht betroffen, kritisiert die Absicht der GroKo aber ebenfalls scharf: ”Wenn sich die großen Parteien versuchen auf diese Art und Weise die Opposition vom Hals zu schaffen, haben diese wohl nicht die Demokratie verstanden! Das ist ein Ausdruck von Überheblichkeit und Arroganz, der nicht tolerierbar ist.” so Thomas Thiele, Fraktionschef der Liberalen im Osnabrücker Rat.

In Südoldenburg wäre auch die SPD betroffen

So ganz clever und überlegt scheint der Schachzug der niedersächsischen Großen Koalition allerdings nicht zu sein. Angesichts der immer stärker werdenden Wähler-Erosion, auch und vor allem in Gebieten, wo es die SPD ohnehin nie leicht hatte, drohen die Sozialdemokraten selbst in manch einem Kommunalparlament zur Marginalie zu werden. Die Osnabrücker Klein-Fraktionen mahnen an, dass in kleineren Gemeinden nach der aus Hannover gewünschten Neuregelung teilweise nur noch zwei Fraktionen gebildet werden können. In Extremfällen, wie der Gemeinde Visbek im Landkreis Vechta, gäbe es allerdings auch keine SPD-Fraktion mehr.

AFP

Neumarktsperrung: Verwaltungsgericht hat noch nicht endgültig geurteilt

Neumarkt Osnabrück, Fußgängerzone, Sperrung
Neumarkt Osnabrück

Hat das Verwaltungsgericht Osnabrück tatsächlich zu Gunsten der Sperrungsbefürworter aus der bunten Regenbogenkoalition im Stadtrat geurteilt?
Ein missverständlich übertitelter Zeitungsartikel konnte den Eindruck einer endgültigen Entscheidung erwecken, doch die BOB-Fraktion hält dagegen.

Nach der im Oktober eingeleiteten neuerlichen Neumarktsperrung wurden mehrere Klagen eingereicht, unterstützt von der BOB-Fraktion. „Über diese Klagen ist jedoch noch gar nicht entschieden worden“, so das Hinzugewählte Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt der BOB-Ratsfraktion, Dr. Steffen Grüner. Vielmehr habe die Regenbogenkoalition darauf gedrängt, den Neumarkt unabhängig vom Ausgang des Klageverfahrens sofort zu sperren und die sofortige Vollziehung anzuordnen. Dagegen hätten Betroffene – mit Unterstützung des Bund Osnabrücker Bürgers – das Ihnen zustehende Rechtsmittel genutzt, die Aussetzung der sofortigen Vollziehung zu beantragen, um den Neumarkt weiterhin mit dem PKW befahren zu können, bis über die eigentliche Klage entschieden ist.

Klage an sich muss erst noch entschieden werden

„Das Verwaltungsgericht habe nun lediglich über diese Anträge entschieden, nicht aber über die Klage gegen die Neumarktsperrung an sich“, so Dr. Grüner weiter. Für die BOB-Ratsfraktion besteht weiterhinneumarkt kein übergeordnetes öffentliches Interesse, die eine Neumarktsperrung rechtfertigt. Den Wallanwohnern könne nicht zugemutet werden, die erhöhten Lärm- und NOX-Emissionen hinzunehmen, denn einen funktionierenden Luftreinhalteplan gebe es immer noch nicht und es sei auch nicht davon auszugehen, dass dieser Plan zu realistischen Lösungsvorschlägen in diesem Bereich führe.

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Tormund und Jon Snow suchen ein neues Zuhause in Osnabrück

Tormund, Jon Snow, Thomas Jankowski
Tormund, Jon Snow, Thomas Jankowski

Zugegeben, diese Bilder sind nichts für eine kleine Einzimmerwohnung. Wer hier zuschlägt, sollte auf jeden Fall über hohe Decken verfügen.

Noch schmücken die beiden Bilder aus der Game of Thrones Welt – gemalt vom Osnabrücker Künstler Thomas Jankowski – die Almhütte beim Eiszauber am Ledenhof. Doch nach der Weihnachtssaison, die hier am 30. Dezember endet, sollen die Bilder nicht eingelagert werden, sondern einen neuen Besitzer finden.

Wie eingangs beschrieben, sind die Bilder durchaus als „großformatig“ zu bezeichnen. Neben einer hohen Decke braucht es eine Wand, an der Tormund und Jon Snow (nennen wir ihn mal so 😉 ) auch wirklich zur Geltung kommen.

Tormund, Jon Snow, Thomas JankowskiErlös wird aufgerundet und gespendet

Der Erlös wird von den Schaustellern der Don Bosco Jugendhilfe gespendet. „Und damit sich die Spende auch richtig lohnt“, so  Roman Heyn von der Eiszauber GmbH, „wird der Betrag, den der Käufer zahlt, nochmals aufgerundet“.

Und wie kommt man an die Bilder, die nach Möglichkeit nicht getrennt werden sollen?
Einfach beim Eiszauber am Ledenhof den Kontakt zu den Veranstaltern suchen, oder unter der Mailadresse info@eiszauber.gmbh ein Gebot abgeben.
Direkt beim Eiszauber können auch die Maße der Bilder erfragt oder abgemessen werden.

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Anlieger wurden nicht informiert: Wachdienst blockiert Zufahrt zu Privatgrundstücken

Straßensperre Dielingerstraße Weihnachtsmarkt Osnabrück
Straßensperre Dielingerstraße Weihnachtsmarkt Osnabrück

Ob der junge Mann mit Regenschirm und dienstlich wirkendem Anorak einer Wachgesellschaft eine wirksame Waffe gegen islamistischen Terror sein kann, darf bezweifelt werden.
In Ermangelung von wirklichen Gefährdern – mit oder ohne Passierschein – konzentriert sich Osnabrücks neueste Maßnahme gegen den Terrorismus vorerst auf Anwohner, die nicht über das geforderte Dokument verfügen. Die werden an der Kontrollstelle Dielingerstraße seit Freitagmittag vehement und rüde abgewiesen.

Ohne Passierschein keine Durchfahrt für Terroristen

Dass in diesem Jahr nicht mehr nur Warnbaken in der Dielingerstraße auf die ein paar hundert Meter weiter Richtung Theater montierten Fahrzeugsperren hinweisen, sondern auch ein Wachmann, ist Teil des neuen Sicherheitskonzeptes der Stadtverwaltung.
Blöd nur, dass die Anwohner über die für sie nicht unerheblichen Auswirkungen nicht vorab informiert wurden.
Wie unsere Redaktion von der Senior- und Junior-Chefin der Fleischerei Mandel erfuhr, war der offensichtlich mit der Situation leicht überforderte Wachmann am Freitagmittag nur nach einer unnötigen Diskussion dazu zu bewegen, den Lieferwagen des Handwerkbetriebs passieren zu lassen.
Selbst die groß am Fahrzeug angebrachte Werbeaufschrift, die ähnlich auch am in Sichtweite präsenten Ladengeschäft zu sehen ist, wollte der von der Stadtverwaltung beauftragte privatwirtschaftliche Terror-Wächter nicht gelten lassen.

Anwohner wurden nicht informiert

Auch ein Anwohner bestätigte, dass er überrascht worden sei von den Fahrzeugkontrollen. Eine vorherige Information, dass bis zum 22. Dezember Passierscheine benötigt werden und wie diese zu beantragen seien, habe es nicht gegeben.
Allein in dem Mehrfamilienhaus, in dem der Anwohner lebt, gibt es mehr als 25 Wohnungen. Er und seine Nachbarn parken alle auf dem Hinterhof und machen sich nun Gedanken, wie sie ohne Passierschein zu ihren Parkplätzen gelangen.

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Freitag kurz vor 13 Uhr ist bei der Stadtverwaltung Wochenende

Auf Nachfrage unserer Redaktion konnte ein Mitarbeiter des städtischen Presseamts keine Klärung mehr herbeiführen. Kurz vor 13 Uhr am Freitagmittag war im zuständigen Fachbereich Bürger und Ordnung (im Verantwortungsbereich von Stadtbaurat Frank Otte) niemand mehr zu erreichen, der hätte Auskunft erteilen können.

 

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Osnabrücker Weihnachtsmarkt startet

Weihnachtsmarkt am Domhof Osnabrück, Foto: Joachim Viertel
Weihnachtsmarkt am Domhof Osnabrück, Foto: Joachim Viertel

Mit dem Aufstellen der schmückenden Tannenbäume, letzten Arbeiten an den Ständen und vor allem mit dem Bestücken der Auslagen sind die Vorbereitungen für den Osnabrücker Weihnachtsmarkt am Donnerstag abgeschlossen worden. Nach der (stillen) Eröffnung am Freitagmittag folgt die offizielle Eröffnung um 18 Uhr.

Schausteller, Beschicker und die Mitarbeiter der Stadt Osnabrück haben buchstäblich bis zur letzten Minute daran gearbeitet, die Budenstadt auf den Ansturm der Besucher vorzubereiten. Jetzt ist es so weit: Pünktlich um 12 Uhr am Freitag, 24. November, öffneten sich die insgesamt 112 Stände und Buden, aus denen sich der Osnabrücker Weihnachtsmarkt diesmal zusammensetzt. Der Festakt zur Eröffnung findet am Freitag um 18 Uhr am Adventskalender vor dem Rathaus statt.

Besucheransturm erwartet

Der Osnabrücker Weihnachtsmarkt läuft diesmal bis zum 22. Dezember auf dem Markt und auf dem Domhof, tägliche Öffnungszeiten sind von 12-21 Uhr. Wer einen Besuch plant, muss darauf achten, dass der Weihnachtsmarkt am 26. November geschlossen bleibt. Bernhard Kracke Jun., der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Weser-Ems, rechnet damit, dass es gleich zu Beginn wieder viele Besucher auf den Weihnachtsmarkt zieht. „Es gibt viele Menschen, die sich auf bestimmte Speisen oder Getränke freuen und viele sind auch Stammkunden bei einzelnen Beschickern. Solche Gäste kommen vielfach gleich, wenn es losgeht. Es ist toll, dass wir solche treuen Besucher haben“, meinte Kracke. „Auch das historische Karussell auf dem Markt hat Fans, die jedes Jahr teilweise auch von weither angereist kommen, um auf dem Weihnachtsmarkt darin zu fahren. So etwas freut mich sehr – es zeigt, wie einzigartig unser Weihnachtsmarkt mit seiner einmalig schönen Kulisse und seinen vielen Besonderheiten ist.“
Kracke ist besonders stolz auf die großen Ziergegenstände, also den Nussknacker, die Weihnachtspyramide und die Spieldose, die auch dieses Jahr wieder an ihren angestammten Plätzen vor dem Theater und am Löwenpudel stehen. Frisch herausgeputzt, natürlich. Bei der Spieldose mit dem Glockenspiel und den Holzfiguren, die eine Krippenszene darstellen, handelt es sich nach Angaben von Kracke um das größte funktionsfähige Exemplar mindestens in Europa, vielleicht sogar weltweit.

Abwechslung an den Buden und Ständen

Auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt können sich die Besucher an 45 Ständen und Buden mit Speisen und Getränken bewirten lassen. Weiter sind 15 Anbieter von Süßwaren und 49 Beschicker mit Kunsthandwerk und Geschenkartikeln dabei. Daneben gibt es drei Karussells – darunter natürlich auch die bereits erwähnte „Bodenmühle“ von Ewald Telsemeyer, also das über 100 Jahre alte Kinderkarussell, das seit den 1970er Jahren einen Stammplatz auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt hat.
Genießer können sich auf ein Leckereien-Angebot freuen, das von Lebkuchen, Marzipan und gebrannten Mandeln über Maronen, handgemachte Bonbons, niederländische Poffertjes und anderes Schmalzgebäck bis zu den auf dem Weihnachtsmarkt „erfundenen“ Käsegrillern, Bratfisch, Steaks, Eintopf, Flammkuchen oder Grillschinken reicht. An Heißgetränken sind u.a. Met, Glühwein, Feuerzangenbowle, Kinderpunsch und Früchtetee wie Leysieffers „Sylter Welle“ im Angebot.

Das Sortiment an den Verkaufsständen umfasst Bekleidungsartikel wie beispielsweise Mützen, Schals, Lederwaren sowie Wollpantoffeln und -strümpfe. Daneben werden Spielzeug und Geschenkartikel angeboten, es gibt Kunsthandwerkserzeugnisse, Weihnachtsschmuck, Dekorationsartikel, Leuchten, Einrichtungsgegenstände und vieles mehr. Es kann etwa gewählt werden unter Silberschmuck, Mineralien, Christbaumschmuck, erzgebirgischen Holzartikeln, Blechschildern und Blechspielzeug, Nistkästen, Marionetten, Leuchthäusern und Leuchtsternen, Teddybären oder Kerzen, Seifen und Duft-/Kosmetikartikeln.

Foto: Joachim Viertel via OMT

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